CH386108A - Verfahren zum Anbringen eines Kunststoffüberzuges auf einer Metallfolie - Google Patents
Verfahren zum Anbringen eines Kunststoffüberzuges auf einer MetallfolieInfo
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Description
Verfahren zum Anbringen eines Kunststoffüberzuges auf einer Metallfolie Die Erfindung betrifft ein Verf ahren zum An bringen eines Kunststoffüberzuges auf einer Metall folie. Die Kunststoff überzogenen Metallfolien kön nen z. B. streifenförmig sein und als Zierstreifen für Kraftwagen und andere Fahrzeuge verwendet werden, wobei dann die Metallfolie poliert ist und durch einen durchsichtigen Kunststoffüberzug ge schützt ist. Solche Streifen können mit verschiedenen Quer schnitten hergestellt werden. Bei einem bekannten Herstellungsverfahren solcher Streifen wird die Me tallfolie durch den Kopf einer Extrusionsmaschine gezogen, und zwar in einer Richtung, die zur Achse der Extrusionsmaschine senkrecht ist, diese Ma schine liefert heisses Kunstoffmaterial, welches beim Durchgang durch eine entsprechend geformte Matrize am Ausgang des Kopfes auf der Aussenseite der Folie als Überzug haften bleibt. Ein Beispiel einer solchen Kunststoff überzogenen Folie ist eine mit Zelluloseazetatbutyrat überzogene Aluminium folie. Ein Nachteil bekannter Kunststoff überzogenen Metallfolien ist der, dass der Kunststoff sich relativ leicht von der Metallfolle ablösen kann, was im Falle von der Atmosphäre ausgesetzten Folien zu einem Eindringen von Feuchtigkeit und daraufhin zu einer Oxydation oder anderen Beschädigung des Metalls führen kann. Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass die Metall- fohe zunächst auf ihrer Aussenseite ganz oder teil weise mit einem bei Wärmeeinwirkung wirksam wer denden Bindemittel überzogen wird, und dass hierauf ein heisser Kunststoffüberzug mittels eines Extru- sionsvorganges auf das Bindemittel gebracht wird, so dass dasselbe wirksam wird und eine Bindung zwischen der Metallfolie und dem Kunststoffüberzug bewirkt. Das Bindemittel besteht vorzugsweise aus einem Lack aus thermoplastischem Kunststoff, der natür lich mit dem Material des Überzuges vereinbar sein muss. Der Lack wird vorzugsweise als dünne Schicht auf die Metallfolie aufgetragen, bevor der Kunststoff im Extrusionsapparat auf ihr angebracht wird. Wenn das Bindemittel durchsichtig ist, wird es den Glanz des Metalles nicht verdunkeln. Der er wähnte Lack kann eine äusserst starke und wirksame Bindung zwischen der Metallfolie und dem Kunst stoffüberzug bewirken, die allen in der Praxis vor kommenden Ablösungsbeanspruchungen gewachsen ist. Beispielsweise kann bei einer mit Zelluloseazetat- butyrat überzogenen Aluminiumfolie eine dünne Schicht von auf Polyvinylazetatbasis aufgebauter Lack im Bindemittel enthalten sein. Der Lack wird auf die Aluminiumfolie eine geeignete Zeit vor deren Einführung in den Extrusionsapparat angebracht. Ein solcher Apparat kann z. B. von dem in der bri tischen Patentschrift Nr. <B>801934</B> beschriebenen<B>Ty-</B> pus oder einem ähnlichen Typus sein, wobei das Zelluloseazetatbutyrat in heissem Zustande auf die lackierte Metallfolie aufgetragen wird, während letz tere durch den Apparat hindurchgeht. Das heisse Butyrat wird die Lackschicht auf der Aluminium folie schmelzen, und diese Schicht wird schliesslich eine starke und permanente Bindung zwischen der Aluminiumfolie und dem Butyratüberzug bilden. Um eine Aluminiumfolie mit Zelluloseazetat zu überziehen, kann man auch NitrozeHulosebasis <B>-</B> oder Zelluloseazetatbasis <B>-</B> Lack verwenden. Man kann die ganze Aluminiumfolie,<B>d.</B> h. ihre beiden Seiten mit Lack überziehen, oder auch nur eine Seite, wenn nur eine Seite atmosphärischen Ein flüssen ausgesetzt ist. Ein besonderer Vorteil einer starken Bindung zwischen Metallfolie und Kunststoffüberzug ist der, dass die überzogene Folie leichter gebogen werden kann, ohne Gefahr von Verzerrung oder Runzel- bildung der Metallfohe. Das Biegen gemäss einer Kurve kann in kaltem Zustande erfolgen; man kann aber auch das Biegen durch lokales Erhitzen einer Zone der Folie erleichtern. In beiden Fällen können sich bei Nichtanwendung eines Bindemittels, trotz des Druckes des Kunststoffüberzuges auf das Metall, in der Metallfolie Runzeln bilden. Wenn der Kunst stoffüberzug durch das Bindemittel fest mit der Me- taRfohe verbunden ist, wird aber auch bei Bildung von starken Krümmungen infolge der Erhebung des Druckes des Kunststoffes auf die Folie die Runzel- bildung dieser Folie vermieden. <B>In</B> der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. <B>1</B> eine Seitenansicht eines gebogenen Zier streifens, Fig. 2 einen Querschnitt des Streifens nach Fig. <B>1</B> und Fig. <B>3</B> der Querschnitt nach Fig. 2 in grösserem Massstabe. Der in Fig. <B>1</B> und 2 gezeigte Zierstreifen hat C-förmigen Querschnitt und umfasst eine innere Me tallfolie<B>11,</B> die vollständig in einem äusseren über- zug <B>10</B> aus Kunststoff eingebettet ist. Wie noch -deutlicher aus Fig. <B>3</B> ersichtlich ist, ist die Metallfohe <B>11,</B> z. B. eine Aluminiumfolie, verhältnismässig dünn im Vergleich zur Dicke des Kunststoffüberzuges<B>10.</B> Der überzug <B>10</B> besteht z. B. aus Zelluloseazetat, und die beiden Schichten 12 und<B>13</B> stellen ein Bindemittel dar, z. B. einen Lack auf Polyvinylazetatbasis, welches Bindemittel an der Folie<B>11</B> angebracht worden ist, bevor letztere mit dem Kunststoffüberzug<B>10</B> versehen worden ist. Wenn das heisse Kunststoffmaterial während des Extru- sionsvorganges mit den Schichten 12 und<B>13</B> in Be- rührung kommt, wird das Bindemittel aktiviert, so dass es eine permanente Bindung zwischen dem Kunststoffüberzug<B>10</B> und der Folie<B>11</B> bewirkt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren zum Anbringen eines Kunststoff überzuges auf einer Metallfolie, dadurch gekenn zeichnet, dass die Metallfolie zunächst auf ihrer Aussenseite ganz oder teilweise mit einem bei Wärme einwirkung wirksam werdenden Bindemittel überzo gen wird, und dass hierauf ein heisser Kunststoffüber zug mittels eines Extrusionsvorganges auf das Binde mittel gebracht wird, so dass dasselbe wirksam wird und eine Bindung zwischen der Metallfolie und dem Kunststoffüberzug bewirkt. Il. Metallfolie mit einem nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I auf derselben angebrachten Kunststoffüberzug.UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Metallfolie mit Kunststoffüberzug nach Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Binde mittel einen Lack aus thermoplastischem Kunststoff enthält. 2. Metallfolie mit Kunststoffüberzug nach Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Metall folie aus Aluminium und der Kunststoffüberzug aus Zelluloseazetatbutyrat besteht, während der Lack ein Polyvinylazetatbasislack ist.<B>3.</B> Metallfolie mit Kunststoffüberzug nach Patent anspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass sie streifen- förinig ist. 4. Metallfolie mit Kunststoffüberzug nach Unter anspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen im Querschnitt C-förmig gebogen ist. <B>5.</B> Metallfolie mit Kunststoffüberzug nach Patent anspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Kunst stoffüberzug und das Bindemittel durchsichtig sind.
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1961
- 1961-08-08 CH CH927661A patent/CH386108A/de unknown
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