Sitz an einem Klosettstuhl Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sitze für Klosettstühle und bezweckt einen Sitz zu schaf fen, der aus einer kleinen Anzahl von einfachen Tei len zusammengesetzt ist und daher einfach und billig in der Herstellung und gleichzeitig leicht zu montie ren und zu demontieren ist, wodurch auch Reinigung und eventuelle Desinfektion vereinfacht wird. Der Sitz gemäss der Erfindung ist aus verhältnismässig weichem Kunststoff ausgeführt und ist von dem Typ, der gegen die obere Kante des Stuhls um deren gan zen Umkreis anliegt und mittels gleichfalls aus Kunst stoff hergestellter, in Ausnehmungen am Stuhl einge führter Befestigungszapfen befestigt ist.
Der Sitz ist dadurch gekennzeichnet, dass an ihm Lageraugen ausgeformt sind, die mittels je einem Achszapfen mit Lageraugen verbunden sind, die an den als separate Elemente ausgeführten Befestigungszapfen vorhanden sind, und dass die Befestigungsteile der Befestigungs zapfen als aufgeschlitzte Hülsen ausgeführt sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Hierbei ist Fig. 1 eine teilweise sektionierte Drauf sicht einer Partie eines Sitzes mit Deckel, während Fig. 2 eine Ansicht des Sitzes gemäss Fig. 1, von hinten darstellt in Verbindung mit einer Sektion durch eine Kantenpartie von Sitz und Deckel. Fig. 3 ist eine Sektion entlang der Linie III-III in Fig. 1.
In den Figuren ist der eigentliche Sitz mit 1 be zeichnet, der eine geschlossene Ringform hat und ent lang dem grössten Teil seines Umkreises derartig mit rinnenförmiger Sektion ausgeführt ist wie im unte ren Teil der Fig. 2 gezeigt. Das Material im Sitz be steht aus einem verhältnismässig weichen Kunststoff, z. B. Polypropylen. Im gezeigten Beispiel ist der Sitz 1 mit einem Deckel 2 gedeckt, der geeignetermassen aus demselben Material hergestellt ist wie der Sitz und diesen in niedergeklappter Lage gänzlich deckt. Nach hinten ist der Sitz 1 mit einem schräg em porragenden Lappen la ausgeformt, dessen freie Kante leicht abwärts gebogen ist.
An den Enden der hierdurch gebildeten, nach unten offenen Rinne sind Lageraugen 3 ausgeformt. Auf ähnlicher Weise sind an der Unterseite der leicht abwärts gebogenen Hin terkante 2a am Deckel 2 Lageraugen 4 angebracht. Mittels der Lageraugen 3 und 4 sind Sitz 1 und Dek- kel 2 gelenkig mit den Befestigungszapfen 5 verbun den, welche für diesen Zweck ebenso mit Lageraugen 6 ausgeführt sind, welche zwischen den Lageraugen 3 und 4 liegen.
Wie es am deutlichsten aus Fig. 3 hervorgeht, be steht der eigentliche Zapfenteil des Befestigungszap fens 5 aus einer nach unten offenen, aufgeschlitzten und aussen schwach konischen Hülse 7, die der Form den für die Hülsen vorgesehenen Aussparung 8 des hinteren Teils des schematisch angedeuteten Klosett stuhls 9, angepasst sind.
Jeder Befestigungszapfen 5 ist in einem Stück aus verhältnismässig weichem Kunststoff ausgeführt, weshalb die Hülsen verhältnis mässig elastisch sind und ohne besondere Massnah- men mit für normale Verhältnisse zulänglicher Kraft in den Aussparungen 8 auf Grund der durch die Fe derung entstandenen Friktion zurückgehalten werden.
In der Fig. 3 ist jedoch gezeigt, wie sich die Hülse 7 innen etwas nach unten erweitert und wie vom un teren Ende der Aussparung 8 in entsprechender Wei se ein konischer Zapfen 10 in die Hülse eingeführt ist, wodurch sich die Hülse 7 an die Wände der Aus sparung 8 anpassen kann, um die Befestigungskraft zu erhöhen. Der Expandierzapfen 10 kann aus ver hältnismässig hartem Kunststoff angefertigt sein.
Aus Fig. 1 geht hervor, dass die Schwenkachse zwischen jedem Festzapfen, Deckel und Sitz aus ei- nem Achszapfen 11 besteht, der in der Mitte mit ei ner abgedrehten Partie 11a ausgeformt ist. Die öff- nung des Lagerauges 6 des Befestigungszapfens 5 ist dieser Partie 11a angepasst, während die Öffnungen in den Lageraugen 3 und 4 des Sitzes bzw. des Dek- kels den Endpartien der Achszapfen angepasst sind.
Dank der weichen Beschaffenheit des Kunststoffes kann bei der Montage die eine Endpartie des Achs zapfens 11 durch die Öffnung im Lagerauge 6 ge- presst werden, wonach das Material im Lagerauge in die eingeschnürte Partie 11a zurückfedert, wo bei der Achszapfen 11 mit ausreichender Kraft in axialer Richtung gehalten wird, um eine unabsicht liche Verschiebung zu verhindern.
Da der ganz glatte, in Sektion rinnenförmige Sitz 1 entlang seines ganzen Umkreises auf der Oberkante des Stuhles aufliegt, und ferner der Deckel in nieder geklappter Lage entlang dem wesentlichen Teil seines Umkreises sich gegen den Sitz stützt, können bei Be lastung des Sitzes oder des Deckels keine nennens werte Kräfte an die Gelenkverbindung und Befesti gungszapfen überführt werden. Deshalb können die Gelenkverbindungen einfach und mit verhältnismäs- sig schwachen Lageraugen und separaten, kurzen Achszapfen ausgeführt sein, was eine Materialeinspa rung und vereinfachte Pressung bedeutet.
Die Befe stigungszapfen brauchen nicht mit einer grösseren Kraft in ihren Aussparungen 8 gehalten zu werden, weshalb die ganze Anordnung für Reinigung und eventuelle Desinfektion leicht vom Stuhl entfernt werden kann. Bei öffentlichen Lokalen, wie Gaststät ten usw. ist es angebracht, die Befestigungszapfen mit Expandierzapfen 10 in ihrer Lage zu sichern, um die Gefahr eventueller absichtlicher Beschädigung zu verringern.
In Fällen, wo kein Deckel erforderlich ist, kann der Achszapfen 11 beispielsweise durch einen kürze ren Achszapfen ersetzt werden, wobei eine Partie der eingeschnürten Partie 11a entspricht und eine ande re Partie zur Öffnung im Lagerauge 3 passt, und ferner an jedem Ende eine Flansche oder ein Ansatz vorhanden ist, wodurch eine axiale Verschiebung des Achszapfens nach der Montage verhindert wird.
In der Fig. 3 ist gezeigt, wie die Lagerungen 6 ausgeschnitten sind, so dass eine Aussparung 12 ge bildet wird, in welche die abwärts gebogene, hintere Kante 2a des Deckels 2 beim Aufklappen des Dek- kels hineinragt, wobei der Deckel mehr als 900 auf geklappt werden und somit sich an die hinter dem Sitz befindliche, zum Klosettstuhl gehörende Spülzi sterne stützen kann.
Der beschriebene Sitz besteht aus einer kleinen An zahl von Teilen, die leicht herzustellen sind und keine Nachbehandlung benötigen. Die Zusammenfügung der verschiedenen Teile kann so gut wie ohne Beihilfe von Werkzeugen durchgeführt werden, ebenso die Mon- tage an den Klosettstuhl. Dank dem verhältnismässig weichen Kunststoff sind die in den Sitz eingehenden Teile gegen Schlag und Stösse unempfindlich, was ei- einen grossen Vorteil darstellt gegenüber bisherigen Sitzen, die aus Bakelit hergestellt sind.