CH387154A - Magnetische Hysteresis-Antriebsübertragungseinrichtung - Google Patents

Magnetische Hysteresis-Antriebsübertragungseinrichtung

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CH387154A
CH387154A CH620661A CH620661A CH387154A CH 387154 A CH387154 A CH 387154A CH 620661 A CH620661 A CH 620661A CH 620661 A CH620661 A CH 620661A CH 387154 A CH387154 A CH 387154A
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magnetic
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poles
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Henning Sorensen Viggo
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Foerderung Forschung Gmbh
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K49/00Dynamo-electric clutches; Dynamo-electric brakes
    • H02K49/06Dynamo-electric clutches; Dynamo-electric brakes of the synchronous type
    • H02K49/065Dynamo-electric clutches; Dynamo-electric brakes of the synchronous type hysteresis type

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  • Power Engineering (AREA)
  • Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)
  • Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)

Description


      Magnetische        Hysteresis-Antriebsübertragungseinrichtung       Die Erfindung betrifft eine magnetische Antriebs  übertragungseinrichtung und macht vom     Hysteresis-          Effekt    magnetischer Materialien Gebrauch, der be  reits in einer bekannten     Hysteresis-Kupplung    zur  Anwendung gelangte. Diese Art Kupplung hat die  Gestalt von zwei drehbaren Teilen, von denen der  eine mit einer Anzahl magnetischer Polpaare zum  andern Teil versehen ist, welch letzterer rotations  symmetrische Form hat und aus einem Material mit  grossen     Hysteresis-Verlusten,    das ist ein permanent  magnetisches Material, besteht.

   In diesem Material  werden Pole induziert, die bestrebt sind, ihre magne  tische Polarität beizubehalten, so dass, wenn der eine  Teil gedreht wird, der andere in synchroner Drehung  folgt.  



  Wenn die beiden Teile gezwungen werden,     mit     verschiedenen Geschwindigkeiten zu laufen, entsteht  in der Kupplung ein Schlupf, und das maximal über  tragbare Drehmoment ist proportional der Anzahl  der Polpaare, dem Volumen des Materials mit  hohem     Hysteresis-Effekt    und der     Fläche    der       Hysteresis-Schleife,    die dem Material aufgezwungen  wird.  



  Gemäss der Erfindung ist eine magnetische       Hysteresis-Anroriebsübertragungseinrichtung    mit einem  treibenden und einem     getriebenen    Teil geschaffen,  die voneinander durch einen Luftspalt getrennt  sind, durch welchen ein Drehmoment durch ma  gnetische Feldkräfte zwischen polarisierenden Polen  des einen Teils und induzierten Polen des an  dern Teils übertragbar sind, welche Einrichtung  dadurch gekennzeichnet ist, dass der erstgenannte  Teil zwei Sätze von     zwischeneinandergreifenden     Polstücken aufweist, die von zwei magnetisch  getrennten Ringen entgegengesetzter Polarität aus  sich gegen den andern Teil erstrecken, innerhalb    welchem erstgenannten Teil der magnetische Fluss  zwischen aufeinanderfolgenden Polstücken verläuft.  



  Die Einrichtung kann einen Elektromagneten  aufweisen, der bezüglich der treibenden und getrie  benen Teile derart angeordnet ist, dass er bei Erre  gung einen entsprechenden Magnetismus in den Ma  gnetpolen induziert.     Falls    zu diesem Zweck von  einem stationären Elektromagneten Gebrauch ge  macht wird, können elektrische Schleifkontakte für  den Antrieb vermieden werden.  



  Die Antriebsvorrichtung kann ferner Mittel zum  Feststellen eines Schlupfes zwischen den     treibenden     und getriebenen Teilen aufweisen. Dies kann wie  derum ohne Schleifkontakte     verwirklicht    werden.,  indem einer der Teile     mit    mindestens einer     inhomo-          genen    Partie versehen wird, die bewirkt, dass beim  Auftreten eines Schlupfes eine Veränderung des ma  gnetischen Widerstandes im magnetischen Fluss zwi  schen den Teilen entsteht, und durch Mittel zum  Feststellen und Messen eines elektrischen Signals,  welches infolge der     Flussänderung    erzeugt wird.  



  Zum besseren Verständnis der Erfindung wird  dieselbe nun an Hand der beigefügten Zeichnung  beispielsweise erläutert.  



       Fig.    1 zeigt in vereinfachter Darstellung einen       Axialschnitt    durch eine elektromagnetische Kupp  lung.  



       Fig.    2 zeigt ebenfalls in vereinfachter Darstellung  die gleiche Kupplung, teils im Schnitt nach den Li  nien     A-A    und     B-B,    teils in Ansicht gemäss den  Pfeilen     C-C,    in     Fig.    1.  



       Fig.3A-3C    stellen je eine andere elektrische  Schaltung zum Erzielen einer Messung oder Anzeige  der     Schlupfgeschwindigkeit    dar.  



       Fig.4    zeigt einen     Axialschnitt    durch ein Ge  triebe, das Kupplungen gemäss     Fig.    1 und 2 enthält.           Fig.        5A-5D    veranschaulichen     Drehmoment-Cha-          rakteristiken    der Kupplung und des Getriebes gemäss       Fig.    4.  



  Gemäss     Fig.    1 und 2 verläuft eine Antriebswelle  1 durch die eine Seitenwand 2a eines Kupplungs  gehäuses 2, wo ein Rad 3 aus     unmagnetischem    Ma  terial auf die Welle 1     aufgekeilt    ist. Das Rad 3 be  steht aus einer zentralen Nabe 3a und aus sechs  radial nach aussen abstehenden Armen 3b, die ge  mäss     Fig.    2 mit einer Teilung von 60      rund    um die  Nabe 3a angeordnet sind. Die Arme 3b tragen ein  mehrteiliges Ringgebilde 4, welches Polstücke auf  weist, die mit Hilfe von Schrauben 5 an den Armen  3b befestigt sind.

   Das Ringgebilde 4 weist ferner  einen zentralen Ring 6 aus     unmagnetischem    Mate  rial auf, der dazu dient, zwei Ringe 7 und 8 von  einander entfernt zu halten, an denen je ein Satz  von sechs Polstücken 7a bzw. 8a ausgebildet ist.  



  Wie dargestellt, ist der Ring 7 unmittelbar an  den Armen 3b mit Hilfe der Schrauben 5 befestigt,  die auch zum Verbinden des zentralen Ringes 6 mit  dem Rad 3 dienen, während der Ring 8 mittels  Schrauben 9 am zentralen Ring 6     gesichert    ist. Die  Polstücke 7a und 8a erstrecken sich gegen die Kupp  lungsachse und     greifen    zwischen einander zwecks  Bildung von gegen die Achse gerichteten, auf einer  gemeinsamen kreiszylindrischen Ringfläche liegenden       Endflächen,    die bezüglich einer     Radialebene    symme  trisch angeordnet sind.  



  Eine getriebene Welle 10 verläuft durch die an  dere     Seitenwand    2b des Gehäuses 2 und ist mit Hilfe  von     Lagern    sowohl in der Gehäusewand 2b als auch  in der Nabe 3a drehbar     gelagert.    Im Innern des Ge  häuses 2 und symmetrisch in bezug auf die Mittel  linie     C-L    in     Fig.    1 ist auf der Welle 10 eine Nabe  11     aufgekeilt,    die aus einem Material mit geringem  magnetischem Widerstand besteht und an ihrem Um  fang einen Ring 12 aus einem Material mit grossem       Hysteresis-Effekt,    z. B.     Aluminium-Nickel-Kobalt-          Legierung,    trägt.

   Der Ring 12 ist so behandelt wor  den, dass er eine bevorzugte magnetische Achse in  radialer Richtung zeigt. Der Umfang des Ringes 12  begrenzt zusammen mit den     Endflächen    der Pol  stücke 7a und 8a einen schmalen ringförmigen  Luftspalt 13.  



  Eine zylindrische Partie 2c des Kupplungs  gehäuses 2 trägt ausserhalb des zusammengesetzten  Ringgebildes 4 einen ringförmigen Elektromagneten,  welcher eine Feldspule 14 zwischen einem Paar  von ringförmigen Polstücken 15 und 16 aufweist.  Die ringförmigen Polstücke 15 und 16 sind durch  die als Joch dienende Gehäusepartie 2c voneinander       distanziert    und unter     Belassung    eines Luftspaltes 17  im Abstand von den Ringen 7 und 8 gehalten. Zwi  schen der Feldspule 14 und der gegenüberliegenden       Gehäusepartie    2c befindet sich eine Signalspule 18,  deren Zweck weiter unten beschrieben ist.  



  Im Betrieb wird die Feldspule 14 durch Verbin  dung mit einer Gleichstromquelle erregt, wobei der  magnetische Fluss wie folgt verläuft: Von der zylin-         drischen    Jochpartie 2c des Gehäuses 2 zum ring  förmigen Polstück 15, über den Luftspalt 17 zum  Ring 7 und zu den sechs Polstücken 7a und dann  über den Luftspalt 13 zum Ring 12. Von einer Stelle  innerhalb der Nabe 11 gegenüber dem     benachbarten     Polstück 8a tritt der magnetische Fluss wieder in  den Ring 12 ein; dann durchquert er den Luftspalt  13 zu den sechs Polstücken 8a und zum Ring 8,  wonach der Fluss vom Ring 8 über den Luftspalt 17  zum ringförmigen Polstück 16 verläuft und schliess  lich den Kreislauf in der zylindrischen Partie 2c des  Gehäuses 2 schliesst.  



  Wenn die Welle 1 gedreht wird, folgt die Welle  10 dieser Bewegung, solange der Elektromagnet er  regt ist, vorausgesetzt, dass das zu     übertragende     Drehmoment geringer ist als das     Schlupfdrehmoment.     



  Die mechanische Charakteristik für die beschrie  bene Einrichtung kann aus folgenden     überlegungen     gefunden werden: Die Arbeit, welche durch Schlüp  fen der Kupplung um eine Umdrehung verlorengeht,  ist gleich dem Drehmoment     (73        multipliziert    mit  2 7 oder dem Produkt aus der Anzahl     (N)    der Pol  paare<I>7a,</I> 8a, dem Volumen     (V)    des Ringes 12 und  der     Fläche    (A) der BH-Kurve     (Hysteresis-Kurve)     des Materials, aus welchem der Ring 12 hergestellt  ist:

    
EMI0002.0040     
    Somit kann durch     Veränderung    der Stärke des  elektromagnetischen Feldes und damit des Wertes A  das Drehmoment, bei welchem die Kupplung  schlüpft, geändert werden.  



  Während des     Schlüpfens    der Kupplung     existiert     eine relative Bewegung zwischen dem Gebilde der  Polstücke 7a und 8a und dem Ring 12; und durch  eine solche Ausbildung des Ringes 12, dass an     Zonen     12a desselben der magnetische     Fluss    einen veränder  ten magnetischen Widerstand vorfindet, lassen sich  im gesamten magnetischen Kreis gewisse Änderun  gen des magnetischen Flusses erzielen, welche     Fluss-          änderungen    in den Spulen 14 und 18 eine gewisse,  zur     Schlupfgeschwindigkeit        proportionale    Spannung  induzieren.

   Im vorliegenden Beispiel sind die     inhomo-          genen    Partien durch Nuten 12a gebildet, die an  Stellen zwischen den aufeinanderfolgenden Pol  stücken 7a und 8a angeordnet sind, um den magne  tischen Widerstand des     Flusses    beim Schlüpfen der  Kupplung zu variieren. Von der separaten Spule 18  kann die erzeugte Signalspannung     gewünschtenfalls     abgenommen werden.

   In     Fig.    1 sind die Anschlüsse  der Spulen 14 und 18 schematisch zu einem     Klem-          menblock    19 geführt, der zwei     Anschlussklemmen          a    und<I>b</I> für die Feldspule 14 und zwei Anschluss  klemmen c und d für die Spule 18 aufweist.  



  Die     Fig.        3A-3C    zeigen drei Möglichkeiten zur  Erzielung einer Anzeige oder Messung der Schlupf  geschwindigkeit, wobei     Fig.    3A und 3B das Her  leiten eines     Schlupfsignals    von der Feldspule 14 zei  gen, während die Schaltung nach     Fig.    3C von der      separaten Signalspule 18 Gebrauch macht, die auf  die Feldspule 14 aufgebracht ist.  



  Gemäss     Fig.    3A ist ein Widerstand R in Reihe  mit dem einen Leiter zwischen der Feldspule 14 und  der Spannungsquelle     DC    geschaltet und ein     Mess-          instrument    über den Widerstand R gelegt zum An  zeigen und Messen der     Änderung    des Spannungs  abfalles über dem Widerstand R, wenn ein Schlupf  auftritt, als Mass für die     Schlupfgeschwindigkeit.     Nach     Fig.    3B ist die Feldspule 14 mit einer Gleich  stromquelle     DC    über die Primärwicklung eines  Transformators T verbunden,

   in dessen Sekundär  wicklung eine der     Schlupfgeschwindigkeit    proportio  nale Wechselspannung induziert wird, wenn eine  relative Drehung zwischen dem treibenden und dem  getriebenen Teil der Kupplung auftritt. Das Wechsel  spannungssignal wird an einem     Messinstrument    M  angezeigt.  



  Gemäss     Fig.    3C ist die Feldspule 14 durch eine       Gleichspannungsquelle        DC    erregt, während an die  Signalspule 18 ein     Messinstrument    M angeschlossen  ist, welches die in der Spule 18 induzierte Spannung  als Mass für die     Schlupfgeschwindigkeit    anzeigt,  wenn ein Schlupf auftritt.  



  Eine Anwendung der vorstehend mit Bezug auf       Fig.    1-3 beschriebenen Kupplung ist in einem Zwei  geschwindigkeitsgetriebe, wie es in     Fig.    4 im axialen  Schnitt durch die gleichachsig angeordneten An  triebs- und     Abtriebswellen    dargestellt ist. Diejenigen  Teile des Getriebes, die aus     unmagnetischem    Mate  rial bestehen, sind mit gestrichelten Linien schraf  fiert.  



  Gemäss     Fig.    4 hat das Getriebe ein mehrteiliges  zylindrisches Gehäuse 20 mit angeflanschten     End-          schildern    21 und 22. Eine Antriebswelle 23 ist durch  ein Lager im Endschild 21     gelagert    und erstreckt  sich in axialer Richtung ins Innere des Gehäuses 20,  wo sie durch ein zweites Lager in einer ausgenom  menen Nabe 24 der     Abtriebswelle    25 abgestützt ist,  welche den Endschild 22 durchsetzt und in demsel  ben drehbar gelagert ist.

   Eine Kraftübertragung zwi  schen der Antriebswelle 23 und der     Abtriebswelle     25 kann nur dann erfolgen, wenn mindestens eine  von zwei ähnlichen elektromagnetischen Kupplungen  26 und 27 erregt wird, von denen jede sowohl im  Aufbau als auch in der Wirkungsweise derjenigen  gemäss     Fig.    1 und 2 ähnlich ist. Die Bestandteile der  einen Kupplung 26 sind mit den gleichen Bezugs  ziffern bezeichnet wie in     Fig.    1, woraus die Wir  kungsweise ohne weiteres verständlich ist.  



  Die ruhenden Teile der Kupplungen sind durch       unmagnetische        Bolzen    28 zusammengehalten, welche  durch den einen Endschild 22 und die Joche 2c hin  durchgehen und in einen Ring 29 eingeschraubt  sind, der seinerseits mit dem     andern        Endschild    21  verbunden ist. Eine     unmagnetische,    mit einer zen  tralen     öffnung    versehene Distanzscheibe 30 ist zwi  schen den beiden Jochen 2c und den angrenzenden  Polstücken der Elektromagnete der Kupplungen an  geordnet und dient zur Trennung der magnetischen    Kreise der zwei Kupplungen.

   Die äussern, drehbaren  Teile der Kupplungen 26 und 27, welche in jedem  Fall aus den Ringen 7 und 8 mit den Polstücken 7a  und 8a sowie dem magnetisch nichtleitenden     Ring     6 bestehen, sind miteinander durch     Bolzen    31 ver  bunden, die auch zur     Sicherung    der genannten Teile  an einem radialen Flansch der Nabe 24 der Ab  triebswelle dienen.  



  Die innern drehbaren Teile der Kupplungen 26  und 27 sind so angeordnet, dass sie mittels der An  triebswelle 23 gedreht werden können. Der innere  Teil der Kupplung 27 ist unmittelbar auf die Welle  23 nahe bei ihrem innern Ende montiert, wogegen  jener der Kupplung 26 von der Welle 23 aus über       ein    Reduktionsgetriebe     antreibbar    ist.  



  Zum     zuletztgenannten    Zweck ist der innere dreh  bare Teil der Kupplung 26 auf einer Hülse 32 be  festigt, welche um die Welle 23 angeordnet und von  dieser unabhängig drehbar ist. Ein Zahnrad 33 ist  auf dem einen Ende der Hülse 32 befestigt und wird  von einem Zahnrad 34 aus, das auf der Antriebs  welle 23 sitzt, durch miteinander verbundene Zahn  räder 35 und 36 angetrieben, die auf einer dreh  baren     Vorgelegewelle    37 befestigt sind.  



  Im Betrieb kann eine direkte Antriebsverbin  dung der Welle 25 mit der Antriebswelle 23 durch  Erregen der Kupplung 27 allein erreicht werden,  oder es ist     möglich,    eine niedrigere Geschwindigkeit  der     Abtriebswelle    25 durch Erregen der Kupplung  26 und Ausschalten der Kupplung 27 zu erreichen.  Es kann gezeigt werden, dass durch gleichzeitiges Er  regen beider Kupplungen das zweifache normale  Drehmoment bei niedriger Geschwindigkeit über  tragen werden kann.  



       Fig.    5A zeigt die Drehmoment Charakteristik  einer     Hysteresis-Kupplung    in einem rechtwinkligen  Koordinatensystem, wobei die Abszisse die Dreh  geschwindigkeit der     Abtriebswelle    und die Ordinate  das positive oder negative Drehmoment darstellen.  Die Linie     XYZ    stellt den kritischen Drehmoment  bereich dar, in welchem der äussere und der innere  drehbare Teil der Kupplung synchron drehen. Es ist  verständlich, dass für verschiedene Punkte längs der  Linie     XYZ    die induzierten Pole des getriebenen  Teils um verschiedene Beträge gegenüber den Pol  stücken des äussern drehbaren Teils verschoben sind.

    Beispielsweise im Punkt Y, bei welchem das Dreh  moment null ist, sind Pole (von entgegengesetzter  Polarität) symmetrisch     rund    um den innern dreh  baren Teil induziert, das heisst an Stellen, die den  Polstücken des äussern Teils     unmittelbar    benachbart  sind, wie in     Fig.    5A durch das Diagramm Y ver  anschaulicht ist.

   Wenn das Drehmoment entlang der  Linie     Y-X    erhöht wird, bekommt der getriebene  Teil die Tendenz,     bezüglich    dem treibenden Teil  magnetisch nachzulaufen, und die Lage der induzier  ten Pole des     innern    drehbaren     Teils    wird so sein,  dass die von irgendeinem     bestimmten    Polstück des  äussern drehbaren Teils     induzierte    Polarität beginnt  durch das benachbarte Polstück des äussern Teils      umgekehrt zu werden, wie im Diagramm bei X von       Fig.    5A dargestellt ist.  



  Zwischen den Punkten<I>X</I> und<I>D</I> hat das allen  falls weiter     übertragene    Drehmoment seine Ursache  in Wirbelströmen, die im innern Teil induziert wer  den.  



  Analoge Überlegungen gelten     für    negative Dreh  momente, die entlang der Linie     YZ    dargestellt sind  und auftreten, wenn der äussere Teil bei synchronem  Lauf vom innern Teil Drehmomente absorbiert.  Jenseits des Punktes Z hat jedes weitere durch den  äussern Teil     absorbierte    Drehmoment seine Ursache  in     Wirbelstrombremswirkungen.    In beiden Fällen  ist die infolge Wirbelströmen     übertragene    Arbeit  durch eine     schraffierte    Fläche dargestellt,

   wogegen  die     unschraffierte        Fläche        DXYO    die durch die       Hysteresis    geleistete Arbeit veranschaulicht. Durch  sorgfältige Dimensionierung und Ausbildung des ge  triebenen Teils der Kupplung     können    die Wirbel  stromeffekte     vernachlässigbar    klein gehalten werden.  



       Fig.    5B und 5C zeigen die     bezüglichen    Charak  teristiken der Kupplungen 26 und 27, wenn diese  einzeln erregt sind. Wenn nur die Kupplung 26 er  regt ist, dreht die     Abtriebswelle    mit hoher Geschwin  digkeit, bei welcher ein Betriebspunkt R gewählt sei.  Wenn nur die Kupplung 27 allein erregt ist, dreht  die     Abtriebswelle    mit niedriger Geschwindigkeit, und  bei einem entsprechenden Drehmoment ergibt sich  der Betriebspunkt S.

   Unter der Bedingung, dass die  beiden Kupplungen die gleiche Grösse haben und  mit gleicher, konstanter Feldstärke erregt werden,  ergibt sich die in     Fig.    5D dargestellte Charak  teristik     als    Summe der in     Fig.    5B und 5C gezeigten  Charakteristiken.     Fig.    5D lässt erkennen, dass bei  der niedrigen Geschwindigkeit das zweifache Dreh  moment übertragen werden kann. Die Zeitdauer,  während welcher die beiden Kupplungen erregt wer  den, sollte begrenzt bleiben wegen der Gefahr unzu  lässiger Erwärmung infolge     Schlüpfens    der rascheren  Kupplung 26; diese Betriebsart ist daher für den  Gebrauch bei Notfällen reserviert.  



  Die oben beschriebenen magnetischen Antriebs  einrichtungen sind insbesondere zur Verwendung in       Schutzgasatmosphären    ohne Sauerstoff geeignet, in  denen Kupplungen     mit    gleitenden Reibungsflächen  unbefriedigend oder ungewiss arbeiten.  



  Da     Wälzlager    zum Betrieb an unzugänglichen  Stellen, wo sie nicht für den Unterhalt zugänglich  sind, eher geeignet sind als Gleitlager und     gleitende     Flächen, ist die beschriebene     Antriebseinrichtung,    die  keine gleitende Reibung ergibt, besonders     vorteilhaft.     



  Die magnetische     Antriebsübertragungseinrichtung     kann daher     mit    Vorteil zur Übertragung von Dreh  bewegungen im Innern der Druckgefässe von Kern  reaktoren oder innerhalb eines Reaktors Anwendung  finden. Durch eine automatische Überwachung oder  laufende Beobachtung des     Schlupfanzeigers    kann  eine frühzeitige Anzeige von im Entstehen begrif  fenen, unzulässigen Hemmungen in den mittels der  Einrichtung angetriebenen Mechanismen erzielt wer-    den.

   Anstatt dessen oder zusätzlich kann die       Schlupfanzeige    von Zeit zu Zeit zur Messung des  minimalen Drehmomentes benutzt werden, das zum  Bewegen der Antriebseinrichtungen erforderlich ist,  so dass das unvorhergesehene Auftreten von Rei  bung in den mittels der Kupplungen angetriebenen  Teilen ermittelt werden kann. Dies kann wichtig  sein, wenn die Antriebseinrichtung zu einem Zweck  gebraucht wird, bei welchem sie nur     intermittierend     in Betrieb ist.  



  Zum Beispiel in einem Kernreaktor werden die  mechanischen Antriebe zum Herausnehmen der  Brennstoffelemente nur in     unhäufigen    Intervallen  gebraucht, aber sie müssen zuverlässig arbeiten. In  einem solchen Fall kann die magnetische Antriebs  einrichtung von Zeit zu Zeit erregt werden, damit  nicht nur ihre eigene Betriebstüchtigkeit, sondern  mit Hilfe der     Schlupfanzeige    auch der freie Lauf  der mechanischen Teile geprüft werden kann, welche  durch die Einrichtung angetrieben werden müssen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Magnetische Hysteresis-Antriebsübertragungsein- richtung mit einem treibenden und einem getrie benen Teil, die voneinander durch einen Luftspalt getrennt sind, durch welchen ein Drehmoment durch magnetische Feldkräfte zwischen polarisierenden Polen des einen Teils und induzierten Polen des andern Teils übertragbar sind, dadurch gekennzeich net, dass der erstgenannte Teil zwei Sätze von zwi- scheneinandergreifenden Polstücken aufweist, die von zwei magnetisch getrennten Ringen entgegen gesetzter Polarität aus sich gegen den andern Teil erstrecken, innerhalb welchem erstgenannten Teil der magnetische Fluss zwischen aufeinanderfolgenden Polstücken verläuft.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der zweitgenannte Teil aus einem Materialteil mit hohem magnetischem Hysteresis-Effekt und einem dahinter angeordneten Materialteil mit geringem magnetischem Widerstand zusammengesetzt ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetisch getrennten Ringe durch die Pole eines Elektromagneten magnetisiert sind. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der zweitgenannte Teil aus einem Material mit hohem magnetischem Hysteresis- Effekt gebildet ist und eine bevorzugte magnetische Achse in Richtung des magnetischen Flusses zwi schen den polarisierenden und den induzierten Polen aufweist. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der permanentmagnetische Ma terialteil eine bevorzugte magnetische Achse in ra dialer Richtung aufweist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Feststellen eines Schlupfes zwischen dem treibenden und dem getrie benen Teil vorhanden sind. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Erzeugen eines elek trischen Signals in Abhängigkeit von der relativen Drehgeschwindigkeit zwischen den Teilen und Mittel zum Darstellen des Signals als ein Mass für die Schlupfgeschwindigkeit vorhanden sind. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil mindestens eine inhomogene Partie aufweist, die eine Veränderung des Widerstandes im magnetischen Kreis bewirkt, wenn ein Schlupf auftritt, sowie Mittel zum Fest stellen des infolge der Flussänderung erzeugten elek trischen Signals.
    PATENTANSPRUCH Il Verwendung der Antriebsübertragungseinrich- tung nach Patentanspruch I in einem Getriebe, da durch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Gruppen von treibenden und getriebenen Teilen vorhanden sind und mindestens einer der treibenden Teile zur Drehung mit einer andern Geschwindigkeit und/oder im andern Sinn als die übrigen treibenden Teile aus gebildet ist und die treibenden Teile mit einer ge meinsamen Abgangswelle gekuppelt sind. UNTERANSPRUCH B.
    Verwendung nach Patentanspruch II einer Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Elektromagnete der Gruppen ge trennt betätigbar sind.
CH620661A 1960-05-25 1961-05-25 Magnetische Hysteresis-Antriebsübertragungseinrichtung CH387154A (de)

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