CH391735A - Hydraulische Regelungsvorrichtung für leistungsgeregelte Turbinen zum Antrieb elektrischer Generatoren - Google Patents
Hydraulische Regelungsvorrichtung für leistungsgeregelte Turbinen zum Antrieb elektrischer GeneratorenInfo
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Description
Hydraulische Regelungsvorrichtung für leistungsgeregelte Turbinen zum Antrieb elektrischer Generatoren Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Regelungsvorrichtung für leistungsgeregelte Turbinen zum Antrieb elektrischer Generatoren, bei der eine von den Generatorklemmen abgenommene, durch Leistungsänderungen hervorgerufene Störgrösse als Hilfsregelgrösse verwendet wird mit einem Steuer wellen-Drehmotor mit Rückführeinrichtung für die Betätigung der Arbeitsmittel Einlassventile der Tur bine.
Bei Turbinenregelungen wird bei Störung des Beharrungszustandes von einem Impulsgeber über Zwischenglieder ein Stellmotor in Bewegung gesetzt, der die Arbeitsmittel-Einlassventile der Turbine be tätigt. Es ist üblich, von der Bewegung des Stell motors eine Rückführung abzuleiten, die den Rege lungsvorgang wieder zum Stillstand bringt.
Da diese Rückführung rein mechanisch, vorzugsweise über eine Kurvenscheibe, von der Bewegung des Stell motors abgeleitet wird, ist es notwendig, die Bewe gung der als Stellorgane dienenden Ventile so zu gestalten, dass die Rückführung proportional der durch den Stellmotor verursachten Leistungsände rung 4 N ist. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, dann ist das Regelungssystem nicht mehr über den ganzen Regelungsbereich stabil. In dem Bereich, in dem die Leistungsänderung schneller erfolgt als die Rückführung, treten dann Pendielungen auf.
Die Vorausberechnung der Zuordnung des Ven tilhubes zur Stellmotorenstellung erfolgt nach zwei Gesichtspunkten: 1. Die Dampfdurchsatzänderung soll proportional der Rückführung sein. Das gilt für alle Fälle, bei denen die Leistung linear vom Dampfdurchsatz ab hängt oder bei denen die Turbine vom Anzapf- bzw. Gegendruck geregelt wird. 2. Die Leistungsänderung soll proportional der Rückführung sein. Das gilt für die Fälle, bei denen die Leistung nicht linear vom Dampfdurchsatz ab hängt und die Turbine keine Anzapf- bzw. Gegen druckregelung hat.
Es ist bereits bekannt, zum Umgehung der Schwierigkeiten, die in der Vorausberechnung der Steuerung einer Turbine liegen, auf die Rückführung vom Regler selbst zu verzichten und einen ent sprechenden Impuls als Hilfsregelgrösse von der Regelstrecke abzuleiten. Dabei muss dieser Abgriff von der Regelstrecke möglichst nahe hinter den Stellorganen erfolgen, damit sich die Verzögerungen der Regelstrecke nicht nachteilig auf die Stabilität des Regelkreises auswirken.
Die Erfindung bezweckt, diesen Gegebenheiten Rechnung zu tragen und einen Regelkreis für leistungsgeregelte Turbinen zu finden, bei denen der Störimpuls von der Leistungsänderung eines von der Turbine angetriebenen Generators ab geleitet wird. Es ist Aufgabe der Erfindung, die Verzögerung der ganzen Regelstrecke zwischen dem Arbeitsmitteleintritt in die Turbine und den Klemmen des Generators auszuschalten.
Die Erfindung besteht darin, dass zur Aufhebung der zeitlichen Verzögerung bei der Aufschaltung der Hilfsregelgrösse vom Ende der Regelstrecke (Gene rator) zum Anfang der Regelstrecke (Arbeitsmittel- Einlassventile der Turbine) ein magnetisch gesteu ertes Beschleunigungsglied vorgesehen ist, das sowohl die Hydraulik zwischen den Stellorganen für -die Arbeitsmittel-Einlassventile als auch die Rückführung für den Steuerwellen-Drehmotor beeinflusst.
Dabei besteht zweckmässig das magnetisch gesteuerte Be- schleunigungsglied im wesentlichen aus Magnetspu len, von denen zwei dem Drosselelement einer Ab- laufblende und eine einem Eisenkern zur Betätigung der Rückführeinrichtung am Steuerwellen-Drehmotor zugeordnet sind.
Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Verzögerung der Regelstrecke zwischen dem Arbeitsmitteleintritt und der Leistung an den Klemmen des Generators durch eine Beeinflussung des Impulsdruckes entgegengesetzt zur Bewegung des Steuerwellen-Drehmotors ausgeglichen wird. Bei Lastabschaltung wird die Schliessbewegung schneller eingeleitet gegenüber der Abnahme eines Schliess impulses von der hochlaufenden Drehzahl der Tur bine. Vorteilhafterweise ist keine Vorausberechnung der Steuerbewegung der Ventile notwendig.
In den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung wird in schematischen Bildern und in einem Ausführungs- beispiel (Fig. 5) der Gegenstand der Erfindung wie dergegeben.
In Fig. 1 wird schematisch der Aufbau einer Turbinenregelung gezeigt. Mit 30 ist die Regel strecke bezeichnet, die aus der Turbine und dem Generator besteht, mit 13 ist der Regler bezeichnet und mit 17 die Wirkungsrichtung der Rückführung angegeben. In Fig. 2 wird die Rückführung durch eine Hilfsregelgrösse 31, die von der Regelstrecke 30 abgeleitet wird, auf den Regler 13 geschaltet.
In Fig. 3 wird die Regelstrecke durch die Turbine 33 und .den Generator 32 dargestellt. Als Hilfsregel- grösse 34 wird der Radkammerdruck in der Regel stufe der Turbine benutzt und auf den Regler 13 geschaltet, der das Arbeitsmittel-Einlassventil 36 be einflusst. Dieses Verfahren nach Fig. 3 ist an sich bekannt. In Fig. 4 wird nunmehr die Regelungs vorrichtung nach der Erfindung wiedergegeben.
Von der Regelstrecke, die durch die Turbine 33 mit dem Arbeitsmittel-Einlassventil 36 und den Gene rator 32 erstellt wird, werden die Hilfsregelgrössen 34 und 35 vom Stufendruck in der Regelstufe der Turbine und von der Klemmenleistung des Gene rators auf ein magnetisch gesteuertes Beschleuni gungsglied 11, 12 geschaltet. Dieses Beschleunigungs glied beeinflusst die Wirkung des Reglers 13, der wiederum die Arbeitsmittel-Einlassventile 36 betätigt.
Die sich immer verzögert auswirkenden Hilfsregel- grössen werden somit durch eine Beschleunigung ausgeglichen, die von der Verzögerung der Regel strecke abgeleitet wird.
In Fig. 5 ist diese Wirkungsweise an einem hydraulischen Regelsystem schematisch dargestellt. Vom Drehzahlmesswerk 13 wirkt der Impuls auf den Verstärker 14 und verstellt die Blende 29.
Beim Anstieg des Impulsdruckes öffnet die Blende 29 und der Steuerdruck sinkt. Damit öffnet der Kraftschalter 15, und der Steuerwellen-Drehmotor 16 bewegt sich in Öffnungsrichtung. Aufgabe der Blende 28 ist es, durch eine entgegengesetzte Be wegung zur Blende 29 den Steuerdruck wieder so zu verändern, dass der Kraftschalter 15 schliesst.
Diese Bewegung der Blende 28 erfolgt im Leer laufbereich als mechanische Rückführung durch die Bewegung des Drehmotors 16, in diesem Fall durch die sogenannte Rückführscheibe 17. Wenn der Gene rator 32 anfängt, Leistung abzugeben, hebt sich die übertragung der Blende 28 von der Rückführ- scheibe ab. Die Funktion der Rückführung über nimmt der Steuermagnet, der durch den Eisenkern 23 und die Magnetspule 20 erstellt wird und seine Bewegung als Hilfsregelgrösse 35 von der Leistung des Generators ableitet.
Die Verzögerung, die durch den Abgriff der Hilfsregelgrösse am Ende der Regelstrecke 30 ent steht, wird durch eine magnetisch gesteuerte Ablauf blende 22 ausgeglichen. Diese Blende ist in die Impulsleitung 23 zwischen dem Drosselstift 24 und dem Verstärker 14 geschaltet. Auf den Eisenkern des Drosselelementes 21 der Ablaufblende wirken zwei entgegengesetzt durchflutete Magnetspulen 18, 19. Die in Öffnungsrichtung der Ablaufblende wir kende Spule 19 leitet ihre Kraft über einen elek trischen Geber 26 vom Radraumdruck in der ersten Stufe hinter den als Stellorgane dienenden Ventilen 36 ab. Die in Schliessrichtung wirkende Spule 18 leitet ihre Kraft von der Leistung des Generators 32 ab.
Im Beharrungszustand heben sich die Kräfte der beiden Spulen auf, und das Drosselelement steht in einer neutralen Lage. Bei einer Verstellung der Ventile durch den Drehmotor 16 ändert sich der Radraumd-ruck in der ersten Stufe schneller als die Leistung an den Klemmen des. Generators. Dadurch wirkt die Ablaufblende über die Blende 29 immer der Bewegung des Drehmotors entgegen und gleicht die verzögerte Wirkung der Blende 28 aus.
Wenn der Impulsdruck nur vom Drehzahlmess- werk 13 beeinflusst wird, fällt bei Lastabschaltungen die Leistung schneller als der Impulsdruck. Die Blende 28 öffnet schneller, als die Blende 29 schliesst. Zur Einleitung der Schliessbewegung des Drehmo tors 16 ist aber ein umgekehrtes Verhalten not wendig.
Die Wirkung, dass die Blende 29 schneller schliesst, als die Blende 28 öffnet, tritt nun bei Lastabschaltung auf folgende Weise ein: Die Blende 28 hebt sich zwar, nachdem der Generator 32 anfängt, Leistung abzugeben, von der Rückführscheibe 17 ab, die Scheibe ist aber so konstruiert, dass sich in allen Laststellungen ein möglichst geringer freier Hub zwischen Rückführ- scheibe und Blende 28 einstellt. Die Blende 28 steht erst in der der Lastabschaltung entsprechenden Lage, wenn der Drehmotor die dazugehörige Schliess bewegung durchgeführt hat.
Die Ablaufblende 22 bewegt sich im Augen blick der Lastabschaltung in Öffnungsrichtung, da sich die Ventile noch nicht bewegt haben und somit der Radraumdruck noch konstant ist. Der Impuls druck fällt entsprechend der Leistungsverminderung schnell ab, und die Blende 28 bewegt sich in die zur geschlossenen Stellung des Drehmotors gehörende Endlage.
Auf diese Weise wird schon während des Lei stungsabfalles im Generator 32 die Schliessbewegung des Drehmotors auf elektrischem Wege eingeleitet. Die Turbine 33 wird bei Lastabschaltung damit schneller abgefangen, als wenn der Schliessimpuls in der bekannten Art von der hochlaufenden Dreh zahl abgeleitet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Hydraulische Regelungsvorrichtung für leistungs geregelte Turbinen zum Antrieb elektrischer Gene ratoren, bei der eine von den Generatorklemmen abgenommene durch Leistungsänderungen hervor gerufene Störgrösse als Hilfsregelgrösse verwendet wird mit einem Steuerwellen-Drehmotor mit Rück führeinrichtung für die Betätigung der Arbeitsmittel- Einlassventile der Turbine, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufhebung der zeitlichen Verzögerung bei der Aufschaltung der Hilfsregelgrösse (31) vom Ende der Regelstrecke (30) [Generator (32)] zum An fang der Regelstrecke [Arbeitsmittel-Einlassventile (36) der Turbine (33)] ein magnetisch gesteuertes Beschleunigungsglied (11, 12) vorgesehen ist, das sowohl die Hydraulik zwischen den Stellorganen (13, 14, 15, 16) für die Arbeitsmittel-Einlassventile als auch die Rückführung (17) für den Steuerwellen- Drehmotor (16) beeinflusst. UNTERANSPRÜCHE 1.Regelungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetisch ge steuerte Beschleunigungsglied (11, 12) im wesent lichen aus Magnetspulen (18, 19, 20) besteht, von denen zwei dem Drosselelement (21) einer Ablauf- blende (22) und eine einem Eisenkern (23) zur Betätigung der Rückführeinrichtung (17) am Steuer wellen-Drehmotor (16) zugeordnet sind. 2. Regelungsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufblende (22) in die hydraulische Impuls leitung (23) zwischen dem Drosselstift (24) des Dreh- zahlmesswerkes (13) und dem Verstärker (14) ein geschaltet ist. 3.Regelungsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetspulen (18, 19) für die Betätigung des Drosselelementes (21) der Ablaufblende (22) mit einem Geber (25) von der Klemmenleistung (35) des Generators (32) und mit einem Geber (26) vom Radraumdruck (34) der Regelstufe der Turbine (33) verbunden sind. 4.Regelungsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetspule (20) für die Rückführeinrichtung (17) am Steuerwellen-Drehmotor (16) mit einem Geber (25) von der Klemmenleistung (35) des Gene- rators (32) verbunden ist. 5.Regelungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftschalter (15) des Steuerwellen-Drehmotors (16) mit einem Zwei blendenraum (27) verbunden ist, dessen eine Blende (28) von der Rückführeinrichtung (17) betätigt wird und dessen andere Blende (29) vom Verstärker (14) für den vom Drosselstift (24) des Drehzahlmess- werkes -(13) eingestellten Impulsdruck in der Impuls leitung (23) eingestellt wird.
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