CH385853A - Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten

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CH385853A
CH385853A CH1364964A CH1364964A CH385853A CH 385853 A CH385853 A CH 385853A CH 1364964 A CH1364964 A CH 1364964A CH 1364964 A CH1364964 A CH 1364964A CH 385853 A CH385853 A CH 385853A
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CH1364964A
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Henri Dr Dietrich
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur     Herstellung    von neuen     Iminodibenzylderivaten       Die vorliegende Erfindung betrifft neue     N-hetero-          cyclische    Verbindungen mit wertvollen pharmakolo  gischen Eigenschaften sowie Verfahren zu ihrer  Herstellung.  



  In einem     Benzolring    durch einen     Alkylsulfonyl-          rest    substituierte     Iminodibenzylderivate    sind bisher  nicht bekanntgeworden. Es wurde nun gefunden, dass  solche Verbindungen der Formel  
EMI0001.0009     
    worin R einen.

       Methyl-    oder einen     Äthylrest,     Z einen     geradkettigen    oder verzweigten     Alkylen-          rest    mit 2-4     Kohlenstoffatomen    und Am eine  niedere     Dialkylaminogruppe    bedeuten, wobei ein       Alkylrest        von,    Am direkt mit dem     Alkylenrest    Z,  oder beide     Alkylreste    einer     Dialkylaminogruppe    Am  unter sich direkt oder über ein Sauerstoffatom, eine  niedere     Alkylimino-,

          Hydroxyalkylimino-    oder     Al-          kanoyloxy-alkyliminogruppe    verbunden sein können,  wertvolle pharmakologische Eigenschaften, besonders  antiallergische,     antiemetische    und sedative Wirksam-.       keit    besitzen, sowie auch die Wirkung anderer Arz  neistoffe, besonders von     Narkotica,    potenzieren.  



  In den     Verbindungen    der     Formel    I ist Z bei  spielsweise ein  Äthylen-,     Propylen-,        Trimethylen-,          1-Methyl-trimethylen,        2-Methyl        trimethylen-          oder    ein     Tetramethylenrest    und Am z. B.  



       Dimethylamino-,        Methyl        äthylamino-,          Diäthylamino-,        Methyl-n-propylamino-,            Methyl-isopropylamino-,        Di-n-butylamino-,          Di-isobutylamino-,        1-Pyrrolidinyl-,        Piperidino-,          Hexamethylenimino-,        Morpholino-,          4-Methyl-l-piperazinyl-,          4-Isopropyl        I-piperazinyl-,          4-(ss        Hydroxyäthyl)

  -1        piperazinyl-,          4-(ss        Acetoxyäthyl)-1-piperazinyl-    oder       4-(ss-Hydroxy-propyl)-1-piperazinyl-rest.     Ferner kann Am     zusammen    mit Z z. B. den       ss-(1-Methyl-2-pyrrolidinyl)-äthyl-,          1-Methyl-3        pyrrolidinylmethyl-,          ss-(1-Methyl        2-piperidyl)-äthyl-,          1-Methyl-3-piperidylmethyl-    oder       1-Methyl        4-piperidyl-rest    bedeuten.  



  Zur Herstellung von .neuen Verbindungen der  Formel I wird eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0068     
    bis zur Abspaltung von einem     Mol    Kohlendioxyd er  hitzt. Die Verbindungen der Formel     II    sind ihrer  seits z. B. durch Einwirkenlassen von     Phosgen    auf       3-Methyl-    oder     Athylsulfonyl-iminodibenzyle    und  Umsetzung der entstandenen     3-Methyl-    oder     Äthyl-          sulfonyl-5-chlorcarbonyl-iminodibenzyle    mit     Amino-          alkoholen    der Formel       HO-Z-AM        III     worin Am und Z die 

  oben angegebene Bedeutung  haben,     erhältlich.         Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie       Salzsäure,        Bromwasserstoffsäure,    Schwefelsäure,  Phosphorsäure,     Methansulfonsäure,          Äthandisulfonsäure,        ss-Hydroxy-äthansulfonsäure,     Essigsäure,     Bernsteinsäure,        Fumarsäure,          Maleinsäure,        Äpfelsäure,    Weinsäure,       Citronensäure,        Benzoesäure,

          Salicylsäure    und  Mandelsäure  bilden die     teritären    Basen     Salze,    welche zum Teil  wasserlöslich sind.  



       Im    nachfolgenden Beispiel bedeuten Teile Ge  wichtsteile, die sich zu     Volumteilen    wie g zu     cm3     verhalten. Die     Temperaturen    sind     in    Celsiusgraden  angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  a) 25,2 Teile 3 -     Amino    - 5 -     acetyl-iminodibenzyl     werden in 150     Volumteilen    Wasser und 30     Volum-          teilen    konzentrierter Schwefelsäure gelöst und bei 0   unter Rühren mit 7 Teilen     Natriumnitrit    in 20     Vo-          lumteilen    Wasser     diazotiert.    Hierauf wird die Lösung       mit    Schwefeldioxyd unter Kühlung in     einem    Eis  Kochsalzbad gesättigt. Unter weiterem schwachem  Durchleiten von Schwefeldioxyd wird Kupferpulver       in    kleinen Portionen zugegeben.

   Nach Beendigung  der     Stickstoffentwicklung    wird die     Sulfinsäure    mit  Chloroform     extrahiert    und der getrocknete Extrakt  eingeengt. Aus     Aceton-Äther        umkristallisiert,        schmilzt     die 5     Acetyl-iminodibenzyl-3-sulfinsäure    unter Zer  setzung bei     154 .     



  b) 30,1 Teile 5 -     Acetyl-        iminodibenzyl-3-sulfin     säure werden zur Lösung von 2,3 Teilen Natrium  in 250     Volumteilen    absolutem     Athanol    gegeben und       mit    16 Teilen     Methyljodid    versetzt. Nach vierstün  digem Erhitzen unter     Rückfluss    wird das     Athanol        ab-          destilliert.    Der Rückstand wird in Chloroform auf  genommen und mit     wenig    Wasser gewaschen. Die  getrocknete     Chloroformlösung    wird eingeengt und  mit     Petroläther    versetzt.

   Die abgeschiedenen Kristalle       schmelzen    bei 153-154  und sind reines     3-Methyl          sulfonyl-5-acetyl-iminodibenzyl.     



  c) 31,5 Teile 3     Methylsulfonyl-5-acetyl        imino-          dibenzyl    werden in 500     Volumteilen        Äthylenglykol,          enthaltend    25 Teile     Kaliumhydroxyd,    durch 16stün  diges Kochen unter     Rückfluss        hydrolysiert.    Das     Re-          aktionsgemisch    wird auf Wasser gegossen,

   und die       Kristalle    werden     abgenutscht.        Reines    3     -Methyl-          sulfonyl-iminodibenzyl    schmilzt, aus Äther umkristal  lisiert, bei 175-176 .  



  d) 27,3 Teile 3 -     Methylsulfonyl    -     iminodibenzyl     werden in 1000     Volumteilen    absolutem     Toluol    ge  löst. Bei 85-95  wird während 4 Stunden     Phosgen     eingeleitet.     Anschliessend    wird das überschüssige,     in          Toluol    gelöste     Phosgen        entfernt,    indem während 1  Stunde bei 95  ein     kräftiger    Stickstoffstrom durch  die Reaktionslösung geblasen wird.

   Nach dem Ein  engen     kristallisiert    das 3     -Methylsulfonyl        5-chlor-          carbonyl-iminodibenzyl.    Aus wenig Benzol umkristal  lisiert,     schmilzt    das reine Produkt bei 164-165 .    Analog wird aus 28,7 Teilen     3-Äthylsulfonyl-          iminodibenzyl    das     3-Äthylsulfonyl-5-chlorcarbonyl-          iminodibenzyl    erhalten,     Smp.    142,5-144 .  



  e) 33,5 Teile     3-Methylsulfonyl-5-chlorcarbonyl          iminodibenzyl    werden mit 20,6 Teilen     3-Dimethyl-          amino-l-propanol        in        Toluol    während 15 Stunden  unter     Rückfluss    erhitzt. Nach dem Abkühlen wird  das     Reaktionsgemisch    mit 70     Volumteilen    2n Na  tronlauge geschüttelt, abgetrennt und mit Wasser ge  waschen. Die getrocknete     Toluollösung        wird    einge  engt.

   Der Rückstand, das rohe     3-Methylsulfonyl-5-          (3-dimethylamino-l-propoxy-carbonyl)-iminodibenzyl,     wird nun unter     Wasserstrahlvakuum    bis zur Beendi  gung der Kohlendioxydentwicklung auf 220      erhitzt.     Das     Pyrolysat    wird     in    heisses     Hexan    aufgenommen.  Beim Abkühlen kristallisiert das     3-Methylsulfonyl-5-          (3-dimethylamino-l-propyl)-iminodibenzyl.    Falls not  wendig,     wird    es ein zweites Mal umkristallisiert. Das  reine Produkt     schmilzt    bei 110-111 .  



  Analog wird der basische Ester aus 33,5 Teilen  3     -MethylsulfonylL-5-chlorcarbonyl-iminodibenzyl    und  23,4     Teilen        3-Dimethylamino    - 2 -     methyl-1        propanol     hergestellt und     pyrolysiert.    Das     Pyrolysat    wird an  neutralem      Alox     (Markenprodukt)     chromatogra-          phiert    (oder unter Hochvakuum     destilliert)    und die  Base mit ätherischer Salzsäure in das Hydrochlorid  übergeführt.

   Das reine 3-Methylsulfonyl-5-(3'-di       methylamino-2-methyl-propyl-1)-iminodibenzyl-hydro-          chlorid        schmilzt    (aus     Methyläthylketon    umkristalli  siert) bei 229-231 .  



  Analog wird aus 3     Äthylsulfonyl-5-chlorcarbonyl-          iminodibenzyl    und 23,4 Teilen     3-Dimethylamino-2-          methyl-l-propanol    das Hydrochlorid von     3-Äthyl-          sulfonyl    - 5 - (3     -dimethylamino-    2     -methyl-l-propyl')-          irninodibenzyl    vom     Schmelzpunkt    209-210,5  er  halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Iminodibenzyl derivaten der Formel EMI0002.0142 worin R einen Methyl- oder einen Äthylrest, Z einen geradkettigen oder verzweigten Alkylen- rest mit 2-4 Kohlenstoffatomen und Am eine niedere Dialkylaminogruppe bedeuten, wobei ein Alkylrest von Am direkt mit dem Alkylenrest Z,
    oder beide Alkylreste einer Dialkylaminogruppe Am unter sich direkt oder über ein Sauerstoffatom, eine Alkylimino-, Hydroxyalkylimino- oder Alkanoyloxy- alkyliminogruppe, welche Gruppen höchstens 4 Kohlenstoffatome enthalten, verbunden sein können, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0001 bis zur Abspaltung von einem Mol Kohlendioxyd erhitzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch,
    dadurch ge kennzeichnet, dass man die so erhaltenen Verbin dungen der Formel I mit organischen oder anorgani- schen Säuren in ihre Säureadditionssalze überführt.
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