CH385843A - Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls in den Benzolkernen substituierten Dibenzylzinndihalogeniden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls in den Benzolkernen substituierten Dibenzylzinndihalogeniden

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CH385843A
CH385843A CH7798159A CH7798159A CH385843A CH 385843 A CH385843 A CH 385843A CH 7798159 A CH7798159 A CH 7798159A CH 7798159 A CH7798159 A CH 7798159A CH 385843 A CH385843 A CH 385843A
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CH
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dibenzyltin
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dihalides
tin
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CH7798159A
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Axel Dr Hartmann
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Advance Prod Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/22Tin compounds
    • C07F7/2208Compounds having tin linked only to carbon, hydrogen and/or halogen

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls in den Benzolkernen substitulerten Dibenzylzinndihalogeniden Als Stabilisatoren für halogenhaltige Kunststoffe haben Organo Zinn-Verbindungen erhühte Bedeutung gewonnen. Für die Herstellung derartiger Stabilisa- toren sind unter anderem Dialkyl- und Diaryl-zinn- dihalogenide wertvolle Ausgangsstoffe.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, bei welchem Dibenzylzinndihalogenide unmittelbar aus elementarem Zinn und Benzylhalogenid in einem Reaktionsschritt hergestellt werden. Die Erfindung erstreckt sich gleichermal3en auf die Herstellung von im Benzolkern substituierten Dibenzylzinndihalogeni- den. Im letzteren Fall'e wird als Reaktionspartner an Stelle von Benzylhalogenid ein im Benzollkern z. B. durch Halogen, Alkyl- oder Alkoxygruppen substi- tuiertes Benzylhalogenid verwendet.
Erfindungsgemâf3 wird das Zinn, vorzugsweise in fein zerteilter Form, in einem organischen Lôsungs- mittel unter intensivem Rühren bei Temperaturen oberhalb 500, vorzugsweise bei 100 bis 1500, gege- benenfalls unter Druck mit dem Benzylhalogeriid zur Reaktion gebracht. Aus dem Reaktionsgemisch fâlIt beim Erkalten das Dibenzylzinndihalogenid aus und kann gegebenenfalls zusammen mit nicht umgesetz- tem Zinn abfiltriert und dann wieder gelâst werden. Es kann aber auch das ndcht umgesetzte Zinn aus. der helen Lôsung und das Dibenzylzinndihalogenid nach Erkalten abfiltriert werden.
An das organische LBsungsmittel ist grundsâtz- lich nur die Forderung zu stellen, daf3 es weder mit den Ausgangsstoffen noch mit dem entstehenden Dibenzylzinndihalogenid Nebenreaktionen eingeht, welche die Ausbeute in unzutrâglichem MaSe be- eintrâchtigen. Verwendbar sied z. B. Ather, Ester, Ketone, Kohl'enwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasser- stoffe, Alkohole. Falls man die Reaktion nicht unter erhühtem Druck, sondera bei Normalsiedetempera- turen unter Rückflul3kühlung ablaufen 113t, sied Lô- sungsmittel mit einem Siedepunkt zwischen 100 und 1500 C, wie Toluol, Dibutylâther, Propanol, Butanol, Butylacetat, zu bevorzugen.
Versuche haben ergeben, da13 im allgemeinen Alkohole zu schlechteren Ausbeuten führen als Ld- sungsmittel, die keine Hydroxylgruppen enthalten.
Das besondere Merkmal dieses Verfahrens ist die direkte Umsetzung der Reaktionskomponenten zu dem gewünschten Endprodukt ohne in Erscheinung tretende Bildung von Zwischenverbindungen. Die als Lôsungsmittel bezeichnete organische Flüssigkeit hat wâhrend der Reaktion die Aufgabe, eine gute Ver- teilung der Feststoffkomponente, nâmlich des Zinn- pulvers, im Reaktionsgemisch zu ermôglichen.
Die Verfahrensprodukte sind als Ausgangsstoffe für Umsetzungen vorgesehen, bei welchen die Reak- tionsfâhigkeit der Halogenatome von Bedeutung ist. Insbesondere kônnen für halogenhaltige Kunststoffe sehr wirksame Organozinnstabilisatoren der Formel
hergestellt werden. In dieser Formel ist R ein Benzyl- rest oder ein im Benzolkern substituierter Benzylrest, wâhrend X - wie es bei derartigen Stabilisatoren be- kannt ist - z. B. eine Mercapto-Gruppe, ein Sâure- rest, eine Alkoxy-Grappe Oder eine phenolische Gruppe sein kann.
Beispiel <I>1</I> Auf 38 g Sn-Pulver 1,13t man 100 g Benzylchlorid in 450 g Dibutylüther 9 Stunden unter starkem Rühren am RückfluBkühler einwirken. Die noch hele LBsung wird von nicht umgesetztem Sn-Pulver (12 g) abgetrennt und erkaltengelassen. Es kristalli- sieren 73g Dibenzylzinndichlorid aus. SnC12 wurde in Spuren festgestellt. Die Ausbeute betrügt 851/o, bezogen auf Sn, Schmelzpunkt des gereinigten Produktes: 154 C. Die Analyse ergab: Sn-Gehalt: gefunden 31,311/o; theoretisch 31,91/o. Cl-Gehalt: gefundén 18,9 /a; theoretisch 19,1%. Beispiel <I>2</I> 152 g Sn-Pulver und 400 g Benzylchlorid werden in 800 g n-Propanol unter starkem Rühren und unter Rückfluf6 wâhrend 7 Stunden zum Sieden erhitzt. Hier- auf wird die Reaktionslüsung vom Zinn-Rest (8 g) ab- gegossen, das Propanol abdestilliert und der Rückstand mit Toluol und Wasser aufgenommen. In der wàf3rigen Schicht befinden sich 122 g Sn als SnC4, das wieder zu elementarem Sn aufgearbeitet werden kann. Ans der ToluoIschicht kristallisieren 35g Dibenzylzinn- dichlorid als Rohprodukt (Schmp. 149 C). Die Aus- beute betrâgt 7,501a, bezogen auf Sn. Beispiel <I>3</I> 76 g Sn-PUIVer und 200 g Benzylchlorid werden in 400 g n-Butanol unter heftigem Rühren und unter Rückfluf3 7 Stunden zum Sieden erhitzt. Hierauf wird die Reaktionslüsung vom ungelôsten Zinn-Rest (4 g) abgegossen und wie im Beispiel 2 beschrieben be- handelt.
Man erhâlt 60 g Sn als SnCI2 in der wâl3rigen Schicht, 25 g kristallisiertes Dibenzylzinndichlorid in der Toluolschicht.
11% Ausbeute, bezogen auf Sn. Beispiel <I>4</I> 38 g Sn Pulver werden unter Rühren 2 Stunden mit 100 g Benzylchlorid in 250 ems techn. Butyl- acetat bei 125 C behandelt. Die entstandene LBsung wurde vom Zinnrückstand (17 g) abgetrennt und auf ein Drittel ihres Volumens eingedâmpft, wobei 67 g Dibenzylzinndichlorid auskristallisierten. Das Roh- produkt halte einen Zinngehalt von 30,51/o, was einer Ausbeute von etwa 95%, bezogen auf Zinn, entspricht.
Beispiel <I>S</I> Auf 38 g Sn-Staub lâf3t man 130 g o-Chlorbenzyl- chlorid in 400 em3 Dibutylüther bei 140 C einwir- ken. Nach einer Reaktionsdauer von 2 Stunden wird die Atherlüsung vom Zinnrückstand (26 g) abge- trennt und eingeengt. Beim Abkühlen destilliert ein weler Niederschlag vom Bis-o-chlorbenzylzinndi chlorid aus. Schmelzpunkt 115 C. Ausbeute 33 g. Durch Verseifung abspaltbares Chlor: 16,3 0/0 (theo- retisch 16,110/g).
Beispiel <I>6</I> 60 g Benzylbromid werden mit 18 g Sri-PuIVer in 300 cm3 Dibutylâther unter Rühren zum Sieden erhitzt. Nach 11/2 Stunden ist das Zinn gelüst und beim Erkalten kristallisieren 45 g Dibenzylzinn- dibromid aus. Sn Gehalt 260/0 (theoretisch 25,90/a); Ausbeute 670/a der Theorie.
Naturgemâf3 hângen Ausbeute und Reaktionszeit wesentlich von der KorngrdBe des verwendeten Zinn- pulvers ab. Durch Verwendung von Zinnstaub lassen sich die Ausbeuten zum Teil wesentlich RTI ID="0002.0268" WI="13" HE="3" LX="1761" LY="904"> erhôhen.
Es ist bemerkenswert, daf3 bei der erfindungs- gemâf3en Reaktionsführung das Dibenzyldihalogenid des Zinns entsteht, wiihrend etwa zu erwartende Mono-, Tri- oder Tetrabenzylverbindungen aus dem Reaktionsgemisch nicht isoliert werden konnten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls in den Benzolkemen substituierten Dibenzy1zinndihalo- geniden, dadurch gekennzeichnet, dal3 elementares Zinn in cinem organischen Losungsmittel unter inten- sivem Rühren mit einem gegebenenfalls im Kern substituierten Benzylhalogenid bei Temperaturen oberhalb von 50 C umgesetzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, daf3 die Reaktionstemperatur zwischen 100 und 150 C liegt.
  2. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daB die Umsetzung bei Normaldruck unter Verwendung eines zwischen 100 und 150 C siedenden organischen Lüsungsmittels unter Kochen am Rückfluf3kühler erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Ver- wendung eines organischen Lôsungsmittels, das keine Hydroxylgruppen enthâlt.
CH7798159A 1958-10-02 1959-09-08 Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls in den Benzolkernen substituierten Dibenzylzinndihalogeniden CH385843A (de)

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DED29871A DE1095829B (de) 1958-10-02 1959-01-28 Verfahren zur Herstellung von Dibenzylzinndibromid bzw. im Benzolkern substituiertenDibenzylzinndibromiden
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