CH389871A - Schwingbares Fenster - Google Patents
Schwingbares FensterInfo
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Description
Schwingbares Fenster Die vorliegende Erfindung betrifft ein um zwei horizontale Achsen schwingbar gelagertes Fenster, wobei sich die eine Achse oben und die andere Achse ungefähr in der Mitte des Fensters befinden, so dass das Fenster nicht nur um die obere Achse zu Lüftungszwecken ausgeschwenkt werden kann, sondern auch um die mittlere Horizontalachse um 180 zum Reinigen der äusseren Glasfläche ge schwenkt werden kann.
Bei den bekannten Ausführungen eines derart schwingbaren Fensters muss der Fensterflügel um sein oberes Scharnier in eine horizontale Lage ge schwenkt werden, damit der Fensterflügel um die mittlere Schwingachse geschwenkt werden kann, in dem Falze verhindern, dass der obere Teil des Fen sterflügels in irgendeine Zwischenlage zwischen ge schlossenem und um 90 horizontal ausgeschwenktem Fenster in den Raum hinein verschwenkt werden kann. Abgesehen davon, dass diese Manipulierung des Fensterflügels sehr schwer vorzunehmen ist und ausserdem in einer Lage vorgenommen werden muss, die für die betreffende Person sehr unbequem und gefährlich ist, bedingt diese bekannte Ausführung eines Fensters eine starke Beanspruchung des oberen Scharniers.
Deshalb haben Fenster dieser Ausführung bisher keine grosse Ausbreitung gefunden, trotzdem sie wesentliche Vorteile besitzen, unter welchen eine günstige Lüftung, eine gute Abschirmung gegen Re gen und eine bessere Möglichkeit für Personen, sich in Notfällen aus dem Fenster retten zu können, er wähnt werden sollen, als bei den üblichen, nur um die mittlere Horizontalachse drehbaren Fenster, de ren obere Hälfte bei der Lüftung in den Raum hin eingeschwenkt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein oben schwingbar gelagertes Fenster der erwähnten Art, das jedoch nicht mit dem erwähnten Mangel behaftet ist. Zwischen dem oberen Fensterrahmen und dem Fensterflügel ist an jeder Seite ein Arm angeordnet, dessen oberes Ende mit dem Rahmen und dessen unteres Ende mit dem Fensterflügel in oder nahe dessen horizontaler Mittelachse gelenkig verbunden ist.
Gemäss der Erfindung sind diese Arme als Lei sten ausgeführt, die zwischen den oberen Seiten des Fensterrahmens bzw. des Fensterflügels lose eingelas sen sind, und welche Arme sich unter der mittleren Schwenkachse in Leisten fortsetzen, die an den bei den Flügelseiten befestigt sind.
Auf diese Weise kann erreicht werden, dass der obere Teil des Fensterflügels direkt in den Raum hineinschwenkbar ist, indem die betreffenden Arme innerhalb der senkrechten Teile des Fensterrahmens lose hängen bleiben und' von je einem Falz an die sem Rahmen abgestützt werden. Das Fenster kann in dieser Lage praktisch um 180 geschwenkt wer den, so dass das Glas aussen gereinigt werden kann. Der Fensterflügel kann in an sich bekannter Weise auch mit einem gekuppelten Flügelrahmen versehen sein, der ein weiteres Fensterglas trägt, welches auch auf der Aussen- und Innenseite geputzt werden kann, wenn das Fenster um 180 verschwenkt worden ist.
Das Fenster gemäss der Erfindung kann auch der Art sein, bei welcher der Fensterflügel oben mittels Zapfen so mit den oberen senkrechten Teilen des Fensterrahmens verbunden ist, dass der Fensterflügel beim Öffnen des Fensters -ein Stück nach unten glei tet, um eine Lüftungsspalte zwischen dem oberen Balken des Fensterrahmens und dem oberen Rah menteil des Fensterflügels zu schaffen. Zu diesem Zweck gleiten die an den Seiten des Fensterflügels befestigten Zapfen in Schlitzen in Beschlagplatten, die oben an den senkrechten Teilen des Fensterrah mens befestigt sind.
Wenn der Fensterflügel in dieser Weise nach unten gleitet, wird er automatisch mit Hilfe von Streben in die ausgeschwenkte Schräglage gebracht, welche Streben mit dem Fensterflügel auf der einen Seite und dem Fensterrahmen auf der anderen Seite gelenkig verbunden sind. Diese Lüf tungslage eines Fensters bringt besondere Vorteile mit sich, denn die obere Spalte wird eine injektie- rende Wirkung hervorrufen, so dass die Lüftung sehr intensiv wird.
Die Scharniere können zwischen den oberen En den der Arme und dem oberen Balken des Fenster rahmens durch seitlich gerichtete Zapfen ersetzt wer den, die in Schlitzen oben an den senkrechten Sei tenteilen des Fensterrahmens gleiten, so dass der Fen sterrahmen ein bestimmtes Stück nach unten gleiten kann, wobei gleichzeitig zwischen den Seitenteilen des Fensterflügels und den Seitenteilen des Fensterrah mens Streben angeordnet sind, die das Fenster in ausgeschwenkter Lage unterstützen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. la links ein Fenster in der üblichen Lüf tungslage und rechts um die mittlere Schwingachse um 90 verschwenkt, Fig. 1b eine abgeänderte Ausführungsform, Fig. 2 einen Ausschnitt der oberen linken Ecke des Fensters gemäss Fig. la, Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2 und 4, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 einen Ausschnitt des mittleren Teils des Fensters mit dem Flügelrahmen um 90 gedreht, und Fig. 6 und 7 Schnitte nach den Linien VI-VI bzw. VII-VII in Fig. 5.
In den Fig. la und 2-7 sind der obere Balken des Fensterrahmens mit la, die Seitenteile desselben mit 1b, und der untere Teil oder Schwelle mit 1e bezeichnet. Der Fensterflügel und dessen oberes Scharnier sind mit 2 bzw. 3 bezeichnet. Der eine Teil jedes Scharniers 3 ist oben auf der Innenseite des Seitenrahmens (Fig. 4 und 5) befestigt, während der andere. Teil am oberen Ende je eines Arms 4 fest geschraubt ist, der die Form einer Leiste hat, die in eine Aussparung eingelegt ist, die zwischen den Seitenteilen 1b des Fensterrahmens und den gegen überliegenden entsprechenden Teilen des Fensterflü gels gebildet ist.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ruht die hintere, lange Schmalseite der Leiste gegen Fal zen 1b' und 2b und ist zu Dichtungszwecken mit einer streifenförmigen Packung 10 versehen, die gegen die beiden Falzen 1 b' und 2b ruht und den Zwi schenraum zwischen den Rahmen überbrückt. Das untere Ende jeder dieser Arme trägt einen Teil 5a eines Scharniers 5, welche Scharniere sich etwa in der mittleren Horizontalachse des Fensterflügels be finden und um welche Scharniere dieser Flügel ge schwenkt werden kann, wenn er in die rechts in Fig. la gezeigte Lage zum Reinigen des äusseren Glases gebracht werden soll.
Der andere Teil 5b jedes Scharniers 5 ist mit einer entsprechend ge formten Leiste 6 verbunden, welche Leisten mit den Seitenteilen des Fensterflügels fest verbunden sind. Die Leisten 6 bilden somit direkte Fortsetzungen der entsprechenden Leisten oder Arme 4, haben das selbe Profil und sind beide mit seitlichen Erweiterun gen 4a bzw. 6a ausgerüstet, die äussere Dichtungs falzen bilden, wie dies in den Fig. 4, 6 und 7 dar gestellt ist.
Wenn das Fenster nur um die oberen Schar niere 3 geschwenkt werden soll, sind die Arme 4 mit den entsprechenden Seitenteilen des Fensterflügels gekuppelt, z. B. mit Hilfe von einfachen Sperrvor richtungen 7, die in den Seitenrahmen des Fenster flügels drehbar gelagert sind und je eine Lasche ver schieben, die in Schlitzen in Beschlagteile 7' eingrei fen, welche an der einen Seite der Arme 4 angeord net sind (siehe Fig. 3). In dieser gesperrten Lage wir ken die inneren, schmalen Langseiten<B>l b'</B> sowie die seitlichen Erweiterungen 4a als Dichtungsfalze.
Der obere Teil des Fensterrahmens ist mit einer Nut geformt, die von den seitlichen Wänden 8 und 9 begrenzt ist. Von diesen ist die innere Wand! 9 ab geschrägt, so dass die entsprechend' geformte Feder 14 oben am Fensterflügel während des Schliessens an dieser schrägen Wand gleiten wird und die andere Seite der Feder gegen die Wand 8 drückt. Dabei wird oben eine gute Dichtung erzielt. In die Wand 9 können gegebenenfalls extra Dichtungsmittel ein gelassen werden.
In der Spalte zwischen dem Fensterflügel und dem Fensterrahmen ist eine Nute 12 ausgefräst, die als eine an sich bekannte Expansionskammer für die als Folge von Wind eindringende Luft, dient. In der unteren Kante des Fensters ist zwischen dem Fenster flügel und dem Fensterrahmen eine an sich bekannte, nach aussen offene Spalte 13 angeordnet, damit die Luft in die erwähnte Expansionskammer eindringen kann. Die Schwelle 1c ist mit einem Flansch 1c', mit einer Dichtungspackung 11 für die untere, innere Kante des Fensterflügels versehen.
Fig. 1b zeigt im Vertikalschnitt das zweite Aus führungsbeispiel der Erfindung. Der Fensterrahmen und der Fensterflügel sind mit denselben Bezeich nungen versehen wie im ersten Beispiel. Der prinzi pielle Unterschied besteht darin, dass die seitlichen Arme 4, deren untere Enden mit je einem Schar nier 5 verbunden sind, oben mit je einem seitlich gerichteten Zapfen 3' versehen sind. Oben in den seitlichen Teilen 1b des Fensterrahmens sind je eine Metallplatte angeschraubt, welche Platten mit einem länglichen, etwas schräggestellten Schlitz 3" versehen sind, in welchem der entsprechende Zapfen 3' glei ten kann.
Wenn das Fenster in die in Fig. 1b ge zeigte offene Lage gebracht wird, gleitet der Fenster flügel ein Stück nach unten, wobei diese Strecke durch die Länge des Schlitzes 3" begrenzt ist. Da durch entsteht oben eine offene Spalte, die eine ver- besserte Lüftungsmöglichkeit mit sich bringt. Um den Fensterflügel 4 in die nach aussen geschwenkte Schräglage zu bringen, sind an beiden Seiten- zwischen dem Fensterrahmen und dem Fensterflügel je eine Strebe 20 angeordnet, welche Streben mittels Be- schlagteilen 20' und 20" mit den betreffenden Rah menteilen gelenkig verbunden sind.
Unten hat der Fensterflügel einen Handgriff 21, der zu einem nicht näher dargestellten Schloss, z. B. einem Espagnoletschloss, gehört. In geschlossener Lage des Fensters ist der Handgriff 21 horizontal gestellt. Wenn das Fenster geöffnet werden soll, wird dieser Handgriff um 90 nach oben gedreht und das Fenster unten hinausgeschoben, wobei dieses auto matisch in die in Fig. 1b gezeigte Lage verschwenkt wird.
Es ist einleuchtend, dass ein ähnlicher Handgriff 21 auch bei der Ausführung gemäss Fig. la und 2-7 des Fensters vorhanden sein kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Um zwei horizontale Achsen schwingbar gelager tes Fenster, wobei sich die eine Achse oben und die andere Achse ungefähr in der Mitte des Fensters be finden, so dass das Fenster entweder um die obere Achse zu Lüftungszwecken ausgeschwenkt oder um die mittlere Horizontalachse um l80 zum Reinigen der äusseren Glasfläche geschwenkt werden kann, wobei zwischen dem oberen Fensterrahmen und dem Fensterflügel an jeder Seite ein Arm angeordnet ist, dessen oberes Ende mit dem Rahmen und dessen unteres Ende mit dem Fensterflügel in oder nahe dessen horizontaler Mittelachse gelenkig verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Arme als Lei sten ausgeführt sind, die zwischen den oberen Sei ten des Fensterrahmens bzw.des Fensterflügels lose eingelassen sind und sich unter der mittleren Schwenkachse in Leisten fortsetzen, die an den bei den Flügelseiten befestigt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Fenster nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Leisten (4, 6) in Vertiefungen eingelegt sind, die durch Einfräsungen in den Rah menseiten und/oder den Flügelseiten gebildet und nach aussen offen sind, an welcher Stelle die beiden Leisten mit seitlich gerichteten Erweiterungen (4a, 6a) ausgebildet sind, die Falze bilden, welche sich gegen die Aussenseiten des Fensterrahmens und des Flügelrahmens anlegen. 2.Fenster nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass entlang den nach innen gekehrten, schmalen Längsseiten der Leisten eine Dichtung (10) eingelegt ist, die breiter ist als die Fuge zwischen den beiden Rahmen und diese Fuge überbrückt. 3. Fenster nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass in dem oberen Teil (la) des Fen sterrahmens, an der gegen den Fensterflügel (2) ge kehrten Seite, eine längliche Nut ausgefräst ist, deren Seiten zwei gegeneinander gerichtete Falze oder An schläge (8, 9) für eine entsprechend geformte Feder (14) oben am Fensterflügel bilden. 4.Fenster nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, d'ass wenigstens der eine dieser Falze (9) abgeschrägt ist, so dass die Feder (14) zwischen die sen Falzen eingekeilt ist, wenn das Fenster geschlos sen ist. 5. Fenster nach Patentanspruch und Unteran spruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schar niere zwischen den oberen Enden der Arme und dem oberen Balken des Fensterrahmens durch seit lich gerichtete Zapfen ersetzt sind, die in Schlitzen oben an den senkrechten Seitenteilen des Fensterrah mens gleiten, so dass der Fensterrahmen ein bestimm tes Stück nach unten gleiten kann, wobei gleich zeitig zwischen den Seitenteilen des Fensterflügels und den Seitenteilen des Fensterrahmens Streben an geordnet sind,die das Fenster in ausgeschwenkter Lage unterstützen.
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