CH391590A - Betätigungsvorrichtung für einen Aerosolbehälter - Google Patents
Betätigungsvorrichtung für einen AerosolbehälterInfo
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Description
Betätigungsvorrichtung für einen Aerosolbehälter Gegenstand der Erfindung ist eine Betätigungsvorrichtung für einen Aerosolbehälter, welcher unter Druck ein Medium enthält und mit einem das Medium aus dem Behälter einem Auslass zuführenden Rohr und einem im Strömungsweg des Mediums angeordneten Ventil ausgerüstet ist, das vermittels eines auf das Rohr aufsetzbaren und einen Durchflusskanal für das Medium enthaltenden Betätigungsorgans betätigbar ist. Erfindungsgemäss zeichnet sich eine solche Be t. itigungsvorrichtung für einen Aerosolbehälter dadurch aus, dass das Betätigungsorgan als eine Verschlusskappe ausgebildet ist, welche einen bezüglich der Betätigungsrichtung seitlich vorspringenden Wulst aufweist, der bestimmt ist, einen mit dem Behälter festverbundenen Wulst zu hintergreifen und die Bewegung der Kappe entgegen der Betätigungsrichtung zu blockieren, wobei ein wegnehmbarer klammerartiger Riegel vorhanden ist, welcher bestimmt ist, in die Bewegungsbahn der Kappe einzugreifen, mit einem bezüglich des Behälters festen Anschlag zusammenzuwirken und die Kappe in der Betätigungsrichtung zu blockieren. In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 den oberen Teil eines zylindrischen Aerosolbehälters mit der Betätigungsvorrichtung im Axialschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht auf den Behälter mit einem Teilquerschnitt gemäss der Linie II-II der Fig. 1. Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, ist die kreisrunde Einfüllöffnung eines Aerosolbehälters 1 an sich bekannter Bauart durch einen etwa topfförmigen Deckel 2 verschlossen, welcher mit seinem nach aussen umgebogenen Rand unter Zugabe einer Dich- tungsmasse 3 auf dem verdickten Rand 4 des Behälters 1 aufliegt und in der Einfüllöffnung durch Einbördelung, wie bei 5 ersichtlich, festgehalten wird. In einer Ausbuchtung 6 das Deckels 2 ist ein lediglich andeutungsweise dargestelltes, an sich bekanntes Ventil 7 festgehalten, welches einerseits durch einen Schlauch 8, welcher bis in die Nähe des Bodens des Behälters reicht, mit dem Behälterinnern verbunden ist und anderseits mit einem Rohr 9 kommuniziert, welches dichtend durch den Deckel 2 geführt ist und an seinem oberen Ende eine Betätigungskappe 10 trägt. Wie bekannt, wird unter der Wirkung eines auf die Kappe 10 ausgeübten und durch das Rohr 9 auf das Ventil übertragenen Drukkes das letztere geöffnet, so dass das im Behälter 1 unter Druck, namentlich unter der Wirkung eines Druckgases gehaltene Medium durch den Schlauch 8, das Ventil 7 und das Rohr 9 in einen Durchflusskanal 11 und von diesem zu einem Auslass 12 gelangen kann. Die Kappe 10 weist an seinem sich nach unten gegen den Behälter erstreckenden kragenförmigen Teil 13 einen nach innen vorstehenden Ringwulst 14 auf, welcher einen Wulst 15 eines auf den Behälterrand 4 bzw. auf den diesen überdeckenden Rand des Deckels 2 aufgesetzten Halteringes 16 untergreift. Der Haltering 16 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem nachgiebigen Material, beispielsweise aus einem nachgiebigen Kunststoff, angefertigt und derart profiliert, dass derselbe den umgebogenen Rand des Deckels 2 hintergreift und am Behälter im Klemmgriff verankert ist. Der in den kragenförmigen Teil 13 der Kappe 10 eingreifende Teil des Halteringes 16 dient zwar gewissermassen als Führung für die Kappe bei der Bewegung nach unten, doch ist die Anordnung so getroffen, dass die Kappe bei exzentrischem Druck eine Kippbewegung ausführen kann. Der Zweck dieser Massnahme wird später noch näher erläutert werden. Der Haltering 16 weist eine Ringnut 17 auf, welche der Aufnahme eines, wie in der Fig. 2 besonders gut ersichtlich, grundsätzlich klammerförmigen, im vorliegenden Falle in der Art eines Sprengringes ausgebildeten Riegels 18 dient, welcher ausser seinen beiden Schenkeln noch einen als Handhabe dienenden Lappen 19 aufweist. Wie es sich aus dem vorhergehend Gesagten versteht, sitzt der Riegel 18 mit Klemmgriff in der Nut 17 des Halteringes 16, wobei die Nachgiebigkeit der beiden Schenkel bzw. die divergierenden Kanten 20 der Schenkelenden ohne weiteres gestatten, den Riegel 18 aus der Nut zu nehmen bzw. in diese wieder einzusetzen. Die axiale Anordnung der Nut 17 ist derart, dass mit eingesetztem Klemmring die Kappe zwischen dem Wulst 15 des Halteringes 16 und dem sich gegen die untere Seitenwandung der Nut 17 als Anschlag abgestützten Riegel 18 blockiert ist. Die beiden Schenkelenden der Riegel 18 weisen bei 21 nach aussen gerichtete hakenförmige Ausbildungen auf, in welche eine durch eine Plombe 22 verschlossene Fadenschlaufe 23 eingelegt ist. Da der Klemmring in dieser Weise gegen Wegnahme gesichert ist und seinerseits die Betätigungskappe 10 blockiert, ist es klar, dass in der beschriebenen Weise der Aerosolbehälter einwandfrei mit einem Herkunftsverschluss versehen werden kann, was bisher nicht möglich war und einen der Vorteile der beschriebenen Betätigungsvorrichturig bildet. Darüber hinaus ergeben sich weitere Vorteile beispielsweise dahingehend, dass die Betätigungskappe 10, im Gegensatz zu den bei solchen Behältern bisher verwendeten Betätigungsorganen, den Behälterhals sozusagen hygienisch umschliesst, so dass eine Verschmutzung der Aussenfläche der Kappe 10 und damit der Hände der Betätigungsperson durch in den zwischen dem Deckel 2 und der Kappe 10 eingeschlossenen Raum ausgelaufenes Material ausgeschlossen ist, wobei gleichzeitig die Kappe von aussen einwandfrei sauber gehalten werden kann. Damit konnte ein häufig beanstandetes Übel vermieden werden. Im Grunde genommen ist die Bewegbarkeit der Kappe gegen die Betätigungsrichtung durch einen Formschluss blockiert, welcher mit Hilfe der Wülste 14 und 15 zustande kommt. Es versteht sich dabei, dass die Kappe dank der Nachgiebigkeit des kragenförmigen Teiles 13 (solche Kappen sind gewöhnlich aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt) sowie dank der nach unten abgeschrägten Ausbildung des Wulstes 14 ohne weiteres auf den Haltering aufsetzbar ist. Dagegen kann die Kappe vor allem nicht zufällig vom Haltering abgezogen werden, was bei bisherigen Betätigungsvorrichtungen dieser Art ein häufiger und gewöhnlich mit der Verschüttung des Mediums verbundener Fall war. Dadurch wird unter anderem die Verschmutzung sozusagen bei der Quelle unterbunden. Aus der gleichen Ausbildung resultiert noch der weitere Vorteil, dass die Kappe beim exzentrischen Druck um den der Druckstelle diametral entgegengesetzten Bereich der Wülste 14 und 15 kippen kann und sozusagen als Betätigungshebel wirksam ist. Beim exzentrischen Druck ist also die Betätigung des Ventils - im Gegensatz zu bisherigen Vorrichtungen - leichter, auf alle Fälle nicht schwerer. Der Riegel 18 kann natürlich nach dem erstmaligen Öffnen des Behälters immer wieder verwendet werden, wobei dadurch vor allem auf Reisen ein unbeabsichtigtes Betätigen des Ventils, wenn beispielsweise der Behälter in einem Koffer verpackt wird, ausgeschlossen ist. Es versteht sich, dass der Erfindungsgedanke vom Fachmann ohne weiteres abgewandelt werden kann. Beispielsweise wäre es möglich, die Anordnung invers auszuführen, wobei die Kappe in eine Öffnung des Halteringes eingreifen würde. Der Riegel würde dabei auf der Kappe sitzen. Der Behälter könnte bei entsprechender Ausbildung die Aufgabe des Halteringes übernehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Betätigungsvorrichtung für einen Aerosolbehälter, welcher unter Druck ein Medium enthält und mit einem das Medium aus dem Behälter einem Auslass zuführenden Rohr und einem im Strömungsweg des Mediums angeordneten Ventil ausgerüstet ist, das vermittels eines auf das Rohr aufsetzbaren und einen Durchflusskanal für das Medium enthaltenden Betätigungsorganes betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan als eine Ver schlusskappe ausgebildet ist, welche einen bezüglich der Betätigungsrichtung seitlich vorspringenden Wulst aufweist, der bestimmt ist, einen mit dem Behälter fest verbundenen Wulst zu hintergreifen und die Bewegung der Kappe entgegen der Betätigungsrichtung zu blockieren, wobei ein wegnehmbarer klammerartiger Riegel vorhanden ist, welcher bestimmt ist, in die Bewegungsbahn der Kappe einzugreifen,mit einem bezüglich des Behälters festen Anschlag zusammenzuwirken und die Kappe in der Betätigungsrichtung zu blockieren.UNTERANSPRÜCHE 1. Betätigungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Haltering vorhanden ist, welcher bestimmt ist, auf dem Behälter verankert zu werden, wobei der Wulst der Kappe einen Wulst des Halteringes hintergreift und der Riegel zwischen dem Wulst der Kappe und einem Anschlag des Halteringes auf diesen aufsetzbar ist.2. Betätigungsvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltering nachgiebig ausgebildet und bestimmt ist, am Behälter durch Klemmgriff verankert zu werden.3. Betätigungsvorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel in der Art eines Sprengringes ausgebildet und auf den Haltering aufsetzbar ist.4. Betätigungsvorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel in eine Nut des Halteringes einsetzbar ist.5. Betätigungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel Mittel zum Schliessen der Öffnung zwischen seinen Schenkeln durch eine Plombe aufweist.6. Betätigungsvorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkelenden je eine nach aussen gerichtete hakenförmige Ausbildung aufweisen, welche Ausbildungen bestimmt sind, in eine durch eine Plombe verschlossene Schlaufe einzugreifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Family Applications (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2485645A1 (fr) * | 1980-06-30 | 1981-12-31 | Realex Corp | Verrou temporaire inviolable pour pompe de distribution |
| EP0945366A1 (de) * | 1998-03-25 | 1999-09-29 | Kurt Vogelsang GmbH | Ventilbetätiger mit Klemmvorrichtung für Sprühdose |
| WO2011077112A1 (en) * | 2009-12-24 | 2011-06-30 | Reckitt & Colman (Overseas) Limited | Hand held trigger sprayer |
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1962
- 1962-01-26 CH CH99862A patent/CH391590A/de unknown
Cited By (3)
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| WO2011077112A1 (en) * | 2009-12-24 | 2011-06-30 | Reckitt & Colman (Overseas) Limited | Hand held trigger sprayer |
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