CH386623A - Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen Verfärbung - Google Patents
Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen VerfärbungInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B37/00—Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
- C08B37/006—Heteroglycans, i.e. polysaccharides having more than one sugar residue in the main chain in either alternating or less regular sequence; Gellans; Succinoglycans; Arabinogalactans; Tragacanth or gum tragacanth or traganth from Astragalus; Gum Karaya from Sterculia urens; Gum Ghatti from Anogeissus latifolia; Derivatives thereof
- C08B37/0063—Glycosaminoglycans or mucopolysaccharides, e.g. keratan sulfate; Derivatives thereof, e.g. fucoidan
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Description
Verfahren zur Stabilisierung von wäBrigen Heparinlösungen gegen Verfärbung Wässrige Heparinlösungen unterliegen bei der Lagerung einer Veränderung, welche sich durch eine allmählich stärker werdende Färbung zu er kennen gibt.
Obwohl dieser Umstand, soviel bisher bekannt ist, keine nachteiligen Folgen auf die Wirk samkeit der Präparate hat, geht das Bestreben der Technik dahin, Mittel zu finden, um eine möglichst weitgehende Stabilität von wässrigen Heparinlösun- gen gegen Verfärbungen zu erreichen.
Es wurde nun ein Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen Verfärbungen gefunden, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man diese Lösungen unter Sauerstoffausschluss lagert. Diesen Sauerstoffausschluss erreicht man zweckmässi- gerweise dadurch, dass man die Lösungen einer Inertbegasung unterwirft und sodann gut verschlos sen lagert.
Als inerte Gase eignen sich insbesondere Kohlen dioxyd und Stickstoff. Es hat sich gezeigt, dass durch Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens Heparinlösungen erhalten werden, die eine wesentlich verbesserte Farbstabilität im Vergleich zu analogen unbegasten Präparaten .aufweisen, indem erstere ihre Farbintensität bei gleichen Aufbewahrungsbe dingungen nur etwa halb so stark ändern wie die unbegasten Präparate.
<I>Beispiel 1</I> 80 ml pyrogenfreies, destilliertes Wasser werden in einem Erlenmeyerkolben von 250 ml Inhalt kurz aufgekocht. Das Wasser lässt man abkühlen, wobei man gleichzeitig mittels eines Glasrohres mit der Mündung knapp über dem Kolbenboden Kohlen dioxyd in einer Menge von 50 ml/min durch die Flüssigkeit perlen lässt.
Während des Erkaltens werden nacheinander 0,32 g Natriumchlorid und 0,50 g Phenol unter Umschwenken gelöst. Nach Abkühlen der Lösung wird das Begasungsrohr ent fernt und<B>500000</B> I. E. Heparin-Substanz auf den Flüssigkeitsspiegel aufgestreut. Hierauf führt man das Begasungsrohr sofort wieder derart in den Kolben ein, dass seine Mündung etwa 1 cm über dem auf der Flüssigkeit schwimmenden Heparin liegt.
Nach dem der Wirkstoff ohne Rühren völlig in Lösung gegangen ist, wird gründlich gemischt, das pH gemessen und gegebenenfalls, mit Natronlauge auf 6,3 eingestellt. Mit frisch ausgekochtem, destillier tem,
pyrogenfreiem Wasser wird auf das Endvolu- men von 100 ml aufgefüllt. Die Lösung wird unter Sauerstoffausschluss keimfiltriert und das Filtrat unter aseptischen Bedingungen. und unter Begasung mit Kohlendioxyd unter Verwendung einer üblichen mit Begasungseinrichtung versehenen
Vorrichtung in sterile Injektionsfläschchen v n 5 ml Inhalt abgefüllt. Die Fläschchen werden mit sterilen Stopfen aus, einer möglichst gasundurchlässigen Gummiqualität ver schlossen.
Die erhaltenen Injektionslösungen zeigen gegenüber Kontrollpräparaten ohne Kohlendioxyd Begasung eine wesentlich bessere Farbstabilität. <I>Beispiel 2</I> In analoger Weise wie in Beispiel 1 angegeben, werden 0,50 g Phenol, 2,00g Ephedrinhydrochlorid und 4 Millionen I. E. Heparin-Substanz zu einer Lösung mit dem Endvolumen von 100 ml verar beitet.
Der Lösungsvorgang wird mit Hilfe eines Vibromischers durchgeführt und als inertes Gas Stickstoff verwendet. Man erhält Lösungen mit sehr guter Farbstabilität.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen Verfärbung, dadurch ge kennzeichnet, dass man diese Lösungen unter Sauer stoffausschluss Hagert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Kohlendioxyd- oder Stick stoffatmosphäre lagert.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7872759A CH386623A (de) | 1959-09-28 | 1959-09-28 | Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen Verfärbung |
| BE595208A BE595208A (fr) | 1959-09-28 | 1960-09-20 | Procédé pour la stabilisation de préparations d'héparine. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7872759A CH386623A (de) | 1959-09-28 | 1959-09-28 | Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen Verfärbung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH386623A true CH386623A (de) | 1965-01-15 |
Family
ID=4536677
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7872759A CH386623A (de) | 1959-09-28 | 1959-09-28 | Verfahren zur Stabilisierung von wässrigen Heparinlösungen gegen Verfärbung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH386623A (de) |
-
1959
- 1959-09-28 CH CH7872759A patent/CH386623A/de unknown
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