Wässerige Suspension
Das Hautpatent Nr. 325 832 bezieht sich auf eine wässrige Suspension, die sich zur Verwendung als untere Überzugsschicht auf einem mineralischen Material oder sonstiger fester Substanz zwecks Verbesserung des Adhäsionsvermögens eines bituminösen oder eines sonstigen Kohlenwasserstoff-Binders auf einem Gestein oder einem sonstigen festen Körper eignet. Diese wässrige Suspension enthält ein Salz einer Aminoverbindung und ein Mineralöl sowie vorzugsweise auch ein wasserlösliches anorganisches Salz eines mehrwertigen Metalls.
Das Hauptpatent betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer solchen wässrigen Suspension, bei dem die Suspension hergestellt wird durch inniges Vermischen eines Mineralöls und einer Aminoverbindung mit einem wässrigen Medium, so dass eine Emulsion vom Wasser-in-Öl-Typ gebildet wird, worauf zu der erhaltenen Emulsion eine Säure langsam zugegeben wird, wodurch eine Umkehrung der Emulsion herbeigeführt wird, so dass man die gewünschte Emulsion von Öl in der wässrigen Phase erhält. Insbesondere stellt das wässrige Medium, mit dem ein Mineralöl und eine Aminoverbindung vermischt werden, eine wässrige Lösung eines anorganischen Salzes eines mehrwertigen Metalls dar.
Das Hauptpatent beschreibt auch ein anderes Verfahren zur Herstellung der wässrigen Suspension.
Nach dieser Arbeitsweise wird die Aminoverbindung zuerst kolloidal in einer wässrigen Lösung eines anorganischen Salzes eines mehrwertigen Metalls dispergiert, worauf eine Säure und ein Mineralöl langsam zu der Dispersion zugegeben werden. Zweckmässig wird zunächst Säure zugesetzt und das Mineralöl erst, nachdem die Aminoverbindung mindestens teilweise in das entsprechende Salz der zugegebenen Säure umgewandelt worden ist. Die wässrige Lösung eines anorganischen Salzes eines mehrwertigen Metalls, in welchem die Aminoverbindung dispergiert wird, enthält vorzugsweise nur einen Teil der für die fertige Suspension erforderlichen Wassermenge. Der zweite Teil der Gesamtmenge des Wassers wird zu der Suspension zugegeben, nachdem Säure und Mineralöl zugesetzt sind, ober nach der Zugabe der Säure und vor der Zugabe des Mineral öls.
Es muss beachtet werden, dass es bei dieser Arbeitsweise wesentlich ist, ein wasserlösliches anorganisches Salz eines mehrwertigen Metalls zu verwenden.
Die wässrige Suspension gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Salz aus einer Aminoverbindung mit einer oder mehreren Aminogruppen und mindestens zwei verschiedenen Säuren, nämlich a) einer anorganischen oder organischen, in Wasser in allen Verhältnissen löslichen Säure und b) einer praktisch in Wasser unlöslichen, aber öl löslichen Säure enthält.
Es ist zweckmässig, auch ein wasserlösliches anorganisches Salz eines mehrwertigen Metalls einzuverleiben. Die Mengen der verschiedenen der wässrigen Suspension einverleibten Bestandteile können innerhalb weiter Grenzen schwanken. Im allgemeinen ist die Menge der Aminoverbindung so gross, dass die Suspension die Aminoverbindung in einer Menge von 3 bis 30%, berechnet auf die Gesamtsuspension, enthält.
Die Menge des anorganischen Salzes eines mehrwertigen Metalls ist so gross, dass die Suspension dieses Salz in einer Menge von 0 bis 10%, berechnet auf die Gesamtsuspension, enthält.
Die Menge der Säure a) ist zweckmässig so gross, dass die Suspension diese Säure in einer Menge von 0,5 bis 10% (wasserfrei gerechnet), bezogen auf die Gesamtsuspension, enthält.
Die Menge der Säure b) ist zweckmässig so gross, dass die Suspension die Säure in einer Menge von 0,3 bis 6%, bezogen auf die Gesamtsuspension, enthält.
Schliesslich ist die Menge des Mineralöls zweckmässig so gross, dass die fertige Suspension das Mineralöl in einer Menge von 5 bis 30%, berechnet auf die Gesamtsuspension, enthält.
Vorzugsweise werden die Bestandteile in solchen Mengen verwendet, dass man eine wässrige Suspension erhält, welche die Aminoverbindung in einer Menge von 10 bis 20%, das anorganische Salz eines mehrwertigen Metalls in einer Menge von 1 bis 5S, die Säure a) in einer Menge von 0,5 bis 6% (wasserfrei gerechnet), die Säure b) in einer Menge von 1 bis 3% und das Mineralöl in einer Menge von 10 bis 20%, jeweils berechnet auf die Gesamtsuspension, enthält. Alle vorstehend erwähnten Prozentsätze be ziehen sich auf Gewicht.
Geeignete Stoffe, die als Aminoverbindung verwendet werden können, sind die organischen Verbindungen, welche eine Aminogruppe und einen lipophilen Rest im Molekül enthalten, sowie Derivate solcher Verbindungen. Eine besonders geeignete Gruppe von Aminoverbindungen umfasst die Produkte, die im Molekül einen Rest enthalten, der von einem Fettstoff pflanzlichen Ursprungs abgeleitet ist.
Geeignete Aminoverbindungen sind die Acylamidoamine, die sich von einer höhermolekularen organischen Säure (wie höhere Fettsäuren mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise 16 bis 20 Kohlenstoffatomen, aus Petroleumfraktionen gewonnene Naphthensäuren und Tallöl) und einem Polyamin ableiten. Beispiele von Polyaminen, mit welchen die Acylamidoamine hergestellt werden können, sind: Äthylendiamin, Propylendiamin, Diäthylentriamin, Triäthylentetramin, Tetraäthylenpentamin und Hexamethylendiamin. Eine bevorzugte Gruppe von Polyaminen besteht aus den Polyaminen, die durch Hydrieren des Kondensationsproduktes von Acrolein oder Epichlorhydrin mit Ammoniak erhalten worden sind. Um Acylamidoamine herzustellen, werden Polyamine mit einer Menge der organischen Säure umgesetzt, welche weniger als ein Äquivalent beträgt.
Eine andere Klasse von für die Zwecke der vorliegenden Erfindung geeigneten Aminoverbindungen sind die höheren Alkylamine und Alkenylamine mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise 16 bis 20 Kohlenstoff atomen, wie Hexadecylamin, Heptadecylamin, Octadecylamin und Octadecenylamin, sowie die Polyalkylenpolyamine mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen.
Die anorganischen Salze eines mehrwertigen Metalls sind vorzugsweise Aluminiumsalze. Man kann jedoch auch Salze anderer mehrwertiger Metalle anwenden, wie Zink, Zinn, Eisen, Blei, Chrom und Nickel. Beispiele anorganischer Säuren, von denen sich die anorganischen Salze eines mehrwertigen Metalls ableiten können, sind: Schwefel-, Salpeter-, Salz-, Bromwasserstoff- und Phosphorsäure. Sulfate sind die geeignetsten Salze.
Die Anwesenheit eines anorganischen Salzes eines mehrwertigen Metalls in der Suspension ist nicht unbedingt notwendig. Die bevorzugten Suspensionen enthalten jedoch ein solches Salz, um das Adhäsionsvermögen des Bindemittels an den festen Stoff zu verbessern.
Das Mineralöl in der wässrigen Suspension ist vorzugsweise ein verhältnismässig schweres Öl, wie Strassenöl oder Heizöl. Das Mineralöl kann auch eine Mischung aus einem schweren Öl und einem leichteren Öl darstellen, z. B. ein Gemisch aus Heizöl und Leuchtöl, etwa im Verhältnis von 70 % Heizöl und 30% Leuchtöl. Man kann auch einen aromatischen Extrakt anwenden, wie er durch Extrahieren eines Mineralöls mit einem selektiven Lösungsmittel erhalten wird, z. B. eine Mischung aus Heizöl und einem aromatischen Extrakt. Es ist besonders zweckmässig, als Mineralöl ein Produkt mit einer Dichte von etwa 1,00 zu verwenden, z. B. eine Mischung aus einem aromatischen Extrakt mit einer Dichte über 1,0 mit einem solchen Anteil Heizöl, dass das Gemisch etwa eine Dichte von 1,00 aufweist.
Die Verwendung eines Mineralöls mit einer Dichte von etwa 1,00, das heisst etwa der Dichte der wässrigen Phase, in welcher das Mineralöl dispergiert werden soll, hat den Vorteil, dass die Beständigkeit der Emulsion erhöht wird.
Die Säure a) in der erfindungsgemässen wässrigen Suspension kann jede starke anorganische Säure sein, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure und Salpetersäure. Salzsäure wird bevorzugt.
Man kann gewünschtenfalls auch eine organische Säure, wie Ameisensäure oder Essigsäure, an Stelle einer anorganischen Säure verwenden. Starke anorganische Säuren sind aber günstiger.
Die Säure b) in der erfindungsgemässen wässrigen Suspension ist vorzugsweise eine Carbonsäure.
Es können verhältnismässig reine Säuren verwendet werden, z. B. höhere Fettsäuren mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise 16 bis 20 Kohlenstoffatomen, oder technische Gemische der Säuren, wie aus Erdölfraktionen gewonnene Naphthensäuren, Tallöl- oder Talgfettsäuren. Gesättigte Säuren werden bevorzugt, da sie zur Erhöhung der Stabilität der Suspension am besten geeignet sind.
Die wässrige Suspension wird vorzugsweise wie folgt hergestellt:
Zunächst wird ein inniges Gemisch aus Mineralöl, Aminoverbindung und Säure vom Typ b) hergestellt.
Diese Verbindungen können bei schwach erhöhter Temperatur, z. B. 60 bis 900 vermischt werden.
Dann wird Wasser zugesetzt. In diesem Stadium wird gewöhnlich nur ein Teil der in der fertigen Suspension gewünschten Gesamtmenge des Wassers zugegeben. Das Erhitzen wird dann unterbrochen und Säure a) sowie das anorganische Salz eines mehrwertigen Metalls (wenn eine Suspension gewünscht wird, die ein solches Salz enthält), vorzugsweise in Form einer wässrigen Lösung, werden zugegeben. Schliesslich wird Wasser zugesetzt, sofern das Gemisch nicht bereits die gewünschte Wassermenge enthält.
Die Suspension gemäss der Erfindung kann sehr leicht auf das erforderliche Mass verdünnt werden.
Dies ermöglicht einerseits die Handhabung einer Mindestmenge an erstem Überzugsmittel, das für die durchzuführende Arbeit erforderlich ist, und erleichtert anderseits ausserordentlich die Handhabung des Mittels und die Dispergierung desselben auf der Oberfläche der Gesteinskörner.
Die wässrige Suspension nach der Erfindung und die vorstehend beschriebene Arbeitsweise zur Herstellung dieser Suspension bieten gegenüber den Suspensionen und den Arbeitsweisen gemäss Hauptpatent folgende Vorteile:
Die Suspension ist auf sauren Gesteinen etwas wirksamer und auf basischen Gesteinen ganz beträchtlich wirksamer; die Teilchen der Suspension sind feiner, was sich in einer niedrigeren Viskosität (welche ein sehr leichtes Verdünnen ermöglicht) sowie in einer Steigerung der Stabilität der Suspension sowohl im konzentrierten Zustand als auch insbesondere im verdünnten Zustand zeigt; die Herstellungszeit wird beträchtlich verkürzt und dadurch werden die Herstellungskosten ermässigt.
Bei Verwendung der wässrigen Suspension nach der Erfindung als erstes Überzugsmaterial auf Gestein oder anderen Festkörpern kann das Gestein (oder der sonstige Festkörper) vorläufig mit der wässrigen Suspension überzogen werden, welche die verschiedenen Bestandteile in den oben genannten Mengenverhältnissen enthält, oder aber mit einer Suspension, die mit mehr oder weniger grossen Wassermengen verdünnt ist. Im allgemeinen soll der Verdünnungsgrad der konzentrierten Suspension in Anpassung an den Feuchtigkeitsgehalt und die spezielle Art des zu überziehenden Materials geregelt werden. Wenn z. B. das zu überziehende Gesteinsmaterial sehr wenig Feuchtigkeit enthält, ist es erwünscht, eine bis auf 10 oder 20% verdünnte Suspension zuzusetzen. Das heisst, dass die verwendete Suspension 10 oder 20 kg konzentrierte Suspension mit 90 oder 80 kg Wasser enthält.
Ausserdem kann, wenn das verwendete Gesteinsmaterial nicht sehr schwer zu überziehen ist, eine stark verdünnte wässrige Suspension auf seine Oberfläche aufgebracht werden.
Die Menge der auf das feste Material aufgebrachten Suspension und die Konzentration derselben werden so gewählt, dass die Aminoverbindung in einer Menge von etwa 0,01 bis 1 kg, vorzugsweise etwa 0,05 bis 0,3 kg pro 1000 kg des Gesteinsmaterials, zur Anwendung kommt.
Das feste Material kann mit der wässrigen Suspension zunächst überzogen werden durch Aufsprühen oder durch sonstiges Benetzen dieses Materials. Es ist vorteilhaft, die wässrige Suspension auf der Oberfläche des festen Materials sehr fein zu verteilen. Das vorläufige Überziehen kann in einer Misch- oder Zerkleinerungsanlage durchgeführt werden, insbesondere wenn das zermahlene Gestein, welches vom Sieb kommt, auf einem endlosen Förderband weitergeführt wird, so dass eine Sprühvorrichtung oberhalb des Förderbandes angeordnet werden kann. Diese Technik kann besonders angewandt werden für die Behandlung von feinem Schotter, der zum Einbau auf Strassenflächen bestimmt ist.
Das zerkleinerte feste Material kann mit der wässrigen Suspension benetzt werden, während die den Schotter verteilenden Loren beladen werden; wenn das Gesteinsmaterial auf dem Förderband, das von der Abladestelle zu der Lore führt, weitertransportiert wird.
Die wässrige Suspension ergibt bei Strassenoberflächen sehr günstige Resultate, wenn die Suspension in Mengen verwendet wird, welche im Verhältnis zu dem festen Material den bei der Technik des Überziehens verwendeten Mengen entsprechen.
Spezielle Methoden zur Anwendung der wässrigen Suspension zwecks Verbesserung des Adhäsionsvermögens eines bituminösen Bindemittels oder eines sonstigen Kohlenwasserstoff-Bindemittels an das feste Material sind folgende:
Vorbehandlung einer Strasse mit der wässrigen Suspension vor dem Aufbringen des Bindemittels, insbesondere wenn die abzudeckende Strasse nass ist, da es in diesem Fall zweckmässig ist, die alte Oberfläche mit der Suspension zu besprengen, bevor die neue Bindemittelschicht aufgetragen wird;
Aufbringen der wässrigen Suspension auf einem Film des Bindemittels nach dem Verteilen desselben und vor dem Auftragen des Schotters, um die Bindung des Gesteinsmaterials zu begünstigen;
Behandlung des Gesteinsmaterials mit der wässrigen Suspension nach dem Aufbringen des Schotters, wenn es nach dem Überziehen der Strassenfläche scheint, dass der Schotter nicht auf dem Bindemittelfilm haftet, und es möglich erscheint, diesem Fehler abzuhelfen, indem man die wässrige Suspension auf den letzten Überzug aufbringt.
Das Gesteinsmaterial, welches mit der beschriebenen wässrigen Suspension vorbehandelt wird, kann trocken oder nass sein.
Die Vorbehandlung des Gesteinsmaterials mit der beschriebenen Suspension ermöglicht es, dass die Teilchen des Gesteins mit dem bituminösen Bindemittel nach jeder bekannten Arbeitsweise überzogen werden können, wobei der gewünschte Überzug mit einer Menge von bituminösem Bindemittel zwischen Q,5 und 10 Gew.%, bezogen auf das feste Material und gerechnet als nicht verdünnter bituminöser Binder, liegt. In vielen Fällen liegt die Menge des bituminösen Bindemittels zwischen 3 und 7 Ges.%, bezogen auf den festen Körper.
Als bituminöse Bindemittel können alle im allgemeinen zum Überziehen von Gesteinsmaterial und dergleichen geeigneten bituminösen Binder benutzt werden. Beispiele geeigneter bituminöser Bindemittel sind pyrogene Asphalte, geblasene Asphalte und natürliche Asphalte, sowie Asphaltite.
Das bituminöse Bindemittel kann auf die Oberfläche des festen Materials in Form eines Verschnittbitumens mit einer ST. V.-Viskosität bei 250 unter 500 oder in Form einer wässrigen Emulsion aufgetragen werden.
Man kann auch ein anderes Kohlenwasserstoff Bindemittel ausser einem bituminösen Bindemittel verwenden, um das Gesteinsmaterial oder andere feste Körper nach Aufbringen des vorläufigen Über- zugs mit Hilfe der wässrigen Suspension mit einer weiteren Schicht zu überziehen. Beispiele von anderen Kohlenwasserstoff-Bindemitteln ausser bituminösen Bindemitteln sind Peche und schwere Rückstände, wie Holzteer und Kohlenteer.
Das feste Material, welches einen vorläufigen Überzug mit Hilfe einer wässrigen Suspension nach der Erfindung erhalten hat, und dann mit dem bituminösen Bindemittel überzogen wird, kann jedes feste Material sein, das im allgemeinen zum Bau von Strassen oder Startbahnen für Flugzeuge usw. verwendet wird. Beispiele solcher Gesteinsmaterialien sind: Saure Gesteine, wie Granit, Quarz und Feldspat, sowie basische Gesteine von der Art des Kalksteins.
Die Vorbehandlung einer Oberfläche mit einer wässrigen Suspension gemäss der Erfindung und das nachfolgende Überziehen mit einem bituminösen Bindemittel kann auch auf andere feste Stoffe angewandt werden, wie Metalle, Glas, Zement usw.
Infolge der sehr hohen Wirksamkeit der wässrigen Suspension nach der Erfindung ist es auch möglich, in einfacher Weise Schottermaterial zu überziehen, welches einen beträchtlichen Anteil an feinen Bestandteilen enthält. Beispielsweise hat es sich als möglich gezeigt, ein Gesteinsmaterial 0/20, welches 35% an Teilchen mit einem Durchmesser unter 5 mm enthielt, vollständig mit einem Verschnittbitumen mit einer Viskosität S. T. V. bei 250 von 150-200 unter Anwendung der nachfolgenden Arbeitsweise zu überziehen:
1.
Zusetzen zu dem Gesteinsmaterial der ersten Hälfte der wässrigen Suspension, welche mit Wasser im Verhältnis von 90 bis 80 Gew.-Teilen Wasser auf 10 bis 20 Gew.-Teile der ursprünglichen Suspension verdünnt worden ist, wobei die Suspension in einer Menge von 0,25 bis 0,75 kg (berechnet auf ursprüngliche Suspension) pro Tonne des Gesteinsmaterials verwendet wurde;
2. Zusetzen der Gesamtmenge des obengenannten bituminösen Bindemittels zu dem Gesteinsmaterial, wodurch die feinsten Bestandteile überzogen werden, die groben Teilchen aber in ihrem ursprünglichen Zustand bleiben;
3. Zusetzen der zweiten Hälfte der verdünnten Suspension (die 90-80 Teile Wasser auf 10 bis 20 Teile der ursprünglichen Suspension enthält) durch Atomisieren in einer Menge entsprechend 0,25 bis 0,75 kg der ursprünglichen Suspension pro Tonne des Gesteinsmaterials.
Hierbei haftet die Suspension an den gröbsten Teilen und diese groben Teilchen werden ihrerseits nach kurzem Mischen überzogen.
Aus einem festen Material, wie Gesteinsmaterial, und einem bituminösen Bindemittel nach den obigen Angaben hergestellte bituminöse Mischungen haben vorteilhafte Eigenschaften, wie hohes Widerstandsvermögen gegen Zerstörung durch stark wechselnde Wettereinflüsse, Temperaturänderungen oder durch den Verkehr.
Das Verfahren der Herstellung einer wässrigen Suspension im Sinne der Erfindung wird durch das folgende Beispiel erläutert:
20 Gew.-Teile eines aromatischen Extraktes (erhalten durch Extrahieren eines Mineralöls mit einer Viskosität von 100 E bei 500 mit flüssigem SO2), 9,5 Gew.-Teile Oleylamin (Octadecenylamin) und 2 Gew.-Teile Talgfettsäuren wurden in einen Mischer gebracht. Dieses erste Gemisch wurde durch Erhitzen auf 700 gemischt. Dann wurden 15 Gew.-Teile Wasser unter Steigerung der Temperatur auf 800 zugegeben. Das Erhitzen wurde darauf unterbrochen, und es wurden 3,5 Gew.-Teile Salzsäure (mit einer Konzentration von 31 Gew.) zugesetzt und anschlie ssend eine Lösung von 1,7 Gew.-Teilen Aluminiumsulfat in 10 Gew.-Teilen Wasser.
Das Gemisch wurde dann durch Zugabe von 38,25 Gew.-Teilen Wasser auf 100 Teile aufgefüllt.
Auf diese Weise wurde eine Suspension mit folgender Zusammensetzung erhalten:
20 Gew.-Teile aromatischer Extrakt
9,5 Gew.-Teile Oleylamin
2 Gew.-Teile Talgfettsäuren
3,5 Gew.-Teile Salzsäure (31%)
1,75 Gew.-Teile Aluminiumsulfat
63,25 Gew.-Teile Wasser.
Um die Wirksamkeit dieser Suspension aufzuzeigen, wurden Versuche mit der beschriebenen Suspension und einer Suspension gemäss Hauptpatent durchgeführt. Die letztgenannte Suspension hatte folgende Zusammensetzung:
20 Gew.-Teile aromatischer Extrakt
10,5 Gew.-Teile Oleylamin
3,5 Gew.-Teile Salzsäure (31%)
1,25 Gew.-Teile Aluminiumsulfat
64,75 Gew.-Teile Wasser.
Ein Gesteinsmaterial, bestehend aus:
30 Gew.% Quarzit, 5/15
30 Gew.% Kalkstein, 5/15
20 Gew./O Porphyr, 2/5 20 Gew.W Kiesel-Kalk-Sand, 0,1/2 wurde mit 4 Gew.% Wasser benetzt. 20 Gew.-Teile der beiden Suspensionen wurden mit je 80 Gew. Teilen Wasser verdünnt und das Gesteinsmaterial mit den verdünnten Suspensionen vorbehandelt. Die Menge der verwendeten Suspensionen betrug 0,5 kg pro Tonne des Gesteinsmaterials (berechnet als unverdünnte Suspension).
Nach der Vorbehandlung wurde das Gesteinsmaterial mit 5,5 Gew.% (berechnet auf das Gestein) eines rasch härtenden Verschnittbitumens mit einer STV-Viskosität von 25 bis 50 bei 250 überzogen.
Das Verschnittbitumen hatte folgende Zusammensetzung.
17 Gew.% Schwerbenzin, Siedebereich
100 bis 1600,
83 Gew.% direkt destilliertes asphaltisches Bitumen mit einer Penetration von 85 bei 250 und einem Ring-Kugel-Erweichungspunkt von 46,50.
Nachträglich wurden nacheinander Fraktionen von 0,25 kg pro Tonne der Suspension (berechnet als unverdünnte Suspension) zugesetzt, bis der Über- zug vollständig war.
Suspension nach Hauptpatent gemäss vorliegender Erfindung 1. Vorbehandlung vor Zugabe 0,5 kg pro Tonne 0,5 kg pro Tonne des Verschnittbitumens 2. Zusatz von Verschnittbitumen die kleinen Bestandteile werden wie nebenstehend überzogen; die groben Bestandteile werden nicht verändert 3. Frische Zugabe von Suspension 0,25 kg pro Tonne oder insgesamt 0,25 kg pro Tonne oder
0,75 kg pro Tonne 0,75 kg pro Tonne nach Mischen während 20 Sek. viele Kalkkörner wurden nicht 90% Überzug; einige Kalkstein überzogen körner waren nicht überzogen nach Mischen während 50 Sek. sauberes Abstreifen weniger deutliches Abstreifen 4.
Frische Zugabe von Suspension 0,25 kg pro Tonne oder insgesamt wie nebenstehend
1 kg pro Tonne nach Mischen während 20 Sek. 95% Überzug (einige Kalkstein- iger Überzug teilchen waren nicht überzogen) nach Mischen während 50 Sek. Kalksteinteilchen sauber sehr schwaches Abstreifen der abgestreift Kalksteinteilchen 5. Frische Zugabe von Suspension 0,25 kg Pro Tonne oder insgesamt wie nebenstehend
1,25 kg pro Tonne nach Mischen während 50 Sek. Abstreifen der Kalksteinteilchen. 100% iger Überzug
90% der Oberfläche blieben über zogen 6. Eintauchen in Wasser während 70% der Oberfläche blieben über- 100% der Oberfläche blieben
2 Std. bei Normaltemperatur zogen. Das Abstreifen zeigte sich überzogen nach der letzten Zugabe von hauptsächlich bei den Kalkstein
Suspensionen und Mischen teilchen während 50 Sek.