CH387972A - Einrichtung zur Wiedergabe von Magnetogrammen - Google Patents
Einrichtung zur Wiedergabe von MagnetogrammenInfo
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Description
Einrichtung zur Wiedergabe von Magnetogrammen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Wiedergabe von Signalen auf einem Magneto- grammträger, insbesondere einem Magnettonband, unter Verwendung eines Wiedergabekopfes mit Hall- spannungserzeugern, bei dem ein gemeinsamer Hall- spannungskörper für zwei oder mehrere Systeme zur gleichzeitigen oder getrennten Wiedergabe zweier oder mehrerer Aufzeichnungsspuren verwendet ist. Zum Hervorrufen raumakustischer Effekte, ins besondere für stereophonische Anlagen, ist es be kannt, gleichzeitig zwei oder mehr Magnettonspuren abzutasten und über besondere Kanäle als elektrische Signale weiterzuleiten. Um eine mechanisch günstige Anordnung zu schaffen, ist bereits früher vorge schlagen worden, für zwei oder mehr parallele Auf zeichnungsspuren einen gemeinsamen Abtastkopf vorzusehen. In einem derartigen Wiedergabekopf könnte für jeden Kanal, d. h. für jede Aufzeichnungs spur, ein gesonderter Hallspannungserzeuger oder deren mehrere vorgesehen sein. In Anbetracht des geringen zur Verfügung stehenden Raumes bei dich ter Nachbarschaft der einzelnen Tonspuren läuft aber ein früherer Vorschlag darauf hinaus, einen gemeinsamen Hallspannungskörper für die Abtastung von zwei oder mehr Aufzeichnungsspuren vorzusehen und durch geeignete Formgebung und Anordnung dafür zu sorgen, dass jeweils die eine oder die andere Magnetogrammabtastung sich auf jeweils getrennte Abschnitte des gemeinsamen Hallspannungserzeugers erstrecken. Neben für die einzelnen übertragungska- näle gemeinsamen Elektroden, so z. B. zur Zuführung der Hilfs- oder Steuerspannungen, können dabei ge sonderte Elektroden vorgesehen sein, an denen die Hallspannungen getrennt abnehmbar sind. Ein derartiger Abtastkopf hat vor allem auch für die Abtastung von stereophonischen Magneto- grammaufzeichnungen auf handelsüblichen Magnet- tonbändern Bedeutung. Bei Verwendung handelsüb licher Tonbänder von etwa 6,25 mm Breite kann man an Stelle von zwei Aufzeichnungsspuren derenvier parallel nebeneinander anordnen, wobei die erste und die dritte Aufzeichnungsspur zwei zusammengehörige stereophonische Aufzeichnungsspuren darstellen. In entsprechender Weise gehören auch die zweite und die vierte Spur zusammen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, die Anzahl der Aufzeichnungs spuren auf sechs oder mehr zu erhöhen, wenn man mit sehr schmalen Aufzeichnungsspuren arbeitet. Die enge Nachbarschaft der abzutastenden par allelen Magnettonspuren und der gedrängte Zusam menbau innerhalb des Abtastkopfes verursachen Schwierigkeiten, um die notwendigen ü'bersprech- dämpfungen zwischen den Wiedergabekanälen, z. B. zwischen der Links- und der Rechtsspur einer stereo phonischen Aufnahme desselben Programmes, sowie zwischen den Aufzeichnungsspuren verschiedener Programme zu realisieren. So sind beispielsweise die zulässigen übersprechdämpfungen in ihrer Höhe be grenzt und betragen bei Stereokanälen 30 dB und bei Spuren verschiedener Programme 60 dB. Zur Erhö hung der Übersprechdämpfung ist bereits vorge schlagen worden, eine magnetische Entkopplung der beiden Hallgeneratorsysteme eines gemeinsamen Hallspannungskörpers vorzunehmen, wobei die Fer- ritdeckplatte durch ein unmagnetisches Zwischen stück aufgetrennt wird. Die Erfindung hat sich die Aufgabe gesetzt, wei tere Massnahmen zu schaffen, um das übersprechen vom einen Kanal auf den anderen weiter herabzu setzen. Dabei liegt der Erfindung die Erkenntnis zu grunde, dass ein Übersprechen von einem zum ande ren System des Hallkörpers auf einer galvanomagne- tischen Kopplung der beiden Systeme beruht. Die durch den magnetischen Fluss der einen Aufzeich- nungsspur erfolgte Drehung der Äquipotentiallinien im Bereich unter dem Steg des entsprechenden Hau systems wirkt sich auch auf das andere System aus und umgekehrt. Um dies zu verhindern, besteht die Erfindung darin, dass zwischen den beiden Systemen ein Kurz schlussstreifen aus einem metallisch leitenden Material, das vorzugsweise hohe Leitfähigkeit bei kleiner Trä gerbeweglichkeit aufweist, vorgesehen ist. Hierdurch werden die beispielsweise im linken Hallgenerator- system gedrehten Äquipotentiallinien wieder aufge richtet und damit das linke gegen das rechte System entkoppelt. Der Kurzschlussbügel kann ein aufgalva- nisierter Kupfer- oder Silberstreifen sein. In vielen Fällen kann es vorteilhaft sein, einen in den Halb leiterkörper einlegierten Indium- oder Zinnstreifen zu verwenden. An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Die Figur zeigt ein Ausführungs beispiel in seinen für die Erfindung wesentlichen Teilen in stark vereinfachter, stark vergrösserter Dar stellung. Die Darstellung zeigt einen zur Abtastung zweier Magnettonspuren geeigneten Abnahmekopf, wobei das Magnetogramm längs der Oberkante 71 des Kopfes senkrecht zur Zeichenebene bewegt zu denken ist. Für die Abtastung der beiden Aufzeichnungs spuren dient ein gemeinsames Hallplättchen 31, wel ches auf einer Ferritgrundplatte 32 aufliegt. Das Hauplättchen 31 kann eine dünne Schicht von etwa 5,um Dicke sein. Bei der Darstellung kann man sich die entsprechende Ferrit-Deckplatte als abge nommen vorstellen, welche zusammen mit der Ferrit- Grundplatte das Hauplättchen einschliesst. Unter der Ferrit-Deckplatte befinden sich oberhalb des Hau plättchens 31 zwei Ferritstege 35 und 45. Die dünne Halbleiterschicht 31 besteht beispielsweise aus In- diumantimonid, Indiumarsenid oder einer ähnlichen halbleitenden Verbindung der Form AIitBv, d. h. Stoffen der dritten mit Stoffen der fünften Gruppe des periodischen Systems. Bei der Herstellung kann ein dünnes Hallplättchen auf die Ferrit-Grundplatte 32 aufgebracht und durch geeignete Massnahmen auf die gewünschte geringe Dicke gebracht werden. So können beispielsweise elektrolytisch wirksame Ab tragungsmethoden oder mechanisches Abschleifen oder beides zusammen angewendet werden. Schliess lich ist es auch denkbar, die Schicht durch Auf dampfen zu erzeugen. Die Hallspannungsanschlüsse für das eine System sind mit 39 und 40, für das andere System mit 49 und 50 bezeichnet. Die Steuerstromanschlüsse 11 und 12 liegen an den flächen- bzw. linienhaft ausge bildeten Stromelektroden 13 und 14 und sind für beide Systeme gemeinsam. Trotz Verwendung eines einzigen gemeinsamen Hallplättchens für die ge trennte Wiedergabe zweier Magnetspuren ist an sich bereits die Gefahr eines Übersprechens ausserordent lich gering. Die Anordnung entspricht zwei getrenn ten, lediglich steuerstromseitig in Reihe geschalteten Hallgeneratoren. Voraussetzung dabei ist eine aus reichende Entkopplung der Hallspannungskreise ge geneinander. Zur magnetischen Entkopplung kann die in der Zeichnung nicht dargestellte Deckplatte aus zwei getrennten Ferritstücken bestehen, die durch ein unmagnetisches Zwischenstück aus Messing oder dergleichen voneinander getrennt sind. Zur Beseitigung einer galvanomagnetischen Kopplung der beiden Systeme ist nun ein Kurzschluss streifen 72 zwischen den beiden Systemen angebracht. Der Kurzschlussbügel kann durch eine aufgalvani- sierte Kupfer- oder Silberschicht in Streifenform ge bildet sein. Gegebenenfalls ist noch besser ein ein legierter Indium- oder Zinnstreifen geeignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Wiedergabe von Signalen auf einem Magnetogrammträger, insbesondere einem Ma gnettonband, unter Verwendung eines Wiedergabe kopfes mit Hallspannungserzeugern, bei dem ein ge meinsamer Hallspannungskörperfür zwei oder mehrere Systeme zur gleichzeitigen oder getrennten Wieder gabe zweier oder mehrerer Aufzeichnungsspuren ver wendet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Systemen ein Kurzschlussstreifen (72) aus einem metallisch leitenden Material vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einen Kurzschlussbügel aus einem aufgal- vanisierten Metallstreifen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einen Kurzschlussbügel aus Kupfer. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einen Kurzschlussbügel aus Silber. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einen Kurzschlussbügel in Form eines in den Hallspannungskörper einlegierten Indiumstrei- fens. 5.Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch einen Kurzschlussbügel in Form eines in den Hallspannungskörper einlegierten Zinnstreifens.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES65619A DE1107411B (de) | 1959-10-29 | 1959-10-29 | Wiedergabekopf fuer auf einem Magnetogrammtraeger aufgezeichnete Signale |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH387972A true CH387972A (de) | 1965-02-15 |
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ID=7498170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH1060960A CH387972A (de) | 1959-10-29 | 1960-09-20 | Einrichtung zur Wiedergabe von Magnetogrammen |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH387972A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2430612A1 (de) * | 1973-07-10 | 1975-01-30 | Philips Nv | Vorrichtung zur steuerung der lage eines magnetkopfes in bezug auf eine zu folgende datenspur |
-
1960
- 1960-09-20 CH CH1060960A patent/CH387972A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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