CH387064A - Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Äthern des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Äthern des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarinsInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Xthem des 4-Methyl-5, 7-dihydroxycumarins
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Athern des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins, die gegen Erhöhung der Kapillarpermeabilität und Fragilität wirksam sind.
Diese neuen basischen Ather besitzen die Formel I
EMI1.1
worin R eine geradkettige oder verzweigte 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylengruppe und X Sauerstoff oder eine Methylengruppe bedeuten.
Die neuen, erfindungsgemäss erhältlichen, basischen Ather des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins besitzen eine grosse Vitamin-P-Wirkung ; sie bewirken also eine Erhöhung der Kapillarresistenz und können zur Behandlung von Krankheiten benutzt werden, die eine Erhöhung der Kapillar-Permeabilität und Fragilität erzeugen.
Es sind bereits Naturstoffe bekannt, die diese besonderen Eigenschaften besitzen, sowie auch synthetische Verbindungen, die sich auf das 6,7-Dihydroxycumarin (Asculetin) beziehen, insbesondere das 4 Methylderivat (4-Methyläsculetin) und das 6-Glykosid (Asculin), die entweder als Alkalisalze oder als Monoätherderivate mit substituierten Alkylaminen im allgemeinen für die Behandlung von Krankheiten vorgeschlagen wurden, die eine Verminderung der Ka pillarresistenz erzeugen. Diese Produkte haben aber den Nachteil, dass sie ihre Wirksamkeit besonders bei subkutaner oder intravenöser Verabreichung zeigen.
Es wurde nun gefunden, dass die basischen Di äther des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins der allge- meinen Formel (I) per os wirksam sind und eine er höhte Vitamin-P-Wirkung im Vergleich mit den üblich verwendeten kapillardichtenden Agenzien zeigen.
Erfindungsgemäss wird das 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarin als Ausgangsstoff verwendet, das nach in der Literatur beschriebenen Methoden leicht erhalten werden kann. Das 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarin wird mit einer Verbindung der Formel II
EMI1.2
worin Hal ein Halogenatom bedeutet, in Gegenwart von starkem Alkali behandelt, das zur Aufnahme des während der Reaktion entstehenden Halogenwasserstoffs bestimmt ist. Die Umsetzung erfolgt in einem organischen sauerstoffhaltigen, vorzugsweise in einem alkoholischen bzw. ketonischen, Lösungsmittel.
Um gute Ausbeuten am Ende des Verfahrens zu erhalten, ist es nötig, das Lösungsmittel passend zu wählen, weil die Gesamtausbeute mit den verwendeten Lösungsmitteln innerhalb ziemlich ausgedehnter Grenzen schwankt ; so beispielsweise in der Reaktion des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins mit 1- (N Morpholin)-2-chloräthan wird Isopropylalkohol vorteilhaft verwendet, weil dieser das Lösungsmittel ist, worin das entstehende Alkalisalz praktisch unlöslich ist und woraus die Kristallisierung des Produktes sehr leicht erfolgt.
Die neuen Verbindungen können in Fällen von Vitamin-P-Mängeln zur Behandlung von hämorrhagi- schen Zuständen und auch zur Behandlung der Hypertension in Arteriosklerose verwendet werden.
Beispiel 1
In einen mit Rückflusskühler versehenen Kolben setzt man 9,5 g (0,05 Mole) 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarin, 4 g (0,1 Mol) gepulvertes Natriumhydroxyd und 200 ccm wasserfreies Isopropylalkohol hinzu.
Man erwärmt unter Rückfluss eine halbe Stunde lang und dann fügt man tropfenweise und langsam 20 g l- (N-Morpholin)-2-chloräthan hinzu. Man erwärmt die Mischung unter Rückfluss noch 10 Stunden lang, filtriert in der Wärme das gebildete Natriumchlorid ab und lässt die Lösung in der Kälte liegen ; da kristallisiert das 4-Methyl-5,7-(bis-ss-morpholinäthoxy)cumarin. Ausbeute 12 g Schmp. 131-132 C.
Um das Chlorhydrat des so erhaltenen Produktes herzustellen, wird die Basis in wasserfreiem, siedendem Alkohol gelöst und dann mit einer alkoholischen Lösung von Salzsäure behandelt. Nach Abkühlung wird das 4-Methyl-5,7-(bis-fi-morpholinäthoxy)-cumarinchlorhydrat abgesaugt und getrocknet. Ausbeute
12,5 g Schmp. 195 .
Nach demselben Verfahren stellt man das 4-Methyl-5,7-(bis-y-morpholinpropoxy)-cumarin, aus 1 (N-morpholin)-3-chlorpropan (Sdp. 110 C/20 ; nid = 1,4736) her.
Beispiel 2
Einer Lösung von 9,4 g 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarin in 200 cc wasserfreien Alkohol, fügt man 4 g gepulvertes Natriumhydroxyd hinzu. Man erwärmt die Mischung unter Rückfluss eine halbe Stunde und dann fügt man tropfenweise 18 g 1- (N Piperidin)-2-chloräthan hinzu. Das Natriumchlorid wird abgesaugt und das Lösungsmittel eingedampft.
Man nimmt den Rückstand mit Wasser und NaOH auf und extrahiert mit Methylenchlorid ; das Methylen-chlorid-Extrakt wird mehrmals mit 2 % igem NaOH gewaschen, durch Natriumsulfat getrocknet und zur Trocknung verdampft. Der Rückstand wird in einem Claisen im Olbade bis zu 2000 C bei 2mm Hg destilliert um den tSberschuss an 1- (N-Piperidin)-2chloräthan wegzunehmen. Man nimmt mit Alkohol auf, saugt ab und säuert mit einer alkoholischen Lösung von Salzsäure an. Da erhält man das 4-Methyl5,7- (bis-fi-piperidinäthoxy)-cumarinchlorhydrat als weisses kristallinisches Produkt, das aus Athylalkohol umkristallisiert wird. Schmp. 265-2670 C.
Nach demselben Verfahren stellt man das 4-Methyl-5,7- (bis-y-piperidinpropoxy)-cumarinacetat, aus 1- (N-Piperidin)-3-chlor-propan (Sdp. 100-101o C/ 25 mm ; n2DO = 1,4772) her.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Athem des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins der Formel EMI2.1 worin R eine geradkettige oder verzweigte 1-4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylengruppe und X Sauerstoff oder eine Methylengruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man das 4-Methyl-5,7dihydroxycumarin mit einer Verbindung der Formel EMI2.2 worin Hal ein Halogenatom bedeutet, in einem organischen sauerstoffhaltigen Lösungsmittel in Gegenwart von starkem Alkali umsetzt.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene Verbindung in ihre Salze überführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB35358/59A GB865313A (en) | 1959-10-19 | 1959-10-19 | Coumarin derivatives |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH387064A true CH387064A (de) | 1965-01-31 |
Family
ID=10376849
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1162960A CH387064A (de) | 1959-10-19 | 1960-10-17 | Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Äthern des 4-Methyl-5,7-dihydroxycumarins |
Country Status (4)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1959
- 1959-10-19 GB GB35358/59A patent/GB865313A/en not_active Expired
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1961
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Also Published As
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| FR938M (de) | 1961-11-20 |
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