Abschirmeinrichtung für elektrische Hochfrequenz-Erwärmungsanlagen Bei der Behandlung von Stoffen im elektrischen Hochfrequenzfeld ist es erforderlich, Abschirmmittel vorzusehen, welche das Behandlungsfeld sowohl gegen äussere Felder als auch gegen Energieverluste schützen sollen. Ausserdem müssen Störstrahlungen der Behandlungsvorrichtung vermieden werden, weil diese drahtlose oder drahtgebundene Dienste, z. B. des Rundfunks, des Fernsehens und der Flugsiche rung, stören könnten.
Zur Unterdrückung von Energieverlusten und zur Erzielung einer gleichmässigen Feldverteilung ist es bekannt, Metallbleche als Abschirmmittel anzuwen den, wobei diese Bleche die Behandlungsanordnung, also das Feldelektrodenpaar, mindestens zu einem wesentlichen Teil ummanteln. Mit diesen bekannten Abschirmmitteln lassen sich zwar gute Erfolge erzie len, und Verluste sowie Feldbeeinflussungen können hiermit weitgehend unterdrückt werden, jedoch lassen sich mit solchen, den Behandlungsraum abschliessen den Blechen keine Anlagen aufbauen, bei denen das zu behandelnde Gut dem elektrischen Feld über ein Transportband zugeführt wird.
Wollte man bei der artigen Durchlaufförderanlagen für das Gut die ge samte Anlage durch Bleche oder Drahtnetze vor dem Austritt von Störenergie schützen, d. h. also die ge samte Anlage beispielsweise - wie an sich bekannt in einem leitenden Käfig anordnen, so wäre zwar mit Sicherheit der Austritt von Störenergie aus der Anlage unterbunden, aber die Kosten für die Er stellung einer so geschützten Anlage wären ausser ordentlich gross. Man hat zwar bereits versucht, in ein solches Abschirmgehäuse öffnungen für den Zu- und Austritt des zu behandelnden Gutes vorzusehen.
Solche öffnungen müssen aber mindestens so lange geschlossen gehalten werden, wie der elektrische Hochfrequenzgenerator in Betrieb ist. Mit derart aufgebauten Anlagen wäre dann zwar ein absatz weiser Betrieb möglich, aber kein ununterbrochener Durchlaufbetrieb. Zur Behebung dieser Schwierig keiten ist man - wie bekannt - auf den Gedanken verfallen, die Feldelektroden in eine Metallkammer mit abgeschirmten öffnungen einzubauen und an den zum Zu- undloder Abführen des Gutes dienenden öffnungen schachtförmige,
mit der Kammerwandung leitend verbundene metallische Einsätze mit mög lichst kleinem Querschnitt anzubringen. Der Quer schnitt ist im allgemeinen durch die Abmasse des Beschickungsgutes vorgegeben. Die Länge des Schachtes kann man in der Regel mit dem Ein bis Eineinhalbfachen der Diagonalen des Schacht querschnitts annehmen.
Diese zur Dämpfung der Störstrahlung benutzten Transportschächte (Hohlrohransätze) bei Hoch frequenz-Durchlaufanlagen wirken bei elektrischen Hochfrequenzschwingungen, deren Frequenz unter halb der durch den Schachtquerschnitt gegebenen Grenzfrequenz liegt, im wesentlichen als elektro statische Abschirmung, deren Wirkung gemessen oder annäherungsweise auch berechnet werden kann.
Oberhalb dieser Grenzfrequenz wird jedoch das Verhalten eines solchen Abschirmschachtes durch die Gleichungen für Wellenleiter beschrieben. Die Wirkung des Schachtes als dämpfendes Glied ist in diesem Fall bestimmt 1. durch die Einkopplungsbedingungen für die elek tromagnetische Welle bei der Ansatzstelle des Schachtes an der Wand des Behandlungsraumes, 2. durch die Übertragungseigenschaften des Schach tes für elektromagnetische Wellen und 3. durch die Auskopplungsbedingungen für die elek tromagnetische Welle an dem dem Behandlungs- raum abgewandten offenen freien Ende des Schachtes.
Während sich die Auskopplungsbedingungen im allgemeinen nur schlecht beeinflussen lassen, da die technischen Forderungen, die an Hochfrequenz Durchlauf-Erwärmungsanlagen gestellt werden, be sondere Ansätze, Aufsätze oder Winkelführungen innerhalb des Schachtinneren nicht zulassen, kann die Ausstrahlung von Störenergie jedoch durch Ver schlechtern der Einkopplung der elektromagnetischen Welle in den Schacht bei der Ansatzstelle des Schach tes an der Wand des Behandlungsraumes und(oder durch Verschlechtern der Fortpflanzungsbedingungen der elektromagnetischen Welle innerhalb des Schach tes wesentlich verringert werden. Im Rahmen der letzterwähnten Erkenntnis bietet sich die Möglichkeit, z.
B. durch Erhöhung der Schachtdämpfung, die Abstrahlung von Störenergie zu verringern, ohne damit den Schachtquerschnitt wesentlich einzuengen. Jede der beiden Massnahmen, nämlich 1. das Verschlechtern der Einkopplungsbedingungen und 2. die Erhöhung der Schachtdämpfung, ermöglicht es, die Abstrahlung von Hochfrequenz energie oberhalb der Grenzfrequenz zu verringern. Jedoch ergeben sich Vorteile, wenn beide Mass nahmen gemeinsam angewandt werden.
Die vorliegende Erfindung geht von der Erkennt nis aus, dass die bisherigen Ausführungen von Trans portschächten an Hochfrequenz-Durchlauf-Erwär- mungsanlagen die Hochfrequenz-Abstrahlung nicht oder nur unwesentlich in Frequenzbereichen ver ringern, die oberhalb der Grenzfrequenz des Schach tes liegen. Die Erfindung beschäftigt sich daher mit der Aufgabe, die die Störstrahlung mindernde Wir kung auch in einem weiten Bereich oberhalb dieser Grenzfrequenz wesentlich zu erhöhen.
Auch die vorliegende Erfindung betrifft eine Ab schirmeinrichtung für elektrische Hochfrequenz- Erwärmungsanlagen, bei denen zur Verhinderung der Abstrahlung von Störenergie Hohlrohransätze (Schächte) als Dämpfungsglieder vorgesehen sind, die gleichzeitig als Ein- oder Ausführöffnungen für das zu behandelnde Gut dienen.
Bei einer solchen Abschirmeinrichtung besteht nun das die Erfindung Kennzeichnende darin, dass den Hohlrohransätzen zur Erreichung einer hinreichenden Dämpfung für Frequenzen oberhalb der Grenzfrequenz elektrisch gut leitende, den Austritt von Störenergie ver ringernde Körper undjoder Körper aus elektrisch, dielektrisch oder magnetisch verlustbehafteten Stoffen bzw. aus Kombinationen dieser Stoffe zugeordnet sind, die direkt oder indirekt, d. h. über Kopplungs mittel - z. B. über Koppelspalte in den den Rohr wänden zugeordneten Zwischenwänden - dem elek tromagnetischen Feld im Inneren der Rohransätze Energie entziehen.
Es ist zwar bekannt, bei in der Mikrowellen technik als Wellenleiter benutzten Hohlleitern durch in diese Hohlleiter eingebrachte verlustbehaftete Stoffe verschiedener Ausdehnung und Anordnung die Dämpfung heraufzusetzen. Die dabei angewen deten dünnen Widerstandsschichten werden aber in den Mikrowellen-Hohlleitern zu deren reflexions freiem Abschluss mit reellem Wellenwiderstand in Form eines Wellensumpfes oder zur einstellbaren Dämpfung der durchgeleiteten elektromagnetischen Welle verwendet. Bei Abschirmschächten für Hoch- frequenz-Durchlauf-Erwärmungseinrichtungen (z. B.
zur Gusskerntrocknung), bei denen die Betriebs frequenzen bis etwa 100 MHz liegen können, werden dagegen an den Wellenwiderstand sowie an die Reflexionsfreiheit keine besonderen Anforderungen gestellt, hingegen soll ohne erheblichen Aufwand und ohne wesentliche Einengung des nutzbaren Quer schnittes des Schachtes, der jede beliebige, zweck mässig dem zu behandelnden Gut angepasste Quer schnittsform aufweisen kann, eine grosse Dämpfung über einen Frequenzbereich erzielt werden, der die höchsten vom Generator in unzulässiger Stärke er zeugten Oberwellen erfasst.
Bei der Fortleitung der H1o- Welle, die bekannt lich für den Schacht die niedrigste Grenzfrequenz darstellt, fliessen senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Welle in einem Schacht mit z. B. rechteckigem Querschnitt in den (schmalen) Seitenwänden Leitungsströme; in umgekehrter Rich tung fliesst zwischen den Breitseiten im Schacht querschnitt der Verschiebungsstrom. An der Stelle, an der der Schacht an den Behandlungsraum angesetzt ist, treten Wandströme, die im Behandlungsraum fliessen und sich als Verschiebungsströme zur Behandlungs- elektrodenanordnung hin schliessen, in den Schacht ein und regen darin zur Fortleitung geeignete Wellen formen an.
Das Eintreten solcher Wandströme in den Schacht muss nach Möglichkeit unterbunden werden. Hierzu können gemäss einem Ausführungs beispiel der Erfindung zur Verringerung der Einkopp lung vom Behandlungsraum zum Schacht hin Blenden aus elektrisch gut leitendem Material innerhalb des Be handlungsraumes mit einer dem Querschnitt des Schachtes entsprechenden Öffnung vorgesehen sein. Die Blende soll in geringem Abstand vor der Abschluss- wand des Behandlungsraumes zum Schacht hin elek trisch gut leitend befestigt sein.
Eine weitere Möglich keit zur Verringerung der Kopplung vom Behandlungs raum zum Schacht besteht darin, Fahnen aus Metall blech vorzusehen, die parallel zu den Wandungen im Inneren des Schachtes angeordnet und längs einer ihrer Kanten mit einer Schachtinnenwand elek trisch gut leitend verbunden sind.
Solche Blechfahnen, Blenden oder innerhalb des Schachtes angeordnete Zwischenwände oder -schächte werden, vorzugsweise auf ihrer dem Schachtinneren zugewandten Fläche, zweckmässig mit verlustbehaftetem Stoff überzogen.
Die zur Erhöhung der Schachtdämpfung verwen deten verlustbehafteten Dämpfungsstoffe können aus Graphit oder Lack mit dielektrisch oder magnetisch wirksamen, z. B. eingelagerten ferritischen, Korn- ponenten bestehen, die als Anstriche oder Beläge auf die Schachtinnenwände oder die Schachtzwischen wände aufgebracht sind. Es können auch Beläge aus Stahlwatte angewendet werden, wenngleich derartige Schichten im allgemeinen wesentlich mehr auftragen, wobei eine möglicherweise unerwünschte Einengung des Schachtraumes in Kauf genommen werden muss.
Soweit Zwischenwände oder -schächte innerhalb des Schachtes angewendet werden, können diese aus Metall mit Anstrichen aus den vorgenannten Dämpfungsstoffen bestehen oder aber aus flachen Körpern, z. B. aus Holz, Hartstoff oder Hartpapier, gefertigt und mit den Dämpfungsstoffen bestrichen oder belegt sein; auch Kunststoffplatten sind vorteil haft, in die die verlustbehafteten Stoffe eingear beitet sind.
Auf weitere Merkmale wird bei der nachfolgen den Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Er findung näher hingewiesen.
Die Fig.l veranschaulicht eine schematische Darstellung einer Hochfrequenz-Durchlauf-Erwär- mungsanlage, von der lediglich das Auslaufende dar gestellt ist, an dem also das Gut nach der Be handlung zur weiteren Verarbeitung bzw. Verwen dung die Erwärmungsanlage verlässt. Der Behand lungsraum ist mit 1, der Gutausführschacht mit 2 'bezeichnet. Von dem Behandlungsraum 1 des elek trischen Hochfrequenzgenerators ist lediglich ein Teil dargestellt, der die heisse Elektrode 3 enthält, die in nicht näher veranschaulichter Weise isoliert an der Decke 4 des den Behandlungsraum ummanteln- den Gehäuses befestigt ist.
Die zu behandelnden Gutteile sind mit 5 bezeichnet; sie liegen auf einem in der durch einen Pfeil gekennzeichneten Förderrich- tung bewegbaren Transportband 6 aus metallischem oder nichtmetallischem Gewebe auf, das über dem Boden des Behandlungsraumes 1 bzw. des Schacht raumes 2 am Anfang (nicht dargestellt) und am Ende der Förderstrecke über Transportrollen 7 ge führt und umgelenkt ist.
Die (kalte) Gegenelektrode kann im Behandlungsraum 1 zwischen dem nicht metallischen Transportband 6 und dem Behandlungs- raumboden angeordnet sein, oder der geerdete Be- handlungsraumboden bzw. das metallische Trans portband kann selbst die Gegenelektrode bilden. Die Abschlusswand bzw. Trennwand 8 zwischen Behand lungsraum 1 und Schacht 2 weist eine Öffnung auf, die der Querschnittsform des Schachtes angepasst ist und einen ungehinderten Durchlauf des Transport bandes 6 und der Gutstücke 5 gewährleistet.
Um den Austritt von Störstrahlungen aus dem Behandlungs raum 1 in den Schacht 2 zu verhindern, ist innerhalb des Behandlungsraumes 1 an der Abschlusswand 8 zum Schachtraum 1 hin eine Metallblende 9 an gebracht, die elektrisch gut leitend mit der Wand 8 oder aber mit der Decke bzw. dem Boden oder den Seitenwänden des Behandlungsraumes verbunden ist. Diese Blende weist eine entsprechende Öffnung auf, die ebenfalls der Querschnittsform des Schachtes 1 angepasst ist. In der Fig. 2 ist eine Ansicht auf die Blende bzw. den Schacht veranschaulicht, und zwar in Pfeilrichtung von der Schnittlinie A-A der Fig. 1 aus betrachtet.
Die Bezugszeichen sind entsprechend gewählt. Um Sprüherscheinungen entgegenzuwirken, weist die Blende 9 noch einen rohrartigen Fortsatz 10 mit Wulstrand auf, der in Richtung zum Schacht raum 1 hin umgebördelt, also weg von der Elektrode 3 gerichtet ist.
Zur Verminderung der Kopplung können anstelle von Blenden auch Fahnen aus elektrisch gut leiten dem Blech im Schachtraum angeordnet werden, so wie dies in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht ist. Fig. 3 ist eine Ansicht nach der Linie<B><I>A -A</I></B> in Fig. 1, während die Fig. 4 eine Seitenansicht der Fahnen anordnung und des Schachtes veranschaulicht. Die Blechfahnen sind mit 11 bezeichnet und erstrecken sich parallel zu den Schachtseitenwänden. Die Fahne 11a ist an ihrer zur Schachtdecke hin gerichteten Kante S-förmig umgeknickt und nahe der Schacht decke an der Seitenwand elektrisch gut leitend be festigt, z.
B. unter Zwischenlage einer federharten Kupfer- oder Messingfolie. Die Fahne 11b verläuft ebenfalls parallel zu der entsprechenden Schacht seitenwand und ist gleichfalls längs einer Kante S-förmig umgeknickt und nahe dem Schachtboden an der Seitenwand des Schachtes in gleicher Weise befestigt wie die Fahne 11a. Das Transportband über dem Schachtboden ist wiederum mit 6 bezeichnet.
Eine weitere Befestigungsmöglichkeit für die Fahnen 11 ist in der Fig. 5 dargestellt, deren Dar stellung der Fig. 4 entspricht. Die Fahnen 12a bzw. 12b sind hier einseitig, wie zu den Fig. 3 und 4 beschrieben, am Boden bzw. an der Decke des Schachtes 2 befestigt.
Wesentlich ist, dass die Fahnen innerhalb des Schachtes möglichst dicht am Schachteingang, d. h. in der Nähe der Trennwand 8 zwischen Behandlungs raum 1 und dem Schachtraum 2, angeordnet werden. Die einseitigen Befestigungsstellen gegenüberliegender Fahnen sollten überdies möglichst nicht in einer Ebene liegen, sondern - wie dies in der Fig. 3 bzw. der Fig. 5 veranschaulicht ist - die Befestigung der einen Fahne, z. B. 12a, sollte nahe der Ansatzstelle des Schachtes an der Schachtdecke befestigt sein, während die am Schachtboden befestigte Fahne, z. B. 12b, nahe der Trennwand 8 ihr freies Ende haben sollte.
Anstatt die Einkopplungsbedingungen vom Be handlungsraum zum Schachtraum hin zu verschlech tern, besteht das weitere, zweckmässig mit dem erst erwähnten kombiniert angewendete Verfahren, die Schachtdämpfung zu erhöhen. Ausführungsbeispiele hierfür sind in den weiteren Fig.5 bis 15 veran schaulicht.
Fig. 6 ist eine Aufsicht auf die freie Öffnung des Schachtes 2. Mit 8 ist die Abschlusswand zum Behandlungsraum 1 bezeichnet. Die Seitenwände des Schachtes sind mit verlustbehafteten Dämpfungs- stoffen 13 und 14 belegt, die mit der Decke oder dem Boden des Schachtes oder aber mit den Seiten- wänden leitend verbunden sind. Die Stoffe 13 und 14 können als plattenförmige Körper an den Seiten wänden befestigt sein oder aber Anstriche bzw. dünne Beläge auf den Seitenwänden bilden.
In der Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, die ebenfalls eine Ansicht des Schachtes von seinem freien Ende her bietet. Mit 13 und 14 sind wiederum die an den Seitenwandungen ange brachten Dämpfungsstoffe bezeichnet. An der Schachtdecke ist eine aus relativ schlecht leitendem Material bestehende Platte 15, z. B. aus Graphit, angeordnet, die längs der oberen Schachtwandung befestigt ist.
Bei der Ausführung des Schachtinneren nach Fig.8 sind nicht, wie zuvor beschrieben, die Dämpfungsstoffe unmittelbar auf die inneren Seiten wandungen des Schachtes aufgetragen, sondern in das Schachtinnere sind Platten aus Holz, Pertinax , Papiermachee, Kunststoff oder dergleichen eingefügt, die mit verlustbehafteten Anstrichen bzw. Belägen versehen sind. Diese Platten sind mit 13' und 14' bezeichnet; sie sollen gut leitend mit den Seiten wandungen oder mit der Decke undloder dem Boden des Schachtes verbunden sein.
In der Fig.9 ist eine doppelwandige Schacht ausführung veranschaulicht, bei der das gesamte Schachtinnere mit Ausnahme des Schachtbodens ver kleidet ist. Die Seitendämpfungsmaterialien sind wie der mit 13 und 14, die Deckenauskleidung mit 16 und die Zwischenschachtplatten mit 17, 18 und 19 bezeichnet. Der Zwischenraum zwischen den äusseren Schachtwänden und den Innenschachtwänden ist mit den Dämpfungsstoffen vollständig ausgefüllt. Die Dämpfungsstoffe 13, 14 und 16 können z. B. als Schüttgut in den Zwischenwandhohlraum einge bracht sein.
Die Fig. 10 unterscheidet sich von der Fig.9 lediglich dadurch, dass sämtliche Schachtwände, also auch der Boden, mit Dämpfungsstoffen 13, 14, 16 und 21 belegt bzw. die Dämpfungsstoffe in den Hohlraum zwischen dem äusseren Schacht und dem Innenschacht 17, 18, 19, 20 eingefüllt sind. Die Wände des Innenschachtes sind als Koppelwände ausgebildet und aus Blech, z. B. aus Eisenblech, gefertigt. Der Innenschacht soll mit dem Aussen schacht am freien Schachtende elektrisch dicht ver bunden sein.
Die Koppelwände, d. h. einzelne oder alle Wände des Innenschachtes, werden, wie dies die Fig. 11 für eine einzelne Wand veranschaulicht, mit Schlitzen 22, Durchbrüchen oder dergleichen ver sehen, um - zur Erreichung hoher Dämpfungen den Schacht an die Dämpfungsstoffe anzukoppeln, die in dem Raum zwischen dem äusseren und inneren Schacht angeordnet sind. Die Schlitze sollen nicht zu nahe an den offenen Schachtrand heranreichen und können mit einem Stoff geringer Stromverdrängung, z. B. Graphit, überbrückt werden. Sie sollen, wie dies die Fig. 11 veranschaulicht, sich parallel zur Schacht achsrichtung, also in Durchlaufrichtung, erstrecken.
Als sehr vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Schlitze 22 (entsprechend Fig. 12) etwa in der Mitte des Schachtes senkrecht zur Schachtachse verlaufend und zu den Schachtenden zu schräg zur Schachtachse zu orientieren.
Die Fig. 13 veranschaulicht eine einzelne Dämp- fungsplatte 13', 14' aus Kunststoff, Holz, Hartstoff, Hartpapier oder Pertinax , wie sie als Zwischen wand bei der Schachtanordnung nach Fig.8 Ver wendung findet. Diese Platte ist zur Erhöhung der Dämpfungswirkung mit einer Graphitsuspension be strichen oder mit einer Graphitauflage belegt. Es ist auch vorteilhaft, eine Schicht aus Stahlwatte auf das Grundmaterial aufzubringen, z. B. durch Aufkleben, ausserdem kann man den Raum zwischen der Platte und der Schachtwand mit diesem Stoff ausfüllen.
Abhängig von dem relativen Abstand solcher Zwischenwände von der Schachtwand lässt sich mit einem bestimmten Flächenwiderstand der Dämp- fungsschichten ein optimaler Dämpfungseffekt er zielen. Man erreicht dies durch eine entsprechend bemessene Schichtdecke des Anstrichs oder des Be lages oder auch dadurch, dass man mehr oder weniger zusammenhängende Muster wie Streifen, Quadrate usw. auf die Trägerplatte verteilt aufbringt. Zur Her stellung eines guten Kontaktes einer solchen Platte mit den Schachtwänden sind an den Längskanten dieser Dämpfungswände federnde Streifen 23 (Fig. 13) aus vorzugsweise walzhartem Kupfer- oder Messingblech aufgebracht, z.
B. aufgeschraubt, die ebenfalls mit der Graphitsuspension überstrichen oder mit dem Dämpfungsstoff belegt sind. Zur gleich zeitigen Beeinflussung der elektrischen Wandströme und des magnetischen Feldes im Schachtinneren können die Trägerplatten auch ausser der Graphit suspension noch zusätzlich mit einer Stahlwatte schicht belegt werden oder, wie zuvor beschrieben, der gesamte Innenraum zwischen der Zwischenwand und der Schachtinnenwand mit diesem magnetisch verlustbehafteten Stoff ausgefüllt werden.
Dasselbe gilt für die Schachtausführungen nach den Fig.3 und 4. Auch hier ist es sinnvoll, die Fahnen mindestens an ihren dem Schachtinneren zugekehrten Oberflächen mit den erwähnten Dämp- fungsstoffen zu belegen, wobei in allen Fällen diese Dämpfungsstoffe aus elektrisch, dielektrisch oder ma gnetisch verlustbehafteten Stoffen einer Kombination dieser Stoffe, oder aus einzelnen, übereinanderliegen- den verschiedenen Schichten dieser Stoffe bestehen können.
Die Fig. 13 veranschaulicht in Verbindung mit Fig. 14 eine Befestigungsanordnung für die Dämp- fungsplatte an der Schachtwand. Der Kupfer- oder Messingblechstreifen 23 ist vielfach quer zur Längs ausdehnung geschlitzt und auf die mit dem Dämp- fungsstoff 24 belegte Grundplatte mittels Schrauben 26 aufgeschraubt.
Bei Verwendung ausschliesslich dielektrisch ver lustbehafteter Stoffe in Plattenform als Dämpfungs- wand soll wenigstens entlang der Schmalseite der Platte eine gut hochfrequenzstromleitende Verbin- dung mit der Schachtwand vorgesehen sein. In der Fig. 15 ist eine solche Dämpfungswand mit 27 be zeichnet, während 28 die Schachtwand kennzeichnen soll. Zwischen der Schmalseite der Platte 27 und der Schachtwand 28 ist ein Gummischlauch 29 ein geklemmt, der mit einem elektrisch gut leitenden Drahtgeflecht 30 überzogen ist.
Durch diese Mass nahme wird verhindert, dass zwischen der Wand 27 und der Schachtwand 28 ein Luftspalt, also ein Spalt mit geringerer Dielektrizitätskonstante, als die Platte sie aufweist, entsteht. Auch die Platte 27, z. B. eine Kunststoffplatte, kann, wie zuvor be schrieben wurde, zusätzlich mit Dämpfungsstoffen wie Graphit oder Lack mit eingearbeiteten ferriti- schen Komponenten belegt und/oder mit einer Auf lage aus Stahlwatte zur weiteren Erhöhung ihrer Dämpfungswirkung ausgestattet sein.
4. Abschirmeinrichtung nach Patentanspruch mit Mitteln zur Erhöhung der Dämpfungswirkung der Hohlrohransätze, dadurch gekennzeichnet, dass als verlustbehaftete Stoffe Graphit oder Lack mit dielek- trisch oder magnetisch wirksamen, z. B. eingelagerten ferritischen Komponenten verwendet sind, die als Anstriche oder Beläge (13, 14) auf die Innenwand der Ansätze aufgebracht sind.
5. Abschirmeinrichtung nach Patentanspruch mit im Inneren der Hohlrohransätze angeordneten Zwi schenwänden (13', 14'), dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwände aus einem Trägermaterial wie z. B. Holz, Hartstoff oder Hartpapier, bestehen, die ganz oder teilweise mit verlustbehafteten Anstrichen bzw. Belägen aus Graphit oder Lack mit eingelager ten ferritischen Stoffen oder mit einer Auflage aus Stahlwatte versehen sind.