CH391386A - Kombinierte Dampf-Gas-Turbinenanlage - Google Patents
Kombinierte Dampf-Gas-TurbinenanlageInfo
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Description
Kombinierte Dampf-Gas-Turbinenanlage Den Gegenstand der Erfindung bildet eine kom binierte Dampf-Gas-Turbinenanlage, bei welcher die Vorwärmung des Speisewassers vor seinem Eintritt in den Speisewasservorwärmer des Dampfkessels nur durch Anzapfdampf aus einer Dampfturbine erfolgt und eine Heissluftturbine vorgesehen ist, welche ab- strömseitig mit der Brennkammer des Dampfkessels in Verbindung steht und auch bei Teillast des Dampf kessels mit grösserer Luftmenge arbeitet als mit der jenigen,
welche einem optimalen flberschuss an Verbrennungsluft in der Brennkammer des Dampf kessels entsprechen würde.
Eine kombinierte Dampf-Gas-Turbinenanlage weist gegenüber der reinen Dampfturbinenalage und der reinen Gasturbinenanlage mehrere Vorteile auf. Kombinierte Kraftanlagen können nämlich vorteil haft sowohl bei gasförmigem als auch bei flüssigem Brennstoff, bei welchem keine Asche anfällt, ver wendet werden. Bei der Verbrennung eines festen Brennstoffes kann das schwierige Problem der Be seitigung von Flugasche aus den heissen Verbren nungsprodukten dadurch gelöst werden, dass die Gasturbine vor den Verbrennungsraum und somit in das Frischluftgebiet eingeschaltet wird.
Die bereits bekannten kombinierten Dampf-Gas- Turbinenanlagen mit einem Verdichter und einer Heissluftturbine, deren Luftdurchsatz grösser als die für die Verbrennung in der Brennkammer erforder liche Menge bemessen ist, haben den Nachteil, dass die Brennkammer hierbei als normale Dampfkessel- Brennkammer, also für eine niedrige Wärmebela stung dimensioniert wird. Dies ist dadurch verursacht, dass am Ende der Brennkammer mit verhältnismässig kleinem Luftüberschuss der Sauerstoffinhalt in den Verbrennungsgasen sehr gering ist, wodurch aber die Verbrennungszeit beträchtlich verlängert wird. Dies hat jedoch. grosse Ausmasse der Brennkammer zur Folge.
Ziel der Erfindung ist es, die aufgezeigten Mängel zu vermeiden und dadurch nicht nur einen höheren Wirkungsgrad der ganzen Anlage, sondern auch eine höhere Wärmebelastung des Verbrennungsraumes und somit auch eine entsprechende Verkleinerung des gesamten Dampfkesselblockes zu erlangen.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Zuführung der über den optimalen überschuss an Verbrennungsluft hinausgehenden Luftmenge als Heissluft von der Heissluftturbine in die Brennkammer oberhalb der Kesselfeuerung unmittelbar im Bereich des Flammenkernes erfolgt. Dadurch erzielt man eine wesentliche Verkürzung des Verbrennungsweges, weil der nötige Sauerstoff am Ende der Flamme, wo be reits ein geringer Sauerstoffgehalt besteht, zugeführt wird. Der Verbrennungsvorgang wird dadurch be schleunigt und die Temperatur der Verbrennungs produkte herabgesetzt, so dass der Verbrennungs raum wesentlich verkleinert werden kann.
Der Betrieb einer Gasturbine mit einer grösseren, als für optimale Betriebsbedingungen der Feuerung notwendigen Luftmenge ist besonders bei Teillast der Anlage vorteilhaft, da es bei solchen Leistungen möglich ist, die durch die Gasturbine hindurch strömende Luftmenge derart einzustellen, dass das Verhältnis der Nutzleistungen im Gas- und Dampf prozess ungefähr konstant bleibt, weil hierbei dann auch der Wirkungsgrad der ganzen Anlage keine wesentlichen Schwankungen aufweist. In einem sol chen Falle, wo die Leistung der Feuerung nicht der durch die Turbine hindurchströmenden Luftmenge proportional ist, erscheint es angezeigt, eine Rege- lung der Lufttemperatur vorzusehen.
Dies kann durch Drosselung der über den Lufterhitzer strömen den Verbrennungsprodukte und durch deren Füh rung über einen Parallelzug, in dem ein Dampfüber- hitzer oder der Speisewasservorwärmer angeordnet ist, durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Benützung einer gegebenenfalls mit einem Brennstoff besserer Qualität betriebenen Hilfs- verbrennungskammer.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches in der Zeichnung schematisch dargestellt ist, näher erläutert. In dieser zeigt: Fig. 1 den Heissluftprozess mit Dampfkessel, Fig.2 die Anordnung der Dampfkesselheizflä- chen.
Im Heissluftprozess gemäss Fig. 1 wird mittels eines Verdichters 1 aus der freien Atmosphäre Luft angesaugt und über einen Lufterhitzer 2 einer Heiss luftturbine 3 zugeführt. Aus der Turbine 3 wird die Luft in die Feuerung 5 des Dampfkessels geleitet, wohin auch der Brennstoff, z. B. Kohlenstaub, aus einem Kohlenstaubzwischenbunker 6 mittels eines Zuteilers 7 zugeführt wird. Die Heissluftturbine 3 treibt einen elektrischen Generator 4 an. Vor die Heissluftturbine 3 kann eine Hilfsverbrennungskam- mer 8 eingeschaltet werden, welche gegebenenfalls mit einem besseren Brennstoff betrieben wird.
Die Hilfsverbrennungskammer 8 wird zum Anfahren der Gasturbinenanlage oder auch zur Regelung der gan zen Anlage benützt. Die Brennstoffzufuhr in die Hilfsverbrennungskammer 8 ist mit 9 und jene für das Anheizen der Kesselfeuerung 5 mit 10 bezeichnet. Die an den Dampfkessel sich anschliessenden Teile des Dampfprozesses sind von üblicher Ausführung und in der Zeichnung nicht dargestellt.
Der Dampfkessel gemäss Fig. 2 hat die im folgen den angeführte Anordnung, wobei für die entspre chenden Teile die Bezeichnungen aus Fig. 1 gewählt wurden.
Aus der Brennkammer 5 strömen die Verbren nungsprodukte über den Lufterhitzer 2 und einen Dampfüberhitzer 11 in einen Speisewasservorwär- mer 12. Falls die Lufttemperatur geregelt werden muss, kann die Menge der Verbrennungsprodukte durch eine Klappe 13 gedrosselt werden und ein Teil davon über einen Hilfszug geführt werden, in wel chem ein überhitzer 14 (gegebenenfalls auch ein Speisewasservorwärmer) angeordnet ist und die Strö mung der Verbrennungsprodukte mittels einer Klappe 15 geregelt wird.
Vorteilhaft ist bei der erfindungsgemässen An ordnung vor allem die Erhöhung des Wirkungsgrades der Anlage auf die optimalen Werte, und zwar nicht nur bei voller Leistung, sondern auch bei Teillast. Ausserdem erzielt man eine wesentliche Steigerung der Brennkammerbelastung und somit auch eine entsprechende Verkleinerung des Kesselblockes.
Das Gewicht und die Herstellungskosten der An lage werden somit herabgesetzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kombinierte Dampf-Gas-Turbinenanlage, bei welcher die Vorwärmung des Speisewassers vor sei nem Eintritt in den Speisewasservorwärmer des Dampfkessels nur durch Anzapfdampf aus einer Dampfturbine erfolgt und eine Heissluftturbine vor gesehen ist, welche abströmseitig mit der Brenn- kammer des Dampfkessels in Verbindung steht und auch bei Teillast des Dampfkessels mit grösserer Luft menge arbeitet als mit derjenigen, welche einem optimalen Überschuss an Verbrennungsluft in der Brennkammer des Dampfkessels entsprechen würde,dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung der über den optimalen überschuss an Verbrennungsluft hin ausgehenden Luftmenge als Heissluft von der Heiss luftturbine (3) in die Brennkammer (5) oberhalb der Kesselfeuerung unmittelbar im Bereich des Flammen kernes erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS679058 | 1958-12-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH391386A true CH391386A (de) | 1965-04-30 |
Family
ID=5415727
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|---|---|---|---|
| CH8240459A CH391386A (de) | 1958-12-29 | 1959-12-29 | Kombinierte Dampf-Gas-Turbinenanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH391386A (de) |
-
1959
- 1959-12-29 CH CH8240459A patent/CH391386A/de unknown
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