CH389165A - Verriegelunsvorrichtung an selbsttätiger Subkutan-Injektionsspritze - Google Patents
Verriegelunsvorrichtung an selbsttätiger Subkutan-InjektionsspritzeInfo
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Description
Verriegelunsvorrichtung an selbsttätiger Subkutan-Injektionsspritze Diese Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungsvorrichtung an selbsttätiger Subkutan-Injektionsspritze, d. h. an Injektionsspritzen, mit welchen die Injektion selbsttätig ausgeführt wird, nachdem die Vorrichtung entriegelt wurde, nach welcher Entriegelung die Injektionsnadel in Wirkstellung gebracht wird und die Injektionsflüssigkeit durch die Nadel ausgepresst wird. Selbsttätige Injektionsspritzen sind besonders zum Gebrauch durch Zivil- oder Militärpersonen vorgesehen, in Fällen, in welchen der Patient sich selbst eine Injektion verabreichen muss. Injektionsspritzen dieser Art werden oft während längeren Zeiträumen in geladenem Zustand aufbewahrt, d. h. in einem Zustand, der eine sofortige Verwendung ermöglicht. Die Verriegelungsvorrichtung muss daher eine Sicherung gegen ungewollte Entriegelung enthalten, wobei eine befriedigende Funktion bei der Verwendung gesichert sein muss. Es ist ferner wichtig, dass die Injektionsspritze nach der Verwendung in einfacher Weise wiedergeladen werden kann, d. h. die Injektionsspritze muss leicht wieder unter Spannung gesetzt werden können zum Zweck der Wiederverwendung, nachdem frische Injektionsflüssigkeit eingeführt wurde, welche üblicherweise in Form einer vollen, geschlossenen Ampulle erfolgt. Die Vorrichtung nach vorliegender Erfindung besitzt eine federbetätigte Bewegungsvorrichtung für die beweglichen Teile der Injektionsspritze, eine Rückhalteraste, welche die Vorrichtung in Spannung hält, sowie ein Organ zur Entriegelung der Vorrichtung von der Rückhalteraste. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Zungen aus federndem Material aufweist, welche Zungen in Längsrichtung des Spritzenkörpers angeordnet und derart ausgebildet sind, dass sie in einen federgespannten Bolzen eingreifen und ihn in gespannter Lage festhalten, welcher Bolzen als Teil der Bewegungsvorrichtung dient und derart angeordnet ist, dass er sich in der Achse des Spritzenkörpers bewegt, wobei am rückwärtigen Ende des Spritzenkörpers ein Entriegelungsorgan vorgesehen ist, welches in Längsrichtung beweglich und welches so ausgebildet ist, dass es mit rückwärtigen Teilen der Zungen in Wirkungsverbindung tritt, wenn es gegen den Spritzenkörper bewegt wird, indem es diese Zungen nach auswärts drückt, so dass der Bolzen freigegeben wird. In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und nachstehend beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 und 2 ein Beispiel, wobei die Fig. 1 die Vorrichtung in Bereitschaftsstellung darstellt, Fig. 2 dasselbe Beispiel kurz nach der Entriegelung durch Entfernung der Verriegelungsvorrichtung, Fig. 3 und 4 ein weiteres Erfindungsbeispiel, Fig. 3 in geladenem Zustand und Fig. 4 im Zustand kurz nach Entriegelung analog zu Fig. 2. Die Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2 besteht aus einem wesentlichen zylindrischen Teil 1, welcher mittels eines Gewindes 2 zum Einschrauben in das obere Ende einer Subkutan-Injektionsspritze eingerichtet ist, welche Spritze nicht dargestellt ist. Der Teil 1 stellt deshalb den hinteren Teil des Körpers der Injektionsspritze dar. Der rückwärtige Teil des Teiles 1 ist in eine Anzahl, vorzugsweise vier flexible Zungen 3 aufgeteilt. Die Zungen 3 sind so ausgebildet, dass sie einen Flansch 5 des Bolzens 6 mittels der Absätze 13 untergreifen, welcher Bolzen 6 innerhalb des zylindri schen Teiles 1 angeordnet ist. Der Bolzen 6 steht unter der Wirkung einer Spiralfeder 7, welche ihn in Richtung nach vorne der Injektionsspritze drückt. Der Teil 1 ist von einer zylindrischen Hülse 8 umgeben; die Boden-Innenseite dieser Hülse weist vorstehende Teile 9 auf, welche ausgebildet sind, mit den oberen Enden 10 der Zungen 3 in Wirkungsverbindung zu treten und dieselben nach aussen zu drücken, wenn die Hülse 8 in ihre äusserste Stellung gedrückt wird. Um die Vorrichtung gegen unbeabsichtigtes Funktionieren zu sichern, ist ein mit einem Griff 12 ausgestatteter, federnder, geteilter Ring 11 vorgesehen, vorzugsweise in Form eines Nylon Bandes, das um den Körper 1 herumgewickelt ist und einerseits an der Rippe 14 des Teiles 1 und andererseits an der Hülse 8 ansteht. Soll die Vorrichtung in Wirkung treten, zieht man zuerst mittels des Griffes 12 den Verriegelungsring 11 weg. Dann ergreift man die Hülse 8 und schnellt oder stösst das Vorderende der Injektionsspritze gegen denjenigen Körperteil an dem die Injektion vorgenommen werden soll. Die Hülse 8 wird über den Teil 1 geschoben und die vorstehenden Teile 9 pressen die schräg angeordneten Enden 10 der Zungen 3 nach auswärts gegen die Innenwand der Hülse 8, so dass die Absätze 13 den Flansch 5 des Bolzens 6 freigeben. Die Feder 7 stösst nun den freigegebenen Bolzen 6 nach vorne in den Spritzenkörper in Richtung des vorderen Endes desselben. Die Vorgänge im Vorderteil der Subkutan-Injektionsspritze, welcher Teil nicht dargestellt ist, werden hier nicht beschrieben, weil sie nicht Gegenstand vorliegender Erfindung sind. Wenn die Einspritzung beendet ist und die In jektionsspritze für sofortigen Gebrauch vorbereitet werden soll, wird die ganze Vorrichtung vom Vorderteil des Injektionsspritzenkörpers abgeschraubt. der Sicherungsring angesetzt und die Spiralfeder zusammengedrückt, indem der Bolzen 6 hineingedrückt wird, bis man das Einrasten des Flansches 5 lösen kann. Für diesen Vorgang wird kein Spezialwerkzeug benötigt; der Bolzen kann einfach gegen einen Tisch gestossen werden, bis er z. B. die gesicherte Stellung wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, einnimmt, wobei das untere Ende des Bolzens etwas über den Gewindeteil des zylindrischen Teiles 1 vorsteht. Nachdem die Vorrichtung wieder in den bereits vorbereiteten Vorderteil eingeschraubt ist, ist die Injektionsspritze zu weiterem Gebrauch bereit. Die Vorrichtung nach Figuren 3 und 4 ist von derjenigen nach Fig. 1 und 2 hinsichtlich der Hülse 19 verschieden. Der zylindrische Teil der Hülse 19 ist mittels eines Teils 18 am Ende verschlossen, wel cher Teil mit nach innen vorstehenden Teilen 17 versehen ist, welche Teile mit den oberen Enden 15 der federnden Zungen, welche den federvorgespann ten Bolzen in gespannter Lage festhalten, zusammenwirken. Der obere Wandteil der zylindrischen Hülse 19 weist eine dünnere Partie 16 auf. Der Zwischenraum zwischen dieser Partie 16 und den vorstehenden Teilen 17 ist so weit, dass die Zungen 15 in diesen Zwischenraum eintreten können ohne ihre nach Aufwärts- und Auswärts-Richtung ändern zu müssen. Zum Vergleich ist verwiesen auf das Beispiel nach Fig. 1 und 2, wo die Zungenteile 10 von der Stellung nach Fig. 1 in die Stellung nach Fig. 2 abgebogen werden müssen, wenn die Vorrichtung entriegelt werden soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verriegelungs-Vorrichtung an selbsttätiger Subkutan-Injektionsspritze, mit einer federbetätigten Bewegungsvorrichtung für die beweglichen Teile der Injektionsspritze, einer Rückhalte-Raste zum Gespannthalten der Vorrichtung sowie ein Organ zur Entriegelung der Rückhalte-Raste, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Zungen (3) aus federndem Material aufweist, welche Zungen (3) in Längsrichtung des Spritzenkörpers (1) angeordnet und derart ausgebildet sind, dass sie in einen federgespannten Bolzen (6) eingreifen und ihn in gespannter Lage festhalten, welcher Bolzen als Teil der Bewegungsvorrichtung dient und derart angeordnet ist, dass er sich in der Achse des Spritzenkörpers bewegt, wobei am rückwärtigen Ende des Spritzenkörpers ein Entriegelungsorgan (8) vorgesehen ist, welches in Längsrichtung beweglich und welches so ausgebildet ist,dass es mit rückwärtigen Teilen (10) der Zungen (3) in Wirkungsverbindung tritt, wenn es gegen den Spritzenkörper bewegt wird, indem es diese Zungen (3) nach auswärts drückt, so dass der Bolzen (6) freigegeben wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungsorgan (8) eine das Rückende der Spritze umschliessende Form aufweist und dass das Hülsenende (18) mit vorstehenden Teilen (9) versehen ist, welche zum Eingreifen in die Zungenenden (10) der Zungen (3) ausgebildet sind.2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der untern Kante des Entriegelungsorgans (8) und einer am Spritzenkörper (1) angeordneten ringförmigen Rippe (14) ein Sicherungsring (11) abnehmbar angeordnet ist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als einheitlich Ganzes derart ausgebildet ist, dass sie an einem Injektionsspritzenkörper mit Ampulle und Injektionsnadel befestigt werden kann.
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