CH386044A - Verfahren zum Behandeln von Leder - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Leder

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CH386044A
CH386044A CH5600558A CH5600558A CH386044A CH 386044 A CH386044 A CH 386044A CH 5600558 A CH5600558 A CH 5600558A CH 5600558 A CH5600558 A CH 5600558A CH 386044 A CH386044 A CH 386044A
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CH
Switzerland
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leather
sep
complex
treated
treatment
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Application number
CH5600558A
Other languages
English (en)
Inventor
H Olson Maynard
G Bryce Hugh
Original Assignee
Minnesota Mining & Mfg
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Publication date
Application filed by Minnesota Mining & Mfg filed Critical Minnesota Mining & Mfg
Publication of CH386044A publication Critical patent/CH386044A/de

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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00—Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zum Behandeln von Leder    Gegenstand des vorliegenden Patents ist ein Ver  fahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Le  der nach dem Gerben mit einer Lösung eines Metall  komplexes einer     Monocarbonsäure,    die im Molekül  eine     oleophobe    endständige gegebenenfalls chlorsub  stituierte     Fluorkohlenwasserstoffkette    mit 3     bis    12  fluorierten     Kohlenstoffatomen    aufweist, oder     mit     einer Lösung der     Monocarbonsäure    bzw. eines ihrer  Salze und einer Lösung einer Verbindung des kom  plexbildenden     Metalles    behandelt wird.  



  Ein weiterer Gegenstand des Patentes ist auch das  nach diesem Verfahren behandelte Leder. Die     erfin-          dungsgemässe    Behandlung wird     zweckmässigerweise     an bereits gegerbtem und     gefärbtem    Leder während  der Nassbehandlung, und zwar anstelle des üblichen       Degrassierens,    ausgeführt.  



  Mit der vorliegenden     Erfindung    wird bezweckt,       handelsfertige    gegerbte Leder hoher Qualität herzu  stellen, ohne eine     Degrassierbehandlung    durchführen  zu müssen. Bezweckt wird ferner die Herstellung von  Ledern, die infolge der neuartigen Behandlung gegen  Mehltau resistent sind, ohne dass dazu andere gegen  Mehltau wirksame Mittel verwendet werden müssen.  Es wird auch bezweckt, Leder herzustellen, die in  folge ihrer dauernden inneren Schlüpfrigkeit bzw.     Fet-          tigkeit    ohne Beschädigung gewaschen oder trocken  gereinigt werden können.

   Die nach dem erfindungs  gemässen Verfahren hergestellten Leder sind in ho  hem Grade     hydrophob    und     oleophob    (d. h. gegen  Wasser und andere wässrige Medien sowie gegen öle  und andere ölige oder fettige Medien beständig). In  folge der durch die     erfindungsgemässe    Behandlung  erzeugten inneren Schlüpfrigkeit bzw.     Fettigkeit    be  sitzen z. B.     Rindsoberleder    eine gute Rundung und  einen guten Bruch und     Veloursleder    eine gute Weich  heit und Biegsamkeit, obschon diese Leder nicht     de-          grassiert    sind.

      Die     erfindungsgemäss    verwendeten     Behandlungs-          mittel    dringen leicht in das nasse gegerbte Leder ein  und haften sowohl an den     inneren    als auch an den       äusseren    Oberflächen des Leders. Es handelt sich so  mit nicht bloss um     eine    äussere Oberflächenbehand  lung oder     Imprägnier-    oder Füllbehandlung, durch  welche die Poren verschlossen würden. Trotz der dem  Leder verliehenen inneren Schlüpfrigkeit bzw. Fettig  keit werden die     Porosität    und die Atmungsfähigkeit  des Leders nicht wesentlich vermindert.

   Als Folge der       erfindungsgemässen    Behandlung     haften    die Farbstoffe  besser und sind gegen das Ausbluten bei     Nassbehand-          lungen    und gegen die Wirkung der Trockenreinigung  mit Lösungsmitteln widerstandsfähiger. Sowohl wei  che     Veloursleder,    z. B. die für Jacken und     andere     Kleidungsstücke verwendeten Leder, als auch steifere  Leder, z. B. die für Koffer und Schuhoberteile ver  wendeten Leder, lassen sich nach dem     erfindungsge-          mässen        Verfahren    behandeln.

   Die     erfindungsgemäss     behandelten     Veloursleder    können mit Dampf gebü  gelt werden, im Gegensatz zu den gewöhnlichen     Ve-          loursledern,    die völlig unbrauchbar werden, wenn sie  mit Dampf gebügelt werden.  



  Durch die     erfindungsgemässe    Behandlung werden       hellfarbige    Leder, z. B. auch weisse Leder, gegen  Verschmutzung viel     widerstandsfähiger    gemacht. Ob  schon die behandelten Leder porös und atmungsfähig  bleiben, lassen sich Staub und Schmutz leicht ab  bürsten.

   Infolge der     oleophoben    und     hydrophoben          Eigenschaften    des     behandelten    Leders und des     Feh-          lens    der     Kapillarität    bilden sowohl ölige als auch  wässrige Flüssigkeiten an der Oberfläche des behan  delten Leders Tropfen und lassen sich deshalb leicht  aufsaugen oder abschütteln. Die     erfindungsgemäss     behandelten Leder sind im Gegensatz zu den     in    her  kömmlicher Weise     degrassierten    Ledern nicht       öl-          hungrig     .

   Infolge des     Widerstandsvermögens    des er-           findungsgemäss    behandelten Leders gegen das Ein  dringen und die Absorption von Wasser bleiben die  aus solchem Leder erzeugten Schuhe und Lederjacken  auch bei längerer Einwirkung von Wasser vor dem  Vollsaugen mit Wasser und dem Dunkelwerden be  wahrt und trocknen rasch. Das     erfindungsgemäss    be  handelte Leder     absorbiert    den Schweiss mit seinen  Säuren und     Salzen    nicht. Das Leder wird nicht rissig,  wenn es abwechslungsweise nass gemacht und ge  trocknet wird.

   Die     erfindungsgemäss    verwendeten       Behandlungsmittel    werden nicht ausgeschwitzt, wie  dies beim     Degrassieren    der Fall ist, bei welchem das       Gerberfett    nicht     chemisch    gebunden wird. Die erfin  dungsgemäss     verwendeten        Behandlungsmittel    werden  offenbar     chemisch    an das Leder gebunden und sind  im fertigen getrockneten     Lederprodukt    wasserunlös  lich und dauerhaft     fixiert.     



  Die     erfindungsgemäss    behandelten Leder eignen  sich wegen ihres Atmungsvermögens und ihrer Wider  standsfähigkeit gegen     Pilzbefall    besonders gut für  Gegenden mit heissem, feuchtem, tropischem     Klima.     



  Die     erfindungsgemäss    behandelten Leder üben auf  die menschliche Haut keine Reizwirkung aus.  



  Die erfindungsgemässe Behandlung kann allgemein  an gegerbten Ledern, wie z. B. gegerbten Schweins  häuten, Wildfellen,     Schafshäuten,    Ziegenhäuten,  Kalbshäuten und     Rindshäuten,        ausgeführt    werden.  Der     erfindungsgemässen    Behandlung sind nicht nur  chromgegerbte Leder, sondern auch mit pflanzlichen  Gerbstoffen gegerbte und nachgegerbte Leder zu  gänglich.  



  Ein weiterer Vorteil der neuen Lederbehandlung  besteht darin, dass alle Teile einer Lederseite     gleich-          mässigere    Eigenschaften erlangen. Trotz unterschied  licher     Porosität    oder Dichte ist die Wirkung der Be  handlung in allen Teilen praktisch gleich, wodurch die       minderwertigeren    Teile des Leders vergütet werden.  Im Gegensatz dazu zeigen die für das     Degrassieren     verwendeten     Fettschmieren    das Bestreben, die poröse  ren Teile des Leders auf Kosten der     benachbarten     dichteren Teile stärker zu sättigen, wodurch dem Le  der ein unregelmässiges Aussehen     verliehen    wird.  



  Die erfindungsgemässe Behandlung hat sich im       industriellen    Masstab als wirtschaftlich erwiesen. Die  Behandlung lässt sich ohne weiteres im     Anschluss    an  die üblichen     Gerbeoperationen    einschalten und ist  in der praktischen Durchführung nicht heikel. Es sind  auch keine besonderen Vorrichtungen erforderlich.  Die Metallkomplexe sind im allgemeinen in einer  Menge der Grössenordnung von 3     Gew.    %, bezogen  auf das Gewicht des trockenen Leders, wirksam.

   Die       erfindungsgemässe    Behandlung ersetzt das     Degrassie-          ren    und die wasserabstossend machenden     Hilfsbe-          handlungen    (z. B. die Behandlungen mit Wachsen,       Siloxanharzen    und     Chromkomplexen    von Fettsäuren).  Die Kosten, die sich aus der Anwendung des     erfin-          dungsgemässen        Verfahrens    ergeben, sind mit den Ko  sten der     üblichen    Behandlungsverfahren vergleichbar.

      Die     vorliegende    Erfindung beruht auf einer über  raschenden neuen Verwendung der genannten Metall  komplexe. Obschon die     Verwendung    einiger dieser  Verbindungen zum Behandeln     verschiedenenartiger     Oberflächen, z.

   B. von Geweben und Papieren, bereits  bekannt war, wurde, soweit dies die     Anmelderin     überblicken kann, bisher noch nie vorgeschlagen,  diese Verbindungen anstelle der üblichen Fettschmie  ren oder zur Verbesserung der Eigenschaften des  Leders zu     verwenden.    Die blosse äussere Oberflä  chenbehandlung von in herkömmlicher Weise gefer  tigten Ledern mit den neuen Lederbehandlungsmitteln  liefert nicht die     Art    von Resultaten, die     mittels    der  vorliegenden Erfindung erzielt werden soll. Über eine  frühere industrielle Verwendung der genannten Me  tallkomplexe als Lederbehandlungsmittel für irgend  einen Zweck ist nichts bekannt.

   Es ist anzunehmen,  dass die vorliegende Erfindung für die Lederindustrie  einen revolutionären     Fortschritt    darstellt.  



  Die     Metallkoordinationskomplexe    der     fluorhalti-          gen        Monocarbonsäuren    weisen im Säuremolekül einen       oleophoben    gegebenenfalls chlorsubstituierten Fluor  kohlenwasserstoff-  Schwanz   auf, d. h. dass das  Säuremolekül     am    einen Ende als   Kopfgruppe   eine       Carboxylgruppe    und am anderen Ende eine     oleo-          phobe    Endkette oder   Schwanzgruppe   mit 3 bis  12, vorzugsweise 6 bis 10,     fluorierten    Kohlenstoff  atomen aufweist.

   Zwischen der   Kopfgruppe   und  der   Schwanzgruppe   kann eine Zwischen- oder  Verbindungsgruppe vorhanden sein, die die Wirkung  der Schwanzgruppe und der Kopfgruppe nicht stört.  Aus diesen     oleophoben    Komplexen erzeugte     überzüge     sind wegen der Hydrophobie der     Fluorkohlenwasser-          stoffschwänze    naturgemäss ebenfalls     hydrophob.    Der       Fluorkohlenwasserstoffschwanz    kann eine Kette von       perfluorierten        Kohlenstoffatomen    (z.

   B. eine einzige  aus     Kohlenstoff    und Fluor zusammengesetzte Per  fluoralkylkette) oder hoch, aber unvollständig     fluoriert     sein und ein oder einige an Kohlenstoff gebundene  Wasserstoff- oder Chloratome aufweisen, die jedoch  die     oleophoben    und     hydrophoben    Eigenschaften des       Fluorkohlenwasserstoffschwanzes    nicht wesentlich be  einträchtigen. Diese     Fluorkohlenwasserstoffnatur    ist  leicht daran zu erkennen, dass der Säure durch den       Fluorkohlenwasserstoffschwanz        oleophobe    und     hydro-          phobe    Eigenschaften verliehen wird.

   Wird eine ge  reinigte Metalloberfläche mit der Säure behandelt, so  entsteht ein Oberflächenfilm von gerichteten Molekü  len, dessen äussere,     fluorkohlenwasserstoffartige    Ober  fläche (infolge der nach aussen gerichteten     Fluorkoh-          lenwasserstoffschwänze)    gegenüber Ölen und Wasser  abstossend ist. Auf diesen     Film    aufgebrachte Öl- oder  Wassertropfen breiten sich weder aus, noch benetzen  sie die. Oberfläche, wie sie dies auf einer entsprechen  den     gereinigten,    jedoch unbehandelten Metalloberflä  che tun würden. Es sind bereits zahlreiche solcher       Fluorkohlenwasserstoffcarbonsäuren    bekannt.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens kann man z. B.     Fluorkohlenwasserstoffcar-          bonsäuren    der folgenden Formeln verwenden    
EMI0003.0001     
  
    1) <SEP> X(CF,),tCOOH
<tb>  2) <SEP> X(CF,),tRCOOH
<tb>  3) <SEP> X(CF,2),iSO,N(R")R"'COOH
<tb>  4) <SEP> X(CF,),LR'SO,N(R")R"'COOH       in welcher X ein Wasserstoff-, Fluor- oder Chloratom  darstellt (wobei die endständige     X(CF.),z    Kette den       Fluorkohlenwasserstoffschwanz    des     Moleküles    bildet),  n eine ganze Zahl von 3-12 bezeichnet und R, R'  und R'     Kohlenwasserstoff-Brückengruppen    (z. B.

         Alkylengruppen)    mit je 1-l2     Kohlenstoffatomen    dar  stellen. Die Säuren der Formeln 3 und 4 enthalten  eine     Sulfonamido        Brücke     -     SO,N(R")      in welcher R" ein an Stickstoff gebundenes Wasser  stoffatom oder     Alkylradikal    mit 1-6     Kohlenstoffato-          men    bedeutet.  



  Die Herstellung von mehrkernigen     Metallkoordi-          nationskomplexen    solcher     Fluorkohlenwasserstoff-          carbonsäuren    ist bekannt und braucht nicht weiter  beschrieben zu werden. Für die Durchführung der  vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise die       Chrom-,    Aluminium- oder     Zirkoniumkomplexe    ver  wendet. Das komplexbildende Metall kann jedoch  auch ein anderes Metall sein, das zur Bildung von  mehrkernigen Koordinationskomplexen mit den     Car-          bonsäuren    befähigt ist, wie z. B. Titan und Eisen.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Be  handlungsverfahrens kann man den     Fluorkohlenwas-          serstoff-Metallkomplex    im voraus in der zur Behand  lung des Leders bestimmen Lösung erzeugen. Man  kann jedoch den Metallkomplex auch in     situ    im Leder  erzeugen, indem man die genannten zur Bildung die  ser Komplexe erforderlichen     Chemikalien    enthalten  den Lösungen nacheinander aufbringt.  



  Als Beispiele von     Fluorcarbonsäuren,    die sich we  gen ihrer Zugänglichkeit und ihrer Eignung für den  vorliegenden Zweck besonders auszeichnen, seien die  folgenden Verbindungen angeführt       C7Fi5COOH          C8F1;SO,N(C,H@)CH.>COOH     Die z. B. in     Form    wässriger Behandlungslösungen  zu     verwendenden    Chromkomplexe dieser Säuren wer  den     zweckmässigerweise    durch Umsetzung der Säure  mit     Chromylchlorid    in     Isopropylalkohol    hergestellt.  Man erhält dabei eine     isopropanolische    Lösung des  Chromkomplexes.

   Es ist     zweckmässig,    dass     Chromyl-          chlorid    und die Säure in einem     Molverhältnis    von ca.  2 : 1 zu 20: 1 zu verwenden, um Komplexe zu er  halten, die ein     Molverhältnis    des Chroms zur Säure  von ca. 2 : 1 bis 20: 1 aufweisen. Die     alkoholische     Lösung kann darauf auf die gewünschte Konzentra  tion (z. B. 30     Gew.    % des Chromkomplexes) einge  stellt werden, um eine Grundlösung zu erhalten. Die  Verwendung einer konzentrierten     alkoholischen     Grundlösung ist deshalb zweckmässig,     weil    der  Chromkomplex in Wasser nur schwer löslich ist.

   Die       Löslichkeit    des Chromkomplexes in Wasser ist jedoch  genügend hoch, um die Behandlung des Leders mit    wässrigen Lösungen zu     ermöglichen.    Die     alkoholische          Grundlösung    kann in angesäuertem Wasser gelöst  werden, um     Lederbehandlungslösungen    zu erhalten,  die im sauren     pH-Bereich,    der sich für die Behand  lung von chromgegerbten Ledern am besten eignet,  beständig sind.     Beim    Trocknen polymerisiert der am  Leder     adsorbierte    Chromkomplex unter Bildung einer  in Wasser sehr schwer löslichen Verbindung, die fest  an das Leder gebunden ist.  



  Komplexe von Metallen, wie     Aluminium,        Zirko-          nium,    Titan und Eisen, lassen sich wegen ihrer     Un-          löslichkeit    nicht     direkt    in Form     wässriger    Lösungen  verwenden.

   Sie können jedoch bei der     Nassbehand-          lung    des Leders verwendet werden, indem man das  nasse gegerbte Leder nacheinander mit einer sauren       wässrigen    Lösung eines löslichen Salzes der     Fluor-          kohlenwasserstoffcarbonsäure    (vorzugsweise eines       Ammoniumsalzes)    und     mit    einer wässrigen Lösung  eines reaktionsfähigen löslichen     Salzes    eines dieser  Metalle, wie z. B.     AL,(SO4)3,        ZrOCI,,        TiCl4    oder       Fe,(SO,)s,    behandelt.

   Beim Trocknen bildet sich der  unlösliche Metallkomplex in     situ    im Innern und auf  dem Leder. Der entstehende Metallkomplex verbindet  sich fest mit dem Leder. Auch die Chromkomplexe  können auf diese Weise in     situ    erzeugt werden.  



  Obschon das     erfindungsgemässe        Verfahren    bei der  Herstellung von Ledern als Nassbehandlung technisch  besonders interessant ist, da in den Gerbereien gegen  wärtig nahezu überall Nassverfahren angewendet wer  den, lässt sich das erfindungsgemässe     Verfahren    auch  bei jenen Methoden der Lederherstellung verwenden,  bei welchen mit organischen Lösungsmitteln gearbei  tet wird. Es sind     Verfahren    vorgeschlagen worden,  bei welchen sowohl der Gerbstoff als auch die Fett  schmiere im voraus in nichtwässrigen Medien her  gestellt werden.

   Diese Verfahren lassen sich leicht  modifizieren, indem man eine Lösung eines Fluor  kohlenwasserstoff-Metallkomplexes in einem organi  schen Lösungsmittel zur Behandlung gemäss der vor  liegenden     Erfindung    verwendet. So kann man z. B.  eine etwas Wasser enthaltende     alkoholische    Lösung  eines     Chromkomplexes    einer     Fluorcarbonsäure    oder  eine     acetonische    Lösung eines Aluminium- oder     Zir-          koniumkomplexes    verwenden.

   Beim     Walken    des vor  gängig gegerbten und gefärbten Leders in einer sol  chen Lösung zieht der Metallkomplex infolge Ab  sorption im Leder aus der Lösung auf das Leder auf,  wobei der Chromkomplex sich mit der     inneren    und  der äusseren Oberfläche des Leders fest verbindet,       wasserunlöslich        wird,    das Leder     oleophob    und     hydro-          phob    macht und ihm eine     dauernde    innere Schlüpfrig  keit bzw.     Fettigkeit    verleiht.

   Die Behandlung mit einer  organischen Lösung des Metallkomplexes kann auch  an nassem gegerbtem Leder ausgeführt werden,     indem          man    das Leder zuerst mit einem organischen Lösungs  mittel, wie z. B. Aceton, entwässert. Der     Metallkom-          plex    kann in     situ    erzeugt werden, indem man das  Leder zuerst mit einer Lösung der     Fluorkohlenwas-          serstoffcarbonsäure    in Aceton und dann mit einer  Lösung des Metallsalzes, z. B.     ZrC14,    in Aceton be-      handelt.

   Die Behandlung unter Verwendung organi  scher Lösungen kann in Verbindung mit der Trocken  reinigung von Ledern durchgeführt werden, um die  durch eine frühere Behandlung mit einem Metallkom  plex erzielten Eigenschaften wiederherzustellen. Diese  kombinierte Behandlung ist insbesondere im Fall von  Lederkleidungsstücken angebracht, die während so  langer Zeit getragen und so oft trockengereinigt wor  den sind, dass sie ihre     ursprüngliche    Qualität teilweise  verloren haben.  



  Wie bereits erwähnt wurde, kann durch Anwen  dung des     erfindungsgemässen    Verfahrens das     Degras-          sieren    vermieden werden.     Degrassiertes    Leder enthält       mindestens    5-15     Gew.    %     Fettfeststoffe.     



  Man kann jedoch die erfindungsgemässe Behand  lung     mittels    des     Fluorkohlenwasserstoff-Metallkom-          plexes    mit einer     Degrassierbehandlung    beschränkten  Ausmasses verbinden.

   Bei der Behandlung von Leder  in der Kruste (nicht zugerichtet) nach dem vorliegen  den Verfahren zwecks Herstellung von     Veloursledern     verwendet man notwendigerweise ein gegerbtes Leder,  das     vorgängig    in beschränktem Ausmass     degrassiert     worden ist (wobei das Leder ca. 1 %     Fettfeststoffe,     bezogen auf das trockne Leder, aufgenommen hat),  um das zwischendurch getrocknete Leder genügend  weich zu machen, damit es zwecks Erzeugung einer  samtartigen     Oberfläche        geschliffen    werden kann und  nach     erneutem    Nassmachen     Farbstoffe    aufnimmt.

   In  diesem Fall nimmt die Behandlung des Leders in der  Kruste mit dem Metallkomplex die Stelle der     Haupt-          degrassierung    ein und verleiht dem Endprodukt eine  angemessene und dauernde Schlüpfrigkeit     bzw.        Fet-          tigkeit.    Wie bereits erwähnt wurde, können nach dem       vorliegenden    Verfahren behandelte Leder mit Dampf  gebügelt werden, was bei     Veloursledern,    die in der  herkömmlichen Weise einer vollständigen     Degrassier-          behandlung    unterworfen sind, nicht möglich ist.  



  Eine     Degrassierbehandlung    in beschränktem     Aus-          mass    kann auch dann als Hilfsmassnahme in Verbin  dung mit der     erfindungsgemässen    Behandlung durch  geführt werden, wenn das Leder mit einer kleineren  Menge des Metallkomplexes als üblich (z. B. 1,5%,  bezogen auf das trockene Leder, statt<B>3%)</B> behandelt  wird, die jedoch genügt, um dem Leder eine dauernde  innere Schlüpfrigkeit bzw.     Fettigkeit    und eine  dauernde Widerstandsfähigkeit gegen Wasser zu ver  leihen.

   In diesem Fall ist es zweckmässig, die  Schlüpfrigkeit     bzw.        Fettigkeit    zu verbessern, indem  das gefärbte und gegerbte Leder vor der Behandlung  mit dem Metallkomplex in beschränktem Ausmass       degrassiert    wird (z. B. so, dass das Leder 1 % Fett  feststoffe, bezogen auf das Trockengewicht des Le  ders, aufnimmt). Diese Arbeitsweise ist insbesondere  bei der Herstellung von Ledern angezeigt, bei welchen  die volle Auswirkung der erfindungsgemässen     Be.     handlung als unnötig erachtet wird und eine Kosten  senkung erwünscht ist.

      <I>Beispiel 1</I>  In einem     Walkfass    werden chromgegerbte, gespal  tete und gefalzte     Rindshautseiten    einer leichten Nach  gerbung mit einem pflanzlichen Extrakt und/oder        Syntan      unterworfen. Das Färben wird auf     übliche     Art und Weise mit oder ohne Verwendung von  pflanzlichem Extrakt zum Egalisieren durchgeführt.  Der Farbstoff wird mittels Ameisensäure     fixiert.    Man  lässt das     Degrassieren    weg.

   (Tatsächlich würde vor  gängiges oder gleichzeitiges     Degrassieren    gemäss her  kömmlichen Methoden ernstlich mit der     erfindungs-          gemässen    Lederbehandlung in Konflikt kommen oder  dieselbe sogar verhindern). Das     Lederbehandlungs-          fass    wird entleert, worauf bei     38"    C erneut Wasser  eingelassen wird, wobei das Gewicht dieses     Wassers     ungefähr gleich dem Gewicht des nassen Leders ist  und das     pH    mittels Ameisensäure auf einen sauren  Wert von 3,5 bis 4,0 eingestellt wird.

   Man gibt     30%-          ige        alkoholische        Chromkom.plexlösung    (die aus der  einen oder der anderen der     vorgängig    erwähnten zwei  bevorzugten     Fluorkohlenwasserstoffcarbonsäuren    her  gestellt wird und ein     molares    Verhältnis von Chrom  Säure von 3 : 1 aufweist) in genügender Menge zu,  um einen 3% des Leders (auf der Basis des Trocken  gewichtes) entsprechenden Chromkomplex zu bilden.

    Die ursprüngliche Konzentration im Wasser ist in der  Grössenordnung von<B>27r.</B> Das Leder wird im     Walk-          fass    während 30 Minuten     bis    1 Stunde behandelt,  bis jeglicher Schaum verschwunden und die Lösung  farblos ist (was auf ein praktisch vollständiges Auf  ziehen des grün gefärbten Chromkomplexes aus der  Lösung durch Absorption in das Leder zurückzufüh  ren ist). Das Leder wird dann während zwei Minuten  gespült, ausgereckt, und zum Trocknen aufgehängt.  Dann wird das Leder     gestollt    (weichgemacht) und  gemäss herkömmlicher Methoden fertigbehandelt.  



  Auf diese Weise behandeltes Leder weist eine  hohe Biegefähigkeit und ein grosses     Wasserabstos-          sungsvermögen    auf, was anhand von     4000+    Biegun  gen auf einem       Dow-Corning         -Biegeprüfgerät    und       15000+    Biegungen auf einem       Maeser         -Biegeprüf-          gerät    festgestellt werden konnte, ohne dass Wasser in  das Leder     eingedrungen    wäre, wobei die eine Seite  des Leders während des     Biegens    teilweise in Wasser  eingetaucht war. Die Feuchtigkeitsabsorption     betrug     10,2%.

   Das Leder wies eine grosse Zugfestigkeit auf,  und die prozentuale     Verstreckung    beim Bruch betrug  55%, was beweist, dass das Leder weder geschwächt  noch brüchig geworden war. Das     Ölabstossungsver-          mögen    wurde durch einen grossen Berührungswinkel  beim Auftreffen von Tropfen von weissem Paraffinöl  auf die Oberfläche veranschaulicht.

   Es wurde ein  Gemisch von 70% eines solchen Öls und 30%     Hep-          tan    verwendet, und das Gemisch vermochte nicht,  in das Leder     einzudringen.    Beim     Abnarben    und     Fer-          tigbehandein    des gemäss dem     erfindungsgemässen          Verfahren    behandelten Leders traten keine Schwierig  keiten auf. Der Griff des Leders war ausgezeichnet  und zeigte gute Rundung und Bruch.      Um die Absorption des Chromkomplexes in den  Lederkörper abzuklären, wurde eine     Schichtenanalyse     durchgeführt.

   Jede Schicht wurde einer Analyse auf  Fluor unterworfen, und man erhielt die folgenden  Resultate  
EMI0005.0002     
  
    1. <SEP> Narbenschicht <SEP> 3,17% <SEP> F
<tb>  2. <SEP> Narbenschicht <SEP> 0,34% <SEP> F
<tb>  3. <SEP> Narbenschicht <SEP> 0,35% <SEP> F
<tb>  4. <SEP> Narbenschicht <SEP> <B>0,73%</B> <SEP> F
<tb>  Fleischschicht <SEP> 3,08% <SEP> F       Es wurden auch bei der Behandlung von Schafs  haut- und     Ziegenhaut-Veloursledern,    die zur Herstel  lung von Kleidungsstücken dienten, ähnliche Verfah  ren mit gleichem Erfolg angewendet, indem man von  nicht zugerichtetem Leder mit einem     Degras-Fest-          stoff-Gehalt    von 1 % ausging, welches Leder wieder  nass gemacht und gefärbt wurde.  



  Das oberflächliche Öl- und     Wasserabstossungs-          vermögen    der behandelten Leder kann noch verstärkt  werden, wenn man das nasse gefärbte     Leder    unmittel  bar vor der Behandlung mit der Lösung des Chrom  komplexes einer     Nachgerbung    mit einer kleinen  Menge     Chromgerbeflüssigkeit        unterwirft,    z. B. durch  Walken in einer     Chromgerbeflüssigkeit    mit einer       Konzentration    von 1 bis 2%, bezogen auf das     Nass-          gewicht    des Leders.

      <I>Beispiel 2</I>    Es wird die Behandlung mit einem Aluminium  komplex bei der Herstellung von weissem Leder be  schrieben.  



  Chromgegerbte, gespaltete und gefalzte Rinds  hautseiten werden in ein     Wall,-fass    eingebracht, mit       Oxalsäure    gebleicht und leicht nachgegerbt. Dann  werden weisse Pigmente und Füllstoffe in das Leder  eingewalkt. Das     pH    wird auf 3,5 bis 4,0 eingestellt.  Das     Ammoniumsalz    der einen oder anderen der oben  genannten bevorzugten     Fluorkohlenwasserstoffcarbon-          säuren    wird dem Wasser in einer Menge zugesetzt,       dass    eine Konzentration von<B>3%,</B> bezogen auf das  Trockengewicht des Leders, erzielt wird. Das Leder  wird gewalkt, bis das Schäumen vollständig unter  bleibt.

   In diesem Zeitpunkt ist die     Fluorkohlenwasser-          stoffverbindung    infolge Absorption vollständig aus  der Lösung auf das Leder aufgezogen. Dann wird       Al.,(SO,        )_;        in        einer        Menge        von        0,5        Gew.        %,        bezogen     auf das Nassgewicht des Leders, zugesetzt und das  Leder während 20 bis 30 Minuten     gewalkt,

      wobei  sich der Aluminiumkomplex der     Fluorkohlenwasser-          stoffcarbonsäure    in     situ    im Leder bildet. Hierauf  wird die Flüssigkeit aus dem     Walkfass    abgelassen und  das Leder während 1 Minute gewaschen. Das Leder  wird dann getrocknet und in üblicher Weise fertig  bearbeitet.  



  Das erhaltene Lederprodukt besitzt ein gutes     öl-          abstossungsvermögen,    ist sehr weiss und weich und  weist eine gute Rundung und einen guten Bruch so  wie einen feinen Narben auf.    Aus diesem Leder wurden Schuhe hergestellt, die  von Krankenschwestern und     Kellnerinnen    unter nor  malen     Bedingungen    getragen und geprüft wurden. Es  wurden keine nachteiligen Berichte abgegeben. Die  Untersuchung der abgetragenen Schuhe zeigte, dass  das Leder weich     geblieben    war und keine     Risse    auf  wies.  



  Ähnliche erfolgreiche Versuche mit weissem Le  der wurden unter Verwendung von     A1C13    und       ZrOCh        durchgeführt.       <I>Beispiel 3</I>         Schweinslederhaut    (45,4 kg Gewicht, 50% Was  ser) wurde mit Wasser bedeckt und 30 Minuten lang  mit auf     43,3o    C erhitztem Wasser im     Walkfass    be  handelt.

   Nach dem Entleeren und erneuten Bedecken  mit Wasser bei 43,3  C wurde       Chemtan    C      ,    ein  Produkt der     Chemtan        Corp.,        Exeter,        N.H.    (1,1 kg)  zugesetzt, und die Behandlung im     Walkfass    wurde  eine Stunde lang fortgesetzt, gefolgt von einer Spü  lung mit auf     48,9     C erhitztem Wasser.

   Die Häute  wurden dann mit auf 48,9  C erhitztem Wasser be  deckt, und ein aus       Gray        G-Calcofast      (1,6 kg),        Brown        M.F.        Calcofast      (0,7 kg) und       Brown        Y-          Calcocide      (0,1 kg), sämtlich Erzeugnisse der     Ame-          rican        Cyanamid,        Stamford,        Conn.,    bestehendes     Farb-          stoffgemisch    wurde zugegeben,

   und die Behandlung  im     Walkfass    wurde 45 Minuten lang fortgesetzt,  Ameisensäure (1,4 kg) wurde     dann    zugesetzt, und die  Häute wurden 15 Minuten lang im     Walkfass    behan  delt, um den Farbstoff zu fixieren. Nach dem Ent  leeren wurden die Häute wieder mit auf 48,9  C  erhitztem Wasser bedeckt, und       Fat        Liquor     Nr. 930      ,    ein Produkt der     Eastern        Industrial        Oil          Products    Co.,     Saugus,    Mass.

   (3,2 kg) wurde zugege  ben, und die Behandlung im     Walkfass    wurde 40 Mi  nuten lang fortgesetzt.  



  Nach dem Entleeren wurden die Häute wieder  mit auf     48,9     C erhitztem Wasser bedeckt und der       pH-Wert    mit Ameisensäure auf 3,0 bis 3,5 einge  stellt. Eine Lösung Chromkomplexes von         C8F1;SO.,N(C..H;,)CH.COOH       (2,3 kg 30%ige     Lösung)    in     Isopropanol    wurde in das       Walkfass    gegeben und dieses 40 Minuten lang laufen  gelassen. Die mit dem Komplex behandelten Häute  wurden dann 2 Minuten lang mit auf 32,20 C er  wärmtem Wasser gespült, aus dem     Walkfass        entfernt     und über Nacht auf einem hölzernen Gestell aufge  stapelt (auf den Bock gehängt).

   Die feuchten Häute  wurden mit einem Kleister an eine Metallplatte ge  klebt und in einem     Druckluftofen    bei 43,30 C getrock  net. Die trockenen Häute wurden mechanisch weich  gemacht und mit Sandpapier auf der Haarseite     abge-          narbt,    um einen     Schweinshautsamtlederflor    zu erzeu  gen (Probe A).

   Probe B wurde ein zweites Mal durch  Besprühen des fertigen Leders mit einer 1,5 %     igen     Lösung des gleichen     Fluorkohlenwasserstoffkomplexes         in einem     Gemisch    von Wasser und     Isopropanol     (50: 50) behandelt, so dass ihm zwei     Fluorkohlen-          wasserstoffbehandlungen    gegeben wurden.

   Probe C       wurde    durch     Besprühen    einer ähnlichen Schweins-  
EMI0006.0007     
  
    A <SEP> B <SEP> C <SEP> D
<tb>  Sprühbewertung <SEP> (I) <SEP> ... <SEP> . <SEP> . <SEP> .. <SEP> .. <SEP> .... <SEP> ...... <SEP> 80 <SEP> 90 <SEP> 80 <SEP> 50
<tb>  Statische <SEP> Wasserabsorption <SEP> (1I) <SEP> ... <SEP> . <SEP> ... <SEP> 55% <SEP> 46% <SEP> 98% <SEP> 107%
<tb>  Statische <SEP> Ölabsorption <SEP> (VI) <SEP> . <SEP> 16% <SEP> 21% <SEP> <B>65% <SEP> 73%</B>
<tb>  Oberflächenölabweisung <SEP> (V) <SEP> . <SEP> 50 <SEP> 80 <SEP> 80 <SEP> 0
<tb>  Chemische <SEP> Beständigkeit-Krümmung
<tb>  durch <SEP> Säureeinwirkung <SEP> (11I) <SEP> 00 <SEP> 00 <SEP> 180  <SEP> 180^
<tb>  Ätzmittel <SEP> (IV) <SEP> . <SEP> ......... <SEP> .... <SEP> . <SEP> . <SEP> ...... <SEP> . <SEP> ....

   <SEP> Geringe <SEP> Geringe <SEP> Loch <SEP> Loch
<tb>  Verbren- <SEP> Verbren  nung <SEP> nung       Die folgenden Prüfungen wurden     verwendet,    um  das durch das     erfindungsgemässe    Verfahren ermög  lichte verbesserte Gebrauchsverhalten zu bewerten.    <I>I. Wasserbeständigkeit - Sprühbewertung</I>    Es wurde des     A.A.T.C.C.-Verfahren    22-1952 ver  wendet. Bei dieser     Prüfung    erzeugt gegen die ge  spannte Oberfläche der     Prüfprobe    gesprühtes Wasser  in Abhängigkeit von der relativen Wasserabweisung  der Probe ein     benetztes    Muster.

   Dieses Muster wurde  untersucht und     folgendermassen        bewertet     100 Kein Hängenbleiben von Tropfen oder Benetzen  der oberen Oberfläche    90 Geringes     zufälliges    Hängenbleiben oder Benetzen  der oberen     Oberfläche       80 Benetzung der obren Oberfläche an den be  sprühten Punkten    70     Teilweise    Benetzung der ganzen oberen Ober  fläche  60 Vollständige Benetzung der ganzen oberen Ober  fläche         II.   <I>Wasserbeständigkeit - Statische</I>     Wasserabsorp-          tiortsprü   <I>f</I>     ung     Bei dieser     Prüfung    wurde eine Abänderung des    <RTI  

   ID="0006.0024">   KK-L-311a-        Verfahrens   <B>8111</B> verwendet. Bei dieser  Prüfung wurden Proben von 50,800 mm X 50,800 mm  so in ein     Becherglas    mit Wasser gehängt, dass der  obere Rand 25,400 mm unter der Wasseroberfläche  ist. Am Ende einer Stunde wird die Probe herausge  nommen und das Oberflächenwasser leicht abge  löscht. Die Ergebnisse dieser     Prüfung    werden     als    %  von der Probe während einer Stunde     Eintauchung          absorbiertes    Wasser ausgedrückt.         lederhaut    mit der bei der zweiten Behandlung von  Probe B verwendeten Lösung hergestellt.

   Probe D  war eine in keiner Weise mit einem     Fluorkohlenwas-          serstoffkomplex    behandelte     Schweinslederhaut.            III.   <I>Chemische Beständigkeit -</I>     Säurekriimmungs-          prüfung     Bei dieser Prüfung wird die     Lederoberfläche    Säure  ausgesetzt, und die beobachteten Ergebnisse werden  als     Krümmungsgrad,    den ein Streifen des Leders auf  weist, gemessen durch den Winkel, um den sich der  Lederstreifen von einer seitlichen     Oberfläche    erhoben  hat,     registriert.    Bei dieser Prüfung wird eine Leder  probe von 101,

  600 mm     '_'    12,700 mm auf eine     glatte     horizontale Ebene gebracht. Das Leder wird dann  durch ein Gewicht, das 25,400 mm der Probe be  deckt, an Ort und Stelle gehalten. Dann wird konzen  trierte Salzsäure     (37%ige)    auf einen Abschnitt des  freiliegenden Streifens von 3,175 mm x 12,700     mm     an einem 38,100 mm vom Ende entfernten Punkt  aufgebracht.

   Am Ende von 5 Minuten wird dann die  Hebung des unbelasteten Endes von der seitlichen       Oberfläche    gemessen und     registriert.       IV.<I>Chemische Beständigkeit -</I>     Ätzmittelprüfung       Fünf Tropfen einer     10-molaren,    auf 100  C erhitzten       Natriumhydroxydlösung    werden während eines Zeit  raumes von 5 Minuten auf die Lederoberfläche ge  bracht. Das Leder wird dann gespült und getrocknet,  und die angegriffenen Flächen werden auf den Ver  brennungsgrad untersucht. Der Verbrennungsgrad  (Beständigkeit) wird folgendermassen registriert:  Keine Wirkung, geringe     Anfressung,    geringe Verbren  nung, schwere Verbrennung oder Loch.  



  <I>V.</I>     Ölbeständigkeitsprüfung   <I>für</I>     Veloursleder     Bei dieser Prüfung werden Tropfen von verschie  denen Gemischen von Mineralöl und     n-Heptan    auf die  Oberfläche des Leders gebracht, und die den höchsten  Prozentsatz an     n-Heptan    enthaltende Lösung, die das  Leder unter dem Tropfen nicht benetzt, ist die Grund  lage für die     Bewertung    der Ölabweisung des Leders.

    Die Beziehung zwischen der     Bewertung    der     Ölabwei-          sung    und dem Prozentsatz     n-Heptan    in dem     Gemisch     ist folgendermassen    
EMI0007.0001     
  
    Ölabweisungs- <SEP> Vol.

   <SEP> o/o <SEP> n-Heptan <SEP> in
<tb>  bewertung <SEP> dem <SEP> Mineralöl  Heptan  Gemisch
<tb>  100 <SEP> 50
<tb>  90 <SEP> 40
<tb>  80 <SEP> 30
<tb>  70 <SEP> 20
<tb>  60 <SEP> 10
<tb>  50 <SEP> 0
<tb>  0 <SEP> (Kein <SEP> Widerstand <SEP> gegen
<tb>  Mineralöl)            VI.   <I>Statische</I>     ölabsorptionsprüfung       Bei dieser     Prüfung    wird     eine    Probe von  50,800 mm X 50,800 mm in einem     Becherglas    mit  reinem Mineralöl 6,350 unter der Oberfläche des Öls  aufgehängt. Am Ende von 10 Minuten wird die Probe  herausgenommen, und das Oberflächenöl wird     leicht     abgelöscht.

   Die Ergebnisse dieser Prüfung sind als %  von der Probe während des     Eintauchens        absorbiertes     Öl     definiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von sowohl öl- als auch wasserabweisendem Leder aus tierischen Häuten in der Weise, dass ganz durch das Gefüge des Leders hindurch ein an das Leder fest gebundener, polyme rer, wasserunlöslicher mehrkerniger Metallkoordina- tionskomplex einer fluorhaltigen Monocarbonsäure vorhanden ist, der das Leder dauernd und ohne Ver minderung der Porosität fettet, dadurch gekennzeich net, dass das Leder nach dem Gerben mit einer Lö sung eines Metallkomplexes einer Monocarbonsäure,
    die im Molekül eine oleophobe endständige gegebe nenfalls chlorsubstituierte Fluorkohlenwasserstoffkette mit 3 bis 12 fluorierten Kohlenstoffatomen aufweist, oder mit einer Lösung der Monocarbonsäure bzw. eines ihrer Salze und einer Lösung einer Verbindung des komplexbildenden Metalles behandelt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Leder in nassem Zustand be handelt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das nasse Leder der Einwirkung einer sauren wässrigen Lösung eines entsprechenden Chromkomplexes unter wirft. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    dass man das nasse Leder zuerst der Einwirkung einer sauren wäss- rigen Lösung eines löslichen Salzes der Monocarbon- säure und dann der Einwirkung einer wässrigen Lö sung eines Salzes des komplexbildenden Metalls unterwirft. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Be handlung an einem Leder ausgeführt wird, das vorher nicht degrassiert worden ist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fluorkohlenwasserstoffkette 6 bis 10 Kohlenstoffatome aufweist. PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I be handeltes Leder. UNTERANSPRÜCHE 6. Leder nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass es nicht degrassiert ist. 7.
    Leder nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass es ein weiches Veloursleder ist, das ca. 1 % Degras-Fettfeststoffe enthält und mit Dampf bügelbar ist, ohne Schaden zu erleiden.
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