Fadenklemme <B>für</B> Webmaschinen Die Erfindung betrifft eine Fadenklemme für Webmaschinen, bei welchen die Schussfäden wäh rend ihres Eintragens in das Webfach von ausserhalb desselben verbleibenden Vorratsspulen abgezogen werden.
Bei Webmaschinen, bei denen die Fadenklemmen innerhalb 1/50 bis 1/100 Sekunden geöffnet und ge schlossen werden, sind Erschütterungen und Schwin gungen unvermeidlich, zumal gewisse Fadenklemmen, wie z. B. die der Schützen, selbst ungleichförmig be wegt werden.
Die Erfindung besteht nun darin, dass minde stens eine der den Faden berührenden Klemmflächen durch eine quer zur Berührungsridhtung des Fadens verlaufende Ausnehmung unterbrochen ist.
Auf der Zeichnung sind vier Ausführungsbei spiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 das Prinzip des Schusseintrages bei Web- maschinen mit Vorratsspulen, Fig. 2 eine Fadenklemme für einen Fadenzu bringer, Fig. 3 und 4 die Einkerbung in der Klemmfläche in grösserem Masstab, Fig. 5 und 6 eine Fadenklemme für einen Web- schützen,
Fig. 7 bis 9 eine Randfadenklemme mit Einker bung, Fig. 10 und 11 eine Fadenklemme mit drei Klemmbacken.
Von einer Webmaschine mit Greiferwebschützen zeigt Fig. 1, mehr als Schema, das Webfach 10 und einige beim Eintragen des Schussfadens in das Web- fach wirksame .Vorrichtungen. Auf der Schusseite links befindet sich die Schussfaden-Vorratsspule 11, deren Schussfaden 12 durch die Fadenbremse 14 mit dem Bremshebel 15, durch die Öse 16 des Schuss- fadenspannorgans 17, das um die Achse 18 hin und her schwenkt, und durch die freie Öse 19 rechts von dem Spannorgan 17 läuft.
Der Fadenrückholer 21 hält das Ende des Fa dens 12 und übergibt ihn dem Schützen 22, der vom durch die Schwingachse 23 angetriebenen Schlag hebel 24 durch das Webfach 10 geschossen wird.
Der Schützen 22 passiert die Schere 25 und die Randfadenklemmen 26, läuft in das Fangwerk 27 ein, wo er mittels der Schützenbremse 28 abgebremst und durch Öffnen seiner Fadenklemme vom Schuss- faden 12 befreit wird.
Beim Abschuss des Schützen 22 ist der Brems hebel 15 gelüftet<B>;</B> die Öse 16 senkt sich aus der gezeichneten Stellung nach unten. Die Senkbewegung des Spannorgans 17 ist der Geschwindigkeit des Schützen 22 angepasst. Während der Eintragszeit bleibt die Öse 16 in der unteren Lage zwischen der Bremse 14 und der Öse 19, bis der Sdhützen 22 sich dem Austritt des Webfaches 10 nähert. Alsdann er folgt das Absenken des Bremshebels 15 der Bremse 14, um den Schussfaden 12 abzubremsen, und eine Aufwärtsbewegung des Spannorgans 17,
um das Zu rückziehen des Schussfadens 12 einzuleiten. Nach dem der Fadenrückholer 21 den Schussfaden 12 er griffen hat, wird der Faden 12 durch die Schere 25 abgeschnitten. Der Fadenrückholer 21 geht in seine in Fig. 1 gezeichnete linke Stellung zurück, wobei die Öse 16 weiter behoben wird.
Anstelle eines Greiferwebschützens kann auch ein anderes Eintragsorgan für den Schussfaden, wie z. B. Eintragsnadeln und dergleichen vorgesehen sein.
Bei der Fadenklemme 40 des Fadenzubringers 21, Fig. 2, ist nur die den Faden 12 berührende Klemmfläche 38 der unteren Klemmbacke 39 durch eine im Querschnitt dreieckförmige Einkerbung 47 unterbrochen, während die obere Klemmbacke 44 eine nicht unterbrochene Klemmfläche 43 aufweist. Der Faden 12 wird zwischen den Klemmbacken 39, 44 infolge der Federkraft flachgepresst, Fig. 3 und 4.
Im Bereich der Einkerbung 47 behält der Faden 12 mehr oder weniger seine ursprüngliche Form und bildet einen Knoten 48, welcher beim Herausziehen des Fadens 12 aus der geschlossenen Klemme 39, 44 flachgedrückt werden müsste und somit den Wider stand gegen Herausziehen stark vergrössert.
In Fig. 5 ist im Gehäuse des Schützen 22 die Fadenklemme 31 befestigt. Die beiden federnden Schenkel 32, 33 sind links mit Klemmbacken 34, 35 versehen. Die den Faden 12 berührenden Klemm flächen 36, 37 der Klemmbacken 34, 35 sind durch kreissegmentförmige Bohrungen 49, 50 unterbro chen, die quer zur Einlegerichtung des von der Fa denklemme 31 festhaltenden Fadens 12 verlaufen.
Sowohl die Fadenklemme 40 in Fig. 2 als auch die Fadenklemme 31, Fig. 5, sind in der geöffneten Stellung dargestellt, die durch Einschieben der Öff ner 45 und 46 zwischen den Klemmenschenkeln 32, 33 und 41, 42 erzielt wird.
In Fig. 6 ist in jeder Klemmbacke 34, 35 eine Halbbohrung 49, 50 vorgesehen, welche etwa einen Drittel der Gesamtfläche der Klemmbacken 34, 35 einnimmt. Indem zu beiden Seiten der Halbbohrung 49, 50 ebene Klemmflächen 36, 36' und 37, 37' vor gesehen sind, ergeben sich gleiche Verhältnisse wie in Fig. 3 und 4. Der Knoten kann sich aber allseitig gleichmässig ausbilden und der Widerstand gegen ein Herausziehen des Fadens 12 aus der geschlosse nen Klemme 34, 35 ist grösser.
Die Achse der Teil bohrung kann sowohl inner- als auch ausserhalb der Ebene der Klemmflächen angeordnet sein.
Damit der Faden 12 nicht durch scharfe Kanten beschädigt wird, sind die entsprechenden Kanten der Ausnehmungen 47, 49, 50 abgestumpft, z. B. gebro chen oder abgerundet.
Die Randfadenklemme 26, die am hin und her bewegten Träger 29 drehbar angeordnet und nach giebig am Anschlag 30 angepresst wird, Fig. 7, hat eine bewegliche Klemmbacke 52 und eine feste Klemmbacke 53 mit den Klemmflächen 54, 55. Die bewegliche Klemmbacke 52 hat eine Stange 56 mit einem darauf befestigten Federteller 57 für die Druckfeder 58, welche die Stange 56 nach oben drückt und die Klemmbacke 52 mit dem Faden 12 gegen die feste Klemmbacke 53 presst. Bei der Be wegung von rechts nach links wird die Stange 56 am Öffner 59 heruntergedrückt und die Klemme 52, 53 geöffnet.
Bei Randfadenklemmen ist die Einlegerichtung 60, Fig. 9, des Schussfadens 12 quer zur Bewegungs richtung der Klemme 26, Fig. 1, im Gegensatz zu den Klemmen 31, 40 in Fig. 2 und 5. Daher ver laufen die Ausnehmungen 61, 62 in der Bewegungs richtung der Randfadenklemme 26. Sie sind im Querschnitt trapezförmig mit steilen Seitenkanten 63, Fig. 8, an die der Knoten 64 gut anliegt und gegen Herausziehen gut gesichert ist.
Die Fadenklemme 65, z. B. von Eintragsstangen, Eintragsbändern oder anderen Eintragsorganen, Fig. 10 und 11, hat drei Klemmbacken 66, 67, 68, deren Klemmflächen 69, 70 den Schussfaden 12 festhalten. Dazwischen ist ein Hohlraum 71, in der Gestalt einer Hohlkugel, in den Klemmbacken 66, 67, 68 ausge spart. Im Raum 71 bildet sich ein Knoten 72 im Faden 12 aus.
Ein solcher Hohlraum kann auch an der Berührungsstelle des Fadens 12 vorgesehen sein, wenn nur zwei einander gegenüberliegende Klemm backen, wie in Fig. 2 bis 6, vorhanden sind ; dieser Hohlraum reicht nicht bis zu den Seiten hin. Der Hohlraum kann kugelförmig, zylindrisch eiförmig oder dergleichen gestaltet sein.