CH386083A - Platte, insbesondere aus Kleinstücken zusammengesetzte Fassadenplatte, Verfahren zur Herstellung derselben, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Platte, insbesondere aus Kleinstücken zusammengesetzte Fassadenplatte, Verfahren zur Herstellung derselben, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH386083A
CH386083A CH1426060A CH1426060A CH386083A CH 386083 A CH386083 A CH 386083A CH 1426060 A CH1426060 A CH 1426060A CH 1426060 A CH1426060 A CH 1426060A CH 386083 A CH386083 A CH 386083A
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CH1426060A
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Maeder-Mathys Hugo
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Maeder Mathys Hanna
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Description


  Platte, insbesondere aus Kleinstücken zusammengesetzte Fassadenplatte, Verfahren  zur Herstellung derselben, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens    Gegenstand der Erfindung ist eine Platte, insbe  sondere aus Kleinstücken zusammengesetzte Fassa  denplatte. Die für Fassadenverkleidungen bisher ver  wendeten, aus Kleinstücken     zusammengesetzten    Plat  ten werden nun in Gestalt von Platten mit relativ  grosser Gewichtseinsparung und Kostensenkung er  setzt. Die Platten sind werkmässig vorfabriziert, und  die zeitraubende Einzelanfertigung der relativ klei  nen Steinstücke und die stückweise handwerkliche  Anordnung der letzteren, welche sehr kostspielig ist,  wird damit     überflüssig.     



  Die erfindungsgemässe Platte, insbesondere aus  Kleinstücken zusammengesetzte Fassadenplatte, weist  eine die Sichtfläche bildende Aussenschicht aus Stein  stücken und eine die Rückseite bildende, mittels  Kunststoff gebildete Trägerschicht auf, in welch letz  tere die Steinstücke eingebettet und verankert sind.  



  Die Herstellung der erfindungsgemässen Platte  erfolgt in der Weise, dass die die     Sichtfläche    der  Platte bildenden Steinstücke mittels Klebstoff auf  eine poröse,     gewebeartige    Unterlage geklebt werden,  und auf einer Grundplatte eine aus Klebstoff, einer  porösen     Glasfasermatte    und einer Lage     thermo-härt-          barem    Kunststoff gebildete Trägerschicht aufgebracht  wird, worauf die Steinstücke mit ihrer Unterlage auf  die Trägerschicht der Grundplatte aufgelegt und mit  tels eines Druckorgans während der Dauer des     Ab-          'bindens        verpresst    werden.  



  Die Vorrichtung zur Durchführung des erfin  dungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeich  net, dass sie eine Grundplatte für die Aufnahme des       Pressgutes    und eine auf der Grundplatte     befestigbare,     einen elastischen, auf das     Pressgut    einwirkenden     Press-          luftsack    enthaltende Druckhaube mit Ventil für den  Einlass von Pressluft in den elastischen Sack aufweist.

      In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh  rungsform des Erfindungsgegenstandes als Fassaden  platte     sowie    eine Vorrichtung zur Herstellung der  selben dargestellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 einen Schnitt und       Fig.2    eine Teilansicht der fertigen Fassaden  platte,       Fig.3    eine schematische Darstellung der Vor  richtung zur Herstellung der erfindungsgemässen  Fassadenplatte,       Fig.    4 ein Detail bei der Herstellung der Fassa  denplatte und       Fig.    5 eine ebensolche in einer Variante.  



  Die dargestellte Fassadenplatte weist nach     Fig.    1  eine die Sichtfläche bildende Aussenschicht aus klei  neren Natur- oder     Kunststeinstücken    1 und eine die  Rückseite der Fassadenplatte bildende Kunststoff  enthaltende Trägerschicht 2 auf. Die Herstellung der       Natursteinstücke    1     erfolgt    in der Weise, dass ein  Kunst- oder     Natursteinblock    in prismatische Stücke  von beispielsweise rechteckigem Querschnitt geschnit  ten und dann von diesen Stücken kleine rechteckige  Platten 1 von gewünschter Dicke abgespalten werden.  Auf diese Weise bilden die beiden Flachseiten die  Bruchflächen von     gerauhter    Struktur.

   Auf der Trä  gerschicht 2 sind die rechteckigen Steinstücke 1 un  ter Bildung von Fugen 3 zwischen den Steinstücken  verlegt, wobei die Fugen 3 wenigstens teilweise von  der Kunststoffmasse ausgefüllt sind. Die Schicht 2  enthält als Verbindungsmittel     thermo-härtbare    Kunst  harze, wie Polyester, und als Füllstoffe, Fasern,  Quarzmehl und einen     Farbstoffzusatz.    Ausserdem  enthält die Schicht 2 zwei poröse Verbindungslagen,  vorzugsweise ein den Steinstücken 1 anliegendes Ge  webe 2a und eine in die Kunststoffmasse eingebet  tete Glasmatte 2b.

        Die Vorrichtung zur Herstellung der Fassaden  platte weist nach     Fig.    3 eine auf der Oberseite mit  Nuten 4a versehene Grundplatte 4 und eine auf die  ser mittels Zwingen 5 lösbar befestigte     Druckhaube    6  mit einem ihrer Innenfläche anliegenden     Pressluft-          sack    7 als     Druckpolster    auf.

   Der     Pressluftsack    7 ist  nach     Fig.    5 an der Unterseite mit Rippen 7' verse  hen, welche entsprechend dem Fugengebilde einan  der kreuzen und in dasselbe einzugreifen bestimmt  sind. 8 ist ein     Rückschlagventil,    das mittels eines  Dichtungsflansches an der Gummiblase angeschlos  sen ist und die Haube 6 im Scheitelpunkt durchsetzt.  Das Ventil 8 ist in bekannter Weise für den lösbaren  Anschluss einer     Pressluftleitung    ausgebildet.  



  Nach einem vorzugsweisen Herstellungsverfahren  für die Platte, insbesondere Fassadenplatte, werden  auf einem Gewebe 2a, das unmittelbar vorher in  flüssiges     thermohärtbares    Kunstharz getaucht wurde,  die Steinstücke 1 verlegt bzw. aufgeklebt, so dass, wie       Fig.    4 zeigt, Fugen 3 gebildet werden. Ferner wird  die     Grundplatte    4, nachdem ihre Oberseite zuvor mit  flüssigem     thermo-härtbarem    Kunstharz, wie z. B.  Polyester, bestrichen wurde, mit einer in flüssiges       thermo-härtbares    Kunstharz getauchten Glasmatte  2b belegt.

   Auf diese Matte wird anschliessend eine  Masse 2c aus     thermo-härtbarem    Kunstharz, zerklei  nerte Fasern, Quarzmehl sowie einem     Farbstoffzu-          satz    aufgetragen. Sodann     wird    die Steinlage mit ihrem  klebfähigen Gewebe 2a auf die Masse 2c auf  gebracht. Nun wird die Haube 6 mit dem     Pressluft-          sack    7 auf das     Pressgut    1, 2 aufgesetzt und die  Haube 6 mittels der Zwingen 5     mit    der     Grundplatte    4  verbunden.

   Aus einem     Presslufbehälter    wird mittels  einer nicht gezeichneten     Anschlussleitung    Pressluft  durch das Ventil 8 in den     Pressluftsack    7 eingelassen,  bis ein     Druck    von etwa 2 atü erreicht ist.

   Dadurch  werden die Steinstücke 1, wie     Fig.5    zeigt, in die  plastische Masse 2     eingepresst,    wobei die Gummi  haut des     Pressluftsackes    7 in die Fugen 3 sowie in die  Randfugen rings um die das     Pressgut    bildende Platte  eingreifende Ausbuchtungen 7a bildet und anderseits  erreicht wird, dass die plastische Kunststoffmasse 2c  teilweise die Fugen 3 ausfüllt, jedoch nicht bis an die  Oberfläche der Kunst- bzw.     Natursteinschicht    drin  gen kann. Nach dem Abbinden der Kunststoffmasse  2c wird die Luft aus der Blase 7 durch Öffnen des  Ventils 8 herausgelassen und die fertige Platte nach  Abheben der Haube 6 von der Grundplatte abge  nommen.  



  Die Rippen 7'     (Fig.5)    des     Pressluftsackes    7  passen sich in das Fugenbild der verlegten Stein  stücke 1, womit das Füllen der Fugen durch den       Pressdruck    gewährleistet ist, jedoch ein Übertreten  der Kunststoffmasse 2c in verflüssigtem Zustand auf  die Licht- bzw. Vorderseite der Steinstücke 1     verun-          möglicht    wird.  



  Die durch die     spitzwinkligen    bzw. V-förmigen  Nuten 4a auf der Rückseite der Platte gebildeten       Rippen    4b dienen der Plattenversteifung und arbeiten       gleichzeitig    einem     Verziehen    der gegossenen Platten    entgegen. Bekanntlich weist das     thermo-härtbare     Kunstharz einen grösseren Prozentsatz Schwund auf,  dem die Steine während der     Polymerisation    des  Harzes nicht Rechnung tragen. Dadurch ist die Ge  fahr eines     Verziehens    der rückwärtigen Plattenschicht  2 während des endgültigen     Abbindens    gross.

   Diese  Rippen     zusammen    mit der speziellen     Harzfüllung     (Fasern und     Quarzmehl)    wirken dieser Gefahr so  entgegen, dass zusammen mit einer sorgfältigen Aus  härtung ein nachträgliches Verziehen der Platte aus  geschlossen ist.  



  Die beschriebene Platte ist vorzugsweise als Fas  sadenplatte,     ferner    als     Wandverkleidungsplatte    allge  mein sowie auch als Boden- oder     Deckenbelagsplatte     verwendbar, in welch letzteren Fällen die Steinstücke  aus wärmeisolierendem Kunststein besonders geeignet  sind. Die Sichtfläche der Platten kann     gerauht    oder  geschliffen sein.  



  Da die     Grundplatte    4 mit Keilnuten 4a versehen  ist und die rechteckigen Steinstücke (1) mit Vorteil so  auf der Schicht 2 aufgebracht werden, dass die  Längsachsen der Steinstücke 1 quer zu den Keil  nuten     4a    verlaufen, bewirken die auf der Rückseite  der gepressten Platte gebildeten Rippen (4a) eine  zweckmässige Versteifung der Platte.  



  Der beschriebene Erfindungsgegenstand ermög  licht nun einen raschen und verhältnismässig billigen  Fassadenbau aus einer     Vielzahl    von beliebig angeord  neten und beliebig geformten     kleinstückigen    Steinen.  Bisher mussten bekanntlich die     kleinstückigen    Steine       einzeln    ausgesucht und angeordnet werden, wozu es  geschickter Handwerker bedurfte. Aber auch durch  solche fiel die Arbeit häufig nicht nach den Wün  schen des Architekten oder Bauherrn aus, dazu war  der Arbeitsaufwand ausserordentlich gross, und wegen  der hohen Herstellungskosten wurden die aus klein  stückigen Steinen gebildeten Fassaden trotz der ge  botenen Vorteile und Solidität abgelehnt.

   Die werk  mässige     Vorfabrikation    gemäss der Erfindung schafft  nun die Voraussetzung der allgemeinen Verwendung  von derartigen, z. B. aus     kleinstückigen    Natursteinen  gebildeten Fassaden für Bauten aller Art.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Platte, insbesondere aus Kleinstücken zusam mengesetzte Fassadenplatte, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine die Sichtfläche bildende Aussenschicht aus Steinstücken und eine die Rückseite bildende, mittels Kunststoff gebildete Trägerschicht aufweist, in welch letztere die Steinstücke eingebettet und ver ankert sind.
    1I. Verfahren zur Herstellung einer Platte, ins besondere aus Kleinstücken zusammengesetzte Fassa denplatte, nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die die Sichtfläche der Platte bildenden Steinstücke (1) mittels Klebstoff auf eine poröse, ge webeartige Unterlage (2a) geklebt werden und auf einer Grundplatte (4) eine aus Klebstoff, einer po rösen Matte (2b) und einer Lage thermo-härtbarem Kunstharz gebildete Trägerschicht (2) aufgebracht wird, worauf die Steinstücke mit ihrer Unterlage (2a) auf die Trägerschicht (2) der Grundplatte (4) aufgelegt und mittels eines Druckorgans während der Dauer des Abbindens verpresst werden.
    III. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens, nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeich net, dass sie eine Grundplatte (4) für die Aufnahme des Pressgutes (1, 2) und eine auf der Grundplatte be- festigbare, einen elastischen, auf das Pressgut ein wirkenden Pressluftsack (7) enthaltende Druckhaube (6) mit Ventil (8) für den Einlass von Pressluft in den elastischen Sack aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Platte nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Trägerschicht der Steinstücke in die Fugen (3) zwischen den letzteren hineinragt und diese wenigstens teilweise ausfüllt, wobei die Trägerschicht (2) eine die Steinstücke (1) miteinander verbindende Platte bildet, die ein der Rückseite der Steinstücke (1) anliegendes Gewebe (2a), eine Glas matte (2b), Bindemittel und in letzterem versetzte Füllstoffe nebst Farbzusatz enthält. 2. Platte nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite der Trägerschicht (2) quer zu und längs den Reihen der Steinstücke (1) verlaufende Rippen (4b) aufweist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebstoff zum Aufkleben der Steinstücke (1) Kunstharzklebstoff und als Unter lage (2a) ein Gewebe verwendet wird, wobei zur Bil dung der Trägerschicht (2) eine Glasmatte (2b), als Bindemittel thermo-härtbares Kunstharz und als Füllstoff Fasern und Quarzmehl mit einem Farbstoff zusatz dient. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Verpressen der Stein stücke (1) mit der Trägerschicht (2) eine Grund platte (4) als Unterlage und einen elastischen Sack (7) als Druckpolster verwendet, so dass die Wandung des Sackes (7) den Steinstücken (1) sich anschmiegen und in die zwischen den Steinen gebildeten Fugen (3) eindringen kann und beim Pressen durch den Sack gleichzeitig eine Begrenzung der zwischen die Fugen der Steinstücke vordringenden, noch plastischen Trä gerschicht bewirkt. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressluftsack mit Rippen (T) versehen ist, welche in das Fugenbild der Stein schicht einzugreifen bestimmt sind.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2050247A6 (de) * 1969-07-11 1971-04-02 Schaeffer Georges
FR2335664A1 (fr) * 1975-12-17 1977-07-15 Basf Farben & Fasern Parement pour maconnerie et procede pour sa fabrication
FR2710935A1 (fr) * 1993-10-04 1995-04-14 Bougault Claude Machine et procédé pour la fabrication de plaques de revêtement tel que carrelage, et plaque ainsi obtenue.

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