CH391813A - Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel - Google Patents
Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder LeiterbündelInfo
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Description
Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter . oder Leiterbündel Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel, wie sie vor allem bei Hochspannungsmaschinen verarbei tet werden. Es sind verschiedene Verfahren dafür bekannt. Man hat z. B. die elektrischen Leiterbündel mit trok- kenem Bandmaterial mehrlagig umwickelt und die dabei gebildeten und verbleibenden Hohlräume nach träglich mit lösungsmittelhaltigem Lack ausgefüllt, indem man die Leiterbündel in entsprechend dimen sionierte Lackwannen eintauchte. Nach Aufkommen brauchbarer lösungsmittelfreier, bei normaler oder mässig erhöhter Temperatur genügend flüssiger Harze ist auch vorgeschlagen worden, bei dem ge nannten Verfahren lösungsmittelfreie Harze an Stelle der Lacke zu verwenden, wobei mit oder ohne Vacuum gearbeitet werden kann. Meistens ist jedoch der Einsatz des Vacuums unumgänglich, da sonst das verhältnismässig viskose Harz nicht alle Hohlräume der Isolationswicklung ausfüllt. Ausserdem haftet diesem Verfahren, besonders im Falle räumlich komplizierter Gestalt der Leiterbündel, der Nachteil an, dass grosse Harzmengen in den Eintauchwannen zur Verfügung stehen müssen, die in übermässig ho hem Verhältnis zu den zum Imprägnieren benötigten Mengen stehen. Nach dem Herausnehmen der in der Wanne imprägnierten Leiterbündel müssen diese noch in Formen gepresst und das Harz zur Aushär tung gebracht werden. Eine Möglichkeit zur Verbesserung bzw. Verein fachung der Herstellung harzimprägnierter elektri scher Leiterbündel besteht darin, die fertig umwik- kelten Leiterbündel in vacuumdichte Formen ein zulegen, die den Abmessungen und der Gestalt der Leiterbündel genau angepasst sind, und darin das Imprägnieren und die endgültige Formgebung in einem Zuge zu bewerkstelligen. Diese Arbeitsweise ist aber im wesentlichen auf einfache Leiterstabfor- men beschränkt, da sonst die Herstellung der va- cuumdichten Formen zu aufwendig wird. Die Erfindung zeigt einen Weg, wie elektrische Leiter oder Leiterbündel, vor allem solche kompli zierter Gestalt, mit Kunstharzimprägnierung vorteil haft hergestellt werden können. Das Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel mit tels Bandbewicklung und Kunstharztränkung hat er findungsgemäss das Kennzeichen, dass der Leiter oder das Leiterbündel mit Bandmaterial auf Basis von Glasseide, Glimmer und ungehärtetem Kunst harz als Bindemittel umwickelt werden, dass jede Bandmateriallage unter Erwärmung und Erweichung des Kunstharzes aasgebügelt und anschliessend mit ebenfalls lösungsmittelfreiem Kunstharz bei Raum temperatur durch Pinseln, Spritzen oder Streichen bedeckt wird, dass der bzw. das mit der gewünsch ten Anzahl von derartig aufgebrachten Bandlagen versehene Leiter oder Leiterbündel in passende Pressformen eingelegt wird und dass schliesslich un ter Einwirkung des Pressdruckes auf den Leiter oder das Leiterbündel sowohl das als Bindemittel des Bandmaterials vorhandene Kunstharz als auch das lagenweise während des Umwickelns aufgebrachte als Imprägniermittel dienende Kunstharz bei erhöh ter Temperatur zur Aushärtung gebracht werden. Zweckmässig verwendet man als Bindemittelharz und als Imprägnierharz Epoxydharze gleicher Basis mit Anhydridhärtern, wobei die Harze so eingestellt sind, dass das Bindemittelharz langsamer als das Imprägnierharz aushärtet. Beim Aasbügeln jeder Bandlage wird stets nur eine kurzzeitige, örtlich be- grenzte Erwärmung und damit Herabsetzung der Viskosität des Harzes hervorgerufen. So werden beim Bügeln die Glimmerteilchen nicht beschädigt. Es ist zweckmässig, das Anbügeln so vorzunehmen, dass es von der Mitte der Leiter bzw. Leiterbündel nach den Enden zu fortschreitet und so die noch vorhandenen Lufteinschlüsse ausgetrieben werden. Falls das Imprägnierharz bei Raumtemperatur auf die Bandmateriallagen aufgebracht wird, hat es eine lange Topfzeit, was gegenüber dem Wannen- imprägnierverfahren, bei welchem das Imprägnier harz auf höherer Temperatur gehalten werden muss und die Topfzeit entsprechend begrenzt ist, als er heblicher Vorteil angesehen werden. kann. Ausser, dem kann der Nachteil des Wä.nnenimprägnierver- fahrens, dass verhältnismässig grosse Imprägnier- barzmengen zur Verfügung stehen müssen, bei dem Verfahren gemäss der Erfindung vermieden werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel mittels Bandbewicklung und .Kunst- harztränkung,, dadurch gekennzeichnet, däss der Lei ter oder das Leiterbündel mit Bandmaterial auf Ba sis von Glasseide, Glimmer und ungehärtetem Kunst harz als Bindemittel umwickelt werden,dass jede Bandmateriallage unter Erwärmung und Erweichung des Kunstharzes angebügelt und anschliessend mit ebenfalls lösungsmittelfreiem Kunstharz bei Raum temperatur durch Pinseln, Spritzen oder Streichen bedeckt wird, dass der bzw.das mit der gewünschten Anzahl von derartig aufgebrachten Bandlagen -ver sehene Leiter oder Leiterbündel in passende Press- formen eingelegt wird und dass schliesslich unter Einwirkung des Pressdruckes auf den Leiter oder das Leiterbündel sowohl das als Bindemittel des Band- materials vorhandene Kunstharz als auch das lagen weise während das Umwickelns aufgebrachte als Imprägniermittel dienende Kunstharz bei erhöhter Temperatur zur Aushärtung gebracht werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Bindemittelharz und als Im prägnierharz zwei Harze auf gleicher Basis verwen det werden, die so eingestellt sind, dass das erstere langsamer als das letztere aushärtet. 2. Verfahren nach Patentanspruch oder nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei Epoxydharze gleicher Basis mit Anhydridhärtern verwendet werden.
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| DEL38850A DE1187699B (de) | 1961-04-28 | 1961-04-28 | Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbuendel |
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