CH390821A - Webmaschinen mit Greiferschützen - Google Patents

Webmaschinen mit Greiferschützen

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CH390821A
CH390821A CH692361A CH692361A CH390821A CH 390821 A CH390821 A CH 390821A CH 692361 A CH692361 A CH 692361A CH 692361 A CH692361 A CH 692361A CH 390821 A CH390821 A CH 390821A
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CH
Switzerland
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braking distance
contactor
brake
rod
shooter
Prior art date
Application number
CH692361A
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English (en)
Inventor
Pfarrwaller Erwin
Kramer Rudolf
Original Assignee
Sulzer Ag
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Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer Ag filed Critical Sulzer Ag
Priority to CH692361A priority Critical patent/CH390821A/de
Publication of CH390821A publication Critical patent/CH390821A/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/52Shuttle boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Webmaschinen mit     Greiferschützen       Die     Erfindung    bezieht sich auf eine     Web-          maschine    mit     Greiferschützen,    einem Fangwerk zur  Aufnahme der Schützen nach Durchlaufen des     Web-          faches    und einer im Fangwerk eingebauten, einstell  baren Bremsvorrichtung für den Schützen.  



  Die Erfindung liegt in zwei im Bereich des Endes  des Schützenwegs hintereinander angeordneten       Schützenbremsweg-Eingrenzungsfühlern,    zwischen  die das Ende des Schützenwegs durch entsprechende  Einstellung der Schützenbremsvorrichtung gelegt  werden kann. Mit dem ersten, zur Festsetzung eines       Bremswegminimums    dienenden Fühler     kann    z. B.  von Hand immer wieder nach gewisser Zeit festge  stellt werden, ob der Schützen wenigstens bis dahin  läuft, und wenn er dies     nich    tut, so kann die Brems  vorrichtung entsprechend gelockert werden.

   Mit dem  zweiten, zur Festsetzung eines     Bremswegmaximums     dienenden Fühler wird dagegen geprüft, ob der  Schützen vor diesem Fühler zum Stillstand kommt,  den Fühler also nicht erreicht, und, falls er den Füh  ler erreicht, kann die Bremse etwas angezogen wer  den, so dass der Schützen stärker und auf kürzerem  Weg gebremst wird. Der Bremsweg des     Schützens     lässt sich auf diese Weise ohne     Stillsetzen    der Ma  schine überprüfen, und sein Ende kann zwischen die  durch die beiden     Eingrenzungsfühler    gebildeten  Grenzen festgesetzt werden. Die Bremseinstellung ist  jederzeit kontrollierbar.  



  Die Eingrenzung des Endes des Schützenbrems  wegs und damit die Einstellung des Bremswegs selbst  ist deshalb wichtig, weil in der Regel in dem Fang  werk ein, in der Verlängerung des Schützenwegs an  geordneter, sogenannter     Schützenrückschieber    einge  baut ist, durch den jeder Schützen nach seinem Still  stand um ein gewisses Stück zurück, also entgegenge  setzt zur Schussrichtung bewegt wird. Gleichzeitig  wird auch der eingetragene Schussfaden durch einen    Fadenspanner entsprechend zurückgezogen. Darauf  erst wird der eingetragene Schussfaden vom Schüt  zen losgelassen und das aus dem Fach herausste  hende Fadenende nach Fachwechsel in das nächste  Fach eingelegt.

   Mittels des     Schützenrückschiebers     werden also sämtliche Schützen in eine exakt gleiche  Endstellung geschoben, in der sie den Schussfaden  loslassen ; es wird so eine gleichmässig breite Ein  legkante (Leiste) am Geweberand erzielt.  



  Es muss aber vermieden werden, dass die im  Fangwerk ankommenden Schützen infolge zu ge  ringer Bremswirkung auf den     Schützenrückschieber     aufschlagen. Andererseits soll die Bremse nicht un  nötig stark wirken, so dass allzu häufig der Brems  belag ersetzt werden muss. Keinesfalls darf die  Bremse so stark wirken, dass die Schützen während  des Eintrags nicht wenigstens in diejenige Stellung  gelangen, in die sie normalerweise durch den     Schüt-          zenrückschieber    zurückgeschoben werden und in der  sie den Faden loslassen.

   Mit den     erfindungsgemässen     Fühlern zur Eingrenzung des Schützenbremswegs  lässt sich diesen Umständen Rechnung tragen und  der Bremsweg kann bei laufender Maschine so ein  gestellt werden, dass jeder Schützen vor dem Rück  schieber zum Stillstand kommt.  



  Auf Grund der Erfindung wird auch eine zweite,  nachgeschaltete Schützenbremse entbehrlich, die häu  fig eingebaut wird, um auf alle Fälle zu vermeiden,  dass ein     Schützen    gegen den Rückschieber schlägt.  Vielmehr kann man mit einer     einzigen    Bremse aus  kommen, und diese wird weder zu stark noch zu  wenig beansprucht.  



  Die Erfindung erweist sich ferner als vorteilhaft,  wenn die Betriebsverhältnisse an einer Webmaschine  verändert werden müssen, z. B. wenn mit anderer  Drehzahl, anderem Schussgarn oder anderer     Web-          breite    gefahren werden muss. Dann verändert sich      häufig auch die Geschwindigkeit, mit der die Schüt  zen in das Fangwerk gelangen. Der Bremsweg kann  dann bei der     erfindungsgemässen    Maschine in ein  facher Weise auf den früheren Wert gebracht wer  den.  



  Bei einer Ausführungsform der Erfindung an  einer Webmaschine mit einer in Abhängigkeit von  der Stellung eines im Fangwerk eingebauten, in den  Schützenweg tastenden     Tastorgans    arbeitenden,  selbsttätigen Ausschaltvorrichtung ist das     Aus-          schaltvorrichtungs-Tastorgan    zugleich erster der bei  den     Bremsweg-Eingrenzungsfühler.    Statt insgesamt  drei Fühlern, wie sie bei getrenntem     Aussehalttast-          organ    und     Bremsweg-Eingrenzungsfühlern    erforder  lich wären, sind dann nur zwei Fühler notwendig.

    Erreicht ein Schützen den ersten     Eingrenzungs-    und  zugleich Ausschaltfühler wegen starker Bremsung  nicht, so wird die Maschine - ähnlich wie wenn er  ihn aus anderen Gründen nicht erreichen würde   abgestellt. Ein Betrieb mit unnötig stark wirkender  Bremse ist also überhaupt unmöglich.  



  Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung be  steht jeder     Bremsweg-Eingrenzungsfühler    aus einer  von Hand gegen die Wirkung einer Feder in den  Schützenweg     hineinbewegbaren        Taststange.    Man  kann dann von Zeit zu Zeit, z. B. einmal pro Tag,  durch kurzen Druck auf die beiden     Taststangen    prü  fen, ob die Bremse     richtig    eingestellt ist und sie ge  gebenenfalls nachstellen.  



  Vorteilhaft sind die     Taststangen    an ihrem am  Schützenweg zugekehrten Ende durch eine Führungs  platte geführt, die mehrere entlang dem Schützenweg  liegende Führungslöcher zum wahlweisen Einschie  ben der     Taststangen    besitzt. Die beiden durch die       Taststangen    gegebenen Grenzen für den Bremsweg  lassen sich auf diese Weise leicht verändern. Zum  Beispiel kann bei höherer Schützengeschwindigkeit  die erste     Taststange    weiter gegen die zweite hin ver  setzt werden, so dass das     Bremswegminimum    ent  sprechend der grösseren Geschwindigkeit ebenfalls  grösser gemacht wird.  



  Bei einer Bauart nach der Erfindung ist eine Ein  richtung zum selbsttätigen Einstellen der Bremsvor  richtung in Abhängigkeit von den beiden Bremsweg  Eingrenzungsfühlern eingebaut.  



  In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand  beispielsweise veranschaulicht.  



       Fig.    1 ist eine Übersichtsdarstellung einer     erfin-          dungsgemäss    ausgebildeten     Greiferschützen-Web-          maschine    in Vorderansicht,       Fig.    2 ein Schnitt durch das Fangwerk dieser  Maschine,       Fig.    3 ein Schnitt nach Linie     III/III    in     Fig.    2,       Fig.    4 ein Schnitt nach Linie     IV/IV    in     Fig.    2,

         Fig.    5 ein der     Fig.    2 entsprechender Schnitt  durch einen Teil einer abgewandelten Bauart und       Fig.    6 ein Schaltschema für eine weitere Ausfüh  rungsform.  



  Die Webmaschine besitzt zwei Wangen 1, 2     (Fig.     1), zwischen denen ein nicht sichtbarer     Kettbaum,       ein z. B. aus zwei Teilen 3, 18 bestehender Waren  baum mit den beiden aufgewickelten Gewebebahnen  4, 19, nicht dargestellte     Führungs-    und Spannvor  richtungen für Kette und Gewebe sowie eine Haupt  antriebswelle 5 der Maschine mit Kupplung und  Bremse 6 und Motor 7 angeordnet sind. Kupplung,  Bremse und Motor können im Gegensatz zu dem  gezeichneten Beispiel auch auf der in     Fig.    1 rech  ten Seite angebaut sein. Ferner sind in     Fig.    1 ein  Riet (Blatt) 8 zum Anschlagen des Schussfadens 10  und Schäfte 9 zur Fachbildung sichtbar.

   Ausserdem  enthält die Maschine verschiedene, nicht gezeich  nete, mit der Hauptwelle 5 in     Zwanglauf    stehende  Antriebsmechanismen.  



  Der Schussfaden 10, der von einer ausserhalb des  Webfaches verbleibenden, ortsfesten Vorratsspule 11  abgezogen wird, wird jeweils zum Eintrag in das  Fach von einem     Greiferschützen    I Z ergriffen, wel  cher von einem Schusswerk 13 aus durch eine Schüt  zenführung 14 geschossen wird und bis zu einem  Fangwerk 15 läuft.

   Am Rand der Kette, nahe den  Werken 13, 15 ist je eine     Randleistenleger-Vorrich-          tung    16, in der Mitte eine auf einer Stange 20 ver  schiebbar und feststellbar angeordnete Trennleisten  leger-Vorrichtung 21 angebracht, durch die der je  weils eingetragene Schussfaden 10 zentriert, festge  klemmt und - auf der     Schuss-Seite    und beiderseits  des     Trennleistenlegers    21 - geschnitten wird und  durch die die Enden nach Fachwechsel zur Bildung  der Leiste am Geweberand eingelegt werden. Rand  leistenleger 16 und     Trennleistenleger    21 enthalten zu  diesem Zweck z.

   B. eine aus zwei scherenartig über  einander laufenden Blättern (Flügeln) bestehende       Zentriereinrichtung,    eine Fadenklemme und eine     Lei-          stenbildungsnadel    ; der schussseitige, in     Fig.    1 linke       Randleistenleger    16 und der     Trennleistenleger    21  enthalten überdies je eine Schere. Der Einlauf des       Schützens    12 in das Fangwerk 15 wird durch eine       Tasteinrichtung    17 überwacht.  



  Das Fangwerk 15 ist von einem Gehäuse 23       (Fig.    2) umschlossen. Es enthält eine Grundplatte 24,  eine darauf angebrachte, untere, aus faserhaltigem  Material bestehende, ortsfeste Bremsplatte 25 und  darüber eine obere, aus dem gleichen Material her  gestellte Bremsplatte 26, zwischen denen jeder an  kommende Schützen 12 abgebremst wird. Die obere  Bremsplatte 26 sitzt in einem Bremsschuh 28, durch  dessen Ausschnitte 29 die Platte 26 gegen Verschie  bung in     Fig.    2, 4 nach links und rechts gesichert ist.  An dem Bremsschuh 28 ist eine Schützenführung 31  befestigt, durch die jeder Schützen beim Eindringen  in die Bremsvorrichtung in die richtige Lage bezüg  lich der Bremsplatten 25, 26 gebracht wird.  



  Der Bremsschuh 28 ist in einer ortsfesten Füh  rung 33 in     Fig.    2 auf- und     abverschiebbar    gelagert.  Der Bremsschuh 28 besitzt oben eine Gewindeboh  rung 34, in die das untere, ebenfalls mit Gewinde  versehene Ende 35 einer Schraube 36 eingeschraubt  ist. Letztere ragt mit ihrem Kopf 37 aus dem Fang  werkgehäuse 23 heraus, so dass sie mittels eines in      den Ausschnitt 38 einsetzbaren Schlüssels verdreht  werden kann. Die Schraube 36 besitzt überdies einen  oberhalb einer ortsfesten Platte 39 befindlichen Bund  41 und einen unterhalb davon angeordneten Bund  42, wodurch sie gegen Verschiebung in Richtung  ihrer Achse, also in     Fig.    2 gegen     Senkrechtverschie-          bung,    gesichert ist.

   Beim Drehen der Schraube 37  wird daher der Bremsschuh 28 mit der oberen  Bremsplatte 26 in     Fig.    2 auf- oder     abwärtsbewegt,     wodurch die Bremsvorrichtung 25, 26 einstellbar  wird.  



  Der Bremsschuh 28 hat an seinem oberen Ende  Schultern 43 sowie einen Schlitz 44. Durch eine am  Umfang der Gewindebohrung 34 befindliche, hori  zontale Schraube 45 lässt sich die Reibung der Ge  windeverbindung von Schraube 36 und Bremsschuh  28 verstellen. Zweckmässig wird die Schraube 45 so  weit angezogen, dass die Schraube 36 mit einem  Schlüssel gedreht werden kann, sich aber nicht von  selbst infolge von Erschütterungen der Maschine ver  stellen kann. Die einmal eingestellte Lage der Brems  platte 26 bleibt dann mit Sicherheit so lange erhal  ten, bis mittels Schraube 36 nachgestellt wird.  



  Das Fangwerk 15 enthält ferner eine Führungs  platte 46, die vier Führungslöcher 47 bis 50 und eine  gabelförmige     Ausnehmung    51 enthält. In der     Aus-          nehmung    51 ist ein stangenförmiges     Tastorgan    52  geführt, das mit seinem in     Fig.    2 unteren Ende in  den mit 54 bezeichneten Weg des     Schützens    12 hin  einzutasten (hineinzuragen) vermag. Am oberen  Ende ist das     Tastorgan    52 unter Zwischenlage einer  Druckfeder 53 in der Platte 39 geführt. Die Feder  53 ist bestrebt, das     Tastorgan    in     Fig.    2 nach unten  zu drücken.

   Das Organ 52 ist mit einer Schulter 55       (Fig.    3) ausgestattet, die mit einer Nase 56 eines  um einen Zapfen 57     verschwenkbaren,        dreieckförmi-          gen    Hebels 58 zusammenarbeitet. Bei 59 greift an  dem Hebel 58 eine horizontal verschiebbare An  triebsstange 61 an, die an ihrem vorderen Ende  einen Haken 62 und einen Ausschnitt 63 aufweist, in  den eine weitere Schulter 64 des     Tastorgans    52 ein  zugreifen vermag.  



  Die Stange 61 wird während des Betriebs pro  Schuss einmal horizontal hin- und herbewegt, so dass  sich die Nase 56 auf- und     abbewegt.    Zu der Zeit,  in der ein Schützen in das Fangwerk gelangt oder  gelangen sollte, befindet sich die     Ausnehmung    63  gerade in ihrer vorderen, in     Fig.    3 am weitesten links  liegenden Stellung, in der die Schulter 64 in sie ein  zufallen vermag, sofern das     Tastorgan    52 nicht auf  einen tatsächlich eingegangenen Schützen 12     auf-          stösst,    wie in     Fig.    3 angenommen ist. Ist ein Schüt  zen im Fangwerk 15 eingelaufen, so kann die Schul  ter 64 nicht in den Ausschnitt 63 gelangen.

   Die  Stange 61 kann darauf ungehindert ihren Rückwärts  weg     (Fig.    3 nach rechts) fortsetzen. Ist aber aus  irgendeinem Grund kein Schützen 12 in das Fang  werk gekommen, so fällt die Schulter 64 in den Aus  schnitt 63 ein, so dass nunmehr das untere Ende  des Organs 52 in den Schützenweg 54 so weit hin-         einzuragen        (hineinzutasten)    vermag, bis die Schulter  55 auf der Nase 56 aufsitzt. Die Stange 61 vermag  in diesem Falle die gewohnte, in     Fig.    3 nach rechts  gerichtete     Rückwärtsbewegung    nicht auszuführen,  und die Maschine wird über weitere Teile selbsttätig  ausgeschaltet. Nunmehr kann der Schaden fest  gestellt und behoben werden.

   Die Teile 52, 61 bilden  also zusammen mit weiteren, nicht dargestellten Glie  dern eine selbsttätige Ausschaltvorrichtung für die  Webmaschine, die wirksam wird, sobald kein Schüt  zen 12 in das Fangwerk 15 gelangt.  



  Auf der Platte 39 ist mittels Schrauben 65, 66  eine weitere Leiste 67 aufgeschraubt, in die ein  Rohrstück 68 eingesetzt ist. Dieses ist an seinem  oberen Ende mit Öffnungen 69 versehen und mittels  einem Deckel 71 verschlossen. Durch die Teile 39,  67, 68 sind zwei     Taststangen    (Fühler) 72, 73 ge  führt, deren obere Enden 74, 75 horizontal abge  bogen sind und durch die Öffnungen 69 herausragen.  Die Öffnungen 69 bilden mit ihren in     Fig.    2 unteren  Enden Anschläge für die Abwärtsbewegung der       Taststangen    72, 73. An den Enden 74, 75 stützt  sich eine in dem Rohrstück 68 untergebrachte Feder  76 ab, die bestrebt ist, die     Taststangen    72, 73 in       Fig.    2 nach oben zu drücken.

   Die unteren, gekröpf  ten Enden 77, 78 der Stangen 72, 73 sind     in    Lö  chern 47, 50 der Führungsplatte 46 geführt. Die       Taststangen    72, 73 dienen zur Eingrenzung des  Schützenbremsweges 85 und sind zu diesem Zweck  durch Druck auf die Enden 74, 75 von Hand gegen  die Wirkung der Feder 76 mit den Enden 77, 78 in  den Schützenweg 54     hineinbewegbar.    Die Brems  platten 26, 25 weisen zum leichten Einlaufen des       Schützens    in     Fig.    2 rechts     Anschrägungen    83, 84  auf.

   Der Beginn des Bremswegs 85 des     Schützens    12  ist daher etwa bei der in     Fig.    2 gestrichelten Linie  86, das Ende des Bremswegs liegt an der Spitze des  in der     Stillstandsstellung    27 befindlichen     Schützens     12, also z. B. bei der Linie 87.  



  Am Ende des Schützenwegs 54 ist - in der Ver  längerung der etwa durch den Mittelpunkt des       Schützens    12 gehenden     Schusslinie    79     (Fig.    3)   ein in     Fig.    2 und 4 waagrecht hin- und     herschieb-          barer        Schützenrückschieber    81 angeordnet, der im       Rhythmus    des     Schusseintragers    angetrieben ist und in       Fig.    2 und 4 rechts eine der vorderen Rundung des       Schützens        angepasste        Ausnehmung    82 aufweist.

   Der  Rückschieber 81 ist (in     Fig.    2) niedriger als der  Schützen 12, derart, dass er ohne weiteres in     Fig.    2  unterhalb der nach unten gedrückten     Taststangen    72,  73 hin- und herbewegt Werden kann und nicht auf  die Stangen 72, 73 schlägt.  



  Die Wirkungsweise ist folgende: Wenn ein  Schützen 12 das Schusswerk 13 verlassen hat und in  das Fangwerk 15 gelangt, wird er bei richtiger Ein  stellung der Bremsplatte 26 etwa in die in     Fig.    2 mit  27 bezeichnete, ausgezogen dargestellte Stillstands  stellung gelangen. Darauf wird der Taster 52 nach  unten in die in     Fig.    2, 3 eingezeichnete Stellung be  wegt, in der er auf dem Schützen aufsitzt. Da die      Schulter 64 nicht in den Ausschnitt 63 der Stange 61  gelangen kann, wird die Maschine über die Stange  61 nicht ausgeschaltet,     sondern    läuft weiter.

   Zur       überprüfung    des Bremswegs 85 können von     Zeit    zu  Zeit kurz die beiden     Taststangen    72, 73 (Fühler)  bei 74, 75 von Hand nach unten gedrückt werden.  Die Stange 72     muss    dann, wenn Platte 26 richtig  eingestellt ist, von den einlaufenden Schützen  Schläge nach oben erhalten, was der Bedienende an  der Hand bzw. an seinem Finger deutlich verspürt.  Die Stange 73 darf dagegen keine derartigen  Schläge von den Schützen erhalten, sondern muss  sich in den Schützenweg 54     hineinbewegen    lassen.  



  Wenn die Schützen infolge starker Wirkung der  Bremsplatte 26 lediglich etwa in die in     Fig.    2, 4  punktiert eingezeichnete Stellung 27a gelangen, so  erhält bei der     Bremswegüberprüfung    auch die     Tast-          stange    72 keine Schläge von den Schützen, sondern  lässt sich ungehindert in den Schützenweg 54 hinein  drücken. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Brems  platte 26 in     Fig.    2 zu weit nach unten gestellt ist.

    Um zu starke Abnützung der Platten 26, 25 zu ver  meiden, ist Platte 26 durch Verdrehen der Schraube  36 etwas weiter nach oben zu stellen, so dass die  Bremse gelockert wird, und zwar so weit, bis die  Schützen 12 wieder Schläge auf die     Taststange    72  ausüben und etwa die ausgezogene Stillstandsstellung  27 erreichen. Gehen die Schützen 12 infolge geringer  Bremswirkung bis in die in     Fig.    2, 4 strichpunktiert  eingezeichnete Stillstandsstellung 27b, so erhält auch  die     Taststange    73, ähnlich wie     die    Stange 72, beim       Abwärtsdrücken    Schläge von den Schützen.

   Dies ist  ein Zeichen dafür, dass die Bremsplatte 26 in     Fig.    2  zu weit nach oben gestellt ist und die Bremse zu we  nig wirkt. Platte 26 ist durch Verdrehen der  Schraube 36 in     Fig.    2 tiefer zu stellen, die Bremse       also    anzuziehen, und zwar so weit, bis die Stange 73  beim Tasten wieder ohne Schläge zu erhalten in den  Schützenweg 54     hineinbewegt    werden kann. Die  Schützen nehmen dann wieder etwa die Stillstands  stellung 27 ein.  



  Wie ersichtlich dient die     Taststange    72 zur Fest  setzung eines Minimums des Bremswegs 85, da mit  ihr festgestellt wird, ob die Schützen mindestens bis  zu ihr gelangen. Die     Taststange    73 dagegen dient zur  Festsetzung eines     Bremswegmaximums,    da durch sie  festgestellt wird, ob die Schützen höchstens bis kurz  vor sie gehen. Der Schützenbremsweg 85 lässt sich  also durch die Stangen 72, 73 in zwei Grenzen hal  ten oder   eingrenzen  .  



  Nach dem Stillstand jedes     Schützens    wird dieser  durch Bewegung des     Schützrückschiebers    81 in     Fig.     2, 4 nach rechts in die gestrichelt eingezeichnete Stel  lung 27c geschoben, in der der Schussfaden     losgelas=     sen wird. Darauf wird das aus dem Webfach heraus  ragende     Schussfadenende    nach Fachwechsel von der       Leistenbildungsnadel    in das nächste Fach eingelegt.  Der Schützen wird anschliessend aus der Schützen  bahn 54     herausbewegt    und aufs neue dem     Schuss-          werk    13 zugeleitet.

      Die Führungslöcher 48, 49 in der Platte 46 die  nen     dazu,    den Bremsweg 85 zu verändern. Wenn  beispielsweise eine     Taststange    72a eingesetzt wird,  in der das untere Ende in das Loch 48 eingeführt  ist, so wird das     Bremswegminimum    in     Fig.    2 weiter  nach links verlegt, die Schützen müssen mindestens  bis Loch 48 laufen. Die Toleranz für den Bremsweg  wird also eingeschränkt. In ähnlicher Weise kann  auch eine der Stange 73 entsprechende, mit anderer       Kröpfung    versehene Stange beispielsweise in das  Loch 49 eingeführt werden, und zwar bei Stellung  der Stange 72 in dem Loch 47 oder der Stange 72a  in dem Loch 48.

   Ist eine der Stange 73 entspre  chende     Taststange    in das Loch 49 eingeführt, so  wird das Maximum des Bremswegs 85 in     Fig.    2 wei  ter nach rechts verlegt, die Schützen dürfen höch  stens bis kurz vor das Loch 49 gehen.  



  Bei der Bauart nach     Fig.    5 ist die Funktion der  Stange 72 nach     Fig.    2 von dem zur selbsttätigen  Ausschaltvorrichtung gehörenden     Tastorgan    52 über  nommen. Eine besondere, zur Festsetzung eines       Bremswegniinimums    dienende     Taststange    ist fort  gelassen. Im oberen Teil ist die Stange 52 wie bei  der Bauart nach     Fig.    2 ausgebildet, sie wird also  nach jedem Schuss selbsttätig durch die Feder 53  und Freigabe der Nase 56 abwärts in die wirksame       Taststellung    gebracht und darauf wieder durch die  Nase 56 angehoben.

   Es kann bei     Fig.    5 nur die       Taststange    73 von Hand in Wirkungsstellung ge  bracht werden. In diesem Falle wird die Maschine  nicht etwa, wie bei dem Beispiel nach     Fig.    2, nur  dann ausgeschaltet, wenn kein Schützen in das Fang  werk gelangt, sondern auch dann, wenn er infolge zu  starker Bremswirkung nur etwa in die Stillstands  stellung 27a kommt. Ein zu kurzer Schützenbrems  weg 85 lässt sich also hier nicht durch schlagfreies       Abwärtsdrücken    von Hand bei laufender Maschine  feststellen, sondern nur durch selbsttätige Stillsetzung  der Maschine.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    6 ist eine  Vorrichtung zum selbsttätigen Nachstellen der  Bremsplatte 26 in     Abhängigkeit    von den     Taststan-          gen    72, 73 eingebaut. Die     Taststangen    72., 73 sind  mit Stäben 88, 89 versehen, die den Anker von elek  trischen Relais bilden, deren Steuerspulen 91, 92  parallel zueinander in einem mit einer Spannungs  quelle 93 versehenen Stromkreis 94 liegen. An dem  abgebogenen Ende 74 ist ferner ein Kontakt 95 ange  bracht.

   Eine an einem ortsfesten Teil 96 abgestützte  Feder 97 ist bestrebt, das Ende 74 der Stange 72  gegen einen Anschlag 98 zu drücken und damit in  der in     Fig.    6 gezeichneten Stellung zu halten, in der  Kontakt 95 offen ist. An dem abgebogenen Ende 75  der Stange 73 ist ein Kontakt 99 befestigt. Zwischen  ihm und einer ortsfesten Platte 101 ist eine Feder  102 abgestützt, die bestrebt ist, die Stange 73 in der  in     Fig.    6 gezeichneten oberen Stellung zu halten, in  der der Kontakt 99 geschlossen ist. Bei der Abwärts  bewegung der Stange 73 kann das Ende 75 bis zu  einem ortsfesten Anschlag 103 geführt werden.

        Eine mit der Hauptantriebswelle 5 der     Webma-          schine    gekuppelte Welle 104 trägt eine Nocken  scheibe 105, die eine Erhebung 106 aufweist. Mit  der Scheibe 105 arbeitet ein bei 107 schwenkbar  gelagerter Hebel 108 über eine Rolle 109 zusammen.  An dem freien Ende<B>111</B> des Hebels 108 sind zwei  Kontakte 112, 113 angebracht. Der Kontakt 113 liegt  in dem Stromkreis 94, der Kontakt 112 in einem       positiv    bezeichneten Zweig 115 einer Spannungs  quelle 114. In dem Zweig 115 liegt auch der Kon  takt 99. Zweig 115 führt zu der Elektrode 121 eines  elektrischen Servomotors 116, der in beiden Dreh  richtungen je nach Anschluss an die Spannungs  quelle 114 zu laufen vermag.

   Parallel zu dem Zweig  115 liegt ein den Kontakt 95 enthaltender Zweig  117, über den eine weitere     Elektrodie    119 des Mo  tors 116 angeschlossen ist. Der negativ bezeichnete  Zweig 118 der Spannungsquelle 114 ist an die Elek  trode 120 des Motors 116 angeschlossen. Der Motor  116 vermag über ein     Untersetzungsgetriebe    119 und  ein Formstück 110 die Schraube 36 der     Verstellein-          richtung    für die Bremsplatte 26 in der einen oder an  deren Richtung etwas zu verdrehen, je nachdem, in  welcher Richtung der Motor vom Strom durchsetzt  wird.  



  Die Wirkungsweise der Anordnung nach     Fig.    6  ist folgende. Die     Nockenscheibe    105 läuft bei jedem  Schuss ein Mal um. Nach Eintreffen und Stillstand  jedes     Schützens    12 in dem Fangwerk 15 gelangt der  Nocken 106 unter die Rolle 109, so dass die Kon  takte 112, 113 vorübergehend geschlossen werden.  Dadurch werden die beiden     Relais    91, 92 unter  Strom gesetzt, so dass die     Taststangen    72, 73 in  Wirkungsstellung gebracht werden.

   Wenn die Still  standsstellung     des        Schützens    etwa bei 27     (Fig.    2)  liegt, wie es sein soll, so kann die     Taststange    72  nicht soweit von dem Relais 91     abwärtsgezogen    wer  den, dass der Kontakt 95 geschlossen werden könnte.  Der elektrische Zweig 117 bleibt also stromlos. Die       Taststange    73 kann jedoch von dem Relais 92 so  weit     abwärtsgezogen    werden, dass ihr Ende 75 auf  den Anschlag 103 aufschlägt und der Kontakt 99  geöffnet wird.

   Der Zweig 115 bleibt damit, obwohl  Kontakt 112. geschlossen, also für das Funktionieren  vorbereitet ist,     stromlos.    Der Motor 116 wird daher  nicht in Bewegung gesetzt und die Bremsplatte 26  bleibt unverstellt.  



  Erreichen die Schützen jedoch nur etwa die in       Fig.    2     punktiert    eingezeichnete Stillstandsstellung  27a, ist also die Bremse zu stark angezogen, so ver  mag das Relais 91 auch die     Taststange    72 nach  unten zu ziehen, so dass der Kontakt 95 geschlossen  und der Motor 116 über den Zweig 117 unter  Strom gesetzt wird, und zwar über die Anschlüsse  119, 120. Der Motor 116 wird also für einen kur  zen Moment eingeschaltet und die Bremsplatte 26  etwas in     Fig.    2 nach oben bewegt, die Bremse also  gelockert. Nunmehr können die Schützen wieder in  eine Stillstandsstellung etwa gemäss Stellung 27 ge  langen.

   Gegebenenfalls wird das Nachstellen der    Platte 2.6 mittels des Motors 116 über einige Schüsse  hinweg     erstreckt,    nämlich solange bis die Schützen  wieder etwa die     Stillstandsstellung    27 erreichen.  



  Wenn die Schützen dagegen infolge zu locker  eingestellter Bremse etwa die Stillstandsstellung     27ti          (Fig.    2) erreichen, so kann die Stange 73 durch das  Relais 92 nicht oder nicht genügend abwärts gezo  gen werden, so dass     der    Kontakt 99 geschlossen  bleibt und der Zweig 115 unter Strom gesetzt wird.  Alsdann 'wird der Motor<B>116</B> über die Anschlüsse  120, 121 in Bewegung gesetzt, also mit umgekehr  tem Drehsinn wie vorher. Dadurch wird die Brems  platte 26 in umgekehrter Richtung verstellt, also in       Fig.    2 nach unten bewegt, so dass die Bremswirkung  verstärkt wird und die Schützen wieder in eine etwa  der Stellung 2.7 entsprechende Stillstandsstellung ge  langen.

   Gegebenenfalls wird auch dieser     Nachstell-          vorgang    über einige Schüsse hinweg erstreckt.  



  Bei einer abgewandelten     Ausführungsform    sind  statt der mechanischen Fühler 72, 73 bzw. 52, 73  z. B. elektrische oder optische (fotoelektrische) Füh  ler eingebaut. Die     Eingrenzungsfühler    für den  Schützenbremsweg 85 können beispielsweise aus  zwei Fotozellen bestehen, auf die je nach Stillstands  stellung des     Schützens    ein Lichtstrahl einer gegen  überliegenden Lichtquelle gelangen kann oder nicht.  Von den Fotozellen aus wird dann der Motor<B>116</B>  über die Anschlüsse 121, 120 oder<B>119,</B> 120 einge  schaltet, sofern eine Nachstellung der Bremse erfor  derlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Webmaschine mit Greiferschützen, einem Fang werk zur Aufnahme der Schützen nach Durchlaufen des Webfaches und einer im Fangwerk eingebauten, einstellbazten Bremsvorrichtung für den Schützen, gekennzeichnet durch zwei im Bereich des Endes des Schützenwegs (54) hintereinander angeordnete Schützenbremsweg-Eingrenzungsfühler (72 bzw. 52 ; 73), zwischen die das Ende des Schützenwegs durch entsprechende Einstellung der Schützenbremsvor richtung (25, 26) gelegt werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Maschine nach Patentanspruch, mit einer in Abhängigkeit von der Stellung eines im Fangwerk eingebauten, in den Schützenweg tastenden Tast- organs arbeitenden, selbsttätigen Aussehaltvorrich- tung zum Stillsetzen der Webmaschine, dadurch ge kennzeichnet, dass das Ausschaltvorrichtungs-Tast- organ (52) zugleich erster der beiden Bremsweg-Ein- grenzungsfühler ist. 2.
    Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Bremsweg-Eingrenzungs- fühler aus einer von Hand gegen die Wirkung einer Feder (76) in den Schützenweg (54) hineinbeweb baren Taststange (72, 73) besteht. 3. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Taststangen (72, 73) an ihrem am Schützenweg (54) zugekehrten Ende (77, 78) durch eine Führungsplatte (46) geführt sind, die mehrere entlang dem Schützenweg liegende Füh rungslöcher (47 bis 50) zum wahlweisen Einschieben von Taststangen besitzt. 4.
    Maschine nach Patentanspruch, gekennzeich net durch eine Einrichtung (91, 92, 116) zum selbst tätigen Einstellen der Bremsvorrichtung (25, 26) in Abhängigkeit von den beiden Bremsweg-Eingren- zungsfühlern (72, 73).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1535385B1 (de) * 1966-03-17 1971-12-16 North American Rockwell Einrichtung fuer Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Spulen zur Bildung einer festen Gewebekante auf der Austrittsseite eines Schussfadeneintragorgans

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1535385B1 (de) * 1966-03-17 1971-12-16 North American Rockwell Einrichtung fuer Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Spulen zur Bildung einer festen Gewebekante auf der Austrittsseite eines Schussfadeneintragorgans

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