CH386176A - Arbeitskolben einer Kolbenmaschine sowie Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Arbeitskolben einer Kolbenmaschine sowie Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Arbeitskolben einer Kolbenmaschine sowie Verfahren zu dessen Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf den Arbeitskolben einer Kolbenmaschine, welcher dadurch gekennzeich net ist, dass die Oberfläche des Kolbenmaterials min destens zum Teil aufgerauht und mit einer rauben metallischen Einlaufschicht versehen ist.
Das Verfahren zur Herstellung des Arbeitskolbens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen der Oberfläche des Kolbenmaterials durch Sandstrahlen erfolgt, und dass die Einlaufschicht nach dem Metall- spritzverfahren aufgetragen wird.
Bei hochbelasteten Kolben besteht hauptsächlich während der Einlaufzeit Gefahr von Kolbenfressern. Man hat dieser Gefahr z. B. dadurch zu begegnen versucht, dass man die Kolben an ihren Laufflächen mit Bronzebandagen versehen hat. Diese Ausführung ist verhältnismässig teuer und hat dabei nicht in allen Fällen den gewünschten Erfolg. Bei Kleinmotoren ist es bekannt, die Kolben für Einlaufzwecke mit wei chem Gleitmetall zu überziehen. Auch diese Aus führung hat sich für den vorliegenden Zweck als ungeeignet erwiesen.
Beim erfindungsgemässen Kolben ist das Einlauf verhalten wesentlich verbessert. Zur Herstellung des Kolbens wird vorzugsweise so vorgegangen, dass der Kolben zuerst durch Drehen oder Schleifen mass genau bearbeitet wird. Darauf wird dessen Lauffläche durch Sandstrahlen aufgerauht und nach dem Me- tallspritzverfahren zweckmässig mit einer Kupfer schicht versehen.
Beispielsweise haben Versuche in einem Diesel motor von 240 mm Zylinderbohrung gezeigt, dass ein mit derart behandelter Lauffläche ohne jede weitere Bearbeitung versehener Kolben in bezug auf Einlaufverhalten allen bisherigen bekannten Ausfüh rungen von Kolbenlaufflächen überlegen ist. Die durch die Vorbearbeitung erzielte Oberflächenrauhig- keit kann dabei in weiten Grenzen variieren, bewegt sich jedoch mit Vorzug um 0,3 mm bei Kolben durchmessern von 20 bis 40 cm.
Grössere Kolben durchmesser verlangen grössere Rauhigkeiten, klei nere Durchmesser geringere.
Der vorteilhafte Effekt entsteht - wie sich aus den. Versuchsbefunden schliessen lässt - dadurch, dass die durch das Sandstrahlen, vorzugsweise mit Stahl sand, gewonnene, raube Oberfläche eine grosse Menge Schmieröl aufzunehmen vermag, wobei gleichzeitig die Kupferschicht nach einer gewissen plastischen Deformation die erforderliche Auflagefläche liefert. Dieser Effekt wird zudem noch durch die körnige und teilweise poröse Struktur der Spritzschicht unter stützt.
Im Verlaufe der Abnützung entsteht dann eine melierte Oberfläche, bestehend aus Flächen des Schichtmetalls und Flächen des Kolbenmetalls, wo bei sich die ersteren allmählich verkleinern und die letzteren vergrössern. Auf diese Weise wird während des Betriebes ein langsamer, sicherer L7bergang von der Einlaufschicht auf das Kolbenmaterial erzielt.
Es versteht sich, dass das Aufrauhen der Lauf fläche des Kolbens im Prinzip auch auf andere Weise als durch Sandstrahlen geschehen könnte, so z. B. durch Raubdrehen oder durch Rändeln. Das Sandstrahlen hat jedoch Vorteile, dass es ein sehr billiger Arbeitsvorgang ist, , wobei gleichzeitig die Oberfläche die für das Auftragen der metallischen Schicht erforderliche Reinheit erhält.
Ebenso kann die aufgetragene metallische Schutz schicht aus einem anderen Metall als Kupfer, so aus Bronze oder einem anderen plastischen Metall, wie z. B. Gallium, mit guten Laufeigenschaften bzw. guter Schutzwirkung gegen Anfressen der Laufflä chen bestehen.
Schliesslich kann auch das Auftragen der metal lischen Schutzschicht auf eine andere Art als durch Spritzen erfolgen. So z. B. kann die Schicht galva- nisch aufgetragen werden. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die resultierende Oberfläche in bezug auf Rauhigkeit ungefähr der durch Metall spritzen erzielten Oberfläche entspricht. Die Behand lung muss nicht auf der ganzen Mantelfläche des Kolbens durchgeführt werden, sondern kann unter Umständen nur auf besonders exponierte Teile dieser Fläche beschränkt bleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Arbeitskolben einer Kolbenmaschine, insbeson dere Kolben eines Grossdieselmotors, dadurch gekenn zeichnet, dass die Oberfläche des Kolbenmaterials zum Teil aufgerauht und mit einer rauhen metalli schen Einlaufschicht versehen ist. II. Verfahren zur Herstellung eines Arbeitskol bens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufrauhen der Oberfläche des Kolbenman tels durch Sandstrahlen erfolgt und dass die Einlauf schicht nach dem Metallspritzverfahren aufgetragen wird.UNTERANSPRUCH Arbeitskolben nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufschicht aus Kupfer besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH496461A CH386176A (de) | 1961-04-28 | 1961-04-28 | Arbeitskolben einer Kolbenmaschine sowie Verfahren zu dessen Herstellung |
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| CH386176A true CH386176A (de) | 1964-12-31 |
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1961
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