CH386362A - Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Sauerteig und anderer Fermentierteigen - Google Patents

Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Sauerteig und anderer Fermentierteigen

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CH386362A
CH386362A CH352060A CH352060A CH386362A CH 386362 A CH386362 A CH 386362A CH 352060 A CH352060 A CH 352060A CH 352060 A CH352060 A CH 352060A CH 386362 A CH386362 A CH 386362A
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CH
Switzerland
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dough
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sourdough
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CH352060A
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English (en)
Inventor
Kratochvil Josef
Original Assignee
Jihoceske Mlyny A Pekarny Naro
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21CMACHINES OR EQUIPMENT FOR MAKING OR PROCESSING DOUGHS; HANDLING BAKED ARTICLES MADE FROM DOUGH
    • A21C1/00Mixing or kneading machines for the preparation of dough

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)

Description


  Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Sauerteig  und anderer     Fermentierteigen       Ein wesentlicher Nachteil der bisher bekannten  Einrichtungen zur kontinuierlichen Herstellung von  Sauerteig, Brotteig, sowie     Weissgebäckteig    besteht in  der beschränkten Verwendungsmöglichkeit der Ein  richtung für die Erzeugung     verschiedener        Teigsorten.     Einige solche Einrichtungen erlauben die ununterbro  chene Erzeugung von Teig nur unter stetiger Hefezu  fuhr, wobei es nicht möglich ist, die Herstellung von  Sauerteig oder weiteren     Teigsorten    vorzusehen. An  dere bekannte Einrichtungen dagegen     ermöglichen     keine stetige Hefezufuhr.

   Dadurch ist ihre Verwen  dungsmöglichkeit in Grossbäckereien erheblich be  schränkt. Solche     Einzweckeinrichtungen    bringen nur  wenige Vorteile, da mit Rücksicht auf die beschränkte  Dauerhaftigkeit der Erzeugnisse eine Spezialisierung  in der     Backwarenerzeugung    sich nur schwer verwirk  lichen lässt und unwirtschaftlich ist. Dies bedeutet,  dass ein     Backwaren-Hersteller    mehrere Erzeugungs  einrichtungen haben müsste, was nicht nur kostspielig  ist, sondern zusätzlichen Platz benötigt.  



  Bei der kontinuierlichen Herstellung von Sauerteig,  sowie andern     Fermentier-Teigen    (im weiteren kurz   Masse  genannt) kommt es während einer gewissen  Zeitdauer zur allmählichen Entwicklung der Masse.  Die Hauptschwierigkeiten bei den bisher bekannten  Einrichtungen bestehen vornehmlich darin, dass die  fortschreitende Bewegung der Masse nicht an allen  Stellen des     Durchflussquerschnittes        gleichmässig    ist.  Bei den Wänden oder an anderen Stellen des     Gär-          raumes    ist die Geschwindigkeit der Masse infolge  Reibung und Kleben der Masse an den Wänden sehr  klein, wogegen an anderen Stellen die Geschwindig  keit grösser ist.

   Während des Gärvorganges nimmt  das Volumen der Masse durch sich entwickelnden  Gase hauptsächlich an jenen Stellen zu, wo die     Durch-          flussgeschwindigkeit    am grössten ist. Die Gase ver  ringern hier die durchschnittliche Dichte der Masse  und steigern dadurch die ungleiche Geschwindigkeit    an den einzelnen Stellen. Dagegen führt das Haften  bleiben der Masse an den Wänden oder an anderen  Stellen des Gärraumes zu einem schlechten biologi  schen Zustand der Masse, so dass     z.B.    bei Erzeugung  von Sauerteig, dieser aus einem     Gemisch    von Anteilen  verschiedenen biologischen Alters und verschiedener  technologischer     Qualität    besteht.

   Dies bewirkt eine       Qualitätsverschlechterung    und     Unausgiebigkeit    des  Erzeugnisses infolge des ungleichmässigen     Anschwel-          lens    von Stärke und Eiweisstoff.  



  Die angeführten Nachteile werden durch die     erfin-          dungsgemässe    Einrichtung zur kontinuierlichen Her  stellung von Sauerteig und andern     Fermentierteigen     behoben. Die Erfindung ist dadurch     gekennzeichnet,     dass im Innern eines Gärgefässes mindestens eine be  wegliche, gegen die Gefässwand abgedichtete Schei  dewand angeordnet ist, welche     dazu        bestimmt    ist, den  Teig in Abschnitte unterschiedlicher Reife zu unter  teilen.  



  Ein Ausführungsbeispiel der gesamten     erfindungs-          gemässen    Einrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.       Fig.    1 zeigt einen     Schnitt    durch die     Einrichtung     in schematischer Darstellung,       Fig.    2 ist ein Schnitt durch eine Ausführungs  variante mit Klappen,       Fig.    3 stellt eine Draufsicht auf eine     zylindrische     Ausführungsform dar.  



  Der Gärraum ist als Zylinder 1     im    Längsschnitt  dargestellt und mittels fester Scheidewände 3 in ein  zelne Abschnitte 2, 12, 22, 32 unterteil. Zwischen den  festen Scheidewänden 3 sind weitere Scheidewände 4  in Kolbenform beweglich, die eine gemeinsame, durch  die festen Scheidewände 3 frei     hindurchgehende    Kol  benstange 5 haben. Die Kolben 4 bewegen sich in  beiden Richtungen der Zylinderachse. Auf beiden  Seiten der Zylinders 1     befinden    sich Kanäle 6, welche  die Räume in den     einzelnen    Abschnitten 2, 12 usw.  vor und hinter den Kolben 4 durch Seitenöffnungen      7, 8 in der oberen und unteren Endlage der Kolben  4 verbinden.

   In den Kanälen 6 der     Oeffnungen    7, 8  bewegen sich Absperrorgane in Form von Schiebern  9, die miteinander durch eine Stange 10 verbunden  sind. Die Kolben 4 und Schieber 9 bewegen sich ab  hängig voneinander mit     Hilfe    von nicht dargestellten  Nocken oder     Exzentern.     



  Der gesamte Gärzylinder 1 ist in einen aus einem       Kohlensäureabscheider    14 und einem Rührwerk 15  bestehenden Kreis eingeschaltet, wobei die Verbin  dung über Pumpen 16 und 17 durch eine Rohrleitung  18 erfolgt.  



  Die gesamte Einrichtung arbeitet folgendermassen:  Die Masse wird durch die Pumpe 17 aus dem Rühr  werk 15 dem Gärzylinder 1 kontinuierlich zugeführt.  Unter der Voraussetzung, dass sämtliche Abschnitte  2, 12 usw. des Gärzylinders 1 mit Masse gefüllt sind  und die Kolben 4 aus der oberen Endlage sich nach  unten bewegen, sind die     Oeffnungen    7, 8 der benach  barten Abschnitte durch die Schieber 9 voneinander  getrennt,     d.h.    die Schieber befinden sich gerade zwi  schen den     Oeffnungen    7 und 8 -zweier benachbarter  Abschnitte. Die sich unter den Kolben 4 befindliche  Masse wird durch die Kanäle 6 und die oberen     Oeff-          nungen    8 in den Raum desselben Abschnittes ober  halb des Kolbens gepresst.

   Beim Erreichen der unter  sten Endlage der Kolben 4 nehmen die Schieber 9  die in der Zeichnung angedeutete Lage ein,     d.h.    sie  liegen unterhalb den     Oeffnungen    B. Bei einer Bewe  gung der Kolben 4 nach aufwärts wird die Masse aus  den Räumen oberhalb der Kolben durch die oberen       Oeffnungen    8, die Kanäle 6 und die unteren     Oeffnun-          gen    7 in die Räume unterhalb des Kolbens 4 des  nachfolgenden Abschnittes gedrückt.

   Dadurch wird  die Masse stets um einen     Abschnitt    in Richtung zum  Austritt aus dem mit 32 bezeichneten letzten Ab  schnitt     vorwärtsgeschoben.    Dieser Vorgang wiederholt  sich ununterbrochen, wodurch die Masse vom Eintritt  in den Gärzylinder bis zum Austritt in einer Richtung  vorgeschoben wird. Die reif gewordene Masse wird  dann durch die Rohrleitung 18 in den     Kohlensäure-          abscheider    14 geführt.  



       In    diesem     Abscheider    wird die Masse vom über  flüssigen aufblähenden Gas befreit und tritt in die  Doppelpumpe 16 ein. Hier wird sie in der erforder  lichen Menge einerseits in das Rührwerk 15, anderer  seits in die Knetmaschine     1g    aufgeteilt.     Im    Rührwerk  15 wird der     Teigmasse    Wasser und Mehl, gegebenen  falls andere Zusätze     hinzugegeben    und alles mitein  ander vermischt. Auf diese Weise wird frischer Sauer  teig erzeugt, der mit Hilfe der Pumpe 17 dem ersten  Abschnitt 2 des     Gärzylinders    1 zugeführt wird, wo er  sich; wie oben beschrieben,     allmählich    entwickelt.  



  Der     zweite    Teil der     reifgewordenen        Teigmasse     wird aus dem     Abscheider    14 durch die Pumpe 16 in  die Knetmaschine 19 geleitet, in welcher Mehl, Salz  lösung und eventuell andere Zutaten hinzugegeben  werden. Der in der     Knetmaschine    kontinuierlich vor  bereitete Teig tritt durch die     Oeffnung    20 aus, zum  Aufteilen und     Formen.       Auf die beschriebene Weise lässt sich beispiels  weise Roggenbrot mit einer beliebigen Beimengung  von Weizenmehl, ferner Weizenbrot mit einer kleinen  Beimengung von Roggenmehl oder anderem Mehl,  eventuell weisses Weizenbrot und Gebäck aus weissem  Weizenmehl     hestellen.     



  Die freigewordenen Gase können aus dem     Gär-          zylinder    1, wie nachstehend angeführt, entweichen:  Im Augenblick, wenn die Kolben 4 beginnen, sich  nach unten zu bewegen, bleibt die eine Reihe der  Schieber 9,     z.B.    die rechte, eine Weile in der Lage  zwischen den     Oeffnungen    7 und 8 zweier benachbarter  Abschnitte, während die andere, linke Reihe der  Schieber 9 durch die Bewegung nach unten die     Oeff-          nungen    8 freigibt. In dieser Lage der Schieber können  die Gase sämtliche     Oeffnungen    7 und 8 passieren  und in den     Abscheider    14 entweichen.  



  Zwecks Reinigung der Innenwände der einzelnen  Abschnitte 2 bis 32 des Gärzylinders, der Scheide  wände 3 und der Oberflächen der Kolben 4 von an  klebenden     Teigresten    sind die Kolben 4 an ihrem  Umfang mit Dichtungen und an beiden     Stirnflächen     mit Gummileisten versehen, die in einer Quernut in  der Stirnfläche befestigt sind. Die Scheidewände 3  sind an ihren Oberflächen gleichfalls mit     ähnlichen     Gummileisten versehen.

   Die Reinigung wird so durch  geführt, dass im Augenblick, wenn sich die Kolben 4  in der unteren bzw. in der oberen     Totlage,    also in  der nächsten Nähe der Scheidewände 3 befinden, die  Kolbenstange 5     z.B.    mittels eines Zahnrades, das an  ihrem Ende angebracht ist, 180      un    ihre Achse ver  dreht wird. Dadurch werden die Oberflächen der  Kolben 4 sowie die der Scheidewände 3 durch  die zugedrückten Gummileisten gegenseitig abgewischt  und gereinigt. Die zylindrischen Innenwände des     Gär-          raumes    werden durch die am Umfang der Kolben 4  angebrachten Dichtungen bestrichen.  



  Der Gärraum kann gegebenenfalls mit einem Dop  pelmantel zum Heizen oder Abkühlen versehen wer  den.  



  Es können anstatt der Schieber     Durchlassklappen     29 - gemäss     Fig.    2 - direkt in allen Kolben 4 sowie  in allen Scheidewänden 3 angeordnet werden, ähn  lich wie dies bei Kolbenpumpen bzw.     -kompressoren     der Fall ist. Diese     Durchlassklappen    29 können sich  dabei nur in der Bewegungsrichtung der     Teigmasse     öffnen. Die Kolben 4 sind an ihrem ganzen Umfang  gegen die Gefässwand abgedichtet.  



  Als     Gärraum    kann ferner ein Rohr von kreisför  migem Querschnitt verwendet werden, gemäss     Fig.    3.       Der    Querschnitt nimmt in der Bewegungsrichtung  der     Teigmasse    stufenweise zu, um dem zunehmenden  Volumen der Masse entsprechend der     allmählichen     Entwicklung Rechnung zu tragen. Die Einrichtung  kann als ein einziger Gärraum oder mit mehreren       Gärräumen    nebeneinander bzw. hintereinander an  geordnet werden. Der Gärraum kann waagrecht oder  lotrecht sein.  



  Eine weitere Ausführungsvariante der Einrichtung       besteht    darin, den Gärraum als Rinne mit beliebigem      Grundriss auszuführen, in denen sich bewegliche  Wände immer nur in einer Richtung bewegen. Hier  entfallen selbstverständlich die festen Scheidewände.  Die Eintritts- und Austrittsöffnung der Masse aus der  Rinne sind in der     Rinnenwand    angeordnet, wobei  die Austrittsöffnung so gross ist, dass die Masse in  folge ihres Eigengewichst hinausfallen kann. Die Mas  se kann auch durch eine Pumpe     abgesaugt    werden.

    Der     rinnenförmige    Gärraum ist im übrigen in gleicher  Weise an den     Kohlensäureabscheider    und an das  Rührwerk     resp.    an die     Knetmaschine        angeschlossen,     wie im ersterwähnten Ausführungsbeispiel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Sauerteig und andern Fermentierteigen, dadurch ge kennzeichnet, dass im Innern eines Gärgefässes (1) mindestens eine bewegliche, gegen die Gefässwand abgedichtete Scheidewand (4) angeordnet ist, welche dazu bestimmt ist, den Teig in Abschnitte unterschied licher Reife zu unterteilen. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gärgefäss (1) als Hohlzylinder ausgebildet ist und die Scheidewände als Kolben (4) ausgebildet sind, die an ihrem ganzen Umfang gegen die Gefässwand abgedichtet sind. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass feste Scheide wände (3) vorhanden sind, zwischen denen sich be wegliche Scheidewände (4) befinden, die von einer Endlage in die andere Endlage beweglich sind, wobei benachbarte Abschnitte (2, 12, 22, 32) durch Oeff- nungen (7, 8) verbindbar sind und Absperrorgane (9, 29) für diese Oeffnungen vorhanden sind, die in Abhängigkeit der Bewegungsrichtung der beweglichen Scheidewände betätigt werden, derart, dass bei der Bewegung dieser Scheidewände (4) in der einen Rich tung derjenige Raum vor und hinter einer solchen Scheidewand (4) desselben Abschnittes verbunden wird,
    während in der entgegengesetzten Bewegungs richtung der Raum vor einer solchen Scheidewand eines Abschnittes (2) mit dem Raum hinter einer solchen Scheidewand des nachfolgenden Abschnittes (12) verbunden wird.
CH352060A 1960-03-29 1960-03-29 Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Sauerteig und anderer Fermentierteigen CH386362A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0033987A3 (en) * 1980-02-07 1982-02-17 Cipari Sa Process and plants using yeasts
EP1880609A3 (de) * 2006-07-21 2008-05-28 Ströck Bio-Brot Produktions GmbH Verfahren zur Herstellung eines Bäckereiprodukt Teiges

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EP0033987A3 (en) * 1980-02-07 1982-02-17 Cipari Sa Process and plants using yeasts
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