Belüftungsanlage, insbesondere in einem Schutzraum Die vorliegende Erfindung betrifft eine Belüftungs anlage, insbesondere in einem Schutzraum. Die Anlage weist ein durch eine Handkurbel antreibbares Gebläse und einen auswechselbaren Filter auf, wie das bereits bekannt ist.
Bei den bisherigen Ausführungen war der Filter entweder oberhalb des Gebläses oder dann unter demselben auf dem Boden angeordnet. Beides war nachteilig. Im erstgenannten Fall nahm der Filter eine unpraktische Höhenlage ein, welche es namentlich Frauen und Kindern schwer machte, den Filter aus zuwechseln, da die Filteranschlüsse zu hoch oben lagen und das Herunternehmen oder Hinaufbringen des Filters verhältnismässig viel Kraft bei einer un- zweckmässigen Körperstellung verlangte.
Dieser Nach teil konnte nicht durch Tiefersetzen des Gebläses behoben werden, da der Höhenlage desselben ver- hältnismässig enge Grenzen gesetzt sind, um die zum Antrieb dienende Handkurbel auf einer bequemen Höhe zu haben. Wurde der Filter hingegen auf dem Boden angeordnet, so war er mehr der Gefahr von Beschädigungen ausgesetzt und mussten zusätzliche Rohrleitungsteile zumAnschliessen des Filters zwischen der üblichen Ansaugleitung und dem Lufteinlass des Gebläses vorgesehen werden, wobei die zu filtrierende Luft einen gewissen Umweg zurücklegen musste, was zu höherem Strömungswiderstand und damit zu einer unerwünschten Leistungseinbusse führte.
Durch die vorliegende Erfindung sind die geschil derten Nachteile beseitigt. Die erfindungsgemässe Be lüftungsanlage zeichnet sich dadurch aus, dass der Luftfilter und das Gebläse wenigstens annähernd in gleicher Höhenlage auf einer Abstellfläche angeordnet sind, und der Luftauslass am unteren Ende des Filters durch eine unterhalb der Abstellfläche angebrachte Luftüberführung mit dem Lufteinlass des Gebläses verbunden ist.
Weitere Einzelheiten und deren Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeich nung, in welcher rein beispielsweise zwei verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes ver anschaulicht sind.
Fig. 1 zeigt das erste Ausführungsbeispiel in Vor deransicht; Fig. 2 ist eine Seitenansicht von rechts in Fig. 2; Fig. 3 stellt das zweite Ausführungsbeispiel in Vor deransicht dar; Fig. 4 zeigt die gleiche Anlage in Seitenansicht von links in Fig. 3 gesehen.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Belüftungsanlage weist ein Gebläse 10 auf, das mit einem Übersetzungs getriebe 11 zusammengebaut ist. Letzteres ist mit einer Handkurbel 12 versehen, mit deren Hilfe das Gebläse 10 von Hand betätigt werden kann. Das Gebläse 10 ist auf einer Auflagefläche 13 befestigt, welche als Platte ausgebildet und Bestandteil einer Konsole 14 ist. Die Konsole 14 ist an einer Wand des zu be lüftenden Raumes in einer solchen Lage befestigt, dass man die Kurbel 12 bequem drehen kann. Vorzugs weise befindet sich die Achse der Kurbel 12 im Ab stand von etwa 1 m über dem Fussboden des zu belüftenden Raumes. Dabei ergibt sich für die Platte 13 eine Höhenlage zwischen 65 und 80 cm über dem Fussboden.
An der Luftaustrittsöffnung des Gebläses 10 ist ein vertikales, oben offenes Ausblasrohr 15 angeordnet, das mit einem Luftmengenmesser 16 versehen ist. An die Eintrittsöffnung des Gebläses 10 ist der Mittel schenkel eines T-förmigen Rohrstückes 17 ange schlossen, dessen beide andere, zueinander gleichaxig verlaufende Schenkel vertikal angeordnet sind und je einen Lufteinlass 18 bzw. 19 für das Gebläse bilden. Der untere Lufteinlass 18 ist mit dem einen Ende eines Luftüberführungsrohres 20 fest verbunden, das sich unterhalb der Platte 13 befindet.
Das andere Ende des Luftüberführungsrohres 20 weist einen über die Platte 13 hinaufragenden Gewindestutzen 21 auf, der mit dem unteren Ende eines Luftfilters 22 lösbar verschraubt ist. Der Luftfilter 22 besitzt ein trommel- förmiges Gehäuse und ist wenigstens annähernd in gleicher Höhenlage wie das Gebläse 10 auf der Platte 13 angeordnet. Am oberen Ende des Filters 22 ist ein als Gewindestutzen ausgebildeter Lufteinlass 23 vorhanden, der mit Hilfe eines aufgeschraubten Ver- schlussdeckels 24 luftdicht, aber lösbar, abgeschlossen ist.
Am oberen Lufteinlass 19 des T-förmigen Rohr stückes 17 ist ebenfalls ein Gewindestutzen 25 aus gebildet, welcher ein gleiches Anschlussgewinde auf weist wie der Gewindestutzen 23 des Filters 22. Ferner befinden sich die beiden Gewindestutzen 23 und 25 in wenigstens annähernd gleicher Höhenlage zwischen 110 und 130 cm über dem Fussboden.
Ein fest installiertes Ansaugrohr 26 stellt eine Verbindung zwischen dem zu belüftenden Raum und dem Freien her. Am Ansaugrohr 26 ist das eine Ende eines biegsamen Schlauches 27 befestigt, dessen anderes Ende eine Gewindemuffe 28 trägt, welche lösbar über den Gewindestutzen 25 geschraubt ist, wenn die Anlage für den Direktbelüftungsbetrieb ohne Verwendung des Filters 22 eingerichtet ist. Die durch das Ansaug rohr 26 hereinkommende Luft wird dann über den Schlauch 27 und den oberen Lufteinlass 19 des T-förmigen Rohrstückes 17 dem Gebläse 10 zugeleitet, welches die Luft durch das Rohr 15 in den zu be lüftenden Raum ausbläst.
Will man die Luft durch Filtrieren von Staub, Rauch, radioaktiven Teilchen und schädlichen Gasen befreien, so löst man das untere Ende des biegsamen Schlauches 27 vom Gewindestutzen 25 und den Ver- schlussdeckel 24 vom Gewindestutzen 23 des Filters 22, wonach der Verschlussdeckel 24 auf den Ge windestutzen 25 aufgeschraubt und der Schlauch 27 mit dem Gewindestutzen 23 des Filters verbunden wird, wie die Fig. 1 und 2 mit strichpunktierten Linien zeigen.
Nun strömt die durch das Rohr 26 angesaugte Luft über den Schlauch 27 zum Filter, um dieses von oben nach unten zu durchlaufen, dann durch das Überführungsrohr 20 und den unteren Lufteinlass 18 des T-förmigen Rohrstückes 17 zum Gebläse 10, das die Luft durch das Rohr 15 in den zu belüftenden Raum ausstösst.
Sowohl beim Direktbelüftungsbetrieb als auch beim Filterbetrieb erleidet die Luftströmung in der Anlage keine störenden und nachteiligen Umwege und Um lenkungen, weshalb in beiden Fällen der Strömungs widerstand verhältnismässig gering ist. Das Wechseln von der einen Betriebsart zur andern kann auf ein fache Weise und mühelos durchgeführt werden, weil die beiden Gewindestutzen 23 und 25 sich in einer für die Handhabung des Verschlussdeckels 24 und des Schlauches 27 bequemen Höhenlage befinden, wo sie leicht zugänglich und gut sichtbar sind. Im Be darfsfall kann der Filter 22 ebenfalls ohne Mühe gegen einen neuen ausgewechselt werden, da er etwa auf der Höhe eines gewöhnlichen Tisches angeordnet ist.
Zum Entfernen des Filters 22 wird zunächst der Schlauch 27 vom Gewindestutzen 23 gelöst und dann der Filter durch Drehen um seine eigene Axe vom Gewindestutzen 21 gelöst, worauf der Filter abgehoben werden kann. Das Anbringen eines neuen Filters er folgt mit umgekehrter Reihenfolge der Vorgänge. Das Auswechseln des Filters 22 kann auch von Frauen und grösseren Kindern ohne Schwierigkeit durch geführt werden.
Die Auflagefläche 13, auf welcher das Gebläse 10 und der Filter 22 angeordnet sind, kann anstatt durch eine Platte gegebenenfalls auch durch einen Rost gebildet sein. Es ist selbstverständlich auch mög lich, das Gebläse 10 und den Filter 22 auf zwei voneinander getrennten Konsolen etwa in gleicher Höhenlage nebeneinander anzuordnen.
Das in den Fig. 3 und 4 dargestellte zweite Aus führungsbeispiel ist im Prinzip gleich ausgebildet wie das vorher beschriebene. Soweit es sich um überein stimmende Teile handelt, sind die gleichen Bezugs ziffern verwendet wie in den Fig. 1 und 2. Der haupt- sächlichste Unterschied liegt darin, dass das Gebläse 10 zusätzlich mit einem elektrischen Antriebsmotor 30 zusammengebaut ist, damit es nur beim Ausfall des elektrischen Stromes mittels der Handkurbel 12 über das Übersetzungsgetriebe 11 angetrieben werden muss. Der Motor 30 macht eine andere Ausbildung der Lufteinlässe für die filtrierte oder die unfiltrierte Luft zum Gebläse erforderlich.
Zwischen dem Gebläse 10 und dem Getriebe 11 ist ein Lufteinlassgehäuse 31 angeordnet. Dieses weist oben den Gewindestutzen 25 auf, der wahlweise mit dem Verschlussdeckel 24 ver sehen oder mit dem unteren Ende des Schlauches 27 verbunden werden kann und den oberen Lufteinlass für die unfiltrierte Luft bildet. An das Gehäuse 31 ist ferner ein Rohrleitungsstück 32 angeschlossen, dessen vom Gehäuse 31 abgekehrtes Ende den unteren Lufteinlass 33 für die filtrierte Luft bildet.
Das Gebläse 10 und der den Filter 22 tragende Gewindestutzen 21 sind auf einer Abstellfläche 34 befestigt, welche die Oberseite eines kastenförmigen, luftdichten Hohl körpers 35 bildet, der zugleich als Luftüberführung vom Filter 22 zum Lufteinlass 33 dient und Bestandteil einer Konsole 36 ist. Die Gebrauchsweise und die Vorteile der Belüf tungsanlage gemäss den Fig. 3 und 4 sind wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
Es ist klar, dass anstelle der kastenförmigen Luft überführung 35 auch beim zweiten Ausführungsbei spiel eine Rohrleitung ähnlich dem Rohr 20 gemäss den Fig. 1 und 2 vorhanden sein könnte. Umgekehrt ist es möglich, beim ersten Ausführungsbeispiel anstelle der Konsole 14 die Konsole 36 zu verwenden, wobei dann das Überführungsrohr 20 hinfällig wird.