Rasierautomat Es sind Rasierautomaten bekannt, bei welchen der Rasierautomat in einer Kabine angeordnet ist, die das Ausmass einer gebräuchlichen Telephonzelle aufweist, wobei die Kabine ein Gehäuse mit einem Selbstkassierer und einen elektrischen Rasierapparat enthält.
Die Ausbildung der elektrischen Anlage dieser bekannten Rasierzelle mit Münzeinwurf ist so ge troffen, dass erst nach dem Schliessen der Kabinen türe eine Unterbrechung in der Leitung von Transfor mator zum Selbstkassierer beseitigt wird und dadurch der eigentliche Selbstkassierer durch Münzeinwurf in Betrieb genommen werden kann. Der Rasierapparat ist dabei in einem Gehäuse gesperrter Klappe unter gebracht, wobei nach dem Münzeinwurf der Apparate durch das Entsperren der Klappe entnommen werden kann. Dieses Entnehmen des Rasierapparates ist aber gleichzeitig mit der Sperrung der Eingangstüre zu der Zelle verbunden, was wegen möglicher Vorfälle, z. B. während des Rasierens ausserordentlich bedenklich ist.
Diese Sperre der Kabinentüre tritt auch ein, falls der Zuleitungsdraht und das Kabel des Rasierap parates durchschnitten wird, wobei gleichzeitig ein Alarmgerät in Funktion tritt.
Die Nachteile eines solchen Rasierautomaten mit Kabine bestehen vor allem in dem grossen Platzbedarf und in der komplizierten elektrischen Anlage, die einen über den tatsächlichen Bedarf hinausgehenden Aufwand an elektrischen Leitungen aufweist, wobei dazu noch die Anfälligkeit langer elektrischer Lei tungen für Kurzschluss und Bruch kommt.
Bei dem Gegenstand der Erfindung handelt es sich um einen Rasierautomaten in Kastenform der an einer Wand anbringbar ist, und der die Nachteile des bekannten Rasierautomaten mit Kabine beseitigt und dabei wesentlich einfacher und betriebssicher her gestellt werden kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen durch den Geldeinwurf eines Münzprüfers betätigbaren Zeitschalter, durch dessen Einschaltung die Stromzuführung zu dem elektrischen Rasierapparat vorbereitet wird, sowie durch einen Schalter, der durch das Herausziehen des Kabels des Rasierapparates den Stromkreis für dessen Betrieb schliesst, wobei zugleich über eine Schaltvorrichtung ein Desinfektions apparat in Tätigkeit gesetzt wird, der an einer Mulde der Vorderseite des Automaten die Desinfektion der Rasierfläche ermöglicht.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausfüh rungsform des Gegenstandes der Erfindung, und zwar stellt die Fig. 1 eine stark verkleinerte Ansicht der Vorderseite dar, während die Fig. 2 eine Rück ansicht des Aufbaues des Gerätes im Innern des Kastens zeigt.
Die Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Münz prüfers mit Teilschnitt nach der Linie 111-11I der Fig. 2; die Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2, und die Fig. 3 eine Ansicht von der Seite zu dem Behälter mit der Desinfektionsflüssigkeit nach der Linie V-V der Fig. 2. Die Fig. 6 zeigt das Schalt bild des Rasierautomaten.
Der um eine Längsseite schliessbare und versperr bare Kasten weist zwei im wesentlichen gleiche Kastenteile 1 und 2 auf, die nach Art einer Schatulle zusammengeklappt werden können. Die Scharniere und das Schloss sind nicht gezeichnet.
Vorne gemäss Fig. 1 ist eine Beleuchtung vor gesehen, die durch eine Mattglasscheibe 3 abgeschlos sen ist und hinten eine Lichtquelle 4 aufweist (Fig. 6), die durch einen verspiegeltes Blechreflektor 5 od. dgl. abgeschirmt ist. Links seitlich ist nach Fig. 1 ein Einwurfschlitz 7 für einzuwerfende Münzen und ein Ausgabeschlitz 8 für die Rückgabe solcher Münzen vorgesehen, die der Münzprüfer nicht passieren lässt.
In der Mitte des Kastens befindet sich ein Spiegel 6 und darüber eine Mulde 9 für die Aufnahme des Rasierapparates 10, der an einem Kabel 11 hängt, das mit dem Rasierapparat 10 aus der Mude in der später noch beschriebenen Weise herausgezogen werden kann, so dass die Handhabung des Apparates ent sprechend bequem vonstatten gehen kann.
An der Rückseite dieser oben beschriebenen Vorderwand des Kastenteiles 1 befinden sich die ent sprechenden Einzelteile, die im folgenden beschrieben werden.
Die Münze wird durch den genannten Schlitz 7 eingeworfen und fällt aus einem Kanal 12 nach Passieren des Münzprüfers 14 durch einen Kanal 15 auf einer Feder 16, die um einen Stift 17 drehbar gela gert ist. Falls die Münze ein Falsifikat ist, oder eine untaugliche Originalmünze, so wird durch den Münz prüfer eine Ausscheidung vorgenommen und die Münze durch den Kanal 18 im Sinne des Pfeiles 19 dem Ausgabeschlitz 8 zugeführt. Die Einwurfsrichtung ist durch den Pfeil 20 angedeutet. Mit 21 ist ein Druckknopf bezeichnet, dessen Betätigung eine im Münzprüfer (z. B. Magnetprüfer) hängengebliebene Münze durch Öffnen des ersteren um das Gelenk 22 entgegen der Feder 23 freigibt.
Die Feder 16 ist hinten mit einem Fortsatz ver sehen, der an dem unteren Teil eines Schalters 25 eines Zeitautomaten anliegt, so dass durch den Druck auf die Feder zufolge der abfallenden Münze der Schalter 25 geschlossen wird. Der Schalter 25 ist im Schaltbild der Fig. 6 oberhalb des Rasierapparates 10 angedeutet. Durch das Schliessen des Schalters 25 wird ein kombiniertes Ruhe- und Arbeitsstromrelais 79 betätigt, das nach Fig. 6 die oberen Kontaktpaare schliesst. Dadurch wird das Einschalten des Rasier apparates vorbereitet und eine Uhr in Tätigkeit gesetzt, die für eine vorbestimmte Zeit die Stromzuleitung offen hält.
Dieser Zeitautomat ist an sich bekannt und in verschiedenen Ausführungen käuflich. Die die Feder passierende Münze fällt sodann in das Innere des Kastens 1,2.
In der Mitte, oder etwa in der Mitte der Rückwand des Kastenteiles 1 ist eine Scheibe 26 mit einer Achse 27 drehbar angeordnet. Auf dieser Scheibe ist das entsprechend geschützte Zuführungskabel 11 in einer Rille 28 peripherisch aufgewickelt, wobei die Länge des Kabels dem Umfang der Scheibe angepasst ist und umgekehrt. Das entsprechend geschützte Kabel 11 weist im Innern die beiden Zuführungsdrähte 29 für die elektrische Zuleitung zum Rasierapparat 10, sowie eine elektrische Drahtschleife 30 auf (beides sichtbar in Fig. 6), wobei die letztere später noch erläutert wird.
Ein zweites Rollenrad 31 ist mit dem erstgenannten 26 koaxial vereinigt, wobei an der Peripherie des Rillenrades 31 durch eine Schraube od. dgl. 33 das eine Ende einer in der Zeichnung der Fig. 2 entlasteten Feder 34 befestigt ist, deren anderes Ende bei 37 verankert ist. Wenn die Scheiben 26 und 31 im Uhrzeigersinn nach Fig. 2 gedreht werden, wickelt sich die Feder 34 in der Rille des Rillenrades 31. Dies geschieht, wenn das Kabel 11 aus dem Schlitz 38 mit dem Rasierapparat nach vorne herausgezogen wird. Für die Einhaltung der losen Halterung des Kabels 11 auf bzw. in der Rille 28 der Scheibe 26 ist eine Führungsrolle 39 mit einer Achse 40 vorgesehen.
Diese Rolle 39 ist über dem Muldenblech 41 der Mulde 9 vorgesehen (Fig. 2).
Auf oder nahe der Rillenscheibe 26 befindet sich ein Kippschalter 42 mit zwei Stellungen Ein und Aus . Dieser Kippschalter weist einen mit einer Gabel 43 versehenen Hebel 44 auf, der nach einem bestimmten Drehweg der Scheiben 26 und 31 durch einen Stift 45 in die Ein -Stellung verschwenkt wird, wobei die Stellung nach der Zeichnung diese Stellung veranschaulicht, während eine nach rechts in der Zeichnung verschwenkte, nicht gezeichnete Stellung die Aus -Stellung veranschaulichen würde.
Mit diesem Schalter wird der Rasierapparat ein- und ausgeschaltet.
Ein bei 46 an der Brücke 47, die auch die ent sprechenden (nicht gezeichneten) elektrischen Lei tungsdrähte aufnimmt, drehbar gelagertert Hebel 48 reicht mit seinem freien Ende in den Bewegungs bereich eines Mitnehmers 49, der an der Scheibe 26 durch einen Bügel 50 quer zur Ebene der letzteren drehbar gelagert ist und mittels eines Anschlages 51 in der gezeichneten Lage durch eine Feder 52 gehalten wird. Wird die Scheibe im Sinne des Uhrzeigers nach Fig. 2 gedreht, so nimmt der Mitnehmer 49 den Hebel 48 mit, bis dieser gegen eine Feder 53 stösst und sich mit einem Zapfen 54 gegen diese elastisch abstützt.
Da die Scheibe 26 weitergedreht wird, weil das Kabel des Rasierapparates noch weiter herausgezogen werden kann, klinkt der Mitnehmer 49 über das freie Ende des Hebels aus, so dass dieser in die Ausgangslage zurückgedreht bzw. zurückgehen kann, wenn die im folgenden beschriebenen Arbeitsvorgänge ablaufen.
Ein vom Hebel 48 mitgenommener Hebel ist mit 56 bezeichnet, an dem ein Zugdraht 57 befestigt ist, der in das Innere eines mit Desinfektionsflüssigkeit gefüllten Behälters 58 zu einem Pumpenkolben (nicht dargestellt) reicht, der durch die oben geschilderte Wirkungsweise des Hebels 48 aufgezogen wird. Der Draht oder das Zugorgan 57 ist mit einer Rastscheibe 60 verbunden, die beidseits je einen Bolzen 61 auf weist, die das eine Lager zweier Federn 62 bilden, und die mit den anderen Enden an Querteilen 63 des Führungselementes 64 angeordnet sind.
Hinter dieser Rastscheibe 60 ist ein zweiarmiger Hebel 66 (Fig. 5) an einem Bolzen 67 quer zur Bild ebene der Fig. 2 beweglich gelagert, dessen oberes Ende mit einem Haken 68a versehen ist, der so aus gebildet ist, dass die Rastscheibe 60 beim Aufwärts gang über den Haken hinweggehen kann, bei der Rückkehr jedoch auf dem Haken unter Spannung der Federn 62 zur Auflage kommt. Nach Fig. 5 ist der genannte Hebel 66 mit einem im Gehäuse der Mulde 68 (Fig. 1 und 2) geführten Stift 70 gelenkig verbun- den, der in die genannte Mulde hineinreicht.
Drückt man den Rasierapparat lagerrichtung in diese Mulde 68 hinein, so wird durch diesen der Stift 70 nach hinten verschoben und der Hebel 66 entgegen einer Feder 71 verschwenkt, so dass der Haken 68a aus dem Bereich der Scheibe 60 (Rastscheibe) gelangt und diese mit dem (nicht gezeichneten) Luftkolben durch die Wirkung der Federn 62 nach unten abfällt, wo durch über dem Flüssigkeitsspiegel der Desinfektions flüssigkeit ein Druckluftpolster erzeugt wird und eine Portion der Flüssigkeit durch das Zerstäuberrohr 74 gegen die Rasierkrone des Rasierapparates gedrückt und dieser desinfiziert wird.
Durch den genannten Vorgang wird auch der Hebel, wenn nicht schon vorher in die Ausgangslage zurückgegangen, in diese zurückgeführt bzw. seine Rückführung veranlasst.
Mit 75 (Fig. 2) ist ein Transformator zur Umwand lung von z. B. 220 Volt Wechselstrom in 8 Volt Wechselstrom bezeichnet, der die Alarmklingel 78 in Funktion setzt, falls das Kabel 11 des Rasierapparates 10 durchschnitten, oder der Apparat abmontiert werden sollte.
Diese Ausbildung ist aus der Fig. 6 ersichtlich. Der Transformator 75 ist über ein Ruhestromrelais 76 mit seinem Kontakthebel 77 einerseits mit der Klingel 78 (auch Fig. 2) verbunden, wobei eine ge schlossene Schleife 30 in das Kabel 11 eingebaut ist. Wird diese letztere verletzt, so schaltet der Kontakt hebel 77 die Klingel 78 ein, wodurch Alarm gegeben wird.
Die Feder 53 (Fig. 4) als Schaltfeder ausgebildet sein, an die eine vorne angebrachte, in der Zeichnung nicht dargestellte Kontrollampe angeschlossen ist, die aufleuchtet, wenn der Desinfektionsapparat in Tätig keit tritt bzw. der Hebel 48 heruntergedrückt wird.
Ausserdem kann mit dem Schlauch der Rasier apparat-Garnitur ein Schlauch zum Absaugen der Barthaare mit eingeschlossen sein, wobei ein ent sprechendes Gerät vorgesehen ist, das die Barthaare bei offenem Apparat mit abgenommer Hülse absaugt und an das der Apparat angeschlossen werden kann.
An die Stelle der oben genannten mechanischen Betätigung des Desinfektionsapparates kann auch eine elektrische Betätigung treten, zu welchem Zweck z. B. auch die Schaltfeder 53 dienen kann, die eine Solenoid- pumpe einschaltet, welche das in der obigen Beschrei bung genannte Luftquantum erzeugt.