CH387230A - Schmelzofenanlage - Google Patents

Schmelzofenanlage

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Publication number
CH387230A
CH387230A CH349260A CH349260A CH387230A CH 387230 A CH387230 A CH 387230A CH 349260 A CH349260 A CH 349260A CH 349260 A CH349260 A CH 349260A CH 387230 A CH387230 A CH 387230A
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CH
Switzerland
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melting
overheating
furnaces
phase
furnace
Prior art date
Application number
CH349260A
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English (en)
Inventor
Seulen Gerhard Ing Dr
Hans Dipl Ing Harbauer
Hellerling Horst
Original Assignee
Aeg
Deutsche Edelstahlwerke Ag
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Publication date
Application filed by Aeg, Deutsche Edelstahlwerke Ag filed Critical Aeg
Publication of CH387230A publication Critical patent/CH387230A/de

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Sehmelzofenanlage   Grössere    Schmelzofenanlagen   zum Schmelzen von Metallen, insbesondere Eisen, mit mehreren    Schmelz-      ofeneinheiten   werden .im allgemeinen so betrieben, dass dem    -Giessereibetrieb   -.eine bestimmte Menge an giessfähiger Schmelze .in einer -bestimmten .Zeiteinheit zur Verfügung    .steht.      .Zum   anderen .wird von der Seite der    Energieversorgung   her gewünscht oder    zwangläufig   gefordert, dass -.eine bestimmte Auslastung der Energiequelle oder ein bestimmter, im allgemeinen -möglichst gleichmässiger Verbrauch des Energieträgers gesichert ist.

   -Ein stark schwankender oder stossweiser Verbrauch von    .Brenngasen,   elektrischer    Energia   -oder :flüssigen    Brennstoffen   ist unerwünscht, weil -dadurch die    Schmelzofenanlage   unwirtschaftlich    arbeitet.   



  Nach einem älteren Vorschlag kann dem    Gie-      ssereibetrieb   in einem besonderen    Verfahren   des Einsatzes der    einzelnen   Schmelzöfen fortlaufend eine bestimmte Menge an giessfähiger Schmelze zur Verfügung gestellt werden. In diesem älteren    Verfahren   wird    vorgeschlagen,   den    Ofenbetrieb   in drei Arbeitsphasen einzuteilen. Ein Ofen soll sich jeweils in der    Chargierphase,   einer in der Giessphase und die restlichen Öfen sollen sich, -zeitlich gestaffelt, in der Schmelzphase befinden. 



  Dieses    Verfahren   hat sich für den    Giessereibetrieb   sehr bewährt. Von der    Seite   der    Energioerzeugung   her ergaben sich -dann noch gewisse Ungleichheiten in der Ausnutzung des Energieträgers und der dafür vorgesehenen    Versorgungseinrichtungen,   wenn zum    :Einschmelzen   besonders leistungsfähige Energieversorgungseinrichtungen vorgesehen sind, beispielsweise dann, wenn    ein,schnelles   Niederschmelzen verlangt :ist.    .Es   ist -im    allgemeinen   das Bestreben    in.den,Giessereien,:

  die   Öfen mit- einer so hohen Leistung .zu    beaufschlagen,      .dass   .der    Einschmelzvor-      gang   abgekürzt wird    und.damit   eine    möglichst   grosse Menge an .Schmelze    aus..dem   Ofenpro Schicht herausgebracht wird. 



  Je -nach Art des    -zu   schmelzenden    Werkstoffes      erfordert-das   < Überhitzen -zwischen 10 .und    -3G0/9   der insgesamt    aufzuwendenden      Wärmemenge,   die für das    Einschmelzen   -vom -kalten -Zustand bis    .zum   Erreichen -.der gewünschten Giesstemperatur -erforderlich ist.

   Bei Gusseisen, schwarzem oder weissem    Temperguss,.liegt_der.schmelzpunkt   etwa im Bereich von 1250 .C,    während   je nach Art des Werkstoffes und der    .Formgebung   des zu -erzeugenden    .Guss-      stückes   das Vergiessen -bei Temperaturen -von    .14.00   bis    15.20 -C      erfolgen   muss.

   -Für das Erreichen der    Schmelztemperatur   von 1.250  C sind    bei,einer      Ver-      giesstemperatur      von      1520       C      .etwa      80%      der      ins-      gesamt   -erforderlichen    Wärmemenge      aufzubringen,

     da das    üherhitzen      .beispielsweise      von   1250  auf    1520       C      etwa      .20%      .der      insgesamt      aufzubringenden   Wärmemenge    erfordert.   Wird nun während seiner Schmelz- -und, Überhitzungsphase -der Ofen mit    glei-      cher.Leistung      he-aufschlagt,   so ergibt sich, dass    .etwa      80%      der      :

  Gesamtchargenzeit      für      das      Schmelzen      und   etwa    -201/o   der    Gesamtchargenzeit   für das .Überhitzen gebraucht werden. Diese prozentuale Aufteilung -gilt hier für -das angezogene Beispiel. Je nach Art des    Werkstoffes   und der ,gewünschten    Vergiesstemperatur      können   sich    diese   Werte ändern. Ist die    -Überhitzungstemperatur      geringer,   so    können      beispielsweise      nur      10%.der.Gesamtzhargenzeit      Über-      hitzungszeit   sein.

   Wird nun aber    während   des    :über-      hitzens   mit -der vollen, während des    Schmelzens   an dem -Ofen liegenden Leistung gearbeitet, so ergeben sich die nun aufgeführten Nachteile: 

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 1. Die    Überhitzungszeit   wird so kurz, dass es in den meisten Betrieben nicht mehr möglich ist, eine einwandfreie    Analysenbestimmung   und in dieser kurzen Zeit das gegebenenfalls erforderliche Korrigieren der    Charge   durchzuführen. 



  z. Beim Einsatz elektrischer Induktionsöfen aller Art, gleichgültig, ob es sich um    Netzfrequenztiegel-      öfen,      Mittelfrequenztiegelöfen-,      Netzfrequenz-Rinnen-      öfen      oder   um solche Öfen    handelt,   die von FrequenzVervielfachern gespeist werden, ergibt sich in der Überhitzungsphase eine    Badbewegung,   die bei hoher Überhitzungsleistung    besonders   gross ist.

   Obwohl eine gewisse    Badbewegung      erwünscht   ist, zeigt die Praxis,    d'ass   bei übergrosser    Badbewegung   die auf der    Schmelze   befindliche Schlackenschicht aufgerissen wird und Bestandteile der Schlacke in die Schmelze gezogen werden. Da ausserdem durch die übergrosse    Badbewegung   ein starker mechanischer Abrieb am Tiegel durch die bewegte Schmelze eintritt, folgt eine Verringerung der    Tiegelhaltbarkeit.   Ausserdem gelangen die    Abriebspartikel   in die    Schmelze   und verunreinigen diese.

   Endlich ergibt sich durch die ausserordentlich starke    Badbewegung   in der    über-      hitzungsphase   und durch das zusätzliche Aufreissen der Schlackenschicht eine besonders grosse Gasaufnahme in die    Schmelze,   die bekanntlich insbesondere durch den Wasserstoffgehalt zu einer Minderung der physikalischen Eigenschaften des erzeugten    Guss-      stückes   führt. 



  Die genannten Nachteile konnten bei elektrischen    Induktionsofenanlagen   bisher nur vermieden werden, indem während der Überhitzungsphase die in der Schmelzphase zugeführte hohe Leistung herabgesetzt wurde. Dadurch ergibt sich    jedoch   eine ungenügende Ausnutzung der    Energieerzeugungsanlage,   da diese während der    Überhitzungsphase   nur teilbelastet ist und damit mit schlechtem Wirkungsgrad arbeitet.

   Da ausserdem infolge der Teilbelastung der    Energieerzeugungsanlage   während der    überhitzungs-      phase   die Menge an    Schmelze   bei der    ganzen   Anlage, bezogen auf die    installierte      Heizleistung,   verringert ist, ergab sich bisher die Forderung, eine wesentlich grössere Leistung der    Energieerzeugungs-      anlage   zu installieren, als es in bezug auf die zu erhaltende Menge an    Schmelze   erforderlich war. 



  Die vorliegende    Erfindung   hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile bekannter    Schmelzofenan-      lagen   und bekannter Verfahren zum    Schmelzen   metallischer Werkstoffe zu vermeiden. Sie stellt eine    Schmelzofenanlage   für metallische Werkstoffe dar, bei der mehrere, z. B. drei, jedoch    gegebenenfalls   auch mehr    Schmelzöfen   gleicher Grösse und elektrischer Auslegung verwendet werden, bei welchen an die Schmelzphase eine Überhitzungsphase anschliesst.

   Der    Gegenstand   der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines möglichst gleichbleibenden Energieverbrauches bei vorgegebener    Ausbringung      an   giessfähiger    Schmelze   zwei Energieversorgungsquellen vorgesehen sind, von denen die eine leistungsstärkere Energiequelle kontinuierlich jeweils die    Schmelzenergie   und von denen die andere, leistungsschwächere Energiequelle jeweils    die   zum Überhitzen notwendige Energie zu liefern bestimmt ist. 



  Die Ofenanlage gemäss der Erfindung hat gegen- über dem bekannten Stand der Technik verschiedene Vorteile: Die    Energiequelle   für das    Einschmelzen   kann ohne Berücksichtigung der für das Überhitzen erforderlichen Leistung mit sehr hoher Leistung ausgelegt werden. Hierdurch ist es möglich, die eigentliche Schmelzzeit auf ein Minimum zu verkürzen. Die Energiequelle für das    Überhitzen   kann dagegen mit geringerer Leistung so ausgelegt werden, dass für das Überhitzen alle vorher beschriebenen Nachteile vermieden werden.

   Insbesondere kann die Leistung so gewählt werden, dass eine erhöhte Badbewegung, ein Aufreissen der Schlackenschicht, eine unerwünschte Gasaufnahme der Schmelze und ein    ebenso      unerwünschter   Abrieb des    Tiegels   vermieden sind. Die Energiequelle für das    Überhitzen   wird dabei so bemessen, dass sie während der gesamten    Überhitzungsphase   praktisch ihre    Nennleistung   abgibt. 



  Anhand der Figuren der Zeichnung werden im folgenden Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung    erläutert:   Werden in der    Schmelzofena.nlage      beispielsweise   drei Öfen verwendet, so ergeben sich optimale Verhältnisse, wenn für jeden Ofen die Schmelzzeit, die Überhitzungszeit und die    Summe   von    Vergiesszeit   und    Chargierzeit   zeitlich gleich gewählt werden. 



     Fig.   1 zeigt das Betriebsdiagramm    dieser   Anlage. Hier ist die Leistung N der jeweiligen    Energieerzeu-      gungsanlage   über der    Zeit   t aufgetragen.    Während   Ofen 1    einschmilzt,   vergiesst und chargiert Ofen 2, und Ofen 3 ist in der Überhitzungsphase. Wenn Ofen 1 überhitzt, schmilzt Ofen 2, Ofen 3 vergiesst und chargiert sofort    anschliessend      wieder.      Wenn   Ofen 1 vergiesst und chargiert, überhitzt Ofen 2 und Ofen 3 schmilzt. Unter dem    Betriebsdiagramm   sind die    Leistungsentnahmen   N aus den speisenden Energiequellen aufgetragen.

   Es ergibt sich eine völlig gleichmässige Schmelzleistung    Ni   und eine völlig gleichmässige    Überhitzungsleistung      N2,   mit der die beiden Energiequellen, zum Schmelzen und zum Überhitzen, belastet sind. Das Vergiessen V erfolgt diskontinuierlich. 



     Fig.2   zeigt in gleicher Weise das Betriebsdiagramm und den Verlauf der Kurve der Leistungsentnahme aus den speisenden    Energiequellen.      Die   hohe Schmelzleistung    Ni   wird dem Netz völlig gleichmässig entnommen. Die    Überhitzungsleistung      N2   belastet das Netz in stets gleichbleibenden rechteckigen Kurvenzügen gleicher Höhe, wobei als    leistungslose   Zeit zwischen den Kurvenzügen lediglich die    Char-      gierzeit   auftritt. Da nun die    Schmelzleistung   ein Mehrfaches der Überhitzungsleistung ist, wirken sich in der Gesamtleistungsentnahme die leistungslosen    Chargierzeiten   in der Überhitzungsleistung 

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 kaum aus.

   Auch in diesem Fall kann man noch von einer praktisch gleichmässigen    Leistungsaufnahme   der gesamten    Schmelzofenanlage   aus dem Netz sprechen. Das Vergiessen V erfolgt    stetig.   



  Bei der Verwendung von vier Öfen wird so verfahren, dass die Zeiten für das    Schmelzen,   Überhitzen, Vergiessen und Chargieren eines jeden Ofens unter sich gleich gewählt werden. 



  Die Anlage gemäss der    Erfindung   ist auch für eine grössere Anzahl zu einer Ofenanlage gehörenden Öfen verwendbar. 



  Bei einer Anlage    mit   fünf Schmelzöfen gemäss    Fig.   3 ergibt sich ein besonders günstiges Betriebsdiagramm, wenn zwischen die    überhitzungs-   und die    Vergiessphase   eine kurze Pausenzeit    eingeschaltet   wird. Während dieser    erfolgt   ein Temperaturausgleich in der    Schmelze.   Hierbei bleiben die Energiequellen für die Schmelz- und die    überhitzungslei-      stung   über die gesamte    Betriebszeit   gleich belastet; ebenso ist aber auch ein kontinuierliches Vergiessen gewährleistet.

   Dieses ausgezeichnete Verfahren genügt sowohl den Anforderungen der Energieversorgung auf konstante Belastung als auch denen des    Giessereibetriebes   nach kontinuierlichem Vergiessen. Als Merkmal des Taktablaufes des Verfahrens bezeichnet, ergibt sich. - 1 Takt Chargieren 4 Takte    Schmelzen   2 Takte überhitzen 1 Takt Haltezeit 2 Takte Vergiessen. Während der    Haltezeit   kann aus einer besonderen Stromquelle    Warmhalteleistung   entnommen werden, die im Vergleich zur Schmelz- oder    Über-      hitzungsleistung   gering ist.    Schmelz-,      überhitzungs-      und      Warmhalteleistung      verhalten   sich beispielsweise etwa wie 20: 10: 1. 



  Als    besonders   zweckmässig erweist sich dabei die Staffelung der Schmelztakte in der Weise, dass jeweils in zwei    Schmelzöfen      geschmolzen   wird, von denen einer in dem fortgeschrittenen, leistungsmässig beruhigten Teil der Schmelzphase liegt, der andere dagegen sich im ersten Teil der Schmelzphase befindet, in dem die    Leistungsaufnahme   infolge der    Stückigkeit   des Einsatzes und anderer Einwirkungen unruhiger ist. 



  In der    Fig.   4 ist das Betriebsdiagramm der    Anlage   gemäss der Erfindung mit sechs Öfen    gezeigt.   Bei Verwendung von sechs Öfen soll die    Schmelz   zeit nach dem Betriebsdiagramm der    Fig.4   gleich der Summe von    Vergiess-   und    Chargierzeit   sein, wobei wiederum zwei Öfen der    Schmelzofenanlage   mit der Schmelzleistung und zwei weitere mit der Überhitzungsleistung    beaufschlagt   sind. Das Vergiessen ist um die Zeit des    Chargierens   diskontinuierlich. 



  Bei Einsatz weiterer Schmelzöfen in der Anlage ergeben sich entsprechende    überlegungen,   soweit es sich nicht um ein    einfaches      Vervielfachen   der Anzahl der Öfen handelt, die sich in einer Phase befindet. Die    Anlage   gemäss der Erfindung ist bei allen    Ausführungsformen   von elektrischen Schmelzofenanlagen anwendbar. Sie kann für elektrisch beheizte Widerstandsöfen, für    Lichtbogenöfen   oder, vorzugsweise, für Induktionsöfen    verwendet   werden. 



  Bei ihrer Anwendung für Induktionsöfen,    gleich-      gültig,   ob es sich um    Tiegelöfen   oder    Rinnenöfen   handelt und    gleichgültig,   mit welcher Frequenz die Öfen betrieben werden, ergeben sich nämlich ganz besondere Vorteile. Diese Öfen haben bekanntlich einen schlechten Leistungsfaktor    (cos      9p).   Die Grösse der zur Kompensation des    Leistungsfaktors   erforderlichen    Kondensatorenbatterie   wächst bei gegebenem    cos      99   praktisch linear mit der dem    Ofen   zugeführten Wirkleistung.

   Wird nun ein Ofen mit einer    Kon-      densatorenbatterie   versehen, die für die hohe    Schmelz-      leistung   ausgelegt ist, so wird in bekannten Schmelzofenanlagen bei    Herabregelung   der    Schmelzleistung   die    Kondensatorenbatterie   schlecht ausgenutzt.

   Bei der beschriebenen Anlage    wird   jedoch die    Kond'ensa-      torenbatterie   der    Stromerzeugungsanlage      zugeordnet.   Der einzelne Ofen wird    jeweils      in   der Schmelzphase auf die zur    Erzeugung   der    Schmelzenergie      vorge-;      sehene      Energiequelle,   einschliesslich der für das    Schmelzen   erforderlichen    Kondensatorenbatterie,   geschaltet.

   Bei    Umschaltung   auf Überhitzungsleistung in der Überhitzungsphase erfolgt eine    Umschaltung   des Ofens auf die Energiequelle anderer Spannung    und'/oder   Frequenz und    geringerer   Leistung, einschliesslich der dieser geringeren Leistung    entspre-      chenden      Kondensatorenbatterie.   Um die    unterschied-      liche   Leistungsaufnahme der Öfen in der Schmelzund    überhitzungsphase      zu   erreichen, wird bei    Schmelz-   und    überhitzungsbetrieb   mit unterschiedlichen    .Spannungen      und/oder   Frequenzen gearbeitet.

   Diese unterschiedlichen Spannungen und/oder Frequenzen werden so gewählt, dass bei dem gegebenen    Anpassungswiderstand   der Öfen bei    Schmelzbetrieb   die hohe Leistung und bei    überhitzungsbetrieb   die geringere    Leistung      jeweils   unter Nennbelastung der Energiequellen und ihrer ihnen zugeordneten    Kon-      densatorenbatterien   aufgenommen werden. 



  Hierfür soll ein Beispiel gegeben werden: Soll eine    Netzfrequenz-Ofenanlage   gemäss der    Erfindung      ausgelegt   werden, so wird für    die      Schmelzleistung   eine Energiequelle, z. B. ein Transformator mit einer    Spannung,   von 760 V, gewählt. Die Spannung der Energiequelle für das    überhitzen   wird beispielsweise mit 380 V vorgesehen. Hierbei ergeben sich bei Nennbelastung 250/G der    Leistungsaufnahme   für das Überhitzen, bezogen auf die Leistungsaufnahme für das    Schmelzen.   In manchen Fällen ist diese    über-      hitzungsleistung   noch zu hoch.

   In solchen    Fällen   wird dann die    Überhitzungsenergiequelle   mit    einer   Spannung von 220 V ausgelegt, wobei sich sodann    eine      Leistungsaufnahme      von      80%      beim      überhitzen,   bezogen auf die    Schmelzleistung   ergibt. Selbstver- 

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    ständlich   sind auch alle Zwischenspannungen ausführbar. 



  Gemäss einem weiteren Beispiel kann für das Überhitzen bei einer    Netzfrequenz-Ind\uktionsofen-      anlage   als Energiequelle beispielsweise ein statischer    Frequenzverdreifacher,   der die dem Ofen    zugeführte      Leistung   mit    dreifacher      Netzfrequenz   liefert, dienen. Auch in diesem Falle wird gemäss dem Leistungsbedarf beim Überhitzen die Spannung der Energiequelle so bemessen, dass bei dem bekannten Anpassungswiderstand des Ofens bei Nennbelastung der Energiequelle gerade die erforderliche    überhitzungs-      leistung   abgegeben wird. Bei    Mittelfrequenz-Induk-      tionsofenanlagen   wird sinngemäss verfahren.

   Wenn beispielsweise Einzelgeneratoren Verwendung finden, so wird    Leistung   oder Frequenz dieser Generatoren so aufeinander abgestimmt, dass bei deren Nennbelastung die    erforderliche      Schmelzleistung   dem einen Generator und die    erforderliche      überhitzungsleistung   dem anderen Generator entnommen werden kann. Naturgemäss können die Energiequellen auch    aus      parallel   geschalteten Gruppen von Generatoren bestehen. 



  Bei Verwendung    eines      Sammelschienensystems   wird so vorgegangen, wie es die    Fig.   5 für den Betrieb von fünf Öfen in    einer      Schmelzofenanlage      zeigt.   



  Diese Figur zeigt ganz schematisch die Schaltung der Anlage. Es ist dabei auf die Kennzeichnung erforderlichenfalls noch    einzuschaltender   Regelund    Messglieder   verzichtet. Auf der Seite der    Encr-      gieerzeugang   ist    ParalIlelschaltung   mehrerer Einheiten möglich. 



  1 ist    ein   Generator, der die    Schmelzleistung   in die Sammelschiene 2 einspeist. Der Generator 3 erzeugt die zum Überhitzen benötigte geringere Leistung und speist damit die Sammelschiene 4. Zur Speisung der    Sammelschiene   6 für das    Wairm-      halten   ist ein    Frequenzvervielfacher   5 vorgesehen. Die    Kondensatorenbatterie   zur Kompensation der    Blindleistung   der an der Sammelschiene jeweils vorgegebenen und damit bekannten    Leistung   erfolgt an der    jeweiligen   Schiene bei 7, 8 und 9. Jeder der fünf    Schmelzöfen   10, 20, 30, 40 und 50 kann nur über die Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51 auf die Sammelschienen 2, 4 und 6 geschaltet werden.

   Das gleiche gilt für den Reserveofen 60 mit dem Umschalter 61, der im    Störungsfall   oder bei Ausfall oder Reparatur    eines   Schmelzofens diesen ersetzen kann. 



  Sind nun die fünf Öfen gemäss dem Diagramm der    Fig.3   in    Betrieb,   so ergibt sich die in    Fi:g.5      dargestellte   Stellung der Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51. Die Öfen 10 und 20    sind   in der Schmelzphase und damit über die Kontakte 12 und 22 mit der    Schmelzsammelschiene   2 verbunden. Ofen 30 vergiesst; der Schalter 31 befindet sich in der Nullstellung 33. Ofen 40 ist nach Überhitzung    ver-      giessbereit   und kann erforderlichenfalls, wie es im Beispiel angegeben ist,    warmgehalten   werden. Hierzu ist der Umschalter 41 auf den Kontakt 46 gelegt. Der Umschalter 51 des Ofens 50 legt über den Kontakt 54 die Ofenspule an die Sammelschiene 4 zum Überhitzen der Schmelze. 



  Bei Wechsel der Arbeitsphase für die Öfen werden die den Öfen zugeordneten Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51 entsprechend der Taktvorschrift umgeschaltet. 



  Die    Fig.6   zeigt eine    Schmelzofenanlage      gemäss   dem Betriebsdiagramm der    Fig.   3 mit fünf Schmelz- öfen und einem Reserveofen. Zur besseren Anpassung des Widerstandes der Schmelzöfen sind hier insbesondere für die Schmelz- und auch für die    überhitzungsphase   Regeltransformatoren vorgesehen. Die Bezugszeichen entsprechen denen der    Fig.5.   Auch hier sind der Einfachheit halber    mögliche   oder zweckmässige Parallelschaltungen der Stromerzeuger nicht gezeichnet. 



  Von der    Sammelschiene   2, auf die der/die zur Erzeugung der Schmelzleistung    bestimmte(n)   Generatoren) 1 arbeitet/arbeiten, werden über Regeltransformatoren 1' und 1" die Sammelschienen 2' und 2" .eingespeist. Die Kompensation der Blindströme erfolgt an diesen Schienen bei 7' und 7". Jeder dieser Schienen 2' und 2" ist je ein Kontakt 12', 22', 32', 42', 52' und 12", 22", 32", 42", 52" an den    Umschaltern   11, 21, 31, 41, 51 zugeordnet. Auch in der    Fig.   6 sind die Stellungen der Umschalter 11, 21, 31, 41 und 51 so angegeben, dass die beiden Öfen 10 und 20 sich in Schmelzphase befinden, wobei der Ofen 10 mit der    Sammelschiene   2', der Ofen 20 mit der Schiene 2" verbunden ist.

   Der Ofen 30 ist in der    Vergiessphase;   hierbei wäre an sich betriebsmässig der Schalter 31 auf der Nullstellung 33. Tritt nun eine Störung beim Vergiessen auf, ist eine zweite    Warmhaltestromquelle   5" vorgesehen, so dass jeder Ofen im Bedarfsfall warmgehalten werden kann. Hier in diesem Beispiel werden gerade die beiden Öfen 30 und 40 warmgehalten. Über den Schalter 73 ist die Sammelschiene 6 getrennt, so dass Ofen 30 über den Kontakt 36 am Umschalter 31 mit der Warmhaltestromquelle 5', Ofen 40 über Kontakt 46    am   Umschalter 41 mit der    Warmhaltestromquelle   5", verbunden ist. Die Kompensation der Blindströme erfolgt jeweils bei 9' und 9". Durch diese Schaltung können zeitliche Ungenauigkeiten des Arbeitstaktes, beispielsweise im Falle einer Störung, ausgeglichen werden. 



  Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, den gesamten turnusgemässen Zeitablauf der Schmelzofenanlage so vorzuverlegen, dass immer, auch bei befristeten Störungen im Gesamtbetrieb, ein    vergiess-      fertiger   Ofen für das kontinuierliche Vergiessen zur    Verfügung   steht. Mittels der zweiten Warmhaltestromquelle wäre gegebenenfalls auch das Fritten eines neu    ausgestampften   Tiegels möglich, der anstelle des Reserveofens 60 angeschlossen werden könnte. Dieser Reserveofen 60 ist zusätzlich vorgesehen und kann über den    Schalter   61 mit den 

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 Sammelschienen 2', 4 oder 6 verbunden werden, wenn einer der fünf Öfen ausfällt. 



  Im dargestellten Beispiel sind die    Warmhalte-      energiequellen      als      Frequenzverdreifacher      dargestellt.   Sie können jedoch auch gesonderte Generatoren sein oder auch Transformatoren, die direkt vom Netz oder von der Sammelschiene 2 eingespeist werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schmelzofenanlage für Eisen und andere Metalle mit mehreren elektrischen Schmelzöfen, bei welchen an die Schmelzphase eine überhitzungs- phase anschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines möglichst gleichbleibenden Energieverbrauches bei vorgegebener Ausbringung an giessfähiger Schmelze zwei Energieversorgungsquellen vorgesehen sind, von denen die eine leistungsstärkere Energiequelle kontinuierlich jeweils die Schmelzenergie und von denen die andere, leistungsschwächere Energiequelle, jeweils die zum Überhitzen notwendige Energie zu liefern bestimmt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzöfen Elektroind'uktionsöfen untereinander gleicher elektrischer Anschlusswerte und Baugrössen sind. 2. Anlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Stromquellen und zugeordnete Kondensatorenbatterien vorgesehen sind und Mittel, um die Schmelzöfen wechselweise im Arbeitstakt an die Stromquellen anzuschliessen. 3.
    Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum unmittelbaren Anschluss der Elektroinduktionsöfen über Trennumschalter je ein Sammelschienensystem für die Schmelzleistung und für die überhitzungsleistung vorgesehen ist. 4.
    Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Sammelschienensystem eine Kondensatorenbatterie vorgesehen und mit diesem verbunden ist, die entsprechend der für die Schmelz- oder überhitzungsphase vorgegebenen Leistungsaufnahme zur Kompensation des Blindstroms des jeweils auf die Sammelschiene geschalteten Schmelzofens bemessen ist. 5. Anlage nach Unteransprüchen 1-4., dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzöfen in der Schmelzphase und in der Überhitzungsphase mit Strömen unterschiedlicher Spannung gespeist sind. 6.
    Anlage nach Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzöfen in der Schmelzphase und in der überhitzungsphase mit Strömen unterschiedlicher Frequenz gespeist sind. 7. Anlage nach Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Speisung der Elektronduk- tionsöfen je eine Stromquelle, vorzugsweise Mittelfrequenzgenerator, für das Schmelzen und für das Überhitzen vorgesehen ist. B.
    Anlage nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Stromquelle für das Schmelzen und für das überhitzen eine Konden- satorenbatterie vorgesehen und mit dieser verbunden ist, die entsprechend der für die Schmelz- oder Überhitzungsphase vorgegebenen Leistungsaufnahme zur Kompensation dies Blindstroms des jeweils an die Stromquelle geschalteten Schmelzofens bemessen ist. 9. Anlage nach Unteransprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Energiequelle zum Warmhalten der giessfähigen Schmelze vorgesehen ist. 10.
    Anlage nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Warmhaltung der giessfähigen Schmelze als Stromquelle ein Frequenzvervielfacher vorgesehen ist. 11. Anlage nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sammelschiene vorgesehen ist, auf die die warmzuhaltenden Induktionsschmelz- öfen .geschaltet sind. 12.
    Anlage nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Blindstrom des jeweils warmzuhaltenden Induktionsschmelzofens entsprechend der für die Warmhaltezeit vorgegebenen Leistungs- aufnahme an der Sammelschiene kompensiert ist. 13. Anlage nach Unteransprüchen 3, 4, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung der sich verändernden Verbraucherwiderstände des Schmelzofens Regeltransformatoren zwischen Sammelschiene und Schmelzofen vorgesehen sind.
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