CH388065A - Verfahren zum Brechen von Spänen an spanabhebenden Vorrichtungen und Steueranlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Brechen von Spänen an spanabhebenden Vorrichtungen und Steueranlage zur Durchführung des Verfahrens

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CH388065A
CH388065A CH1031661A CH1031661A CH388065A CH 388065 A CH388065 A CH 388065A CH 1031661 A CH1031661 A CH 1031661A CH 1031661 A CH1031661 A CH 1031661A CH 388065 A CH388065 A CH 388065A
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CH1031661A
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Matthias Eugen
Renker Hansjoerg Ing Dr
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Fischer Ag Georg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B25/00Accessories or auxiliary equipment for turning-machines
    • B23B25/02Arrangements for chip-breaking in turning-machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description


  <B>Verfahren</B>     zum   <B>Brechen von</B>     Spänen   <B>an</B>     spanabhebenden   <B>Vorrichtungen</B>  und Steueranlage     zur    Durchführung des Verfahrens    Die vorliegende     Erfindung        betrifft    ein     Verfahren     zum Brechen von Spänen an spanabhebenden Vor  richtungen, bei welchem man das spanabhebende  Werkzeug in periodische     Schwingungen    versetzt, so  wie eine     Steueranlage    zur Durchführung des Ver  fahrens.  



  Es ist ein Verfahren zum Brechen von     Spänen     von Drehstücken bekannt geworden, bei welchem das  spanabhebende Werkzeug in vorbestimmter, vom  Werkstück bzw. dessen Antrieb unbeeinflusster Art  und Weise in Schwingungen versetzt wird. Diese  Schwingungen erfolgen ungefähr mit zum Vorschub  paralleler Richtung.  



  Es ist wohl möglich, den     Schwingungserreger    auf  eine der     Antriebs-Drehzahl    der     Drehbank    entspre  chende Frequenz einzustellen. Wenn aber die Bela  stung des spanabhebenden Werzeuges ändert, so ver  ändert sich auch die Drehzahl des Werkstückes. Be  dingt durch     diese    Drehzahländerung ändert infolge  gleichbleibender Frequenz der schwingenden Werk  zeuge die Spandicke, indem sie gleichmässiger wird.  



  Dies hat zur Folge, dass die ausgesprochen dün  nen Sollbruchstellen verschwinden und der Span nicht  bricht. Es ist, um diesem übelstand zu begegnen, die  Frequenz des     Schwingungserzeugers    des Werkzeug  halters veränderbar gemacht worden. Eine derartige  Lösung befriedigt in der Praxis jedoch nicht; denn  ein Nachstellen des Spanbrechers von Hand während  der Bearbeitung     eines    Werkstückes ist bei den heute  üblichen Automaten eine nicht zumutbare Operation.  



  Die vorliegende Erfindung behebt diesen Mangel.  Das erfindungsgemässe Verfahren zum Brechen von  Spänen zeichnet sich dadurch aus, dass man die  Schwingung mit- dem Arbeitszyklus des Werkstückes  kuppelt und die Schwingungsfrequenz derart     steuert,     dass während eines Arbeitszyklus des Werkstückes    das Werkzeug     bezüglich    dem Werkstück eine nicht  ganzzahlige Anzahl Schwingungen ausführt, zum  Zwecke, dem Span eine     vorbestimmte,    über die  Spanlänge sich periodisch ändernde Dicke zu geben.

    Die Steueranlage zur Durchführung des Verfahrens  ist     gekennzeichnet    durch einen mit dem Antrieb des  Werkstückes synchron laufenden Geberteil und     einen     das Werkzeug in Schwingungen versetzenden Emp  fängerteil.  



  Die Erfindung wird anschliessend anhand von  Ausführungsbeispielen beschrieben. Die Figuren  zeigen  Fig. 1 eine schematische Darstellung einer hy  draulischen Steueranlage an einer Drehbank,  Fig. 2 eine Variante der Anlage nach Fig. 1,  Fig. 3 eine schematische Darstellung einer elek  trischen Steueranlage an einer Drehbank.  



  Fig. 4 einen abgewickelten Span gleicher Dicke  im Schnitt, schematisch,  Fig. 5 einen Span analog Fig. 4, mit Bruchstellen.  In Fig. 1 ist ein abzudrehendes Werkstück 1 er  sichtlich, welches zwischen einer Reitstock-Spindel 2  und einer Spindel 3 des Spindelstockes (nicht     dar-          gestellt)        eingespannt    ist. Auf der     Spindel    3     sind    zwei  Nockenscheiben 4 und 5 befestigt, von denen jede  mit einer Anzahl Nocken 6' versehen ist.

   Diese  Nocken sind gleichmässig über den Umfang der  Scheiben 4     und    5     verteilt.    Neben diesen     Nockenschei-          ben    4 und 5 sitzt ein Zahnrad 7 auf der Spindel 3,  das mit einem die doppelte Zähnezahl aufweisenden  Zahnrad 8 kämmt. Das Zahnrad 8 ist auf einer im       Spindelstock    gelagerten Welle 9 angebracht, auf wel  cher auch noch     eine        Schreibe    10     mit        einem    sich über  <B>1800</B> erstreckenden     Nocken        befestigt        ist.     



  Mit den Scheiben 4 und 5 befinden sich     Taststifte     11 und 12 in steter Wirkungsverbindung. Die Tast-      stifte 11 und 12 werden von Federn 13 und 14 gegen  die Scheiben gepresst. Sie sind an ihren Enden als  Durchgangsschieber ausgebildet und     in    einem Lei  tungssystem angeordnet. Zu diesem gehört eine  Zahnradpumpe 15 und eine Leitung 16, die einerends  an die Pumpe 15 und andernends an einen Arbeits  zylinder 17     angeschlossen    ist. Ein Steuerkolben 18  dient dazu,     diese        Leitung    in     vorbestimmtem    Takt frei  zugeben oder abzusperren.  



  Im Zylinder 17 befindet sich ein durch eine  Feder 32 belasteter Kolben 19, welcher mit einer  Kolbenstange 20 versehen ist. Diese Kolbenstange 20  ist mit einem Werkzeugträger 21 verbunden, der  einen Drehstahl 22 trägt.  



  Nach der Pumpe 15     zweigt    von der Leitung 16  eine Leitung 23 ab. Der Taststift 12 ist in seinem,  dem Nockenrad 5 abgewandten Ende als Schieber 24  ausgebildet, welcher die Leitung 23 öffnet oder  schliesst. Die Leitung 23 ist mit einem zweiten Schie  ber 25 versehen, bevor sie in einen -Steuerzylinder  26 einmündet, in welchem sich der Steuerkolben 18  befindet. Parallel zur Leitung 23, zwischen der  Pumpe 5 und dem Steuerzylinder 26, ist eine Lei  tung 27 vorgesehen, deren Durchfluss ebenfalls mit  tels eines Schieberteils 28 des Taststiftes 11 geregelt  wird.  



  Es ist ferner ein Schieberventil 29     angeordnet,     welches mit dem Schieber 25 zu einem Doppelschie  ber vereinigt ist, der den Durchfluss durch die Lei  tungen 23 und 27 in abgestimmter Weise zu über  wachen hat. Dieses Ventil 29 steht auf der einen  Seite unter dem Drucke einer Feder 30, und auf  der anderen Seite ist es als Taststift 31 ausgebildet,  welcher an der Nockenscheibe 10 aufliegt.  



  Die Anlage     funktioniert    folgendermassen  Sie weist die in Fig. 1 ersichtliche Ruhelage auf.  Der Motor zur Pumpe 15 wird eingeschaltet. Die  Zahnradpumpe 15, welche     insbesondere    für höhere  Drücke durch eine Schraubenpumpe ersetzt werden  kann, saugt Öl aus einem Reservoir (nicht dargestellt)  und drückt es durch die Leitung 16 in den Zylin  der 17.  



  Das Drucköl verschiebt, entgegen dem Druck der  Feder 32, den Kolben 19 und über die Kolbenstange  20 den Werkzeugträger 21 mit dem Werkzeug 22.  Das Drucköl nimmt ferner den Weg über die Lei  tungen 23 und 27. Da der Schieber 24 offen ist   der Taststift 12 liegt zwischen zwei Nocken 6 der  Nockenscheibe 5 - fliesst das Öl durch dieses Ven  til     mit    dem offenen Schieber 24 hindurch und ge  langt zum     Doppelschieberventil    29. Dessen unterer  Kolben schliesst die Leitung 23 ab, so dass das  Drucköl nicht weitergelangt. Die Leitung 23 ver  zweigt sich vor dem Ventil des Schiebers 24.

   Das  Drucköl wird in der Leitung 27 durch den geschlos  senen Schieberteil 28 zurückgehalten, dessen     Tast-          stift    durch einen Nocken 6 der Scheibe 4 in seine  Schliesstellung gepresst wird. Der obere Kolben des  Ventils 29 befindet sich dagegen in seiner Öffnungs  lage.    Wird nun die Drehbank in Betrieb gesetzt, so  dreht sich die Spindel 3 mit den Scheiben 4 und 5.

    Sobald der Nocken 6 vom Taststift 11 abläuft, be  wegt sich dieser in die     Öffnungslage    und das     Druck-          öl    gelangt durch die Leitung 27     in    den Steuerzylin  der 26, wo es, entgegen dem Druck der Feder 33,  den Steuerkolben nach unten schiebt, wodurch das  obere Kölbchen die Zuflussleitung 16 abschliesst und  damit die Pumpe 15 vom     Zylinder    17     trennt.    Der  auf dem Kolben 19 lastende Druck lässt nach und  die Feder 32 schiebt den Kolben 19 in Richtung des  Reitstockes. Der Kolbenweg ist sehr gering und be  trägt nur ungefähr 1 mm.

   Da das Ventil zum Schie  berteil 28 sich periodisch im Rhythmus der öffnen  den Nocken 6 öffnet und schliesst und sich diese  Bewegung auf den Steuerkolben 18 überträgt, führen  der Kolben 19 und das Werkzeug 22 im gleichen  Takt Schwingungen aus. Diese, von der     Werkstück-          drehzahl    und der Zahl der pro Zeiteinheit über den  Taststift 11 streichenden Nocken 6 abhängige Fre  quenz bewegt sich normalerweise zwischen ungefähr  25 und     ungefähr    120 Hz.  



  Um einen Span zu erzeugen, welcher an konkre  ten, vorbestimmten Stellen bricht, müssen an diesem  Span dünne Stellen, sogenannte Sollbruchstellen er  zeugt werden. Wenn die Schwingung des     Werkzeu-          ges    22 nur mittels der Nockenscheibe 4, welche     ge-          zwungenermassen    eine ganze Zahl von Nocken 6 be  sitzen muss, erzeugt würde, so hätte der abgewickelte  Span nach zwei Umdrehungen des Werkstückes die  in     Fig.    4 dargestellte Form, in welcher der Span  stets gleiche Dicke aufweist und mithin keinen Grund  hätte, an vorbestimmten Stellen zu brechen.

   U ent  spricht einer Umdrehung des     Werkstückes.    Am be  sten bricht der Span dann, wenn er     Eins.chnürungen     aufweist, somit einem Wellental bei einem Durch  gang ein Wellenberg beim nächsten Durchgang ent  spricht. Dann entsteht eine     Spanform,    wie sie     Fig.    5  zeigt. Die Dicke des Spanes entspricht derjenigen von  zwei versetzten Schwingungen, also ähnlich einer       Schwebung    mit Knoten und Bäuchen.  



  Um eine derartige     Spanform    zu erzeugen, muss  demnach beim zweiten Durchgang des     Werkzeuges     22 gegenüber dem ersten Durchgang ein Gangunter  schied von vorzugsweise     @/2    auftreten. Es muss mit  andern     Worten    pro zwei Umdrehungen des Werk  stückes 1 eine ungerade Anzahl von Schwingungen  des Werkzeuges 22 erzeugt werden, damit die  Schwingungen nach einer Umdrehung des Werk  stückes 1 den verlangten halben Gangunterschied auf  weisen.

   Wenn pro drei oder mehr Umdrehungen des  Werkstückes eine ungerade Zahl von Schwingungen  erzeugt wird, so verschieben sich die entsprechenden       Schnittkurven    und die dünnen Stellen der Späne wer  den immer weniger ausgeprägt, bis bei unendlich  vielen Umdrehungen wiederum die in     Fig.    4 ersicht  liche     Spanform    entsteht.  



  Der Gangunterschied bei der Steueranlage gemäss       Fig.    1 wird dadurch erzeugt, dass nach einer Um  drehung des Werkstückes 1, was einer     halben    Um-      drehurig der Welle 9 und der Einnockenscheibe 10  entspricht, der Nocken der Scheibe 10 den Taststift  31 entgegen dem Druck der Feder 30 in seine untere  Lage drückt, in welcher der obere Kolben 29 die  Leitung 27 sperrt und der untere 25 die Leitung 23  freigibt. Es wiederholt sich das vorbeschriebene Spiel,  nur dass anstelle des Flusses durch die Leitung 27  der Fluss durch die Leitung 23 auftritt.

   Da aber die  Nocken 6 der im übrigen identischen Nockenscheiben  4 und 5 um eine Nockenbreite gegeneinander ver  stellt sind, so dass einem Nockenberg der Scheibe 5  ein Nockental der Scheibe 4 entspricht, vollführt das  Werkzeug 22 eine gegenüber der vorhergehenden       Umdrehung    des Werkstückes .um eine halbe Schwin  gung     versetzte    Schwingung. Es entsteht     daher    ein  Span gewünschter Form gemäss Fig. 5.  



  Der Gangunterschied kann auch auf sehr ein  fache Art gemäss Fig. 2 erfolgen, deren Ausführung  grundsätzlich analog ist wie diejenige nach Fig. 1.  Anstelle der beiden Nockenscheiben 4 und 5 ist eine  Nockenscheibe 74 auf einer Welle 73 angebracht,  die mittels Zahnrädern 77 und 78 bezüglich dem  Werkstück 1 im Verhältnis 2 : 1 angetrieben wird.  Die Nockenscheibe 74 besitzt eine ungerade Anzahl  Nocken 76, welche einen Taststift 81 betätigen. Die  ser trägt an     seinem    einen Ende einen     Doppelkolben,     mit den Kölbchen 79 und 80. Der Doppelkolben ist  mittels einer Feder 82 belastet. Der     Steuerzylinder     des     Doppelkolbens    ist mit 75 bezeichnet.  



  Entsprechend der Zähnezahl der Räder 77 und  78 führt bei einer Umdrehung der Nockenscheibe 74  das Werkstück 1 zwei Umdrehungen aus. Es entfallen  daher infolge der ungeraden Anzahl Nocken 76 eine  ungerade     Anzahl        Schwingungen    des     Werkzeuges    22  auf zwei Umdrehungen des Werkstückes 1 und somit  auf eine Umdrehung eine Halbschwingung, was dem  geforderten Gangunterschied entspricht. Es entsteht  ein Span gemäss Fig. 5.  



  Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer  Steueranlage. Bei dieser ist das Werkstück 41 zwi  schen den     Spindeln    42 und 43 des Reitstockes und  des Spindelstockes (nicht dargestellt) eingespannt.  Auch auf dieser Spindel 43 sitzen zwei Nockenschei  ben 44 und 45 mit Nocken 46 sowie ein Zahnrad  47, das mit einem Zahnrad 48 doppelter Zähnezahl  kämmt. Das     Zahnrad    48 ist an einer Welle 49 be  festigt, die,     als    Kollektor ausgebildet, mit Kontakt  segmenten 53 und 54 versehen ist. Auf diesen Seg  menten 53     und    54 reiben Kontaktorgane, z. B. Koh  len 55 und 59, welche federnd in Buchsen 64 und 65  angeordnet sind.

   In diesen Buchsen sitzen längsver  schiebbar zwei Taststifte 51 und 52, welche eben  falls federnd gelagert und gegen die Nockenscheiben  44 und 45 gepresst werden.  



  Ein Stromabnehmer 66, welcher stets mit dem  einen oder dem andern der Segmente 53 bzw. 54  in Kontakt steht, ist über eine Leitung 67 mit einem  Verstärker 68 verbunden, welcher andernends an  einer Magnetspule 69 angeschlossen ist. Der beweg  liche Kern 70 bildet das freie Ende einer Kolben-    Stange 71 von vier Kölbchen 72, 60, 83 und 84, von  welchen die zwei Endkölbchen 72 und 84 der Führung  und Dichtung, die beiden     mittleren    60 und 83 dem  Steuern dienen.

   Eine Schraubenpumpe 50 ist über  eine Leitung 85 mit einem Ölbehälter (nicht darge  stellt) verbunden, während sich     an    deren Druck  seite eine Leitung 56, sowie eine     parallel    zu     dieser     verlaufende Leitung 63     anschliesst.    Die Leitung 56  führt in die eine Kammer eines     Zylinders    57     und     die andere Leitung 63 in die andere Kammer des  Zylinders 57. Die beiden     Zylinderkammern    sind  durch einen Kolben 58     voneinander    getrennt.  



  Die beschriebene Steueranlage     funktioniert    wie  folgt  Die Steueranlage befindet sich in der in Fig. 3  ersichtlichen Ausgangslage. Die Pumpe 50 wird ein  geschaltet. Sie fördert Öl aus dem Reservoir durch     die     Leitung 85 und die freie Leitung 63 in die werk  zeugnahe Kammer des     Zylinders    57. Der Kolben 58  nimmt die dargestellte Stellung ein.  



  Wird nun der Drehbank-Antriebsmotor (nicht  dargestellt) eingeschaltet, so dreht sich die Spindel  43 mit dem Werkstück 41 und den Nockenscheiben  44 und 45 sowie dem Zahnrad 47. Die Nocken  scheibe 45 bzw. die Nocken 46 drücken, entgegen  der     erwähnten        Federkraft,    im Rhythmus ihres     Über-          streichens    den Taststift 52 gegen die Kohle 55, wo  durch jedesmal ein Kontakt entsteht und durch den  Stromabnehmer 66, die Leitung 67, den Verstärker  68 und     damit    durch die Spule 69 ein Strom     fliesst.     Dieser Strom erzeugt in der Spule 69 ein Magnet  feld, welches den Kern 70 anzieht und damit über  die Kolbenstange 71 die     Kölbchen    72, 60,

   83 und 84  betätigt und in Richtung der Spule 69 anhebt. Das       Kölbehen    60     schliesst    in seiner oberen Lage den von  der Pumpe 50 kommenden Teil der Leitung 63, wäh  rend das     Kölbchen    83 den entsprechenden Teil der  Leitung 56 freigibt. Es     erfolgt    daher über die Leitung  56 ein Druckstoss in die dem Werkzeug 62 abge  legene Kammer des Zylinders 57, der sich auf den  Kolben 59     fortpflanzt    und diesen in     Richtung    des  Werkzeuges 62 schiebt. Der Weg des Kolbens 58  und mithin des Werkzeughalters 61 und mit dem  Werkzeug 62 ist sehr gering.

   Er beträgt     z.B.    zwi  schen 0,5 und 1 mm, weshalb es genügt, Stosswellen  im     Leitungssystem    zu     erzeugen,    um das System zum  Vibrieren zu bringen.  



  Wenn der     vorerwähnte        Nockenberg        vorbeige-          dreht    hat, drückt die Feder des     Stiftes    52 diesen  nach oben in das Wellental der Scheibe 45. Der  Kontakt zwischen dem Stift 52 und der Kohle 55  wird unterbrochen und die Spule 69     stromlos.    Der  Kern 70 fällt ab und die     Kölbchen    72, 60, 83, 84  kehren in die in     Fig.    3     dargestellte    Lage     zurück.     In dieser Lage erfolgt ein Druckstoss auf die     andere     Kolbenseite und der Kolben 59 bewegt sich mit dem  Halter 61 und dem Werkzeug 62 gegen den Reit  stock zu.

    



  Auf diese Weise führt das Werkzeug 62 eine  Schwingung mit sehr kleiner     Amplitude    aus, deren      Frequenz der     Anzahl    der pro Sekunde durchgehen  den Nocken 46 entspricht.  



  In der Ausführung gemäss Fig. 3 wird der not  wendige Gangunterschied wie folgt erzeugt  Nachdem das Werkstück 41 bzw. die Nocken  scheibe 45 eine Umdrehung ausgeführt hat, hat sich  die Welle 49 um eine halbe Umdrehung gedreht. Bei  jedem Durchgang eines Nockens 46 der Scheibe 45  hat der Taststift 52 über das Segment 53 den Strom  kreis geschlossen. Das Segment 53 zieht sich nur  über die eine     Hälfte    der Welle 49 hin, während das  Segment 54 sich über die andere     Wellenhälfte    er  streckt.  



  Nach der ersten Umdrehung des Werkstückes 41  wird daher das Kontaktsegment 53 ausser Wirkung  gesetzt und an dessen Stelle das Segment 54 treten.  Die Nockenscheibe 44 ist derart gegenüber der Scheibe  45 auf der Welle 43 versetzt, dass einem Nockenberg  der einen ein Tal zwischen zwei sich folgenden Nocken  46 der andern entspricht. Daher entsteht beim über  gang der Steuerung von einer Nockenscheibe 45 zur  andern 44 im Schwingsystem eine     Phasendifferenz     von einer halben Wellenlänge (entsprechend der  gegenseitigen Lage der beiden Nockenscheiben 44  und 45) und mithin die gewünschte Spanform gemäss  Fig. 5.  



  Es ist auch möglich, den in Fig. 3 dargestellten  Taststift 51 mittels der Scheibe 45 zu steuern, indem  man ihn gegenüber dem Taststift 52 so versetzt, dass  der     erforderliche    Gangunterschied entsteht. Es ist       dann        vorteilhaft,    den Antrieb über ein innenver  zahntes Kronenrad vorzunehmen und die Kontakt  segmente auf dessen Innenseite     anzuordnen.    Die ein  zige Nockenscheibe wäre dann entsprechend breiter  auszuführen.  



  Auch die Ausführung nach Fig. 3 kann im Sinne  der Ausführung nach Fig. 2 mit Hilfe nur einer  Nockenscheibe gesteuert werden. Dabei entfallen  drehende Kontakte und Segmente.  



  Die vorstehenden Überlegungen können sinnge  mäss bei jedem spanabhebenden Automaten zur An  wendung kommen, um die entstehenden Späne zu  brechen.  



  Bei einer Hobelmaschine ist z. B. eine Nocken  scheibe mit ungerader Nockenzahl rätschend derart  zu bewegen, dass sie sich nur beim Arbeitshub und  nur um je 1800 dreht. Ein über ein     hydraulisches     oder elektrisches Steuersystem mit der Nockenscheibe  wirkungsverbundenes Werkzeug führt dann wiederum  in zwei Arbeitshüben eine     ungerade    Anzahl Schwin  gungen aus, was auf die notwendige Phasenverschie  bung zur geforderten Spanbildung führt.  



  Es ist indessen auch möglich, die Nockenschei  ben mit ungerader Nockenzahl bei jedem Hub um  900     gleichsinnig    zu drehen, womit     ebenfalls    der nötige  Gangunterschied entsteht.  



  Die Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfin  dung hat den     Vorteil,    die zum     Spänebrechen    erfor  derlichen Bedingungen auch dann zu gewährleisten,  wenn die Werkzeugmaschine infolge Änderung der    Last, Veränderung der Öltemperatur oder Verände  rung der Leistung der hydraulischen Pumpe oder an  derer äusserer Einflüsse die Dreh- bzw. Hubzahl des  Werkstückes verändert. Eine solche Veränderung tritt  insbesondere auch dann ein, wenn die Werkzeugma  schine mit einem unter Last schaltbaren Getriebe aus  gerüstet ist. Die Erzeugung der Schwingungen kann  auch durch :ein elektrisches oder magnetisches Sy  stem erfolgen, wobei die Übertragung vom Geber     zum     Empfänger     mittels    elektrischer Leitungen erfolgt.  



  Die Erfindung ist auch auf Werkzeugmaschinen  anwendbar, bei welchen das Werkstück stillsteht und  das Werkzeug in Bewegung gesetzt wird. Bei still  stehendem Werkstück ist es zweckmässig, das Werk  stück selber gemäss der vorliegenden Erfindung in  Schwingung zu versetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Brechen von Spänen an span abhebenden Vorrichtungen, bei welchem man das spanabhebende Werkzeug in periodische Schwingun gen versetzt, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schwingung mit dem Arbeitszyklus des Werkstückes kuppelt und die Schwingungsfrequenz derart steuert, dass während eines Arbeitszyklus des Werkstückes das Werkzeug bezüglich dem Werkstück eine nicht ganzzahlige Anzahl Schwingungen ausführt, zum Zwecke, dem Span eine vorbestimmte, über die Span länge sich periodisch ändernde Dicke zu geben.
    II. Steueranlage zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen mit dem Antrieb des Werkstückes synchron laufenden Geberteil und einen das Werkzeug in Schwingungen versetzenden Empfängerteil. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Werzeug pro doppelten Arbeitszyklus eine ungerade Anzahl Schwingungen ausführen lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Werzeug wenigstens an nähernd parallel zur Bearbeitungsrichtung in Schwin gungen versetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Schwingung des Werk- zeuges mit dem Antrieb des Werkstückes synchroni siert. 4. Steueranlage nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch ein elektrisches Steuersystem. 5. Steueranlage nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch ein hydraulisches Steuersystem. 6. Steueranlage nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch einen elektrischen Geber- und einen hydraulischen Empfängerteil. 7.
    Steueranlage nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch mindestens ein mit dem Antrieb wir kungsverbundenes Steuerorgan (74), sowie durch mindestens ein durch dieses gesteuertes Tastorgan (81). B. Steueranlage nach Patentanspruch II und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan als Nockenscheibe (74) ausgebildet ist. 9. Steueranlage nach Patentanspruch II und Un teransprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenscheibe (74) mindestens einen den Steuer kreis steuernden Taststift (81) steuert. 10.
    Steueranlage nach Patentanspruch II und Un teranspruch 8, an einer Drehbank, dadurch gekenn zeichnet, dass die Nockenscheibe (74) mit einer un geraden Anzahl von Nocken (76) versehen und über Zahnräder (77, 78) mit dem Werkstückantrieb ver bunden, sowie im Verhältnis 2:1 bezüglich der Spindel (3) des Werkstückantriebes untersetzt ist, um pro zwei Umdrehungen des Werkstückes (1) das Werkzeug eine ungerade Anzahl Schwingungen aus führen zu lassen. 11. Steueranlage nach Patentanspruch II und Un teransprüchen 7, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Taststifte (11, 12) derart angeordnet sind, dass deren gegenseitige Bewegungen periodisch mit einer Phasendifferenz von einer halben Periode er folgen. 12.
    Steueranlage nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch mindestens eine, eine ungerade An- zahl Nocken (76) aufweisende Nockenscheibe (74) mit mindestens einem Tastorgan (81), eine gegen über der Werkstück-Antriebsspindel (3) untersetzte, mit dieser wirkungsverbundene Steuerwelle (73), so wie gekennzeichnet durch eine mit dem Tastorgan (81) wirkungsverbundene Schwingvorrichtung (17, 19, 32). 13.
    Steueranlage nach Patentanspruch II, ge- kennzeichnet durch ein hydraulisches Schwingungs system mit einer Druckquelle (15, 50) und einer (16) oder zwei (56, 63) von dieser in einen Zylinder (17, 57) führende Leitungen. 14. Steueranlage nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (57) nur mit der Druckquelle (50) hydrau lisch verbunden ist. 15.
    Steueranlage nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerorgan (79, 80) angeordnet ist, wel ches, in der Frequenz der zu erzeugenden Schwin gung, den Durchgang der Leitung (16) zwischen Druckquelle (15) und Zylinder (17) freigibt und ab sperrt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0197172A1 (de) * 1985-04-09 1986-10-15 Wilhelm Hegenscheidt Gesellschaft mbH Einrichtung zur Erzeugung von Bruchspänen bei der Bearbeitung von Werkstücken

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