CH389125A - Gleichrichtvorrichtung für Schweisszwecke - Google Patents
Gleichrichtvorrichtung für SchweisszweckeInfo
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Description
Gleichrichtvorrichtung für Schweisszwecke Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Gleichrichten des durch eine Wechselstrom quelle, z. B. einen Schweisstransformator, gelieferten Schweisstromes, mit einem Gleichrichtersystem und einem elektrischen Ventilator zur Kühlung des Gleichrichtersystemes. Vorrichtungen dieser Art sind bekannt, wobei der Ventilator unmittelbar mit dem Wechselstromverteilnetz verbunden ist. In vielen Fällen wünscht man sowohl mit Wech selstrom als auch mit Gleichstrom schweissen zu können. Zu diesem Zweck kennt man bereits am normalen Schweisstransformator anschliessbare, als gesonderte Einheit ausgeführte Gleichrichtvorrich- tungen. Die bekannten Vorrichtungen haben aber einen verhältnismässig grossen Umfang und erfor dern gesonderte Anschlüsse für die Speisung der Hilfsapparate, z. B. des Ventilators. Die Erfindung hat den Zweck, eine Gleichricht- einheit mit einem Ventilator für die Kühlung dersel ben zu schaffen, die für dieselbe Leistung wesentlich kleiner und billiger als die bekannten Vorrichtungen dieser Art sein kann und sich ohne zusätzliche Ver bindungen mit den Klemmen des Wechselstrom- schweissapparates, z. B. eines bereits vorhandenen Schweisstransformators, verbinden lässt. Sie besteht darin, dass der Ventilatormotor mit dem Gleich stromteil des Schweisstromkreises verbunden ist und durch eine Wechselgrösse der gleichgerichteten Schweissenergie gespeist wird. Diese Wechselgrösse kann die Wechselspannung sein, die als Wechsel stromkomponente des gleichgerichteten Schweiss- stromes über einer im Gleichstromkreis geschalteten reaktiven Impedanz abfällt. Sie kann aber auch die Wechselspannungskomponente der gleichgerichteten Wechselspannung sein. Die Wechselgrösse oder die Brummgrösse der gleichgerichteten Schweissenergie hat eine Grundfrequenz, die zweimal so gross wie diejenige der Speisespannung des Schweisstrans- formators ist. Dies hat den Vorteil, dass die Abmes sungen des Motors zum Antrieb des Ventilators und gegebenenfalls diejenigen anderer Apparate kleiner gewählt werden können. Da der Ventilatormotor am Gleichstromteil des Schweisstromkreises angeschlos sen ist, kann er mit dem Gleichrichtersystem zu einer Einheit zusammengebaut werden, die nur mit Klemmen zum Anschluss der Wechselspannung für die Speisung, daher z. B. zum Anschluss der Sekun därwicklung des Schweisstransformators, und mit Klemmen zum Anschluss der Schweisselektrode und des Werkstückes versehen zu sein braucht. Diese und andere Merkmale werden an Hand der Zeichnung näher erklärt werden. In der Zeich nung sind Fig. 1, 2 und 3 elektrische Schemas dreier Va rianten einer zwischen einem Schweisstransformator und den Schweisselektroden geschalteten Gleichrich tervorrichtung nach der Erfindung mit einem durch die Brummgrösse des gleichgerichteten Schweiss- stromes gespeisten Ventilatormotor zum Kühlen der Gleichrichter, und Fig. 4, 5, 6 und 7 elektrische Schemas von wei tem vier Varianten einer solchen Gleichrichterein heit, wobei der Ventilatormotor durch die Brumm spannung der gleichgerichteten Wechselspannung ge speist wird. In allen Figuren der Zeichnung ist 1 ein Schweisstransformator, 2 das zu schweissende Werk stück, 3 die Schweisselektrode, 4 ein Gleichrichter system der Graetzschaltung, 5 ein Ventilator zum Kühlen der Gleichrichter und 6 ein Elektromotor zum Antrieb dieses Ventilators. In Fig. 1 ist der Ventilatormotor 6 über einen Kondensator 7 an eine im Gleichstromkreis geschal tete Drosselspule 8 angeschlossen. Die Speisung des Ventilators. 5, 6 erfolgt daher in Abhängigkeit des Schweisstromes mit einem Wechselstrom, dessen Frequenz zweimal so hoch wie diejenige des Wech selstromes ist, mit der der Schweisstransformator 1 gespeist wird. In Fig. 2, die eine Variante der Schal tung nach Fig. 1 darstellt, ist ein Transformator 8/9 zur Speisung des Ventilators 5, 6 vorhanden. In den Fällen nach Fig. 1 und 2 ändert sich die am Ventilatormotor 6 gelieferte Spannung stark mit dem Schweisstrom und gibt es einen grossen Un terschied zwischen der Spannung während des An laufes des Ventilatormotors und derjenigen während des normalen Betriebes des Ventilators. Während des Anlaufens entnimmt der Ventilator der Drossel spule eine grosse Leistung und setzt die Impedanz der letzteren stark herab, so dass die abflachende Wirkung der Drosselspule wesentlich kleiner ist. Bei kleinen Schweisströmen kann dies zu einer Lö schung des Schweissbogens Anlass geben. Um dies zu verhindern, kann man in der Weise nach Fig. 3 zwei Relais in den Stromkreis des an der zweiten Wicklung 9 des Transformators 8, 9 angeschlossenen Ventilators 5, 6 aufnehmen. Die Spulen 10 und 11 dieser Relais sind parallel geschaltet und mit den Endklemmen der Wicklung 9 verbunden. Das Relais 10 betätigt einen Arbeitsstromkontakt 12, der in Reihe mit einem Ruhestromkontakt 13 des Relais 11 zwischen den Ventilatormotor 6 und die eine Endklemme der Wicklung 9 geschaltet ist. Die zweite Endklemme dieser Wicklung ist unmittelbar mit dem Ventilator verbunden. Das Relais 11 be dient weiter einen Arbeitsstromkontakt 14, der eine Anzapfklemme 15 der Wicklung 9 unmittelbar mit dem Ventilator verbinden kann. Ist bei dieser Schal tung der Schweisstrom noch so klein, dass Kühlung des Gleichrichtersystemes 4 nicht erforderlich ist, so ist die durch die Wicklung 9 erzeugte Spannung noch unzureichend, um die Relais 10 und 11 ihre Anker anziehen zu lassen. Überschreitet aber der Schweisstrom den Wert, wobei Kühlung nötig wird, so hat diese Spannung einen Wert erreicht, bei dem das Relais 10 seinen Kontakt 12 schliesst. Der Ven tilator 5, 6 wird dann durch die ganze Wicklung 9 gespeist. Wird aber mit einem grösseren Schweiss- strom geschweisst, wodurch eine für die Speisung des Ventilators zu hohe Spannung erzeugt werden würde, so zieht auch das Relais 11 seinen Anker an, wo durch der Kontakt 13 geöffnet und der Kontakt 14 geschlossen wird. Der Ventilatormotor wird dann unmittelbar mit der Anzapfung 15 der Wicklung 9 verbunden und die Speisespannung wird daher her abgesetzt. Mit Hilfe des Relais 11 könnte man auch Widerstände in, den Speisestromkreis des Ventilator motors schalten, um die Speisespannung desselben herabzusetzen. Bei den Schaltungen nach Fig. 4, 5, 6 und 7 wird der Ventilator 5, 6 durch die Wechselspan nungskomponente der gleichgerichteten Wechsel spannung gespeist. In Fig. 4 ist der Ventilatormotor 6 über einen Kondensator 16 mit den Gleichstromklemmen des Gleichrichtersystemes 4 verbunden. Bei der Schaltung nach Fig. 5 ist der Ventilator motor 6 parallel zu einem Widerstand 17 oder einer anderen Impedanz geschaltet, der bzw. die in Reihe mit einem Kondensator 16 mit den Gleichstrom klemmen des Gleichrichtersystemes 4 verbunden ist. Fig. 6 zeigt eine Schaltung, wobei der Ventilator motor 6 durch die Sekundärwicklung 18 eines Trans formators gespeist wird, dessen Primärwicklung 19 in Reihe mit einem Kondensator 16 mit den Gleich stromklemmen des Gleichrichtersystemes 4 verbun den ist. In Fig. 7 ist im Speisekreis des Ventilatormotors 6 ein Relais 20 angeordnet, das normalerweise den Stromkreis dieses Motors durch seinen Kontakt 21 geschlossen hält. Hat die Bogenspannung den nor malen Wert, so bleibt der Kontakt 21 geschlossen. Aber sobald die Bogenspannung zu gross wird, zieht das Relais seinen Anker an und wird der Kontakt 21 geöffnet und der Kontakt 22 geschlossen, so dass der Motor über die Anzapfung 23 mit der Sekundär wicklung 18 des Transformators verbunden und die Speisespannung des Motors begrenzt wird. Während des Leerlaufzustandes und beim Kurzschluss, d. h. wenn die Schweisselektrode auf das Werkstück ge drückt wird, steht der Ventilator still. In allen Schaltungen nach Fig. 4, 5, 6 und 7 ist mit 8 eine Glättungsdrosselspule angegeben. Das Gleichrichtersystem, der Ventilator und alle Apparate zur Speisung und Regelung des Ventilator motors bilden eine gesonderte Einheit, die nur durch zwei Leiter mit den Klemmen des Schweisstransfor- mators verbunden zu werden braucht und mit nur zwei Anschlussklemmen zur Verbindung des Werk stückes und der Schweisselektrode versehen ist. Für die Speisung des Ventilatormotors sind keine spe ziellen Klemmen oder Anschlusskabel nötig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Gleichrichten des durch eine Wechselstromquelle z. B. einen Schweisstransforma- tor, gelieferten Schweisstromes, mit einem Gleich richtersystem und einem elektrischen Ventilator zur Kühlung des Gleichrichtersystemes, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ventilatormotor mit dem Gleichstromteil des Schweisstromkreises verbunden ist und durch eine Wechselgrösse der gleichgerichte ten Schweissenergie gespeist wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor durch die Wechselspannung gespeist wird, die als Wechsel stromkomponente des gleichgerichteten Schweiss- stromes über einer im Gleichstromkreis geschalteten reaktiven Impedanz abfällt. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor in Reihe mit einem Kondensator parallel zu einer im Gleich stromkreis geschalteten Impedanz geschaltet ist. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor mit der Sekundärwicklung eines primär in Gleichstromkreis geschalteten, mit zwei Wicklungen versehenen Transformators verbunden ist. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Stromkreis des Ventila tormotors Relais geschaltet sind, die den Ventilator erst einschalten, wenn eine Minimalspannung vor handen ist, und die Speisespannung des Ventilator motors herabsetzen, wenn der Schweisstrom einen bestimmten Wert überschreitet. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor durch die Wechselspannungskomponente der gleichgerichteten Wechselspannung gespeist wird. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor in Reihe mit einem Kondensator mit den Gleichstromklem men des Gleichrichtersystemes verbunden ist.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor parallel zu einer Impedanz geschaltet ist, die in Reihe mit einem Kondensator mit den Gleichstromklemmen des Gleichrichtersystems verbunden ist. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilatormotor mit der Sekundärwicklung eines Transformators verbunden ist, dessen Primärwicklung in Reihe mit einem Kon densator an den Gleichstromklemmen des Gleich richtersystems liegt. 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromkreis des Ventilator motors mindestens ein Relais angeordnet ist, das we nigstens die Speisespannung dieses Motors herab setzt, wenn die erzeugte Spannung zur Speisung des Ventilatormotors einen bestimmten Wert überschrei tet.
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