CH386370A - Vorrichtung zum Färben von Stranggarn - Google Patents

Vorrichtung zum Färben von Stranggarn

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CH386370A
CH386370A CH675761A CH675761A CH386370A CH 386370 A CH386370 A CH 386370A CH 675761 A CH675761 A CH 675761A CH 675761 A CH675761 A CH 675761A CH 386370 A CH386370 A CH 386370A
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Scharfenberger Friedrich
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Description


  Vorrichtung zum Färben von     Stranggarn       Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum  Färben von     Stranggarn    in einem Färbezylinder, der  stehend in einen grösseren Behälter eingesetzt und  mit geschlossenem Mantel, aber perforiertem Boden  und Deckel zum axialen Durchströmen der im Ring  raum zwischen Behälter und Zylinder in entgegenge  setzten Richtungen zu- bzw. zurückgeführten Flotte  versehen ist.  



  Das Färben von     Stranggarn    wirft besondere Pro  bleme auf, die man schon auf verschiedene Art und  Weise zu lösen versuchte. So ist z. B. bereits bekannt,  zum Beschicken des stehend ausgebildeten Färbe  apparates sogenannte Materialträger zu verwenden,  welche mit Einrichtungen ausgestattet sind, um das  zu färbende     Stranggarn    hängend in dichter Stapelung  aufzunehmen und während des Färbeprozesses in  dieser Lage zu halten. Man kann dabei die Garn  strähne sowohl nach dem     Einstocksystem    aufhängen,  wie auch zwei Garnstöcke benutzen, auf welchen die  oberen und unteren Enden der Stränge aufruhen.  



  Es ist weiterhin bekannt, den Materialträger, auf  welchem das zu färbende     Stranggarn    ausserhalb des  Färbebehälters in geordneter Lage mit Hilfe der er  wähnten Garnstöcke aufgehängt wird, rechteckig zu  gestalten. Das setzt das Vorhandensein eines im       Querschnitt    gleichfalls rechteckigen Färbebehälters  voraus mit einer Färbekammer, in welche der fertig  beschickte Materialträger hineinpasst.  



  Auch solche Massnahmen haben Mängel, weil,  auch wenn Leitvorrichtungen vorgesehen werden,  nicht     sichergestellt    ist, dass die     Flotte    an allen Stellen  des Materialträgers das Färbegut gleichmässig durch  strömt. Einzelne Partien werden also gegenüber an  deren ungleichmässig gefärbt.  



  Man hat auch bereits daran gedacht, beim Fär  ben von     Stranggarn    im Querschnitt sechseckige Ma  terialträger zu verwenden, bei welchen die Möglich-         keit    gegeben ist, dass sie ohne     allzugrosse    Verluste an  Nutzraum in einen im Querschnitt runden Färbebe  hälter eingesetzt werden können. Obwohl bei der  artigen Materialträgern der Fassungsraum des Färbe  behälters besser ausgenutzt wird als bei der Verwen  dung von Materialträgern von rechteckigem Quer  schnitt, ist auf diesem Wege bei     Stranggarn    das  Maximum für ein rasches und gleichmässiges Durch  färben nicht realisierbar.  



  Schliesslich ist auch bereits erwogen worden, in  zylindrisch gestaltete Färbeapparate das auf     stock-          förmigen    Garnträgern hängende     Stranggarn    mit Hilfe  rund gestalteter Einsätze einzubringen, wobei der  gesamte lichte Querschnitt des Färbebehälters von  dem zu färbenden Material ausgefüllt sein sollte. Das  hat jedoch den schwerwiegenden Nachteil, dass die       unmittelbar    an der Innenwand des Färbebehälters  befindlichen     Strähnen    von dem Flottenstrom so fest  gegen diese Wand gepresst werden, dass sie beim Aus  heben des Einsatzes Schaden erleiden.

   Im übrigen  besteht auch hier die Gefahr, dass die ganz aussen  im Färbeapparat gelegenen     Stranggarnpartien    we  sentlich stärker durchgefärbt werden als die innen  liegenden.  



  Schliesslich geht ein bekannter Vorschlag aus  neuester Zeit dahin, einen Einsatz vorzusehen, an  welchem das     Stranggarn    mit Hilfe gebogener Garn  träger oder     -stöcke        aufgehängt    wird, die auf ent  sprechenden, in radialer     Richtung    verlaufenden Rah  men aufruhen. Der Einsatz soll dabei so ausgebildet  werden, dass die Garnträger zentral um ein Innenrohr  angeordnet sind, das mit dem Propeller zum Um  wälzen der Färbeflotte in Verbindung steht.

   Der  artige Ausbildungen befriedigen vor allem deshalb       nicht,    weil das in der     Mitte    des Einsatzes notwendiger  weise vorhandene Zentralrohr einen vergleichsweise      grossen Durchmesser haben muss, damit in dem  Rohr die zum Umwälzen der Flotte     innerhalb    des  Färbeapparates notwendigen Mittel, wie Propeller  einrichtung, Antriebsmotor usw., untergebracht wer  den können. Es geht also auch hier ein wesentlicher  Teil des möglichen Nutzraumes innerhalb des Färbe  behälters verloren.

   Im übrigen ist auch die     Beschik-          kung    des Einsatzes mit Hilfe gebogener Garnstäbe  nicht ganz einfach, abgebogene Garnträger neigen  zu Deformationen, was zur Folge hat, dass die Stab  enden nicht mehr in ihre an den zugehörigen Trag  rahmen vorgesehenen Halterungen passen.  



  Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst wer  den, einen stehend ausgebildeten Apparat zum Fär  ben von     Stranggarn    zu schaffen, bei welchem auf der  einen Seite ein gleichmässiges und rasches Durch  färben aller Partien erreicht wird, ohne Rücksicht  auf ihre Lage in der Mitte oder in den Randzonen des  Packeinsatzes, bei welchem aber weiterhin eine sich  von den bisherigen Vorschlägen vorteilhaft unter  scheidende, praktisch vollständige Ausnutzung des  Innenraumes des     Färbebehälters    zur Aufnahme einer  maximalen Menge an     Stranggarn    ermöglicht wird.  Des weiteren will die     Erfindung    die Beschickung des  Färbeapparates wesentlich vereinfachen und verbil  ligen.  



  Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass  über den ganzen, einen zusammenhängenden Innen  raum bildenden Querschnitt des Färbezylinders ver  teilt horizontale,     zueinander    parallele Garnstöcke  mit einer der Sehne des zugehörigen Kreisabschnit  tes entsprechenden grösseren oder kleineren Länge  paarweise übereinander zur hängenden Aufnahme  des Färbegutes angeordnet sind, und dass ferner der  nicht durchbrochene Mantel des Färbezylinders durch  einen mindestens annähernd in einer Längsmittel  ebene liegenden Trennschnitt in zwei mindestens  angenähert raumgleiche Zylinderhälften unterteilt ist,  von denen die eine Hälfte feststehend und die andere  Hälfte mit Hilfe einer parallel zur Zylinderlängsachse  verlaufenden     Scharnierverbindung    ausschwenkbar  ausgebildet ist.  



  Mit der     erfindungsgemässen    Vorrichtung kann       Stranggarn,    ohne Rücksicht auf seine Beschaffen  heit, in hängender Anordnung gefärbt werden, und  zwar im Gegensatz zu den bekannten Vorschlägen,  bei welchen eine Pressung des Materials während  des Färbevorganges vor allem gegen die Innenwan  dung des Färbebehälters stattfindet, was nur aus  Baumwolle bestehendes     Stranggarn,    und zwar auch  nicht immer, erträgt.  



  Durch die Möglichkeit, den Packeinsatz ausser  halb des Färbebehälters bei bester     übersieht    und  einfacher     Einhängemöglichkeit    für das     Stranggarn     zu beschicken, wird ein wesentlicher Teil des Arbeits  vorganges sehr erleichtert. Dabei ist es gleichgültig,  ob das     Stranggarn    in dem Packzylinder mit Hilfe  des sogenannten     Einstabsystems    oder     mit    Hilfe des  einleitend schon     erwähnten        Zweistabsystems    aufge  hängt wird.    In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der  erfindungsgemässen Vorrichtung zum Färben von       Stranggarn    gezeigt.  



       Fig.    1 zeigt in einem Mittelschnitt den komplet  ten Färbeapparat mit Einsatz.  



       Fig.2    lässt den Einsatz von oben gesehen mit  aufgesetztem Deckel erkennen.  



       Fig.3    zeigt den Einsatz ohne Deckel in zum  Zwecke der Beschickung oder Entnahme aufgeklapp  ter Lage der Teile.  



       Fig.4    ist ein Viertelquerschnitt von oben mit  den     Halterungsleisten    für die Garnstöcke in grösse  rem Massstab.  



       Fig.5    zeigt eine innere Seitenansicht mit den       Verstellmöglichkeiten    für die Halterung der Garn  stöcke.  



  Der dargestellte, zum Färben von     Stranggarn     bestimmte und geeignete Färbeapparat ist in seiner  allgemeinen     Umrissform    zylindrisch und steht auf  recht. Er besteht im wesentlichen aus einem mit der  Zu- und Ableitung für die Färbeflotte versehenen,  im übrigen unten abgeschlossenen Behälter, der  beim dargestellten Ausführungsbeispiel mit Hilfe ei  nes Deckels 2 dicht abgeschlossen werden kann.  Innerhalb des Färbeapparates kann bei einer solchen  Ausführung auch mit hohen Temperaturen und unter  Druck gearbeitet werden. Ein vollkommen geschlos  sener Färbebehälter ist jedoch nicht Voraussetzung  für die Erfindung.  



  Innerhalb des Färbebehälters 1 befindet sich ein  als Packbehälter dienender, als Ganzes mit 3 bezeich  neter Einsatz. Dieser Einsatz besteht in seinen Grund  elementen aus einem Hohlzylinder 16 mit     unper-          foriertem    Mantel und aus einem mit diesem Hohl  zylinder fest verbundenen Zwischenboden 14, der  perforiert ausgebildet ist oder aus einem Sieb be  steht.

   Oberhalb des Zwischenboden 14 befindet sich  der Packraum 11 für das in hängender Lage gesta  pelte, mit 15 bezeichnete Färbegut in Form von       Stranggarn.    Nach oben wird der Packraum 11 durch  einen mit 5 bezeichneten, gleichfalls aus perforier  tem Blech oder aus einem Sieb bestehenden Deckel 5       begrenzt.    Die Verbindung zwischen dem oberen     Dek-          kel    5 und dem     Hohlzylinder    16 erfolgt durch bei 6  angedeutete Schrauben.

   4 ist ein mit dem Deckel 5  verbundener Bügel zum Ausheben und Einsetzen  des Einsatzes 3 mit Hilfe eines geeigneten     Hebe-          zeuges.    Der bereits erwähnte, gewölbte Deckel 2 um  schliesst einen oberen     Flottenverteilungsraum,    der  bis zum     perforierten    Deckel 5 des Packeinsatzes 3  reicht.  



  Der Einsatz 3 ist im Färbebehälter 1 mit solchem  Spiel angeordnet, dass zwischen dem Aussenmantel  des Hohlzylinders 16 des Einsatzes 3 und der Innen  wand des Färbebehälters 1 ein Ringraum 27 von  ausreichender Grösse verbleibt, um das Hindurch  strömen der Färbeflotte, gegebenenfalls wechselweise  in absteigender und aufsteigender Richtung, zu er  möglichen.      Die Halterung des Packeinsatzes 3 innerhalb  des Färbebehälters 1     vollzieht    sich wie folgt:  Unterhalb des Zwischenbodens 14 bildet ein nach  unten gewölbter Boden 12 eine untere Kammer zur  Verteilung der Färbeflotte.

   Der genannte Boden 12  hat in der Mitte eine     Ausnehmung    mit einem Sitz  ring 13, der auf eine die Zu- und     Abströmstutzen     für die Färbeflotte enthaltende konisch gestaltete  Tragkonstruktion 7 im unteren Teil des Färbebehäl  ters abdichtend einwirkt bzw. auf diese Konstruk  tion aufsetzt. Im unteren Teil des Färbebehälters 1  sind ausserdem Heizschlangen 28 vorgesehen, durch  welche Dampf zum Aufheizen der Färbeflotte hin  durchströmt.  



  Die richtige Lage des Packeinsatzes 3 innerhalb  des Färbebehälters 1 unter Wahrung des für den  Flottenstrom notwendigen Ringraumes 27 zwischen  der Innenwand des Färbebehälters 1 und dem     unper-          forierten    Mantel 16 des Einsatzes 3 wird dadurch  gesichert, dass nach Schliessen des Deckels 2 die an  diesem vorgesehene     Anpressspindel    8 durch Verstel  len eines Handrades auf den Nocken 9 niederge  schraubt wird und der Sitzring 13 im unteren Teil  abdichtend in den konischen Sitz 7 gepresst wird. Der  Nocken 9 dient dabei dazu, den perforierten Deckel 5  bei offenem Apparat ausheben zu können, und zwar  mit Hilfe einer hier nicht näher interessierenden  Haltebrücke.  



  Der Packeinsatz 3 selbst ist, wie die     Fig.    3, 4 und  5 erkennen lassen, im einzelnen wie folgt gestaltet:  Der     unperforierte    Mantel 16 ist durch einen in  seiner     Längsmittelebene,    die in     Fig.2    mit     einer     strichpunktierten Linie angedeutet ist, geführten  Trennschnitt in zwei einander raumgleiche Zylinder  hälften 17 und 19 geteilt.

   Beim dargestellten Aus  führungsbeispiel ist angenommen, dass die Zylinder  hälfte 17 feststehend ausgebildet und dass an dieselbe  über Scharniere 18 die zweite Zylinderhälfte 19 der  art 'beweglich angeschlossen ist, dass sie mindestens  um den aus     Fig.    3     ersichtlichen    Winkel von 45 bis  90  gegenüber der feststehenden Hälfte 17 ausge  schwenkt werden kann. Auf der gegenüberliegenden  Seite sind     Verschlussorgane    21 vorgesehen, welche  den ausschwenkbaren Teil<B>19</B> mit dem feststehenden  Teil 17 in der geschlossenen Lage verriegeln.

   Diese       Verschlussteile    bestehen beim dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel aus     Verschlussbolzen    oder Haken an  der Zylinderhälfte 19, über welche die an der Zylin  derhälfte 17 vorgesehenen     Exzenterverschlüsse    grei  fen.    Um     Kurzschlusswege    im Flottenstrom zu ver  meiden, muss sowohl die     Scharnierverbindung    der  Teile 17 und 19 wie auch die Verriegelung auf der  gegenüberliegenden Seite abdichtend ausgebildet  sein, was am einfachsten erreicht wird durch Ein  fügen von Dichtungsmitteln in Form von Gummi  profilen, die in der Schliesslage unter Druck anein  ander zur Anlage kommen.

      Die beiden Halbteile 17, 19 des Packeinsatzes 3  sind mit besonderen Anordnungen ausgestattet, um  das in einer Charge zu färbende     Stranggarn    in hän  gender Lage aufzunehmen und während des Färbe  vorganges in dieser Lage zu halten. Zu diesem Zweck  sind die beiden raumgleichen     Zylinderhälften    auf  ihrer Innenseite mit aus     Fig.4        ersichtlichen        Ab-          kantungen    24 versehen, die in     vertikaler    Richtung  verlaufen, treppenförmig gestaltet sind und sich je  weils in Richtung auf die Gelenkstelle bzw. die  Schliessstelle für die     Behälterhälften    verjüngen.

   Auf  der Innenseite dieser vertikalen, gleichzeitig den  Zylindermantel 16     versteifenden        Abkantungen    24  sind Halterungen angebracht für die mit 23 bezeich  neten Garnstöcke, auf welchen das     Stranggarn     hängt, wenn die Garnstöcke zum Zwecke der Be  schickung des Packeinsatzes in die     mit    24 bezeichne  ten Leisten eingefügt werden.

   Die Enden der Garn  stöcke greifen dabei in Aufnahmelöcher 26 ein, die  einen rechteckigen oder mehreckigen Querschnitt  haben und in Abständen in den     Abkantungen    24 in  einer solchen Anzahl vorgesehen sind, dass es mög  lich ist, unter entsprechender Staffelung und in ab  wechselnder Folge längerer oder kürzerer Strang  paare in aufeinanderfolgenden Lagen praktisch den  ganzen lichten Querschnitt des Einsatzes 3 voll als  Stapelraum für das     Stranggarn    auszunutzen.  



  Wie insbesondere aus     Fig.3    erkannt werden  kann, schafft die     Aufklappbarkeit    der beiden     Hälften     17 und 19 des Einsatzbehälters 3 die Möglichkeit,  bei voller Sicht und kurzen Griffwegen die richtige  Beschickung des Packeinsatzes mit den jeweils auf  einen oder auch auf zwei Garnstöcken aufgehängten       Stranggarn    durchzuführen, so dass praktisch ein  gleichmässig dicht gepackter Materialblock entsteht.  



  Wenn das     Stranggarn    in dieser Form eingebracht  ist, werden die beiden     Behälterhälften    17 und 19  geschlossen und der obere Deckel 5 wird aufgelegt  und festgeschraubt. Alsdann wird der ganze     Einsatz     3, wie schon beschrieben, mit     Hilfe    eines Hebezeuges,  welches an der     Aufhängnase    4 angreift,     in    den Färbe  behälter 1 eingesetzt, wobei sich dann das aus     Fig.    1  ersichtliche Bild ergibt.  



  Die Färbeflotte tritt, wie     Fig.    1 erkennen lässt,  in welcher der Strömungsverlauf der Flotte durch  Pfeile wiedergegeben ist, und zwar in der Annahme  eines aufsteigenden Flottenstromes, von unten her  durch den     Einströmstutzen    ein, verteilt sich innerhalb  der vom Boden 12 gebildeten Verteilungskammer 10  gleichmässig auf den Materialblock, steigt durch die  Öffnungen im perforierten Zwischenboden 14 hoch,  geht gleichmässig durch das     Stranggarn    hindurch und  tritt oben durch den     perforierten    Einsatzdeckel 5 in  den oberen     Flottenverteilungsraum    wieder aus.

   Die  Flotte strömt dann durch den Ringraum 27 zwischen  der Innenwand des     Färbebehälters    1 und dem     un-          perforierten    Aussenmantel 16 des Einsatzes 3 in die  untere im Boden des Färbebehälters 1 gelegene  Sammelkammer. Hier wird sie von den Dampf-      schlangen 28 wieder aufgewärmt und über den     Ab-          strömstutzen    dem Propeller der     Umwälzpumpe    zu  geführt, die sie durch den     Einstrittsstutzen    wieder  neu auf den gleichen Strömungsweg schickt.  



  Wenn der Apparat mit einem bekannten auto  matischen Flottenwechsel ausgestattet ist, so kann  so gearbeitet werden, dass die Flotte zunächst der  unteren     Heizungskammer    des Färbeapparates zum  Zwecke des     Aufheizens    zugeführt wird.

   Von dort  aus würde sie dann     zwangläufig    in dem mit 27 be  zeichneten Ringraum aufsteigen und von oben her  über die vom Deckel 2 des Färbeapparates und der  perforierten Abdeckung 5 des Einsatzes 3 gebildeten  Kammer in gleichmässiger     Verteilung    durch das einen  Materialblock von gleichmässiger Dichte bildende       Stranggarn        hindurchstreichen    und durch die beim  dargestellten Ausführungsbeispiel als     Zuströmstutzen     dienende Leitung der     Umwälzpumpe    zugeführt wer  den.  



  Nach Beendigung des Färbeprozesses wird der  Deckel 2 geöffnet und der Packeinsatz 3 mit     Hilfe     eines     Hebezeuges,    das an dem Bügel 4 angreift, aus  dem Färbebehälter herausgehoben. Nach Lösen der  Schrauben 6 wird der Deckel 5 abgehoben und nach  Lösen der     Exzenterverschlüsse    21 der Mantel 16  des Packeinsatzes 3 geöffnet. Die beiden Halbteile  17, 19 werden in die aus     Fig.    3 ersichtliche Lage aus  geschwenkt, in welcher die     Garnstöcke    23 mit den  auf ihnen hängenden gefärbten     Garnsträhnen    15 ent  nommen und zur Durchführung einer neuen Charge  wieder neu beschickt werden.

   Zur Beschleunigung  des Beschickungsvorganges können die Strähnen be  reits auf Stöcke geeigneter Länge und geeigneten  Abstandes voneinander aufgehängt sein.  



  Noch idealer lässt sich arbeiten, wenn dem Färbe  apparat noch ein zweiter kompletter Packeinsatz 3  zugeordnet wird, dessen Beschickung mit ungefärb  tem     Garn    während der Zeit durchgeführt bzw. vor  bereitet werden kann, in welcher sich der erste Pack  einsatz zur Durchführung der Färbung der in ihm  enthaltenen Garnpartie im Färbeapparat befindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Färben von Stranggarn in ei nem Färbezylinder, der stehend in einen grösseren Behälter eingesetzt und mit geschlossenem Mantel, aber perforiertem Boden und Deckel zum axialen Durchströmen der im Ringraum zwischen Behälter und Zylinder in entgegengesetzten Richtungen zu- bzw. zurückgeführten Flotte versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass über den ganzen, einen zusam menhängenden Innenraum 'bildenden Querschnitt des Färbezylinders (3) verteilt horizontale, zueinander parallele Garnstöcke (23) mit einer der Sehne des zugehörigen Kreisabschnittes entsprechenden grösse ren oder kleineren Länge paarweise übereinander zur hängenden Aufnahme des Färbegutes angeordnet sind,
    und dass ferner der nicht durchbrochene Mantel (16) des Färbezylinders durch einen mindestens an nähernd in einer Längsmittelebene liegenden Trenn schnitt in zwei mindestens angenähert raumgleiche Zylinderhälften (17, 19) unterteilt ist, von denen die eine Hälfte (17) feststehend und die andere Hälfte (19) mit Hili'e einer parallel zur Zylinderlängsachse verlaufenden Scharnierverbindung (18) ausschwenk bar ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Mantelhälften (17, 19) des Färbezylinders (3) durch vertikale, sich über die ganze Höhe des Zylinders erstreckende, treppen- förmige Abkantungen (24) verstärkt und mit Halte rungsleisten (25) für die Garnstöcke (23) versehen sind. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an den vertikalen Abkan- tungen (24) der Zylinder-Mantelhälften (17, 19) an gebrachten Halterungsleisten (25) mehrere überein anderliegende Aufnahmelöcher (26) zum Einsetzen der paarweise einander zugeordneten Garnstöcke (23) in einem der jeweiligen Stranglänge entsprechenden Abstand aufweisen.
CH675761A 1960-06-14 1961-06-09 Vorrichtung zum Färben von Stranggarn CH386370A (de)

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