CH391587A - Schleuse zum Impfen von mit Unterbrechungen strömenden Flüssigkeiten - Google Patents
Schleuse zum Impfen von mit Unterbrechungen strömenden FlüssigkeitenInfo
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Description
Schleuse zum Impfen von mit Unterbrechungen strömenden Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft eine Schleuse zum Impfen mit langsamlöslichen Substanzen von mit Unterbre chungen strömenden Flüssigkeiten, enthaltend ein den Schleusenraum in einen oberen Substanz- und einen unteren Sammelteil aufgliederndes Sieb.
Schleusen, welche dazu dienen, einem Flüssig keitsstrom in geschlossenen Leitungen geringe Men gen von gelöstem Chemikal beizumischen, sind in grö sserer Zahl bekannt.
Es sind speziell die für eine Wasseraufbereitung bekannten sogenannten Phosphatschleusen, welche auf dem Prinzip beruhen, dass in den Schleusen be findliches, stückiges, oder körniges, langsamlösliches Phosphat vom Wasser durchströmt wird, wobei das insbesondere im Schmelzprozess, gewonnene Calcium- natriumpolyphosphat in seinem P.,05-Gehalt so ein gestellt ist, dass es nur etwa 2 mlg/1 an das fliessende Wasser abgibt.
Massgebend ist hierbei neben der Tem peratur, die Fliessgeschwindigkeit und die Korngrösse des vom Wasser durchspülten Phosphates.
Damit steht ein Chemikal zur Verfügung, das sich nur in fliessendem Wasser lösen soll und die bisher be kannten Dosierschleusen sind diesen erhofften Eigen schaften des Chemikals in dem Sinne angepasst, dass sie aus einfachen zylindrischen Behältern bestehen, an welchen, z. B. unten, ein Wassereingang und oben ein Wasserausgang angeordnet ist mit dem Zweck, dass das Chemikal vom Wasser bei Betrieb in einer Rich tung durchflossen wird.
Die Praxis hat aber bewiesen, dass diese An-nah- men falsch sind, da das im Wasser ruhende Chemikal sich auch weiterlöst und stärkere Lösungen gibt, wenn keine Wasserentnahme stattfindet.
Grund hierfür sind u. a. die in jeder Wasserlei tung auftretenden Druckschwankungen. Diese bewir ken, dass das Chemikal sich in der Dosierschleuse wei- terlöst. Es entstehen somit überdosierungen, welche nicht nur infolge des Mehrverbrauches an Chemikal unerwünscht sind, sondern vielerorts die durch das Gesetz vorgeschriebenen Dosierungen überschreiten.
Durch die geltenden deutschen Vorschriften z. B. wird das Problem der Stein-freihaltung von Wasser systemen weit schwieriger gestaltet, da die zugelasse nen. Mengen zur Aufbereitung von Trinkwasser wohl ausreichen, für Gebrauchswasser aber nicht genügen, da hier 5- bis 10fache Meng gen an P205 zugesetzt werden müssen.
Der Nachteil einer überdosierung, insbesondere bei der Trinkwasseraufbereitung wird erfindungsge mäss dadurch aufgehoben, dass der Sammelteil der Schleuse mindestens annähernd gleich gross oder grö sser als der Substanzteil ist und dass sich, im Bereich des Bodens des ersteren eine Ableitung für die bei Stillständen sich ansammelnde, stärkere Lösung be findet.
Die Erfindung wird an, Hand von Zeichnungen beispielsweise erläutert. Es zeigt: Fig. <B>1</B> eine Schleuse im Längsschnitt, Fig. <B>2-6</B> Ausschnitte aus Schleusen verschiedener Ausführung in schematischer Darstellung analog Fig. 1.
Ein Raum<B>A,</B> welcher der Aufnahme des Chemi- kals dient, wird z. B. durch ein zylindrisches Plexi- glasrohr begrenzt und analog ein Raum<B>C</B> mit einem Raum B durch einen Stahlbehälter. Der Stahlbehälter dient dazu, das gelöste Chemikal aufzunehmen.
Der Raum<B>C</B> ist durch einen Siebboden <B>1</B> und eine konische Wand 2 vom Raume<B>A</B> getrennt, wobei durch die konische Wand 2 der Raum B entsteht, welcher als Absetzvorraum wirkt.
Ein weiteres funktionsgebundenes Merkmal des Gerätes besteht darin, dass ein Wassereingangsstutzen <B>3</B> und ein Wasserausgangsstutzen 4 aussen auf der selben Höhe liegen, im Inneren des Gerätes jedoch versetzt sind, wobei der Wassereingang im Innern über Verteileröffnungen<B>5</B> unterhalb des Siebbodens <B>1</B> stattfindet und der Wasserausgang Über Öffnungen <B>6</B> erfolgt. Diese Anordnung gestattet, das gelöste Che- mikal in den Raum<B>C</B> sinken zu lassen, ohne dass das selbe in die Wasserleitung dringen kann. Die gelösten Teilchen, z.
B. Phosphatteilchen, welche ein höheres spezifisches Gewicht als das Wasser haben, sinken an der konischen Wand 2 durch den Raum B nach unten in den Sammelraum C, wo sie aufgespeichert werden, bis sie dem Ausgangsstutzen 4 über eine Steigleitung<B>8</B> einem Dosierventil <B>10</B> als Zugabe, oder einer zweiten Brauchwasserleitung, welche bei<B>9</B> angeschlossen wird, beigemengt werden.
Fig. 2 bis<B>6</B> zeigen verschiedene Ausführungsmög lichkeiten, welche auf dem gleichen Prinzip wie der beschriebene Apparat beruhen, bei denen jedoch, wie ersichtlich, die Anordnung des Sarnmel- und Spei cherraumes für das sich lösende Chemikal das Haupt merkmal bildet.
Die Wirkungsweise der neuen Schleuse ist die folgende: Wenn der mit Chemikal, z. B. Calciumnatrium- polyphosphat, im Raume<B>A</B> gefüllte Apparat mit sei nen drei Anschlüssen am Wassersystem angeschlos sen ist und über den Stutzen 4 Wasser entnommen wird, so geschieht das folgende: Das Wasser tritt am Stutzen<B>3</B> über die Verteiler öffnungen<B>5</B> in den Behälter ein und wird durch diese Öffnungen<B>5</B> und die Wand 2 gezwungen, das Chemi- kal gleichmässig von unten nach oben zu durchspülen; hierbei lösen sich z.
B. etwa 2 mc,/l Chemikal in dem fliessenden Wasser auf und werden über die Öffnun gen<B>6</B> dem Ausgangsstutzen 4 ihrer Bestimmung zuge führt. Sollen in diese Leitung mehr als 2 mg/1 dosiert werden, so wird zusätzlich mit Hilfe des Dosierventils <B>10</B> eine erhöhte Wassermenge eingestellt.
Wird an der Brauchwasserleitung<B>9</B> Wasser ent nommen, so tritt das Wasser wie beschrieben über den Stutzen<B>3</B> und die Verteileröffnungen <B>5</B> in den Apparat ein, strömt aber über einen Stutzen<B>7</B> in die Brauchwasserleitung<B>9</B> aus. Das Wasser durchfliesst in diesem Falle den ganzen Sammelraum<B>C</B> und führt damit grössere Mengen an Chemikal mit sich.
Findet keine Wasserentnahme statt, lösen sich z. B. durch die in jeder Wasserleitung auftretenden Druckschwankungen gewisse Mengen an Chemikal. Diese sinken, bedingt durch ihr spezifisches Gewicht, durch den Absetzvorraum B nach unten in den Raum <B>C</B> und können durch die konische Wand 2 nicht mehr nach oben in die Räume<B>A</B> und B gelangen.
Daher bleibt der Raum<B>A</B> immer frei von überschüssigem, gelöstem Chemikal und in der Lösung am Ausgangs stutzen 4 befinden sich immer nur die gewünschten, vom strömenden Wasser gelösten 2 mg/1 Chemikal. Diese einzelnen Vorgänge wiederholen sich bei jeder Wasserentnahme und bei den periodischen Stillstän den immer wieder (z. B. in der Nacht), so dass das Gerät, ausser der vorzunehmenden Neufüllung, keine weitere Wartung benötigt.
Die Wirkungsweise der Ausführungsformen nach den Fig. 2 bis<B>6</B> unterscheidet sich von der Wir kungsweise der Geräte gemäss Fig. <B>1</B> nur geringfügig. Bei den Ausführungsformen nach Fig. <B>3,</B> 4 und<B>6</B> fehlt der Stutzen<B>7</B> für die Ableitung der stärkeren unten im Raum<B>C</B> angesammelten Lösung. Die Ablei tung wird hier innerhalb der Schleuse hochgeführt, so dass diese Lösung über innere Rohrleitungen 7a, <B><I>7b</I> '</B> 7c dem abfliessenden Wasser zugemischt wird und durch den Stutzen 4 austritt.
Um sicher zu sein, dass diese stärkere Lösung nur in geringem Masse beige mischt wird, ist gemäss den Fig. 4 und<B>6</B> in den Lei tungen<B>7b</B> und 7c ein Düsen- oder Blenden-Einsatz <B>11</B> eingesetzt. Wird nun die Entnahmeleitung voll aufge dreht, so entsteht durch die Phosphatmasse selbst ein gewisser Staub und in der Schleuse ein Wirbel, was vollauf genügt, um das gelöste Phosphat aus dem Raume<B>C</B> in den Hauptstrom zu reissen. Diese Zugabe der stärkeren Lösung erfolgt jedoch infolge des be reits genannten Düseneinsatzes<B>11</B> nur innerhalb ge wisser Grenzen.
Diese Grenzen sind so festgesetzt, dass die Konzentration der Phosphate in der am Stut zen 4 austretenden Lösung (Fig. <B>3,</B> 4 und<B>6)</B> von etwa<B>0,8</B> bis<B>1</B> mg/1 auf etwa 4 mg/1 ansteigt.
Diese erhöhte Menge an Phosphaten in der Lösung liegt aber immer noch innerhalb der für Genusswasser nor malerweise zulässigen Grenze von<B>5</B> mg/l. Der Düseneinsatz<B>11</B> in den Leitungen<B>7b</B> und 7c muss so gewählt werden, dass in Abhängigkeit von dem durch den allmählichen Auflösungsprozess geringer werdenden Widerstand der Phosphatmasse das Beimi- schungsverhältnis der stärkeren Lösung zum durch gehenden Wasser nicht zu einer überdosierung führt.
Man benützt daher vorteilhafterweise zur Stein- und Korrosionsfreihaltung von Wassersystemen die beschriebene Schleusenkonstruktion, welche es er laubt, mittels eines im Schmelzverfahren hergestellten, glasigen, stückigen Phosphates, zwei verschiedene Wasserleitungen mit verschieden hohen Mengen zu beimpfen, ohne überdosierungen, insbesondere in der Trinkwasserleitung hervorzurufen, da dieses Gerät das zuviel gelöste Chemikal gesondert sammelt, bzw. in einem Sammelraum speichert,
von dem aus das selbe als Lösung der gewünschten Leitung zudosiert werden kann.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Schleuse zum Impfen mit langsamlöslichen Sub stanzen von mit Unterbrechungen strömenden Flüs sigkeiten, enthaltend ein den Schleusenraum in einen oberen Substanz- und einen unteren Sammelteil auf gliederndes Sieb<B>(1),</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelteil <B>(C)</B> mindestens annähernd gleich gross oder grösser als der Sabstanzteil <B>(A)</B> ist und dass sich im Bereich des Bodens des ersteren eine Ableitung <B>(7)</B> für die bei Stillständen sich ansammelnde, stärkere Lösung befindet.UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Schleuse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Sammelteil<B>(C)</B> annähernd drei mal grösser ist, als der Substanzteil<B>(A).</B> 2. Schleuse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Zuführung<B>(5)</B> des zu impfen den Stromes angeordnet ist, die im oberen Teil des Sammelraumes<B>(C)</B> unter dem Sieb<B>(1)</B> endet sowie eine Ableitung<B>(6),</B> die sich oben im Raumteil<B>(A)</B> über der eingefüllten Impfsubstanz befindet.<B>3.</B> Schleuse nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Schutz des Durchflusses gegen Vermischung mit dem Inhalt des Sammelteils<B>(C)</B> die Zuführung<B>(5)</B> von einer trichterförmigen Wand (2) umgeben ist. 4. Schleuse nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 2 und<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen der Ableitung<B>(7)</B> und der Abflussleitung (4) eine Rohrverbindung<B>(8)</B> mit einem regelbaren Ventil <B>(10)</B> angeordnet ist.<B>5.</B> Schleuse nach Patentansprach und Unteran sprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ableitung<B>(7)</B> ein Ventil mit einer gesonderten Lei tung für die stärkere Lösung aus dem Raum<B>(C)</B> an geschlossen ist. <B>6.</B> Schleuse nach Patentanspruch und Unteran sprüchen<B>2-5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die<B>Ab-</B> leitung (7c) für den Abtransport der stärkeren Lö sung aus dem unteren Teil des Raumes<B>(C)</B> innerhalb der Schleuse bis über das Sieb<B>(1)</B> aufwärts geführt ist und ein Dosierorgan <B>(11)</B> enthält.<B>7.</B> Schleuse nach Patentanspruch und Unteran sprüchen<B>2-5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die<B>Ab-</B> leitung<B>(7b)</B> für den Abtransport der stärkeren Lö sung aus dem unteren Teil des Raumes (C) innerhalb der Schleuse bis an das Sieb<B>(1)</B> aufwärts geführt ist und ein Dosierorgan <B>(11)</B> enthält.
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