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Übungspatrone mit Einsatzlauf für Geschütze Die Erfindung bezieht sich auf eine Übungspatrone mit Einsatzlauf für Geschütze, um an Stelle von üblichen grosskalibrigen Übungspatronen kleinkalibrige Patronen verschiessen zu können.
Solche Übungspatronen für Gewehrmunition, Kleinkalibermunition und dergleichen werden bei der Schiessausbildung verwendet, um das Erlernen des Ladens und des Richtens zu verbilligen, wobei im allgemeinen für Entfernungen von 100 bis 600 m Gewehrmunition und für Entfernungen von 30 bis 100 m Kleinkalibermunition benützt wird.
Im ersten Fall schlägt der Schlagbolzen der Schusswaffe direkt auf die Gewehrpatrone, im zweiten Fall überträgt zweckmässigerweise ein Ladezylinder (Verschlussstück) den Schlag des Schlagbolzens auf einen Zündstift des Ladezylinders.
Bei einer bekannten Verschlussausbildung für die Übungsmunition für rückstossfreie Geschütze ist der Lauf mittels eines Gewindes in der Übungspatrone montiert. Besondere Schrauben halten ihn gegen eine Winkelverdrehung. Bei einer anderen bekannten Ausführung weist der Einsatzlauf einen Bund auf, der im Kopf durch vier Schrauben einstellbar montiert ist. Dabei ist der Lauf nicht formschlüssig, sondern nur punktförmig festgehalten. Auch die Verwendung von vier Blattfedern zum Festhalten der übungs- patrone ist bereits vorgeschlagen worden.
Zur Erzielung einer möglichst geringen Streuung müssen Übungspatrone, Einsatzlauf und Einsatzlaufpatrone oder Ladezylinder radial und axial unverrückbar gehalten sein. Die bei den bekannten Ausbildungsformen vorgesehenen Haltemittel, insbesondere Gewinde, besitzen immer ein radiales Spiel und gewährleisten daher keinesfalls einen präzisen koaxialen Sitz, wie er für eine gute Schussleistung erforderlich ist. Ferner ist bei den bekannten Übungspatronen mit Einsatzlauf das Einführen der klein- kalibrigen Munition in den Laderaum des Einsatzlaufes umständlich bzw. verursacht Hemmungen; die Gewehrpatrone ist im Laderaum nicht festgehalten, ein etwa verwendeter Ladezylinder muss beim Laden gedreht werden, wodurch die Kleinkaliberpatrone deformiert wird.
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass zur zentrischen spielfreien Lagerung des Einsatzlaufes mit Bezug auf das Patronenlager der Schusswaffe der wenigstens an einer Stelle eingespannte Einsatzlauf im übungspatronen- mantel durch Zentrierelemente koaxial und formschlüssig gehalten ist und der übungspatronenmantel zur spielfreien präzisen zentrischen Lagerung im Patronenlager der Schusswaffe Führungen aufweist, wobei zur axialen Fixierung der kleinkalibrigen Einsatzlaufpatrone bzw.
des für diese vorgesehenen Ladezylinders im Bereich des Bodens des übungs- mantels eine in einer fix montierten Büchse gelagerte Halterung angeordnet ist. Als Zentrierelemente können beispielsweise ein Bund oder Ringfeder-Spann- elemente Verwendung finden, wie sie als Maschinenteile allgemein üblich sind. Zur Verminderung der Streuung ist es erforderlich, den Lauf in der übungs- patrone und diese im Patronenlager des Geschützrohres einwandfrei zu lagern. Wenn beispielsweise ein radiales Spiel von bloss 0,2 mm besteht, hat dies bei einer Schussdistanz von 50 m eine Vergrösserung des Streukegels um etwa 2 cm zur Folge.
Bei den Laderäumen der Geschützrohre gleichen Kalibers können Abweichungen bis zu 1 mm bei den Durchmessern der Laderäume vorkommen. Daraus erhellt, wie wichtig die Anwendung geeigneter, insbesondere verstellbarer Führungen ist, wie sie beispielsweise Ringfederspannbüchsen bieten. Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungsformen ist durch die erfindungsgemässe Ausbildung eine einwandfrei zen-
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trische, spielfreie, koaxiale und formschlüssige Halterung des Einsatzlaufes und auch der Übungspatrone gewährleistet.
In zweckmässiger Ausgestaltung des Erfindungsgedankens weist symmetrisch zur Halterung der Rand des Patronenbundes an zwei diametralen Stellen eine Unterbrechung auf. Dadurch wird beim Öffnen des Verschlusses der Schusswaffe die Übungspatrone nicht ausgeworfen, was man dann anstreben wird, wenn man sich mit der Richtübung allein begnügt. Dadurch wird der Verschleiss des Patronenlagers ausgeschaltet, da die Übungspatrone im Patronenlager unbeweglich bleibt.
Ferner können am Patronenboden Ausnehmun- gen zum Ergreifen des Einsatzlaufes bzw. des Ladezylinders vorgesehen sein. Vorteilhafterweise ist als Halterung eine als Stellungsanzeiger dienende federnde Kralle vorgesehen, die in der Gebrauchslage des Ladezylinders in in diesem vorgesehene Aus- nehmungen eingreift, wodurch der unverdreht eingeführte Ladezylinder in der Ladestellung gegen Herausfallen gesichert ist. Ferner ist zweckmässig die im Bereich des Bodens des Ladezylinders vorgesehene Ausnehmung als Rille ausgebildet, in die die Kralle einrastet, wobei am Ladezylinder eine schräge Fläche zum Spannen der Kralle vorgesehen sein kann.
Weiterhin kann die schräge Fläche an dem Teil der Mantelfläche des Ladezylinders angeordnet sein, der an die für das Einführen der Einsatzlaufpatrone an der Stirnfläche des Ladezylinders vorgesehene Ausnehmungen angrenzt. Ausserdem kann im Ladezylinder ein axial geführtes Schlagstück vorgesehen sein, das zur Begrenzung seiner Bewegung eine Längsnut und einen Spannstift aufweist, und in dem wenigstens ein Zündstift exzentrisch gelagert ist.
Schliesslich erhält man eine zweckmässige Ausgestaltung des Erfindungsgedankens dadurch, dass der Ladezylinder ein auswechselbares Schlagfutter aufweist, das zur Schonung des Schlagbolzens der Schusswaffe aus einem weicheren Werkstoff als der Schlagbolzen hergestellt ist.
Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt die Übungspatrone mit einem Einsatzlauf (Gewehr- oder Maschinengewehrlauf) im Längsschnitt. Die Fig. 2, 3 und 4 geben Längsschnitte durch die Übungspatrone mit einem Kleinkaliberlauf wieder. Fig. 5 stellt die Ansicht der Fig. 4 in Richtung auf den Patronenboden dar.
Die Fig. 6 bis 8 lassen Ladezylinder erkennen; Fig. 7 zeigt den Längsschnitt, Fig. 6 die Ansicht des Seitenrisses der Fig.7 und Fig. 8 zeigt den Längsschnitt einer Alternative zu Fig. 7, wobei die Druckfeder wie eine gewöhnliche Schlagbolzenfeder wirkt.
Die Übungspatrone 1 besitzt tunlichst dasselbe Gewicht wie die Originalpatrone und besteht aus dem Patronenmantel 2, der zur Zentrierung im Laderaum an zwei Stellen Führungen besitzt. Diese Führungen bestehen aus aufgespritzten Messingschichten 3, 4, aus aufgepressten Bronzebüchsen oder aus verstell- baren Ringfederspannbüchsen 12, 13 bzw. 16, 17; sie werden nach erfolgtem Verschleiss verstellt oder erneuert und entsprechend dem spielfreien Sitz zentrisch zu der Bohrung bearbeitet, die zur Aufnahme des Einsatzlaufes 22 dient. Ferner umfasst die Übungspatrone 1 eine Aufnahmebüchse 5, die in den Patronenmantel 2 eingeführt, d. h. eingeschraubt oder eingepresst und mit der Zapfenschraube 7 bzw. dem Fixierbolzen 21 zentrisch fixiert ist.
Die Aufnahmebüchse 5 trägt einen Patronenbund 10, eine federnde Kralle 8 und einen Gewindestift 9, der die Kralle festhält, und den Einsatzlauf 22. Die Einstellung der Ringfederspannbüchsen-Aussenringe 12, 16 erfolgt mittels des Patronenbundes 10 und einer Druckmutter 19 unter Verwendung von Beilagscheibensätzen 14, 18. Zur Sicherung des Patronenbundes und der Druckmutter dienen die Körperschlagsicherung 15 bzw. der Gewindestift 20.
Bei beiderseitig gelagertem Einsatzlauf 22 (Fig. 1, 3 und 4) dient zur Abstützung des Einsatzlaufes an der Mündungsseite eine Lagerbüchse 11, die eingeschraubt oder eingepresst ist und eine Dilatation des Einsatzlaufes in der Längsrichtung zulässt.
Zur festen Einspannung des Einsatzlaufes sind Ringfeder-Spannelemente 23, ein Distanzring 24, ein Distanzrohr 25 und eine Spannmutter 26 vorgesehen. Weiters kann zur zentrischen Lagerung ein Bund 42 vorgesehen sein. Bei Verwendung eines Bundes ergibt sich ein fester Sitz dadurch, dass vor Einführen des Einsatzlaufes entweder die Aufnahmebüchse 5 erwärmt oder der Einsatzlauf 22 unterkühlt wird. Bei der Lagerung nach Fig. 2 mit Ringfeder-Spann- elementen 23 kann der einseitig eingespannte Einsatzlauf 22 frei schwingen.
Die Gewehrpatrone 27 (Fig. 1) wird von Hand aus direkt geladen, die Kleinkaliberpatrone 27 (Fig.2, 3 und 4) mittels eines Ladezylinders 29; im ersten Fall kann die Fixierung durch zwei diametral angeordnete federnde Krallen 8 erfolgen, im zweiten Fall genügt im allgemeinen eine Kralle B. Die Fixierung ist unbedingt notwendig, weil sonst die kleinkalibrige Patrone und der für diese gegebenenfalls vorgesehene Ladezylinder 29 durch die beim Ansetzen der Übungspatrone auftretenden Rückprallkräfte herausrutschen können und dabei durch den automatisch sich schliessenden Verschluss der Schusswaffe beschädigt werden und weil es zu Unfällen kommen kann, wenn bei der Beschädigung der kleinkalibrigen Patrone die Zündkapsel scharf wird.
Nach Fixierung der kleinkalibrigen Patrone 27 kann der Verschluss der Schusswaffe geschlossen und nach Richten der Schusswaffe deren Abzug betätigt werden, wodurch der Schlagbolzen 28 der Schusswaffe auf die Zündkapsel der Einsatzlaufpatrone bzw. auf das Schlagfutter 33 (Fig. 7) schlägt.
Wie weiters aus den Fig. 7 und 8 zu ersehen ist, besitzt das Ladezylindergehäuse 30 eine Ausnehmung 37, in der die federnde Kralle 8 einschnappt. Die Ausnehmung 37 ist vorzugsweise als Rille ausgebildet. Zum Zwecke eines müheloseren Einführens des Ladezylinders 29 samt der Einsatzlaufpatrone 27
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besitzt er weiters eine schräge Fläche 40; ausserdem wird dadurch die Einsatzlaufpatrone, die in eine Ausnehmung 38 des Ladezylinders von Hand aus eingeführt wird, in der richtigen Stellung gehalten und ein eventuelles Herunterhängen, das Ladehemmungen verursachen würde, wird vermieden.
Die federnde Kralle 8 ist in der Nut der Aufnahmebüchse 5 geführt und muss beim Ansetzen der Übungspatrone möglichst lotrecht oben stehen, wodurch sie auch als Stellungsanzeiger dient.
In der Ausführung nach Fig. 7 ist der Rand der Einsatzlaufpatrone 27 vom Zündstift 32, der im Schlagstück 31 festsitzt, unter leichtem Druck der Druckfeder 34, die sich am Spannstift 35 abstützt, in der Ausnehmung 38 gehalten.
In der Ausführung nach Fig. 8 wird der Zünd- stift 32 von der Druckfeder 34, die sich am Spannstift 35 abstützt, immer ganz zurückgezogen; gegebenenfalls kann man auf die Druckfeder 34 verzichten. Zur Begrenzung des axialen Weges besitzt das Schlagstück 31 eine durchgehende Längsnut 39. Das Schlagfutter 33 ist auswechselbar ausgeführt und mittels eines Stiftes 36 gehalten.
Das Entladen der Einsatzlaufpatrone 27 erfolgt von Hand aus mit dem Daumen und Zeigefinger, wozu die Aufnahmebüchse 5 in der Regel entsprechende Aussparungen 6 besitzt, die unter Umständen in den Patronenbund 10 hineinreichen, oder mittels eines Schraubenziehers und dergleichen (Fig. 5).
Ferner kann der Patronenbund 10 auswechselbar vorgesehen sein und kann in seinem Umfang an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen Unterbrechungen 41 aufweisen. Dadurch ist ermöglicht, dass die Auswerfer der Schusswaffe beim Öffnen des Verschlusses vorbeischwingen, ohne die Patrone auszuwerfen. Dadurch wird der Verschleiss des Patronenlagers und der Übungspatrone verringert.
Ferner wird erreicht, dass auch der Ladezylinder samt der Kleinkaliberpatrone durch eine geradlinige Bewegung geladen bzw. entladen wird.
Die Erfindung ist auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Beispielsweise kann der feste zentrische Sitz der Aufnahmebüchse 5 im Patronenmantel 2 auch mittels Konen erfolgen. Weiters kann der auswechselbare Patronenbund 10 um 90 drehbar und in den Endstellungen fixierbar ausgeführt werden, wodurch er in zwei Stellungen gebracht werden kann, und zwar in eine Stellung gemäss Fig.5 und in eine Stellung, die ein Auswerfen der Übungspatrone 1 aus dem Patronenlager der Schusswaffe beim öffnen des Verschlusses ermöglicht.
Ferner kann im Ladezylinder 29 die Druckfeder 34 grundsätzlich auch weggelassen werden, wodurch sich die Konstruktion des Ladezylinders etwas vereinfacht; allerdings muss man dabei auf die bessere Lagerung der Einsatzlaufpatrone in der Aus- nehmung 38 gegenüber der Konstruktion nach Fig. 7 verzichten. Der Schlagbolzen 28 der Schusswaffe wird bei der Konstruktion gemäss Fig. 8 etwas weni- ger beansprucht als bei den anderen Konstruktionen, weil der Abstand der Schlagbolzenspitze der Schusswaffe vom Schlagfutter 33 gemäss Fig. 8 am kleinsten ausgeführt werden kann.