CH390982A - Vorrichtung zum Lösen der Riegel beider Kupplungsköpfe einer automatischen Eisenbahnkupplung - Google Patents
Vorrichtung zum Lösen der Riegel beider Kupplungsköpfe einer automatischen EisenbahnkupplungInfo
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- B61—RAILWAYS
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Description
Vorrichtung zum Lösen der Riegel beider Kupplungsköpfe einer automatischen Eisenbahnkupplung Eine Gruppe von automatischen Eisenbahnkupp lungen besitzt je einen zentralsymmetrisch zum Kupplungszentrum angeodneten Kuppelzapfen am Kupplungskopf, welcher beim Kuppeln in eine entsprechende zentralsymmetrisch angeordnete Aus sparung des Gegenkopfes eingreift. Diese Kupp lungsköpfe besitzen je einen Kupplungszapfen in der Form einer Halbkugel mit einer zylindrischen Wurzel und eine entsprechende Aussparung.
Solche Kupplungen werden im gekuppelten Zu stand mit je einem horizontalen, senkrecht zur Zug richtung eingebauten Riegel gekuppelt und der letz tere verriegelt.
Zum Kraftschluss greift ein Riegel in eine Aus sparung des Kupplungskopfes ein, und der letztere wird durch einen Exzenternocken gesichert.
Das Lösen der Kupplung erfolgte bisher durch Verdrehen eines in den Riegel eingreifenden Exzen- ternockens, welcher auf einer vertikalen Ausrück welle aufgebaut ist, und mit Hilfe einer Kette und eines Kettenrades in jedem Kupplungskopf separat betätigt wurde, so dass zum Entkuppeln zwei Hand griffe gezogen werden mussten. Betriebtechnisch ist es jedoch erwünscht, dass zum Lösen der Kupplung nur ein einziger Handgriff gezogen werden muss.
Keile und Schlüssel zum Auseinanderspreizen von Riegeln sind ebenfalls bekanntgeworden. Wenn sie in die gegenüberliegende Kupplungshälfte ein greifen sollen, um den Riegel zu öffnen, so müssen sie auch im gelösten Zustande der Kupplung stark vorspringen und werden beim sogenannten Einfan gen oder Zentrieren der Kupplung leicht beschä digt.
Von den 'bekannten Lösungen für obige Auf gabe unterscheidet sich die vorliegende Erfindung dadurch, dass die vertikale Ausrückwelle jedes Kupp- lungskopfes an ihrem unteren Ende mit einer Kur venscheibe versehen ist, an welcher eine Schubstange und ein .Zuganker angelenkt sind, derart, dass beide Ausrückwellen durch einen am einen Kupplungskopf angelenkten zweiarmigen Hebel gleichzeitig beweg bar sind.
Die Abbildungen zeigen zwei verschiedene Aus führungsarten des Erfindungsgegenstandes, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Horizontalschnitt durch eine be kannte automatische Kupplung in der Mittelebene der Kuppel-Zapfen in gekuppeltem Zustand, Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt durch die selbe Kupplung im kuppelbereiten Zustand, jedoch auseinandergefahren, Fig. 3 eine erste Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes in gekuppeltem Zustand in einem Horizontalschnitt unterhalb der Kupplungsmitte, Fig. 4 dieselbe Ausführungsart in kuppelberei tem Zustande, jedoch auseinandergefahren, in -der selben Schnittebene, Fig. 5 dieselbe Ausführungsart in entkuppeltem, jedoch nicht auseinandergefahrenem Zustande, mit zwei verschiedenen Stellungen des Betätigungshebels, Fig. 6 eine zweite Ausführungsart des Erfindungs gegenstandes in derselben Schnittebene.
Die Abbildungen Fig. 1 und 2 zeigen eine auto matische Eisenbahnkupplung im gekuppelten .Zu stand (Fig. 1) und im entkuppelten, jedoch kuppel- bereiten Zustand (Fig. 2). Der linke Kupplungskopf 101 mit seinem halbkugelförmigen Kuppelzapfen 102 greift in eine entsprechende Aussparung des rechten Kupplungskopfes ein und wird daselbst mit tels des Riegels 103 durch desssen vorspringende Nase 104 in einem Hakenmaul 105 formschlüssig und kraftschlüssig gekuppelt.
Der Riegel 103 wird anderseits vom Exzenternocken 106 gegen eine Ver schiebung versperrt und gesichert. Zum Lösen der Kupplung wird der Exzenternocken 106 mit Hilfe einer vertikalen Ausrückwelle 11 im Gegenuhrzeiger sinn verdreht: Diese Drehung bewirkt eine Verschie bung des Sperriegels 103. Identische Teile bewerk stelligen denselben Vorgang am linken Kupplungs kopf, wobei der Kuppelzapfen 102 gekuppelt, be ziehungsweise wieder freigegeben wird.
Fig. 2 zeigt dieselbe Kupplung in ausgefahrenem, kuppelbereitem Zustand. Die Riegel 103 sind von den Exzenternocken 106 mittels der Ausrückwelle 11 zurückgeschoben worden.
Bisher ist diese Bewegung zum Lösen der Riegel 103 und zum Drehen der Ausrückwelle 11 durch zwei voneinander unabhängige Betätigungsvorrichtungen erfolgt, so dass vom Bedienungspersonal zum Ent- kuppeln immer an 2 Handgriffen gezogen werden musste.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung derart zu bauen, dass zum Entkuppeln jeweils nur noch ein einziger Handgriff zu betätigen ist.
Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsart dieser Vorrichtung, welche im unteren Teil des Kupplungs kopfes eingebaut ist. Die Abbildung zeigt eine Kupp lung in zusammengefahrenem und fest gekuppeltem Zustand.
Auf der vertikalen Ausrückwelle 11 ist eine Kurvenscheibe 1 aufgekeilt, an welcher verschie dene Teile gelenkig befestigt sind und mit welchen die Ausrückwelle 11 verdreht und damit die Kupp lung gelöst, beziehungsweise gekuppelt werden kann, gemäss der obigen Beschreibung von Fig. 1 und 2. Zum Verriegeln der Kupplung dient die Zugfeder 2, welche über eine Gall'sche Kette 3 mit der Kurven scheibe 1 verbunden ist. Um das Drehmoment der Feder auf die Ausrückwelle 11 möglichst konstant. halten zu können, wird die Gall'sche Kette 3 über das äussere Profil der Kurvenscheibe 11 mit zuneh mendem Radius abgewälzt. Dadurch wird die Aus rückwelle 11 im Uhrzeigersinn gedreht.
Zum Öffnen der Kupplung muss die Kurven scheibe 1 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wer den. Dies kann entweder mit Hilfe des Zugankers 5 über eine Gall'sche Kette 6 erfolgen, oder aber durch eine Schubstange 4. Die Schubstange 4 ist an ihrem inneren Ende durch einen Bolzen 13 mit der Kur venscheibe 1 verbunden. Um beide Ausrückwellen 11 beider Kupplungshälften gleichzeitig betätigen zu können, wird mit Hilfe eines zweiarmigen Hebels 8 von einem einzigen Betätigungsgriff 10 aus - über eine Kette 9 - in der Kupplungshälfte der Zuganker 5 nach aussen gezogen, während gleichzeitig die Schubstange 4 des Gegenkopfes die Reaktionskraft des Hebels 8 aufnimmt und nach einwärts geschoben wird.
Bei dieser Hebelbewegung wird dadurch gleichzeitig in beiden Kupplungshälften die Aus rückwelle 11 gedreht. Dabei ist es gleichgültig, an welchem der Hebel 8 diese Ausrückbewegung vor genommen wird.
Bei der vorliegenden Erfindung ist es ferner möglich, die Hebellängen des zweiarmigen Hebels im Bereich des zur Verfügung stehenden Raumes zu variieren. Deshalb kann auch das I7bersetzungsver- hältnis so gross gewählt werden, dass die erforderliche Betätigungskraft an der Kette 9 bzw. am Handgriff 10 auch unter grösster Zugbelastung der Kupplung nicht grösser wird, als dies 'bisher zur Betätigung einer einzelnen Ausrückwelle 11 nötig war. In der dargestellten Ausführung nach Fig. 3-5 ist die er forderliche Betätigungskraft sogar kleiner als bei Einzelantrieb der Ausrückwellen 11 nach bisherigen Ausführungen.
Fig. 4 zeigt dieselbe Ausführung der erfindungs gemässen Vorrichtung in kuppelbereitem Zustand, jedoch mit auseinandergefahrenen Kupplungsköpfen. Die darin aufgeführten Bezugszeichen stimmen mit der Fig. 3 überein. Die vorkragenden, freien Enden des zweiarmigen Hebels 8 sind mit einem Kopf 12 versehen, welcher derart ausgebildet ist, dass er in eine konkave Nute 15 beziehungsweise Vertiefung des Kopfes 14 der Schubstange 4 passt und beim Kuppeln sich darin fängt beziehungsweise beim Lösen abwälzt.
Fig.5 zeigt die entsprechende Vorrichtung in gekuppeltem, jedoch zusammengefahrenem Zustand der beiden Kupplungsköpfe. Die Bezugszeichen und die Position der verschiedenen Teile entsprechen der Zeichnung in Fig. 4. Der Hebel 8 ist in seiner Löse stellung 18 strichpunktiert dargestellt.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsart des Er findungsgegenstandes mit einem innerhalb des Kupp lungskopfes eingebauten zweiarmigen Betätigungs hebels 48. Wie bei der Ausführung nach Fig. 3-5 erfolgt die Schliessbewegung mit Hilfe einer Kette 46 durch eine Feder 47, durch eine Drehung im Uhr zeigersinn. Die Lösebewegung im Gegenuhrzeiger sinn kann entweder durch einen Zuganker 45 oder durch eine Schubstange 53 erfolgen. Je einer dieser beiden Teile kann durch den zweiarmigen Hebel 48, welcher in einer Kupplungshälfte eingebaut ist, be tätigt werden. Gemäss Fig. 6 erfolgt dies durch Zie hen an einem Handgriff 56 über ein Seil 57 und eine Laufrolle 58.
Diese Bauart ermöglicht wiederum eine starke Hebelübersetzung der am Handgriff aus geübten Betätigungskraft. Zusätzlich kann das über setzungsverhältnis noch verbessert werden durch die dargestellte Anordnung im Sinne eines Flaschen zuges. Der zweiarmige Hebel ist in einer Öse mit Langloch 54 im Zuganker 45 gelagert und betätigt mit seinem freien Ende 52 einen Anschlag 55 der Schubstange 53 der gegenüberliegenden Kupplungs hälfte.
Bei der vorliegenden Ausführungsart nach Fig. 6 sind die zweiarmigen Hebel 48 derart angeordnet, dass deren über die Stossfläche vorstehendes freies Ende 52 beim Zusammenfahren der Kupplungsköpfe in keiner vorkommenden Betriebstellung verletzt wer den kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung gestattet die gleichzeitige Betätigung beider Riegel in zwei Kupp lungsköpfen von automatischen Eisenbahnkupplun gen. Trotz dieser Verdoppelung der technischen Wir kung beim Lösen der Kupplung kann dank der sinn- fälligen Hebelanordnung und der Ausnutzung der Reaktionskraft bei der vorliegenden Erfindung die Betätigungskraft am Handgriff sogar kleiner gewählt werden. Diese Vereinfachung bringt eine zusätzliche Einsparung an Bedienungszeit und Bedienungsauf wand.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum gleichzeitigen Lösen der Riegel beider Kupplungsköpfe einer automatischen Eisen bahnkupplung, durch Betätigung eines einzigen Hand- griffes, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Ausrückwelle (11) jedes Kupplungskopfes (101) an ihrem unteren Ende mit einer Kurvenscheibe (1) ver sehen ist, an welcher eine Schubstange (4, 53) und ein Zuganker (5, 45) angelenkt sind, derart, dass beide Ausrückwellen (11) durch einen am einen Kupplungskopf (101) angelenkten zweiarmigen He bel (8, 48) gleichzeitig bewegbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiarmige Hebel (8) der Aussenkontur der Kupplung nachgeführt ist, im ge- gabelten Ende eines mit einer Druckfeder versehenen, quer zur Fahrrichtung eingebauten Zugankers (5) gelagert ist, dessen inneres Ende mittels Kette (6) an der Kurvenscheibe (1) angelenkt ist, an einem freien Ende (12) über die Kupplungshälfte nach vorn Vorsteht und in gekuppeltem Zustand auf dem Kopf (14) der Schubstange (4) aufliegt, während das an dere freie Ende des Hebels (8)mittelbar von Hand betätigbar ist in Richtung gegen die Wagenaussen seite. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am hin- tern freien Ende des zweiarmigen Hebels (8) eine Kette (9) mit Handgriff (10) befestigt ist, welcher unterhalb dem Wagenpuffer elastisch beweglich auf gehängt ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiarmige Hebel (48) inner halb des Kupplungskopfes (101) in einer Öse mit Langloch (54) des Zugankers (45) gelagert ist, und in gekuppeltem Zustand mit dem vorderen freien Ende (52) an einem Anschlag (55) der Schubstange (53) anliegt und am hinteren freien Ende mit Hilfe eines Handgriffes (56) eines Seiles (57) und einer Seilrolle (58) im Sinne eines Flaschenzuges betätig- bar ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kurvenscheibe (1) mittels einer Gall'schen Kette (3, 46) eine Zugfeder (2, 47) derart angelenkt ist, dass die Ausrückwelle (11) den Riegel in die Schliess stellung zurückführt und die Schubstange (4) nach aussen geschoben wird. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Kurvenscheibe (1) mit zunehmendem Radius für die darauf abwälzende Gall'sche Kette (3, 46) aus gebildet ist, derart, d'ass das durch die Feder (2, 47) auf die Ausrückwelle (11) erzeugte Drehmoment annähernd konstant bleibt. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionskraft des zweiarmigen Hebels (8, 48) an seinem freien Ende (12, 52) auf der Schubstange (4, 53) abgestützt ist. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme des zweiarmigen Hebels (8, 48) ver schieden lang sind, derart, dass der Handgriff (10, 56) an einem längeren Hebelarm angreift. B. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 2, 6, 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiarmige Hebel (8) an seinem freien Ende mit einem Kopf (12) versehen ist, welcher bei Betätigung des Hebels in eine Nute (15) des Kopfes (14) der Schubstange (4) eingreift.
Priority Applications (2)
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| CH1006061A CH390982A (de) | 1961-08-29 | 1961-08-29 | Vorrichtung zum Lösen der Riegel beider Kupplungsköpfe einer automatischen Eisenbahnkupplung |
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Publications (1)
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| CH390982A true CH390982A (de) | 1965-04-30 |
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2390156A1 (de) * | 2010-05-26 | 2011-11-30 | Voith Patent GmbH | Kupplungskopf für ein spurgeführtes Fahrzeug |
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1961
- 1961-08-29 CH CH1006061A patent/CH390982A/de unknown
-
1962
- 1962-07-14 AT AT571662A patent/AT239839B/de active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2390156A1 (de) * | 2010-05-26 | 2011-11-30 | Voith Patent GmbH | Kupplungskopf für ein spurgeführtes Fahrzeug |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT239839B (de) | 1965-04-26 |
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