Einrichtung für die Zustellung des Werkzeuges sowie die Teilprogrammierung des Arbeitsablaufes für das Bearbeiten von Werkstücken je auf wenigstens einer Werkzeugmaschine Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für die automatische Zustellung des Werkzeuges sowie die Teilprogrammierung des Arbeitslaufes für das Bear beiten von Werkstücken, vorzugsweise Fräsen, je auf wenigstens einer Werkzeugmaschine, insbesondere zum Hinterdrehen bzw. Hinterschleifen.
Es sind Einrichtungen für die automatische Zu stellung des Werkzeuges während eines automatisch ablaufenden Arbeitszyklusses an Hinterdrehmaschinen bekannt, bei denen der Motor einschliesslich dem ge samten Getriebe und der Leitspindel nach dem Er reichen eines Längsanschlages durch den Bettschlit ten umgesteuert wird. Hierdurch wird das Werkstück, welches in diesem Falle am Werkzeug vorbeigeführt wird, im Eilgang in seine Ausgangsstellung zurück gebracht. Sodann erfolgt wiederum die Umsteuerung des Motors, und der Längsvorschub beginnt von neu em.
Die Zustellung des Stahles mit Hilfe einer Zu stellscheibe, die eine bestimmte Zahnteilung hat, er folgt nach dem Erreichen der Ausgangsstellung des Stahles über ein verstellbares Klinkengetriebe durch Verschieben eines auf dem unteren Schlitten gleiten den Oberschlittens.
Die Beendigung des Arbeitszyklusses wird für die Querbewegung durch einen einstellbaren Anschlag vorgenommen. Hierzu ist zum Schutz des Klinken getriebes eine Rutschkupplung an diesem angebracht. Die Maschine wird durch Ausschaltung stillgesetzt.
Die benannte Einrichtung hat den Nachteil, dass die Zustellung des Werkzeuges nur in radialer Rich tung vorgenommen werden kann, und der Zustellbe trag während des Arbeitszyklusses stets der gleiche ist, so dass diese Einrichtung nur bei der Bearbeitung kleiner Fräser verwendbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, die Zu stellung des Werkzeuges in radialer und axialer Rich tung mit variabler Zustellcharakteristik vorzunehmen und eine Teilprogrammierung des Arbeitsablaufes zu erzielen und zwar für Fräser aller, auch grösster Ab messungen.
Das wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass in einem Kommandoschrank auf einer Steuerwelle, die von einem Stellmotor durch Impulsgabe eines Zeitrelais gedreht wird, eine Kurvenscheibe für die axiale und eine für die radiale Zustellung angeordnet sind. Diese Kurvenscheiben stehen über je ein über tragungsgetriebe mit je einem Geberpotentiometer in Wirkverbindung. Die Geberpotentiometer sind mit ihnen zugeordneten Rückmeldepotentiometern elek trisch durch eine Brückenschaltung verbunden und die Rückmeldepotentiometer steuern jeweils über ein Zustellgetriebe und eine Gewindespindel die Zustel lung des Querschlittens bzw. Kreuzschlittens.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigen Abb. 1 den Aufbau der Einrichtung zum Teil als Schemazeichnung an einer Hinterdrehmaschine. Abb. 2 die Einrichtung nach Abb. 1 für 3 Ar beitszyklen.
Abb. 3 die Darstellung einer Mehrmaschinen schaltung.
Abb. 4 Lochkartentafel für Arbeitsbeispiel 1. Abb. 5 Lochkartentafel für Arbeitsbeispiel 2. Abb. 6 Stahlbewegung zu Arbeitsspindel 1 und 2 für einen Schnitt mit Rückkehr zur Ausgangsstellung. In einem Kommandoschrank 1 ist eine Steuer welle 2 gelagert, die von einem Stellmotor 3 über ein Reduziergetriebe 4 und eine Magnetkupplung 5 an- getrieben wird. Auf der Steuerwelle 2 ist weiterhin eine Bremse 6 angeordnet. Die Magnetkupplung 5 sowie die Bremse 6 stehen in Verbindung mit einem ein stellbaren Zeitrelais 7.
Drehfest auf der Steuerwelle 2 sind eine Kurvenscheibe 8 für die Radialzustellung des Werkzeuges und eine Kurvenscheibe 8' für die Axialzustellung des Werkzeuges sowie eine Kontakt scheibe 9 befestigt. Die Kurvenscheibe 8 steht über einen Stössel 10 mit einem stufenlos einstellbaren Wegübertragungsgetriebe 11, gegen den Druck einer Feder 12, mit einem Geberpotentiometer 13 in Wirk verbindung.
Das übertragungsgetriebe 11, das in Richtung der Kurvenscheibe 8 gleitend im Gehäuse des Kommandoschrankes 1 gelagert und fest mit dem Stössel 10 verbunden ist, besteht aus einer mittels Einstellknopf 14 drehbaren Schnecke 15 und einem von der Schnecke 15 schwenkbaren Teilschneckenrad 16 mit ebener Fläche 16'. Senkrecht zur Gleitrich- tung des Übertragungsgetriebes<B>11</B> ist ein Zahnstan- genstössel 17 gelagert, der mittels Federdruck an der ebenen Fläche 16' des Teilschneckenrades 16 anliegt.
Die Verzahnung des Zahnstangenstössels 17 greift in ein Zahnrad des Geberpotentiometers 13 ein und legt die Stellung des Abgreifers 18 des Geberpotentiome- ters 13 fest. Mit dem Geberpotentiometer steht ein Rückmeldepotentiometer 19 in Verbindung. Das Rückmeldepotentiometer 19 ist mit einer Welle 20 eines Zustellgetriebes 21 fest verbunden, auf der ein Schneckenrad 22 und eine Hälfte einer Kupplung 23 für die Handverstellung angeordnet sind.
In das Schneckenrad 22 greift eine Schnecke 24 ein, die über eine Magnetwendekupplung 25 mit einem Stell motor 26 in Wirkverbindung steht. Auf einer mit der Welle 20 fluchtenden Welle 27 ist die zweite Hälfte der Kupplung 23 und ein Zahnrad 28 befestigt. Ein Zwischenrad 29 steht mit dem Zahnrad 28 und ei nem Zahnrad 30 im Eingriff. Das Zahnrad 30 ist fest auf einer Gewindespindel 31 angeordnet, die über eine nicht dargestellte am Querschlitten 32 befestigte Mutter mit diesem in Verbindung steht. Zur Hand verstellung des Querschlittens 32 ist an der Gewinde spindel 31 ein Handverstellknopf 33 angebracht.
Der Querschlitten 32 ist auf einem Stahlrückzugschlit- ten 34 angeordnet, der sich auf dein Hubschlitten 35 befindet. Zwischen der Kurvenscheibe 8' und dem Kreuzschlitten 36 sind gleiche Teile in der entspre chenden Anordnung wie zwischen der Kurvenscheibe 8 und dem Querschlitten 32 vorgesehen.
Der Spindelstock 38 ist an seiner hinteren Seite durch ein Umsteuergetriebe 39 zum Wenden der Hauptspindeldrehrichtung erweitert. An dem Bett 40 der Hinterdrehmaschine ist hinten eine Schaltstange 41 längs verschiebbar angeordnet, die zwei verstell bare Anschläge 42 und 43 trägt. Das hintere Ende der Schaltstange 41 ist mit einer Ausnehmung 41' versehen und in einem Schaltkasten 44 gelagert. Auf der Schaltstange 41 sind im Schaltkasten 44 zwei Fe dern 45, die sich gegen je eine Seitenwand des Schalt kastens 44 abstützen, angebracht. Die anderen Seiten der Federn liegen gegen zwei fest mit der Schaltstan- ge 41 verbundene Ringe 46 an.
Im Schaltkasten 44 sind zwei Endschalter 47 und 48 befestigt, deren Kontaktstifte in die Ausnehmung 41' der Schaltstange 41 eingreifen. Der Endschalter 48 ist mit dem Zeit relais 7 sowie dem Umsteuergetriebe 39 und der Endschalter 47 mit dem Umsteuergetriebe 39 durch Leitungen verbunden. Für das Umsteuergetriebe 39 sind die Schaltstellungen Linkslauf Aus und Rechtslauf vorgesehen. An der linken Seite des Spindelstockes 38 ist ein Impulsgeber 50 für das Zeitrelais 7 angeordnet und berührt einen Kontakt ring 51, der auf der Hauptspindel der Maschine be festigt ist.
Ein Wahlschalter 49.1 ist zwischen dem Impulsgeber 50 und dem Endschalter 48 einerseits, und dem Zeitrelais 7 andererseits eingefügt.
Die Einrichtung nach Abb. 2 ermöglicht es, 3 Arbeitszyklen zum Hinterdrehen von Werkstücken einzustellen.
Auf der Steuerwelle 2 sind die Kurvenscheiben 8.1 ; 8.1' ; 8.2. ; 8.2' ; 8.3 ; 8.3' befestigt, die über Stössel mit den Wegübertragungsgetrieben 11.1 ; 11.1' ; 11.2 ; 11.2' ; und 11.3 ; 11.3' verbunden sind. Die Geberpotentiometer 13.1 ; 13.1' ;<B>13.2</B> ; 13.2' und 13.3 ; 13.3' sind je paarweise über Schütze 61.1 ; 61.2 und 61.3 elektrisch mit den Rückmeldepotentio- metern 19 und 19' verbunden. Die Schütze 61.1 ; 61.2 und 61.3 sind einzeln an eine Lochkartentafel 56 angeschlossen.
An der Kontaktscheibe 9 ist ein Kontaktgeber 52 angeordnet. Der Kontaktgeber 52 ist mit dem Umsteuergetriebe 39 und über einen Wahlschalter 49.2. mit einer Spule 53 eines Schrittschaltwerkes verbunden. Die Wahlschalter 49.1 und 49.2 sind un tereinander mechanisch gekoppelt. Die Spule 53 steht weiterhin mit einer Schaltklinke 54 in Verbindung, die über mechanische Zwischenglieder 55 mit Schalt kontakten 57.1 bis 57.3 der Lochkartentafel 56 in Wirkverbindung stehen.
Auf der Lochkartentafel 56 sind für die Schaltkontakte 57.1 bis 57.3 je drei Kon taktstellen (a, <I>b,</I> c) vorgesehen, von denen beim Schaltkontakt 57.1 die Kontaktstelle a, beim Schalt kontakt 57.2 die Kontaktstelle b und beim Schaltkontakt 57.3 die Kontaktstelle c mit dem Netz verbunden ist. Der Schaltkontakt 57.1 ist jeweils mit den Lochkontakten 58.1 bis 58.3, der Schaltkontakt 57.2 mit den Lochkontakten 59.1 bis 59.3 und der Schaltkontakt 57.3 mit den Lochkontakten 60.1 bis 60.3 elektrisch verbunden. Die Lochkontakte 58.1 ; 59.1 und 60.1 sind mit dem Schütz 61.1, die Loch kontakte 58.2 ; 59.2 und 60.2 mit dem Schütz 61.2 und die Lochkontakte 58.3 ; 59.3 und 60.3 mit dem Schütz 61.3 elektrisch verbunden.
Das beispielsweise elektronische Zeitrelais 7 ist mit 3 Potentiometern 7.1 ; 7.2 und 7.3 ausgerüstet, die räumlich getrennt von diesem angeordnet sind. Zwischen dem Zeitrelais 7 und den Potentiometern 7.1 ; 7.2. und 7.3 sind entsprechende Schütze 61.1' ; 61.2' und 61.3' angeordnet. Die Schütze<B>61.1</B> bis <B>61.3,</B> die zwischen den Geber- und Rückmeldepo- tentiometern angeordnet sind, bilden jeweils eine Einheit mit den Schützen 61.1' bis 61.3' zwischen dem Zeitrelais 7 und den Potentiometern 7.1 bis 7.3.
In Abb. 3 ist die Erweiterung der in Abb. 1 und 2 gezeigten Einrichtung schematisch für eine Mehr maschinenbedienung von einem Kommandoschrank 1 aus dargestellt. Voraussetzung hierfür ist, dass auf den beispielsweise angegebenen Hinterdrehmaschinen H 1, H 2 und H 3 gleiche Werkstücke zu bearbeiten sind. Auf den Wellen der Geberpotentiometer 13.1 ; 13.1' ; 13.2 usw. sind dementsprechend gemäss der angeschlossenen Maschinenzahl jeweils 3 Geberpo tentiometer anzuordnen. Diese nicht dargestellten Geberpotentiometer stehen in Wirkverbindung mit den Rückmeldepotentiometern der zugeordneten Hin terdrehmaschinen H 1, H 2 und H 3.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Ein richtung ist an drei Arbeitsbeispielen erläutert. <I>Arbeitsbeispiel 1</I> Eingängiger Abwälzfräser (rechtsgängig) Die Hinterdrehmaschine wird entsprechend dem Werkstück eingerichtet. Hierzu wird die Hauptspin- deldrehzahl, die Nutzahl und Hubgrösse eingestellt. Weiterhin sind die Steigungs- und Differentialwech- selräder auszurechnen und aufzustecken. Die Stei gungsrichtung für die Schnecken und Spannutenstei- gungen sind einzustellen.
Bei mehrgängigen Fräsern ist die Teileinrichtung entsprechend zu schalten.
Der Abwälzfräser ist im Schneckengang vorge- fräst und die Spannuten sind fertiggefräst. Nach dem Befestigen des Fräsers auf dem Drehdorn wird dieser zwischen den Spitzen der Hinterdrehmaschine einge spannt. Der Wahlschalter 49.1 ; 49.2 ist auf die Stel lung E eingestellt. Für die Bearbeitung sind nachste hende Arbeitszyklen erforderlich 1. Flanken rund fertigdrehen 2.. Flanken hinterdrehen - schruppen 3. Flanken hinterdrehen - schlichten Das Hinterdrehen der Fräserköpfe erfolgt ohne Automatik.
Auf der Lochkartentafel 56 (Abb. 4 und 5) ist das Lochfeld so eingeteilt, dass die römischen Zahlen die Arbeitszyklen und die arabischen Zahlen die Arbeitsfolgen der Arbeitszyklen angeben. Bei- spielsgemäss sind folgende Arbeitszyklen auf der Lochkartentafel 56 vorgesehen I Flanken rund fertigdrehen 1I Flanken hinterdrehen - schruppen III Flanken hinterdrehen - schlichten 0 Programm beendet oder Programm beginnt von neuem Zur Bearbeitung des eingängigen
Abwälzfräsers werden folgende Löcher der Lochkartentafel 56 ge stöpselt Arbeitsfolgen 1 Arbeitszyklen I Arbeitsfolgen 2 Arbeitszyklen 1I Arbeitsfolgen 3 Arbeitszyklen IIl Arbeitsfolgen 4 Arbeitszyklen 0 Hierdurch wird der Stromkreis zwischen den Schaltkontakten 57.1 ; 57.2 ; 57.3 und den Schützen 61.1 ; 61.2 ; 61.3 geschlossen. Somit ist die Arbeits folge der Arbeitszyklen festgelegt. Nunmehr wird die Gesamtgrösse der jeweiligen Zustellung des Werk- zeuges für die einzelnen Arbeitszyklen in radialer und axialer Richtung an den Einstellknöpfen 14 der zu geordneten Übertragungsgetriebe 11 eingestellt.
Die radiale Gesamtzustellung für den Arbeitszyklus I wird demnach beispielsweise am Wegübertragungsge- triebe 11.1 und die axiale Gesamtzustellung am Weg übertragungsgetriebe 11.1' festgelegt. Die Untertei lung der Gesamtzustellung in einzelne Schnitte er folgt für jeden Arbeitszyklus an den Einstellknöpfen der Potentiometer 7.1 ; 7.2 und 7.3 des elektroni schen Zeitrelais 7 und kann während des Ablaufes des Arbeitszyklusses geändert werden. Für den Ar beitszyklus 1 demzufolge an dem Einstellknopf für das Potentiometer 7.1.
Der Weg des Werkzeuges wird zur Erläuterung des automatischen Ablaufes der Ar beitszyklen, wie in Abb. 6 dargestellt, unterteilt. Hier in gibt der Punkt A die Ausgangsstellung des Werk- zeuges an. Zwischen Punkt A und B erfolgt die Be arbeitung des Werkstückes. Im Punkt B wird das Werkzeug bis zu Punkt C zurückgezogen und von C bis D erfolgt der Eilrücklauf sowie die automatische Schnittzustellung. Vom Punkt C bis D wird also die neue Spantiefe ,für das Werkzeug eingestellt. Der Vorlauf des Werkzeuges in die neue Ausgangsstel lung erfolgt zwischen Punkt B und A.
Zur Vorbereitung des Arbeitszyklusses 1 wird nach dem bisher beschriebenen Einstellen der Ma schine das Mutterschloss der Leitspindel eingelegt und die Hauptspindel mit dem Werkstück durch Ein schalten des Hauptschalthebels in Drehung versetzt. Zur Einstellung des lehrenhaltig geschliffenen Stahles (0-Positionierung) werden die Kupplungen 23 und 23' der Zustellgetriebe 21 und 2.1' gelöst und das An stellen des Stahles an das Werkstück mittels der Handverstellknöpfe 33 und 33' vorgenommen. Nach der Stahleinstellung werden die Kupplungen 23 und 23' wieder geschlossen und der automatische Ablauf beginnt mit der Arbeitsfolge 1 des Arbeitszyklusses 1.
Hierzu ist bereits durch das Einschalten des Haupt schalthebels der Schaltkontakt 57.1 über die Kontakt stelle a mit dem Netz verbunden und der Stromkreis über den Lochkontakt 58.1 und das Schütz 61.1 ge schlossen. Dadurch werden die Geberpotentiometer 13.1 und 13.1' mit den Rückmeldepotentiometern 19, 19' durch je eine Brückenschaltung elektrisch verbunden. Weiterhin wurden durch das Schütz 61.1' das Zeitrelais 7 mit dem Potentiometer 7.1 verbun den. Der Stellmotor 3 ist eingeschaltet. Die vom Zeitrelais 7 gesteuerte Magnetkupplung 5 ist gelöst, und die gleichfalls vom Zeitrelais 7 gesteuerte Brem se 6 angezogen.
Der Stahl bewegt sich nach dem Ein schalten des Hauptschalthebels vom Punkt A nach Punkt B (Abb. 6). Im Punkt B stösst der Bettschlit ten der Hinterdrehmaschine gegen den auf der Schalt stange 41 eingestellten Anschlag 42 und nimmt die Schaltstange 41 mit, bis das Ende der Ausnehmung 41' den Endschalter 48 auslöst. Durch das Auslösen des Endschalters 48 wird der radiale Stahlrücklauf um einen festen Wert (B-C) mit Hilfe einer nicht dar- gestellten Einrichtung vorgenommen.
Weiterhin wird das Umkehrgetriebe 39, welches die Umkehr der Hauptspindeldrehrichtung, einschliesslich der Hilfs triebe wie Leitspindel, Hinterdrehschieber- und Dif ferentialantrieb vornimmt, geschaltet. Gleichzeitig er folgt die Impulsgabe durch den Endschalter 48 an das elektronische Zeitrelais 7. Durch das Schütz 61.1' ist das Potentiometer 7.1 mit dein Zeitrelais 7 in Wirkverbindung, und die .für die Stahlzustellung er forderliche Zustellzeit wird vom Potentiometer 7.1 aus vorgegeben.
Während des radialen Stahlrücklaufes bis zum Punkt C und der axialen Eilrücklaufbewegung zum Punkt D, erfolgt in der von dem Potentiometer 7.1 vorgegebenen Zustellzeit vom Zeitrelais 7 aus das Lösen der Bremse 6 und Einschalten der Magnet kupplung 5. Vom Stellmotor 3 wird nunmehr über das Reduziergetriebe 4 die Steuerwelle 2 mitgenom men. Die vom Potentiometer 7.1 vorgegebene Zu stellzeit entspricht einem bestimmten Verdrehwinkel der Steuerwelle 2 und ist so eingestellt, dass der Ver- drehwinkel multipliziert mit der Anzahl der vorgese henen Schnitte eine Umdrehung der Steuerwelle 2 er gibt.
Die Kurvenscheibe 8.1 wirkt über den entspre chenden Stössel 10 des Wegübertragungsgetriebes 11.1 und den zugeordneten Zahnstangenstössel 17 auf das Geberpotentiometer 13.1 und legt die neue Stellung des Abgreifers 18 des Geberpotentiometers 13.1 fest.
Durch die unterschiedliche Stellung des Abgrei- fers des Geberpotentiometers 13.1 gegenüber dem des Rückmeldepotentiometers 19 fliesst ein Brücken strom, der die Magnetwendekupplung 25 schliesst und zwar so lange, bis das Rückmeldepotentiometer 19 die gleiche Abgreiferstellung erhalten hat wie das Geberpotentiometer 13.1, d.h. bis die Brückenschal tung wieder abgeglichen ist.
Hierdurch wird die Zu stellung des Querschlittens 32 über das Zustellgetrie be 21 mittels Stellmotor 26 und Magnetwendekupp- lung 25 bewirkt.
Die Zustellung des Kreuzschlittens 36 erfolgt sinngemäss, wie bereits beschrieben, von der Kurven scheibe 8.1' aus über das Wegübertragungsgetriebe 11.1', das Geberpotentiometer 13.1' und das Rück meldepotentiometer 19'.
Die Eilrücklaufbewegung vom Punkt C zum Punkt D wird nach Ablauf des eingestellten Zeitwer tes durch Anfahren des Bettschlittens gegen den An schlag 43, der die Schaltstange 41 mitnimmt, und nunmehr mit dem anderen Ende der Ausnehmung 41' den Endschalter 47 auslöst, beendet. Durch das Auslösen des Endschalters 47 wird der radiale Stahl verlauf um den gleichen Wert wie der Stahlrücklauf vom Punkt B nach Punkt C mit Hilfe der nicht dar gestellten Einrichtung vorgenommen. Gleichzeitig wird das Umkehrgetriebe 39 geschaltet. Der Stahl befindet sich nunmehr in der neuen Ausgangsstellung A für den nächsten Schnitt und führt diesen analog der bisherigen Beschreibung des Ablaufes von Punkt A bis D durch.
Nach dem automatischen Durchfah- ren der am Potentiometer 7.1 eingestellten Schnitt zahl hat sich die Steuerwelle um eine Umdrehung ge dreht und damit die Kontaktscheibe 9. Diese löst den Kontaktgeber 52 aus, der die Drehbewegung des Um steuergetriebes 39 stillsetzt und dadurch den Haupt schalthebel ausrückt. Gleichzeitig erhält die Spule 53 des Schrittschaltwerkes von dem Kontaktgeber 52 einen Impuls. Von der Spule 53 wird die Schaltklinke 54 betätigt, die über mechanische Zwischenglieder 55 die Schaltkontakte<B>57.1,</B> 57.2 und 57.3 von den Kon taktstellen<I>a</I> auf die Kontaktstellen<I>b</I> schaltet.
Somit ist der Stromkreis zwischen der Kontaktstelle b des Schaltkontaktes 57.2. über den Lochkontakt 59.2 und das Schütz 61.2 geschlossen. Hierdurch sind die Ge- berpotentiometer 13.2, 13.2' mit den Rückmeldepo- tentiometern 19, 19' elektrisch verbunden. Weiterhin wird durch das Schütz 61.2' das Zeitrelais 7 mit dem Potentiometer 7.2 verbunden. Die Automatik ist für die Arbeitsfolge 2 Arbeitszyklus 1I vorbereitet.
Für den Arbeitszyklus 1I, das Flanken hinterdre- hen - schruppen, ist die erforderliche Hauptspindel- drehzahl einzustellen und das Hubgetriebe zuzuschal- ten.
Nach dem Einschalten des Hauptschalthebels wird die Einstellung des Stahles (0-Positionierung), wie bereits beschrieben, vorgenommen, und der Ar beitszyklus 1I läuft entsprechend dem Arbeitszyklus I ab. Ist der Arbeitszyklus II beendet, so erfolgt wie der das Stillsetzen der Maschine durch den Kontakt geber 52 und über die Spule 53 die Betätigung der Schaltklinke 54. Somit wird über die mechanischen Glieder 55 die Kontaktstelle c des Schaltkontaktes 57.3 mit dem Netz verbunden. Nunmehr ist der Stromkreis von dem Schaltkontakt 57.3 über den Lochkontakt 60.3 und das Schütz 61.3 geschlossen.
Hierdurch sind die Geberpotentiometer 13.3 ; 13.3' mit den Rückmeldepotentiometern 19 ; 19' sowie das Zeitrelais 7 über das Schütz 61.3' mit dem Potentio- meter 7.3 elektrisch verbunden.
Zur Einleitung des Arbeitszyklusses <B>111</B> ist die erforderliche Hauptspindeldrehzahl einzustellen und der Stahl zu wechseln. Die Einstellung des Stahles erfolgt nach dem Einschalten des Hauptschalthebels und der anschliessende Durchlauf des Arbeitszyklus- ses analog den vorbeschriebenen Arbeitszyklen.
Nach der Arbeitsfolge 33 wird automatisch das Programm durch die gestöpselte Arbeitsfolge 4 (Ar beitszyklus 0) beendet, und die Maschine stillgesetzt.
Für linksgängige Fräser wird die Maschine so ein gestellt, dass die Punkte der Stahlbewegung in der Reihenfolge B A D C abgefahren werden.
<I>Arbeitsbeispiel 2</I> Viergängiger Abwälzfräser Für die Bearbeitung des vorbereiteten Abwälz- fräsers sind mit der Automatik folgende Arbeitszy klen vorgesehen: Flanken hinterdrehen - schruppen Flanken hinterdrehen - schlichten Auf der Lochkartentgfel 56 (Abb. 5) sind zur Bearbeitung des viergängigen Abwälzfräsers folgende Löcher der Lochkartentafel zu stöpseln
EMI0005.0005
Arbeitsfolge <SEP> 1 <SEP> Arbeitszyklus <SEP> 1I <SEP> (für <SEP> den <SEP> 1. <SEP> Gang)
<tb> <SEP> 2.
<SEP> <SEP> 11 <SEP> > > <SEP> 2. <SEP>
<tb> <SEP> 3 <SEP> <SEP> 11 <SEP> > > <SEP> 3. <SEP>
<tb> <SEP> 4 <SEP> <SEP> 1I <SEP> @ > <SEP> 4. <SEP>
<tb> <SEP> 5 <SEP> <SEP> <B>111</B> <SEP> @ > <SEP> 1. <SEP>
<tb> 6 <SEP> <SEP> <B>111</B> <SEP> @ > <SEP> 2. <SEP>
<tb> 7 <SEP> <SEP> <B>111</B> <SEP> > <SEP> 3. <SEP>
<tb> 8 <SEP> <SEP> <B>111</B> <SEP> > > <SEP> 4. <SEP>
<tb> 9 <SEP> <SEP> 0 Der in Abb. 2 dargestellte Schaltplan der Loch kartentafel 56 muss hierzu sinngemäss in bekannter Weise erweitert werden, indem die Schaltkontakte 57 über den Schaltkontakt 57.3 hinaus mit den entspre chenden Lochkontakten und Leitungen zu vervoll ständigen sind.
Die Einstellung der Maschine, das Anstellen des Stahles sowie der automatische Ablauf der Arbeits zyklen erfolgt nunmehr wie bereits in dem vorigen Beispiel beschrieben.
Zwischen den einzelnen Arbeitsfolgen ist jedoch der Teilvorgang für die vier Gänge des Abwälzfräsers vorzunehmen.
<I>Arbeitsbeispiel 3</I> - Scheibenfräser Bei der Bearbeitung von Scheibenfräsern ist für die automatische Bearbeitung nur der Arbeitszyklus 1I (hinterdrehen-schruppen) vorgesehen.
Für das Hinterdrehen von Scheibenfräsern kommt die axiale Bewegung des Bettschlittens in Fortfall. Somit kann keine Impulsgabe .für das Relais 7 und das Umsteuergetriebe 39 über die Anschläge 42 ; 43, Schaltstange 41 und die Endschalter 47 ; 48 erfolgen.
Die Impulsgabe für das Relais 7 bewirkt nunmehr bei jeder Umdrehung der Hauptspindel der Kontakt ring 51 über den Impulsgeber 50 und das Ausrücken des Umsteuergetriebes 39 wird von der Kontaktschei be 9 über den Kontaktgeber 52 geschaltet. Zur Vor bereitung des Arbeitszyklusses 1I wird die Maschine entsprechend dem Arbeitsgang eingestellt und das vorbereitete Werkstück sowie das Werkzeug einge spannt. Die gekoppelten Wahlschalter 49.1 und 49.2 werden auf die Stellung B gelegt. Die Schaltkontakte 57.1 bis 57.3 werden auf die Kontaktstelle a ge schaltet und der Lochkontakt 58.2 für die Arbeits folge 1, Arbeitszyklus II gestöpselt.
Nunmehr wird am Übertragungsgetriebe 11.2 die Gesamtzustellung in radialer Richtung eingestellt und das übertra- gungsgetriebe 11.2' auf Null gestellt, da keine axiale Zustellung erfolgen soll. Am zugeordneten Potentio- meter 7.2 wird die vorgesehene Schnittzahl für die Durchführung der Gesamtzustellung vorgewählt, die der Anzahl der Umdrehungen der Hauptspindel bis zur Beendigung des Arbeitszyklusses entspricht.
Der Arbeitszyklus wird beispielgemäss nach einer Umdrehung der Steuerwelle 2. durch die Kontakt scheibe 9 über den Kontaktgeber 52 und damit dem Ausschalten der Maschine beendet. Zur Durchführung des Arbeitszyklusses wird ohne Einlegen des Mutterschlosses die Hauptspindel durch Einschalten des Hauptschalthebels auf Rechts lauf in Drehung versetzt. Die Einstellung des Stahles erfolgt nach dem Lösen der Kupplung 23 des Zu stellgetriebes 21 durch Betätigen des Handverstell- knopfes 33. Nach der Stahleinstellung wird die Kupp lung 2.3 wieder geschlossen, die Wahlschalter 49.1 ; 49.2 auf Stellung F gelegt und der Arbeitszyklus be ginnt automatisch.
Durch die Stellung F des Wahl schalters wird das Zeitrelais mit dem Impulsgeber 50 und die Kontaktscheibe 9 über den Kontaktgeber 52 mit dem Umsteuergetriebe 39 elektrisch verbunden, während die Verbindung zur Spule 53 des Schritt schaltwerkes unterbrochen wird. Nach jeder Umdre hung der Hauptspindel erfolgt nunmehr durch den Kontaktring 51 über den Impulsgeber 50 der Impuls für das Zeitrelais 7. Entsprechend der eingestellten Zustellzeit am Potentiometer 7.1 wird die Bremse 6 gelöst und die Magnetkupplung 5 geschlossen und so mit die Steuerwelle 2 um den vorbestimmten Betrag gedreht. Die Übertragung des Zustellwertes erfolgt von der Kurvenscheibe 8.2 zum Querschlitten 32. wie bereits beschrieben.
Sobald die Gesamtzustellung des Stahles erreicht ist, was beispielsweise nach einer Umdrehung der Steuerwelle 2 der Fall ist, löst die Kontaktscheibe 9 den Kontaktgeber 52 aus. Von diesem wird das Um steuergetriebe 39 ausgeschaltet und der Arbeitszy klus beendet.