CH389614A - Verfahren zur Herstellung von basischen 1,3-disubstituierten Phenothiazinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basischen 1,3-disubstituierten Phenothiazinderivaten

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CH389614A
CH389614A CH7757259A CH7757259A CH389614A CH 389614 A CH389614 A CH 389614A CH 7757259 A CH7757259 A CH 7757259A CH 7757259 A CH7757259 A CH 7757259A CH 389614 A CH389614 A CH 389614A
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CH
Switzerland
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basic
disubstituted
carbon atoms
phenothiazine
preparation
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Application number
CH7757259A
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English (en)
Inventor
Jaromir Dr Hebky
Jiri D N Dr Kejha
Original Assignee
Spofa Vereinigte Pharma Werke
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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von basischen     1,3-disubstituierten        Phenothiazinderivaten       Die Erfindung hat zum Gegenstand ein Verfah  ren zur Herstellung von basischen     1,3-disubstituierten          Phenothiazinderivaten    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin die     Substituenten    X und Y gleich oder ver  schieden sind und Halogenatome,     Alkyl-    oder     Alk-          oxylgruppen    mit 1-3     Kohlenstoffatomen,    A eine  gerade oder verzweigte     Alkylenkette    mit 2-6 Kohlen  stoffatomen,     R1    und     R.,

      Wasserstoffatome oder     Äl-          kylreste    mit 1-3     Kohlenstoffatomen    bedeuten, welche       gegebenenfalls    mit dem Stickstoffatom ein     hetero-          cyclisches    Ringsystem, das gegebenenfalls noch ein       Heteroatom    enthält, bilden.  



  Diese Verbindungen besitzen bedeutende     phar-          makodynamische    Eigenschaften und können zu thera  peutischen Zwecken verwendet werden.  



  Bisher wurden diese Verbindungen z. B. durch  Kondensationen     1,3-disubstituierter        Phenothiazine     mit     Dialkylaminoalkylhalogeniden    in Gegenwart von  alkalischen Kondensationsmitteln, wie Natrium,     Na-          triumamid,        Natriumhydroxyd    und ähnlichen, her  gestellt, und zwar entweder ohne Reaktionsmedium  oder in Gegenwart von     inerten    organischen Lösungs  mitteln, z. B. Benzol,     Toluol    und ähnlichen.  



  Die Isolierung der Reaktionsprodukte wird durch  Gegenwart von schmierigen und harzigen Nebenpro-         dukten,    welche sich während der Reaktion bilden,       ziemlich    erschwert; infolgedessen ist die Gewinnung  der Endprodukte in reiner     Form    mit grossem Arbeits  aufwand verbunden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man basische Ester der     1,3-disub-          stituierten        Phenothiazin-10-karbonsäure    der Formel  
EMI0001.0037     
    einer thermischen     Dekarboxylierung    unterwirft. Vor  teilhaft führt man die     Dekarboxylierung    bei Tempe  raturen von 150-250 C durch. Diese Operation kann  entweder ohne Reaktionsmedium oder in Gegenwart  von     inerten    Lösungsmitteln, z. B.     Diphenyl,        Chinolin     und ähnlichen, durchgeführt werden.

   Das Reaktions  produkt kann dann in ein Salz übergeführt werden,  welches durch Kristallisation weiter     gereinigt    wird.  



  Im Vergleich mit den üblichen Darstellungs  methoden kann man die Endprodukte nach dem er  findungsgemässen Verfahren leichter isolieren und in  hoher Reinheit gewinnen.  



  Das als Ausgangsmaterial dienende basische Ester  der Formel 11 lässt sich durch Reaktion von     1,3-di-          substituiertem        Phenothiazin    -10 -     karbonsäurechlorid     mit einem     Aminoalkohol    der Formel  
EMI0001.0049     
      gewinnen; das     Phenothiazin-10-karbonsäurechlorid     ist durch Reaktion von     1,3-disubstituiertem        Pheno-          thiazin    mit     Phosgen,    z. B. in Benzol- oder     Toluol-          lösung    und in Gegenwart von einem säurebindenden  Mittel, z.

   B.     Pyridin,    zugänglich.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten basischen     1,3-          disubstituierten        Phenothiazinderivate    besitzen an  ästhetische,     hystaminolytische,        ganglio-    und     neuro-          plegische,        spasmolytische,        analgetische    und     hypo-          thermische    Wirksamkeit. Sie können in Form ihrer  wasserlöslichen Salze mit organischen oder anorga  nischen Säuren oder in Form wasserlöslicher An  lagerungsverbindungen verabreicht werden.  



  <I>Beispiel</I>  Ein Gemisch von 6,5 g     1,3-Dichlor-phenothiazin-          10-karbonsäurechlorid,    2,2 g     3-Dimethylaminopro-          panol-1    und 20     cm3    wasserfreiem Aceton erhitzt man  2 Stunden zum Sieden unter     Rückfluss.    Nach Abküh  len saugt man das ausgeschiedene     1,3-Dichlor-pheno-          thiazin    - 10 -     karbonsäure    - (3 -     dimethylaminopropyl)-          ester-hydrochlorid    (Ausbeute 8,2 g, F.

   190-193  C  unter Zersetzung) ab, löst es in 5     cm3    Wasser auf,  macht die Lösung mit einer 20 %     igen        wässrigen          NaOH-Lösung    alkalisch und nimmt die freie Base in  30     cm-"    Benzol auf. Man dampft den     Benzolauszug     ein und erhitzt dann den Rückstand (5,6 g) 40     Minu-          ten    auf 180-200  C (bis die     Coz    Entwicklung nach  lässt).

   Nach Abkühlen löst man die ölartige Base in  5     cm3    Äther auf, und durch Zugabe von einer ätheri  schen     HCl-Lösung        fällt    man das Hydrochlorid aus,  saugt es ab und     kristallisiert    es aus 5     cm3    Chlor  benzol um. Man erhält das     1,3-Dichlor-10-(3'-di-          methylaminopropyl)    -     phenothiazin    -     hydrochlorid    in  einer Ausbeute von 2,9 g (53     no.    F. 192-193  C.  



  Das als Ausgangsmaterial dienende     1,3-Dichlor-          phenothiazin-10-karbonsäurechlorid    kann man z. B.  so herstellen, dass man 56,3 g     1,3-Dichlorphenothia-          zin    unter Rühren in 300     cm3    einer 17,5 %     igen        Phos-          genlösung    in     Toluol    zur Lösung bringt und hierzu  unter Wasserkühlung innerhalb etwa 15 Minuten  25,

  6     cm3    wasserfreies     Pyridin        zutropft.    Dann     rührt     man die Reaktionsmischung 2 Stunden bei Zimmer  temperatur und weitere 2 Stunden im siedenden Was  serbad. Nach Stehen über Nacht giesst man die     Toluol-          lösung    vom ausgeschiedenen     Pyridinhydrochlorid    ab  und engt sie auf etwa     11.,    des ursprünglichen Volu  mens ein. Nach Abkühlen scheidet sich das     1,3-Di-          chlor-phenothiazin-10-karbonsäurechlorid    in Form  von hellgelben Kristallen aus.

   Ausbeute 50,4 g       (76,4%),    F. 142  C     (Benzol-Petroläther    1 : 1).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von basischen 1,3-di- substituierten Phenothiazinderivaten der Formel EMI0002.0074 worin die Substituenten X und Y gleich oder ver schieden sind und Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxylgruppen mit 1-3 Kohlenstoffatomen, A eine gerade oder verzweigte Alkylenkette mit 2-6 Koh- lenstoffatomen, R1 und R, Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1-3 Kohlenstoffatomen bedeuten,
    welche gegebenenfalls mit dem Stickstoffatom ein heterocyclisches Ringsystem, das gegebenenfalls noch ein weiteres Heteroatom enthält, bilden, dadurch ge kennzeichnet, dass man basische Ester der 1,3-disub- stituierten Phenothiazin-10-karbonsäure der Formel EMI0002.0091 einer thermischen Dekarboxylierung unterwirft. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Dekarboxylierung bei einer Temperatur von 150-250 C durchführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Dekarboxylierung in Gegenwart von einem inerten Lösungsmittel, z. B. Diphenyl oder Chinolin, durch führt.
CH7757259A 1958-09-03 1959-08-31 Verfahren zur Herstellung von basischen 1,3-disubstituierten Phenothiazinderivaten CH389614A (de)

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