CH386962A - Verriegelungseinrichtung mit hydraulischer Auslöseverzögerung, insbesondere für Zündsicherungen von gasbeheizten Geräten - Google Patents

Verriegelungseinrichtung mit hydraulischer Auslöseverzögerung, insbesondere für Zündsicherungen von gasbeheizten Geräten

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CH386962A
CH386962A CH1083861A CH1083861A CH386962A CH 386962 A CH386962 A CH 386962A CH 1083861 A CH1083861 A CH 1083861A CH 1083861 A CH1083861 A CH 1083861A CH 386962 A CH386962 A CH 386962A
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Schlaepfer Hans
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Landis & Gyr Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Verriegelungseinrichtung   mit hydraulischer    Auslöseverzögerung,      insbesondere   für    Zündsicherungen   von gasbeheizten Geräten Die Erfindung bezieht sich auf eine    Verriegelungs-      einrichtung,   insbesondere für die Verriegelung von Zündsicherungen bei gasbeheizten Geräten, bei welcher die    Entriegelung   automatisch mit einer gewissen Verzögerung, das heisst erst nach Ablauf einer gewissen    Zeit   erfolgt. 



  Es sind bereits    Verriegelungseinrichtungen   bekannt, bei welchen durch das manuelle    Verriegeln.   eine Flüssigkeit von einer Kammer durch eine kleine    öffnung   in eine andere Kammer gedrückt wird, wodurch die automatische    Entriegelung   mit einer gewissen    Verzögerung   erfolgt, das heisst, erst dann, wenn die Flüssigkeit    mittels   einer äusseren Kraft von der zweiten Kammer durch die kleine Öffnung    in   die erste Kammer zurückgedrückt worden ist.

   Diese Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass in beiden Strömungsrichtungen der Flüssigkeit eine Verzögerung bewirkt wird, das heisst also nicht nur beim Entriegeln, sondern in    unerwünschter   Weise auch beim    Verriegeln.      Un   nun auch hier ein rasches Verriegeln zu    ermöglichen,   könnte man zwar in bekannter Weise ein    Rückschlagventil   in diese Verzögerungsvorrichtung einbauen, so dass die Flüssigkeit nahezu ohne    Verzögerung   von der ersten Kammer in die zweite gedrückt werden kann. Solche Anordnungen haben aber in gewissen Anwendungsfällen    erhebliche   Nachteile.

   Durch den Einbau eines    Rückschlagventiles   wird nämlich die Verzögerungsvorrichtung sperrig und teuer. überdies sind Rückschlagventile    störungsanfällig   und oftmals    undicht,   und zwar besonders dann, wenn wegen hoher Betriebstemperaturen, z. B. von 1500 C, keine Ventildichtungen aus gewöhnlichem Gummi angewendet werden können. Die mit einer derartigen Verzögerungsvorrichtung ausgerüstete    Verriegelungseinrich-      tung   ist also z.

   B. für Zündsicherungen von gasbeheiz-    ten   Geräten schlecht geeignet, und sie lohnt sich nur für solche    gasbeheizten   Geräte, bei welchen mehrere    Zündsicherungen   gleichzeitig über einen gemeinsamen Bedienungsknopf betätigt werden.    Derartige   Anordnungen haben aber gleichwohl den Nachteil, dass    während   der Zeit bis zum Auslösen der    Zündsicherung      unbemerkt   Gas auch an solchen Brennstellen ausströmen kann, welche gar nicht benutzt werden sollen.

   Besonders ungünstig ist die Anwendung der beschriebenen    Ver-      zögerungsvorrichtung   bei Temperaturreglern von    Gasbrennern   oder    Gaseinstellvorrichtungen,   welche mit    Zündsicherungen      ausgerüstet   sind und von Hand    lediglich   durch    Eindrücken   und anschliessendes Drehen des letzteren von Hand geschlossen werden. Deshalb sind hierfür auch keine Lösungen bekannt geworden. 



  Die Erfindung    beruht   nun auf der Aufgabe, die Nachteile der beschriebenen, bereits bekannten mit    einer      Verzögerungsvorrichtung   ausgerüsteten    Verrie-      gelungseinrichtungen   zu beseitigen.

      lhr   liegt also das Ziel    zugrunde,   eine    kleine      und   preiswerte,    mit   hydraulischer    Verzögerung   arbeitende    Verriegelungseinrich-      tung   zu schaffen, welche rasch verriegelt werden kann, obwohl die    Verzögerungsvorrichtung   kein    Rückschlagventil   aufweist, und welche vorzugsweise für    Zündsicherungen   von    gasbeheizten   Geräten und insbesondere auch für mit solchen    Zündsicherungen   ausgerüstete Temperaturregler und    Gaseinstellorgane   geeignet ist. 



  Die    Erfindung   betrifft demgemäss eine    Verrieg-      lungseinrichtung      mit   hydraulischer    Auslöseverzöge-      rung,   insbesondere für    Zündsicherungen   von gasbeheizten Geräten und ist dadurch    gekennzeichnet,   dass die    Verzögerungsvorrichtung   aus zwei federelastischen    Kammern   und einem federelastischen Kraft- 

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 Speicher besteht. Weitere Merkmale werden im folgenden anhand von    Ausführungsbeispielen   näher erläutert. 



  In der Zeichnung sind    Auführungsbeispiele   der    Verriegelungseinrichtung   gemäss der Erfindung im wesentlichen schematisch dargestellt. 



  Es zeigen    Fig.   1 eine    Verriegelungseinrichtung   in Verbindung mit einer Zündsicherung, im Längsschnitt, und zwar in ihrer Ausgangsstellung,    Fig.   2 eine Variante der Einrichtung der    Fig.   1 in einem Ausschnitt aus der    Fig.   1,    Fig.   3 eine andere    Verriegelungseinrichtung   in Verbindung mit einem mit Zündsicherung ausgerüsteten Temperaturregler, im Längsschnitt, und    zwar   in ihrer Ausgangsstellung und    Fig.   4 die Einrichtung der    Fig.   3 im Längsschnitt nach der Linie    A-B   der    Fig.   3, und    zwar   unmittelbar nach der Verriegelung. 



  In der    Fig.   1 ist an einem    Zündsicherungsge-      häuse   1 eine allseitig flüssigkeitsdicht geschlossene Dose 2 befestigt, welche durch zwei elastische Wände 3 und 4 gebildet und durch eine starre Zwischenwand 5 in zwei federelastische    Kammern   6 und 7    unterteilt   ist. Die Kammer 6 ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. In der Zwischenwand 5    befindet   sich eine kleine Öffnung B.

   Durch Druck auf die elastische Wand 3 kann die Flüssigkeit aus der Kammer 6 durch die Öffnung 8 in der Kammer 7 gepresst werden, wobei sich die elastische Wand 4 nach aussen    auswölbt.   Auf einem Drucknippel 9 der elastischen Wand 3 ruht ohne Druck ein    Arm   10 eines zweiarmigen Hebels 11, welcher in einem Lager 12 drehbar gelagert ist. Am Hebel 11 ist ein federelastischer Kraftspeicher 13 angenietet, welcher als Blattfeder ausgebildet ist und mit seinem freien Ende 14 auf einer konischen Fläche 15 eines Bedienungsknopfes 16 ruht.

   Am Hebel 11 ist ein mit einer Klinke 17 versehener    Klinkenhebel   18 drehbar befestigt, welcher durch eine Druckfeder 19 gegen einen    Mitneh-      merkopf   20 gedrückt wird, der an einem Hebel 11 fest angeordneten    Mitnehmerbolzen   21 sitzt. Der Klinkenhebel 18 steht über die Klinke 17 mit einem Konus 22 in Wirkverbindung, welcher am Bedienungsknopf 16 befestigt ist. Der Konus 22 ist mit einer Abfallkante 23 versehen, hinter welcher die    Klinke   17 einrasten kann. Der Bedienungsknopf 16 samt dem Konus 22 sitzt fest auf einer Betätigungsstange 24, welche gegen die Kraft einer Druckfeder 25 in Richtung auf das    Zündsicherungsge-      häuse   1 axial verschiebbar ist.

   Ein Bund 26 bestimmt die axiale Ausgangsstellung der Betätigungsstange 24 und dient zugleich als    Federteller   für die Druckfeder 25. Die zuvor beschriebene    Verriegelungsein-      richtung   dient der Betätigung eines üblichen    Zünd-      sicherungsventiles      mit      thermoelektrischer      Zündsiche-      rung,   welches im wesentlichen aus einem Ventilteller 27 mit einem Ventilsitz 28 und einem Elektromagnet 29 mit einem Anker 30 besteht. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nun wie folgt In der    Fig.   1 befindet sich die Einrichtung in ihrer Ausgangsstellung, das heisst das Ventil 27/28 ist geschlossen.

   Durch Druck auf den Bedienungsknopf 16 wird die Betätigungsstange 24 axial verschoben, wodurch der Ventilteller 27 vom    Ventilsitz   28 abgehoben und der Anker 30 an den Elektromagnet 29 angelegt wird. Jetzt kann das Gas im Sinne der Richtungspfeile zum nicht gezeichneten Gasbrenner strömen. Zugleich wurde hierbei die Betätigungsstange 24 durch Einrasten der vom Konus 22 gegen die Feder 19 angehobenen Klinke 17 hinter der Abfallkante 23 des Konus 22 verriegelt und der federelastische Kraftspeicher 13 aufgeladen, indem die ihn bildende Blattfeder mit Hilfe der konischen Fläche 15 des Bedienungsknopfes 16 gespannt wurde.

   Infolge der Kraft des    federelatischen   Kraftspeichers 13 übt der Arm 10 des Hebels 11 auf den Drucknippel 9 und    damit   auf die elastische Wand 3 einen Druck aus, so dass die Flüssigkeit aus der Kammer 6 durch die Öffnung 8 in die Kammer 7 gepresst wird. Hierbei dreht sich der Hebel 11 unter Wirkung des federelastischen Kraftspeichers 13 langsam in Pfeilrichtung im Lager 12, wobei der    Mitneh-      merknopf   20 den Klinkenhebel 18 nach oben mitnimmt, bis schliesslich die Klinke 17 hinter dem Konus 22 ausrastet, so dass die Betätigungsstange 24 entriegelt ist und von der Druckfeder 25 in ihre axiale Ausgangslage zurückgeschoben wird. Da die Zündsicherung unterdessen angesprochen hat, wird der Anker 30 vom Elektromagnet 29 angezogen und dadurch das Gasventil 27/28 in Öffnungsstellung gehalten.

   Bei der axialen Zurückverschiebung der Betätigungsstange 24 gleitet das freie Ende 14 des Hebels 13 von der konischen Fläche 15 ab. Dadurch wird die noch vorhandene, restliche Kraft des federelastischen Kraftspeichers 13 auf Null abgebaut, so dass die Flüssigkeit durch die Federkraft der elastischen Wände 3 und 4 wieder durch die Öffnung 8 in die Kammer 6 zurückgepresst wird. Die    Verriege-      lungseinrichtung   befindet sich nunmehr wieder in der von    Fig.   1 gezeigten Ausgangsstellung. 



  Die durch Erlöschen der    Brennerflamme   verursachte automatische    Entriegelung   und Schliessung des    Zündsicherungsventils   27/28    erfolgt   in der    üblichen   Weise durch Freigabe des federbelasteten Ankers 30 durch den nicht mehr erregten Elektromagnet 29. 



  In der    Fig.   2 ist anstelle der kleinen Öffnung 8 (vergleiche    Fig.   1) ein gekröpftes enges Röhrchen 31 vorgesehen, welches durch eine Öffnung 32 der Zwischenwand 5 hindurchgesteckt und aussen an letzterer flüssigkeitsdicht verlötet bzw. verschweisst ist. Auf diese Weise ist es leicht möglich, durch entsprechende Wahl der Länge des Röhrchens 32 den Strömungswiderstand beim Durchdrücken der Flüssigkeit von der Kammer 6 in die Kammer 7 und damit die Verzögerungsdauer nach Wunsch zu bemessen. Auch bei anderen Ausführungsarten der Verzögerungsvorrichtung, z. B. bei der in den    Fig.   3 

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 und 4 gezeigten Ausführung, lässt sich anstelle einer    Durchtrittsöffnung,   in der starren Zwischenwand ein solches Röhrchen verwenden. 



  Die in der    Fig.   1 gezeigte    Verriegelungseinrich-      tung   lässt sich über die Betätigungsstange 24 auch mit anderen Geräten verbinden. So kann sie beispielsweise bei elektrischen Schaltern, welche mit    zeitlicher   Verzögerung abschalten sollen, oder auch bei sanitären    Wasserspül-Einrichtungen   angewendet werden. 



  In der    Fig.   3 ist an einem Temperaturreglergehäuse 33 eine Dose 34 befestigt, welche durch zwei elastische Wände 35 und 36 gebildet ist und durch eine starre Zwischenwand 37 in zwei federelastische Kammern 38 und 39 unterteilt wird. Die Kammer 38 ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. In der Zwischenwand 37 befindet sich eine kleine    öff-      nung   40. 



  In einem hager 41 ist ein einarmiger Hebel 42 drehbar    gelagert.   Der Hebel 42 steht über einem an der elastischen Wand 35 angeordneten Drucknippel 43 mit der Dose 34 in Verbindung. Am Hebel 42 ist ein als Blattfeder ausgebildeter federelastischer Kraftspeicher 44 angenietet, welcher an seinem freien Ende eine    Umfangsnocke   45 aufweist. Am Hebel 42 ist ausserdem eine Feder 46 angenietet, welche an ihrem freien Ende eine    Stirn-Nocke   47 aufweist. Eine verschiebbare Betätigungswelle 48 ist im Gehäuse 33 gasdicht gelagert (vergleiche    Fig.   4) und an ihrem freien Ende mit einem    Bedienungsknopf   49 ausgerüstet. Sie ist mit einer fest auf ihr angeordneten Kurvenscheibe 50 versehen, welche ausser einer Umfangskurve 51 eine    Stirnkurve   52 aufweist.

   Durch axiale Verschiebung der in    Ausgangsdrehlage   befindlichen Betätigungsachse 48 und Drehung der letzteren kommt die Umfangskurve 51 mit der    Umfangsnocke   45 und die Stirnkurve 52 mit der    Stim-Nocke   47 in Wirkverbindung. Die Betätigungswelle 48 ist mit einem    Arretierfinger   53 versehen, welcher in ihrer Ausgangsstellung in eine    Arretieröffnung   54 des Gehäuses 33 eingerastet ist (vergleiche    Fig.   4). Die Wirkungsweise der in    Fig.   3 gezeigten    Verriegelungs-      einrichtung   ist nun wie folgt In der    Fig.   3 befindet sich die    Verriegelungs-      einrichtung   in ihrer Ausgangsstellung.

   Durch Druck auf den Bedienungsknopf 49 wird die Betätigungswelle 48 axial verschoben, wobei sie durch Ausrasten des    Arretierfingers   53 aus der    Arretieröffnung   54 (vergleiche    Fig.   4) drehbeweglich wird. Nunmehr wird der Bedienungsknopf im    Uhrzeigerdrehsinn   gedreht. Dadurch    wird      mittels   der Kurvenscheibe 50 der federelastische Kraftspeicher 44 über die Umfangsnocke 45 aufgeladen und zugleich die Betätigungswelle 48 über die    Stirn-Nocke   47 der Feder 46 in ihrer axialen Lage verriegelt.

   Infolge der    Kraft   des federelastischen Kraftspeichers 44 übt der Hebel 42 auf den Drucknippel 43 und damit auf die elastische Wand 35 einen Druck aus, so dass die    Flüssigkeit   unter Eindrücken der elastischen Wand 35 aus der Kammer 38 durch die kleine Öffnung 40 in die Kammer 39 gepresst wird. Hierbei dreht sich der Hebel 42, welcher unter der    Kraft   des    Kraftspeichers   44 der Bewegung der elastischen Wand 35    folgt,   langsam in    Pfeilrichtung.   An dieser Schwenkbewegung    nimmt   die Feder 46 teil, wobei    schliesslich   die sich anhebende    Stirn-Nocke   47 von der    Stirn-Kurve   52 freikommt.

   Dadurch wird die Betätigungswelle 48 entriegelt, so dass sie von einer in der    Fig.   4 gezeigten Druckfeder 55 schlagartig in ihre    axiale   Ausgangslage zurückgeschoben wird. Da sich hierbei die Kurvenscheibe 50 axial    mitverschiebt,   kommt zugleich auch die    Umfangsnocke   45 von der Umfangskurve 51 frei, wodurch die noch vorhandene, restliche Kraft des    federelastischen   Kraftspeichers 44 auf Null    abgebaut   wird,

   so dass die Flüssigkeit durch die Federkraft der elastischen Wände 35 und 36 wieder durch die kleine Öffnung    4'0   in die    Kammer   38 zurückgepresst    wird.   Die    Verriegelungseinrichtung   befindet sich nunmehr wieder in der von    Fig.   3 gezeigten Ausgangsstellung. 



  In der    Fig.   4 ist der mit einer    Zündsicherung   ausgerüstete Temperaturregler    dargestellt,   mit welchem die von    Fig.   3 gezeigte    Verriegelungseinrich-      tung   verbunden ist. Der Temperaturregler samt der    Zündsicherung   befindet sich hier in Betriebsstellung. Von der    Verriegelungseinrichtung   selbst ist hier nur die Kurvenscheibe 50 zu sehen. 



  Im Folgenden werden nun diejenigen Vorgänge kurz beschrieben, welche sich beim Temperaturregler abspielen, wenn der Bedienungsknopf 49, wie bereits anhand der    Fig.   3 beschrieben, eingedrückt und    anschliessend   gedreht wird. 



  Beim Eindrücken des Bedienungsknopfes 49 kommt eine sich mit der Betätigungswelle 48    axial   verschiebende Kurvenscheibe 56 in Wirkverbindung mit einer Klinke 57 eines Hebels 58. Gleichzeitig wird durch Ausschwenken des Hebels 58 eine    Zündsiche-      rung   59 gespannt. Wird    daraufhin   der Bedienungsknopf 49 gedreht, dann wird durch die Kurvenscheibe 56 über die    Klinke   57 ein    Gasabsperrventil   60 geöffnet.    Hierbei   setzt sich der angehobene Hebel 58 auf einem    Aufsetzlager   61 auf, wodurch das Gasabsperrventil verriegelt wird.

   Gleichzeitig bei der Drehung des Bedienungsknopfes 49 wird durch die sich    mitdrehende   Betätigungswelle 48 über eine ständig    eingedrückte,   mit    axial   verschiebbaren    Mitneh-      mern   ausgerüstete Kupplung 62 eine Wandermutter 63 gedreht, welche dabei auf einer Gewindespindel 64 axial wandert und über einen Hebel 65 ein Regelventil 66 öffnet. Nunmehr befindet sich der Temperaturregler in seiner in der    Fig.   4 gezeigten Betriebsstellung. Das Gas kann jetzt durch das Gasabsperrventil 60 über das Regelventil 66 zum    nicht   gezeigten Gasbrenner strömen, und nach    Anzün-      dung   des letzteren nimmt der Temperaturregler    seine   Tätigkeit auf. 



  Beim Regelvorgang wird je nach der Temperaturänderung das Regelventil 66 von einer mit einem nicht gezeichneten Temperaturfühler in Verbindung stehenden    Membrandose   67, an    welcher   die Gewindespindel 64 befestigt ist, über den Hebel 65 verstellt. Steigt z. B. der Flüssigkeitsdruck in der    Membrandose   

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 67, so bewegt sich infolge der Ausdehnung der letzteren die    Gewindespindel   64 samt der    Wandermutter   63 axial nach rechts, und das Regelventil 66 wird gedrosselt, weil der durch eine    Ventilschliessfeder   68 belastete Hebel 65 der Wandermutter 63 durch Schwenken folgt.

   Umgekehrt drückt bei    zu   geringer Temperatur die Wandermutter 63 auf den Hebel 65 und öffnet das Regelventil 66 gegen den    Druck   der    Ventilschliessfeder   68. 



  Erlischt    unprogrammässig   die    Gasflamme,   dann schlägt der    Auslösebolzen   der Zündsicherung 59 gegen den Hebel 58, wodurch letzterer vom    Aufsetz-      lager   61 abfällt. Dadurch wird das    Gasabsperrven-      til   60 entriegelt und durch seine Schliessfeder geschlossen. Die Bedienungsperson braucht, wenn sie den Gasbrenner und damit den Temperaturregler in Betrieb nehmen will, lediglich den Bedienungsknopf 49 einzudrücken und dann zu drehen. Sie hat daraufhin beide Hände frei, um die Gasbrenner mittels Streichholz anzuzünden. 



  Die durch die    Verriegelungseinrichtung   der    Fig.   3 erreichte    Verzögerung   der    Entriegelung   der Betätigungswelle 48    gewährleistet,   dass erst dann die    Ent-      riegelung   und damit die Beendigung des    Andrückens   des    Zündsicherungsankers   erfolgt, wenn der Gasbrenner brennt und dadurch der    Zündsicherungsanker   elektromagnetisch festgehalten wird. 



  Bei der in der    Fig.   1 gezeigten Einrichtung ist dies entsprechend genauso. 



  Die    Verriegelungseinrichtung      mit      Auslöseverzö-      gerung   gemäss der Erfindung hat den    Vorteil   des einfachen Aufbaues, der kleinen Abmessungen und des    geringen   Preises. Sie zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass sie rasch verriegelt werden kann, ohne dass dabei ein    Rückschlagventil   benutzt werden muss, welches immer    störungsanfällig   und nur mit Schwierigkeiten dicht    ausgebildet      bzw.   im Betrieb dicht gehalten werden kann. Sie hat weiterhin den    Vorteil,   dass sie sich leicht bei mannigfaltigen Schaltgeräten und    vorzugsweise   bei    Zündsicherungen   anwenden lässt.

   Schliesslich zeichnet sie sich auch dadurch aus, dass sie sich mit Temperaturreglern und    Gaseinstellvorrichtungen,   welche mit einer    Zünd-      sicherung   ausgerüstet sind, in bemerkenswert einfacher günstiger Weise vereinigen lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verriegelungseinrichtung mit hydraulischer Auslöseverzögerung, insbesondere für Zündsicherungen von gasbeheizten Geräten, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzögerungseinrichtung aus zwei federelastischen Kammern (6, 7 bzw. 38, 39) und einem federelastischen Kraftspeicher (13 bzw. 44) besteht.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verriegelungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden federelastischen Kammern (6, 7 bzw. 38, 39) durch eine durch zwei elastische Wände (3, 4 bzw. 35, 36) gebildete und durch eine starre Zwischenwand (5 bzw. 37) unterteilte Dose (2 bzw. 34) gebildet sind. 2. Verriegelungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hebel (11 bzw. 42) mit dem federelastischen Kraftspeicher (13 bzw. 44) fest verbunden ist und mit der beiden federelastischen Kammern (6 bzw. 38) in Wirkverbindung steht. 3.
    Verriegelungseinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein bewegbares Ver- riegelungsorgan (17, 18 bzw. 46, 47) am Hebel (11 bzw. 42) befestigt ist. 4. Verriegelungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der federelastische Kraftspeicher (13 bzw. 44) aus einer Blattfeder besteht. 5.
    Verriegelungseinrichtung nach Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine axial verschiebbare Betätigungsstange (24) mit Hilfe eines Konus (15, 22) sowohl der Aufladung des federelastischen Kraftspeichers (13) als auch der Verriegelung durch das Verriegelungsorgan (17, 18) dient. 6.
    Verriegelungseinrichtung nach Unteransprü- chen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine axial verschiebbare und drehbare Betätigungswelle (48) sowohl der Aufladung des federelastischen Kraftspeichers (44) als auch der Verriegelung durch das Verriegelungsorgan (46, 47) dient, wobei die Rufladung des Kraftspeichers (44) über eine Umfangskurve (51) und die Verriegelung über eine Stirnkurve (52) einer gemeinsamen Kurvenscheibe (50) erfolgt.
CH1083861A 1961-09-19 1961-09-19 Verriegelungseinrichtung mit hydraulischer Auslöseverzögerung, insbesondere für Zündsicherungen von gasbeheizten Geräten CH386962A (de)

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