CH386016A - Verfahren zur Herstellung von Permanentmagneten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Permanentmagneten

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CH386016A
CH386016A CH1285362A CH1285362A CH386016A CH 386016 A CH386016 A CH 386016A CH 1285362 A CH1285362 A CH 1285362A CH 1285362 A CH1285362 A CH 1285362A CH 386016 A CH386016 A CH 386016A
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magnetic
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CH1285362A
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Otten Paine Thomas
Isaac Mendelsohn Lewis
Everett Luborsky Fred
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Gen Electric
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    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F1/00Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C5/00Electrolytic production, recovery or refining of metal powders or porous metal masses
    • C25C5/02Electrolytic production, recovery or refining of metal powders or porous metal masses from solutions

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Permanentmagneten    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Permanentmagneten durch elek  trolytisches Ausfällen von Eisen enthaltenden Par  tikeln in einer flüssigen Metallelektrode, wobei die  Partikel nach Entfernen von der Elektrode einem ma  gnetischen Feld unterworfen werden zum Zwecke der       Magnetisierung    und Ausrichtung derselben unter For  men der magnetisierten und ausgerichteten Partikel  zum Permanentmagneten.  



  Bei den Partikeln handelt es sich insbesondere  um ultrafeine Partikel des Eisens und Eisen-Kobalts.  In erster Linie kommt als magnetisches Material  Eisen in Betracht, da es reichlich vorhanden und  somit auch billig ist. Bestrebungen zur vermehrten  Verwendung von Eisen für Magnete haben zur Zu  sammenlagerung von aus feinen Partikeln bestehen  dem Puder     geführt.    Die     Koerzitivkraft    und das maxi  male Energieprodukt der auf diesem Wege gewon  nenen Magnete waren jedoch bis heute enttäuschend.  



  Es ist theoretisch bekannt, dass bei Nichtvorhan  densein der Grenzen oder Trennwände zwischen be  nachbarten Magnetbezirken die     Koerzitivkraft    des  Materials erhöht wird bei Anwendung von einem klei  nen magnetischen Feld auf eine     Mehrbezirksprobe     des magnetischen Materials. Dies bedingt eine Ände  rung der     Magnetbezirksgrenzen    in solcher Weise, dass  Magnetbezirke günstig orientiert sind mit Rücksicht  auf das angelegte Feld, wobei sie auf Kosten ihrer  weniger günstig orientierten Nachbarbezirke anwach  sen.

   Um die     Magetisierung    in einem Elementarbezirk  zu erhöhen, muss ein wesentlich stärkeres Magnetfeld  zur Anwendung gelangen, da die     Magnetisierungs-          richtung    der Bezirke mit der Richtung des äusseren  Feldes in Übereinstimmung gebracht werden muss.  Die     Koerzitivkraft    eines solchen Elementarbezirkes  wird grösser sein, wenn eine Probe aus einer     Vielzahl       von isolierten Partikeln besteht, welche darüber hin  aus noch so klein sind, um sich einer Bezirksgrenze  anzupassen.  



  Die     Grenzverschiebungseffekte    sind nicht vorhan  den, und die     Koerzitivkraft    wird hauptsächlich pro  portional mit der     Kristall-Anisotropie    des Materials  sein.  



  Obwohl Eisen für     Permanentmagnetmaterial    be  nötigt wird aus erwähnten Gründen und wegen seiner  leichten Aufteilung zu feinen Partikeln, besitzt es den  Nachteil, dass bei ihm nur geringe     anisotrope    Kristall  kräfte auftreten.

   Wegen dieser geringen     anisotropi-          schen    Kristallkräfte im Eisen, d. h. der     Kräfte,    die  bestrebt sind, den magnetischen     Spin    der Eisenatome  in den vorbestimmten Richtungen zu halten, ist die       Koerzitivkraft,    die bei einem aus     kleinen    runden       Partikeln    bestehenden Eisenstück auftritt, propor  tional zu diesen     anisotropen    Kräften, so dass auch  die zusammengefügten Partikel nur einen relativ  schwachen Magneten bilden.  



  Es ist schon bekannt, dass bei Eisenpartikeln not  wendigerweise mehr auf die     anisotrope    Form als auf  die     Kristall-Anisotropie    zu achten ist. Daher sind Be  strebungen im Gange, einen Elementarbezirk von       längsgestreckten        Partikeln    zu erhalten.

   Es wurde er  rechnet, dass solche     längsgestreckten        Elementarbezirk-          Eisenpartikel    in starkem Masse eine höhere     Koerzitiv-          kraft    aufweisen, da die     Magnetisierungsrichtung    ent  lang der Hauptachse des Partikels verläuft und die  Drehung des Magnetmomentes, welches einen gro  ssen Energiebetrag verlangt, unvermeidlich ist.

   Ver  fahren zur Herstellung einzelner     Elementareisenpar-          tikel    haben ergeben, dass lediglich in Partikeln von       kugelförmiger    Gestalt ein geringer Betrag der     aniso-          tropen    Form vorhanden ist. Keine Elementarbezirks  partikel von irgendeiner bedeutsamen Längenausdeh-           nung    wurden vorher hergestellt. Ebenso ist keine  experimentelle Probe der theoretisch errechneten  Werte bezüglich solcher Partikel bis zu diesem Datum  vorgenommen worden.  



       Längsgestreckte    Partikel erhält man durch Aus  fällen von Eisen in einer flüssigen Quecksilberkathode  durch einen Elektrolyten, z. B. einen Eisenchlorid  elektrolyten. Obwohl bereits frühere Eisenausfällun  gen dieser     Art    in Quecksilber schon seit hundert  Jahren bekannt sind, konnten mit dieser bekannten  Methode lediglich im wesentlichen     kugelförmige     Eisenpartikel schlechter Qualität hergestellt werden.  



  Wird nun gemäss der vorliegenden Erfindung die  Zwischenfläche zwischen dem Elektrolyten und der  flüssigen Kathode in Ruhe gehalten, so können längs  gestreckte     Partikel    in grosser Menge hergestellt wer  den, wobei die kugelförmigen Partikel nur in     ver-          nachlässigbar    geringen Mengen anfallen.

   Auf diese  Weise können die allgemeinen kugelförmigen Eisen  partikel     vermieden    werden, wobei sie statt dessen in  einer weitgehend     längsgestreckten    Form     herstellbar     werden, wobei die Längsausdehnung wesentlich grö  sser sein kann als die Ausmasse, bei denen die     Grenz-          schichten    noch auftreten, während die quer zu der  Längsrichtung laufende Achse der Partikel ungefähr  gleich oder kleiner als diese Ausmasse für das ent  sprechende Material sein kann.

   Es sei darauf hinge  wiesen, dass unter diesen Voraussetzungen die magne  tischen Eisenpartikel nicht auf Ausmasse beschränkt  sind, die geringer als die      Grenzschichtausmasse      sind, wobei die Partikel vorzugsweise Längen auf  weisen, die weit über     Grenzschichtausmass    liegen.  



  Längliche     Partikel    erzeugen eine wesentlich grö  ssere     Koerzitivkraft    als diejenigen, die einzig durch die  relativ geringen     anisotropen    Kristallkräfte des Eisens  hervorgerufen werden, wobei die ausserordentlich er  höhten magnetischen Eigenschaften durch die     aniso-          trope    Form     hervorgerufen    werden.  



  Während bisher die einzelnen Elementareinheiten  der     Eisenpartikel    im wesentlichen kugelförmige Ge  stalt besassen, und die auf Grund der Kristallkräfte  erzeugte     Koerzitivkraft    in der Grössenordnung von  1000     Oersted    lag, kann unter Verwendung länglicher  Eisenpartikel wie hier beschrieben jedoch die bemer  kenswerte     Koerzitivkraft    von grössenordnungsmässig  2100     Oersted    erzielt werden. Obwohl dieser Zuwachs  an     Koerzitivkraft    an sich bereits von ausserordent  licher Bedeutung ist, so ist doch mindestens von glei  cher Bedeutung, dass die Partikel in dem vollendeten  Magneten bereits fertig ausgerichtet sind.

   Bisher  konnte eine grössere Ausrichtung nicht erreicht wer  den, da die bekannten und im wesentlichen runden       Eisenpartikel    nicht in einer Weise zur Ausrichtung  gebracht werden, die die magnetischen Eigenschaften  in der einen oder der anderen Richtung um einen  wesentlichen Grad erhöhte. Die aus länglichen Eisen  partikeln aufgebauten Materialien hingegen besitzen  eine vorteilhaft derart veränderte     Entmagnetisierungs-          kurve,    die ein grösseres optimales Energieprodukt be  gründet (welches ein Kriterium der Wirksamkeit bzw.    des Ausdrucks     BH""",    eines Magneten ist), als dies  mit     unausgerichteten,    im wesentlichen runden Eisen  partikeln möglich ist.

   Während bei den früheren run  den Eisenpartikeln ein maximales Energieprodukt  von ungefähr<B>1100000</B>     Gauss-Oersted    erreicht wer  den konnte, kann mit ausgerichteten länglichen Eisen  partikeln das überraschende Energieprodukt von un  gefähr<B>2500000</B> erzielt werden, wobei der theore  tische obere Grenzwert bei ungefähr 40000000       Gauss-Oersted    liegt.  



  Bei einer bevorzugten Herstellung von geeignetem       permanentmagnetischem    Material werden zunächst  feine Eisenpartikel hergestellt, die ein mittleres Ver  hältnis von Länge zu Breite von wenigstens 1,5 zu  1 besitzen, wobei wenigstens die Hälfte der Partikel  ein Verhältnis von mindestens 2 zu 1 besitzen. Die  Ausdehnung quer zur Längsachse entspricht dabei  einem Wert, der gleich oder geringer als die     Grenz-          schichtausmasse    von Eisen ist (ungefähr 840     Ang-          ström).    Diese Partikel werden anschliessend mit einem  Überzug versehen, der verhindert, dass die Partikel  sich zu     Kernen    zusammenschliessen, wenn sie zusam  mengepackt werden.

   Das Zusammenpacken wird so  durchgeführt, dass magnetisch und physisch starke  Magnete entstehen.  



  In den beiliegenden Zeichnungen zeigen:       Fig.    1 eine teilweise im Schnitt dargestellte elek  trolytische     Ausfälleinrichtung    zur Herstellung läng  licher magnetischer Eisenpartikel,       Fig.    2 ein Blockdiagramm des Verfahrens,       Fig.    3 ein     Diagramm    mit dem Verhältnis Länge  zu Breite der Partikel in Abhängigkeit von dem  Prozentsatz der     Partikelzahl    in einigen Materialbei  spielen,       Fig.    4 ein Diagramm mit der in Prozenten an  gegebenen Zahl der Partikel in Abhängigkeit von der  Ausrichtung in einem gepressten Material,

         Fig.    5 und 6 ein Diagramm der Induktion in Ab  hängigkeit von der     Entmagnetisierungskraft    bei läng  lichen Eisenpartikeln bei verschiedener Zusammen  lagerungsdichte bzw. verschiedenen Richtungen der  Partikel.  



  In     Fig.    1 ist ein Beispiel einer bevorzugten Ein  richtung zur elektrolytischen Ausfällung von Eisen in  Quecksilber unter solchen Bedingungen dargestellt,  dass längliche Eisenpartikel mit den bevorzugten Aus  massen hergestellt werden können. Die Einrichtung  enthält z. B. eine Zelle 1 zum     Elektrolysieren,    die an  einer Grundplatte 2 befestigt ist, wobei diese Grund  platte an einem Rahmen 3 mittels Schraubenfedern 4  aufgehängt ist.  



  Die Zelle selbst kann aus einer     stabförmigen,    sich  aufbrauchenden Eisenanode 5, einer Schicht flüssigen  Quecksilbers 6, welches als Kathode dient, sowie aus  einem flüssigen Elektrolyten 7, der zwischen der An  ode und der Kathode liegt, diese verbindet und Eisen  ionen enthält, bestehen. Als Elektrolyt eignet sich  beispielsweise Eisenchlorid. Es sind jedoch auch Lö  sungen von anderen Eisensalzen verwendbar. So kann  beispielsweise Eisensulfat oder Eisennitrat verwendet      werden. Eine elektrische Leitung 8 verbindet die  Anode 5 mit dem positiven Ende einer Gleichstrom  quelle (nicht dargestellt) und eine weitere Leitung 9  schliesst den Stromkreis durch eine Verbindung der  Kathode 6 mit der Stromquelle, während die leiten  den Zellwände 10 mit der Quecksilberkathode in  Kontakt stehen.

   Glas oder andere isolierende Mate  rialien, die bei 11 dargestellt sind, haben die Auf  gabe, die Ablagerung von Eisen an den Seitenwänden  der Zelle zu verhindern, während mit isolierenden  Stützen 12 der Abstand zwischen der Eisenanode  und dem Quecksilbergefäss eingestellt werden kann.  



  Die Federanordnung hat die Aufgabe, Vibrationen  und andere mechanische störende Einflüsse von der  ruhigen     Elektrolyt-Kathodenzwischenschicht    während  des     Ausfällprozesses    fernzuhalten. Diese     Praxis    be  wirkt einen überraschenden Effekt. Bisher wurde  immer angestrebt, die entgegengesetzten Bedingungen  zu erzeugen, d. h. eine Änderung der Zwischenschicht.

    Es wurden Einrichtungen zum Mischen, Umrühren  oder zur Erzeugung von Vibrationen und Erschütte  rungen, d. h. relativ starken Bewegungen zwischen  dem Elektrolyten und der Kathodenoberfläche an  gewandt, welche als sehr vorteilhaft galten, da der  Elektrolyt in der Nähe der Kathode dazu neigte, sich  seiner Ionen während des     Elektrolysierprozesses    zu  entledigen; der Prozess wurde durch die Zirkulation  von frischem Elektrolyt mit hohem     Ionengehalt    in der  Nähe der Kathode sehr erleichtert, da die Ionen  Elektronen aufnehmen und sich mit grosser Geschwin  digkeit in Metallatome verwandeln konnten. Weiter  hin wurde durch eine Bewegung der Kathode selbst  das Kristallwachstum des ausfallenden Metalls erleich  tert.

   Diese Störungen können bei der beschriebenen  Einrichtung jedoch vermieden werden, so dass die  Zwischenschicht während des ganzen     Elektrolysier-          prozesses    ruhig gehalten wird, womit die bevorzugten  Partikel erzeugt werden können.  



  Eine ausserordentlich saubere Quecksilberober  fläche erleichtert die Ablagerung der Partikel. Diese  reine Oberfläche kann z. B. durch einen Zusatz von  Säuren zu dem Elektrolyt erlangt werden; geeignete  Säuren hierfür sind     beispeilsweise    Salzsäure, wenn als  Elektrolyt Eisenchlorid verwendet wird, Schwefel  säure, wenn als Elektrolyt     Eisensulfat    verwendet wird  und Salpetersäure, wenn als Elektrolyt Eisennitrat  verwendet wird.  



  In dem Elektrolyt 7 treten Eisenionen auf, wo  bei dieser Elektrolyt vorzugsweise aus in Wasser  gelöstem Eisensalz besteht: die Eisenionen wandern  nun stetig zu der Zwischenschicht zwischen dem Elek  trolyt und der flüssigen Quecksilberkathode 6 unter  der Einwirkung der zwischen der Kathode und der  Anode 5 herrschenden Potentialdifferenz. Das zur  Verwendung gelangende Potential ist vorzugsweise so  stark, dass pro Sekunde und     cm2    ungefähr 5 X 1017  Ionen auftreffen, wobei diese Ionen Elektronen von  dem Quecksilber übernehmen und somit ihre positive  Ladung und die angelagerten Wassermoleküle ver  lieren.

   Die noch geladenen Eisenionen können im    allgemeinen jedoch keine     Kristallkeime    bilden und       nicht    zu Metallpartikeln anwachsen; sie sind dazu erst  in der Lage, wenn sie die fehlenden     Elektronen    auf  genommen haben und in einem gewissen     übersättigten     Zustand in der flüssigen Quecksilberkathode auftre  ten.

   Wenn die Eisenionen stetig und in hoher Kon  zentration zu der Kathode     fliessen,        ergibt    sich eine  maximale Konzentration von Eisenatomen im Queck  silber in der Nähe der     Quecksilber-Elektrolyt-Grenz-          schicht,    wobei die Konzentration mit ansteigendem  Abstand von der Zwischenfläche     abnimmt,    und zwar  abhängig von Faktoren wie der Zahl der     auftreffen-          den    Ionen, der Löslichkeit des Eisens     in    Quecksilber,

    der Diffusionskonstante des Eisens in Quecksilber so  wie der Anlagerung und     Wachstumsgeschwindigkeit     der     Eisenpartikel    in den Gebieten verschiedener Kon  zentrationen.  



  Die Wahrscheinlichkeit der Ablagerung von  Eisenpartikeln nimmt mit zunehmender     übersättigung     des Eisens in dem Quecksilber zu und erreicht an der  Zwischenschicht einen höchsten Wert, wobei ein  hoher Grad von Übersättigung wegen der hohen Zahl  der auftreffenden Atome vorausgesetzt werden     kann.          Zahlreiche    Eisenpartikel bilden sich zur gleichen  Zeit, so dass das Quecksilber in ihrer unmittelbaren  Umgebung an Eisenatomen     verarmt,    wodurch eine  weitere Bildung von Kristallkeimen     in    den an Eisen  atomen verarmten     Volumeinheiten        verhindert    wird.

    Die Quecksilberkathode kann zur Erhöhung der An  schaulichkeit als aus mehreren     einzelnen    Kathoden  bestehend betrachtet werden, die unabhängig vonein  ander Eisenatome aufnehmen, übersättigt werden und  je einen Partikel anlagern bzw. aufnehmen. Unter  bestimmten Voraussetzungen - beispielsweise wenn  jeder Quadratzentimeter der     Kathodenfläche        ungefähr     <B>1012</B> Eisenpartikel pro Sekunde aufnimmt - enthält  jeder Partikel angenähert 500000 Atome. Während  dem jeder Eisenpartikel sein     Wachstum    abschliesst,  bewegt er sich in dem Quecksilber von der Zwischen  schicht weg, so dass auf diese Weise das hinter ihm  liegende Gebiet wiederum gesättigt wird und neue  Partikel bildet.

   Wenn die Zahl der auftreffenden  Ionen gesteigert wird, kann eine zusammenhängende  Schicht von elektrolytisch ausgefälltem Eisen gewon  nen werden. Bevor diese     Elektrolysierbedingungen     erreicht werden, d. h. bei einer etwas kleineren Zahl  an auftreffenden Ionen, bilden sich vorzugsweise läng  liche     Eisenpartikel.     



  In     Fig.    2 ist ein Blockdiagramm gezeigt, das die  Schritte     A-H    zur bevorzugten Herstellung von Ma  gneten veranschaulicht. Als erstes werden bei A  Eisenpartikel mit der bereits erwähnten     kritischen     Form durch einen     Eisenausfällprozess    in Quecksilber  erzeugt, wobei die Zwischenschicht zwischen dem  Quecksilber und den Elektrolyten in Ruhe gehalten  wird. Als nächstes werden die länglichen Partikel aus  dem     Quecksilbergefäss    magnetisch entfernt.

   Eine ein  fache Methode zur Durchführung dieses Schrittes be  steht darin, dass     ein    in einer Glasröhre befindlicher  Permanentmagnet durch die     Quecksilberkathode    ge-      zogen wird, wobei die Partikel an dem Rohr haften  bleiben, wonach der Magnet entfernt wird, so dass  eine freie     Aufschwemmung    von     Partikeln    und Queck  silber bei B übrigbleibt.

   Nachfolgend wird diese Auf  schwemmung bei C für ein paar Minuten einer Hitze  behandlung von 200  C ausgesetzt und anschliessend  bei D auf Raumtemperatur abgekühlt und eine Spur  von Zinn oder eines anderen geeigneten Materials zu  gegeben, wie beispielsweise Zink, Aluminium, Magne  sium, Nickel, Antimon oder ein anderes Metall, wel  ches sich mit     Eisen    verbindet, um zum Schutze des  Eisens einen Metallüberzug auf die länglichen     Partikel     aufzubringen. Die weitere Trennung des Eisens von  dem Quecksilber wird dann bei E durch einen     Oxy-          dationsprozess    mittels Luft oder eines anderen Oxy  dationsmittels durchgeführt.

   Die Entfernung der letz  ten Quecksilberspuren wird bei F im Vakuum oder  einer Wasserstoffatmosphäre bei einer niedrigen Tem  peratur     durchgeführt,    wie später noch ausführlich er  läutert werden soll. Danach wird bei G eine trockene  Mischung der länglichen Eisenpartikel     mit    einer     Füll-          oder    Bindungsmasse hergestellt, beispielsweise einer  organischen, thermoplastischen Substanz oder eines  nichtmagnetischen Materials wie Blei oder Bleilegie  rungen, wobei die länglichen Partikel bei H in einem  starken Gleichstrommagnetfeld von vorzugsweise  4000 Gauss oder mehr ausgerichtet und anschliessend  durch Pressen in ihrer gewünschten Lage gehalten  werden können.

   Das von der     Aufschwemmung    ent  fernte Quecksilber kann gereinigt und anschliessend  wieder als Kathodenmaterial verwendet werden.    Dieses     Verfahren    kann ohne Schwierigkeiten re  produziert werden, die verwendete Einrichtung ist  nicht     kompliziert,    ferner kommen während des gan  zen Prozesses keine sehr hohen Temperaturen zur  Anwendung. In der     Elektrolysiereinrichtung    kann  z. B. gewöhnliches     Flusseisen    verwendet werden.  



  Von den länglichen Eisenpartikeln wurden wäh  rend des Entstehens elektronenmikroskopische photo  graphische Aufnahmen gemacht; die ein Zwischen  produkt darstellenden Partikel wurden dabei mittels  eines     Elektrolysierprozesses    mit Eisenchlorid als Elek  trolyt bei Zimmertemperatur ausgefällt, wobei keine  weitere Wärme- oder sonstige Metallbehandlung zur  Anwendung gelangte ausser einer leichten Oxydation  zur besseren Entfernung des Quecksilbers.  



  Es zeigten sich dabei von dem Hauptkörper jedes  Eisenpartikels nach aussen gerichtete Dendriten     in     Richtung des Wachstums, wobei die     Partikel    über die  angestrebten Maximalausmasse hinaus zunehmen. In  diesem Zustand war die     Koerzitivkraft    der     Partikel     relativ gering.  



  Nach der     Durchführung    eines     Wärmebehandlungs-          verfahrens    dieser     Partikel    zeigten die elektronen  mikroskopischen Aufnahmen, dass die Dendriten weit  gehend entfernt waren, so dass die Partikel in einer  stangenähnlichen Form verblieben, wobei sich jedoch  der     Querschnittsdurchmesser    der     Partikel    nicht we-         sentlich    geändert hat. Die     Koerzitivkraft    und die auf  die     Partikel    in einem Magnetfeld ausgeübte     Richtkraft     war nun wesentlich erhöht.  



  Die elektronenmikroskopische Aufnahme eines  Schnittes durch einen gepressten Magneten, bei wel  chem ein Grossteil des Quecksilbers entfernt worden  ist und die länglichen     Partikel    in einem Magnetfeld  ausgerichtet worden sind, zeigt, dass tatsächlich ein  hoher Grad von     Partikelausrichtung    erreicht worden  ist.    Die     längliche    Form der Partikel wird insbeson  dere durch die in Ruhe gehaltene Zwischenfläche er  langt; diese kann dadurch nachgewiesen werden, dass  elektronenmikroskopische Aufnahmen unter den völ  lig gleichen Bedingungen, jedoch mit der Abweichung  durchgeführt worden sind, dass während des elektro  lytischen     Ausfällprozesses    die Zwischenschicht in Be  wegung gehalten wurde.  



  Diese Bewegung verursachte eine Anlagerung und  ein Wachstum zu im wesentlichen runden     Partikeln,     auf alle Fälle jedoch mehr zu runden als zu länglichen  Partikeln; eine nachfolgende Wärmebehandlung dieser  runden Partikel erzeugte ein weiteres Wachstum, aber  ebenfalls nur unter Beibehaltung der runden Form.  Die elektronenmikroskopischen Aufnahmen haben  ferner gezeigt, dass die im wesentlichen runden Par  tikel, die nach den bisher gebräuchlichen Verfahren  hergestellt worden sind, Durchmesser von ungefähr  150     Angström    besitzen. Dieser Durchmesser ent  spricht dabei der maximalen     Koerzitivkraft,    die mit  Partikeln dieser Form erlangt werden kann.

   Die     Koer-          zitivkraft    war jedoch trotzdem im Vergleich zu der  von länglichen Partikeln     hervorgerufenen        Koerzitiv-          kraft    gering, da hier nur die Kristallkräfte vorhanden  waren.     Während    die Wärmebehandlung der     runden          Partikel    eine Zunahme der Grösse     verursachte,    ver  halten sich die länglichen     Partikel    insofern unter  schiedlich, als sie zunächst ihre keilförmigen Zweige  verlieren und dadurch noch mehr Stangenform an  nehmen, ohne dass der Durchmesser des Querschnittes  dabei wesentlich zunimmt.

      Mit den elektronenmikroskopischen Aufnahmen  wurde auch Längsausdehnung an mehreren Beispielen  genau ermittelt. Diese Längsausdehnungen sind in       Fig.    3 dargestellt, wobei auf der Ordinate die Anzahl  der in einer Gruppe photographierten Partikel in Pro  zent aufgetragen ist und auf der Abszisse die Ver  hältnisse Länge zu Breite aufgetragen sind.  



  Die Kurve 17 entspricht Partikeln, bei deren Her  stellung die Zwischenfläche während des elektro  lytischen     Ausfällens    in Bewegung gehalten wurde.  Aus der Kurve 17 ist ersichtlich, dass das mittlere  Verhältnis der Länge zu der Breite dieser     Partikel     ungefähr 1,3 zu 1 beträgt, d. h. dass die     Partikel    im  wesentlichen     rund    sind.  



  Für mit     ruhiger    Zwischenfläche erhaltene     Partikel,     welche wärmebehandelt und nach dem elektrolyti  schen     Ausfällungsprozess    mit einem Zinnüberzug ver-      sehen worden sind und aus Eisenchlorid als Elektrolyt  bei Zimmertemperatur gewonnen wurden, zeigt Kurve  18, dass die relativ gesehen grösste Zahl von Partikeln  bei ein     i2m    Verhältnis Länge zu Breite von 2: 1 vor  liegen, wobei das     gemittelte    Durchschnittsverhältnis  von Länge zu Breite bei 2,7 zu 1 liegt.

   Das Maximum  des Verhältnisses von Länge zu Breite für Partikel,  die mittels eines     Äthylenglykol-Elektrolyten    bei einer  Temperatur von 170  C gewonnen wurden, liegt, wie  in Kurve 19 gezeigt ist, bei einem Wert von 1,9 zu 1,  wobei der Durchschnittswert bei ungefähr 3,0 zu 1  liegt. Dieselben Partikel besitzen nach der Wärme  behandlung und der Aufbringung des vorzugsweise  vorgesehenen Zinnüberzuges, wie bei Kurve 20 ge  zeigt ist, den höchsten Prozentsatz, bei einem Ver  hältnis von Länge zu Breite von 2,2 zu 1 bei einem  Mittelwert von 2,7 zu 1. In den Kurven 18, 19 und  20 sind Verhältnisse von Länge zu Breite von Eisen  partikeln gezeigt, bei denen ein Teil ein entsprechen  des Verhältnis von 16 zu 1 besitzen, während die in  Kurve 17 gemessenen Partikel nur ein maximales  Verhältnis von Länge zu Breite von 6: 1 aufweisen.

    Ein Mittelwert von 1,5 zu 1 kennzeichnet somit ein  Verhältnis von Länge zu Breite, welches deutlich  ausserhalb der möglichen zufälligen Verhältnisse von  Länge zu Breite der nach früheren Verfahren gewon  nenen im     wesentlichen    runden Partikel liegt. Dies geht  ebenso daraus hervor, dass mindestens die Hälfte der  Partikel ein Verhältnis von Länge zu Breite von min  destens 2 zu 1 besitzen.  



       Fig.4    zeigt die Ausrichtung der Partikel eines  Magneten nach der Entfernung des meisten Queck  silbers,     Magnetisierung    und der Ausrichtung der Par  tikel in einem magnetischen Feld und Pressen der  ausgerichteten Partikel zum Magneten. Die Kurve 21  in     Fig.    4 zeigt einen Ausschnitt der Prozentsätze, d. h.  der     Partikelorientierungen    in Gradeinheiten von der       Hauptorientierungsrichtung    aus in Sprüngen von fünf  Grad. Es wurde nur ein Teil der analysierten Fläche  sowohl bezüglich der Zahl als auch der Winkellage  der Partikel untersucht, wobei sich herausgestellt hat,  dass der Grad der Ausrichtung ungefähr bei 94 Pro  zent liegt.

   Wie bereits früher bemerkt, wird die Aus  richtung vorzugsweise durch ein     Pressverfahren    wäh  rend der Einwirkung eines magnetischen Feldes er  reicht, wobei der Erfolg dieses Verfahrens durch die  Tatsache unterstützt wird, dass die Fläche der     Ent-          magnetisierungskurve    und der Wert des Energie  produktes eines Magneten von der     Partikelausrichtung     abhängt.

   Die Differenz zwischen dieser     94 /o,igen     Ausrichtung und der magnetischen Richtwirkung, die  durch ein Verhältnis von     810/9    der restlichen Fluss  dichte zur Dichte des Sättigungsflusses     (B,/B,)    ge  geben ist, ist bei dem vorliegenden Beispiel offensicht  lich eine Folge der Anwesenheit von einigen Anlage  rungen und kleinen runden Partikeln. Wie bereits  früher ausgeführt, kann eine derartige Ausrichtung  mit runden, aus je einem Elementarbezirk bestehen  den Eisenpartikeln nicht erreicht werden. Das un  gewöhnlich hohe Energieprodukt, das ein Magnet    des beschriebenen Verfahrens besitzt, hängt somit  von dieser Richtwirkung ab.  



  Bei einer Verbindung der länglichen     Partikel    zur  Herstellung des Magneten, werden     zwei    Effekte be  obachtet. Erstens wachsen die Sättigung und die rest  liche Induktion mit der Zusammenpressung der Par  tikel an, da die Eisenkonzentration vergrössert wird,  während zweitens die     Koerzitivkraft    der Partikel     mit     abnehmendem Abstand der Partikel voneinander ab  nimmt, da die Partikel sich magnetisch beeinflussen.

    Während theoretisch eine     infinitesimale        Partikelver-          dünnung    die     Sättigungsinduktion    einer Probe Null  sein würde, entspricht die     Koerzitivkraft    unter den  gleichen Bedingungen dem höchstmöglichen Wert.  Anderseits wäre die Sättigungsinduktion diejenige von  gewöhnlichem Massenmaterial (21600 Gauss für  Eisen) und die     Koerzitivkraft    Null, wenn eine       1001/aige    Zusammenpackung bzw.     Partikeldichte    er  zielt würde. Das maximale Energieprodukt     dürfte     somit bei einer mittleren Packung bzw.

   Dichte zwi  schen ungefähr     1/2    bis auftreten, d. h. wenn un  gefähr     1/2    bis     2/3    der theoretisch     möglichen    Zahl von  länglichen Partikeln im Magneten pro Volumeneinheit  gleichmässig verteilt wären.  



  Der Gewinn der Restinduktion auf Kosten einer  niedrigeren     Koerzitivkraft,    der mit anwachsender  Dichte auftritt, ist aus den Kurven in     Fig.    6 ersicht  lich, bei welcher die Induktion in     Kilogauss    auf der  Ordinate in Abhängigkeit von der     Entmagnetisie-          rungskraft    aufgetragen auf der Abszisse in     Oersted     für zwei verschiedene Magnetkörper gezeigt ist.

   Die  Kurven 22 und. 23 wurden bei Beispielen     gewonnen,     die unter Drucken von 30 bzw. 15     kg/mm2    zusam  mengepackt wurden, wobei die höhere Restinduktion  bei dem dichter gepackten Beispiel von einer     Koer-          zitivkraft    begleitet wird, welche geringer ist als die  jenige von dem weniger dicht gepackten Probekörper.  Der Grad der magnetischen Richtwirkung kann aus  der Fläche der     Entmagnetisierungskurve    abgeschätzt  werden, wobei zu erkennen ist, dass diese     Richtwir-          kung    in dem Fall des dichter gepackten Probekörpers,  welcher durch Kurve 22 dargestellt wird, höher ist.  



  Die Effekte der Richtwirkung sind ebenso aus  den Kurven 24 und 25 in     Fig.    5 ersichtlich, wobei  die Induktion in     Kilogauss    auf der Ordinate in Ab  hängigkeit von der     Entmagnetisierungskraft    in     Oersted     auf der Abszisse aufgetragen sind; bei den gleichen  Beispielen wurde die     Magnetisierungsrichtung    parallel  zu der     Partikelausrichtung    bei dem Fall der Kurve 24  gewählt, während bei dem Beispiel der Kurve 25 die  Partikel senkrecht zu der     Magnetisierungsrichtung    ge  richtet sind.

   Beide Restinduktionen und     Koerzitiv-          kräfte    sind für das     magnetisierte    Material in der Rich  tung der Partikel höher, wobei ebenso das Energie  produkt wesentlich grösser ist. Das     ungewöhnliche     Ausmass der Richtwirkung, das mit den läng  lichen Partikeln erreicht wird, trägt wesentlich zu den  sehr hohen Energieprodukten dieser Magnete bei.  



  Es wurde hier bereits mehrfach erwähnt, dass die  durch die     anisotrope    Form bewirkten Effekte ver-           längerter    Eisenpartikel dominieren, wobei die kristal  linen     anisotropen    Effekte von geringerer Bedeutung       sind.    (Die     anisotropen    Kristalleffekte begrenzen die  magnetischen Eigenschaften von Materialien, welche  im wesentlichen aus     runden    Partikeln bestehen.) Bei  Eisenpartikeln, die eine wesentlich verlängerte Form  aufweisen, d. h.

   wobei das mittlere Verhältnis Länge  zu Breite grösser als 1,3 zu 1 ist, welches in Beispie  len mit hauptsächlich     runden    Partikeln zufällig auf  treten kann, erscheint ein grosses äusseres magneti  sches Feld für jeden Partikel, was äusserst wünschens  wert ist. Jeder Partikel bewirkt dabei, dass er ent  gegengesetzte magnetische Pole an seinen Enden be  sitzt, sogar dann, wenn die     Partikellängen    vorzugs  weise     grösser    sind als die Grenzdimensionen der ein  zelnen Bezirke von Eisen; es kann dabei erwartet  werden, dass die Abschnitte verschiedener magneti  scher     Ausrichtungen    sich den Kristallrichtungen an  passen.

   Diese einfache magnetische Polarisation, bei  welcher sich jeder Partikel wie ein kleiner Stabmagnet  verhält, wird als die Ursache dafür betrachtet, dass die  länglichen Partikel ein so grosses äusseres Feld her  vorrufen.  



  In diesem Zusammenhang ist es von Bedeutung,  dass die Grenzen des     Querschnittsdurchmessers    sehr  kritisch sind. Bei einem     Querschnittsdurchmesser,    der  den     Grenzbezirkabmessungen    von Eisen, d. h. 840       Angström,    entspricht, oder etwas geringer als diese  ist, würde jede     Umkehrung    der magnetischen Aus  richtung wie beispielsweise zwischen den verschie  denen Teilen irgendeines länglichen Partikels eine  magnetische Ausrichtung der dazwischenliegenden  Teile des Partikels notwendig machen, welche sehr  unstabil sind.

   Das natürliche Bestreben nach der  Lage der geringsten potentiellen Energie, durch wel  ches die meisten Materialien gekennzeichnet sind, tritt  nunmehr auf, um in jedem Partikel nur eine einzige       Orientierung    der magnetischen Kräfte zu     verursachen.     Dieser Effekt erscheint auch bei den länglichen Eisen  partikeln, welche einen maximalen Durchmesser be  sitzen, der gleich oder weniger über den Abmessungen  der Bezirksgrenzen von Eisen liegt, so dass die     Län-          gung    dieser Partikel ebenso die Vorteile der     aniso-          tropen    Form gewährt.

   Der begrenzende maximale  Durchmesser liegt bei ungefähr 1000     Angström;    grö  ssere Partikel verhalten sich nicht mehr als einzelne  magnetische Elementarbezirke.  



  Es ist ohne Bedeutung, dass die länglichen Eisen  partikel gleichen Querschnittdurchmesser über ihre  ganze Länge besitzen. Der mittlere Durchmesser sollte  jedoch nicht grösser als der bereits erwähnte Wert von  1000     Angström    sein, wobei die Form der Partikel  beispielsweise     ellipsoid    sein kann. Liegen die Quer  abmessungen unter ungefähr 100     Angström,    enthal  ten die durchschnittlichen Partikel so wenig Eisen  atome, dass die thermisch bedingten Schwankungen  der magnetischen     Momente    zufällige     Umkehrungen     der     Partikelmagnetisierungen    in kurzen Zeitperioden  bewirken können, was statistisch nachgewiesen wer  den kann.

   Dies führt jedoch zu schlechten magneti-         schen    Eigenschaften, da die Partikel nicht in der ein  mal eingenommenen Richtung verharren und somit  eine niedrige     Koerzitivkraft    besitzen. Eine bevorzugte  untere Grenze für die Querabmessungen ist somit für  einen Wert von 100     Angström    gefunden worden.  



  Es hat sich herausgestellt, dass die Stromdichte  in einem elektrolytischen     Abscheidungsprozess    einen  grossen Einfluss auf die Form der resultierenden läng  lichen Eisenpartikel besitzt. So erhalten beispielsweise  die Partikel bei einer niedrigen Stromdichte von  0,005     Amperelcmz,    einer Temperatur von 25  C und  der Verwendung von Eisenchlorid als Elektrolyt zwar  ein grosses Verhältnis von Länge zu Breite, enthalten  jedoch sehr dichte keilförmige Zweige bzw.     Dendrite,     welche ihnen eine federförmige Erscheinung verleihen.

    In einem Fall besassen diese Zweige eine durchschnitt  liche Länge von 330     Angström    und einen mittleren  Abstand von 250     Angström.    Bei einer grösseren  Stromdichte von 0,045     Ampere/cm=    werden die Par  tikel jedoch kürzer, sind aber weniger federförmig  ausgebildet. Eine Messung ergab, dass die Zweige bei  diesen Partikeln eine durchschnittliche Länge von  240     Angström    und eine Entfernung von ungefähr 150       Angström    besitzen.

   Der Bereich der Stromdichte     zwi-          schen        ungefähr        0,05     und den Werten,  bei denen eine kontinuierliche     Ablagerung    auftritt, ist  für das bevorzugte Herstellungsverfahren besonders  geeignet, die Zweigformation wird weniger federartig,  je mehr die Stromdichte anwächst.  



  Die Stromdichte beeinflusst indirekt ebenso die       Koerzitivkraft    der Eisenpartikel. Im Gegensatz zu der  Feststellung, dass eine geringere Stromdichte Partikel  bewirkt, die ein grösseres Verhältnis von Länge zu  Breite aufweisen, als sie mit höheren Stromdichten er  reichbar ist, hat sich nun herausgestellt, dass Partikel,  die bei einer niedrigeren Stromdichte ausgefällt wur  den, nach einer Wärmebehandlung nicht die     Koerzi-          tivkraft    oder magnetische     Ausrichtungen    besitzen, wie  sie bei Partikeln erlangt werden können, die einer  Wärmebehandlung unterzogen wurden und unter der  Einwirkung von höheren Stromdichten ausgefällt wor  den waren.  



  Die Wärmebehandlung der länglichen Eisenpar  tikel in Quecksilber bewirkt eine zunehmende Ände  rung ihrer Form und ihrer Eigenschaften. Erstens  wird die federartige Struktur vermindert und nahezu  zum Verschwinden gebracht, vermutlich durch eine  Auflösung und Ablagerung auf die Hauptkörper der  Partikel, so dass einfach längliche Partikel verbleiben.  In diesem Zustand haben die Eisenpartikel eine sehr  hohe     Koerzitivkraft    und magnetische Richtwirkung.  Würden anschliessend längere Behandlungen bei höhe  ren Temperaturen angeschlossen, würden die Partikel  zu grossen im wesentlichen     runden    Körpern zusam  menwachsen, was mit einem starken Abfall der       Koerzitivkraft    verbunden wäre. Temperaturen bis zu  300  C ergeben bei der Wärmebehandlung genügende  Ergebnisse.

   Bei optimalen Magneten ist es anzustre  ben, dass die Eisenpartikel, die die Breite eines ein  zigen Bezirks besitzen, das maximal mögliche Ver-           hältnis    von Länge zu Breite und nur ganz geringe  Abzweigungen aufweisen. Ein Überziehen der Par  tikel unterstützt insofern das Erreichen einer hohen       Koerzitivkraft,    als die     LTberzüge    eine Zusammenlage  rung der einzelnen Partikel zu Massen mit solchen  Ausmassen verhindern, die über die gewünschten Aus  masse hinausgehen.  



  Die Temperaturen, bei denen die Eisenpartikel in  der Quecksilberkathode ausgefällt werden, haben  ebenfalls einen     grossen        Einfluss    auf die Eigenschaften  der entstehenden Eisenpartikel. Eine Ausfällung bei  Zimmertemperatur bewirkt feine, federartige Zweige  an den länglichen Partikeln, während viel gröbere  und     stummelhafte    Abzweigungen bei höheren Tem  peraturen, wie beispielsweise zwischen 170 und 230  auch bis zu 300 Grad, entstehen.

   Die grösseren Ver  hältnisse von Länge zu Breite, die durch die höheren  Temperaturen auftreten, ergeben ebenfalls höhere       Koerzitivkräfte.    Einige weitere Formunterschiede  wurden ebenfalls bemerkt, so erscheinen beispiels  weise einige Partikel, die bei     2301'    C ausgefällt wur  den, als dünne Platten und haben somit keinen kreis  förmigen Querschnitt. Ausserordentlich grosse Verhält  nisse von Länge zu Breite mit einem Wert von 40 zu  1 wurden bei sehr hohen Temperaturen erlangt, wobei  die Zahl der Abzweigungen glücklicherweise unter  diesen Umständen wieder vermindert ist.  



  Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass vor  zugsweise auch die letzten Spuren von Quecksilber  von den länglichen feinen Eisenpartikeln entfernt  werden. Ein geeigneter Prozess enthält ein  Waschen   der metallüberzogenen länglichen Partikel, wie sie im  Gemisch mit Quecksilber auftreten. Zunächst wird  z. B. zu dem Gemisch Blei oder eine Bleilegierung  zugegeben, wie beispielsweise eine     Bleiantimonlegie-          rung,    wodurch die Quecksilberkonzentration vermin  dert wird. Als nächstes kann     eine    Gruppe von läng  lichen Partikeln mittels eines Permanentmagneten ent  nommen werden.

   Diese beiden Schritte werden vor  zugsweise wiederholt, bis die Quecksilberkonzentra  tion so niedrig wie gewünscht ist; die Verdünnung der  magnetischen Konzentration, beispielsweise bei sie  benfacher Behandlung, entspricht nur zwei Gewichts  prozent von Quecksilber in der resultierenden Masse.  Die Masse wird vorzugsweise bei einer erhöhten, sich  leicht über dem     Schmelzpunkt    des Bleis befindlichen  Temperatur zusammengepresst, so dass das Blei derart  zum Ausschwitzen gebracht wird, dass den länglichen  Partikeln eine gewünschte Konzentration gegeben  werden kann. Eine Oxydation der Partikel tritt bei  dem fertigen Produkt nicht auf, da das Blei im festen  Aggregatzustand den Sauerstoff von einer Berührung  mit den länglichen Partikeln abhält.  



  Eine zweite bevorzugte Verfahrensform zur Ent  fernung des Quecksilbers besteht z. B. in der Erwär  mung des aus Quecksilber und den mit einem metal  lischen Überzug versehenen Partikeln bestehenden  Gemisch auf eine Temperatur von 250  C unter einem  Vakuum von ungefähr 10-3 mm     Hg,    wobei diese Be  dingungen während etwa 3 Stunden aufrechterhalten    werden. Das Quecksilber wird entfernt, so dass die  Partikel an ihrem Metallüberzug von dieser Substanz  annähernd frei sind. Wenn die Temperatur bei statio  nären Partikeln über 300  C erhöht wird, so haben  diese die Tendenz,     zusammenzusintern,    wodurch  deren magnetische Eigenschaften zerstört werden. Die  Anwendung einer solchen Temperatur ist jedoch dann  möglich, wenn die Partikel gerührt werden, um deren  Zusammensintern zu vermeiden.  



  Die vorerwähnten Säuren, welche im Zusammen  hang mit dem Elektrolyt     verwendet    werden können,  um eine vollständig saubere Oberfläche der flüssigen  Kathode während des elektrolytischen     Ausfällungs-          prozesses    aufrechtzuerhalten,     verhindern    das Nieder  schlagen von basischen     Eisensalzen    auf der Kathoden  oberfläche. Der Elektrolyt wird vorzugsweise sauer  gemacht und besitzt einen     pH-Wert    von ungefähr 2.

    In einem Fall wurde festgestellt, dass der Niederschlag  in einem     Eisenchlorid-Elektrolyt    bei einem     pH-Wert     von ungefähr 4 begann, bei einer Konzentration von  ungefähr 1,6     Mol    Eisenchlorid pro Liter der Lösung,  wobei der Restbestandteil derselben aus Wasser und       Salzsäure    bestand. Durch Zusatz von     Salzsäure,    wel  che den     pH-Wert    auf etwa 2 reduzierte, wurde diese  Schwierigkeit umgangen.  



  Von den vorzugsweise verwendeten, nicht     magne-          tisierbaren    Bindematerialien, welche für die Herstel  lung des Permanentmagneten     verwendet    werden kön  nen, haben sich organische thermoplastische Mate  rialien als sehr geeignet     erwiesen.        Zelluloseartige     Stoffe, wie z. B.     Zelluloseacetat    und     Zellulosenitrat,     oder Stoffe auf     Acrylbasis,    wie z. B.     Methyl-meth-          acrylat,    können verwendet werden.

   Zur Erzielung  eines optimalen Energieproduktes wird vorzugsweise  der Volumenbestandteil des Eisens, das durch die  länglichen Eisenpartikel dargestellt wird, bei 50-66     1/m     des Magnetes gehalten, wobei das übrige Volumen  hauptsächlich durch das Bindemittel eingenommen  werden kann. Oxyde und die metallischen Überzüge  der Partikel können jedoch ebenfalls einen kleinen  Volumenbestandteil ausmachen.

   Das Gewicht der me  tallischen überzöge der Partikel kann gegebenenfalls       2-10%        des        Eisengewichtes        derselben        betragen.        In     Abhängigkeit von den gewünschten magnetischen Ei  genschaften, welche der fertige Magnet erhalten soll,  kann das Bindemittel einen grösseren oder kleineren  Volumenbestandteil ausmachen als der oben ge  nannte. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass das  Bindemittel     üblicherweise    aus einem von den Parti  keln unterschiedlichen Material besteht, so dass die  Partikel in dem Bindemittel als solche     identifiziert     werden können.

   Bei der Verwendung von thermo  plastischen Bindemitteln können z. B. die länglichen  Eisenpartikel in ein plastisches Material eingebracht  werden, das durch Zusatz eines Lösungsmittels ver  flüssigt wurde, wobei die so gebildete Masse in eine  Form eingebracht und gepresst werden kann, wäh  renddem die länglichen Partikel durch ein äusseres  Magnetfeld ausgerichtet werden. Darauf kann das       überflüssige    Lösungsmittel durch     Erwärmung        entfernt         werden, welches auch in einem Vakuum geschehen  kann, so dass der     Magnet    in     erstarrter    Form zurück  bleibt.

   Anderseits können die länglichen Partikel mit  einem durch Erwärmung verflüssigten thermoplasti  schen Material gemischt werden, wobei die Mischung  in erwärmtem Zustand gepresst und einem die Par  tikel ausrichtenden magnetischen Feld ausgesetzt wer  den können, worauf die Mischung abgekühlt wird.    Weiterhin ist es möglich, ein trockenes thermo  plastisches Pulver mit den länglichen     Partikeln    zu  vermischen, worauf die Mischung     erwärmt    und eben  falls der Einwirkung eines magnetischen Feldes aus  gesetzt wird. Durch Abkühlung wird das     Material    in       erstarrten,    d. h. festen Zustand übergeführt.  



  Die Ausrichtung der magnetischen Partikel ge  schieht vorzugsweise unter der Einwirkung eines  äusseren     magnetostatischen    Feldes von ungefähr 4000  Gauss oder mehr. Schwächere Felder ergeben keine  optimale Ausrichtung, währenddem höhere Feld  stärken die Ausrichtung verbessern. Es hat sich ge  zeigt, dass Felder bis zu<B>28000</B> Gauss sehr befrie  digende Resultate ergeben.  



  Bei einer Bindung der länglichen Partikel in einer       nichtmagnetisierbaren    Masse können     Verformungs-          drücke    jeder Grössenordnung angewendet werden, ent  sprechend den gewünschten Konzentrationen. Die  Partikel sollten sich nicht chemisch miteinander ver  binden, da dadurch die Ausbildung von Einzelbezir  ken zerstört wird. Es ist möglich, die Formgebung  praktisch ohne Druck oder mit Drücken bis zu und  über 70     kg/mm2        durchzuführen.    Die Verformung wird  vorzugsweise ohne Druck ausgeführt, wenn die läng  lichen Partikel lediglich in eine Legierung mit niedri  gem Schmelzpunkt wie z. B. einer     Bleilegierung    ein  gegossen werden.  



  Nachfolgend sind zwei Beispiele zur Herstellung  der Permanentmagnete beschrieben:  <I>Beispiel 1</I>  Die elektrolytische Ausfällung von länglichen klei  nen     Eisenpartikeln    in eine in flüssigem Zustand be  findliche reine Quecksilberkathode wurde bei     Zim-          mertemperatur        durchgeführt,    und zwar unter Verwen  dung einer     Flusseisenanode,    einer erschütterungsfreien       Aufhängung,    eines     Kathoden-Anoden-Abstandes    von  1,5 cm, einer Stromdichte von 0,045     Ampere/cm2     sowie einer 1,

  6     molaren    Lösung von     Eisenchlorid-          Elektrolyt    mit einem     Salzsäuregehalt    und einem     pH-          Wert    von 3. Die Ausfällung     wurde    während zwei  Minuten     durchgeführt,    wobei die Zwischenfläche zwi  schen der Kathode und dem Elektrolyten in Ruhe  gehalten wird, wonach das     Eisen-Quecksilber-Gemisch     nach 2 Minuten unter Verwendung eines Permanent  magneten aus dem Quecksilber entfernt wurde. Der  gleiche Trennvorgang wurde darauf zur Entfernung  weiterer     Partikel    aus dem Quecksilber wiederholt.

    Eine Mehrzahl der gewonnenen Partikel besitzt eine       derartige    Breite, dass nur ein einziger magnetischer    Bezirk in Querrichtung auftritt. Bei der Mehrheit der       Partikel    beträgt das Verhältnis von Länge zu Breite  mindestens 2: 1. Die     Koerzitivkräfte    der so erhaltenen  zwei Gemische wurden gemessen, nachdem diese zum  Erstarren gebracht wurden, während deren     Partikel     unter der Einwirkung eines     magnetostatischen    Feldes  von 5000 Gauss ausgerichtet wurden.

   Die     Koerzitiv-          kraft    des einen Gemisches in der Richtung der Par  tikel war 510     Oersted    und quer zu dieser gemessen  400     Oersted.    Beim zweiten Gemisch war die     Koerzi-          tivkraft    parallel zur Richtung der     Partikel    500     Oersted     und quer zu dieser 400     Oersted.     



  Nachdem diese beiden Gemische während 9  Minuten einer Wärmebehandlung in Luft bei     175     C  ausgesetzt waren, wurden deren     Magnetisierungs-          Koerzitivkräfte        (JH,)    in ähnlicher Weise gemessen:

    
EMI0008.0050     
  
    ,JH, <SEP> parallel <SEP> ,JH, <SEP> quer
<tb>  Gemisch <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 1290 <SEP> Oersted <SEP> 870 <SEP> Oersted
<tb>  Gemisch <SEP> Nr.2 <SEP> 1300 <SEP> Oersted <SEP> 860 <SEP> Oersted       Die beiden Gemische wurden darauf gemischt und  die Partikel mit einem Zinnüberzug versehen, indem  eine Zinnkugel in die Mischung eingebracht wurde  und deren Rest entfernt     wurde.    Nachdem das ge  wonnene Gemisch unter der Einwirkung eines magne  tischen Feldes zum     Erhärten    gebracht wurde, ergaben  sich folgende     Koerzitivkräfte:

       
EMI0008.0054     
  
    A <SEP> parallel <SEP> JH, <SEP> quer
<tb>  1670 <SEP> Oersted <SEP> 1075 <SEP> Oersted       Danach wurde das     Gemisch    unter einem Druck  von 54     kg/mm2    zum Permanentmagneten     geformt,     währenddem die Partikel unter der Einwirkung eines       magnetostatischen    Feldes von 3000-5000 Gauss aus  gerichtet wurden. Bei diesem Vorgang wurde das  überflüssige Quecksilber entfernt.

   Der resultierende  Magnet besitzt die folgenden Eigenschaften:         Koerzitivkraft:    650     Oersted          Remanente        Flussdichte:    7150     Oersted     Energieprodukt     (BH)",;",,:

       2,02 Millionen     Gauss-Oersted          44%        Eisen        (Volumen).       Die Vermengung von Atomen anderer Materialien  mit den Eisenatomen ist möglich, aber nicht     immer          vorteilhaft,    da diese anderen Materialien eine Ver  kleinerung des Energieproduktes des diese     Partikel     enthaltenden Materials bewirken.

   Eine Ausnahme be  steht im Falle von Kobalt, wobei die Vermengung  von     Kobaltatomen    mit Eisenatomen bis zu einem       Verhältnis        von        75%,        Kobalt        zu        25%        Eisen        in        den     länglichen Partikeln gegenüber solchen aus reinem  Eisen eine Verbesserung der Eigenschaften hinsicht  lich Sättigungsinduktion,     Koerzitivkraft    und Energie  produkt mit sich bringt.

   Geeignete Herstellungsme  thoden sind ähnlich wie diejenigen zur Erzeugung von       Eisenpartikelmaterialien    mit der Ausnahme, dass     Ko-          baltionen    in den     Ausfällungs-Elektrolyt        eingeführt         werden.

   Zur Erzeugung der     Kobaltionen    können       Kobaltsalze    verwendet werden, und es hat sich für  die Herstellung von solchen     Partikeln    als zweckmässig  erwiesen, einem     Eisenchlorid-Elektrolyt    lediglich     Ko-          baltchlorid    zuzusetzen.     Kobalthaltige    Sulfate und Ni  trate sind ebenfalls Beispiele von     Salzen,    welche ver  wendet werden können.

   Die Eigenschaften der     Ko-          baltatome    enthaltenden länglichen Partikel sind im  übrigen von denjenigen der Partikel aus Eisen nicht  sehr verschieden, wobei auch die     Kristallstrukturen     ähnlich sind. Frühere Versuche zur Herstellung von       Eisenkobalt-Partikeln    ergaben lediglich annähernd       kugelförmige        Partikel,    welche nicht ausgerichtet wer  den können und demzufolge Magnete mit kleiner  Energie ergeben.

   Es ist jedoch interessant, dass Par  tikel mit bestimmter Längenausdehnung, welche so  wohl Eisen- wie     Kobaltatome    enthalten,     verbesserte     Eigenschaften aufweisen, welche sich durch die     aniso-          tropen    Kristallkräfte ergeben. Diese     Partikel    können  magnetisch ausgerichtet werden, was erhöhte Energie  produkte zur Folge hat.  



  Nachfolgend ist ein Beispiel zur Herstellung von  länglichen     Partikeln,    die Eisen- und     Kobaltatome    ent  halten, beschrieben.    <I>Beispiel 2</I>  Die elektrolytische Ausfällung von länglichen fei  nen     Eisen-Kobaltpartikeln    in eine flüssige Kathode  aus reinem Quecksilber wurde bei Zimmertempera  tur     durchgeführt,    und zwar unter Verwendung einer       Flusseisenanode,    einer     vibrationslosen    Aufhängung,  eines     Kathoden-Anodenabstandes    von 1,0 cm, einer  Stromdichte von 0,303     Ampere/cm2    und eines Elek  trolyten mit einem     Eisenchloridgehalt,    entsprechend  1,

  6     molar,    einem     Kobaltchloridgehalt,    entsprechend  0,4     molar,    und einem     pH-Wert    von 2,5, wobei die  Zwischenfläche zwischen der Kathode und dem Elek  trolyten in Ruhe gehalten wird. Dieser Vorgang wurde  achtmal wiederholt, jedesmal während 110 Sekunden,  worauf die     Quecksilber-Partikel-Gemische,    welche  von der Kathode auf magnetischem Wege     entfernt     wurden, miteinander gemischt wurden. Diese Mi  schung wurde darauf während 390 Minuten auf     einer     Temperatur von 175  C gehalten.

   Die Mehrheit der  gewonnenen     Partikel    besitzt längliche Form mit einem  Verhältnis von Länge zu Breite von mindestens 2 zu 1,  wobei deren Breite so bemessen ist, dass nur ein ein  ziger magnetischer Bezirk in Querrichtung auftritt.  Das die     Partikel    enthaltende Gemisch ergab darauf  die folgenden     Messwerte:     
EMI0009.0039     
  
    JH. <SEP> parallel <SEP> JH, <SEP> quer
<tb>  1670 <SEP> Oersted <SEP> 1210 <SEP> Oersted       Das Gemisch wurde darauf bei einem     Druck    von  etwa 70     kg/mm=        verpresst,    wobei ein grosser Teil des  Quecksilbers entfernt und ein äusseres Feld zur Aus  richtung mit einer Stärke von 3000-5000 Gauss an  gelegt wurde.

   Das resultierende Material hatte die fol  genden Eigenschaften:         Koerzitivkraft:    843     Oersted          Remanente        Flussdichte:    740 Gauss  Energieprodukt (BH)     a@:     2,17 Millionen     Gauss-Oersted     
EMI0009.0049     
  
    Zusammensetzung <SEP> in <SEP> Gewichtsteilen:
<tb>  Eisen <SEP> 46,8'9/o
<tb>  Kobalt <SEP> <B>35,81/o</B>
<tb>  Quecksilber <SEP> <B>8,31/o</B>
<tb>  Oxyde <SEP> Rest       Flüssige Kathoden aus anderen Metallen als rei  nem Quecksilber können für den elektrolytischen       Ausfällungsprozess    verwendet werden, beispielsweise  flüssige Legierungen von Quecksilber und anderen  Metallen.

   Ebenso können verschiedene Elektrolyte  gewählt werden, wobei Eisenchloride und     Äthylen-          glykol    als beispielsweise geeignete Träger für Eisen  ionen erwähnt wurden. Kathodenlegierungen, welche  bei normalen Temperaturen erstarren,     wie    z. B.     Blei-          Quecksilberlegierung,    können bei     Ausfällungsprozes-          sen    unter erhöhten Temperaturen, bei welchen die       Legierungen        geschmolzen    sind,     verwendet    werden.

    Die unter diesen Bedingungen ausgefällten Partikel  können darauf in der Legierung belassen werden,  welche einen Bestandteil eines fertigen Magnetes bil  det, wenn sie erstarrt ist. Die Ausrichtung der läng  lichen     Partikel    in dieser Legierung geschieht unter  einem elektrischen Feld, während die Legierung er  starrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Permanentmagne ten durch elektrolytisches Ausfällen von Eisen ent haltenden Partikeln in einer flüssigen Metallelektrode, wobei die Partikel nach Entfernen von der Elektrode einem magnetischen Feld unterworfen werden zum Zwecke der Magnetisierung und Ausrichtung dersel ben unter Formen der magnetisierten und ausgerich teten Partikel zum Permanentmagneten, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zwischenfläche zwischen der Kathode und dem Elektrolyten in Ruhe gehalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stromdichte im elektrolytischen Ausfällprozess grösser als 0,005 mA/cm2 ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Elektrolyt während des elektro lytischen Ausfällprozesses bei einer Temperatur von 25 bis 300 C gehalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Partikel nach der elektro lytischen Ausfällung einer Wärmebehandlung bei 200 C unterworfen werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Partikel nach der Entfernung von der Kathode mit einem unmagnetischen Material überzogen, mit einem unmagnetischen Bindemittel gemischt, ausgerichtet und gepresst werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die aus der flüssigen Metallelek trode und den ausgefällten Partikeln bestehende Masse vor der Abtrennung der ausgefällten Partikel mit Bleilegierung, z. B. Blei-Antimonlegierung, ver setzt wird, um eine verbesserte Trennung der flüssigen Metallelektrode von den ausgefällten Partikeln zu er zielen. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Eisen und Kobalt enthaltende Par tikel ausgefällt werden.
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