CH385789A - Verfahren zum Färben von Wolle mit 1:2-Metallkomplexfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Färben von Wolle mit 1:2-Metallkomplexfarbstoffen

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CH385789A
CH385789A CH109260A CH109260A CH385789A CH 385789 A CH385789 A CH 385789A CH 109260 A CH109260 A CH 109260A CH 109260 A CH109260 A CH 109260A CH 385789 A CH385789 A CH 385789A
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wool
dyed
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Arthur Dr Buehler
Richard Dr Casty
Gerhard Dr Back
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Ciba Geigy
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/60General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing polyethers
    • D06P1/607Nitrogen-containing polyethers or their quaternary derivatives

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Description


      Verfahren    zum Färben von     Wolle    mit 1:     2-Metallkomplexfarbstoffen       Es ist bekannt, in     Fasermischungen    Wolle und  Polyamid- oder     Polyurethanfasem    gleichzeitig mit       1:2-Metallkomplexfarbstoffen    in Gegenwart von       anionischen,        faseraffinen    Hilfsmitteln zu färben     (belg.     Patentschrift Nr. 573 241); mindestens eines der bei  den komplexbildenden     Farbstoffmoleküle    muss dabei  von     Sulfonsäure-    oder     Carboxylgruppen    frei sein.

   Die  DAS Nr.<B>1008</B> 254 beschreibt ein Verfahren, nach  welchem stickstoffhaltige     Fasern    mit     1:2-Metall-          komplexfarbstoffen        mit    nur einer einzigen     Sulfon-          säuregruppe    in Gegenwart von     nichtionogenen        Hilfs-          mitteln    gefärbt werden können; als     nichtionogene     Hilfsmittel kommen dabei Kondensationsprodukte  von     Äthylenoxyd    mit Aminen oder Alkoholen in Be  tracht.

   Ferner ist es bekannt, Wolle mit     Metallkom-          plexfarbstoffen    in Gegenwart von     nichtionogenen    und       anionaktiven    Hilfsmitteln zu     färben    (DAS Nummer  <B>1006</B> 389); als Farbstoffe werden entweder 1 :     1-          Metallkomplexe    oder     1:2-Metallkomplexe    ohne  saure     wasserlöslichmachende    Gruppen verwendet;

    geeignete     nichtionogene    Hilfsmittel sind Kondensa  tionsprodukte von mindestens 20     Mol        Äthylenoxyd     pro     Mol        eines    Fettalkohols, einer Fettsäure oder  eines     Fettsäureamids.    Die beiden Verfahren, die 1 :

       2-          Metallkomplexe    mit nur einer einzigen sauren     wasser-          löslichmachenden        Gruppe    zum Gegenstand haben  und     nichtionogene    oder     anionaktive        Hilfsmittel    ver  wenden, führen aber nicht durchwegs zu befriedigen  den Resultaten. Die erhaltenen Färbungen weisen  vielfach eine     unerwünschte        Schipprigkeit    und     Un-          egalität    auf.  



  Es wurde gefunden, dass Wolle, gegebenenfalls  im Gemisch mit anderen, stickstoffhaltigen oder  auch stickstofffreien Fasern, ohne die oben erwähn  ten Nachteile, in vorteilhafter Weise mit 1     :2-Chrom-          oder        Kobaltkomplexverbindungen    von Azofarb-    Stoffen, welche im     Molekül    des Metallkomplexes  eine einzige saure,     wasserlöslichmachende    Gruppe  enthalten, gefärbt werden kann, wenn man sie in  Gegenwart von Verbindungen, die mindestens ein  basisches Stickstoffatom aufweisen, an welches min  destens ein eine     Polyglykolätherkette    enthaltender  Rest gebunden ist,

   wobei das Molekül 3 bis 20  
EMI0001.0057     
    und     mindestens    4 nicht einer solchen Gruppe ange  hörende     Kohlenstoffatome    enthält, und in Anwesen  heit solcher     anionaktiver    Verbindungen färbt, welche       keinen        Farbstoffcharakter,    jedoch     Affinität    zur  Wolle besitzen.  



  Die verwendeten Farbstoffe sind Komplexe, in  denen je ein Molekül     zweier    voneinander verschie  dener     Azofarbstoffe,    von welchen der eine eine ein  zige und der andere keine     wasserlöslichmachende     Gruppe enthält, komplex an ein Chrom- oder Kobalt  atom gebunden     sind.    Der Komplex kann z. B. einen       Disazofarbstoff    und einen     Monoazofarbstoff    oder  vorzugsweise zwei     Monoazofarbstoffmoleküle    enthal  ten.

   Als saure     wasserlöslichmachende    Gruppen kom  men freie     Carbonsäuregruppen        (-COO-Kation)    oder  insbesondere freie     Sulfonsäuregruppen        (-SOg-    Kation)  in Betracht, wobei an der Komplexbildung beteiligte       Carbonsäuregruppen    nicht als     wasserlöslichmachende     Gruppen anzusehen sind, da sie, in dieser Weise  gebunden, keine Wasserlöslichkeit mehr bewirken.  



  Als     metallkomplexbildende    Gruppen enthalten  die     Azofarbstoffe    beispielsweise     o,o'-Dioxyazogrup-          pierungen    oder     o-Oxy-o'-carboxyazogruppierungen.     Es sind aber auch andere komplexbildende Gruppen,  wie     o-Oxy-o'-carboxymethoxygruppierungen    oder       o-Oxy-o'-aminoazogruppierungen    möglich.           Eine    Anzahl von nach dem vorliegenden Ver  fahren     zu    verwendenden Farbstoffen ist bekannt,  ebenso sind Methoden zu ihrer Herstellung bekannt.

    Man     verfährt    beispielsweise zweckmässig so, dass man  aus einem der beiden zum Aufbau des asymme  trischen 1     :2-Komplexes        bestimmten    Farbstoff, vor  zugsweise denjenigen, der die     wasserlöslichmachende     Gruppe     enthält,    den 1     :1-Metallkomplex    herstellt und  diesen hierauf mit dem anderen, metallfreien Farb  stoff umsetzt.

   Es ist noch zu bemerken, dass sich  die Komplexe von     o,o'-Dioxyazofarbstoffen    nicht  nur aus den     o,o'-Dioxyazofarbstoffen    selbst, sondern  auch aus den entsprechenden     o-Oxy-o'-alkoxyazo-          farbstoffen    herstellen lassen.  



  Die     asymmetrischen    1     .2-Komplexe        können    auch  in der Weise hergestellt werden, dass man     äquimole-          kulare    Gemische der beiden     erforderlichen    Farbstoffe  mit geeigneten     metallabgebenden    Mitteln wie     Alkali-          chromsalicylat    oder     Kobaltsulfat    behandelt.  



  Die eingangs     erwähnten,        stickstoffhaltigen    Ver  bindungen enthalten mindestens ein basisches Stick  stoffatom, an welches mindestens     ein    eine     Glykol-          ätherkette    enthaltender Rest gebunden ist.

   Diese  Kette besteht aus wenigstens zwei  
EMI0002.0028     
    und kann direkt oder über ein     Brückenglied,    bei  spielsweise einen     Alkylenrest    wie den Rest       -CH2-CH2        CH2   <B>1</B>  an das Stickstoffatom gebunden     sein.    Das Molekül  der Stickstoffverbindung enthält wenigstens drei und  höchsten 20  
EMI0002.0034     
  
          Weiterhin    muss die     Stickstoffverbindung    minde  stens vier nicht einer solchen Gruppe angehörende       Kohlenstoffatome    enthalten.

   So kann sie     vorteilhaft     noch mindestens einen     aliphatischen    oder     alicycli-          schen    Rest mit mindestens 8 aneinander gebundenen       Kohlenstoffatomen,    vorzugsweise einen     aliphatischen     Rest mit mindestens 12 aneinander gebundenen       Kohlenstoffatomen,    ferner auch einen durch ein       Arylkohlenstoffatom    an das basische Stickstoffatom  gebundenen aromatischen Rest mit     alinhatischer     Seitenkette enthalten.  



  Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass  beim vorliegenden Verfahren als     stickstoffhaltige     Verbindungen der angegebenen Art     zweckmässig    Ein  wirkungsprodukte von     mindestens    drei     Mol    eines       a,ss-Alkylenoxyds    auf 1     Mol    einer organischen Ver  bindung, die wenigstens eine basische primäre oder  sekundäre     Aminogruppe    oder eine basische tertiäre       Aminogruppe    und daneben noch eine alkoholische       Hydroxylgruppe    aufweist, verwendet werden.  



  Für die Zwecke der vorliegenden     Erfindung     geeignete Produkte sind solche, die durch Reaktion  von 1     Mol    eines Amins mit 3 bis 20     Mol        eines          Alkylenoxyds        erhältlich    sind, z.

   B. das Umsetzungs  produkt von 1     Mol        Dodecylamin    mit etwa 6     Mol          Äthylenoxyd,    diejenigen von 1     Mol        Oleylamin    mit  6, 8 oder 16     Mol        Äthylenoxyd,    ferner diejenigen  von 1     Mol        Stearylamin    mit 4, 8 oder 16     Mol          Äthylenoxyd,    das Umsetzungsprodukt aus Mono  alkylpropylendiamin, dessen     Alkylrest    dem Rest der       Talgfettsäure    entspricht,

   mit 8     Mol        Äthylenoxyd,     das Umsetzungsprodukt aus     Monoalkylpropylen-          diamin,    dessen     Alkylrest        unverzweigt    ist und 16 bis  18     Kohlenstoffatome    enthält, und 6     Mol    Äthylen  oxyd.  



  Aus den obigen Ausführungen ist ersichtlich, dass  sich die Stickstoffverbindungen der Formel  
EMI0002.0084     
    besonders gut für das vorliegende Verfahren eignen,  in welcher Formel R einen vorzugsweise     unverzweig-          ten        aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest mit minde  stens 12, vorzugsweise 16 bis 22     Kohlenstoffatomen,     m und     n.    ganze Zahlen im Werte von höchstens 2  und p, q und r ganze Zahlen bedeuten, wobei die  Summe p + q     +    (m -1) (r -1) mindestens 3 und  höchstens 20 beträgt und mindestens einer der Werte  p, q und m-1 grösser als 1 ist.  



  Ferner ist ersichtlich, dass sich die Stickstoff  verbindungen der Formel  
EMI0002.0091     
    besonders gut für das vorliegende Verfahren eignen,  in welcher Formel R einen vorzugsweise     unverzweig-          ten        aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest mit minde  stens 12, vorzugsweise 16 bis 22     Kohlenstoffatomen     und p' und q' ganze Zahlen bedeuten, wobei die  Summe p'     +    q' vorzugsweise 8 bis 16 beträgt.  



  Anstelle     deri    Verbindungen mit freien     Oxyalkyl-          gruppen    können auch die sauren Ester mehrbasischer  Säuren, z. B. der Phosphor- oder Schwefelsäure, die  sich von diesen     Oxyalkylverbindungen    ableiten bzw.  die wasserlöslichen Salze dieser Ester, beispielsweise       Alkalisalze    oder solche des Ammoniaks oder von       Aminen,    als Hilfsmittel beim vorliegenden Färbe  verfahren verwendet werden.  



  Erfindungsgemäss wird nun beim vorliegenden  Verfahren in Anwesenheit solcher     anionaktiver    Ver-      Bindungen gefärbt, welche keinen     Farbstoffcharakter,     jedoch Affinität zu den     stickstoffhaltigen    Fasern  besitzen. Mit Vorteil verwendet man     sulfonsäure-          gruppenhaltige    Verbindungen, wobei die     Sulfon-          säuregruppen    zweckmässig an aromatische Kerne,  z. B.     Benzolkerne    oder insbesondere     Naphthalinkerne,     gebunden sind.  



  Als Beispiele geeigneter Verbindungen seien ge  nannt:       Alkalisulfonate    von     Benzolkohlenwasserstoffen     mit längerer     aliphatischer    Kette,       Alkalimonosulfate    von     2-Alkylbenzimidazolen     mit     höhermolekularem        Alkylrest,    z. B. das Natrium  salz des monosulfonierten     2-Heptadecyl-N-methyl-          benzimidazols,          Alkalisulfonate    von durch niedrige     Alkylgruppen     substituiertem Naphthalin, z.

   B.     diisobutylnaphthalin-          sulfonsaures    Natrium,     .sulfonierte    Kondensationspro  dukte aus     Oxyarylverbindungen    der     Benzolreihe    und  Formaldehyd, insbesondere diejenigen, welche durch  Kondensation von     Oxyarylverbindungen,    der Benzol  reihe mit Formaldehyd,     Sulfonierung    und nochmalige  Kondensation des     Sulfonierungsproduktes    mit Form  aldehyd erhalten werden; als besonders vorteilhaft  erweisen sich Umsetzungsprodukte aus Naphthalin  sulfonsäuren und     Formaldehyd.     



  Ferner     kommen    auch     faseraffine    Verbindungen  anderer     Art,    z. B.     sulfonsäuregruppenhaltige,        faser-          affine    Mottenschutzmittel oder sog.     Wollreservier-          mittel        (Immunisiermittel)    von der     Art,    wie sie durch  Umsetzung von     Phenolen    oder     Thiophenolen    mit       Alkalisulfid,        Alkalisulfit    oder     Sulfitformaldehyd    er  halten werden, in Betracht.  



  Die Mengen der beim vorliegenden Verfahren  den Färbebädern zuzusetzenden Stoffe können inner  halb verhältnismässig weiter Grenzen schwanken. Die  Menge des Farbstoffes richtet sich     selbstverständlich     nach der gewünschten Farbstärke. Es empfiehlt sich,  die Menge der stickstoffhaltigen Verbindung der  jenigen des Farbstoffes in der Weise anzupassen,  dass das     Mengenverhältnis    etwa 1 :8 bis 1:2 be  trägt, vorteilhaft setzt man von der Stickstoffverbin  dung etwa     1,#    der     Farbstoffmenge    ein.

   Die Menge  der Stickstoffverbindung soll jedoch auch bei hellen  Färbungen, für welche - bezogen auf das Faser  gewicht - weniger als<B>10/9</B> Farbstoff verwendet wird,       mindestens        UO/o    (ebenfalls bezogen auf das Faser  gewicht) betragen.  



  Die Menge der     faseraffinen        anionaktiven    Ver  bindung wird zweckmässig um so höher angesetzt,  je geringer die     Farbstoffmenge    ist. Bei sehr hellen  Färbungen mit 0,1 0/0 oder noch weniger Farbstoff       und        etwa        0,5        %        der        Stickstoffverbindung        kann        man          z.        B.        mit        Vorteil        etwa        0,

  3        bis    1     %        anionaktive        Ver-          bindung    einsetzen.  



  Weiterhin erweist es sich als zweckmässig, in  schwach saurem Medium zu färben, so dass der       pH-Wert    des Färbebades etwa 3 bis 6, vorzugsweise    4 bis 5 beträgt. Dieser     pH-Wert    kann vorteilhaft  durch Zusatz von     Essigsäure,        gewünschtenfalls    auch  von Ameisen- oder Schwefelsäure, eingestellt wer  den. Dem Färbebad kann auch Natriumsulfat zuge  setzt werden.

   In     manchen    Fällen ist es     vorteilhaft,     die gewünschte     Acidität    des Färbebades durch den  Zusatz säurespendender     Ammoniumsalze    zu errei  chen, beispielsweise mit     Ammoniumsulfat,        -phosphat     oder     -acetat.     



  Wie allgemein üblich     beim    Färben von Wolle,  arbeitet man bei erhöhter Temperatur;     zweckmässig     so, dass man den eigentlichen     Färbeprozess    bei etwa  50 bis 80  beginnt, auf Siedetemperatur erhitzt und  ihn bei dieser Temperatur     weiterführt    und beendet.  Es hat sich jedoch gezeigt, dass es beim vorliegen  den Verfahren auch zum Färben von Wolle gar nicht  notwendig ist, mit der Temperatur sehr nahe oder       ganz    zum Siedepunkt des Färbebades zu gehen.  Man erzielt in der Regel praktisch gleich gute Er  gebnisse, wenn der     Färbeprozess    deutlich unter der  Siedetemperatur, z. B. bei Temperaturen zwischen  80 und 90 , durchgeführt wird.

   Es wurde weiter  hin die überraschende Feststellung gemacht, dass  eine     Vorbehandlung    des zu färbenden Fasermaterials,  insbesondere der Wolle, in einem Bade vorteilhaft  ist, das zunächst alle Zusätze mit Ausnahme des  Farbstoffes enthält, also die stickstoffhaltige     Poly-          glykolverbindung,    die     faseraffine,        anionaktive    Ver  bindung und Säure bzw.     Ammoniumsalz:        In    diesem  Bade wird bei einer Temperatur zwischen 80 und  100  während 5 bis 30 Minuten das     Textilmaterial     vorbehandelt.

   Hierauf wird - in der Regel ohne  Abkühlung - der Farbstoff in Form einer     wässrigen     Lösung zugesetzt und zwischen 80 und 100  bis  zur praktischen Erschöpfung des Bades gefärbt.    Durch Erhöhung des     pH-Wertes    der sauren Bä  der nach der Aufnahme des Farbstoffes können  die     Nassechtheitseigenschaften    bezüglich     Ausblutens     noch     verbessert    werden.

      Anstatt die stickstoffhaltige     Polyglykolverbin-          dung    und die     faseraffine        anionaktive    Verbindung  den Färbebädern einzeln zuzusetzen, kann man auch  Präparate verwenden, welche die beiden Verbindun  gen in geeignetem Mengenverhältnis enthalten.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,  und die Temperaturen sind, wie in der vorangehen  den Beschreibung, in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  In ein Färbebad, das in 3000 Teilen Wasser  10 Teile     kristallisiertes    Natriumsulfat, 3 Teile       40o/oige    Essigsäure, 0,5 Teile des     Anlagerungspro-          duktes    von etwa 8     Mol        Äthylenoxyd    an 1     Mol          Oleylamin,    0,4 Teile eines Kondensationsproduktes  aus     Naphthalinsulfonsäure    und Formaldehyd und  0,2 Teile des Chromkomplexes,

   der je 1 Molekül  der beiden     Azofarbstoffe    der Formeln    
EMI0004.0001     
    und  
EMI0004.0002     
    in komplexer Bindung mit 1 Atom     Chrom        enthält,     geht man     mit    100 Teilen Wollstrickgarn ein. Im  Verlaufe einer halben Stunde wird das Bad auf  Siedetemperatur     erhitzt    und     dann    eine Stunde lang  kochend gefärbt. Hierauf     wird    die Wolle gespült und  getrocknet. Man     erhält    eine gleichmässige, grüne Fär  bung.  



  Verwendet man anstelle des dort erwähnten       chromhaltigen    Farbstoffes einen der nachstehend         aufgeführten    1     :2-Metallkomplexe,    die sich in üb  licher Weise herstellen lassen, so     erhält    man     ebenfalls     gleichmässige Färbungen.  



  Die Menge der     Hilfsmittel    ist der Färbungs  stärke anzupassen. Sie soll mindestens 0,25     a/9    an       Äthylenoxydanlagerungsprodukt    und bei hellen     Fär-          bungen        bis        1%,        bei        dunklen        mindestens        0,2        %        an     Umsetzungsprodukt aus     Naphthalinsulfonsäure    und  Formaldehyd betragen.

    
EMI0004.0029     
  
     
EMI0005.0001     
  
     
EMI0006.0001     
  
     <I>Beispiel 2</I>       In    ein Färbebad, das in 3000     Teilen    Wasser  5     Teile        Ammoniumphosphat,    0,6 Teile des in Bei  spiel 1     beschriebenen        Anlagerungsproduktes    aus       Oleylamin    und     Äthylenoxyd,    sowie 0,4     Teile    eines  Kondensationsproduktes aus     Naphthalinsulfonsäure     und Formaldehyd     enthält,        wird    mit 100 Teilen eines  Wollgewebes eingegangen.

   Man     erhitzt    in kurzer Zeit  zum Kochen     und    kocht 15 bis 20 Minuten. An  schliessend werden 2 Teile eines der in Beispiel 1  beschriebenen     Farbstoffe,    in Wasser gelöst, dem  kochend     heissen    Färbebad zugesetzt, und es wird eine  Stunde kochend gefärbt. Man     erhält    echte und gleich  mässige     Färbungen.     



  <I>Beispiel 3</I>  Man     verfährt    nach den Angaben des Beispiels 1,  erhöht aber die Temperatur nicht zum Sieden,     son          dern    nur auf     85 .    Man erhält ebenfalls     gleichmässige     Färbungen.  



  <I>Beispiel 4</I>  Aus 3000 Teilen Wasser, 10 Teilen kristallisier  tem     Natriumsulfat;    6 Teilen 40     o/oiger    Essigsäure,    0,5     Teilen    eines der unten beschriebenen Äthylen  oxydanlagerungsprodukte a bis g, 0,4     Teilen    eines  Kondensationsproduktes aus     Naphthalinsulfonsäure     und     Formaldehyd    und 0,2 Teilen eines der in Bei  spiel 1 angegebenen Farbstoffe wird ein Färbebad  zubereitet. In dieses geht man bei 50  mit 100 Tei  len Wollstrickgarn ein, erhitzt das Bad im Verlaufe  einer halben Stunde auf Siedetemperatur und färbt  eine Stunde lang kochend weiter. Hierauf wird die  Wolle     gespült    und getrocknet.

   Man     erhält    gleich  mässige Färbungen.  



  a)     Anlagerungsprodukt    von 8     Mol        Äthylenoxyd    an  ein     Gemisch    aus     Arachidylamin    und     Behenylamin.     b)     Anlagerungsprodukt    von 12     Mol        Äthylenoxyd    an  ein Gemischaus     Arachidylamin    und     Behenylamin.     c)     Anlagerungsprodukt    von 4     Mol        Äthylenoxyd    an       Stearylamin.     



  d)     Anlagerungsprodukt    von 20     Mol        Äthylenoxyd    an  ein Gemisch aus     Arachidylamin    und     Behenylamin.     e)     Anlagerungsprodukt    von 8     Mol        Äthylenoxyd    an  ein     Gemisch,    bestehend aus 300/e     Palmitylamin,          45        %        Octadecenylamin        und        25        II/o        Stearylamin.              f)

          Anlagerungsprodukt    von 6     Mol        Äthylenoxyd     an     ein    Gemisch von     N-Alkyl-propylendiaminen,     deren     Alkylreste    16 bis- 18     Kohlenstoffatome     enthalten.  



  g)     Anlagerungsprodukt    von 8     Mol        Äthylenoxyd     an ein Gemisch von     N-Alkyl-propylendiaminen,     deren     Alkylreste    16 bis 18     Kohlenstoffatome     enthalten.  



  <I>Beispiel 5</I>  Man arbeitet nach der     Vorschrift    des Beispiels 1,  setzt jedoch dem Färbebad anstelle des Kondensa  tionsproduktes aus     Naphthalinsulfonsäure    und Form  aldehyd das Produkt zu, welches erhalten wird,     wenn     man     ein    Gemisch aus 2     Mol    Phenol und 1     Mol          p-Dodecylphenol    mit 1,75     Mol    Formaldehyd konden  siert, das Reaktionsprodukt     sulfoniert,    die     Sulfon-          säure    einer Nachkondensation mit Formaldehyd  unterwirft und mit Ammoniak neutralisiert. Man  erhält gleichmässige Färbungen.  



  Anstelle des     Hilfsmittels    aus Phenol und     p-Do-          decylphenol    können auch die in gleicher Weise aus  2     Mol    Phenol und 1     Mol        p-Cresol    oder     p-Octyl-          phenol    hergestellten Produkte     verwendet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben von Wolle mit 1:2 Chrom- oder 1:2-Kobaltkomplexverbindungen von Azofarbstoffen, welche im Molekül des Metallkom plexes eine einzige saure, wasserlöslichmachende Gruppe enthalten, in Gegenwart von Verbindungen, die mindestens ein basisches Stickstoffatom aufweisen, an welches mindestens ein eine Polyglykolätherkette enthaltender Rest gebunden ist,
    wobei das Molekül 3 bis 20 1I -C-C-0-Gruppen 1I und mindestens 4 nicht einer solchen Gruppe ange hörende Kohlenstoffatome enthält, dadurch gekenn zeichnet, dass man ausserdem in Anwesenheit solcher anionaktiver Verbindungen färbt, welche keinen Farbstoffcharakter, jedoch Affinität zur Wolle . be sitzen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Wolle mit solchen 1:2- Chrom- oder 1 : 2-Kobaltkomplexverbindungen färbt, welche als wasserlöslichmachende Gruppe eine Sul- fonsäuregruppe enthalten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man solche Verbindungen mit ba sischem Stickstoffatom verwendet, welche der Formel EMI0007.0071 entsprechen, worin R einen unverzweigten alipha- tischen Kohlenwasserstoffrest und p' und q' ganze Zahlen bedeuten, wobei die Summe p' -h q' minde stens 3 und höchstens 20 beträgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kondensationsprodukte aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch; dadurch ge- kennzeichnet, dass man bei pH-Werten unter 6 färbt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Fasermaterial zuerst in einem Bade, das die Polyglykolverbindung und die anionaktive Verbindung, jedoch noch nicht den Farbstoff enthält, bei 80 bis 100 vorbehandelt, den Farbstoff hierauf zusetzt und 80 bis 100 färbt.
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