CH387261A - Verfahren zur Herstellung von Bauteilen, wie z. B. Träger, Balken oder Stützen, aus einzelnen geformten Elementen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bauteilen, wie z. B. Träger, Balken oder Stützen, aus einzelnen geformten Elementen

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CH387261A
CH387261A CH605360A CH605360A CH387261A CH 387261 A CH387261 A CH 387261A CH 605360 A CH605360 A CH 605360A CH 605360 A CH605360 A CH 605360A CH 387261 A CH387261 A CH 387261A
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Rudolf Dipl Ing Pels-Leusden
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Inst Ziegelforschung Essen E V
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Bauteilen, wie z. B. Träger,     Balken    oder Stützen,  aus     einzelnen    geformten Elementen    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung von Bauteilen, wie z. B. Träger, Balken oder  Stützen, aus einzelnen geformten porösen Elementen,  die für die Aufnahme von Eiseneinlagen durch  gehende Kanäle aufweisen, in welche Zementmörtel  eingefüllt wird. Die Erfindung betrifft weiterhin ein  Bauelement, das bei der Durchführung des Ver  fahrens verwendet wird. Die nach dem erfindungs  gemässen Verfahren aus Elementen gebildeten Bau  teile können mit Vorteil Decken oder Wände bilden,  die ein hohes Mass an     Biegungssteifigkeit    und Knick  festigkeit haben sollen, trotzdem aber ein geringes  Gewicht aufweisen.

      Es ist bekannt, Bauteile, wie z. B. Balken aus  mehreren miteinander verbundenen Hohlsteinen aus  gebranntem Ton, in deren Wandungen sich durch  gehende Kanäle für die Aufnahme von Eisenein  lagen befinden, in der Weise herzustellen, dass die  Hohlsteine     hintereinand'ergereiht    werden, worauf  nach Einbringung der Eiseneinlagen in die in den  Wänden vorgesehenen Kanäle das Ausfüllen der Ka  näle mit Zementmörtel erfolgt. Der     Zementmörtel     wurde bei den bekannten Verfahren mit einem     Druck     eingefüllt, wie er zur Füllung der Kanäle not  wendig ist.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren betrifft die Her  stellung von Bauteilen, wie z. B. Träger, Balken  oder Stützen aus einzelnen geformten, porösen Ele  menten, die zu wenigstens einer Reihe mit Eisen  einlagen zusammengesetzt sind, welche Einlagen in  durch die     Elementenreihe    hindurchgehende Löcher  einbetoniert sind. Das Verfahren besteht darin, dass  in die fragliche     Elementenreihe    der entstehenden  durchgehenden Löcher Zementmörtel unter Druck  eingespritzt wird, der nach Füllung der Kanäle läng-         stens    bis zum Beginn der     Abbindung    aufrechterhalten  wird.  



  Die Druckanwendung beim Einspritzen des  Zementmörtels hat den Vorteil, dass die Stossfugen  zwischen den     aneinanderliegenden    Elementen zu  gleich in demselben Arbeitsgang mit ausgespritzt  werden. Dieser Druck wird nach Beendigung der  Füllung der     Armierungslöcher    noch eine Zeit hin  durch aufrechterhalten, und zwar längstens bis zum  Beginn der     Abbindung.     



  Bei Verwendung poröser Elemente, z. B. von  Steinen aus gebranntem Ton, wirkt sich das Ver  fahren nach der Erfindung besonders günstig aus.  Der poröse Ton hat     nämlich    das Bestreben, dem  Zementmörtel das Wasser zu entziehen. Der hier  durch entstehende Leerraum wird dadurch, dass der  Mörtel unter Druck steht, ausgefüllt. Es entsteht auf  diese Weise ein sehr dichter und damit sehr fester  Beton unter Vermeidung von Hohlräumen und     Rissen.     Bei Verwendung poröser Steine kann daher der  Zementmörtel wesentlich dünner angesetzt werden  als bei den üblichen Betonkonstruktionen, ohne dass  die Festigkeit hierunter leidet.

   Durch die Anwendung  des Druckes und dessen Aufrechterhaltung bis zu  Beginn des     Abbindens    wird der Mörtel sehr fest gegen  die Steinwand gedrückt und mit den feinen Partikeln  in die Poren des Steines hineingedrückt, so dass sich  ein besonders fester Verband zwischen Zementmörtel  und Stein ergibt. An der Trennstelle zwischen  Zementmörtel und Stein findet, hervorgehoben durch  die Druckanwendung, eine besonders starke An  reicherung von     Zement    statt. Die feinsten Partikel  der     Zementmörtelmischung    dringen ziemlich tief in  die Oberflächenporen des Steines ein und erhöhen  die Verbundwirkung.

   Bei sehr langer Druckanwen  dung und der Verwendung von gebrannten Ton-      ziegeln wird das     Zementmörtelwasser    bei dem Hin  durchdrücken durch die Steinwandung vollkommen  von den     Zementmörtelpartikeln    befreit und tritt klar  gefiltert an der Oberfläche des Tonziegels aus.       Zweckmässigerweise    wird der     Spritzdruck    so lange  aufrechterhalten, bis der poröse Stein mit dem aus  dem Zementmörtel     ausgepressten    Wasser gesättigt ist.

    Der Grad der     Entwässerung    des Zementmörtels und  der damit im Zusammenhang stehenden Verdichtung  des Betons richtet sich nach dem jeweiligen Bedürfnis  und dem Grade der     Porosität    der verwendeten Bau  elemente.  



  Um zu verhindern, dass der Zementmörtel bei  der     Druckanwendung    aus den Stossfugen zwischen  den Elementen herausspritzt, wird mit Vorteil wenig  stens ein Teil des Kornes des Zementmörtels so  bemessen, dass dessen grösster Querschnitt etwa gleich  gross oder grösser ist als der Spalt zwischen den  einzelnen Bauelementen. Auf diese Weise setzen  während des     Spritzvorganges    die grösseren Körner  des Zementmörtels die Fuge zwischen den Bau  elementen allmählich zu, so dass ein Herausspritzen  des Mörtels aus den Fugen mit Sicherheit verhindert  wird. Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass die Fugen  keineswegs vollkommen mit Mörtel ausgefüllt werden  müssen.

   Für die Herstellung eines     biegungssteifen     Trägers ist es ausreichend, wenn die Fugen zwischen  den einzelnen Elementen nur zu einem Teil, z. B.  in der Nähe der eisenarmierten Löcher mit Mörtel  ausgefüllt werden.  



  Die Eisenarmierung der aus Elementen zu  sammengesetzten Bauteile kann ohne     Spannung    ein  gelegt werden; sie kann aber auch in an sich be  kannter Weise vorgespannt werden. Das Vorspannen  erfolgt zweckmässig zugleich mit der Gegeneinander  pressung der Elemente, die erwünscht ist, um die  Fugen zwischen den Elementen möglichst klein zu  halten. Es wird daher eine Spannvorrichtung vor  gesehen, die sich auf dem herzustellenden Bauteil  selbst abstützt. Die Spannkraft der Spannvorrichtung  wird also gleichzeitig zur Herstellung des Bauteiles  durch     Gegeneinanderpressen    der Elemente und zur  Spannung der     Drähte    verwendet, die die     Eisenarmie-          rung    bilden. Falls vor dem Spannvorgang z.

   B. bei  nicht sehr präzis geformten Elementen Mörtel zwi  schen die Fugen eingebracht worden ist, dient die  Spannvorrichtung zugleich der Verdichtung dieses  Mörtels.  



  Da die Eisendrähte in der Zugzone die Zugkräfte  aufnehmen müssen, werden sie schärfer angespannt  als der Draht in der Druckzone, dessen Hauptaufgabe  darin besteht, dem Bauteil beim Transport einen  besseren Halt zu geben, der aber bei der Biegung  des Trägers nicht     beansprucht    wird.  



  Um die ungleichmässige Spannung einer Mehrheit  von Drähten in einem Arbeitsgang herbeiführen zu  können, wird der Druckkolben der Spannvorrichtung  zu den Spanndrähten     exzentrisch    gelagert, derart,  dass die Spannkraft sich auf Druckzone und Zug  zone des     Bauteiles    verschieden verteilt.    Besonders vorteilhaft wirkt sich die Abstützung  der Spannvorrichtung auf dem herzustellenden Bau  teil selbst dann aus, wenn diese Spannvorrichtung  zwischen zwei in Reihe     hintereinanderliegenden    Bau  teilen angeordnet ist. Es ist in diesem Falle nur eine  einzige Spannvorrichtung erforderlich.  



  Die Erfindung gestattet es, eine grössere Anzahl  von     Elementenreihen    gleichzeitig in einem einzigen  Arbeitsgang mit Zementmörtel auszuspritzen. Dieses  gleichzeitige Ausspritzen der eisenarmierten Kanäle  wirkt sich vor allem bei der Herstellung von Decken  oder Wänden aus, die als Fertigbauteile in der Fabrik  produziert werden. Zu diesem Zwecke werden die  Stirnflächen der     Elementenreihen    mit einer     Abdeck-          platte    versehen, die in der gleichen Verteilung wie  diese Stirnflächen Spritzlöcher haben, die durch  Rohre oder Schläuche mit dem Vorratsbehälter in  Verbindung stehen, aus dem der Zementmörtel unter       Druck    eingespritzt wird.  



  Zum Zwecke der Verbindung der einzelnen       Elementenreihen    untereinander werden vermittels der       Abdeckplatte    auch die Hohlräume in demselben  Arbeitsgang ausgespritzt, die durch Abrundungen  der Kanten der Elemente beim Stapeln der Reihen  entstehen.  



  Es können auch mehrere     übereinanderliegende     Schichten von     nebeneinanderliegenden    Reihen in  einem einzigen Arbeitsgang durch entsprechend ge  formte     Abdeckplatten    unter     Druck    gespritzt werden.  Hierbei ist es erforderlich, dass in an sich bekannter  Weise Folien zwischen die Schichten gelegt werden,  die beim Ausspritzen der durch die     Abrundungen     der Kanten entstehenden Kanäle ein Übergreifen des       Mörtels    in die nächste Schicht verhindern.  



  Als besonders geeignet zur Herstellung von Bau  teilen nach dem erfindungsgemässen Verfahren haben  sich Hohlsteine aus gebranntem Ton erwiesen, in  deren Wänden durchgehende Kanäle für die Auf  nahme der     Eisenarmierungen    und zwischen diesen  Kanälen kleine Kanäle vorgesehen sind. Diese kleine  ren Kanäle beeinträchtigen nicht die Druckfestigkeit  des Ziegels, tragen aber sehr wesentlich zur Gewichts  ersparnis bei, die vor allem bei der Bildung von  Decken eine grosse Rolle spielt.

   Durch das Anbringen  von Kanälen kleineren Durchmessers zwischen den  Kanälen für die Aufnahme der     Eisenarmierungen     kann ohne     Vergrösserung    des Gewichtes die Wand  stärke des Hohlziegels vergrössert werden, so dass für  die Kanäle für die Eisenarmierungen ein grösserer  Raum zur Verfügung steht. Der vorgeschlagene Hohl  stein kann eine grössere Anzahl von Kanälen für  Eisenarmierung haben, z. B. vier Kanäle oder sechs  Kanäle oder acht Kanäle, die mit Eisen bewehrt  werden. Für besondere Zwecke können aber auch  einzelne dieser durchgehenden Kanäle nur mit  Zementmörtel ohne Eiseneinlage ausgespritzt werden.

    Auch können einzelne der Kanäle von Zement  mörtel ganz     freibleiben    und dienen dann nur der  Gewichtsersparnis und der     Isolierung.         Die zwischen den Kanälen für die Eisenarmierung  vorgesehenen Kanäle kleineren Querschnittes dienen  nur der Gewichtsersparnis und Isolation.  



  Bei der Herstellung von aus Bausteinen bestehen  den Bauteilen nach der Erfindung ist es     vorteilhaft,     wenn die Kanäle in den Bausteinen für die     Ar-          mierung    sowie allfällige zwischen den     Armierungs-          kanälen    angeordneten Kanäle symmetrisch angeord  net sind, wobei sowohl Vollsymmetrie nach allen  Richtungen als auch eine Teilsymmetrie angebracht  sein kann. Die symmetrische Anordnung der Kanäle  hat den Vorteil, dass Irrtümer bei der Herstellung der  Bauteile nicht vorkommen können. Die Kanäle für  die Eisenarmierung passen immer aneinander und  bilden einen durchgehenden Kanal des Bauteiles,  gleichviel wie die Steine     aneinandergereiht    werden.

    Die zahlreichen Kanäle im Inneren des Steines und  in den Wänden haben auch bei der Herstellung der  Steine selbst grosse Vorzüge, weil bei der Verwendung  von gebrannten Tonziegeln Trocknung und Brand  besonders günstig verlaufen, ohne dass sich der Ziegel  verzieht. Normalerweise wird man auch den ganzen  Ziegel in seiner Form symmetrisch gestalten.  



  Bei rechteckiger Ausbildung des Steines hat man  den Vorteil, dass mit demselben Stein zwei ver  schieden starke Decken oder Wände hergestellt wer  den können. Zufolge der Symmetrie passen die  Steine stets aufeinander. Es bleibt dem Hersteller  überlassen, welche der vorgeformten     Armierungs-          kanäle    er mit Eisen bewehren und mit Zement  mörtel unter Druck ausspritzen will.  



  Die Abrundung der Längskanten der Steine wirkt  sich bei dem Zusammenlegen von     Elementenreihen     z. B. zur Bildung einer Decke oder einer Wand,  insofern günstig aus, als zwischen den Reihen Kanäle  entstehen, die ihrerseits mit Zementmörtel ausge  spritzt werden, wodurch die     einzelnen    Reihen mit  einander verbunden werden. Bei Ausspritzen dieser  Kanäle tritt Mörtel auch in die Fugen zwischen den  einzelnen     nebeneinanderliegenden    Reihen ein.  



  Zur Herstellung von Bauteilen nach dem er  findungsgemässen Verfahren können auch Vollsteine  benutzt werden, die lediglich Kanäle für die Auf  nahme der Eisenarmierung und des Zementmörtels  haben. Auch hierfür sind besonders geeignet: ge  brannte Tonsteine, die sich wegen der     Porosität     besonders fest mit dem unter Druck eingespritzten  Zementmörtel verbinden.  



  Man kann aber auch zur Durchführung des  Verfahrens die üblichen Gitterziegel verwenden, die  an den Stellen, wo die Kanäle für die     Eisenarmierung     vorgesehen     sind,    als Vollsteine ausgebildet werden.  Steine dieser Art sind verhältnismässig leicht und ge  nügen in vielen Fällen den gestellten Anforderungen.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der  Erfindung dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 einen Hohlstein aus gebranntem Ton mit  Kanälen für die Aufnahme der Eisenarmierung und  weiteren Kanälen zum Zwecke der Gewichtsver  minderung; dieser Stein ist vollsymmetrisch sowohl    in seiner äusseren Form als auch hinsichtlich der       Anbringung    der Kanäle;       Fig.    2 ebenfalls einen Hohlstein aus gebranntem  Ton, der nur halbsymmetrisch ist, für den Fall,  dass dieser Stein hochkantig verwendet werden soll;       Fig.    3 einen Vollstein, also z.

   B. einen normalen  Ziegelstein mit Kanälen für die Aufnahme der     Eisen-          armierung;          Fig.4    einen Gitterstein oder     Viellochstein,    der  an der Stelle, wo die Kanäle für die Eisenarmierung  vorgesehen sind, als Vollstein ausgebildet ist;       Fig.5    den Teil eines Trägers, bestehend aus  Hohlsteinen mit Kanälen für die Eisenarmierung,  die mit Zementmörtel und vorgespanntem Draht  ausgefüllt sind;

         Fig.    6 denselben Stein wie     Fig.    5 mit einer ande  ren Form der in der Zugzone ausgefüllten     Ar-          mierungskanälen;    beide Teile des Trägers nach den       Fig.    5 und 6 haben eine Querarmierung;       Fig.    7 eine Decke oder eine Wand aus mitein  ander durch Zementmörtel verbundenen Elementen  reihen, die ihrerseits aus Elementen aufgebaut sind,  die     Armierungskanäle    haben, zwischen denen kleine  durchgehende Kanäle vorgesehen sind;

         Fig.8    eine Decke in der Art der     Fig.7    mit       Querarmierung;          Fig.9    einen Stapel von     nebeneinandergelegten     Balken, deren     Armierungskanäle    gleichzeitig in einem  Arbeitsgang mit den Kanälen ausgespritzt werden,  die durch die Kantenabrundungen der einzelnen  Steine entstanden sind, mit Folien zwischen den  Schichten;       Fig.    10 das     Einfädeln    der Drahtarmierung;       Fig.    11 eine sich am Träger selbst abstützende  Spannvorrichtung;       Fig.    12 eine Spannvorrichtung in einer Sicht von  schräg oben.  



  Es sind weiterhin bezeichnet mit  1 die Elemente, aus denen die Bauteile aufgebaut  werden,  2 die vorgespannten Eisendrähte,  3 die Abdruckplatten, die sich am Ziegel abstützen,  4     Spanndrahtbefestigungen,     5 hydraulischer     Presszylinder,     6 die Spannplatte,  7     Abdeckplatte    zur Verteilung des Einspritzmörtels  in die Kanäle,  8 Injektionsstutzen,  9 die     Hohlräume    des Hohlsteines, die ebenfalls       durchgehen,     10 die     Armierungskanäle,     11 die     kleinen    Kanäle zwischen den     Armierungs-          kanälen    in den Wandungen des Hohlsteines,

    12 der in die Kanäle eingespritzte Zementmörtel,  13 der in die Kanäle eingebrachte Mörtel, die durch  die Abrundung der Kanten der Steine entstehen,  14 die durch Abrundungen der Steinkanten entstan  denen Kanäle.  



  Die Hohlsteine 1 mit den durchgehenden Hohl  räumen 9, den     Armierungskanälen    10 und den zu-           sätzlichen    Kanälen 11 werden mit ihren Stirnseiten       hintereinandergelegt,    in der Weise, dass durchgehende  Kanäle für die     Armierungseisen    entstehen. Der     Ar-          mierungsdraht    wird nun, wie in     Fig.    10 dargestellt ist,  in den     Armierungskanal    eingefädelt. Er ist umge  bogen oder zugespitzt, um an den Stossstellen gut  vorbeizukommen.

   Der     Armierungsdraht    wird nun,  wie die     Fig.    11 und 12 zeigen, vorgespannt, wobei  sich die Spannkraft durch die     Abdeckplatte    auf  dem Träger selbst abstützt. Hierdurch werden die  einzelnen Elemente fest     gegeneinandergepresst,    so dass  die zwischen ihnen verbleibenden Fugen ein Min  destmass erreichen. Es     schliesst    sich nunmehr das  Einspritzen des Zementmörtels aus einem Vorrats  behälter, der nicht dargestellt ist, unter Druck an. Je  nach dem verfolgten Zweck und je nach der be  nutzten Steinart wird der Druck auf den Zement  mörtel nach der Füllung der Kanäle aufrechterhalten.

    Dieser dringt ganz oder teilweise in die Fugen zwi  schen den einzelnen Steinen, die hierdurch ganz  oder teilweise mit Mörtel abgedeckt werden. Durch  den Druck auf den Zementmörtel wird das darin  enthaltene Wasser bei Verwendung poröser Steine  durch die Poren gedrückt und lagert dort feine       Zementpartikelchen    ab. Diese bewirken eine be  sonders innige Verbindung zwischen dem im Kanal  befindlichen Zementmörtel und dem porösen Ton  stein. Der Bauteil ist bereits fertig und kann nunmehr  als Trägerbalken oder auch Stütze verwendet werden.  In dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es  sich um Träger, die für den Deckenbau eingesetzt  werden sollen.

   In der Zugzone sind daher zwei     Ar-          mierungsdrähte    vorgesehen, während in der Druck  zone nur ein     Armierungsdraht    angebracht ist. Je nach  den Bedürfnissen können alle oder nur die einzelnen       Armierungskanäle        benutzt    werden.    In den     Fig.7,    8 und 9 sind Steine mit vier       Armierungskanälen    dargestellt, zwischen denen sich  eine grössere Anzahl feiner     Hohlräume    befinden, die  zur Gewichtsverminderung des Steines beitragen.

      Bei der Deckenbildung werden mehrere Träger,  die in der geschilderten Weise aus Elementen durch  das     Druckspritzverfahren    hergestellt worden sind,       nebeneinandergelegt,    wobei die hierbei zwischen den  Trägern entstehenden Fugen mit Mörtel ausgefüllt  werden. Will man diese Fugen in derselben Weise       ausspritzen    wie die     Armierungskanäle,    dann müssen  sie abgedeckt werden. Diese Abdeckung mit Folien  ergibt sich von selbst bei dem gleichzeitigen Aus  spritzen von ganzen Stapeln     übereinandergeschich-          teter    Bauteile.

      Hier bilden die abgerundeten Kanten Kanäle, die  durch zwischengelegte Folien 15 abgedeckt und dann  gleichzeitig mit den     Armierungskanälen    unter Druck  mit Zementmörtel ausgespritzt werden.  



  Man kann auf diese Weise auch einzelne Träger  herstellen, indem man die Kanäle, die durch die ab  gerundeten Ecken entstehen, nicht ausspritzt.    Die nach dem beschriebenen Verfahren herge  stellten Bauteile, wie z. B. Decken oder Wände, kön  nen sehr grosse Festigkeit bei verhältnismässig ge  ringem Gewicht aufweisen und eröffnen dem Stein  aus gebranntem Ton ein neues Anwendungsgebiet,  für das sich der gebrannte Tonstein besonders gut  eignet, weil er nicht schwindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus einzelnen geformten porösen Elementen, die zu wenigstens einer Reihe mit Eiseneinlagen zusammen gesetzt sind, welche Einlagen in, durch die Elementenreihe hindurchgehende Kanäle einbetoniert sind, dadurch gekennzeichnet, dass in die fraglichen, nach Bildung der Elementenreihe entstehenden durch gehenden Kanäle Zementmörtel unter Druck ein gespritzt wird, der nach der Füllung der Kanäle längstens bis zum Beginn der Abbindung aufrecht erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, unter Ver wendung poröser Elemente aus gebranntem Ton, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzdruck nach Beendigung der Füllung der Kanäle bis zur Sättigung der porösen Elemente mit aus dem Mörtel ausge- presstem Wasser aufrechterhalten wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzdruck bis zur ge wünschten Verdichtung und Entwässerung des Ze mentmörtels aufrechterhalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Korn des Zementmörtels zu einem Teil mindestens gleich gross wie die Spaltweite zwischen den Stossfugen der Elemente ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte der Eisenarmierung vorgespannt werden. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Drähte unter gleichzeitiger Gegeneinanderpressung der Ele mente des zu bildenden Bauteiles in der Weise erfolgt, dass sich die Spannkraft der Spannvorrich tung auf dem herzustellenden Bauteil selbst ab stützt. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Vorspannung der Drähte in die Fugen zwischen den Elementen Mörtel ein gebracht wird, der sich durch die Betätigung der Spannvorrichtung verdichtet. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der Drähte in der einen, als Zugzone zu verwendenden Zone des Bauteiles grösser gemacht wird als in der gegenüber liegenden Zone, die als Druckzone zu gebrauchen ist. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Druckkolbens und einer Spannplatte gleichzeitig in einem Arbeitsgang mindestens drei Drähte gespannt werden, wobei der Druckkolben der Spannvorrichtung zu den Spann drähten exzentrisch gelagert wird, derart, dass die Spannkraft sich auf die Druckzone und auf die Zugzone des Bauteiles verschieden verteilt. 9.
    Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige sich auf zwei her zustellende Bauteile abstützende Spannvorrichtung zwischen zwei in Reihen hintereinanderliegenden Bauteilen angeordnet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I zur Herstellung von Decken oder Wänden, dadurch ge kennzeichnet, dass mehrere Elementenreihen neben einandergelegt werden und dass das Einspritzen des Zementmörtels unter Druck gleichzeitig bei allen Elementenreihen in einem Arbeitsgang erfolgt, wobei die Stirnseiten der Elementenreihen an der Aufgabe seite des Mörtels mit einer Abdeckplatte versehen werden,
    welche in der gleichen Verteilung wie die durchgehenden Kanäle der Elementenreihen mit an einem Druckbehälter für den Zementmörtel ange schlossenen Öffnungen versehen ist. 11. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sätze von Elementen reihen übereinandergelegt und gleichzeitig vermittels einer Abdeckplatte gespritzt werden, deren an den Zementmörtelbehälter angeschlossene Öffnungen die gleiche Verteilung haben wie die durchgehenden Kanäle in den Elementenreihen. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zugleich mit dem Ausspritzen der durchgehenden Kanäle in einem Arbeitsgang auch die Hohlräume ausgespritzt werden, die durch das Abrunden der Kanten der Elemente beim Stapeln der Elementenreihen entstehen, wobei die einzelnen Schichten der nebeneinandergelegten Elementenrei- hen durch Folien getrennt werden.
    PATENTANSPRUCH II Bauelement zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I aus gebranntem Ton, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Wänden des Elementes durchgehende Kanäle für die Aufnahme der Eisen- armierungen und zwischen diesen Kanäle mit kleine rem Durchmesser vorhanden sind. UNTERANSPRÜCHE 13. Bauelement nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle für die Aufnahme der Eisenarmierungen mindestens zu einer Ebene symmetrisch angeordnet sind. 14.
    Bauelement nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass alle Hohlräume in den Wan dungen des Elementes mindestens zu einer Ebene symmetrisch angeordnet sind. 15. Bauelement nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es für den Zweck der Herstellung von Decken oder Wänden rechteckige Querschnitts form hat. 16. Bauelement nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten des Elementes abgerundet sind. 17. Bauelement nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass im rechten Winkel zu den Längs kanälen für die Aufnahme der Eisenarmierungen Aussparungen oder Querkanäle zur Aufnahme einer Querarmierung bei der Bildung von Decken oder Wänden vorgesehen ist. 18.
    Bauelement nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es nur Kanäle in symmetrischer Anordnung für die Aufnahme der Eisenarmierung bei der Herstellung des Bauteils hat.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GR920100434A (el) * 1992-10-12 1994-06-30 Nikolaos Makaronas Προκατασκευασμένα στοιχεία οικοδομής για πολλαπλές εφαρμογές καιεξαρτήματα σύνδεσης και στερέωσης τους.
DE10253494A1 (de) * 2002-11-16 2004-05-27 Möding Keramikfassaden GmbH Keramikelement zur Anordnung in einem Bauwerk
WO2011003212A1 (de) * 2009-07-10 2011-01-13 Stahlton Bauteile Ag Multifunktionales wandbauteil zur erreichung der erdbebentauglichkeit von mauerwerk
EP2107180A3 (de) * 2008-04-04 2011-04-20 Riccardo Valente Spannbetonelement, das zum Gebrauch als begehbare Oberfläche im Außenbereich und als Wandverkleidung geeignet ist, und zugehöriges Herstellungsverfahren
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