CH387745A - Kontaktanordnung, insbesondere für Schalter mit Doppelunterbrechung - Google Patents
Kontaktanordnung, insbesondere für Schalter mit DoppelunterbrechungInfo
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Description
Kontaktanordnung, insbesondere für Schalter mit Doppelunterbrechung Es ist bekannt, bei Luftschützen mittlerer Grösse die aus Isolierpressstoff bestehenden Schaltkammern im Bereich des Unterbrechungslichtbogens mit Metall auszukleiden, um die Schaltkammerwandun- gen vor Verbrennung zu schützen. Die Metallaus- kleidungen sollen besonders beim Abschalten grosser Ströme den erforderlichen Schutz gewähren.
In der Praxis zeigt sich aber, dass der Lichtbogen oft auf die Auskleidungsbleche überspringt und dort Fuss punkte bildet, und zwar aller meistens so, dass die Fusspunkte der Teillichtbögen einer Unterbrechungs stelle auf der gleichen Seitenwand liegen. Unter der Wirkung der elektrodynamischen Kräfte werden dann diese Teillichtbögen in bekannter Weise zu Schlaufen ausgeweitet, was bei grossen Strömen zu einem Abwandern der Lichtbogenfusspunkte von den vorgesehenen Kontaktstellen auf andere Leiterstücke der Strombahn führen kann und dadurch der Licht bogen die ausserhalb der Metallauskleidung liegenden Schaltkammerwandungen beschädigt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nach teil zu vermeiden, indem sie durch eine besondere Kontaktanordnung eine Kommutation der Teillicht bögen einer Unterbrechungsstelle nach der gleichen Seite hin verhindert.
Ihr Gegenstand ist eine Kontaktanordnung mit wenigstens einem festen Kontaktstück und einem beweglichen Schaltkontakt, die innerhalb einer in unmittelbarer Nähe der Unterbrechungsstelle mit einer Metallauskleidung versehenen Schaltkammer angeordnet sind, wobei das feste Kontaktstück und der Schaltkontakt Lichtbogenhörner aufweisen, die so ausgebildet sind,
dass im Gebiet der Kontakt trennung das Lichtbogenhorn des festen Kontakt stückes mit einer Abschrägung gegen die Metall auskleidung der einen und das Lichtbogenhorn des Schaltkontaktes mit einer Abschrägung gegen die Metallauskleidung der andern Schaltkammerseiten- wand gerichtet ist.
Die Erfindung wird beispielsweise an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Fig. <I>la, b</I> und c sind drei verschiedene Schnitte durch eine einpolige Kontaktanordnung bekannter Bauweise, wobei in Fig.lc die bei dieser Ausfüh rung vorkommende nachteilige Ausbildung des Unter brechungslichtbogens eingezeichnet ist. In den Fig. 2a, b und c sind die gleichen Schnitte dargestellt, jedoch von einem Ausführungsbeispiel gemäss der vorlie genden Erfindung.
In der Zeichnung sind die festen Kontaktstücke mit 1, der bewegliche Schaltkontakt mit 2 und die Schaltkammer mit 3 bezeichnet. 4 sind die Metall- auskleidungen, welche in unmittelbarer Nähe der Unterbrechungsstelle angeordnet sind und beispiels weise aus U-förmig gebogenen Eisenblechstreifen bestehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel bil den die beweglichen Schaltkontakte 2 eine Brücke für Doppelunterbrechung. Diese, im offenen Schalt zustand gezeichnete Brücke wird über das Isolier- stück 5 durch einen nicht dargestellten Antriebs mechanismus bewegt.
Im eingeschalteten Zustand befindet sich die Schaltbrücke in der strichpunktiert eingezeichneten Lage. Wenn nun ein mit einer sol chen Kontaktanordnung nach Fig. la, b und c aus gerüsteter stromführender Schalter geöffnet wird, so bildet sich bei jeder Unterbrechungsstelle ein Licht bogen, der wie die Erfahrung zeigt, bei grösseren Strömen an die Metallauskleidung überspringt und zwei Teillichtbögen bildet, welche sich unter der Wirkung der elektrodynamischen Kräfte zu Schlau fen ausweiten und bis über die Metallauskleidung hinaus getrieben werden können, wo sie die aus Iso- lierpressstoff bestehende Schaltkammer beschädigen.
Ir. Fig. 1c ist eine solche Ausweitung der Teillicht- bögen 6 und 7 eingezeichnet, bei welcher der eine Lichtbogenfusspunkt sogar vom eigentlichen Kon taktstück weg bis auf die Anschlussfahne 8 gewandert ist.
Eine wesentliche Verbesserung gegenüber der in Fig. 1a,<I>b</I> und c dargestellten und bekannten Aus führung zeigt das nach der vorliegenden Erfindung ausgeführte Beispiel einer Kontaktanordnung nach Fig.2a, b und c. Die festen Kontaktstücke 1 und der als Brücke ausgebildete, bewegliche Schaltkon takt 2 sind innerhalb einer, in unmittelbarer Nähe der Unterbrechungsstellen mit einer Metallausklei dung 4 versehenen Schaltkammer 3 angeordnet.
Die festen Kontaktstücke und der bewegliche Schaltkon takt weisen Lichtbogenhörner 9 und 10 auf, die so angeordnet sind, dass im Gebiet der Kontakttren- nun- das Lichtbogenhorn 9 des festen Kontaktstük- kes 1 mit einer Abschrägung gegen die Metallaus kleidung der einen, und das Lichtbogenhorn 10 des Schaltkontaktes 2 mit einer Abschrägung gegen die Metallauskleidung der andern Schaltkammerseiten- wand gerichtet ist.
Eine besonders einfache und vor teilhafte Ausführungsart ergibt sich, wenn die Licht bogenhörner 9 und 10 aus einem Stück mit den zugehörigen Kontakten bestehen und deren Verlän gerung bilden. Der bewegliche Schaltkontakt 2 für Doppelunterbrechung besteht gemäss Fig. 2b aus einem Metallstreifen, der die Form eines ungleich seitigen, schiefwinkligen Parallelogrammes aufweist und dessen spitze Winkel die Lichtbogenhörner 10 bilden.
Das feste Schaltstück besteht ebenfalls im wesentlichen aus einem Metallstreifen, der in Form eines ungleichschenkligen U gebogen ist, wobei der längere Schenkel: 8 für den Stromanschluss dient und der kürzere Schenkel, der den eigentlichen Kontakt bildet, schief geschnitten endet und so in eine ein seitige, als Lichtbogenhorn 9 wirkende Spitze aus läuft. Die Kontaktflächen sind in bekannter Weise durch Plättchen 11 und 12 aus gut leitendem Mate rial, z. B. Hartsilber, verstärkt.
Wie zahlreiche Versuche bestätigt haben, wan dert beim Ausschalten eines Stroms der Lichtbogen von der Unterbrechungsstelle zunächst den Lösch- hörnern entlang und kommutiert dann unter der Wirkung elektrodynamischer Kräfte auf die Metall auskleidung 4 über, und bildet so pro Unterbre chungsstelle zwei in Reihe geschaltete Teillichtbögen, von denen der eine 13 auf dem linken und der andere 14 auf dem rechten Schenkel der Metall auskleidung fusst und die auch bei grossen Strom stärken nicht über die Metallauskleidung hinaus ver längert werden.
Durch die beschriebene Anordnung und Ausbildung der Kontakte wird eine Beschädi gung der Schaltkammer durch den Lichtbogen ver mieden und aus der Trennung in einen linksseiti gen und einen rechtsseitigen Teillichtbogen pro Unter brechungsstelle ergibt sich eine bessere Ausnützung des verfügbaren Schaltkammerraumes und dadurch auch ein wesentlich grösseres Schaltvermögen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kontaktanordnung mit wenigstens einem festen Kontaktstück (1) und einem beweglichen .Schalt kontakt (2), die innerhalb einer in unmittelbarer Nähe der Unterbrechungsstellen mit einer Metall auskleidung (4) versehenen Schaltkammer (3) an geordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das feste Kontaktstück (1) und der Schaltkontakt (2) Licht bogenhörner (9 und 10) aufweisen, die so ausge bildet sind, dass im Gebiet der Kontakttrennung das Lichtbogenhorn (9) des festen Kontaktstückes (1) mit einer Abschrägung gegen die Metallauskleidung (4) der einen und das Lichtbogenhorn (10) des Schaltkontaktes (2)mit einer Abschrägung gegen die Metallauskleidung der andern Schaltkammersei- tenwand gerichtet ist. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Kontaktanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der bewegliche Schalt kontakt (2) für Doppelunterbrechung vorgesehen ist und aus einem Metallstreifen besteht, der die Form eines ungleichseitigen, schiefwinkligen Parallelo gramms aufweist und dessen spitze Winkel die Licht bogenhörner (10) bilden. 2.Kontaktanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das feste Schaltstück (1) aus einem Metallstreifen besteht, der in Form eines ungleichschenkligen U gebogen ist, wobei der län gere Schenkel (8) für den Stromanschluss dient und der kürzere Schenkel, den eigentlichen Kontakt bil dende Schenkel schief geschnitten endet und so in eine einseitige, als Lichtbogenhorn (9) wirkende Spitze ausläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH439061A CH387745A (de) | 1961-04-13 | 1961-04-13 | Kontaktanordnung, insbesondere für Schalter mit Doppelunterbrechung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH439061A CH387745A (de) | 1961-04-13 | 1961-04-13 | Kontaktanordnung, insbesondere für Schalter mit Doppelunterbrechung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH387745A true CH387745A (de) | 1965-02-15 |
Family
ID=4275218
Family Applications (1)
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| CH439061A CH387745A (de) | 1961-04-13 | 1961-04-13 | Kontaktanordnung, insbesondere für Schalter mit Doppelunterbrechung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH387745A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0652579A1 (de) * | 1993-11-04 | 1995-05-10 | Siemens Aktiengesellschaft | Schalter mit Lichtbogenlöschanordnung |
-
1961
- 1961-04-13 CH CH439061A patent/CH387745A/de unknown
Cited By (1)
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| EP0652579A1 (de) * | 1993-11-04 | 1995-05-10 | Siemens Aktiengesellschaft | Schalter mit Lichtbogenlöschanordnung |
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