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An verschiedene Wechselstromnetze anschliessbarer Lanfbildprojektor Die Erfindung betrifft einen an verschiedene Wechselstromnetze anschliessbaren Laufbildprojektor mit Einphasen-Induktionsmotor für eine oder mehrere Bildfrequenzen.
Die Stromnetze, welche die Bevölkerung Europas und der Welt mit elektrischer Energie versorgen, sind bekanntlich nicht einheitlich. Sie differieren in der Spannungshöhe und, soweit es Wechselstromnetze sind, auch in der Frequenz. Am häufigsten vorkommend sind Wechselstromnetze mit folgenden elektrischen Werten: 220 V, 50 Hz 110 V, 50 Hz 117 V, 60 Hz.
Es ist nun nicht ohne weiteres möglich, ein Gerät, das mit einem für eine bestimmte Wechselspannung gebauten Motor ausgerüstet ist, ohne grösseren Umbau an einem anderen als dem vorgesehenen Netz zu betreiben. Besonders Geräte, bei denen es auf eine konstante Drehzahl der Motorwelle ankommt, wie z. B. Laufbildprojektoren, erfordern eine genaue Beobachtung ihrer elektrischen Daten.
Laufbildprojektoren sind in der Regel mit Einphasen-Induktionsmotoren ausgerüstet, deren Drehzahl direkt frequenzabhängig ist. So ergibt sich beispielsweise bei Verwendung eines für 50 Hz ausgelegten Motors an einem 60-Hz-Netz eine Erhöhung der Drehzahl um etwa 20 %, während das Drehmoment um etwa 10 % sinkt.
Neben dem Ausgleich der unterschiedlichen Spannungen sind daher besondere Massnahmen zur Kon- stanthaltung der Drehzahl erforderlich. Daher bestand die Aufgabe, einen Einphasen-Induktionsmotor in einem Laufbildprojektor so zu schalten bzw. ihn mit einem nachgeschalteten Getriebe zu versehen, dass er ohne Umbau und mit einem Minimum an Handgriffen an jedes der drei genannten Netze anschliessbar ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein beim Umschalten von 50-Hz- auf 60-Hz-Betrieb zu betätigendes Stehmittel zur gleichzeitigen gemeinsamen Umschaltung des überset- zungsverhältnisses eines die Motorwelle mit der Königswelle kuppelnden Getriebes sowie des Sekundäranschlusses eines Speisetransformators für den Motor und der Schaltung eines dem Motorkondensator parallel geschalteten zweiten Kondensators vorgesehen ist. Dabei kann mit dem Stelhnittel ein weiterer Schalter zur primärseitigen Umschaltung des Speisetransformators steuerbar sein, die aber auch selbsttätig mittels eines spannungsabhängigen Relais und eines von diesem gesteuerten Doppelschalters bewirkt werden kann.
Ein solcher Laufbildprojektor ist ohne Rücksicht darauf, ob es sich um ein 220-Volt-50-Hz- oder um ein 110-Volt-50-Hz-Netz handelt, vom Benutzer ohne besonderen Handgriff an das Netz anschliessbar. Die erforderliche Umschaltung erfolgt automatisch durch das eingebaute spannungsabhängige Relais. Lediglich, wenn sich ausser der Spannung auch die Frequenz ändert - wie das z.
B. beim Anschluss des Gerätes an das amerikanische Netz der Fall wäre - ist ein zusätzlicher Handgriff, nämlich die Betätigung des Stehmittels, erforderlich.
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Auch dieser Handgriff kann durch eine geeignete Vorrichtung entbehrlich gemacht sein, so dass der Benutzer die elektrischen Daten des Stromnetzes überhaupt nicht mehr zu berücksichtigen braucht. Diese Vorrichtung besteht vorzugsweise aus einem Relais und einem Kondensator. Letzterer ist in seiner Kapazität so bemessen, dass sich für eine bestimmte Frequenz - z. B 60 Hz - zusammen mit der Induktivität des ihm zugeordneten Relais Reihenresonanz ergibt.
Die Güte der Relaisspule ist bei nicht angezogenem Anker so hoch, dass bei Betrieb mit einer niedrigeren als der zugeordneten Frequenz die Ansprecherregung mit Sicherheit nicht erreicht wird. Anderseits muss die Güte so niedrig sein, dass bei Betrieb mit der zugeordneten Betriebsspannungs- frequenz nach dem Anziehen des Ankers noch eine genügende Halteerregung bestehen bleibt, obwohl die Induktion der Spule nach dem Anziehen des Relais erhöht ist. Beide Bedingungen lassen sich mit handelsüblichen Relais erfüllen.
Damit an dem Relais die richtige Betriebsspannung entsteht, ist es erforderlich, dass die verwendete Spannungsquelle niederohmig (Netz oder Transformator) und um den Gütefaktor des verwendeten Resonanzkreises niedriger als die Betriebsspannung des Relais ist.
Das Relais dieser Vorrichtung steuert bei Wechsel der Betriebsspannung von 50 Hz auf 60 Hz einen Elektromagneten, der dann seinerseits das Stehmittel betätigt und einen besonderen Handgriff seitens des Benutzers entbehrlich macht.
Als dem Motor nachgeschaltetes Getriebe ist vorzugsweise ein Keilriemengetriebe vorgesehen, dessen Keilriemen auf einer Seite zwischen zwei in an sich bekannter Weise in axialer Richtung relativ zueinander verschiebbaren Riemenscheibenhälften läuft. Die unterschiedliche Riemenspannung kann durch eine Spannrolle ausgeglichen werden. Es können ferner Mittel vorgesehen sein, die den Abstand der beiden Riemenscheibenhälften und damit die Übersetzung in Abhängigkeit von der Stellung des Frequenzstellmittels ändern, wodurch der bei der Änderung der Frequenz auftretende Drehzahlunterschied kompensiert wird.
Die jeweilige Stellung des Frequenzstellmittels wird dabei entweder durch manuelle Betätigung vom Benutzer oder selbsttätig durch einen vom Relais der Reihenresonanzvorrich- tung gesteuerten Elektromagneten herbeigeführt. Für das Frequenzstellmittel können in jedem Frequenzbereich entweder je eine oder je zwei Stellungen vorgesehen sein. Das bedeutet, dass im ersten Fall der Laufbildprojektor stets mit einer konstanten Bildzahl pro Sekunde läuft, während er im letzteren Fall wahlweise auf zwei Bildfrequenzen, z. B. 18 und 24, einstellbar ist.
Bei einem Projektor mit selbsttätiger Umschaltung bei Änderung der Betriebsspannungfrequenz ist dazu jedoch eine lösbare und verstellbare Kupplung zwischen dem Frequenzstellmittel und dem Elektromagneten erforderlich, um die gewünschte Bildzahl vorwählen zu können.
Für das Frequenzstellmittel kann eine in Abhängigkeit von den Schaltstellungen der dem Motorstromkreis zugeordneten Drucktastenschalter ein- bzw. ausgeschaltete Sperre vorgesehen sein. Letztere ist nur aufgehoben, wenn der Motor auf Vorwärts- oder auf Rückwärtslauf eingeschaltet ist, so dass eine Betätigung des Frequenzstellmittels und damit eine Umschaltung des Getriebes nur bei laufendem Motor möglich ist. Diese Sperre besitzt hauptsächlich Bedeutung für Geräte mit bei Frequenzänderung manuell ausschaltbarem Stellmittel. Aber auch bei Geräten mit durch Reihenresonanzvorrichtung bzw.
Elektromagnet bei Frequenzänderung selbsttätig umschaltbarem Stellmittel ist die Sperre sinnvoll, sofern das Gerät für mindestens zwei Bilderzahlen pro Sekunde eingerichtet ist. Auch die Umschaltung von einer Bilderzahl auf die andere geschieht durch manuelle Schaltung des Stellmittels und damit des Getriebes, die zweckmässig nur bei laufendem Motor vorgenommen wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen: Fig.l einen Projektor in schematischer Darstellung in Frontalansicht, Fig. 2 eine schematische Ansicht der Rückseite des Projektors bei abgenommener Rückwand, Fig. 3 bis 5 Schaltbilder des Motors in drei verschiedenen Ausführungsbeispielen, Fig. 6 eine perspektivische Darstellung des Keilriemengetriebes mit manuell betätigbarem Frequenzstellmittel und mit in Abhängigkeit von der Schalterbetätigung wirksam werdender Sperre, eingerichtet für eine konstante Bilderzahl pro Sekunde,
Fig. 6n eine perspektivische Darstellung des Keilriemengetriebes mit durch Magnet betätigbarem Fre- quenzstellmittel, eingerichtet für eine konstante Bildfrequenz, Fig. 7 eine perspektivische Darstellung des Keilriemengetriebes mit manuell betätigbarem Frequenzstellmittel, eingerichtet für zwei Bildfrequenzen, Fig. 7cc eine perspektivische Darstellung des Keilriemengetriebes mit durch Magnet betätigbarem Fre- quenzstellmittel und mit in Anhängigkeit von der Schalterbetätigung wirksam werdender Sperre, eingerichtet für zwei Bildfrequenzen,
In Fig. 1 trägt das Gehäuse 1 eines Laufbild- projektors ein Projektionsobjektiv 2 vor einem Lampengehäuse 3. Zwischen letzterem und dem Objektiv 2 sind eine Filmführungsbahn 4 und eine Bildfensterplatte 5 angeordnet. Oberhalb und unterhalb des Objektivs 2 liegen zwei Filmtransportrollen 6 und 7. die den von einer Vorratsspule 8 kommenden Film 9 transportieren und ihn über die Filmführungsbahn 4 der Aufwickelspule 10 zuführen.
Die Filmtransportrollen 6 und 7 sowie eine vor der Filmführungsbahn umlaufende Sektorenblende 11
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und ein Greifer 18 werden von einem Motor 13 über eine Königswelle 14 angetrieben.
Motor 13 und Welle 14 sowie weitere Bauteile sind in Fig. 1 zur allgemeinen Orientierung gestrichelt eingezeichnet. Ihre genaue Lage ist aus Fig.2 zu ersehen. Dort ist erkennbar, dass die Welle 13a des Motors 13 mittels eines Riemens 15 mit der Königswelle 14 getrieblich verbunden ist. Mit letzterer fest verbunden sind zwei Schnecken 16 und 17. Schnecke 16 treibt ein Zahnrad 10a, das über eine Friktions- kupplung mit der Aufwickelspule 10 zusammenwirkt, während Schnecke 17 mit zwei Zahnrädern 6a, 7a kämmt, welche die Transportrollen 6 und 7 antreiben.
Mit der Königswelle 14 ist ferner die Sektorenblende 11 fest verbunden, deren Nabe 11a eine Steuerkurve 11b trägt, die bei umlaufender Königswelle 14 in an sich bekannter und daher nicht näher erläuterter Weise einen Greiferarm 18 bewegt. Auf den Greifer 18 bzw. auf dessen Führungsteil 18a wirkt in ebenfalls bekannter Weise ein auf einer Welle 19a sitzender Exzenter 19 ein. Eine Verstellung des Exzenters 19 durch Betätigung eines Rändelknopfes 20 bewirkt eine Höhenverstellung der Arbeitsstrecke der Greiferspitze. Diese Einrichtung dient der Bildstrichverstellung bei der Projektion.
Die getriebliche Verbindung zwischen dem Motor 13 und der Königswelle 14 besteht aus einer ein- stückigen, mit der Motorwelle starr verbundenen, kleinen Riemenscheibe 13b, dem schon erwähnten Riemen 15 und einer grossen zweistöckigen Riemenscheibe 21a. 21b. Die Riemenscheibenhälfte 21a sitzt fest auf der Königswelle 14, auf der auch die Riemenscheibenhälfte 21b, allerdings axial beweglich, angeordnet ist.
Die einander zugekehrten Seitenflächen der Rie- m2nscheibenhälften verlaufen unter einem dem Flankenwinkel des Keilriemens entsprechenden Winkel zueinander. Beide Riemenscheibenhälften sind durch Stifte 22 miteinander verbunden, die in der Riemenscheibenhälfte 21a fest eingelassen sind und lose in entsprechende Löcher 23 in der Riemenscheibenhälfte 21b eingreifen. Die verbreiterten Köpfe 22a der Stifte 22 'begrenzen die Axialbewegung der losen Riemenscheibenhälfte 21b nach einer Seite.
Die Bewegungsbegrenzung nach der anderen Seite ist durch die feste Riemenscheibenhälfte 21a selbst gegeben. Über die Stifte 22 erfolgt auch die Mitnahme der losen Riemenscheibenhälfte 21b bei der Drehung der Königswelle 14.
Zu dem beschriebenen Riemengetriebe gehören ferner eine Spannrolle 23 (Fig. 2 und 6) mit Spannrollenarm 24 und ein Schalthebel 25. Letztere sind mit einer Nockenwelle 26 fest verbunden, die im Gehäuse 1 und einem Lagerbock 27 drehbar gelagert ist. Auf der Nockenwelle 26 sitzen ausserdem zwei Nockenscheiben 28a, 28b, die zwei Mikroschalter 29a, 29b steuern. Die Nockenwelle 26 dient der Umstellung des Projektors von 50-Hz- auf 60-Hz- Betrieb und führt sowohl die mechanische Umschaltung des Riemengetriebes als auch durch Betätigung der Mikroschalter 29a und 29b die erforderliche elektrische Umschaltung durch.
Die mechanische Getriebeumschaltung erfolgt durch den Schaltarm 25, der in einer seiner Schaltstellungen die bewegliche Riemenscheibenhälfte 21b gegen die feste Riemenscheibenhälfte 21a drückt, während er in seiner anderen Schaltstellung nicht auf die Riemenscheibenhälfte 21b einwirkt. Letztere bewegt sich dann unter dem Druck des Riemens 15 von der festen Riemenscheibenhälfte 21a fort, soweit es die Stifte 22 zulassen.
Mit der Nockenwelle 26 ist ferner ein Schlitzrad 90 fest verbunden (Fig.2 und 6), das mit einer Sperrstange 91 zusammenwirkt. Letztere steht ihrerseits in Wirkverbindung mit den Schubstangen 48c und 48d der Drucktastenschalter 48a und 48b (Fig. 6). Die Sperrstange ist mit zwei festen Stiften 91a, 91b versehen, von denen je einer an einer schrägen Fläche der Schubstangen 48c und 48d anliegt. Die Sperrstange 91 hat ferner einen Haken 91e, der in Ruhestellung der Schalter 48a, 48b unter der Kraft einer Feder 94 in einen Schlitz 90a des Schlitzrades 90 eingreift.
Letzteres bildet zusammen mit der Sperrstange 91 eine Sperrvorrichtung für die Nockenwelle 26, die gewährleistet, dass die Nockenwelle 26 nur bei laufendem Motor, d. h. nur wenn entweder der Schalter 48a oder der Schalter 48b niedergedrückt ist, verdrehbar ist. über die Schrägflächen der Schubstangen 48c und 48d wird bei niedergedrückten Schaltern die Sperrstange 91 in Pfeilrichtung (Fig. 6) verschoben und dabei deren Haken 91e ausser Eingriff mit dem Schlitz 90a gebracht.
Entsprechend der beiden möglichen Stellungen der Nockenwelle 26 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist das Schlitzrad 90 mit zwei Schlitzen versehen, in die der Haken 91e je nach Stellung der Nockenwelle 26 bei ausgeschalteten Schaltern 48a, 48b einfallen kann.
Für die Nockenwelle 26 können mehrere Betriebsstellungen vorgesehen sein, je nach dem ob der Projektor nur für eine oder für mehrere Bildfrequenzen gebaut ist (z. B. 18 und 24 Bilder pro Sekunde).
In Fig. 2 sind ferner ausser dem Motor 13 weitere elektrische Bauteile, wie z. B. der Anschlussstecker 33, der Transformator 34, das Relais 35 und die Kondensatoren 49 und 50 dargestellt, deren elektrische Schaltung aus der Fig. 3 ersichtlich ist. Die Primärwicklung des Transformators 34 hat drei Anschlussklemmen: für den Null-Leiter, für 110 V und 220 V.
Von einem Pol 33a des Anschluss- steckers 33 geht eine Leitung 37 direkt zur 0-Klemme des Transformators 34, während vom zweiten Pol 33b je eine Leitung 38, 39 über einen Doppelschalter 40, 41 zur 110-V-Klemme und zur 220-V-Klemme des Transformators läuft. Der Doppelschalter 40, 41 wird von einem spannungsabhängigen Relais 35 betätigt. Letzteres ist zwischen die beiden Pole 33a, 33b des Anschlusssteckers 33 geschaltet.
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Sekundärseitig hat der Transformator 34 fünf Abgriffe. Zwei von ihnen führen zu einer Niederspannungslampe 43, während die restlichen drei für den Motorbetrieb bestimmt sind.
Der 0-Leiter 44 verläuft dabei direkt zu dem Einphasen-Induktions- motor 13, während die von der 180-V-Klemme kommende Leitung 45 bzw. die von der 200-V- Klemme kommende Leitung 46 über einen Umschalter 29a und einen zweiten Schalter 48 zum Motor 13 führen. Der Umschalter 29a schaltet den Motor 13 dabei entweder an die 180-V-Leitung 45 oder an die 200-V-Leitung 46 an. Der Schalter 48 stellt mit seinen beiden Teilen 48a, 48b die dem Benutzer in Form von Drucktastenschaltern zugänglichen Schalter für Vorwärts- und Rückwärtslauf des Projektors dar.
Sowohl mit dem Drucktastenschalter 48a als auch mit dem Drucktastenschalter 48b ist ein weiterer Schalter 48' in der primärseitigen Zuleitung zwischen Netz und Transformator 34 gekuppelt. Der Schalter 48' wird daher ebenfalls immer geschlossen, wenn einer der Drucktastenschalter 48a, 48b niedergedrückt ist, so dass die eigentliche Einschaltung des Projektors primärseitig erfolgt.
Zwischen die Statorwicklungen des Motors 13 ist in bekannter Weise ein der Phasenverschiebung des Stromes dienender Kondensator 49 geschaltet, dem ein zweiter Kondensator 50 parallel geschaltet werden kann. Diese Parallelschaltung wird durch einen Schalter 29b bewirkt, der zusammen mit dem Umschalter 29a von der Nockenwelle 26 betätigt wird.
Bei Verwendung eines Speisetransformators, der primärseitig für 1l0 Volt ausgelegt ist, kann die gezeigte Schaltung mit spannungsabhängigem Relais ebenfalls mit Vorteil zur Zuschaltung eines entsprechenden Vorwiderstandes verwendet werden. Die elektrischen Bauelemente und die mechanischen Getriebsteile arbeiten in ihrer Funktion wie folgt zusammen: Soll das Gerät z. B. an ein Wechselstromnetz mit 220-V/50-Hz angeschlossen werden, so muss sich der Benutzer zunächst vergewissern, dass die Nockenwelle 26 entsprechend 50 Hz eingestellt ist.
Durch die Einstellung der Nockenwelle 26 auf die 50-Hz-Marke wird der Motor 13 mittels des Umschalters 29a an die 180-V-Leitung 45 angeschlossen. Gleichzeitig wird der Schalter 29b geschlossen, d. h. der Kondensator 50 wird dem Kondensator 49 parallel geschaltet. In dieser Stellung der Nockenwelle 26 wirkt der Schaltarm 25 nicht auf die lose Riemenscheibenhälfte 21b ein (Fig. 6).
Letztere bewegt sich daher unter dem Zug des Riemens 15 in axialer Richtung in eine Stellung, die von den Köpfen 22a der Stifte 22 begrenzt wird. In den sich dadurch zwischen der festen und der losen Riemenscheibenhälfte 21a und 21b verbreiternden Spalt 52 rutscht der Riemen 15 ein, soweit es seine Dicke zulässt, d. h. der Riemen rutscht ein bis zu einem bestimmten, die übersetzung des Getriebes bestimmenden Durchmesser. Das sich aus dem an den Riemenscheibenhälften 21a, 21b wirksam werdenden kleineren Durchmesser ergebende Spiel des Riemens 15 wird durch die Spannrolle 23 ausgeglichen, die bei Einstellung der Nockenwelle 26 auf die 50-Hz-Marke gegen den Riemen gedrückt wird.
Wird der Projektor an das Netz angeschlossen und eingeschaltet, so erfolgt die an der Primärseite des Transformators 34 nötige Schaltung auf 220 V automatisch. Das zwischen die Pole 33a und 33b des Anschlusssteckers 33 geschaltete Relais 35 ist spannungsabhängig, d. h. es zieht bei einer Spannung von etwa 200 V an. Dabei öffnet es den Schalter 40 in der 110-V-Leitung 38 und schliesst den Schalter 41 in der 220-V-Leitung 39. Der Projektor ist damit auf einen Anschlusswert von 220-V/50-Hz-Wechsel- spannung eingestellt.
Wird nachfolgend das Gerät beispielsweise an ein 110-V/50-Hz-NTetz angeschlossen, sind keinerlei besondere Handgriffe des Benutzers erforderlich. Die Anpassung an 110V geschieht dadurch, dass das Relais 35 in diesem Fall nicht genügend Spannung erhält und daher nicht anzieht. In diesem Zustand ist der Schalter 40 geschlossen und verbindet den Pol 33b des Anschlusssteckers 33 mit der 110-VKlemme des Transformators 34. Der Schalter 41 ist geöffnet.
Die gleiche primärseitige Schaltung des Transformators 34 wird bewirkt, wenn das Gerät an ein 117-V/60-Hz-Netz angeschlossen wird. Sowohl bei Anschluss an ein 110-V- als auch an ein 117-V-Netz wird die verfügbare Spannung auf der Primärseite an die 110-V-Klemme gelegt. Dadurch tritt bei der Projektion unter Benutzung eines 117-V-Netzes ein Unterschied in der Bildfrequenz auf. Dieser ist jedoch vernachlässigbar gering und kann zudem bei der Bemessung des Getriebes berücksichtigt werden. Bei Anschluss des Gerätes an ein 117-V/60-Hz-Netz ist vom Benutzer die Nockenwelle 26 auf die 60-Hz- Marke einzustellen.
Damit werden folgende Funktionen ausgeführt: Erstens wird der Umschalter 29a betätigt, der den Motor 13 an die 200-V-Leitung 46 anschliesst (Fig. 3). Gleichzeitig wird der Schalter 29b geöffnet, d. h. der Kondensator 50 wird abgeschaltet. Der Motor 13 muss bei 60-Hz-Betrieb an eine etwas höhere Spannung als bei 50-Hz-Betrieb angelegt werden, um das sonst um etwa 10 rn sinkende Drehmoment wieder auszugleichen. Bei höherer Frequenz wird jedoch zur Phasenverschiebung nur eine geringere Kapazität des Kondensators 'benötigt, welch letzterer Umstand durch die Abschaltung des Kon- densators 50 berücksichtigt ist.
Zweitens wird der Schaltarm 25 gegen die lose Riemenscheibenhälfte 21b gedrückt und gleichzeitig die Spannrolle 23 mit Spannrollenarm 24 vom Riemen 15 abgehoben (Fig. 6). Der vom Schaltarm 25 auf die Riemenscheibenhälfte 21b ausgeübte Druck verschiebt diese längs der Königswelle 14, bis sie an der festen Riemenscheibenhälfte 21a anliegt. Dadurch ist der Spalt 52 enger geworden, und der
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Riemen 15 läuft nunmehr auf einem Kreisumfang grösseren Durchmessers. Dieser Durchmesser ist jetzt für das Übersetzungsverhältnis bestimmend, das ungefähr 2010 höher liegt als bei Einstellung der Nok- kenwelle 26 auf die 50-Hz-Marke.
Die vorstehend beschriebene manuelle Umschaltung der Nockenwelle 26 kann, wie in der Fig. 5 schematisch dargestellt, auch selbsttätig mittels einer Reihenresonanzvorrichtung, bestehend aus dem Kondensator 64 und dem Relais 61 unter Mitwirkung eines von diesem gesteuerten Elektromagneten 62 bewirkt werden. Die Schaltung in Fig. 5 gleicht im wesentlichen derjenigen der Fig.3. Es sind daher auch die Bezugszeichen der Fig. 3 verwandt, jedoch zum Unterschied davon mit zwei Hochstrichen versehen. Auf der Sekundärseite des Transformators 34" liegen der Kondensator 64 und das Relais 61 in Reihe, das mit seinem Schalter 61a den Magneten 62 schaltet.
Die Induktivität des Relais 61 und die Kapazität des Kondensators 64 sind so aufeinander abgestimmt, dass sich bei Anlegen einer Spannung mit der Frequenz 60-Hz-Reihenresonanz ergibt und das Relais 61 anzieht. Es schaltet dabei den ebenfalls an der Sekundärseite des Transformators 34" liegenden Magneten 62 ein, der seinerseits die Nockenwelle 26" betätigt, wodurch wiederum die bereits beschriebenen Schaltungen des Motorkondensators, des Sekundäranschlusses des Motors und des Getriebes bewirkt werden.
Liegt dagegen eine Spannung anderer Frequenz an - z. B. 50 Hz - so bleibt die Vorrichtung unver- ändert. Die Nockenwelle 26" befindet sich dann, unter der Wirkung der Feder 63, in einer Stellung, in der der Schalter 29b" geschlossen ist und der Motor 13" sekundärseitig an 180-Volt-Spannung liegt.
In Fig. 6a ist eine solche Anordnung perspektivisch dargestellt. Sie gleicht derjenigen der Fig. 6, enthält aber den Magneten 62' und die Feder 63', welche die Umschaltung der Nockenwelle 26" bewirken. An letzterer entfällt daher die drucktasten- schalterabhängige Sperrvorrichtung für die Nockenwelle 26".
Bei Anordnung mehrerer Reihenresonanzvorrich- tungen parallel zueinander lassen sich durch deren Relais Umsteuerungen in Abhängigkeit von mehreren Spannungsfrequenzen, nämlich von einer mehr als Vorrichtungen angeordnet sind, selbsttätig durchführen.
Sind an dem Projektor mehrere, zum Beispiel zwei Bildfrequenzen einstellbar, so müssen für die Nockenwelle 26 statt zwei vier Schaltstellungen vorgesehen sein, nämlich zwei für 50-Hz-Betrieb und zwei für 60-Hz-Betrieb. Fig.7 stellt das Riemengetriebe eines Projektors dar, der zum wahlweisen Betrieb mit zwei Bildfrequenzen vorgesehen ist. Spannrollenarm 24' und Schaltarm 25' sind hier nicht mit der Nockenwelle 26, sondern mit einer zusätzlichen Achse 30 fest verbunden und werden über nockenwellenfeste Radialkurvenscheiben 32, 32a geschwenkt.
Während der Schaltarm 25' als einfacher zweiarmiger, mit der Achse 30 fest verbundener Hebel ausgebildet ist, dessen Hebelarm 25'a unter der Kraft der Feder 30a an der Radialkurve 32a anliegt, ist der Spannrollenarm in zwei getrennte Hebel 24' und 24'a unterteilt, die durch eine Feder 24c verbunden sind. Dabei sitzt der Hebel 24'a fest auf der Achse 30, während der eigentliche Spannrollenarm 24' auf dieser drehbar ist. Die zwischengeschaltete Feder 24e, deren eine Anlenkstelle am Hebel 24'a sich bei Verdrehung der Nockenwelle 26 etwa in Richtung ihrer eigenen Federkraft verlagert, bewirkt einen konstanten Auflagedruck der Spannrolle 23 auf dem Riemen 15 in allen vier Schaltstellungen.
Ausserdem wirkt diese Vorrichtung als Rutschkupplung beim Anlaufen des Motors.
Den vier Schaltstellungen entsprechen vier Stellungen des Schaltarmes 25' und damit vier Stellungen der losen Riemenscheibenhälfte 21b. Der Schaltarm 25' ist an seinem unteren Ende mit einem schräg zur Königswelle 14 stehenden Lappen 25'b versehen, der in den einzelnen Schaltstellungen nach Art eines Keiles oder einer schiefen Ebene mehr oder weniger stark gegen die lose Riemenscheibenhälfte 21b drückt und diese in vier verschiedenen Stellungen festhält. Daraus ergeben sich vier verschiedene Übersetzungsverhältnisse, die auf die verwendete Frequenz und die gewünschte Bildzahl pro Sekunde abgestimmt sind.
Zusammen mit dem Schaltarm 25' nimmt auch der Spannrollenarm 24' vier verschiedene Stellungen ein, die dem bei der jeweiligen Übersetzung vorhandenen Spiel des Riemens 15 angepasst sind.
Schaltarm 25' und Spanurollenarm 24' können auch bei diesem Ausführungsbeispiel fest mit der Nockenwelle 26 verbunden sein. Allerdings wird dann der Schaltweg von Schaltstufe zu Schaltstufe sehr gering. Daher ist es zweckmässiger, beide Arme über besondere Radialkurvenscheiben 32, 32a zu verstellen, deren Anstieg so gewählt ist, dass der Benutzer eine ausreichend grosse Drehbewegung (z. B. 90 ) an der Nockenwelle 26 ausführen muss, um mit Sicherheit von einer Bildfrequenz auf eine benachbarte umzuschalten.
Dabei ist die Stellung der Nockenscheiben 28a und 28b der Stellung der Radialkurven 32, 32a so zugeordnet, dass die elektrische Umschaltung bei Verdrehung der Nockenwelle 26 von der Einstellung 60 Hz/ 18 Bilder/Sekunde auf die Einstellung 50 Hz/24 Bilder/Sekunde erfolgt.
Fig.7a zeigt eine gleichartige Anordnung von Schaltarm, Spannrollenarm und Nockenwelle, wobei letztere jedoch über eine lösbare Kupplung und ein Ritzel 80 mit einer von einem Elektromagneten 81 bewegten Zahnstange 82 getrieblich verbunden ist. Die lösbare Kupplung besteht aus einem Querstift 83 in der Nockenwelle 26 und einem durchlaufenden Radialschlitz in der Nockenwelle 26 und einem durchlaufenden Radialschlitz in der Flanke des Rit-
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zels 80.
Die Nockenwelle 26 ist in diesem Ausführungsbeispiel gegen die Kraft der Feder 84 in Pfeilrichtung axial beweglich, wobei das Ritzel 80 jedoch stehen bleibt. Dadurch löst sich die Kupplung zwischen dem Ritzel 80 und der Nockenwelle 26, so dass letztere frei drehbar ist. Durch Drehung der Nockenwelle um 180 wählt der Benutzer dann die Bildfrequenz, während die zum Ausgleich der Betriebsspannungsfrequenz jeweils erforderliche Drehung der Nockenwelle im eingekuppelten Zustand vom Magnet 81 über Zahnstange 82 und Ritzel 80 durch die Nockenwelle übertragen wird.
Die Nockenwelle 26 ist in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls gegen Verdrehung bei stillstehendem Motor gesperrt. Dieser Sperrung dient die gleiche, bereits zu Fig. 5 beschriebene und sich in Abhängigkeit von der Betätigung des Vor- bzw. Rücklaufschalters lösende Sperre, so dass die Wahl der Bilderzahl pro Sekunde nur bei laufendem Motor möglich ist.
Entsprechend den vier möglichen Stellungen der Nockenwelle 26 ist die zur Sperrvorrichtung gehörende Schlitzscheibe 90' jedoch - wie auch bereits in Fig. 7 dargestellt - mit vier Schlitzen versehen statt mit zweien. Ausserdem ist in Fig. 7a der Haken 91"e verbreitert, so dass auch durch die Axialver- schiebung der Nockenwelle 26 in Pfeilrichtung die Sperre nicht lösbar ist.
Fig. 4 zeigt den Schaltplan eines weiteren, allerdings stark vereinfachten Ausführungsbeispieles. Ein Gerät dieser Art ist nur dazu bestimmt, wahlweise an ein Netz mit 220-V/50 Hz und an ein Netz mit 117-V/60-Hz angeschlossen zu werden. Es unterscheidet sich von dem in Fig.3 dargestellten im wesentlichen dadurch, dass im Primärstromkreis des Transformators 34' das spannungsabhängige Relais eingespart ist. Da mit einer Spannungsänderung bei diesem Gerät auch immer eine Frequenzänderung verbunden ist, muss bei Umschaltung in jedem Fall die Nockenwelle 26' betätigt werden.
Der Spannungsumschalter 60 des Primärstromkreises ist daher ebenfalls von der Nockenwelle 26' betätigbar gemacht und wird von dieser zusammen mit den übrigen elektrischen Schaltmitteln und dem Getriebe geschaltet. Dadurch wird, bei allerdings begrenzter Verwendungsmöglichkeit des Gerätes, eine Verbilligung erreicht.