Photographisches Kopiergerät Die Erfindung bezieht sich auf Kopiergeräte und betrifft insbesondere die Herstellung von Diaposi tiven von Negativfilmen, die besonders bei Luftbild geräten verwendet werden; jedoch lässt sich die Er findung auch ganz allgemein im Photowesen an wenden.
Ein Ziel der Erfindung liegt darin, ein derartiges Kopiergerät zu schaffen, das eine fertige Kopie er gibt, die in gewissen Bereichen eine verringerte Inten sität besitzt.
Ein weiteres Ziel liegt in der Schaffung eines Gerätes, bei dem das durch das Negativ zum Diaposi tiv projizierte Licht von abgeänderter Art ist, so dass eine Kopie entsteht, die in gewissen Bereichen eine verringerte Intensität besitzt.
Weiterhin soll ein Kopiergerät geschaffen wer den, das besonders für die Herstellung von Diaposi tiven oder Glasbildern geeignet ist, die bei Luftbild geräten verwendet werden.
Schliesslich ist es ein Ziel der Erfindung, ein Kopiergerät der beschriebenen Art zu schaffen, bei dem ein Phosphorschirm als Projektionslichtquelle verwendet wird und bei dem Mittel vorgesehen sind, die den Schirm zum Lumineszieren anregen und die Lumineszenz derart ändern, dass die endgültige Kopie in gewissen Bereichen eine verringerte Intensität erhält.
Weitere Einzelheiten und Ziele der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung hervor, in der unter Bezug auf die Zeichnung ein Aus führungsbeispiel beschrieben wird.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch eine Ausfüh rungsform der Erfindung längs der Linie 1-1 der Fig. 2.
Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die gleiche Ausführungsform längs der Linie 2-2 der Fig. 1, der gegenüber Fig. 1 um 90 gedreht ist. Fig.3 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Teil des Gerätes nach der Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 zeigt einen horizontalen Schnitt durch einen Teil des Gerätes nach der Linie 4-4 der Fig. 1.
Fig.5 ist in grösserem Massstab eine Ansicht eines Teiles der Fig. 1, der Einzelheiten der Infrarot- strahler und der zugehörigen Teile zeigt.
Fig. 6 ist ein Schnitt längs der Linie 6-6 der Fig. 5.
Fig.7 ist ein Schnitt längs der Linie 7-7 der Fig. 5.
Fig. 8 zeigt einen horizontalen Schnitt längs der Linie 8-8 der Fig. 2.
Fig. 9 ist in grösserem Massstab eine Ansicht der Infrarotstrahler in ihrer herausgezogenen Lage.
Fig. 10 ist ein Schnitt längs der Linie 10-10 der Fig. 4.
Das in der Zeichnung dargestellte Gerät ist mit senkrechten Seitenwänden 11, 12, 13 und 14, einem Deckel 15 und einem Boden 16 versehen, die zu sammen ein rechteckiges Gehäuse 17 bilden.
Das Gehäuse 17 ist als Ganzes auf üblichen, vor stehenden Beinen 18 gelagert, die an jeder Ecke an gebracht sind und je einen einstellbaren Fuss 19 besitzen.
Im unteren Teil des Gehäuses liegt horizontal eine Platte 20, die in der Mitte eine rechteckige Öffnung 21 aufweist, deren Abmessungen grösser sind als die Bilder des Filmes, die kopiert werden sollen.
Die oberen Kanten der Platte 20, die an die Öffnung 21 angrenzen, sind mit einer Ausnehmung versehen, so dass nach oben weisende Schultern 22, 23, 24 und 25 gebildet werden, auf denen ein Leucht schirm 26 aufliegt, der mit der Oberfläche 27 der Platte 20 fluchtet.
Der Film liegt auf der Platte oder dem Leucht schirm 26 auf und wird üblicherweise durch eine fortlaufende Rolle 28 von Bildern dargestellt, kann jedoch auch als Einzelbilder vorliegen.
Die Filmrolle 28 sitzt abnehmbar auf einer üb lichen Spule 29 zwischen Haltern 30 und 31 auf einer Seite in der Nähe der Wandung 14. Ein Schlitz 32 in der Wand 12 gerade oberhalb der Platte 20 stellt eine Eintrittsöffnung für den Film dar, während auf der gegenüberliegenden Seite in der Wandung 14 ein Schlitz 33 als Austrittsöffnung vorgesehen ist oder umgekehrt. Ausserhalb der Wand 14 ist in der Nähe des Schlitzes 33 zwischen Haltern 35 und 36 eine Aufwickelspule 34 für den Film angebracht. In der Nähe der Schlitze liegen Rollen 37 und 38, die zur Führung des Filmes in den entsprechenden Schlitzen dienen.
über dem Leuchtschirm 26 liegt eine durch sichtige Druckplatte 39 aus Glas oder einem anderen geeigneten Material, die über die Kanten des Schirms hinausragt und somit überstehende Ränder bildet. Wie in der Zeichnung dargestellt, liegt der Film zwischen dem Leuchtschirm und der Druckplatte. Die Pressplatte wird gegen relativ horizontale Ver schiebungen durch Bolzen 40 festgehalten, die an der Platte 20 befestigt sind und nach oben und durch Öffnungen 41 hindurchragen, die im überstehenden Rand der Platte 39 vorgesehen sind (Fig. 10).
Diese Bolzen sind mit Hülsen 42, auf den Hülsen aufliegen den Druckfedern 43 und Muttern 44 versehen, die oberhalb der Federn auf die Bolzen aufgeschraubt sind, so dass die Kraft, mit der die Federn gegen die Hülsen und damit gegen die Druckplatte drücken, eingestellt werden kann.
Die Druckplatte wird gegen die Federkraft durch ein Gestänge angehoben, das zwei horizontale Dreh zapfen 45 und 46 aufweist, die auf gegenüberliegen den Seiten der Druckplatte 39 an zwei Ansätzen 47 und 48 angebracht sind. Diese Drehzapfen ragen von den Ansätzen aus nach aussen und liegen über den äusseren Enden von zwei Armen 49 und 50. Die inneren Enden der Arme 49 und 50 sind in der Nähe der Seitenwand 13 und parallel dazu durch eine Welle 51 miteinander verbunden. Die Enden der \'Vene 51 sind drehbar in Ansätzen 52 und 53 gelagert, welche an der Platte 20 befestigt sind.
Eine Aufwärtsbewegung der Arme 49 und 50 be wirkt eine gemeinsame Drehung zusammen mit der Welle 51, wobei die inneren Enden die Pressplatte 39 durch Zusammenwirken mit den Drehzapfen 45 und 46 anheben.
Die Aufwärtsbewegung der Arme 49 und 50 wird durch zwei Stössel 54 und 55 erreicht, die verschieb bar in Bohrungen 56 und 57 in der Platte 20 und Bohrungen 58 und 59 im Boden 16 sitzen sowie durch Bohrungen 60 und 61 in einer Zwischen platte 62 hindurchfassen. Die oberen Enden 63 und 64 der Stössel sind abgerundet und liegen an den Unterseiten von horizontal liegenden Lappen 65 und 66 an, welche an den Armen 49 und 50 be festigt sind und von diesen aus nach aussen vor stehen.
Die unteren Enden der Stössel reichen bis unter den Boden 16 hinunter und weisen je einen Stell ring 67 bzw. 68 auf, die mit Madenschrauben, wie beispielsweise der Schraube 69 im Stellring 68, an den Stösseln befestigt sind (Fig.3). An einem U-förmigen Halter 78, der an der Unterseite des Bodens 16 mit Nieten 79 und 80 befestigt ist, sind zwei Winkeleisen 70 und 71 befestigt, deren senk rechtliegende Schenkel 72 und 73 durch Schrauben 74 und 75 drehbar an den senkrechten Wänden 76 und 77 des Halters 78 befestigt sind.
Die horizontalliegenden Schenkel 81 und 82 der Winkeleisen 70 und 71 sind mit Bohrungen ver sehen, wie sie in Fig. 3 im Schenkel 82 bei 83 dar gestellt sind. In diese Bohrungen fassen die unterhalb der Stellringe liegenden Enden der Stössel ein. Die Winkeleisen 70 und 71 erstrecken sich nach vorn und sind dort durch einen Querträger 84 miteinander verbunden, der als Fusspedal für den Bedienungsmann dient.
Wenn nun der Querträger 84 nach unten ge drückt wird, wirken die schwenkbar gelagerten Win keleisen 70 und 71 gegen die Stellringe 67 und 68, heben die Stössel 54 und 55 an, welche ihrerseits die Arme 49 und 50 lüften und dabei die Pressplatte 39 gegen die Kräfte der Federn 43 mitnehmen. Dadurch wird der Film freigegeben, so dass ein wei teres Bild der Rolle 28 in die richtige Lage über dem Leuchtschirm 26 bewegt werden kann, worauf der Querträger 84 wieder losgelassen wird und die Druck federn 43 die Pressplatte wieder gegen den neuein gestellten Film drücken.
Unterhalb der Öffnung 21 liegt eine Gruppe von Ultraviolettlampen 85. Diese können von üblicher Bauart sein, z. B. fluoreszierende Röhren, welche in üblichen Haltern 86 angebracht sind, die unterhalb der Platte 20 an der Zwischenplatte 62 befestigt sind.
Die obere Wandung 15 oder der Deckel ist mit einer in der Mitte liegenden, quadratischen COffnung 87 versehen. Innerhalb dieser Öffnung liegt das obere Ende einer Lichtabschirmung 88, die als rechteckige Wandung 89 ausgebildet ist. Diese Wandung ist mit einem nach aussen gerichteten Flansch 90 versehen, der in einer Ausnehmung 91 des Deckels 15 in der Nähe der öffnung 87 liegt.
Die obere Kante 92 der Wandung 89 bildet einen Sitz für eine photographische Platte 93, die durch die von dem Leuchtschirm 26 kommenden Strahlen belichtet werden soll.
Von der Wandung 89 aus verläuft die Abschir mung 88 konvergierend nach unten und endet in einem Endteil 94, welcher eine kreisringförmige Wand mit Innengewinde aufweist. Das Gehäuse 95 einer eingebauten Linse ist oben mit Gewinde versehen, fasst in das Gewinde des Endteils 94 ein und wird von diesem getragen.
Die Linse innerhalb des Gehäuses 95 liegt nor malerweise in der Mitte zwischen dem Schirm 26 und der Ebene der Kante 91, um eine Projektion 1 : 1 zu erzielen, d. h. für den Fall, dass das projizierte Bild die gleiche Grösse besitzt wie das Bild auf dem Film 28. Das Linsengehäuse 95 kann jedoch in senkrechter Richtung mit Hilfe eines Einstellringes 96 verstellt werden, um die Brennweite zu verstellen und damit Übereinstimmung mit der genauen Brenn weite der Kamera zu erzielen, mit der das Bild auf dem Film 28 aufgenommen worden ist. In den Flansch 90 fasst eine Gruppe von Einstellschrauben 97 ein, die auf der Ausnehmung 91 aufliegen, so dass die gesamte Lichtabschirmung 88 relativ zur Ebene des Schirmes 26 eingestellt werden kann.
Am unteren Teil der Lichtabschirmung 88 sind zwei Lampengehäuse 98 und 99 vorgesehen. Diese Lampengehäuse erstrecken sich jeweils längs einer Seitenwand 12 bzw. 14 von der Vorderwand 11 zur Rückwand 13. Sie sind in ausziehbaren Laufbahnen 100 und 101 gelagert, wie sie üblicherweise bei Schubladen von Aktenschränken verwendet werden. Die Lampengehäuse sitzen an Haltern 102 und 103.
Der untere Teil jedes Lampengehäuses enthält Seitenwände 104 und 105 sowie Endwände 106 und 107. Die Wände sind an ihren unteren Enden mit Flanschen 108, 109, 110 und 111 versehen, auf denen Infrarotfilter 112 aus Glas oder einem andern geeigneten Material aufliegen. Diese Filter bilden den Boden der Lampengehäuse.
Der obere Teil jedes Lampengehäuses wird durch eine Haube dargestellt, die eine Oberplatte 113 und Seitenplatten 114 und<B>115</B> aufweist, welche nach unten auseinandergehen und an die Seitenwände 104 und 105 angrenzen, an denen sie abnehmbar mit Schrauben<B>116</B> befestigt sind. Endplatten 117 und 118, die, wie dargestellt, die Endwände 106 und 107 überlappen, gehen ebenfalls von der Oberplatte 113 aus.
Die Oberplatte 113 der Haube ist mit einer Anzahl von elektrischen Anschlüssen<B>119</B> für elek trische Lampen 120 versehen. Das aus diesen Lam pen austretende Licht wird durch die Filter 112 gefiltert und ergibt eine Infrarotstrahlung, die durch die Pressplatte 39 und den Film hindurch auf die Seite des Leuchtschirms 26 fällt, die den Ultraviolett- lampen entgegengesetzt ist.
Die Lampengehäuse 98 und 99 sind an einer Platte 121 der Rückwand 13 angeschweisst oder anderweitig befestigt. Diese Platte 121 ist vom übri gen Teil der Rückwand 13 getrennt und mit einem Handgriff 122 versehen, so dass die Lampengehäuse, wie in Fig. 9 dargestellt, zur Wartung oder zu anderen Zwecken als eine Einheit aus dem Gehäuse heraus gezogen werden können. Das obere Ende der Licht abschirmung 88 ist mit einer mit Flanschen versehenen Abdeckung 123 versehen, deren Flanschen 124 in der geschlossenen Stellung das obere Ende der Wand 89 umgeben.
Die Rückseite der Abdeckung 123 ist an Ansätze 125 angelenkt, welche vom Flansch 90 aus nach oben ragen. Die Vorderseite ist mit einem nach vorn ragenden Flansch 126 versehen, welcher in Aus- nehmungen liegende Magnete 127 aufweist, die ent- lang dem Boden des Flansches angeordnet sind. Diese Magnete können, wenn die Abdeckung ge schlossen wird, in die Nähe von magnetischen Stan gen 128 gelangen, die in Ausnehmungen des Deckels 15 liegen.
Weiterhin ist für die Abdeckung ein Handgriff 129 vorgesehen, um sie nach Wunsch schliessen und öffnen zu können.
über einer Zugangsöffnung 131 der Vorder wand 11 ist eine Tür 130 vorgesehen, um innen liegende Teile des Gerätes versorgen zu können oder andere, notwendig werdende Forderungen zu erfüllen.
Im Gebrauch wird, wenn die Lichtabschirmung 88 und die Projektionslinse richtig eingestellt sind, der Deckel 123 geöffnet, und es wird eine Diapositiv platte 93 in ihre richtige Lage auf der Wand 89 gebracht. Dann wird der Deckel geschlossen und das zu kopierende Bild des Filmes wird zwischen den Leuchtschirm 26 und die Druckplatte 39 gelegt, wie es oben erläutert wurde.
Darauf werden die ultravioletten Lampen 85 und die Lampen 120 gleichzeitig angeschaltet. Die Ultraviolettlampen bewirken, dass der Leuchtschirm zu lumineszieren beginnt. Die Infrarotstrahlung, die durch den Film auf die andere Seite des Leucht schirmes fällt, löscht umgekehrt zur Dichte der Bild flächen über dem Leuchtschirm die Lumineszenz flächen des Schirmes aus, jedoch in einem begrenz- teren Bereich als die Dichteänderungen des Filmes, so dass ein Bild erhalten wird, das in gewissen Be reichen eine verringerte Intensität besitzt (dodged image)
und das mittels der Projektionslinse 95 auf die Diapositivplatte 93 projiziert wird.