CH385916A - Schaltungsanordnung zur Erzeugung von exakten Rechteckimpulsen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Erzeugung von exakten Rechteckimpulsen

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CH385916A
CH385916A CH885860A CH885860A CH385916A CH 385916 A CH385916 A CH 385916A CH 885860 A CH885860 A CH 885860A CH 885860 A CH885860 A CH 885860A CH 385916 A CH385916 A CH 385916A
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pulse
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cathode
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CH885860A
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Schoeps Kurt
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Zentralinstitut Fuer Kernphysi
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K5/00Manipulating of pulses not covered by one of the other main groups of this subclass
    • H03K5/01Shaping pulses
    • H03K5/12Shaping pulses by steepening leading or trailing edges

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Particle Accelerators (AREA)

Description


  Schaltungsanordnung zur Erzeugung von exakten     Rechteckimpulsen       Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung  zur Erzeugung von exakten     Rechteckimpulsen    aus je  zwei zeitlich verschobenen, die     Ausgangsimpulsbreite     bestimmenden Nadelimpulsen. Als  exakter Rechteck  impuls  soll hier ein     Rechteckimpuls    mit einer An  stiegszeit  <  5     ns    und mit einem Überschwingen ein  schliesslich der Dachschräge und sonstiger Welligkeit   <  2"     @    der Impulshöhe verstanden werden.  



  Es sind Schaltungen bekannt, bei denen die zur  Erzeugung des     Rechteckimpulses    notwendige Sprung  funktion durch Addition zweier komplementärer     e-          Funktionen    erzeugt wird. Abgesehen vom grossen  Aufwand und dem grossen Stromverbrauch ist es  praktisch nicht möglich, mit diesem Prinzip einen       überschwingfreien        Rechteckimpuls    zu erzeugen, denn  in der Rückflanke der dazu benötigten Nadelimpulse  sind ausser der     e-Funktion    unvermeidbare Schwingungen  enthalten, die sich auf der zweiten     e-Funktion    um  gekehrter Phase nicht so nachbilden lassen, dass sie  sich bei der Addition     aufheben.     



  Die bekannten mechanischen Verfahren sollen  hier nicht weiter aufgeführt werden, da sie den Nach  teil zu niedriger     Impulsfolgefrequenzen    haben.  



  Eine andere bekannte Schaltung arbeitet nach dem  Prinzip, zu Beginn des     Rechteckimpulses    über eine  Laderöhre einen Kondensator zu laden und am Im  pulsende über eine     Entladeröhre    wieder zu entladen.  Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass ent  weder eine relativ grosse Kapazität geladen und ent  laden werden muss, um das Überschwingen und die  Welligkeit im Impulsdach klein zu halten, dann ist       zwangläufig    die Flankensteilheit nicht gross, oder es  wird bei grosser Flankensteilheit eine relativ kleine  Kapazität aufgeladen und entladen, dann ist die  Folge ein grosses Überschwingen und eine grosse  Welligkeit im Impulsdach. Da eine Steuerung der  Lade- und     Entladeröhre    z.

   B. mit Nadelimpulsen er-    folgt, muss deren steile Vorderflanke über die stö  rende innere Röhrenkapazität auf die     umzuladende     Kapazität ein Überschwingen übertragen, ebenso wie  die Rückflanke einen Einbruch im Impulsdach und  sonstige     Welligkeiten    verursacht. Der Versuch, diese  Nachteile zu beseitigen, führt zu dem Ergebnis, dass  die umzuladende Kapazität sehr gross gegen die inne  ren schädlichen Röhrenkapazitäten gemacht werden  muss. Eine grosse Kapazität umzuladen, bedeutet ent  weder eine geringe Flankensteilheit oder einen sehr  grossen Strom, das heisst diese Schaltung kann ent  weder die eingangs erwähnten Forderungen nicht er  füllen, oder sie arbeitet äusserst unwirtschaftlich.  



  Diese Nachteile der bekannten Schaltungsanord  nungen werden durch die Schaltanordnung nach  dieser Erfindung vermieden, wobei durch eine Lade  röhre zu Beginn des jeweiligen     Rechteckimpulses    eine  Kapazität aufgeladen und am Ende des Rechteck  impulses durch eine     Entladeröhre    entladen wird.  



  Die Schaltungsanordnung nach dieser Erfindung  ist dadurch gekennzeichnet, dass die negative Gitter  vorspannung der Laderöhre so gross gewählt ist, dass  während der positiven Nadelimpulse ihr Steuergitter  niemals positiver werden kann als ihre Kathode, dass  die zwischen Steuergitter und Kathode der Laderöhre  liegende innere Röhren- und äussere Schaltungskapa  zität mittels einer     Neutralisationsschaltung    neutrali  siert wird, dass die Kapazität, die aufgeladen und ent  laden wird, nur aus äusseren     unvermeidlichen        Ver-          drahtungskapazitäten    und inneren Röhrenkapazitäten  der Laderöhre,

   der     Entladeröhre    und einer Endröhre  besteht und dass die in     C-Einstellung    betriebene     End-          röhre    entweder durch eine geeignete Festlegung ihres  Kathodenpotentials oder durch eine     hinreichende     Grösse der negativen     Gittervorspannung    für die Lade  röhre niemals Gitterstrom zieht, dadurch, dass ihr  Steuergitter nie positiver wird als ihre Kathode.      Mit einer zweckmässig ausgebildeten erfindungs  gemässen Schaltung lassen sich folgende vorteilhafte  Eigenschaften erzielen:  1.

   Die Impulshöhe der     Rechteckimpulse    ist durch  das Schaltungsprinzip weder nach oben noch nach  unten begrenzt; Grenzen werden gesetzt durch die  Daten der verwendeten Röhren, durch die Grösse des  Netzteiles und den Aufwand an Siebmitteln, durch, die  geforderten     Flankensteilheiten    und durch die Höhe  der zugelassenen Welligkeit im Impulsdach.  



  2. Die Schaltung lässt sowohl eine Grob- wie auch  Feinregelung der Impulshöhe in einem grossen Bereich  zu.  



  3.     Impulsfolgefrequenz    und Impulsdauer können  variabel sein; Grenzen sind hier durch die Daten der  verwendeten Röhren und durch die Grösse des Netz  teiles gegeben.  



  4. Die Schaltung ist äusserst stromsparend. Der  Strom wird, abgesehen von der     Heizung,    hauptsäch  lich durch die Impulsleistung der Endröhre bestimmt.  



  5. Die maximale Flankensteilheit ist durch die  Steilheit der Nadelimpulse und die Dimensionierung  der Schaltung gegeben. Die erfindungsgemässe Schal  tung hat weiterhin den Vorteil, dass nur eine sehr  kleine Kapazität umgeladen wird und ist damit den  bekannten Schaltungen überlegen.  



  6. Die zum Steuern verwendeten Nadelimpulse  sind in ihrer Form nicht kritisch. Von einem Impuls  beliebiger Form geht nur die erste positive Flanke,  gerechnet von der Nullinie bis zum Scheitelpunkt des  Impulses, auf die Flankensteilheit und die     Flanken-          linearität    des     Rechteckimpulses    ein. Der abfallende  Teil nach überschreiten des Scheitelpunktes kann be  liebig auslaufen, z. B. kann auch mit einer gedämpf  ten Schwingung gearbeitet werden, da von ihr nur die  erste Viertelperiode den zu erzeugenden Rechteck  impuls     beeinflusst.    Ein neuer Steuerimpuls darf immer  erst dann folgen, wenn der vorhergehende abgeklun  gen ist.  



  7. In der erfindungsgemässen Schaltung ist die  Verwendung von     Hochvakuumröhren    am vorteilhaf  testen; sie schliesst jedoch die Verwendung von     Thy-          ratronen    an einzelnen Stellen nicht aus, wenn der durch  die statisch schwankenden     Zündverzugszeiten    entste  hende     Jitter    und die Begrenzung der     Impulsfolgefre-          quenz    durch die     Entionisierungszeit    in Kauf genom  men werden.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der  erfindungsgemässen Schaltung, die in einem Impuls  generator Anwendung findet, dargestellt.  



  Es zeigen:       Fig.    1 eine Gesamtansicht der Schaltung eines  Impulsgenerators, in dem die erfindungsgemässe Schal  tungsanordnung verwendet wird,       Fig.    2 die     Neutralisationsschaltung    der Laderöhre  12 mit den wirksamen Kapazitäten,       Fig.        3a   <B>...</B><I>h</I> den Impulsverlauf an den entspre  chenden Punkten der Schaltungsanordnung gemäss       Fig.    1,       Fig.    3a     Steuerrechteckimpuls    des     Multivibrators    1,

           Fig.3b    Impuls am Steuergitter der     Flankenver-          steilerungsröhre    6,       Fig.3c    Impuls am Steuergitter der     Flankenver-          steilerungsröhre    7,       Fig.    3d Impuls am Steuergitter der Laderöhre 12,       Fig.    3e Impuls am Steuergitter der Entlade  röhre 13,       Fig.        3f    Impuls am Steuergitter der Endröhre 15  mit Neutralisation durch die     Neutralisationskonden-          satoren    10 und 11,

           Fig.    3g Impuls am Steuergitter der Endröhre 15  ohne Neutralisation durch die     Neutralisationskonden-          satoren    10 und 11,       Fig.    3h Ausgangsimpuls am Widerstand 20 mit  Neutralisation.  



  Gemäss     Fig.    1 liegt an Masse das Potential null.  Die zugeführten positiven Spannungen sind nach  ihren steigenden Werten geordnet mit +     U1    bis  <B>+U4</B> bezeichnet. Entsprechend gelten für die nega  tiven     Vorspannungen    die Bezeichnungen - V 1 bis  - V3. Das Impulsschema entsprechend     Fig.    3 ist nur  qualitativ zu bewerten. Es zeigt den ungefähren Ver  lauf der Spannungsimpulse an den wichtigsten Punk  ten der Schaltung und ist bezüglich der Spannungen  und Zeiten nicht massstabgerecht.  



  Gemäss     Fig.    1 werden     Steuerrechteckimpulse          (Fig.    3a) z. B. von einem     Multivibrator    1 erzeugt. Die  differenzierte Vorderflanke des jeweiligen Steuerrecht  eckimpulses löst einen Sperrschwinger 2 aus, der  einen Nadelimpuls mit grösserer Amplitude und mit  grösserer Flankensteilheit erzeugt. Das gleiche ge  schieht mit der Rückflanke des     Steuerrechteckimpul-          ses    über einen zweiten Sperrschwinger 3. Es stehen  nunmehr an den Ausgängen der Sperrschwinger 2  und 3 je ein positiver     flankenversteilerter    Nadel  impuls zur Verfügung.

   Diese Nadelimpulse sind um  die Impulsdauer des     Steuerrechteckimpulses    zeitlich  gegeneinander versetzt. Sie werden jeweils über einen  Kathodenverstärker 4 und 5 zwei     Flankenversteile-          rungsröhren    6 und 7 zugeführt     (Fig.    3b und 3c). Das  Zwischenschalten der Kathodenverstärker 4 und 5  ist zweckmässig, um die     Flankenversteilerungsröhren     6 und 7 bis ins Gitterstromgebiet     durchsteuern    zu  können.  



  Die     Flankenversteilerung    wird nach folgendem  bekanntem Prinzip durchgeführt:  Die     Flankenversteilerungsröhren    6 und 7 sind  während der Impulspausen gesperrt. Mit den positiven  Nadelimpulsen werden sie weit ins Gitterstromgebiet  gesteuert und ziehen kurzzeitig starke Anodenströme.  Diese Anodenströme entladen die Ausgangskapa  zitäten der     Flankenversteilerungsröhren    6 und 7. Als  Ausgangskapazität soll hier die Kapazität der Röhre  6 bzw. 7 verstanden werden, die von der Anode  nach der Kathode bzw. im vorliegenden Beispiel nach  Masse wirkt.

   Sie setzt sich zusammen aus der Röhren  ausgangskapazität (Kapazität von Anode nach Brems  gitter plus Kapazität von Anode nach Schirmgitter  plus Kapazität von Anode nach Kathode), einem Teil      der Wicklungskapazität des Transformators 8 bzw. 9  und einer Kapazität der Verdrahtung gegen Masse.  Diese Ausgangskapazitäten sind während der Impuls  pausen auf das Potential +U4 aufgeladen und werden  durch die Anodenströme bis fast auf das Potential  null entladen. Diese Potentialdifferenz tritt als steiler  negativer Nadelimpuls an der Primärseite des Im  pulstransformators 8 bzw. 9 auf. Die erreichte Flan  kensteilheit ist in erster Näherung proportional dem  Anodenstrom der     Flankenversteilerungsröhre    und um  gekehrt proportional der Grösse der entladenen Kapa  zität.

   Es lassen sich mit diesem Prinzip leicht     Flan-          kensteilheiten    von z. B. 50     V/ns    und mehr erreichen  bei Impulsspannungen von einigen hundert Volt. Die  für dieses Prinzip verwendeten Röhren müssen grosse  Impulsströme abgeben können und möglichst kleine       Röhrenausgangskapazitäten    aufweisen. Ferner ist  wichtig, dass die Impulstransformatoren 8 und 9, wie  überhaupt die ganze Schaltung, äusserst kapazitätsarm  aufgebaut sind und die Leitungsführung mit gering  sten     Verdrahtungsinduktivitäten    ausgeführt wird. Die  Impulstransformatoren haben zunächst die Aufgabe,  eine Umkehr der Polarität der steilen Nadelimpulse  zu bewirken.

   Aus dem negativen Impuls der Primär  seite wird auf der Sekundärseite ein positiver     Impuls     zum Steuern der nächsten Röhre. Das     übersetzungs-          verhältnis    ist etwa<U>1 : -1.</U> Das genaue Übersetzungs  verhältnis richtet sich nach der Grösse der Kapazitäten  auf der Primär- und Sekundärseite und ist mitbestim  mend für die maximal erzielbare Flankensteilheit.  



  Die Funktion der Laderöhre 12 soll nun nach       Fig.    2 näher beschrieben werden.     Fig.    2 ist ein etwas  umgezeichneter Teil der     Fig.    1, dem die gestrichelt ge  zeichneten wirksamen Schalt- und Röhrenkapazitäten       hinzugefügt    sind. 21 ist die schon definierte Aus  gangskapazität der Röhre 6, 22 ist die an der Sekun  därseite des Impulstransformators 8 gegen Masse wir  kende Kapazität und setzt sich zusammen aus einer  Kapazität der Sekundärwicklung gegen Masse, einer  Kapazität des Steuergitters der Laderöhre 12 gegen  die nach Masse     verblockten    Elektroden und der  Kapazität der Verdrahtung gegen Masse. 23 ist die  Kapazität, mit der die Primär- und die Sekundär  wicklung verkoppelt ist.

   24 ist die zwischen Steuer  gitter und Kathode der Laderöhre 12     wirksame    Kapa  zität, die mit der einstellbaren Kapazität 10 neutrali  siert werden soll, und 25 ist die aufzuladende Kapa  zität, die sich zusammensetzt aus der Kapazität zwi  schen Kathode und Heizfaden der Laderöhre (falls  z. B. der     Heizfaden    direkt oder     kapazitiv    auf Masse  liegt), der Ausgangskapazität der     Entladeröhre    13,  der Eingangskapazität der Endröhre 15, die im we  sentlichen aus der Kapazität des Steuergitters gegen  Kathode, gegen Schirmgitter und gegen Bremsgitter  besteht und der     Verdrahtungskapazität    gegen Masse.

    Bevor der Ladeimpuls wirksam wird, hat das Steuer  gitter der Laderöhre 12 das Potential - V2 und ihre  Kathode ein weniger negatives Potential (etwa -     Vl),     so dass die Laderöhre 12 gesperrt ist. Ein von der  Röhre 6 gelieferter     flankensteiler        Nadelimpuls    Up    wird auf der Sekundärseite des Transformators 8     ein     für die Laderöhre 12 positiver Steuerimpuls     U6    ge  mäss     Fig.    3d. Die Laderöhre 12 zieht einen Kathoden  strom, der die Kapazität 25 auflädt.

   Wie aus dem  Impulsschema     Fig.    3g ersichtlich ist, wird ohne die  einstellbare Kapazität 10 keine saubere     Sprungfunk-          tion    erzeugt, weil der Nadelimpuls     U,        kapazitiv    über  24 auf 25 übertragen wird, so dass sich durch die  positive Vorderflanke von     US    ein Überschwingen und  durch die negative Rückflanke des Nadelimpulses     U,     ein tiefer Einbruch mit eventuell     allmählichem    Aus  schwingen ergibt.     Wenn    nun z.

   B. der Betrag von     U±,     genau gleich dem Betrag von     US    ist und die Kapazi  täten 24 und 10 ebenfalls gleich sind, wird die Kapa  zität 25 nur noch von dem Kathodenstrom der Lade  röhre aufgeladen und nicht mehr von dem Nadel  impuls     U,        kapazitiv        beeinflusst        (Fig.3f),        denn        US     verursacht über 24 eine Spannung an 25, die aber  durch den gleich grossen entgegengesetzten     Einfluss     von     UI,    über 10 aufgehoben wird.  



  Allgemein gilt:     Up/U,    = (Kapazität 24)     /    (Kapa  zität 10). Voraussetzung für das einwandfreie Arbei  ten dieser     Neutralisationsschaltung    ist, dass der Im  pulstransformator 8 äusserst streuungsarm ist; emp  fohlen wird ein     einlagig    auf dem     ganzen    Umfang be  wickelter     Ringkern    aus einem     hochpermeabeln    Hoch  frequenzeisen, bei dem die Sekundärwindungen mit  genügend Abstand (um die Kapazität nicht zu gross  werden zu lassen) zwischen den     Primärwindungen     liegen.

   Ausserdem darf die Laderöhre 12     keinen    grö  sseren Gitterstrom ziehen, der die Neutralisation stört,  denn ein Gitterstrom bedeutet hier, dass sich der Ka  pazität 24 ein Wirkwiderstand parallel schaltet und  das     Brückengleichgewicht    gestört wird. Die Gefahr  von Gitterstrom wird dadurch verringert, dass als  Laderöhre 12 eine steile und stromergiebige Röhre  verwendet wird. Die negative     Gittervorspannung     - V2 der Laderöhre     wird    so eingestellt, dass noch kein  Gitterstrom fliesst bzw. dass die Neutralisation gerade  noch nicht gestört wird. Ein Vergrössern der nega  tiven     Vorspannung    - V2 hat zur Folge, dass die Kapa  zität 25 auf eine kleinere Spannung aufgeladen wird.

    Die Laderöhre 12 kann mit einem Kathodenverstär  ker verglichen werden. Die     Steuerspannung    ist  <I>- V2 +</I>     US.   <I>Je</I> grösser die negative     Vorspannung    - V2,  umso kleiner wird die Steuerspannung und damit die  Spannung an der Kathode, das heisst an der Kapazität  25. Durch eine Regelung von - V2 ist eine     Impuls-          höhenregelung    möglich.

   Die     Flankenversteilerungs-          röhre    7 steuert mit einem steilen     Nadelimpuls        (Fig.    3e)  über den     Impulstransformator    9 die     Entladeröhre    13,  die während der Impulspausen durch die negative       Gittervorspannung    - V3 gesperrt ist.

   Der Anoden  strom der Röhre 13 entlädt die von der Laderöhre 12  aufgeladene Kapazität 25, so dass an dieser Kapazität  ein positiver     Rechteckimpuls    entsteht     (Fig.        3f).    Bei zu  grosser     Gitteranodenkapazität    der Röhre 13 kann auch  in     dieser    Stufe     (ähnlich    wie bei der Laderöhre 12)  eine Störung auftreten.

   Der positive Nadelimpuls am  Steuergitter der     Entladeröhre    13 wird über die Gitter-           anodenkapazität    auf die Kapazität 25 übertragen und  verursacht unmittelbar vor deren Entladung ein posi  tives Überschwingen     (Fig.3g).    Diese Störung lässt  sich durch die     Neutralisationskapazität    11 beseitigen,  die entsprechend der kleinen     Gitteranodenkapazität     auf einen kleinen Wert einzustellen ist.

   Für diese Neu  tralisationsschaltung und für den Impulstransfor  mator 9 gilt das gleiche wie für die     Neutralisations-          schaltung    vor der Laderöhre 12 und den Impulstrans  formator 8, ausser dass eine Übersteuerung der     Ent-          laderöhre    13 (also ein Gitterstrom) keine Störung  dieser Neutralisation verursacht. Es ist sogar zweck  mässig, die     Entladeröhre    13 mit den Nadelimpulsen       (Fig.3e)    bis ins Gitterstromgebiet auszusteuern und       mit    ihr eine     zusätzliche        Flankenversteilerung    durch  zuführen.

   Mit dem von der Laderöhre 12 und der       Entladeröhre    13 erzeugten     Rechteckimpuls        (Fig.        3f)     wird die Endröhre 15 gesteuert. Die     Verbindung    zwi  schen der Kathode von 12, der Anode von 13 und  dem Steuergitter von 15 soll äusserst kurz sein, also       induktions-    und kapazitätsarm. Die Röhrenkapazi  täten bilden mit den     Zuleitungsinduktivitäten    einen  Schwingkreis, der durch die     steilen    Impulsflanken  angestossen wird.

   Dadurch verursachte Störungen las  sen sich durch das zusätzliche Einfügen kleiner     Dämp-          fungswiderstände    beseitigen (z. B.     Dämpfungswider-          stand    14). Die Endröhre 15 darf keinen Gitterstrom  ziehen, denn das würde ein vorzeitiges teilweises Ent  laden der Kapazität 25 und damit einen Abfall des  Impulsdaches bedeuten.

   Ihr     Steuergitterpotential    be  wegt sich zwischen etwa -     V1    und null bzw. dem       Gitterstromeinsatzpunkt.    Bei Gitterpotential null zieht  sie     ihren    grössten Anodenstrom und überträgt, ent  sprechend der bekannten     C-Einstellung,    den oberen  Teil des     Rechteckimpulses    mit dem geraden Impuls  dach. Sie arbeitet auf ein mit dem Wellenwiderstand  abgeschlossenes Kabel 18.  



  Der nunmehr negative     Rechteckimpuls    wird z. B.  an dem Widerstand 20 des     Ausgangsspannungsteilers,     bestehend aus Widerstand 19 + 20, abgegriffen       (Fig.    3h), um so die Beeinflussung des Wellenwider  standes von aussen klein zu halten. Ausserdem ist es  zweckmässig, den     Ausgangsspannungsteiler    (19 + 20)  gegen solche mit anderen Teilverhältnissen. austausch  bar zu machen.

   Damit die Endröhre 15 keine     Wellig-          keiten    im     Rechteckimpuls    verursacht, ist es wichtig,  ihre Schirmgitter- und     Anodenverblockung    16 und  17 äusserst     induktivitätsarm    durchzuführen, was durch       Parallelschalten    mehrerer Kondensatoren mit kürze  ster, möglichst grossflächiger Leitungsführung (z. B.  mit Band) erreicht wird.

   Unter Verzicht auf die be  schriebene     Impulshöhenregelung    durch Verändern der  negativen     Vorspannung    - V2 kann ein restliches  Überschwingen und Welligkeit     im    Impulsdach des       Steuerrechteckimpulses    für die Endröhre 15 im Aus  gangsimpuls noch weiter verringert werden, dadurch,  dass die Endröhre 15 eine Impulsbegrenzung über  nimmt. Die     Endröhre    15 wird z.

   B. mit jedem Recht-         eckimpuls    bis zum     Gitterstromeinsatzpunkt    aus  gesteuert, die Spannungen     +   <B>UI</B> und<B>1-U2</B> sind so       eingestellt,    dass die Spannung an der Anode der     End-          röhre    15 bei Vollaussteuerung bis zur Knickspannung  absinkt. Bei weiterem Ansteigen der Steuerspannung  (z. B. Überschwingen) steigt nur noch der     Schirmgit-          terstrom;    der Anodenstrom bleibt konstant.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zur Erzeugung von exakten Rechteckimpulsen aus je zwei zeitlich verschobenen, die Ausgangsimpulsbreite bestimmenden Nadelimpul sen, wobei durch eine Laderöhre zu Beginn des je weiligen Rechteckimpulses eine Kapazität aufgeladen und am Ende des Rechteckimpulses durch eine Ent- laderöhre entladen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die negative Gittervorspannung der Laderöhre so gross gewählt ist, dass während der positiven Nadel impulse ihr Steuergitter niemals positiver werden kann als ihre Kathode,
    dass die zwischen Steuergitter und Kathode der Laderöhre liegende innere Röhren- und äussere Schaltungskapazität mittels einer Neutrali- sationsschaltung neutralisiert wird, dass die Kapazität, die aufgeladen und entladen wird, nur aus äusseren, unvermeidlichen Verdrahtungskapazitäten und inne ren Röhrenkapazitäten der Laderöhre, der Entlade röhre und einer Endröhre besteht und dass die in C- Einstellung betriebene Endröhre entweder durch eine geeignete Festlegung ihres Kathodenpotentials oder durch eine hinreichende Grösse der negativen Gitter vorspannung für die Laderöhre niemals Gitterstrom zieht, dadurch,
    dass ihr Steuergitter nie positiver wird als ihre Kathode. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auch die Gitteranoden kapazität der Entladeröhre mittels einer Neutralisa- tionsschaltung neutralisiert wird. 2.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Laderöhre eine einstellbare negative Gittervorspan- nung zugeführt wird, die so bemessen ist, dass die kleinste eingestellte negative Spannung sowohl in der Laderöhre als auch in der Endröhre während der positiven Steuerimpulse noch keinen Gitterstrom ver ursacht und dass die grösste eingestellte negative Span nung während der positiven Steuerimpulse die End- röhre gerade sperrt. 3.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch geeignete Wahl einer festen negativen Gittervorspan- nung für die Laderöhre und einer festen Schirmgitter und einer festen Anodenspannung für die Endröhre diese zusätzlich eine Impulsbegrenzung übernimmt.
CH885860A 1960-05-20 1960-08-04 Schaltungsanordnung zur Erzeugung von exakten Rechteckimpulsen CH385916A (de)

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CH885860A CH385916A (de) 1960-05-20 1960-08-04 Schaltungsanordnung zur Erzeugung von exakten Rechteckimpulsen

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