CH386706A - Nivellieranordnung für grosse Zielweiten - Google Patents

Nivellieranordnung für grosse Zielweiten

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CH386706A
CH386706A CH1318960A CH1318960A CH386706A CH 386706 A CH386706 A CH 386706A CH 1318960 A CH1318960 A CH 1318960A CH 1318960 A CH1318960 A CH 1318960A CH 386706 A CH386706 A CH 386706A
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CH1318960A
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Martin Dr Drodofsky
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Zeiss Carl Fa
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C5/00Measuring height; Measuring distances transverse to line of sight; Levelling between separated points; Surveyors' levels

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
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Description


      Nivellieranordnnng    für     grosse'Zielweiten       Die Erfindung betrifft eine     Nivellieranordnung,     mit welcher über grosse Zielweiten, insbesondere Tal  senken und Ströme hinweg nivelliert werden kann.

    Im Gegensatz zum üblichen     Nivellement,    bei welchem  jeweils mit dem in der Mitte zwischen zwei     Messlatten     aufgestellten     Nivellierinstrument    eine     Messeinstellung     von der einen auf die andere Latte übertragen wird   man erhält so fortschreitend die relativen Höhenunter  schiede zwischen den Fusspunkten der wandernden  Latten -, muss man hier abwechselnd einen um nur  10 bis 50 m hinter dem     Instrument    stehenden Fix  punkt und darauf eine mehrere 100 m vor dem In  strument am anderen Ufer des Stromes bzw. an der  anderen Seite der Talsenke befindliche     Messlatte    an  zielen.

   Man muss also das     Zielfernrohr    abwechselnd  auf geringe und sehr grosse Entfernungen einstellen.  Ein Ausgleich     eines        Justierfehlers,    demzufolge die  Latte nicht in Höhe des wahren     Instrumentenhorizon-          tes    vom Zielstrahl durchstossen wird, ist dabei nicht  möglich, wie etwa beim Nivellieren aus der Mitte  heraus.  



  Die Erfindung geht aus von dem Gedanken, Dop  pelmessungen auszuführen, aus deren arithmetisch       gemittelten        Messwerten    die jeweils     vorhandenen        Ju-          stierfehler    herausfallen.  



  Die erfindungsgemässe Anordnung zum Nivellie  ren über grosse Zielweiten besteht aus einem Stativ  mit zwei gleichen, zur gegenseitigen     Kollimation    um  senkrechte Achsen schwenkbaren     Nivellieren    mit  automatischer     Feinhorizontierung.     



  Der Vorgang ist in der schematischen     Fig.    la ver  anschaulicht. Die auf einem grob     horizontierbaren     Stativ 1 nebeneinander angeordneten     Nivelliere    A  und B sind so um ihre vertikalen Drehachsen ge  schwenkt, dass ihre Objektive einander zugekehrt  sind; beide Instrumente sind auf Unendlich fokussiert.  Es gelingt     verhältnismässig    einfach, die Ziellinien bei-    der Fernrohre parallel zu richten, wenn es auf eine  genaue Winkeleinstellung selbst, beispielsweise in der  Horizontalen, nicht ankommt.

   Hat nun bei der gegen  seitigen     Kollimation    der Fernrohre das Fernrohr B  eine Winkelabweichung     (Justierfehler)    von +x  ober  halb der Horizontalen, so erhält das Fernrohr A die  gleiche Winkelabweichung unterhalb der Horizon  talen, also -x .  



  Dies ist unmittelbar der     Fig.    1b zu entnehmen,  welche eine um 90  verdrehte Seitenansicht des Ge  rätes aus     Fig.    la zeigt. Die beiden Fernrohre<I>A</I> und<I>B</I>  sind um ihre Schwenkachsen in die Gebrauchsstellung  geschwenkt. Beim Anvisieren einer     Messlatte    zuerst  mit dem Fernrohr<I>A</I> und dann     mit   <I>B</I> wird im ersten  Falle statt des genauen Höhenwertes H     ein    Wert  <I>H +</I>     f    (x) und im zweiten Falle ein Wert<I>H - f (x)</I> ab  gelesen, wobei     f    (x) eine von x abhängige Länge auf  der Latte ist. Die halbe Summe beider ergibt also den  genauen Wert H.

   Der Einfluss des     Justierfehlers    fällt  heraus.  



  Der     Messvorgang    sei im folgenden beispielsweise  an der     Fig.    2 näher erläutert:  Eine     Messlatte    M wird     möglichst    senkrecht im       Gelände    aufgestellt. Auf ihr werden zwei Fixpunkte,  z. B. bei den Skalenstrichen m und n, ausgewählt,  zwischen denen der wahre     Horizont    H der     Messanord-          nung    die Latte schneidet. Infolge der     entgegengesetzt     gleichen     Justierfehler    der beiden Instrumente wird  beim Anzielen mit dem einen um + x  zu hoch und  mit dem     anderen    um -x  zu tief gezielt.

   Bei streng  vertikaler Stellung der Latte ist der Vertikalabstand b  der beiden     Fixpunkte    -     (n-m).     



  Wie aus der Figur     ersichtlich,    lassen sich zwei  Lattenstrecken, ausgehend vom Punkt m der Latte,  angeben, deren eine<I>(h)</I> um<I>2</I>     (f(x)    grösser als die  andere<I>(h')</I> ist. Setzt man diese und den Abstand<I>b</I>  zwischen den beiden     Fixpunkten    in Beziehung zu den      zugehörigen Winkeleinstellungen a, a' und     ss,

      so ergibt  sich  
EMI0002.0002     
    sowie  
EMI0002.0003     
    Der gesuchte     Wertfür    H     alsi        Durchstosspunkt    des wah  ren Horizontes durch die     Messlatte    lässt sich also     mess-          technisch    auf einfache Weise     ermitteln:     Von den Nulleinstellungen 0 bzw. 0! der beiden  Instrumente<I>A</I> und<I>B</I> nach     Fig.    1b ausgehend, er  geben sich mit den Einstellungen:

    1. zur gegenseitigen     Kollimation        cpg    und     gpH''     2. über die Talsenke auf<I>m:</I>     _        gpm    und     cp";     3. über die Talsenke auf n:     99"    und     (p,i     Aus den gemessenen     Werten    ergibt sich:  TH<I>-</I>     cp",   <I>= a</I> und TH'<I>-</I>     9p.'   <I>= a',</I>       w"    -     T.    =     Tn,    -     will'    =     fl.     



  Es sind also nach Ermittlung des Vertikalabstan  des b und gegenseitiger     Kollimation    mit jedem der  beiden Instrumente nur zwei Einstellungen     qpm,        cpn     bzw.     (p",',        qgn    zu machen.  



  Die gegenseitige     Kollimation    der     Fernrohre    A  und B nach     Fig.    la könnte beispielsweise mit Hilfe  der     Justierschrauben    für die     Ziellinie    vorgenommen  werden. Die Justierung wird jedoch beider Schwen  kung der     Instrumente    in ihre Zielrichtung     bereits    in  Frage gestellt, und zwar praktisch     unkontrollierbar.     Aus diesem Grunde gelangen nach der Erfindung  Nivelliere mit automatischer     Feinhorizontierung    zur       Anwendung.    Derartige Instrumente sind an sich be  kannt.

   Sie wurden geschaffen, um bei einer jeden  Neueinstellung des     Instrumentes    manuell jeweils nur  eine     Grobhorizontierung    vornehmen zu müssen. Der  für die Einzeleinstellung benötigte     Zeitaufwand    wird  damit erheblich reduziert. Bei der Anwendung der  artiger     Instrumente    wird die bei der gegenseitigen       Kollimation    gefundene     Einstellung    bei der Schwen  kung der     Zielfernrohre    in ihre Gebrauchsrichtung  automatisch konstant gehalten.  



  Um in Abweichung vom normalen     Nivellement     oberhalb und unterhalb des Horizontes gelegene     Fix-          punkte   <I>(m</I> und     n    der Darstellung nach     Fig.    2) anzielen  zu können, wird dem Objektiv eines jeden Fernrohres  ein optischer Drehkeil vorgeschaltet, der, mit einem  Mikrometer verbunden, eine messbare Ablenkung der  Ziellinie aus der durch die automatische     Konstant-          haltung    gegebenen     Richtung    nach oben und unten ge  stattet.  



       Fig.    3 veranschaulicht einen     Drehkeilvorsatz    in       Verbindung    mit einem Zielfernrohr. Bei den     üblichen     Zielweiten ist der einfallende Strahlengang nahezu  parallel. Der über ein     Kegelradgetriebe    10 im Vor  satztubus 11 um die optische Achse des Fernrohres  12 drehbare Glaskeil 13, der über einen Drehknopf    14 zu betätigen ist, lässt einen achsparallelen, einfal  lenden Zielstrahl in einer zur optischen Achse senk  rechten Bildebene auf einer Kreisbahn wandern. Für  die Messung wird ausgenutzt nur die vertikale Kom  ponente dieser Bewegung. Die Fassung des Drehkeiles  trägt eine Skala 15, welche durch ein Fenster 16 mit  einem Index 17 abgelesen werden kann.

   Eigenschaf  ten des Getriebes bleiben dabei ohne Einfluss. Dabei  tritt ,aber noch ein Einfluss einer etwaigen Quernei  gung des Fernrohres     in    störendem Masse in Erschei  nung. Um diesen Einfluss auf ein verschwindendes  Mass herabzudrücken, ist dem Drehkeil 13 ein ko  axial mit ihm     gefässter    feststehender Keil 18 zugeord  net, insbesondere vorgeordnet. Dieser bewirkt, dass die  Seitenablenkung stark     vermindert    wird.  



       Fig.    4 zeigt die Bildebene des Fernrohres und den  bei einer Drehung des beweglichen Teiles in dieser  Ebene vom abgelenkten Strahl     zurückgelegten    Weg.  Die optische Achse des Fernrohres fällt praktisch mit  der mechanischen Achse desselben zusammen und  trifft die Bildebene in A. Ohne den Zusatz und bei       horizontiertem    Zielstrahl     trifft    auch dieser in A auf.  Durch den Drehkeil 13 allein erhält die Ziellinie eine  Ablenkung d. Sie trifft jetzt die Ebene im Punkt Z.  Bei Drehung des Keiles um die     Fernrohrachse    läuft  dieser     Durchstossungspunkt    auf einem Kreis mit dem  Radius     d    um den Mittelpunkt A.

   Die für den     Mess-          vorgang    allein verwendbare Vertikalablenkung ergibt  sich       v=d@sina.     Dabei ist der Winkel a, der zwischen der Haupt  ebene des Keiles und der     Horizontalebene    gelegene  Winkel. Die Winkelskala zur     Ablesung    von a ist mit  dem Drehkeil, der     Ableseindex    aber mit     dem,    Gehäuse  des Zusatzes fest verbunden. Zu jeder     Ablesung    im       Instrument    gehört daher ein besonderer     Wert    für v,  da er noch von der Querneigung des Instrumentes ab  hängt.

   Man muss damit rechnen, dass diese Quernei  gung bei Einstellung mit der Dosenlibelle des     Nivel-          liers    unsicher bleibt. Es zeigt sich, dass ihr Betrag im  Verhältnis zur     Ablesegenauigkeit    zu gross ist.  



  Es sei nun die zusätzliche Wirkung des dem Dreh  keil zugeordneten Festkeiles betrachtet: Die durch  diesen Keil verursachte Ablenkung habe den Wert     d'.     Es wird also Z nach Z' versetzt, so dass der     Durch-          stossungspunkt    der abgelenkten     Ziellinie    bei Drehung  des     Drehkeiles    auf einem Kreis um den Mittelpunkt  A' läuft. Dabei zeigt die     Fernrohrachse    nach wie vor  auf den Punkt A in der Zeichenebene.

   Bei     horizon-          tierter    Ziellinie (a = 0) reduziert sich die Wirkung der  Querneigung auf den durch die Differenz von d und  <I>d'</I> gegebenen Wert.     w   <I>=</I>     d-d'.     



  Die Ablenkung d' lässt sich so wählen, dass bei       horizontierter        Ziellinie    (a = 0) und bei den Extrem  werten von a gleich grosse     Gesamtseitenablenkungen     vorhanden sind. Der     Einfluss    des restlichen     Quernei-          gungsfehlers    lässt sich auf etwa 0,05 sec herab  drücken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zum Nivellieren über grosse Zielwei ten, beispielsweise über Talsenken hinweg, gekenn zeichnet durch ein Stativ mit zwei gleichen, zur gegen seitigen Kollimation um senkrechte Achsen schwenk baren Nivellieren mit automatischer Feinhorizontie- rung. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Nivellieren je ein optischer Drehkeil vorgeschaltet ist, mit dessen Hilfe die Nei gung der eingestellten Ziellinie messbar abzulenken ist.
    2. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Messen der Neigung der Ziellinie dienende Skala mit dem Drehkeil starr ge kuppelt, insbesondere auf ihrer Fassung angebracht und an einem Gehäuseindex ablesbar ist. 3. Anordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Drehkeil ein fester Keil zu geordnet ist, dessen Ablenkung annähernd gleich der Ablenkung des Drehkeils ist.
CH1318960A 1959-12-08 1960-11-24 Nivellieranordnung für grosse Zielweiten CH386706A (de)

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DEZ7706A DE1212308B (de) 1959-12-08 1959-12-08 Verfahren zur Hoehenuebertragung mittels Nivellieren fuer grosse Zielweiten und Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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CH386706A true CH386706A (de) 1965-01-15

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT185126B (de) * 1954-02-20 1956-03-26 Zeiss Carl Fa Vorsatzgerät für Nivellierinstrumente

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DE1212308B (de) 1966-03-10

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