CH390985A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von isolierten Schienenstössen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von isolierten Schienenstössen

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CH390985A
CH390985A CH1056561A CH1056561A CH390985A CH 390985 A CH390985 A CH 390985A CH 1056561 A CH1056561 A CH 1056561A CH 1056561 A CH1056561 A CH 1056561A CH 390985 A CH390985 A CH 390985A
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CH
Switzerland
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rail
resin
mold
joint
resin body
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Application number
CH1056561A
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English (en)
Inventor
Kurt Dr Offermann
Karl Dr Buser
Ralf Dr Helbig
Original Assignee
Leuna Werke Veb
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B29/00Laying, rebuilding, or taking-up tracks; Tools or machines therefor
    • E01B29/24Fixing or removing detachable fastening means or accessories thereof; Pre-assembling track components by detachable fastening means
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B11/00Rail joints
    • E01B11/54Electrically-insulating rail joints

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description


      Verfahren    und     Vorrichtung    zur Herstellung von isolierten Schienenstössen    Um im     Eisenbahnsicherungswesen    den fahrenden  Zug selbsttätig mitwirken zu lassen, sind in den  Gleisanlagen an bestimmten Stellen isolierte Schie  nen eingebaut, die beim Befahren durch Eisenbahn  fahrzeuge eine Einwirkung auf elektrische Sicherungs  anlagen, wie     Weichenhebelsperren,        Gleisfreimeldean-          lagen,    Auflösung von Fahrstrassen und dergleichen,  auslösen.

   Während die Schwierigkeiten der Herstel  lung nicht isolierter Schienenstösse durch Anfertigung  grösserer Walzlängen bzw. durch Zusammenschwei  ssen ganzer Streckenlängen weitgehend ausgeschaltet  wurden, ist das Problem der Herstellung dauerhafter  und verschleissfester, isolierter Schienenstösse noch  in keiner Weise zufriedenstellend gelöst. Durch die  Einführung der modernen Technik im Eisenbahn  sicherungswesen, d. h. durch die Einrichtung von       Gleisbildstellwerken,    automatischer     Streckenblockung     usw., hat die isolierte Schiene erheblich an Bedeutung  gewonnen, so dass die Herstellung isolierter Schienen  stösse mehr als zuvor im Vordergrund des Interesses  der Gleisbauer steht.  



  Es ist bekannt, den Stromdurchgang durch einen  Schienenstoss in der Weise zu verhindern, dass man  die Schienenenden mittels aus Holz oder     Pressholz     oder anderem Isoliermaterial gefertigten Laschen un  ter Verwendung von Bei- und Zwischenlagen aus Le  der oder sonstigen isolierenden Stoffen miteinander  verbindet. Auch Verbindungen mittels Stahllaschen  sind bekannt, bei denen die Laschen selbst wie auch  die Schrauben und Schienenenden mit isolierenden  Beilagen versehen sind. In gleicher Weise werden  auch Stahllaschen verwendet, die an     ihren    mit den  Schienen in Berührung stehenden Flächen sowie in  den Bohrungen für die Schrauben eine Auflage aus  einem     Nichtleitermetall    tragen oder auf die ein Iso  liermaterial, z. B. Gummi, aufgespritzt ist.

   Schliess-         lich    sind für die Herstellung isolierter Schienenstösse  Verbindungen bekannt, die     ganz    oder teilweise Pakete  aus metallischen Lamellen, Blechen, Platten oder  Bändern bilden, die mit isolierenden Oberflächen  ausgestattet sind.  



  Bei allen diesen Ausführungen besteht aber der  grundsätzliche Mangel, dass die Schienenenden nur  durch Schraubverbindungen     verlascht    sind und da  durch dem rollenden Rad, besonders auch bei Be  rücksichtigung der ständig steigenden Verkehrslasten,  einen Angriffspunkt zu einem schnell fortschreiten  den Verschleissbieten. Als Folge davon brechen     Holz-          und        Pressholzlaschen,    auch die isolierenden Bei- und  Zwischenlagen werden zerstört und büssen dadurch  ihre Isolierwirkung ein, und selbst aufgespritztes  Isoliermaterial wird abgenutzt und hindert dann den  Stromdurchgang nicht mehr.

   Es ist     eine    dem Fach  mann bekannte Tatsache, dass Isolierstösse noch we  sentlich schneller verschleissen als ein normaler  Schienenstoss.  



  Es wurde nun gefunden, dass alle oben geschilder  ten Nachteile vermieden werden und man isolierte  Schienenstösse erhält, die neben einer hervorragenden       Isoliereigenschaft    eine ausserordentlich hohe Ver  schleissfestigkeit besitzen, wenn erfindungsgemäss die  Schienen mittels eines     härtbaren    Klebe- oder Giess  harzes, vorzugsweise eines     Epoxydharz-Härter-Ge-          misches,    in der Weise miteinander verbunden werden,  dass die mit einem Abstand von einigen     Millimetern     aneinandergelegten Enden mit Hilfe einer sie um  schliessenden Form an allen Stellen, die nicht dazu  bestimmt sind, mit einem rollenden Rad in Berührung  zu kommen, mit einem Harzkörper umgeben werden.

    Die Ummantelung kann an Ort und Stelle im Be  triebsgleis erfolgen. Es können aber auch zwei lose  Schienenstücke an ihrer Stossstelle mit einem Harz-           mantel    umgeben und die so verbundenen Teile nach  erfolgter     Aushärtung    in bekannter Weise metallur  gisch in den Schienenstrang eingeschweisst werden.  



  Die Ummantelung wird zweckmässig in einer  Stärke von etwa 7 cm an beiden Schienenlängsseiten  und von etwa 3 cm unter dem Schienenfuss aufge  bracht, wobei der Harzkörper die Schienenenden auf  einer Länge von etwa 30 cm beiderseits der Stoss  stelle umschliesst. Um die Elastizität des Harzes     zu     erhöhen, wird es zweckmässig im Gemisch mit einem  Füllstoff, beispielsweise     Glaswollgewebe,    angewendet.  Zur Gewährleistung einer blasenfreien     Verklebung     kann der Guss im Vakuum oder unter Anwendung  von Druck oder Ultraschall vorgenommen werden.  Durch Zusatz geeigneter Härter können ausserordent  lich hohe     Festigkeiten    der Klebeverbindungen erreicht  werden.

   Die Aushärtung kann je nach dem benutzten       Härtungsmittel    bei Temperaturen von 80 bis 140   oder bei normaler Aussentemperatur erfolgen. Da  Giess- und Klebeharze auch bei niedrigen Tempera  turen in hohem Masse elastisch bleiben, besitzen die  erfindungsgemäss hergestellten Schienenstösse eine  ausgezeichnete Dauerelastizität. Sie sind ausserdem  standfest und wasserunempfindlich, so dass eine gute  und dauernde stromisolierende Wirkung gewährlei  stet ist. In ihrem statischen Verhalten stehen sie den  nach einem der üblichen metallurgischen Verfahren  verschweissten Schienenstössen in nichts nach.  



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise Vorrich  tung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens schematisch dargestellt.  



       Abb.    1 zeigt einen Längsschnitt durch die Vor  richtung,       Abb.    2 einen Querschnitt längs der Linie     A-A     der     Abb.    1.  



  Die Vorrichtung besteht aus einer Traverse 1 zur  Aufnahme der miteinander zu verbindenden Schie  nenstücke S. In der Mitte der Traverse ist eine unten  geschlossene Giessform 2, die in ihrer Höhe etwa der  Länge einer üblichen Lasche entspricht, so an ihr  befestigt, dass sie nach dem Aufspannen der Schienen  stücke den Stoss umschliesst. Die Traverse 1 mit der  daran angebrachten, unten geschlossenen Giessform 2  ist von einem heizbaren Vakuumgefäss umgeben, das  aus einem Oberteil 3 und einem Unterteil 4 besteht,  die luftdicht miteinander verschraubt werden können.  An dem Oberteil befindet sich ein Gefäss 5 zum Ein  füllen des Giessharzes mit einem Ablaufrohr 6, das  bei verschraubtem Zustand des Vakuumbehälters  bis an die Oberkante der Giessform reicht.

   Ausserdem  sind in bekannter Weise ein Schauglas und eine     Tem-          peraturmessvorrichtung    vorgesehen. Der Stutzen 7  dient zum Anschluss der Vakuumpumpe; er kann an  jeder beliebigen Stelle des Vakuumgefässes angebracht  sein.  



  Zur     Durchführung    des Verfahrens wird die Giess  form 2 in an sich bekannter Weise mit einem     For-          mentrennmittel,    wie     Silikonlack    und     Silikonfett,    aus  gekleidet, um ein Festkleben des Harzes an den Wän  den zu verhindern. Die Schienenstücke S werden auf    der Traverse 1 aufgespannt und die fest miteinander  verbundenen Teile (Traverse 1, Giessform 2 und  Schienenstücke S) in den unteren Teil 4 des Vakuum  gefässes lose hineingestellt. Um ein Ankleben des  unteren Schienenstückes auf dem Boden des Va  kuumgefässes bei Überlaufen der Giessform zu ver  meiden, kann eine     hölzerne    Unterlage eingelegt wer  den.

   Dann wird das Oberteil 3 aufgesetzt und mit  dem Unterteil 4 luftdicht verschraubt. Bei einem  Vakuum von 10 bis 20 cm     Hg    wird nun das     Harz-          Härter-Gemisch    in das Gefäss 5 eingefüllt, von wo es  durch das Rohr 6 in die Giessform 2 läuft, in die  zuvor das gewünschte Füllmaterial eingebracht wor  den war. Die Menge des benötigten     Harz-Härter-Ge-          misches,    die so bemessen sein muss, dass die Giess  form möglichst bis zum Rand gefüllt wird, kann  vorher bestimmt und das Gefäss 5 entsprechend ge  eicht werden.

   Die Aushärtung erfolgt im Falle der  Verwendung von     Heisshärtern    durch     Aufheizen    des  Vakuumgefässes auf 130" C während der Dauer von  18 Stunden.  



  Um     zu    erreichen, dass die mit dem Rad in Be  rührung kommenden Stellen des Schienenstosses von  Harz frei bleiben, kann man in die     Gussform    ein  entsprechend ausgebildetes Holzfutter einlegen. Die  Schienenenden können aber auch voll umgossen und  die in Frage kommenden Stellen nachträglich aus  gearbeitet werden.  



  Die Vorrichtung kann sinngemäss auch zur Um  mantelung des Schienenstosses an Ort und Stelle im  Betriebsgleis Anwendung finden. Anstelle von Va  kuum kann auch unter Druck oder mit Ultraschall  gearbeitet werden, wobei die Vorrichtung natürlich  entsprechend modifiziert werden muss.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von isolierten Schie nenstössen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schie nen mittels eines härtbaren Klebe- oder Giessharzes in der Weise miteinander verbunden werden, dass die mit einem Abstand von einigen Millimetern anein andergelegten Enden mit Hilfe einer sie umschliessen den Form an allen Stellen, die nicht dazu bestimmt sind, mit einem rollenden Rad in Berührung zu kom men, mit einem Harzkörper umgeben werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung der Stoss stelle mit dem Harzkörper an Ort und Stelle im Be triebsgleis vorgenommen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei lose Schienenstücke an ihrer Stossstelle mit dem Harzkörper ummantelt und die so verbundenen Teile metallurgisch in den Schie nenstrang eingeschweisst werden. PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, bestehend aus einer Traverse (1), um die zu verbindenden Schienenstücke aufzu spannen, und einer an ihr befestigten Giessform (2), zum Zwecke, den aufgespannten Schienenstoss zu umschliessen, sowie einem diese Teile umgebenden zweiteiligen Vakuumgefäss (3 und 4), das mit einem Anschlussstutzen (7) für eine Vakuumpumpe verse- hen ist und an dessen Oberteil (3) ein Gefäss (5)
    zum Einfüllen des Harzes angeordnet ist, von dem ein Ab laufrohr (6) zur Giessform (2) führt.
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