Vorrichtung zum Herstellen von Kopien Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Kopien unter Verwendung elek trophotographischer Schichten sowie einer Auflade einrichtung und einer Belichtungseinrichtung, in wel cher durch Aufbelichtung einer Vorlage ein latentes elektrostatisches Bild in der elektrophotographischen Schicht erzeugt wird.
Bei derartigen Vorrichtungen ist es bekannt, das latente Bild durch Aufbringung von Pigmentteilchen zu entwickeln und durch Einbrennung der Pigment teilchen zu fixieren. Derartige Vorrichtungen sind verhältnismässig kompliziert und umfangreich, wobei eine Schwierigkeit in der gleichmässigen Aufbringung der Pigmentteilchen besteht, die im allgemeinen als Entwicklerpulver aufgestreut werden. Es ist auch bereits ein als Nassentwicklung bezeichnetes Ver fahren bekannt, bei welchem die Pigmentteilchen in einer Trägerflüssigkeit zugeführt werden, deren elektrischer Widerstand gross genug ist, um eine Zerstörung des elektrostatischen Latentbildes zu ver hindern.
Dieses bekannte Gerät weist somit den Nachteil der Verfahren auf, welche mit Entwickler flüssigkeit arbeiten. Im übrigen erfordert die Zu führung und Abführung der Flüssigkeit besondere Vorkehrungen und Dichtungsmittel, die die Geräte ausführung verteuern.
Ferner sind auch Wärmekopierverfahren bekannt, bei denen ein Schichtträger und eine Vorlage einer Wärmestrahlung ausgesetzt werden, um in dem Schichtträger einen Farbumschlag zu bewirken. Die in dieser Hinsicht bekannten Verfahren und Mate rialien haben jedoch den Nachteil, dass nicht alle Farben kopierbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, in welcher Kopien unter Verwendung von elektrophotographischen Schichten hergestellt werden, ohne dass die Nachteile der be- kannten Geräte, d. h. eine Bestreuung mit Ent- wicklerpulver oder die Verwendung einer Flüssigkeit vorhanden sind. Die Erfindung geht dabei von einem Verfahren und einem Material aus, bei welchem eine dem elektrostatischen Latentbild entsprechende Wärme leitfähigkeitsverteilung zur Steuerung einer Wärme entwicklung benutzt wird.
Dabei wird durch die Belichtung der elektrophotographischen Schicht eine dem erzeugten Latentbild entsprechende Wärmeleit- fähigkeitsverteilung in dieser Schicht erzeugt und diese Schicht zusammen mit auf Wärme ansprechen den, d. h. bei einer 'bestimmten Temperatur reagie renden oder sich lösenden Substanzen einer Wärme strahlung ausgesetzt. Die Wärmeleitfähigkeit wirkt dabei als Filter zur Herstellung der Abbildung je nach den verwendeten Materialien auf der elektrophoto graphischen Schicht oder auf einem blattförmigen Träger für die Substanzen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Lösung dieser Aufgabe sieht Führungsmittel für eine auf einem Träger angeordnete elektrophotographische Schicht, eine Belichtungseinrichtung und wenigstens einen Wärmestrahler derart vor, dass die elektro photographische Schicht nacheinander an der Auf ladungseinrichtung, der Belichtungseinrichtung und wenigstens einem Wärmestrahler vorbeigeführt wird, wobei weitere Führungsmittel vorgesehen sind, durch welche der belichteten elektrophotographischen Schicht im Bereich des oder der Wärmestrahler ein Kopiermaterial zugeführt wird, das vorteilhaft unter Andruck an die elektrophotographische Schicht an dem Wärmestrahler vorbeigeführt wird.
Bei dem Kopiermaterial handelt es sich vorzugsweise um einen blattförmigen Träger, auf welchem bei einer bestimmten Temperatur reagierende oder sich lösende Substanzen angeordnet sind. Dabei kann je nach Ausführung der Substanzen bzw. nach Anbau des Kopiermaterials oder der elektrophotographischen Schicht das Bild nach Massgabe eines durch die Belichtung erzeugten Latentbildes entweder an der elektrophotographischen Schicht oder an dem Kopier material hergestellt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass es sich dabei um ein Kopiermaterial und ein grundsätzliches Ver fahren gemäss der deutschen DAS<B>1186331</B> handelt.
Diese Vorrichtung ermöglicht bei einem ein fachen Aufbau die Herstellung von Kopien für alle Farbkomponenten einer Vorlage im Trockenverfah ren bei ausserordentlich einfacher gerätemässiger Aus führung und ohne Verwendung einer besonderen Einrichtung zur Aufbringung von Entwicklerpulver, das überhaupt entbehrlich ist.
Gemäss einer besonderen Ausführungsform ent hält die Belichtungseinrichtung Blaulicht- und/oder Grünlichtlampen. Vorteilhaft ist auch eine Glüh fadenlampe zur Belichtung vorgesehen.
Der Wärmestrahler ist vorteilhaft als Glühfaden ausgeführt, die Erfindung bezieht jedoch auch andere Wärmestrahler ein.
Als Aufladeeinrichtung dienen in einer Ausfüh rungsform in an sich bekannter Weise beispielsweise drahtartig ausgeführte Elektroden, an denen die elektrophotographische Schicht vorbeigeführt wird. Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht eine an sich bekannte Aufladung durch Reinigung vor, indem beispielsweise eine rotierende, zylindrisch ausgeführte Wollbürste an der elektrophotographi schen Schicht entlang bewegt wird.
Die Vorrichtung ist in verschiedenen Formen ausführbar, die von der Art des verwendeten elektro photographischen Schichtträgers abhängen. Beispiels weise bezieht die Erfindung elektrophotographische Schichten auf blattförmigen Trägern ein, die inner halb des Gehäuses in an sich bekannten Stapelhaltern angeordnet sein können und beispielsweise in Ab hängigkeit von der Einführung der Vorlage durch die Aufladeeinrichtung der Belichtungseinrichtung zugeführt werden. Die Träger bestehen aus Papier oder Kunststoff und sind in der bei Kopiermaterial üblichen Weise durchscheinend.
Da das latente elektrostatische Bild jedoch durch erneute Aufladung jeweils gelöscht werden kann, sieht eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfin dung einen bandförmigen Träger für die elektro photographische Schicht vor.
Dieser Träger wird über entsprechende Führungs mittel, beispielsweise Führungswalzen oder Zylinder an der Aufladeeinrichtung und der Belichtungsein richtung vorbeigeführt. Hierbei liegt die bevorzugte Ausführungsform in der Verwendung eines endlosen Trägerbandes, das über Führungsmittel innerhalb der Vorrichtung durch die Behandlungsstationen in Umlauf gesetzt wird.
Die bevorzugte Ausführungsform sieht zur Füh rung der elektrophotographischen Schicht einen Zylinder vor, der entweder an seiner Aussenseite eine entsprechende Beschichtung trägt, oder auf den ein endloser Träger in Form einer Manschette aufsetzbar ist. Dieser Zylinder ist vorteilhaft als Glaszylinder ausgeführt und umschliesst die Belichtungsstrahlungs- quelle.
Ferner ist die Ausführung eines Wärmestrahlers hinter einem Filter, vorteilhaft einem Schwarzfilter, vorgesehen, wobei in Verbindung mit der zylin drischen Führungseinrichtung für die elektrophoto graphische Schicht gemäss der bevorzugten Aus führungsform ein zylindrisches Filter angeordnet ist, das die Wärmestrahlungsquelle umschliesst und unter elastischem Andruck an dem Trägerzylinder für die elektrophotographische Schicht läuft.
Weitere Vorteile gehen aus der folgenden Be schreibung einer besonders vorteilhaften Ausfüh rungsform der Erfindung hervor, die in der bei gefügten Zeichnung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vor richtung im Schnitt, Fig.2 eine Teilansicht eines Ausschnittes aus Fig. 1 zur Erläuterung einer abgewandelten Aus führungsform, Fig.3 eine schematische Seitenansicht zur Er läuterung der verschiebbaren Lagerung bestimmter Walzen oder Rollen, Fig. 4 eine Draufsicht in Teildarstellung auf ein Leitelement,
Fig.5 eine Seitenansicht des Leitelementes ge mäss Fig.4 im Teilschnitt, mit einer Seitenteil darstellung der diesem Leitelement zugeordneten Rolle. Innerhalb eines Gehäuses 1, das beispielsweise auf Füssen 2, 3 aufgestellt ist, um Luftzutritt zu in dem Gehäuseboden angeordneten Belüftungsöffnun gen 4 zu gestatten, sind zwei Zylinder 5, 6 drehbar gelagert. Der Zylinder 5, vorteilhaft ein Glaszylinder, oder aus einem opaken bis transparenten Material ausgeführt, trägt an seiner Aussenseite eine elektro photographische Schicht 7, beispielsweise in an sich bekannter Weise aus einem Bindemittel und Zinkoxyd. Es wird jedoch darauf hingewiesen, d'ass die Erfindung nicht auf dieses Material beschränkt ist.
In der gezeigten Ausführungsform ist gemäss einer Abwandlung die Ausführung der Schicht 7 auf einem Träger vorgesehen, welcher als Manschette ausgeführt ist, die auf den Zylinder 5 aufschiebbar ist. Hierbei sind im einzelnen nicht dargestellte Mittel zur Festlegung der Manschette auf dem Zylin der 5 angeordnet, beispielsweise handelt es sich um Klemmvorrichtungen am Rande der Manschette, um wenigstens eine Profilierung am Zylindermantel an einem Rande des Zylinders, gegebenenfalls in Ver bindung mit Klemmeinrichtungen. Diese Profilie rungen können als Vorsprünge oder Vertiefungen ausgeführt sein. Eine weitere Ausführungsform be- steht darin, dass die Manschette an einem Rande mittels eines Klebestreifens festgelegt wird.
Ferner sieht die Erfindung auch eine Aufbringung des Trä gers unter einer gewissen Spannung vor, so dass der Reibungsschluss zwischen dem Zylinder und dem Träger zur drehfesten Verbindung ausreicht, ins besondere, wenn ein Träger mit guten Reibungs eigenschaften verwendet wird. Der Träger besteht beispielsweise aus Papier, Kunststoff oder derglei chen. Die Anordnung ist derartig, dass die Schicht nach aussen gekehrt ist.
Der Umfang des Zylinders 5 ist gemäss der gezeichneten Darstellung verhältnismässig gross be messen. Im Bereich der Erfindung liegt auch eine weitaus kleinere Ausführung, deren untere Grenzen durch die Unterbringung anderer Geräteteile be stimmt ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ledig lich die Aufgabe der Vorbeiführung an mehreren im Gerät angeordneten Stationen erfüllt werden muss, wobei der Zylinder 5 zugleich eine Belichtungs- strahlungsquelle umschliesst.
Die Bemessung des Zylinders ist von der jeweils verarbeiteten Vorlagen grösse unabhängig, weil durch erneute Aufladung der elektrophotographischen Schicht 7 jeweils der Bildabschnitt vor einer erneuten Belichtung gelöscht wird, welcher bereits auf das Kopiermaterial über tragen worden ist.
Der Zylinder 5 ist auf Gegendruckrollen 8, 9 gelagert. Diese Gegendruckrollen haben zweckmässi- gerweise einen verhältnismässig weichen Mantel 8', 9', beispielsweise aus Gummi, um eine gewisse Nach giebigkeit einzuführen, die Verlagerungen infolge Zuführung einer Vorlage aufnehmen kann. Die Gegendruckrollen 8, 9 sind zweckmässig frei ver- drehbar gelagert.
An dem Zylinder 5 bzw. der auf dem Zylinder angeordneten elektrophotographischen Schicht 7 läuft ferner eine Andrückwalze 10, die vorteilhaft einen verhältnismässig weichen Gummimantel 11 be sitzt. Diese Walze ist in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 12 angetrieben und nimmt den Zylinder 5 zur Drehung in Richtung des Pfeiles 13 mit. Die Walze 10 wird von einem Antriebsmotor 42 vorteil haft über eine Peese 43 angetrieben.
Zur Berück sichtigung einer Verstellbarkeit der Walze 10 radial zu dem Zylinder 5 liegt die Abtriebsscheibe 44 des Motors, dem ein Getriebe nachgeschaltet sein kann, vorteilhaft auf einer Senkrechten zu der Verbin dungslinie zwischen der Mitte des Zylinders 5 und der Achse der Walze 10. Infolge der elastischen Mäntel an der Walze 10 und den Rollen 8, 9 besteht die Möglichkeit, die genannte Walze 10 und die Rollen fest in dem Gehäuse zu lagern. Die Erfindung be zieht jedoch auch eine Ausführungsform ein, gemäss welcher die Walze 10 radial zu dem Zylinder 5 verschiebbar gelagert ist und durch Federn an den Zylinder angedrückt wird.
Im Innern des Zylinders ist gegenüber der Walze 10 wenigstens eine Belichtungsstrahlungsquelle 14 angeordnet. Diese Strahlungsquelle kann aus einer Blaul'ichtlampe und/oder einer Grünlichtlampe be stehen. Zur Veranschaulichung sind gestrichelt eine Blaulichtlampe 45 und eine Grünlichtlampe 46 ein gezeichnet. Ferner besteht die Möglichkeit, eine Glühfadenlampe zu verwenden.
Die Lichtquelle 14 befindet sich in einem Reflektor 15, der zum Zylinder 5 hin offen ist, an seiner der Strahlungsquelle 14 zugekehrten Seite eine reflektierende Oberfläche hat und darüber hinaus die Aufgabe erfüllt, übrige Geräteteile von den Strahlen der Strahlungsquelle 14 abzuschirmen.
Bezüglich der durch den Pfeil 13 angegebenen Umlaufrichtung vor der Belichtungseinrichtung 14, 15 ist eine sich über die ganze Länge des Zylinders erstreckende Aufladeeinrichtung 41 angeordnet. In dem gezeigten Beispiel besteht diese Einrichtung aus mehreren Elektrodendrähten, an die eine Hoch spannung, gegebenenfalls eine pulsierende Gleich spannung angelegt wird, um eine Aufladung der elektrophotographischen Schicht aus dem Zylinder 5 zu bewirken.
Die Aufladeeinrichtung 41 hat die Elektroden 47, welche über eine isolierte Leitung 48 mit der Anschlusseinrichtung 49 zur Zuführung von Hoch-Gleich-Spannung oder einer pulsierenden Hoch-Gleich-Spannung verbunden ist. Die-- Strah lungsquelle 14 ist über die Leiter 49 mit einer Anschlusseinrichtung 50 verbunden. Die Anschluss- einrichtungen 49, 50 enthalten die erforderlichen Mittel zur Verbindung mit einem Netzanschluss, Transformatoren, Widerstände und dergleichen. Zur Betätigung dient wenigstens ein aus dem Gehäuse 1 herausgeführter Betätigungsgriff 51.
Die Walze 10 wird an ihren von dem Zylinder 5 freien Umfangsabschnitten von Leitelementen 16, 17 umschlossen, welche zur beispielsweise abgeschräg ten Geräteseitenwand 18 verlängert sind und an ihren Enden einen Einführungsschlitz 19 und einen Ausführungsschlitz 20 für die Vorlage jeweils ein seitig begrenzen. Zwischen den Leitelementen 16, 17 ist ein weiteres Leitelement 21 angeordnet, das die Schlitze 19, 20 voneinander trennt.
Das dem Zylin der 5 zugekehrte Ende des Leitelementes 17 ist bis nahe an die elektrophotographische Schicht 7 geführt und wirkt als Trennelement zur Abführung der Vorlage zwecks Ausgabe aus dem Schlitz 20. Ferner sind die Leitelemente 16, 17 in ihren Bereichen in der Nähe des Zylinders 5 von Walzen 22, 23 durch setzt. Diese Walzen gehen durch die Führungs bahnen zwischen den Leitelementen 16, 17 und der Walze 10 hindurch und laufen gemäss Fig.1 an dem Mantel der Walze 10. Es besteht die Möglich keit, die Leitelemente 16, 17 mit einer durchgehen den Aussparung zu versehen, so dass im Bereich der Walzen 22, 23 nur Randstege verbleiben.
Eine andere Ausführungsform sieht beispielsweise in Ver bindung mit der Walze 22 die Anordnung von Stegen vor, welche durch die Öffnungen 52 des Leitelementes 16 hindurchgehen. Hierzu wird auf die Fig.4 und 5 Bezug genommen. Beispielsweise ist ein Ausschnitt aus dem Leitelement 16 dar- gestellt, welches parallele Öffnungen 52 hat; durch diese gehen die Stege 53 an der Walze 22 hindurch. Beispielsweise sind besondere Mittel vorgesehen, um die Walzen 22, 23 an dem jeweils zugeordneten Leitelement lichtdicht zu führen.
Diese Massnahmen können dadurch erreicht werden, dass die Leit- elemente an ihren Öffnungen 52 elastische Lappen 54, beispielsweise aus Kunststoff aufweisen, welche an den Stirnseiten der Walzen bzw. den Flanken der Stege schleifen. Hierdurch wird in einfacher Weise eine Kammerung des Bereiches erreicht, in welchen die Strahlen der Strahlungsquelle 14 ein treten können, so dass der übrige Geräteteil ab geschirmt ist. Ferner erfüllen die Walzen 22, 23 zugleich eine Transportaufgabe, indem sie die ein geführte Vorlage in Verbindung mit der Walze 10 antreiben.
Oberhalb des Schlitzes 20 ist ein Einführungs schlitz 24 zur Einführung des Kopiermaterials vor gesehen. Der sich an diesen Schlitz anschliessende und durch Leitelemente 25, 26 begrenzte Kanal ist vorteilhaft gekrümmt, so dass eine Weglänge für das Kopierpapier erreicht wird, die mit der Weglänge der Vorlage zu der Belichtungseinrichtung und der Weglänge eines Mantelabschnittes des Zylinders 5 zu einer Behandlungsstation für das Kopiermaterial abgestimmt ist, so dass das Kopiermaterial bei gleich zeitiger Einführung mit der Vorlage im richtigen Zeitpunkt in die erwähnte Behandlungsstation ge langt.
Hierbei wird ein Antrieb des Kopiermaterials durch die Walze 23 erreicht, welche das Leitelement 26 durchsetzt und elastisch an der dem Führungs kanal zugekehrten Seite des Leitelementes 25 läuft. Entweder ist das an dieser Stelle liegende Ende das Leitelementes 25 elastisch auslenkbar, indem es federnd ausgebildet ist, oder die Walze 23 ist - wie gegebenenfalls auch die Walze 22 - mit einem elastischen Mantel 23' versehen. Zusätzlich wird bevorzugt, dass zwischen dem Leitelement 25 und der Walze 23 ein geringer Spalt vorhanden ist, der kleiner als die Stärke des Kopiermaterials sein kann.
Es besteht auch die Möglichkeit, die erforder lichen Bedingungen für gleiche Weglängen zu er reichen, wenn die Schlitzgruppe 19, 20, 24 nach unten gezogen wird, so dass der Einführungsweg der Vorlage verkürzt und der Zuführungsweg des Kopier materials zur Walze 23 verlängert wird. Dabei kann der Einführungskanal für das Kopiermaterial un mittelbar an dem Leitelement 17 verlaufen.
Die Behandlungsstation für das Kopiermaterial weist eine Strahlungsquelle 27, beispielsweise einen Glühfadenstrahler auf, der als Brenner wirkt und in an sich bekannter Weise in einem Reflektor 28 angeordnet ist. Die Strahlungsquelle ist innerhalb des drehbaren Zylinders 6 angeordnet, der als beweg bares und zugleich als Transportmittel dienendes Filter ausgeführt ist, um kurzwellige Strahlungen abzuschirmen, die das elektrostatische Latentbild in der Schicht 7 beeinflussen könnten. Vorteilhaft be steht der Zylinder 6 aus eingefärbtem Glas, das beispielsweise als Schwarzfilter ausgeführt ist.
Der Zylinder 6 ist einerseits zwischen dem Zylinder 5 und anderseits zwischen Gegendruckrollen 29, 30 gelagert, die vorteilhaft einen elastischen Mantel 29', 30', beispielsweise aus Gummi, haben und entsprechend den Rollen 8, 9 ausgeführt sein kön nen. Bei Umlauf des Zylinders 5 in Richtung des Pfeiles 13 wird der Zylinder 6 in Richtung des Pfeiles 31 mitgenommen. Auf der von der Walze 10 abgekehrten Seite des Zylinders 6 ist ein Ausgabekanal durch die Leitelemente 32, 33 gebildet, von denen letzteres über eine abgeschrägte Gehäusewand 34 zur Bildung einer Ablagemulde 35 nach aussen verlängert ist. Diese Mulde ist von oben zugänglich und ermöglicht die leichte Entnahme des aus dem Ausgabeschlitz 36 herausgeführten Kopiermaterials.
In der Ausführungsform gemäss Fig. 2 sind für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von Fig. 1 durch die Anordnung der der Walze 23 entsprechenden Walze 37 und des Führungskanals für das Kopier material von dem Einführungsschlitz 24 zu dem Zylinder 6. Bei der Ausführung nach Fig. 2 sind die Leitelemente 25, 26 entbehrlich, weil der Kanal zwischen dem Leitelement 17 und einem Leit element 38 gebildet wird, das elastisch an der Walze 37 anliegt.
Die Walze durchsetzt den Kanal zwischen den Leitelementen 17 und 38, berührt aber nicht die Walze 10, sondern hält zu dieser einen Abstand, der kleiner als die Stärke der dünnsten handels üblichen Vorlage ist.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 wird das Kopier papier zusammen mit der Vorlage eingeführt und dabei mit seinem vorlaufenden Rande zwischen der normalerweise stillstehenden Walze und dem Leit- element 38 festgelegt. Ein Antrieb der Walze 37 findet erst statt, wenn die Vorlage um die Walze 10 herum und zwischen diese und die Walze 37 gelangt, so dass dadurch automatisch der Weitertransport des Kopiermaterials zu dem Zylinder 6 erfolgt. Dies ergibt sich dadurch, dass die zwischen den Walzen 10 und 37 durchlaufende Vorlage die frei verdreh bare Walze 37 mitnimmt, so dass an deren Oberseite das Kopiermaterial transportiert und zwischen die Zylinder 5 und 6 gebracht wird.
Dabei sind die räumlichen Abmessungen so gewählt, dass das Kopier material zusammen mit dem in der Schicht 7 her gestellten elektrostatischen Latentbild an den Zylinder 6 gelangen, so dass eine passende Aufeinanderführung stattfindet. Zweckmässig sind bei dieser Ausführungs form im übrigen auch die Weglängen zwischen dem Schlitz 27 und der Walze 37, und dem Schlitz 19 und der Walze 22 gleich lang.
Vorteilhaft ist die Weglänge zwischen dem Schlitz 19 und der Walze 22 etwas kürzer, so dass die gegebenenfalls mit einer Hand eingeführte Vorlage und Kopiermaterial gleich zeitig freigegeben werden, worauf die Vorlage zwi schen den Walzen 10 und 22 weiter in die Vor- richtung gezogen wird, während das Kopiermaterial bis zum Antrieb der Walze 37 in der eingeklemmten Stellung verbleibt.
Gemäss einer zweckmässigen Ausgestaltung be findet sich an dem Kanal für das Kopiermaterial ein Schalter 39, dessen Betätigungsglied 40 in diesen Kanal hineinragt und durch das Kopiermaterial aus lenkbar ist. Dieser Schalter 'bewirkt zweckmässig die an. sich bekannte Ein- und Ausschaltung des Brenners 27 in Abhängigkeit von dem Durchlauf des Kopier materials, wobei die Brenndauer des Brenners über eine Zeitverzögerungsschaltung gesteuert werden kann, oder gegebenenfalls ein korrespondierender Schalter 55 an dem Ausführungskanal zwischen den Leitelementen 32, 33 angeordnet sein kann. Der artige Schalter bzw. ihre elektrischen Anschlüsse sind an Geräten zur Herstellung von Wärmekopien be kannt, so: dass sich eine nähere Beschreibung er übrigt.
Die Schalter 39 und 55 sind über Leitungen 56, 57 mit einer Anschlusseinrichtung 58 für den Brenner 27 verbunden, so dass dessen Ein- und Ausschaltung automatisch bewirkt wird. Die An schlusseinrichtung enthält die erforderlichen Verbin dungsmittel zu einer Energiezuführung, wie ein Netz, Transformatoren, Widerstände und dergleichen.
Das beschriebene Gerät zeichnet sich durch ein fachen Aufbau und insbesondere einen einfachen Antrieb aus. Es wird darauf hingewiesen, dass gemäss einer besonderen Ausbildung ausser der Walze 10 auch eine oder mehrere Rollen 8, 9, 29, 39, die Walze 22 bzw. gegebenenfalls unmittelbar ein Zylin der 5 oder 6 im angegebenen Sinn angetrieben wer den können. Die gezeigten drehbaren Teile sind in Gehäusewänden gelagert, welche parallel zur Zeich nungsebene liegen. Eine Gehäusewand kann als Zwischenwand ausgeführt sein und an ihrer dem Behandlungsraum abgekehrten Seite eine Kammer begrenzen, in der Antriebs- und Schaltelemente unter gebracht sind. In Fig. 3 ist die bewegliche Lagerung verschiedener Rollen und Walzen schematisch an gedeutet.
Sämtliche sich drehende Teile ausser den Zylindern 5 und 6 sind mittels Achsstummeln in den Gehäuseseitenwänden gelagert, von deren einer ein Ausschnitt dargestellt und mit 59 bezeichnet ist.
Die Walze 10 ist in Richtung des Pfeiles 60 zu dem Zylinder 5 hin verschiebbar gelagert. Dafür befindet sich in der Seitenwand 59 ebenso wie in der nicht dargestellten gegenüberliegenden Seiten wand ein Längsschlitz 61, in welchem ein Lage rungsklotz 62, dessen gegenüberliegende Seiten an Wänden des Schlitzes geführt sind, verschiebbar gelagert ist. Dieser Klotz wird durch die Feder 68 zwischen einer Stirnseite des Schlitzes und dem Klotz zu dem Zylinder hingedrückt. In dem Lage rungsklotz ist verd'rehbar der Achsstummel 69 der Walze 10 gelagert.
Entsprechende Anordnungen sind für die Rollen 29, 30 vorgesehen, die zu dem Zylinder 6 hin elastisch angedrückt werden. Die Achsstummel 70, 71 dieser Rollen sind in den Klötzen 72, 73 drehbar gelagert. Die Klötze sind in Schlitzen 74, 75 ver schiebbar und werden durch Federn 76, 77 zu dem Zylinder 6 hingedrückt.
Für die Walze 23 ist zweckmässig eine ent sprechende Lagerung, jedoch mit dem Unterschied vorgesehen, dass die Lagerungsklötze 78 für den Achsstummel 79 in dem Schlitz 80 durch die Feder 81 oder beispielsweise mittels des elastischen Endes des Leitelementes 25 an das der Walze 10 zu gekehrte Ende des Schlitzes 80 gedrückt wird. In dieser Stellung hat die Walze 23 einen geringen Abstand von der Walze 10, kann sich aber nach Einlauf der Vorlage etwas von der Walze 10 ab heben.
Im Betrieb werden die Antriebsaggregate und Schalteinrichtungen, die in der Zeichnung nicht näher dargestellt sind, eingeschaltet, wobei zugleich auch die Aufladeeinrichtung 41 und die Strahlungsquellen 14 der Belichtungseinrichtung eingeschaltet werden. In den Schlitz 19 wird eine Vorlage mit der Abbildung nach unten, und in den Schlitz 24 ein Bogen Kopier material eingeführt. Die Vorlage läuft um die Walze 10 an der Belichtungseinrichtung vorbei und durch den Schlitz 20 wieder hinaus, während das Kopier material an der Walze 23 vorbeiläuft und zwischen die .Zylinder 5 und 6 gelangt, wo die Herstellung und Fixierung der Abbildung stattfindet. Dann läuft das Kopiermaterial zwischen den Leitelementen 32, 33 in die Mulde 35.
Das Kopiermaterial betätigt bei seinem Durchlauf den Schalter 39, der zweck mässig, wie in Fig.2 gezeigt ist, in Einlaufrichtung hinter der Walze 37 angeordnet ist. Bei der Her stellung von Kopien dreht sich der Zylinder 5 fort laufend, so dass die Abschnitte mit dem Latentbild an der Aufladeeinrichtung 41 vorbeiwandern, wo das bisherige Latentbild durch eine neue Aufladung gelöscht wird.
Eine wesentliche Ausführungsform liegt darin, dass das Kopiermaterial im Bereich des Wärme strahlers an die elektrophotographische Schicht an gepresst wird. Dies wird durch eine Anpressung des zugleich als Führungsmittel dienenden zylindrischen Filters 6 bewirkt, der unter einer radial zu dem Zylinder 5 gerichteten Vorspannung steht.
Beispielsweise kann die Vorspannung auch durch die Ausstattung der Gegendruckrollen 29, 30 mit elastischen Mänteln erreicht werden, die beispiels weise aus Gummi bestehen und den Zylinder 6 ständig federnd an den Zylinder 5 andrücken.