Vorrichtung zum Nachschneiden, Verformen und Bügeln von Kragen und Manschetten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nachschneiden, Verformen und Bügeln von Kragen und Manschetten, mit einem Bügelkopf, der ein feststehendes Grundbauteil und ein bewegliches Bau teil umfasst, ferner mit einer Zunge, um ein zu bügelndes Arbeitsstück aufzunehmen und zu for men, und mit einem Gestell, das diese Zunge in einer Ebene hält, die sich zwischen dem feststehenden und dem beweglichen Bügelkopfteil erstreckt,
welche Zunge eine geradlinige Schiebebewegung in dieser Ebene nach hinten in eine Lage in diesem Bügelkopf und wieder zurück ausführen kann, mit einem Nach schneidemechanismus für das Arbeitsstück mit zwei zusammenwirkenden Nachschneidet-eilen und mit zwei zusammenwirkenden, das Arbeitsstück zu wenden bestimmten Wendeteilen, die spitze Enden für eine punktförmige Berührung im Bereich des Nachschnei- demechanismus aufweisen.
Die Erfindung bezweckt eine Vorrichtung zu schaffen, die in eine handelsübliche Maschine zum Verformen und Bügeln von Kragen und Manschetten eingebaut werden kann, um überschüssiges Material von den Stellen der Kragen und Manschetten abzu schneiden, ehe dieselben verformt und gebügelt wer den, wodurch das Aussehen des fertigen Produktes verbessert wird.
Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass bei zurückgezogener Zunge der Nachschneidemecha- nismus zwischen dieser und dem Bügelkopf ange ordnet ist, wobei ein Nachschneideteil annähernd senkrecht zur genannten Zungenebene hin- und her beweglich ist, und dass einer der Wendeteile mit einem der Nachschneideteile in Eingriff schwenkbar ist, um das Arbeitsstück während des Nachschneide vorganges festzuhalten. In der Zeichnung ist ein Aussführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine Maschine zum Verformen und Bügeln von Kragen und Manschetten, Fig. 2, 3, 4 und 5 sind senkrechte Schnitte längs der Linien 2-2, 3-3, 4-4, und 5-5 der Fig. 1, Fig. <I>5a</I> ist eine auseinandergezogene Ansicht des Nachschneidemechanismus, Fig. 6 ist eine Hinteransicht der Maschine, Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt und zeigt die Maschine zu Beginn eines Arbeitsganges,
Fig. 8 ist der Fig. 7 ähnlich, zeigt jedoch den Zustand der Maschine kurz nach Beginn des Arbeits ganges unmittelbar vor dem eigentlichen Nachschnei den.
Fig. 9 ist den Fig. 7 und 8 ähnlich, zeigt jedoch den Zustand der Maschine unmittelbar nach Aus führung des Nachschneidens und Wenden des Kra gens in die richtige Lage.
Fig. 10 ist den Fig. 7, 8 und 9 ähnlich, zeigt jedoch den Zustand der Maschine sobald die Zungen in den Bügelkopf eingeführt werden.
Fig. 11 zeigt ein Schaltschema.
Fig. 12 ist ein längsseitiger Schnitt durch einen Kragenwendepunkt.
Fig. 13, 14 und 15 stellen senkrechte Schnitte dar, die die Kragenwendepunkte in verschiedenen Stufen ihrer Bewegungen verdeutlichen.
Fig. 16 ist eine Endansicht des in Fig, 12 gezeigten Wendepunktes.
Fig. 17 ist ein senkrechter Schnitt durch den Nachschneidemechanismus, wobei der Nachschneide kopf gesenkt und der Wendepunkt angehoben ist, das heisst eine Lage bei der etwa der Nachschneide vorgang beginnt oder nachdem derselbe beendigt ist. Fig. 18 ist der Fig. 17 ähnlich, zeigt jedoch den Nachschneidekopf in der angehobenen und den Wendepunkt in der gesenkten Lage, entsprechend einer Lage während des Betriebes.
Wie aus den Fig. 1 bis 6 hervorgeht, weist die Maschine einen starren Tisch einschliesslich einer geneigten Tischfläche 10 auf, die auf vier in geeigne ter Weise abgestützten Beinen 11 befestigt ist. Die Tischfläche 10 ist mit einer Vielzahl von durch Thermostaten gesteuerten Erwärmungseinheiten ver sehen, die durch das Bezugszeichen A bezeichnet werden.
Auf der Tischfläche 10 ist parallel über derselben und im Abstand zu dieser eine Grundplatte 13 befestigt. Über der letzteren liegt ein dreieckiges Plattenstück 14 und zwei längliche Plattenteile 15-15, die relativ zueinander angeordnet sind, um zusammen zwei Aussparungen zu bilden, die angepasst sind, um ein Arbeitsstück aufzunehmen, das in dieselben durch eine ebene Schiebbewegung von dem Vorderteil der Maschine hereingeführt wird.
Über diesen Aussparungen und zusammen mit der Grundplatte 13, die einen Bügelkopf bildet, sind zwei Bügelbauteile oder Schuhe 16-16 liegend ange ordnet, die ausgebildet sind, um einen Verformungs- druck auf das unter ihnen liegende zu bearbeitende Stück auszuüben. Es sind Vorrichtungen vorgesehen, um diese Schuhe anzutreiben.
In zwei Lagerungsblöcken 17-l7, die auf der Grundplatte 13 befestigt sind, ist eine sich quer erstreckende Kippwelle 18 gelagert, auf der ein jochförmiges Bauteil 19 befestigt ist. An dem letzte ren ist eine Stange 20 angeordnet, von der zwei Arme 21-21 für die Schuhe 16-16 herabhängen. So bald das Joch 19 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gekippt wird, wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt, senkt sich die Stange 20, wodurch auf die Schuhe 16-16 ein Druck ausgeübt wird. Da die Ausbildungen der Beheizungseinheiten die Steuerung für dieselben und der Bügelkopf bekannt sind, erscheint eine nähere Beschreibung derselben nicht notwendig. Es kann z. B. auf die U.S. Patentschrift Nr. 2619267 ver wiesen werden.
Die Maschine ist mit einem Gestell 22 versehen, das mit Rollenrädern 23 versehen ist, die auf einem Geleise 24 bewegt werden können, das durch die Tischfläche 10 getragen wird. Dieses Gestell kann zur Ausführung einer geradlinigen Schiebebewegung längs des Tisches durch einen Schlitz 25 desselben geführt werden, der in der Tischfläche 10 ausgebildet ist. Auf dem Gestell 22 sind zwei vorstehende Zun gen 26-26 befestigt, die durch das Gestell parallel und im Abstand über der Tischfläche 10 abgestützt wer den. Die Zungen 26-26 lassen sich mittels des Gestelles 22 geradlinig in ihrer Ebene von dem vorderen Ende der Maschine zu dem Bügelkopf und wieder zurück schieben.
Die Maschine ist mit einem Schlitten 27 versehen, der mit Rollenrädern 28 versehen ist, die auf dem Geleise 24 abrollen. Der Schlitten 27 wird zur Aus- führung einer geradlinigen Schiebebewegung längs seits des Tisches durch Teile desselben geführt, die sich senkrecht frei durch zwei Schlitze 29-29 erstrek- ken, die auf der Tischoberfläche 10 ausgebildet sind. Auf dem Schlitten 27 sind zwei Wendepunkte 30-30 befestigt, die parallel und im Abstand über der Tischoberfläche 10 abgestützt werden. Die Wende punkte 30-30 lassen sich mittels des Schlittens 27 geradlinig in ihrer Ebene von dem vorderen Ende der Maschine in Richtung auf den Bügelkopf und wieder zurück verschieben.
Auf der Tischfläche 10 unmittelbar vor dem Bügelkopf sind zwei seitlich im Abstand zueinander angeordnete Nachschneideeinheiten angeordnet, die durch die Bezugszeichnen R und L bezeichnet sind. Eine dieser Einheiten wird im folgenden beschrieben, wobei es sich versteht, dass die andere Einheit iden tisch ausgeführt ist mit der Ausnahme, dass dieselbe in entgegengesetztem Sinne ausgeführt ist.
Die Ein heit R weist einen Rahmen auf, der eine sich waage recht erstreckende Grundwand 31, zwei seitlich im Abstand zueinander und gegenüber einander ange ordnete Seitenwände 32-32, zwei waagerecht sich seitlich im Abstand zueinander erstreckende Arme 33-33, die sich von den Seitenwänden 32-32 in Richtung auf das vordere Ende der Einheit erstrek- ken und eine sich waagerecht erstreckende Kante 34, die zwischen den Seitenwänden 32-32 und den Armen 33-33 verläuft, aufweist. Zwischen den letzte ren ist ein sich senkrecht hin- und herbewegender Nachschneidekopf 35 geführt.
Die gegenüber der Kante 34 angeordnete Seite des letzteren ist bei 35a abgerundet, bei 36 mit einer Vertiefung und bei 37 mit einem geeigneten Unterschnitt versehen. Die Vertiefung 36 und der Unterschnitt 37 bilden zusammen zwei Schneidekanten 38-38, die nach unten von der mittleren senkrechten Ebene des Kopfes aus in Richtung auf die gegenüberliegenden Seiten desselben divergieren.
Auf der Kante 34 zwischen zwei Führungsele menten 39-39 ist ein Nachschneideblock 40 gleitend angeordnet. Der Vorsprung des letzteren ist V-förmig und in die Vertiefung 36 eingepasst, die in dem Kopf 35 ausgebildet ist und wird in diese mittels einer Druckfeder 41 hereingedrängt, die gegen eine senkrechte Verlängerung der Kante 34 einwirkt.
An dem Ende des Grundteiles entfernt von dem Nachschneidekopf 35 ist ein U-förmiger Befesti gungsarm 42 befestigt, der einen Stift 43 trägt, um den ein oberer Wendeteil 44 geschwenkt wird. Dieser Wendeteil erstreckt sich waagerecht über den Nach schneideblock 40 hinaus und ist z. B. durch zwei Schlitze 44a-44a und zwei Schrauben 44b-44b befestigt.
Auf der Unterseite der Tischfläche 10 ist ein U-förmiger Plattenbefestigungsarm 5 befestigt. Am unteren Endteil des Plattenbefestigungsarmes 45 ist ein zweiter Arm 46 befestigt, der von dem ersteren herabhängt. Mit dem letzteren Arm ist in geeigneter Weise eine Anordnung verbunden, die ein Magnet- ventil 47, Luftsteuerungsventil 48 sowie einen pneu matischen, doppelwirkenden Motor 49 aufweist. Der letztere erstreckt sich senkrecht zu der Tisch fläche 10. Das obere Endteil einer Kolbenstange 50 ist bei 50a drehbar an einem Verbindungsrahmen 51 aasgelenkt, der eine Hin- und Herbewegung um ein Drehelement 52 ausführen kann, das durch einen Befestigungsarm 53 getragen wird.
Das freie Endteil des Verbindungsrahmens 51 ist bei 54 an die unteren Enden zweier Stangen 55-55 drehbar aasgelenkt, die mit den Nachschneideeinheiten im Zusammenhang stehen, und die sich senkrecht nach oben zu der Tischfläche 10 und gleitend durch den Rahmen der Nachschneideeinheiten erstrecken, um so die Nach schneideköpfe 35-35 fest anzuordnen.
über eine dreieckförmige Platte 56, die sich seit lich von der Kolbenstange 50 erstreckt, liegen Bauele mente 57-57, die sich seitlich von den unteren End- teilen zweier Stangen 58-58 erstrecken. Diese Stangen sind senkrecht zu der Tischfläche 10 angeordnet, und die oberen Endteile derselben gleiten durch die Rahmen der Nachschneideeinheiten hindurch, wobei jede derselben, wie bei 39 gezeigt, drehbar an dem Kipparm 60 des zugeordneten oberen Wendeteiles 44 aasgelenkt ist.
Jede Stange 58 weist ein Gehäuse 61 auf, das sich mit der Stange bewegt, wobei in dem Gehäuse 61 eine Druckfeder 62 angeordnet ist, die gegen eine starr befestigte Platte 63 anliegt, um die Stange nach unten zu drücken. Zwei Schrauben 64-64 sind durch die Platte 56 geschraubt, und zwar ausge richtet mit den unteren Oberflächen der Bauelemente 57-57.
Wie Fig. 17 zeigt, ist eine Hauptleitung 65, die von einer Druckluftquelle kommt, mit dem Ventil 48 verbunden, und eine Abzweigung 66 von demselben ist mit dem Magnetventil 47 verbunden. Normaler weise ist das Magnetventil 47 nicht erregt, und somit ist der Durchtritt der Luft durch dieses Ventil blok- kiert. Die Leitung 65 steht jedoch immer mit dem Inneren des Ventiles 48 in Verbindung, wodurch ein Druck auf einen Kolbenkopf 67 ausgeübt wird, der auf einer axial verschiebbaren Stange 68 angeordnet ist.
Die letztere wird hierbei so angeordnet, dass ein Steuerschieber 69 einen Durchlass 70 verschliesst, während er einen zweiten Durchlass 71 offen lässt. Somit steht die Leitung 65 mit dem unteren Ende des Zylinders 72 des pneumatischen Motors in Ver bindung, und es wird auf den Kolben 73 ein Druck ausgeübt, wodurch er angehoben wird. Auf der oberen Seite des Kolbens 73 wird die Luft durch einen Durchlass 74 abgelassen.
Sobald sich die Kolbenstange 50 in der angehobe nen Lage befindet, ist naturgemäss der Verbindungs rahmen 51 geneigt, so dass die Stangen 55-55 und die Nachschneideköpfe 35-35, die auf diesen ange ordnet sind, in der untersten Lage gehalten werden. In dieser normalen Lage der Maschine stossen die Schrauben 64-64 in entsprechender Weise gegen die unteren Oberflächen der Bauelemente 57-57 an, und halten hierdurch die Stangen 58-58 und die oberen Wendeteile 44-44 in ihren erhöhten Lagen gegen die Einwirkung der Behälterfeder 62.
Wie Fig. 18 zeigt, fliesst bei Erregung des Magnet- ventiles 47 Luft von der Zweigleitung 66 durch das Ventil 48, und es wird ein Druck auf einen Kolben 75 ausgeübt, der auf der Stange 68 befestigt ist und einen grösseren Durchmesser als der Kolbenkopf 67 aufweist. Somit verschiebt sich die Stange 68 axial, wodurch der Steuerschieber 69 über den Durchlass 71 bewegt wird und diesen verschliesst, wobei gleich zeitig der Durchlass 70 geöffnet wird.
Somit steht die Leitung 65 vermittels der Durchlässe 70 und 74 mit dem oberen Ende des Zylinders 72 in Verbin dung, und es wird auf den Kolben 73 ein nach unten gerichteter Druck ausgeübt, wodurch der letztere nach unten geführt wird. Die Luft unter dem Kolben 73 wird durch den Durchlass 71 abgelassen.
Wenn sich die Kolbenstange 50 in der gesenkten Lage befindet, ist offensichtlich der Verbindungs rahmen 51 geneigt, so dass die Stangen 55-55 der Nachschneideköpfe 35-35, die auf diesen befestigt sind, in den erhöhten Lagen derselben gehalten wer den. In diesem Zustand der Maschine stehen die Schrauben 64-64 nicht mehr im Eingriff mit den Elementen 57-57, und die Stangen 58-58 sowie die oberen Wendeteile 44-44 werden in den untersten Lagen derselben unter der Einwirkung der Behälter federn 62-62 gehalten.
An der Unterseite der Tischfläche 10 sind zwei Befestigungsarme 76-76 befestigt. Diese tragen ein Magnetventil 77, ein Luftsteuerventil 78 und einen doppeltwirkenden pneumatischen Motor 79. Der letztere erstreckt sich parallel und längs zu der Tisch fläche 10. Die Kolbenstange 80 des Motors 79 ist an der Unterseite des Gestelles bei 81 befestigt. Diese Anordnung arbeitet grundsätzlich in der gleichen Weise wie das Magnetventil 47, das Luftsteuerungs- ventil 48 und der Motor 49, die weiter oben beschrie ben worden sind. Somit erscheint eine nähere Beschreibung nicht notwendig.
Es ist jedoch zu beachten, dass in diesem Fall ein hydraulischer Mo tor 82 vorgesehen ist, um in bekannter Weise die Rückzugsbewegung des Kolbens 80 zu steuern. Die Kolbenstange 80 ist über eine Stange 84 mit der Kolbenstange 83 verbunden, und die Zylinder der Motoren 79 und 82 sind miteinander durch eine Stange 85 verbunden. Während sich die Kolbenstange 80 in einer Richtung schnell bewegt, bewirkt der Motor 82, dass seine Rückzugsgeschwindigkeit klei ner ist.
Zum Betrieb des Bügelkopfes ist das Joch 19 bei 86 an dem oberen Endteil einer Stange 87 aasgelenkt, die sich von diesem aus nach unten durch die Tisch fläche 10 hindurch erstreckt und bei 88 mit der Kolbenstange 89 eines einfachwirkenden pneuma tischen Motors 90 verbunden ist. Um die Kolben stange 89 ist eine Druckfeder 98 geführt, die gegen eine Hülse 91a einwirkt, die einstellbar auf der Stange 89 befestigt ist. Die Feder ist bestrebt, den Bügelkopf in seine geschlossene Lage zu drängen. Der pneumatische Motor 90 und das Magnetventil 92 für die Steuerung desselben sind auf einem Quer träger 93 angebracht, der sich zwischen den zwei hinteren Beinen 11 erstreckt.
Das Magnetventil ist mit der Druckluftquelle durch eine Leitung 94, und mit dem oberen Ende des Motorzylinders 95 durch eine Leitung 96 verbunden. Normalerweise ist das Magnetventil 92 nicht erregt und für den Durchtritt der Luft geschlossen. Somit steht die Kolbenstange 89 unter der Wirkung der Feder 91, die der Bügelkopf schliesst. Sobald das Magnetventil 92 erregt wird, ist es für den Luftdurchtritt offen, wobei sodann Luft aus der Leitung 96 in das obere Ende des Motorzy linders 95 eintritt und den Kolben mit der Kolben stange 89 nach unten entgegen der Wirkung der Feder 91 drückt, um so den Bügelkopf zu öffnen.
Wie aus den Fig. 12 bis 16 hervorgeht, ist jeder untere Wendungspunkt 30 schwenkbar durch einen Stift 97 an einem Block 98 befestigt, wobei der letz tere fest an dem oberen Ende des unter ihm liegenden Gestellrahmens befestigt ist, durch einen Stehbolzen 99 und einen Stift<B>100.</B> Von dem Wendungspunkt 30 hängt eine Druckstange 101 herab, die mit einer Schraubenfeder 102 versehen ist, die so wirkt, dass dieselbe den Wendungspunkt 30 nach oben drückt, wobei weiterhin die Druckstange mit einem Kra gen<B>103</B> versehen ist, der so wirkt, dass derselbe die Drehbewegung des Wendungspunktes 30 begrenzt, so dass der letztere um einen Winkel von etwa 3 schwingen kann.
Wenn die unteren Wendungspunkte 30-30 angehoben sind, befinden sich dieselben über, und wenn dieselben heruntergedrückt sind, befinden sie sich in derselben Ebene wie die oberen Wende teile 44-44.
Zum Herabdrücken der unteren Wendungspunkte sind die unteren Endteile der Druckstangen 101-101 mit Stösseln 104-104 versehen, die mit Nocken 105 105 zusammenwirken, die stationär mit der Tisch oberfläche 10 durch die Halterungsarme 106 verbun den sind. Nachdem das Gestell des unteren Wen dungspunktes sich in Richtung auf den Bügelkopf um eine vorherbestimmte Entfernung bewegt hat, greifen die Stössel 104-104 entsprechend in die Nocken 105-l05 ein. Sobald sodann der Schlitten seine Bewegung fortsetzt, bewirken die Stössel und Nocken zusammen eine nach unten gerichtete Schwingbewegung der Druckstangen 101-101 und der Wendungspunkte 30-30 gegen die Einwirkung der Schraubenfedern 102-102.
Von der Tischfläche 10 hängt ein Mikroschalter <B>107</B> herunter, der mit einem Arm 108 versehen ist. Zur Betätigung des letzteren ist ein Nocken 109 an dem Schlitten 27 befestigt. Nach einer anfänglichen Bewegung des Schlittens 27 von der in Fig. 7 gezeig ten Lage kommt der Nocken 109 mit dem Schalt- arm 108 in Eingriff. Bei Fortführung der Bewegung des Schlittens betätigt der Nocken 109 sodann den Schaltarm<B>108,</B> wie es in der Fig. 8 gezeigt wird, wodurch der Schalter geschlossen wird.
Sobald der Nocken 109 unter dem Schaltarm 108 hindurchge- treten ist, kehrt der letztere wieder in seine Anfangs lage zurück und der Schalter öffnet sich wiederum, wie es in der Fig. 9 gezeigt ist. Sobald der Schlitten 27 in seine Anfangslage zurückkehrt, tritt der Nocken 109 wiederum unter dem Schaltarm 108 hindurch, wobei derselbe jedoch in diesem Falle den Schalt arm derart betätigt, dass das untere Endteil des Armes<B>108</B> um eine Drehstelle 110 dreht, wodurch der Schalter 107 offen bleibt. In Fig. 11 ist das elek trische Schaltschema der Vorrichtung dargestellt.
Darin bedeuten: A Heizspiralen, B einen zweipoli gen Regelschalter, C ein Signallicht, D ein Signallicht für den Thermostaten, E einen Thermostaten, F einen Intervallzeitgeber, G, H, J Wicklungen der Magnet ventile für den Druckarm, den Nachschneider, und den unteren Wendeteil, K einen Fusspedalschalter für den Druckarm, M einen Nachschneider-Mikro- schalter, N einen Fusschalter für den unteren Wende teil, und P einen Sicherheitsschalter.
Ein Intervallzeitgeber F wirkt derart, dass wäh rend der normalen Arbeitsperioden der Vorrichtung elektrische Energie automatisch zugeführt wird. So bald die Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt werden soll, wird der Schalter B geschlossen, wodurch die Signal lichter C und D aufleuchten, und hiermit angezeigt wird, dass die Vorrichtung mit Energie versorgt wird. Der Thermostatschalter E wird geschlossen, und sobald die Windungen F entsprechend aufgeheizt sind, öffnet sich der Thermostatschalter E automa tisch und das Signallicht D verlöscht.
Unter der Annahme, dass in dem pneumatischen Schaltkreis Luft unter geeignetem Druck vorliegt, der pneuma tische Schaltkreis ist allgemein durch das Bezugs zeichen T (Fig. 6) angezeigt, ist die Maschine nun mehr für den Betrieb fertig.
Es ist in der einschlägigen Industrie eine übliche Praxis aus mehreren Schichten bestehende Kragen und Manschetten dadurch herzustellen, dass Iman zunächst die verschiedenen Schichten längs der Kan ten, mit Ausnahme der inneren Kanten zusammen näht, worauf die aus mehreren Schichten bestehende Einheit gewendet wird, so dass die rechte Seite aussen ist, worauf sodann die Einheit in die entspre chende Form gebügelt und somit für die Befestigung an dem Bekleidungsstück vorbereitet wird, an dem die Einheit einen Teil bilden soll.
In dem ursprüngli chen Zustand, das heisst vor dem Wenden auf die rechte Seite besteht die aus mehreren Schichten beste hende Einheit gewöhnlich aus zwei gegenüberliegen den Schichten und einer Einlage, die übereinander angeordnet sind, wobei die Einlage ausserhalb der gegenüberliegenden Schichten liegt, und die letzteren mit ihren normalerweise nach aussen gerichteten Oberflächen flach aufeinanderliegen. Die drei Schich ten, die dergestalt relativ als eine Einheit angeordnet sind, werden an einer Heftlinie am Rand zusammen genäht, die sich längs einer längsseitigen Kante und den gegenüber angeordneten querseitigen Kanten der Einheit erstreckt.
Die gegenüber liegenden Punkte des Kragens oder dergleichen werden in entsprechender Weise zwischen der längsseitigen Heftlinie und jeder der querseitigen Linien des Kragens ausgebildet. Die so zunächst gebildete Einheit wird sodann gewendet, so dass die rechte Seite aussen ist und die Einlage zwischen die Aussenstücke angeordnet wird, und somit von aussen diejenigen Oberflächen der Einheit zu sehen sind, die die äusseren Flächen des Kragens, der Manschette oder dergleichen bilden.
Bei dem Betrieb der Maschine wird die linke Ecke eines Kragens (wenn die linke Seite nach aussen gekehrt ist) auf dem rechten oberen Wendungspunkt 44 angepasst, der zwischen den zwei Seiten des Kra gens aufgenommen wird. Die Bedienungsperson drückt nunmehr den Fusschalter N, wodurch sich dieser schliesst und die Spule J des Magnetventiles des unteren Wendungspunktes erregt wird, um so den pneumatischen Motor 79 zu betätigen und den Kol ben 80 zurückzuziehen. Sobald sich der letztere zurückzieht, bewegt sich der Schlitten 27 des unteren Wendungspunktes nach vorne.
Die anfängliche Bewegung des Schlittens 27 führt den Nocken 109 nach vorne in den Eingriff mit dem Arm 108 des Mikroschalters (vergleiche Fig. 7 und 8). Bei einer weiteren Bewegung des Schlittens 27 betä tigt der Nocken 109 den Schaltarm 108 und schliesst hierdurch den Schalter 107, wodurch die Spule H des Magnetventiles für den Nachschneider erregt wird, um so den pneumatischen Motor 49 zu betätigen und die Kolbenstange 50 zurückzuziehen. Der Verbindungsrahmen 51 kippt nunmehr um das Drehelement 52 und hebt die Stangen 55-55 und die Nachschneideköpfe 35-35 an, die an diesen Stangen angeordnet sind.
Gleichzeitig folgen die Stangen 58-58 der Kolbenstange 50 unter der Einwirkung der Fe dern 62-62 nach unten bis die oberen Wendungs punkte 44-44 auf den unterliegenden Nachschneide blöcken 40-40 aufliegen. Somit wird der Punkt des Kragens, der auf dem rechten oberen Wendungs punkt 44 angeordnet ist, fest nach unten gegen den Nachschneideblock 40 gehalten und gegen ein Ver schieben in der Lage festgehalten, in der derselbe nachgeschnitten werden soll. Die Abschneidkanten 38-38 des rechten Nachschneidekopfes 35 sind aus reichend angehoben worden, so dass dieselben über dem Material liegen, das nachzuschneiden ist.
Sobald der Schlitten 27 des unteren Wendungs punktes sich auf eine vorherbestimmte Entfernung nach vorne bewegt hat, tritt der Nocken 109 an dem Schaltarm 108 vorbei, wodurch der letztere ausgelöst wird, um den Schalter 107 wieder zu öffnen (vergleiche Fig. 8 und 9). Hierdurch wird die Spule des Magnetventiles nicht mehr erregt, um den pneumatischen Motor 49 zu betätigen, wodurch die Kolbenstange 50 wiederum gestreckt wird.
Hierauf kippt der Verbindungsrahmen 51 um das Drehele ment 52 in der entgegengesetzten Richtung und senkt die Stangen 55-55 der Nachschneideköpfe 35 35, wodurch die Schneidkanten 38-38 des rechten Nachschneidekopfes 35 und die gegenüberliegenden Kanten des zugehörigen Nachschneideblockes 40 zusammenwirken, um das überschüssige Kragenma terial nachzuschneiden, das über den Nachschneide block 40 überhängt.
Nach einiger toter Bewegung zwischen den Nachstellschrauben 64-64 und den Bau elementen 57-57 folgen die Stangen 58-58 der Kol benstange 50 nach oben gegen die Einwirkung der Federn 62-62 und schwenken die oberen Wendungs punkte 44-44 und den auf dem rechten Wendungs punkt 44-44 angeordneten Kragen nach oben. In der Zwischenzeit, und zwar ehe der Bewegungsvorgang des Schlittens 27 des unteren Wendungspunktes been digt ist, werden die Nachschneideköpfe 35-35 auf ihre anfänglichen Lagen nach unten, und zwar unter die Arbeitsebene der unteren Wendungspunkte 30-30 abgesenkt.
Es ist zu beachten, dass die Federn 41-41 dergestalt arbeiten, dass dieselben die Nachschneide köpfe 40-40 so verschieben, dass eine mechanische Abnutzung kompensiert wird. Sobald die unteren Wendungspunkte 30-30 die Grenze ihrer Bewegung erreichen, greifen die Haken 104-104, die in ent sprechender Weise von diesen herabhängen, in die Nocken 105-105 ein, und wirken dergestalt, dass die unteren Wendungspunkte 30-30 nach unten gegen die Wirkung der Federn 102-102 in entsprechende genaue Ausrichtung mit den oberen Wendungspunk ten 44-44 geschwenkt werden. Hierdurch wird das Material an dem eckenförmigen äussersten Ende des Kragens unter dem rechten Wendungspunkt 30 gedreht und nicht zwischen den Wendungspunkten verknautscht.
Während das Fusspedal für den unteren Wen dungspunkt immer noch nach unten gedrückt ist, dreht die Bedienungsperson den nachgeschnittenen Kragen aus seiner linken Lage auf dejm rechten oberen Wendungspunkt 44 in seine rechte Lage über den rechten unteren Wendungspunkt 30, wobei das nicht verknautschte Material hierdurch flach über die äusserste Ecke des Kragens gefaltet wird. Nunmehr wird das Fusspedal des unteren Wendungspunktes freigegeben, wodurch der Schalter N geöffnet und die Spule J des Magnetventiles des unteren Wendungs punktes nicht mehr erregt wird, um so den pneuma tischen Motor 79 zu betätigen und den Kolben 80 zu strecken.
Der Schlitten 27 des unteren Wendungs punktes wird hierdurch schnell in seine Ausgangslage zurückgeführt, ohne dass der Nocken 104 den Mikro schalter 107 betätigt. Sobald eine Annäherung an die Ausgangslage erfolgt, ist der Kragen über der rechten Zunge 26 angeordnet und geglättet.
Nunmehr wird der Schlitten 22 dieser Zunge, wobei der Kragen über der rechten Zunge 26 ange ordnet ist, manuell nach vorne bewegt und der Kra gen in die entsprechende Lage für das Bügeln gebracht. Vor der Vorwärtsbewegung des Schlittens für die Zunge wird jedoch das Fusspedal K für den Druckarm nach unten gedrückt, wodurch die Spule G des Magnetventiles für den Druckarm erregt wird, um so den pneumatischen Motor 90 zu betätigen und die Kolbenstange 89 gegen die Einwirkung der Schraubenfeder 91 zurückzuziehen.
Hierdurch wird die Stange 87 nach unten geführt, und das Joch 19 um die Welle 18 gekippt, um den Bügelkopf zu öffnen und die Zungen 26-26 aufzunehmen, wobei der Kragen auf der rechten Zunge 26 angeordnet ist. Das Fusspedal K wird sodann freigegeben, wodurch die Spule G des Magnetventiles nicht mehr erregt wird und somit die Druckzufuhr zu dem pneumatischen Motor 90 unterbrochen wird, und die Schrauben feder 91 sich ausdehnt, um so den Bügelkopf zu schliessen. Ehe sich der Bügelkopf völlig schliessen kann,
werden die Zungen 26-26 manuell zurück gezogen, wodurch der Kragen in dem Bügelkopf verbleibt. Es werden sodann solange Druck und Wärme auf den Kragen in Einwirkung gebracht, wie die Bedienungsperson nicht das Fusspedal K nieder drückt. Nach einer gewissen Zeit wird dieses Pedal niedergedrückt und der pneumatische Motor 90 arbeitet wiederum, um den Bügelkopf zu öffnen, wodurch der gebügelte Kragen aus der Maschine entfernt wird. Sodann wird das Fusspedal K wieder freigegeben und der Bügelkopf schliesst sich wieder automatisch.
Als eine Vorsichtsmassnahme dagegen, dass die Zungen 26-26 vorzeitig nach vorne geführt werden, ist die Maschine zweckmässigerweise mit einem Sicherheitsschalter P versehen, der durch den Schlitten 22 für die Zunge betätigt wird.
Während der Kragen an der rechten Seite der Maschine der Wärme- und Druckeinwirkung unter worfen bleibt, wird die linke Seite der Maschine mit einem zweiten Kragen versehen, der nachgeschnitten und sodann zu der linken Zunge geführt wird. Nach dem der erste Kragen aus dem Bügelkopf herausge zogen worden ist, wird der zweite Kragen in diesen hereingeführt, wobei der zweite Kragen der Wärme- und Druckeinwirkung unterworfen bleibt, und die rechte Seite der Maschine wieder mit einem neuen zu verarbeitenden Kragen versehen wird, usw.
Wenn festgestellt wird, dass sich die unteren Wendungspunkte nicht in die gewünschte Punkt-auf- Punkt Berührung mit den oberen Wendungspunkten bewegen, kann dies korrigiert werden, indem die Schrauben 44b-44b gelöst, und die oberen Wendungs punkte in die gewünschten Lagen relativ zu den unte ren Wendungspunkten verschoben, und die Schrau ben sodann wieder angezogen werden.
Wenn anstelle von Kragen gleicher Form Kragen verschiedener Form bearbeitet werden sollen, kann es notwendig sein, die Nachschneideköpfe 35-35, die Nachschnei- deblöcke 40-40 und die oberen Wendungspunkte 44 44 zu entfernen, und diese Bauteile durch andere zu ersetzen, die besonders entworfen sind, um so den neuen Arbeitsbedingungen zu entsprechen.
Norma- lerweise ist es jedoch anstelle der Auswechslung der oberen Wendepunkte 44-44 lediglich notwendig, eine längsseitige Verschiebung vorzunehmen, wie sie wei ter oben beschrieben worden ist. Weiterhin. kann es notwendig sein, die Maschine dergestalt anzupassen, dass ein unterschiedlicher Druck auf die zu bügelnden Kragen ausgeübt wird. Diese letztere Einstellung kann bewirkt werden, indem man lediglich die Lage der Hülse 91a auf der Kolbenstange 89 verändert.