Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf einen Verstärkungsstreifen für Zigarren Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf einen Verstärkungsstrei- fen und zum Verkleben dieses Streifens mit dem jenigen Teil eines Deckblattes einer Zigarre, der am Kopfende der letzteren zu liegen kommt.
Bei Verwendung von unbearbeiteten oder bear beiteten Tabakblättern ist es häufig erforderlich oder erwünscht, einen Verstärkungsstreifen am Kopfende der Zigarre vorzusehen, um die ,Zigarre gegen Be schädigung durch die Zähne oder den Speichel des Rauchers zu schützen. Es wird neuerdings ein Ver stärkungsstreifen am Kopfende der Zigarre während der Herstellung aufgebracht, so dass der Streifen das Kopfende der Zigarre umhüllt. Derartige Verstär kungsstreifen können aus verschiedenen Materialien bestehen, beispielsweise aus Zellulose, Staniol, ver arbeitetem Tabakmaterial.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist gekenn zeichnet durch ein Halteorgan zum Halten des Strei fens in einer Lage, in der das Klebemittel einer seiner freiliegenden Flächen zugeführt wird, und durch eine mit diesem Halteorgan zusammenwirkende Vorrichtung zur Klebstoffzufuhr, die den Klebstoff auf die genannte Fläche aufträgt, und ferner gekenn zeichnet durch Verbindungsmittel, um nach der Zu führung des Klebstoffes den Streifen mit dem Deck blatt dauerhaft zu verbinden.
Anhand der Zeichnung wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Fig. 1 zeigt die Vorderansicht einer Zuführein- richtung für den Verstärkungsstreifen in Verbindung mit dem Streifenaufleger und der entsprechenden Be tätigungseinrichtung. ' Fig. 1A stellt einen Ausschnitt der Vorderan sicht der Leergangsteuerung der Streifenauflegebe- tätigungseinrichtung dar.
Fig.2 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt den Aufriss eines Verstärkungsstrei fens und der Auflegevorrichtung.
Fig. 4 zeigt im Aufriss, teilweise im Schnitt den Streifenaufleger in Verbindung mit einem Zigarren rolltisch, auf dem der Verstärkungsstreifen sowie das Blatt vor dem Rollvorgang aufgebracht wird.
Fig.5 zeigt eine Teilvorderansicht des Ver- stärkungsstreifenauflegers in Verbindung mit einer Streifenabschneidevorrichtung und einer Klebemittel zuführeinrichtung.
Fig. 6 stellt eine Seitenansicht des das Schneid messer und die Klebevorrichtung- betätigenden Ge lenkes dar.
Fig. 7 stellt eine Zigarre mit einem Verstärkungs- streifen dar, der um das äussere Kopfende gewickelt ist und Fig. 8 einen Ausschnitt der Vorderansicht eines Rolltisches, aus dem die Übertragung des Bandes auf den Verstärkungsstreifen vor der Blattrollung zu ersehen ist.
Wie den Figuren zu entnehmen ist, wird der mit Gewebe versehene Verstärkungsstreifen W über eine Rolle R mittels zweier unstetig angetriebener Zu führrollen 10 und 12 geführt, die das vordere Ende des Gewebes auf einen periodisch hin und her be wegbaren Förderer bzw. eine Auflegerplatte 14 auf bringen. Die obere Zuführrolle 10 ist auf einer Welle 16 drehbar und mit einem gewöhnlichen ex zentrischen Ansatz versehen, durch den sie in einem geeigneten, nach unten verlaufenden, federbetätigten Lagerblock 18, der in vertikalen Schlitzen eines Lagerarmes 20 gleitet, befestigt ist.
Eines der ex zentrischen Enden der Welle 16 der oberen Zu führrolle trägt ein Auslöseglied 22 (Fig. 2 und 3), durch. das der die Rolle tragende Teil der Welle 16 und entsprechend die obere Zuführrolle 10 ausser Eingriff mit der unteren Zuführrolle 12 gebracht werden kann, so dass ein Einführen des Gewebe streifens durch die beiden Rollen hindurch vor Be ginn des Arbeitsablaufes der Maschine möglich ist. Der Lagerarm 20 ist an einer Tragplatte 24 befestigt, die über Schlitze 26 und Schrauben 28 auf einem Arm 30 und einer Tragschiene 32 einstellbar ist.
Der Arm 30 ist an einem geeigneten Ansatz 34 befestigt, der einen gemeinsamen Bauteil mit einem Zahnrad gehäuse 36, das einen Teil der Zigarrenmaschine darstellt, bildet und in dieses Gehäuse hineinreicht. Die Tragschiene 32 ist starr auf dem oberen Ende zweier Stützen 38 befestigt, die an der Grundplatte 40 der Maschine angebracht sind.
Die Rolle R wird von zwei Flanschen 42 und 44 getragen. Der Flansch 42 weist eine Laufbuchse 46 (Fig. 1) auf, die drehbar auf einer stationären Welle 48 gehalten und an einem Ende mit einer senkrechten Stütze 50 verbunden ist. Der Flansch 44 trägt eine Nabe mit einer Klemmschraube 52, über die der Flansch 44 lösbar mit der Laufbuchse 46 des Flan sches 42 befestigt ist.
Mit dem konischen Flansch 42 ist eine mit Nuten versehene Scheibe 54 verbunden, in die eine Rolle 56 eingreift, welche am freien Ende einer Schraubspindel 58 in einem Schraubgewinde des Ansatzes 50 drehbar befestigt ist. Die Spindel 58 weist einen Griff 60 auf, der die Spindel zu drehen gestattet, wodurch eine seitliche Einstellung der Flansche 42 und 44 und damit eine seitliche Ver schiebung der Rolle R und damit des Gewebe- streifens W erzielt wird.
Um eine Überlastung der Rolle R während der unstetigen Zuführbewegung auf den Gewebestreifen W zu vermeiden, erhält der Flansch 42 eine ring- förmige Nut 62, in die ein Bremsband 64 einge spannt wird, dessen eines Ende mit dem freien Ende des Bolzens 66 und dessen anderes Ende mit dem Bolzen 68 verbunden ist.
Der Bolzen 66 gleitet in einer geeigneten Bohrung des Lagerarmes 50, wäh rend der Bolzen 68 in einer Bohrung am freien Ende eines kurzen Armes eines Winkelhebels 70 gleitet, der lose auf dem Wellenstummel 72 vom Tragarm 50 gehalten wird. Am freien Ende des langen Armes des Winkelhebels 70 ist über einen Stift 73 ein Ende einer Lasche 74 drehbar befestigt, während[ das an dere Ende der Lasche einen Schlitz 76 aufweist, in den ein Stift 78 greift, der von einem Arm 80 auf einer horizontalen Welle 82 über den Lagerarm 20 gehalten wird. Das freie Ende des Armes 80 trägt einen Wellenstutzen 84, auf dem eine Gewebestreifen steuerrolle 86 drehbar angeordnet ist.
Um einen sanften Arbeitsablauf zu erzielen und ruckartige Bewegungen bei der Übertragung auf das Bremsgelenk während der unstetigen Zuführbewe- gung zu vermeiden, ist eine Rollenbalancefeder 88 vorgesehen, deren oberes Ende am Stift 73 befestigt ist, während: das untere Ende der Feder am Stift 78 auf dem Rollentragarm 80 angebracht ist.
Falls der Gewebestreifen W durchreisst, bewegt das Ge wicht der Rolle 86 den Hebel 70 nach unten und hält das Bremsband 64 in der Nut 62 des Flansches 42 fest, während beim normalen Zuführvorgang, wenn also die Rolle teilweise von dem Gewebestreifen W getragen wird, das Bremsband nur eine solche Span nung bekommt, dass der erforderliche Widerstand auf die Rolle R ausgeübt wird. Ein geeigneter, nicht dargestellter Mikroschalter dient dazu, die gesamten Maschinen für den Fall abzuschalten, dass der Ge webestreifen W reisst oder während des Arbeitsab laufes ausläuft.
Wie bereits erwähnt, wird der Verstärkungsstrei fen W über obere und untere Zuführrollen 10 und 12 zugeführt, und absatzweise vorwärtsbewegt. Die obere Zuführrolle 10 wird von einem Zahnrad 90 (Fig. 1) angetrieben, das lose und drehbar von der Welle 16 der oberen Zuführrolle gehalten und auf der Nabe der Zuführrolle befestigt ist. Das Zahn rad 90 greift in ein Zahnrad 92 auf der unteren Welle 94, an der die untere Zuführrolle 12 befestigt ist, an.
Die Welle 94 ist drehbar im Lagerarm 20 gelagert und weist an einem Ende eine übliche, in einer Umdrehungsrichtung wirkende Kupplung 96 auf, die mit einem Zahnrad 98 lose auf der Welle 94 befestigt ist. Das Zahnrad 98 greift in ein Zahn segment 100 (Fig. 1, 2 und 3) ein und wird von diesem hin und her bewegt. Das Zahnsegment 100 dreht sich um eine Welle 102, die von einem Trag arm 104 aufgenommen und am unteren Ende der Tragplatte 24 befestigt ist. Ein Arm 106 (Fig. 1 und 2) ist als gemeinsamer Bauteil mit der Nabe des Zahnsegmentes 100 verbunden und erstreckt sich von ihr weg.
Der Arm 106 ist über eine ver stellbare Stange 108 mit einem Treibzapfen 110 ver bunden, der in einem Schlitz 112 einer Nocken scheibe 114 verstellbar und auf einer vom Haupt antrieb der Maschine (nicht gezeigt) angetriebenen Nockenwelle 116 befestigt ist. Durch Verstellen des Treibzapfens 110 in Richtung auf die Mitte der Nockenscheibe hin oder von dieser weg kann die Länge des zu führenden Streifens beliebig geändert werden.
Aus der oben beschriebenen Antriebsein richtung der Zuführrolle ist ersichtlich, dass, obgleich das Zahnsegment 100 dem Zahnrad 98 eine hin und her gehende Bewegung erteilt, die Kupplung 96 nur eine ruckweise Bewegung zur Übertragung auf die Zuführrollenantriebswelle 94 in einer Richtung zu lässt.
Das führende Ende des Gewebestreifens W wird über die Rollen 10 und 12 zwischen einer oberen Führungsplatte 117 und einer unteren Gewebetrag- platte 118 auf die hohl ausgebildete Förder- und Auflegerplatte 14 zugeführt. Die Platte 14 ist durch Schrauben 120 verstellbar in einem länglichen Schlitz 121 eines Flansches 122 befestigt, der einen gemeinsamen Bauteil mit einem hohlen Arm 124, der lose auf der Hohlwelle 126 befestigt ist, bildet.
Die Welle 126 wird über einen Tragarm 128, der auf der Platte 24 befestigt ist, drehbar gehalten. Der Boden der hohlen Platte 14 weist einen Schlitz 130 auf, der mit einer Öffnung 132 (Fig.4) im Flansch 122 des Hohlarmes 124 verbunden ist und damit den Arm 124 mit der Platte 14 verbindet. Die Hohlwelle 126 weist zwei geeignete Aussparun gen oder Öffnungen 134 und 136 auf (Fis. 4).
Die Öffnung 134 verbindet die Rohrleitung in der Hohl welle 126 mit dem Hohlarm 124 und der Platte 14, während die Öffnung 136 die Hohlwelle mit einer Rohrleitung 138 innerhalb des Tragarmes 128 ver bindet. Die Leitung 138 ist über ein Rohr 140 mit einem nicht dargestellten, zeitabhängigen Ventil eines Saugsystems der Maschine verbunden. Die Rohr leitung innerhalb der Hohlwelle 126 ist auf beiden Seiten durch Verschlusskappen 142 verschlossen.
Da durch kann eine Saugwirkung auf die Öffnungen 218 der Platte 14 ausgeübt werden und den führenden Teil des Gewebestreifens W nach der Einführung und während der folgenden Bewegung der Platte mit einem abgetrennten Streifen S gehalten werden.
Am einen Ende der Hohlwelle 126 ist ein gabel förmiger Arm 144 befestigt, der an jedem gegabelten Teil eine Einstellschraube 146 bzw. 148 aufweist. Die Schraube 148 liegt auf einer Seite eines Ansatzes 150 (Fis. lA) an, der einen gemeinsamen Bauteil mit dem Hohlarm 124 darstellt und sich von ihm weg erstreckt, während auf der anderen Seite des Ansatzes 150 eine Feder 152 zwischen dem Ansatz- 150 und einer Gabelung des Armes 14'4 gespannt ist und durch die vorerwähnte Schraube 146 in ihrer Lage gehalten wird.
Die Hohlwelle 126 wird über ein Kegelrad 154, das mit der Welle in Verbindung steht und in ein Kegelrad 156 eingreift, das auf der horizontalen Welle 158 über geeignete Lager im Tragarm 20 drehbar befestigt ist, hin. und her bewegt. Die Welle 158 wird von einem an ihr be festigten Arm 160 betätigt. Das freie Ende des Armes 160 steht über eine Einstellstange 162. mit einem anderen Arm 1.64 (Fis. 2), der lose an einer Welle 166 (Fis. 1, 2 und 3) und diese wieder durch einen Tragarm 168 auf der Grundplatte 40 befestigt ist, in Verbindung.
Die Nabe des Armes 164 weist einen Nockenhebel 170 auf, der am freien Ende eine Nockenrolle 172 trägt, die mit der Nocken scheibe 114 auf der Nockenwelle 116 in Eingriff kommt. Eine Feder 174 ist an einem starren Glied. befestigt und mit dem Arm 164 verbunden. Sie ge währleistet einen dauernden Kontakt der Nocken rolle 172 mit der Nockenscheibe 114, wie in Fig. 2 dargestellt.
Aus der oben beschriebenen Anordnung ist er sichtlich, dass die Nockenscheibe 114 über den Nockenhebel 170, den Arm 164, die Stange 162 und den Arm 160 eine hin und her gehende Bewegung auf die Welle 158 ausübt, die über Kegelräder 156 und 154 diese Bewegung auf die Hohlwelle 126 und den gegabelten Arm 144- überträgt, der seinerseits, wie bereits beschrieben, federnd mit dem die Platte tragenden Hohlarm 124 zusammenarbeitet. Ein weiterer Arm 176 (Fis. 2 und 3), an dessen freiem Ende ein U-förmiger Bügel 178 (Fig:2, 3 und 6) drehbar angebracht ist, ist mit der Horizontal welle 158 verbunden.
Der Bügel<B>178</B> weist an seinem freien Ende einen Schlitz 180 auf, in den ein Stift <B>182</B> eingreift (Fis. 6).- Dieser Stift ist an einem Arm des Winkelhebels 184, dieser wiederum lose auf einer Welle<B>1,85</B> angebracht, die auf einem Tragarm 186 mit der Tragplatte 24 verbünden ist. Der zweite Arm- des Winkelhebels 184 steht über einem ge wundenen Hebel 188 mit dem freien Ende eines Armes 190, der ein Messer betätigt und der drehbar über einen Anschlag 192 auf dem Tragarm 20 befestigt ist, in Verbindung. Die Nabe des Armes.
190 weist einen Flansch 194 auf,. an dem, ein geeignet ausgebildetes Messer 196 befestigt ist. Eine Feder 198- (Fis: 3) umschliesst den Anschlag 192 und liegt einerseits auf dem Kopf des Anschlages und ander seits auf dem vorderen Teil der Nabe des Armes 190' auf. Diese Feder dient dazu, die gewünschte Spannung zwischen dem Messer 196 und der Vorder- kante der den Gewebestreifen tragenden Platte 118, die, als Anschlagplatte während des Gewebeschneid vörganges dient, zu erzeugen.
Ein Stift 200; der in .ein gegabeltes Ende eines Hebels 202 (Fis. 1, 3- und 5) eingreift, wird von dem das Messer betätigenden Arm 190 getragen. Der Hebel 202 ist auf der Horizontalwelle 204 über einen Tragarm 186- drehbar befestigt.
Ein Arm 206, der die Klebemittelvorrichtung betätigt, ist auf der Welle 204 einstellbar gehalten. Auf diesem Arm 206 ist eine Klebeschiene 208 ein stellbar befestigt, deren freies- U-förmiges Ende in einer geeignet ausgebildeten Kl'ebemitteIaufbrng- stelle 210 (Fis. 5) endet.- Das U-förmige Ende der Klebeschiene 208 greift in einen Klebemittelbehälter 212, der an einem Tragarm 214 auf der Tragplatte 24 befestigt ist..
Der Klebemittelaufbringer ist so angeordnet und ausgebildet, dass. er in einen offenen Schlitz 216 am. vorderen Ende der Streifenzufüh- rungsplatte <B>14</B> eingreifen < kann und der Unterseite des Verstärkungsstreifens W ein Klebemittel zuführt, wenn die Schiene 208 angehoben wird.
Während des Schneid- und Klebevorganges steht die hohle Platte 14 unter- Saugwirkung.. Der Vorgang bei der Verstärkungsstreifenzufuhr läuft folgendermassen ab: Eine vorbestimmte Länge des Verstärkungsgewebes W' wird\ über' die periodisch betätigten Zuführrollen 10! und 1-2.
von der Rolle R abgezogen und das vordere Ende des Gewebes über die Platte 118 auf die hohle Platte 14 zum Transport des Streifens geführt, die dabei am vorderen Ende verharrt und in Eingriff mit der- das- Gewebe tragenden Platte 14 bleibt. Während' des Vorschiebens des Gewebes W auf die Platte: 14 wird auf diese keine Saugwirkung ausgeübt, sobald: jedoch eine bestimmte Länge des Gewebes sich darauf, befindet, wird das Gewebe von einer steuerbaren Quelle über, das:
Rohr 140, die Leitung 126, die Hohlwelle 138: und den Hohlarm 124 auf die: Plätte gesaugt, so dass der Streifen. dort festgehalten wird. Während die Platte 14 in ihrer Stellung verbleibt, wenn das Gewebe aufgenommen wird, liegt die Nockenrolle 172 auf dem glatten kreisbogenförmigen Teil 220 der Nockenscheibe 114 (Fig. 2) auf.
Sobald die vorbestimmte Länge des Gewebes W auf der Platte 14 aufgebracht ist, wird eine Saug wirkung auf die Platte ausgeübt, wodurch das Ende des Gewebes dort festgehalten wird. Unmittelbar darauf nimmt die Nockenrolle eine Lage ein, in der sie auf der Erhebung 22 des Nockens 140 auf liegt, so dass über den Arm 164 eine Abwärtsbe wegung der Schubstange 162 und des Armes 160 sowie eine Drehung der Welle 158 und! des Armes 176 im Uhrzeigersinn erfolgt. Da, wie bereits er wähnt,
das freie Ende des Armes 176 mit einem Ende des mit einem Schlitz versehenen Bügels 178 verbunden ist, wird das letztere nach rechts bewegt und bewirkt, dass das Ende einer Einstellschraube 224 (Fig. 6) auf dem Bügel 178 in den Schlitz 180 ein- greift, auf den Stift 182 auftrifft, der in den Schlitz 180 greift und diesen entsprechend dem Winkel hebel 184, der den Stift trägt, im Uhrzeigersinn dreht.
Eine Drehung des Winkelhebels 184 im Uhr- zeigersinn hat eine Aufwärtsbewegung der Stange 188 und des das Messer betätigenden Armes 190 sowie eine Abwärtsbewegung des Messers 196 zur Folge, um eine bestimmte Länge des Streifens S vom Gewebe<I>W</I> abzuschneiden, wobei der Sreifen <I>S</I> durch Saugwirkung auf der Platte 14 gehalten wird, wie oben beschrieben.
Da der Stift 200 in den sich nach oben be wegenden Messerbetätigungsarm 190 greift und mit dem gegabelten Ende des Hebels 202 zusammen wirkt, bewegt er den Hebel 202 nach oben. Der Hebel 202 wiederum bewegt über die Welle 204 und den Arm 206 die Klebemittelschiene 208 auf wärts, wodurch die Stelle 210 der Klebemittelzufuhr in. den Schlitz 216 der Platte 14 eingreift und der Unterseite des vorderen Endes des Streifens S Klebe mittel zuführt. Somit kann das Zuführen des Klebe mittels wie auch das Schneiden des Streifens gleich zeitig erfolgen, wenn die Nockenrolle 172 über die Erhebung 222 der Nockenscheibe 114 gleitet.
Jede auf den Messerbetätigungsarm 190 und den Klebemittelbetätigungsarm 206 übertragene Bewe gung wird über die Welle 158 übertragen. Da die Welle 158 das Kegelrad 156, das in das Kegelrad 154 auf der den gegabelten Arm 144 aufnehmenden Hohlwelle 126 eingreift, trägt, wird auf den ge- gabelten Arm 144 eine Drehbewegung entgegen d'em Uhrzeigersinn ausgeübt.
Da der gegabelte Arm 144 in die Nabe 150 am die Platte tragenden Hohlarm 124 eingreift, würde sich der Arm 124 ebenfalls ent gegen dem Uhrzeigersinn bewegen. Während des Zuführens des Streifens und während des Schneidens des Streifens und des Zuführens des Klebemittels wird eine einstellbare Anschlagschraube 226 an einem Vorsprung am unteren Teil des Hohlarmes 124 in Eingriff mit einer
geeigneten Nabe 228 auf der Tragplatte 24 gebracht. Dadurch wird jede Dre hung gegen den Uhrzeigersinn, die auf den gegabelten Arm 144 auf der Hohlwelle 126 ausgeübt wird, wenn die Platte 14 auf dem Hohlarm 124 eine Stellung einnimmt, bei der der Streifen aufgenommen wird, durch eine Feder 152 aufgenommen, mit deren Hilfe der gegabelte Arm in das obere Ende der Nabe 150 des Hohlarmes 124 eingreift.
Sobald die Nockenrolle 172 von der Erhebung 222 der Nockenscheibe 114 abgleitet, bewegt sich das Messer 196 nach oben und die Klebemittel maschine 208 wieder nach unten. Bewegt sich die Nockenrolle weiter auf dem unteren Teil des Nockens 114 abwärts, so wird der Welle 158 eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn aufgezwungen, die eine Drehung der Hohlwelle 126 im Uhrzeigersinn und eine entsprechende Drehung des Hohlarmes 124 ebenfalls im Uhrzeigersinn verursacht, bis die Nöcken- rolle 172 den untersten Punkt 230 der Nocken scheibe 114 erreicht hat,
in der der die Platte tragende Hohlarm 124 eine Stellung einnimmt, die in Fig. 1 punktiert angedeutet ist und in der die den Streifen tragende Platte 14 mit der Vorderseite nach unten ein Rollband <I>A</I> eines üblichen Rolltisches<I>T</I> einer Zigarrenherstellmaschine berührt.
Der Rolltisch T besteht aus einer Hohlkammer 232, deren obere Fläche Nuten 234 aufweist, die über öffnungen 236 mit der Kammer 232 in Verbin dung stehen. Die Kammer 232 ist mit einer ge eigneten, nicht dargestellten Saugquelle verbunden, die von einer geeigneten Ventilanordnung, die eben falls nicht gezeichnet ist, gesteuert wird. Die Ventil anordnung wiederum steht mit einer nicht dar gestellten Blattfördereinrichtung in Verbindung, die abgeschnittene Blattstücke von einer Blattvorrats stelle auf den Rolltisch fördert.
Das Rollband A liegt in bekannter Weise flach auf der oberen Fläche des Rolltisches bei den Arbeitsvorgängen der Streifen und Blattaufnahme auf. Sie wird mit geeignet an geordneten öffnungen 238 in Eingriff mit den Nuten 234 des Rolltisches T gebracht, wodurch eine Saug wirkung auf die Unterseite des Streifens und des Blattes auf dem Rollband ausgeübt wird.
In der Kammer 232 des Rolltisches T ist über Schrauben 240 eine Hilfssaugkammer 242 einstell bar befestigt, deren offene Oberseite auf der Unter seite der oberen Wandung des Rolltisches aufliegt, so dass einige der öffnungen 236 in den Nuten 234 mit der Hilfskammer 242 anstatt mit der Kammer 232 verbunden sind. Die Kammer 242 steht über ein Rohr 244 mit einer Saugquelle in Verbindung, die eine dauernde Saugwirkung auf die Kammer 242 ausübt.
Die Kammer 242 ist unterhalb der Fläche, an der der Streifen<I>S</I> auf das Rollband<I>A</I> aufgebracht wird, angeordnet. Sobald deshalb die Streifentragplatte 14 die obere Fläche des Rollbandes A, wie in Fig. 1 punktiert dargestellt, berührt, wird die Saugwirkung auf dem Hohlarm und die Platte 14 aufgehoben und der Streifen <I>S</I> auf dem Rollband<I>A</I> aus der Kammer 242 angesaugt. In diesem Zeitpunkt nimmt das Messer 196 seine oberste Lage ein, während die Klebemittel schiene 208 in der untersten Lage ihre Auflege stelle 210 in dem Klebmittelbehälter 212 eintaucht.
Sobald der Streifen S von der Platte 14 abgenommen und auf das Band A aufgebracht wird, schwingt der Hohlarm 124 entsprechend der Bewegung der Nockenrolle <B>172</B> nach oben und rollt dem winkelig angeordneten Teil 246 der Nockenscheibe 114 ent lang.
Wenn die Rolle 172 den kreisbogenförmigen Teil 220 der Nockenscheibe 114 erreicht hat, liegt die Platte 14 auf der Gewebezuführplatte 118 auf und kann einen neuen Streifen aufnehmen. Während der Aufwärtsbewegung des Armes 124 und der Platte 14 bewegt sich das Messer 196 etwas nach unten, ohne das Gewebe, das auf die Platte geführt wird, zu behindern; die Klebemittelschiene 208 bewegt sich nach oben, wo sie verbleibt, so dass die Auflegestelle 210 sich aus dem Klebemittel herausbewegt und das überschüssige Klebemittel abstreift.
Die Platte 14 wird durch eine Bewegung um 180 in bezug auf das Rollband A gedreht (Fig. 1) und gibt den Streifen S ab. Folglich befindet sich das Klebemittel P (Fig. 4) auf der Oberseite, so d'ass das darüberliegende Deckblatt B (Fig. 4 und 8) auf dem Streifen S angeklebt wird. Das Blatt wird dann von der Blattfördereinrichtung Z auf dem Rollband ab gelegt. Die Platte 14 arbeitet so, dass sie sich zeitlich vor dem Eintreffen der Blattfördereinrichtung Z auf das Rollband zu bewegt.
Diese Einrichtung Z selbst ist nicht Gegenstand der Erfindung, sie kann so aus geführt sein, wie in der US-Patentschrift Nr. 2 287 004 vom 16. Juni 1942 beschrieben. Aus diesem Grunde wird eine nähere Beschreibung dieser Einrichtung nicht für erforderlich gehalten.
Der Streifen S ist durch den Klebstoff fest mit dem vorderen Ende des Blattes während des Zigarrenroll- arbeitsvorganges verbunden, ohne dass ein Verschie ben oder ein sonstiger Fehler bei der Aufnahme auftritt.
Wie in Fig.4 gezeigt, reicht das freihängende Ende E des Verstärkungsstreifens S etwas über das freie Ende des Blattes hinaus. Ein Klebestreifen P wird über eine Klebemittelzuführvorrichtung D (Fig. 1) auf dieses Ende gebracht, um die Zigarre nach dem Rollen zu verschliessen, wobei der Streifen S auf der Aussenseite des Blattes B, wie in Fig. 7 gezeigt, aufgewickelt ist. Die Vorrichtung D nach Fig. 1 entspricht im wesentlichen der nach der US-Patentschrift Nr. 2<B>391</B>294 vom 18.12.1945.
Ein ständig umlaufendes Rad 250 taucht teilweise in einen Klebemittelbehälter 252 ein und führt das Klebemittel einer geeigneten Klebemittelzuführrolle 254 zu, die lose auf der Welle 256 befestigt ist. Die Welle 256 ist einstellbar auf einem Arm 258 an gebracht und an einem Hebel 260 an einer hin und her bewegbaren Welle 262, die über einen Arm 264 und einen weiteren Arm 266 über einen nicht dar gestellten, nockenbetätigten Antriebsmechanismus verbunden ist, befestigt.
Wenn das -Blatt B über den Streifen S -auf dem Rollband A mit Hilfe der Bandfördereinrichtung ge bracht ist, schwingt der Arm 260 -in Richtung der in Fig. 1 dargestellten Pfeile, bringt die Klebemittel züführrollen 254 in Eingriff mit dem Endteil E des Streifens S und führt Klebemittel in der Weise, wie es in .der oben erwähnten US-Patentschrift Nr. 2391294 dargestellt ist, zu.
Der Arm 60 schwingt wieder zurück, so dass ein neuer Arbeits gang der Zigarrenherstellung erfolgen kann., der un mittelbar nach dem Herausnehmen der Rolle 254 aus dem Klebemittel beginnt.
Der längliche Schlitz 26 in der Tragplatte 24 sowie der längliche Schlitz 121 in dem die Tragplatte tragenden Flansch 122 des Hohlarmes 124 ermög lichen eine Einstellung und Verschiebung der ganzen Einrichtung zum Auflegen des Verstärkungsstreifens, .so dass der Streifen in jede beliebige Stellung auf dem Rollband gebracht werden kann. Diese Einstellbar keit bewirkt eine wirksame Einstellung des Streifens S für verschiedene Formen und Grössen von Zigarren blättern. Die Länge des Verstärkungsstreifens, die sich mit dem Durchmesser des Zigarrenkopfes ändert, kann durch Verschieben des Stiftes 110 im Schlitz 112 der Nockenscheibe 114 verändert werden.
Die obere Wandung der Rolltischkammer 232 weist eine Anzahl von zusätzlichen verschraubten Öffnungen 268 (Fig. 3) auf, die eine Verschiebung der Hilfs- saugquellenkammer 242 in verschiedene Stellungen des Streifens auf dem Rollband gestatten.
Die beschriebene Vorrichtung kann auch dazu verwendet werden, den Verstärkungsstreifen am äusseren Teil des Blattes anzubringen. Dies bringt jedoch mit sich, dass der Streifen innerhalb des Blattes angebracht ist, was zwar von .einigen Rauchern be vorzugt wird, jedoch im allgemeinen nicht erstrebens wert erscheint. Das Klebemittel kann in diesem Falle, wie in Fig. 5 gezeigt, auf der Oberseite des Streifens statt auf der unteren Seite aufgebracht sein.