CH389623A - Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren

Info

Publication number
CH389623A
CH389623A CH795860A CH795860A CH389623A CH 389623 A CH389623 A CH 389623A CH 795860 A CH795860 A CH 795860A CH 795860 A CH795860 A CH 795860A CH 389623 A CH389623 A CH 389623A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
salts
dependent
sulfonic acids
acids
water
Prior art date
Application number
CH795860A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dr Seitz
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH795860A priority Critical patent/CH389623A/de
Priority to BE605839A priority patent/BE605839A/fr
Publication of CH389623A publication Critical patent/CH389623A/de

Links

Landscapes

  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren       Gegenstand dieses Patentes ist ein Verfahren zur  Herstellung von 2,4 -     Dihalogen    -     pyrimidin-5-sulfon-          säuren    bzw. deren Salzen, das dadurch gekennzeich  net ist, dass man     2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfon-          säurehalogenide,    insbesondere das     2,4-Dichlor-pyri-          midin-5-sulfonsäurechlorid    oder     -bromid,        hydrolysiert.     



  Die     2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren    und  ihre Salze sind wertvolle     Acylierungsmittel,    die im  Gegensatz zu den bisher bekannten in wässerigen  Medien löslich und relativ gut beständig sind.  



  Zur Hydrolyse kann man     2,4-Dihalogenpyrimi-          din-5-sulfonsäurehalogenide,    insbesondere das     2,4-          Dichlorpyrimidin-5-sulfonsäurechlorid    oder     -bromid,     mit säurebindenden Mitteln, z. B. mit wasserlöslichen  Salzen schwacher Säuren oder mit     Hydroxyden    bzw.  Oxyden von beispielsweise ein- oder     zweiwertigen     Metallen, insbesondere von     Alkalimetallen,    wie Na  trium und vor allem     Lithium,    Kalium und     Erdalkali-          metallen    umsetzen.

   Die Umsetzung kann in wässerig  organischem Medium oder in Wasser ausgeführt wer  den, unter Verwendung von vorzugsweise nur wenig  mehr des säurebindenden Mittels, als zum Ersatz eines  Halogenatoms theoretisch notwendig ist.  



  Als säurebindendes Mittel kommen hierbei als  Ausgangsstoffe vor allem Salze schwacher Säuren,  z. B. die     Salze    schwacher anorganischer Säuren, wie  die     Carbonate    oder     Bicarbonate    von beispielsweise  einwertigen Metallen, insbesondere die     Carbonate    und       Bicarbonate    der Erdalkali- und der     Alkalimetalle     oder auch deren     Hydroxyde    bzw. Oxyde in Betracht.  Die Menge der zu verwendenden Salze oder     Hy-          droxyde    ist vorzugsweise so zu wählen, dass nach fer  tiger Umsetzung eine neutrale bis vorzugsweise  schwach alkalische Lösung vorhanden ist.  



  Die so erhaltenen wässerigen Lösungen enthalten  ein     2,4-Dihalogen-,    vorzugsweise das     2,4-Dichlor-          pyrimidin-5-sulfonat    eines Alkali- oder Erdalkali-         metalles.    Diese Lösungen können als     Acylierungsmit-          tel    für die verschiedensten Zwecke verwendet wer  den, z. B. für die Herstellung von Farbstoffen.  



  Die in den genannten wässerigen Lösungen ent  haltenen     Salze    können ebenfalls in     Pastenform    oder in  fester Form erhalten werden, wenn man sie aus deren  Entstehungslösung z. B. mit     Alkalichloriden    fällt,  durch Filtration isoliert und gegebenenfalls trocknet.  Zweckmässig werden sie aber durch Eindampfen  ihrer Lösungen, gegebenenfalls unter     vermindertem     Druck und bei nicht zu hoher Temperatur, z. B. bei  10 bis 40 , gewonnen. Zur Verhinderung einer Zer  setzung während des     Eindampfens    empfiehlt es sich,  den Ausgangslösungen in Wasser lösliche, neutral  bis schwach alkalisch reagierende Verbindungen, ins  besondere anorganische Salze oder Puffermittel vor  dem Eindampfen zuzusetzen.  



  Beim einfachen Lösen der     Alkalimetallsalze    der       2,4-Dihalogenpyrimidin-5-sulfonsäure    in Wasser er  hält man gebrauchsfertige Lösungen, die z. B. zur  Herstellung von     Reaktivfarbstoffen    unter gleichzeiti  ger Erhöhung deren Löslichkeit und allgemein zur       Einführung    eines reaktionsfähigen, wasserlöslich  machenden Kerns in organische,     acylierbare    Verbin  dungen verwendbar sind, da die Halogenatome in den  genannten Salzen sehr reaktionsfähig sind und beide  stufenweise durch andere Gruppen, wie z. B.     Alkoxy-          oder        Aminogruppen,    ersetzt werden können.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile,  die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperatu  ren sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  21 Teile     2,4-Dioxy-pyrimidin-5-sulfochlorid,    das  nach den Angaben der französischen Patentschrift  Nr.<B>1188</B> 439 durch Umsetzung von     Uracil    mit Chlor-           sulfonsäure    hergestellt wurde, werden mit 75 Teilen       Phosphoroxychlorid    und 42 Teilen     Phosphorpenta-          chlorid    so lange am     Rückfluss    gekocht, bis eine klare  Lösung entsteht. Nach dem Abtrennen des     Phosphor-          oxychlorids    wird das gebildete     2,4-Dichlor-pyrimidin-          5-sulfochlorid    im Vakuum destilliert.

   Es siedet unter  12 mm     Hg    bei 140 bis 142 ;     Smp.    97 bis 99 .  



  4,95 Teile     2,4-Dichlor-pyrimidin-5-sulfonsäure-          chlorid    werden     in    100 Teilen Aceton gelöst und unter  Rühren in 600 Teile Wasser gegossen. Durch Zu  tropfen von     1n        Natriumhydroxydlösung    wird der     pH-          Wert    der Lösung zwischen 6 und 7 gehalten. Die Hy  drolyse ist nach 2 bis 4 Stunden beendet, nachdem  ungefähr die     Theorie    an     1n        Natriumhydroxydlösung     verbraucht worden ist.

   Die klare Lösung enthält das       Natriumsalz    der     2,4-Dichlorpyrimidin-5-sulfonsäure     und wird zweckmässig bei     Zimmertemperatur    zur  Trockne eingedampft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-py- rimidin-5-sulfonsäuren bzw. deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man 2,4- Dihalogen-pyrimidin- 5-sulfonsäurehalogenide hydrolysiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Sulfonsäuren in ihre Salze überführt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Hydrolyse unter Verwen dung von wasserlöslichen, alkalisch reagierenden Sal zen schwacher Säuren oder von Hydroxyden bzw.
    Oxyden von einwertigen Metallen oder Erdalkali- metallen vornimmt. 3. Verfahren gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man nur wenig mehr des alka lisch reagierenden Salzes oder Hydroxyds ansetzt als zum Ersatz eines Chloratoms theoretisch notwendig ist. 4. Verfahren gemäss Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse un ter Verwendung von Alkalimetallsalzen schwacher Säuren, insbesondere Alkalicarbonaten oder -bicar- bonaten, vornimmt. 5.
    Verfahren gemäss Unteransprüchen 1 bis 4, da durch gekennzeichnet, dass man die sulfonathaltigen wässerigen Lösungen, gegebenenfalls unter verminder tem Druck, zur Trockne eindampft. 6. Verfahren gemäss Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man den wässerigen Lösungen in Wasser neutral bis schwach alkalisch reagierende Verbindungen, insbesondere Salze oder Puffermittel, vor dem Eindampfen zugibt.
CH795860A 1960-07-12 1960-07-12 Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren CH389623A (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH795860A CH389623A (de) 1960-07-12 1960-07-12 Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren
BE605839A BE605839A (fr) 1960-07-12 1961-07-06 Nouveaux agents hydrosolubles d'acylation et leur procédé de préparation

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH795860A CH389623A (de) 1960-07-12 1960-07-12 Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH389623A true CH389623A (de) 1965-03-31

Family

ID=4332976

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH795860A CH389623A (de) 1960-07-12 1960-07-12 Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE605839A (de)
CH (1) CH389623A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE605839A (fr) 1961-11-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH389623A (de) Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dihalogen-pyrimidin-5-sulfonsäuren
DE2758306C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N- Sulfoalkanaminoalkanphosphonsäuren bzw. deren Alkalisalze
DE927992C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen des 1, 2-Dimethyl-3-phenyl-4-amino-5-pyrazolons
DE921451C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridoxal-5&#39;-phosphorsaeureester und dessen Salzen
DE2713827C3 (de) N-SuIfoalkan-aminoalkanphosphonsauren, deren Alkalisalze und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE637385C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 4-Dioxo-1, 3, 3-trialkyl- und -1, 3, 3, 6-tetraalkyltetrahydropyridinen
DE723790C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Abkoemmlingen der 4-Aminobenzolsulfonamide
AT52936B (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen des Phenylglyzins.
AT43634B (de) Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der Azetylsalizylsäure.
AT69741B (de) Verfahren zur Darstellung eines Hexaaminoarsenobenzols.
AT48334B (de) Verfahren zur Darstellung o-Dioxyphenyläthanolaminen.
DE586446C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinsalzen
AT286972B (de) Verfahren zur Herstellung der neuen 1-Isopropylamino-anthrachinon-5-sulfonsäure und deren Alkalisalze
AT215984B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Amino-trifluortoluol-disulfonamiden
DE2343052C3 (de) Verfahren zur Herstellung des Aluminiumsalzes von N-Nitroso-N-cyclohexylhydroxylamin
DE952169C (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Oxycumaron-5-carbonsaeuren
DE707029C (de) Verfahren zur Herstellung als Druckhilfsstoffe geeigneter quartaerer Ammoniumverbindungen
DE420910C (de) Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen aus aliphatischen Aminosaeuren und anorganischen Alkalisalzen
DE445648C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten kernmercurierter Phenole
AT73069B (de) Verfahren zur Darstellung von Arylsulfaminoanthrachinonsulfo- und -carbonsäuren.
AT120405B (de) Verfahren zur Darstellung von Auromercaptocarbonsäuren.
AT211820B (de) Verfahren zur Herstellung von threo-β-p-Nitrophenylserin
DE532766C (de) Verfahren zur Darstellung von Jodmethansulfonsaeure
AT97145B (de) Verfahren zur Darstellung von Quecksilbersalzen komplexer Bismutylsäuren.
DE596448C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen kernmercurierter Kresole