CH391945A - Strickeinrichtung - Google Patents
StrickeinrichtungInfo
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Description
Strickeinrichtung Bei den bekannten Strickeinrichtungen ist das Nadelbett oder sind die Nadelbetten massiv aus gebildet und die Führungskanäle für die Stricknadeln sind in der Regel in das Nadelbett eingearbeitet. Derartige Nadelbetten sind jedoch schwer und ihre Herstellung erfordert einen grossen Arbeits- und Werkzeugaufwand. Diese Nachteile können durch die Erfindung behoben werden.
Die Erfindung betrifft eine Strickeinrichtung, wel che dadurch gekennzeichnet ist, dass sie mindestens ein Nadelbett besitzt, welches aus Blechteilen zusam mengesetzt ist und ein Grundblech, auf welches Blechlamellen, welche die Führungskanäle für die Stricknadeln bilden, zueinander parallel und in glei chen Abständen voneinander aufgesetzt sind, zwei Führungsschienen zur Führung des die Organe zum Betätigen der Stricknadeln aufweisenden, hin und her über das Nadelbett zu bewegenden Schlittens oder Wagens, und ein unter dem Grundblech be festigtes, sich über dessen ganze Länge erstreckendes und dieses versteifendes, abgewinkeltes Abdeckblech sowie einen auswechselbaren Abschlagkamm auf weist,
und bei welcher die Stricknadeln an ihrem hinteren, durch mindestens eine Kröpfung den ein fachen oder doppelten Nadelfuss bildenden Ende einen gleiche Höhe wie die Blechlamellen aufweisen den Gleitschuh aus Material mit guten Gleiteigen- schaften besitzen, aus welchem die den Nadelfuss bildende Kröpfung oben vorsteht, mittels welchem Gleitschuh sie in den durch die Blechlamellen ge bildeten Führungskanälen geführt sind.
Das aus einfachen, leicht zu bearbeitenden Blech teilen zusammengesetzte Nadelbett ist bei vollständig genügender Steifheit sehr leicht und viel wirtschaft licher herzustellen als die bekannten, massiven und schweren Nadelbetten. Dank der guten Gleiteigen- schaften der Gleitschuhe an den vorzugsweise kalt in ihrer Längsrichtung, d. h. der Bewegungsrichtung der Gleitschuhe, gewalzten Blechlamellen wird die Reibung wesentlich verringert, so. dass der Kraft aufwand beim Stricken erheblich geringer ist.
Alle beim Stricken im Innern der Strickeinrichtung auf tretenden Kräfte sind wesentlich kleiner als bei den bekannten Strickeinrichtungen und die Strickeinrich tung erfährt deshalb eine geringere Belastung, wo durch die Lebensdauer jedes einzelnen Teiles der selben erhöht wird.
Die Gefahr des Blockierens von Nadeln ist auf ein Minimum herabgesetzt. Sollte trotzdem einmal eine Nadel blockiert werden, wird der hierbei ver ursachte Schlag auf den Gleitschuh übertragen und auf dessen verhältnismässig grosse Seitenfläche ver teilt, so dass eine Beschädigung des Nadelbettes praktisch ausgeschlossen ist.
Ausserdem wird das Strickgeräusch erheblich ver mindert.
Die Strickeinrichtung gemäss der Erfindung kann sowohl an Handstrickapparaten als auch an elek trisch angetriebenen Strickapparaten und an Indu striestrickmaschinen verwendet werden.
In Zeichnung sind eine beispielsweise Aus- führungsform des Erfindungsgegenstandes und Aus führungsbeispiele von Nadeln für die Strickeinrich tung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die Nadel betten einer Strickeinrichtung mit zwei einander schräg gegenüberliegenden Nadelbetten unter Weg lassung aller für die Erfindung nicht wesentlichen Teile, Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teil des einen Nadelbettes dieser Strickeinrichtung,
wobei die Füh- rungs- und Halteschienen sowie die Blechlamellen zum Teil entfernt sind, Fig. 3 einen Schnitt der Linie III-III in Fig. 2, Fig.4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3, Fig.5 eine Draufsicht auf eine Nadel dieser Strickeinrichtung, Fig. 6 eine Seitenansicht einer zweiten Ausfüh rungsform einer Nadel für diese Strickeinrichtung, teilweise im Schnitt,
Fig.7 eine Seitenansicht einer dritten Ausfüh rungsform einer Nadel für diese Strickeinrichtung, teilweise im Schnitt, und Fig. 8 eine Draufsicht auf die Nadel nach Fig. 7. Das dargestellte Ausführungsbeispiel der erfin dungsgemässen Strickeinrichtung weist zwei einander schräg gegenüberliegende Nadelbetten auf, welche aus Blechteilen hergestellt sind. Die Strickeinrichtung kann gegebenenfalls aber auch nur ein einziges solches Nadelbett aufweisen.
Jedes Nadelbett besitzt ein schräg gestelltes Grundblech 1, dessen vorderer, unterer Rand la rechtwinklig nach hinten abgebogen ist und dessen hinterer, oberer Rand 1b zuerst annähernd waagrecht nach hinten und hernach steil nach oben abgebogen ist. Auf dem mittleren, zwischen dem vorderen Rand 1a und dem hinteren Rand 1b befindlichen Teil des Grundbleches 1 sind Blechlamellen 2, welche die Führungskanäle für die Stricknadeln bilden, zu einander parallel, in gleichen Abständen vonein ander, in der Fallinie des Grundbleches 1 verlaufend, angeordnet.
Diese Blechlamellen 2 besitzen an ihrer unteren, auf dem Grundblech 1 aufliegenden Kante je zwei Vorsprünge 2a, welche in entsprechend schlitzförmige, in das Grundblech 1 gestanzte Öff nungen 1c (Fig. 2) eingesetzt sind.
Oben und unten sind die Blechlamellen 2 durch je eine, sich über die ganze Länge des Grundbleches 1 erstreckende Halte schiene 3a bzw.3b gehalten, welche am vorderen Rand la bzw. am annähernd waagrechten Teil des hinteren Randes 1 b des Grundbleches 1 befestigt sind und welche die unteren bzw. die oberen Enden der Blechlamellen 2 übergreifen und in einwärts vom betreffenden Ende dieser Blechlamellen 2 an deren oberer Kante vorgesehene Nuten 2b eingreifen, so dass die Blechlamellen 2 auf dem Grundblech 1 fest angedrückt gehalten sind.
Aussenseitig ist an jeder Halteschiene 3a bzw. 3b eine ebenfalls über die ganze Länge des Grundbleches 1 sich erstreckende Führungsschiene 4a bzw. 4b befestigt, welche die Halteschienen 3a und 3b überragen und mit ihren freien, gegeneinander abgebogenen Rändern die Füh rung für den in der Zeichnung nicht dargestellten, die in bekannter Weise ausgebildeten Organe zum Betätigen der Nadeln tragenden Schlitten oder Wagen bilden.
Am steil nach aufwärts gerichteten Teil des oberen Randes 1 b des Grundbleches 1 ist ein aus wechselbarer Abschlagkamm 5 angeordnet. Unten- seitig ist das Grundblech 1 auf seiner ganzen Länge durch ein abgewinkeltes Abdeckblech 6 abgedeckt, welches gleichzeitig zur Versteifung des Nadelbettes und zu dessen Auflage und Befestigung auf einem in der Zeichnung nicht dargestellten Ständer oder Tisch dient.
Das Grundblech 1, die Halteschienen 3a und 3b, die Führungsschienen<I>4a</I> und<I>4b</I> sowie das Abdeck- blech 6 sind zweckmässig durch Punkt- oder Naht schweissung zu einem Ganzen vereinigt, das dank der winkligen Ausbildung des Abdeckbleches 6 eine grosse Steifheit besitzt.
Die Stricknadeln dieser Strickeinrichtung sind in den durch die Lamellen 2 auf dem Grundblech 1 gebildeten Kanälen geführt, und für jede dieser Na deln ist in der Halteschiene 3b ein Schlitz vorgesehen. Diese Stricknadeln bestehen aus einer üblichen Strick maschinennadel mit einem Schaft 7, einem Haken 7a mit einer Zunge 7b und einem durch eine Kröpfung am hinteren Teil des Schaftes 7 gebildeten Nadelfuss 7c. Der untere Teil des Nadelfusses 7c ist in einem Gleitschuh 7d aus Material, welches gute Gleiteigen- schaften aufweist, z. B. Polyamid, Sinterbronze, ein gebettet, derart, dass nur sein über die Blechlamellen 2 vorstehender Teil frei liegt.
Der Gleitschuh 7d kann aus zwei Halbschalen bestehen, welche den unteren Teil des Nadelfusses zwischen sich aufnehmen; er kann aber auch aus einem einzigen, formschlüssig am Nadelfuss 7c be festigten Teil bestehen. Der Gleitschuh 7d kann auch im Spritzgussverfahren hergestellt werden, wo bei die Nadel zweckentsprechend in die Spritzform eingesetzt wird. Die Blechlamellen 2, welche zweck mässig aus Stahl oder einer Aluminiumlegierung be stehen, sind mit Vorteil kalt gewalzt, und zwar in ihrer Längsrichtung, d. h. in der Bewegungsrichtung der Gleitschuhe 7d, und sie bilden ideale Gleitflächen für diese.
Die Gleiteigenschaften der Blechlamellen 2 können durch einen Auftrag von Molybdänsulfid- oder Teflonlack oder durch eine andere, die Reibung vermindernde Oberflächenbehandlung noch verbes sert werden.
Die beschriebene Strickeinrichtung kann je nach der Ausbildung des Schlittens oder Wagens mit seinen die Betätigung der Stricknadeln bewirkenden Organen und nach der Art des Strickens auch mit anders ausgebildeten Nadeln bestückt werden. So ist z. B. in Fig. 6 eine Stricknadel mit doppeltem Fuss 7c' dargestellt, bei welcher der doppelte Fuss durch zwei im Abstand voneinander befindliche Kröpfungen des hinteren Teiles des Schaftes 7' ge bildet ist. Der untere Teil dieses doppelten Fusses 7c' ist, wie bei der vorbeschriebenen Ausführung, in einem Gleitschuh 7d' eingebettet.
Ferner ist in Fig. 7 und 8 eine Stricknadel dargestellt, welche ebenfalls einen doppelten, gegebenenfalls auch einen drei fachen Nadelfuss 7c" aufweist, wobei jedoch nur der eine Teil dieses Fusses<B>7e"</B> durch eine Kröpfung des hinteren Teiles des Schaftes 7" gebildet ist, während der zweite und gegebenenfalls der dritte Teil dieses Nadelfusses<B>7e"</B> durch einen auf einer Verlängerung des Gleitschuhes 7d" vorgesehenen Nocken 7e bzw. 7e' gebildet ist. Die Blechlamellen 2 können auch auf zwei Stan gen aufgereiht und durch auf diese Stangen auf geschobene Distanzstücke in gleichen Abständen von einander gehalten sein.
Der untere Randteil solcher Blechlamellen 2 kann dabei rechtwinklig abgebogen sein und den Gleitschuhen<I>7d, 7d'</I> bzw.<I>7d"</I> der Stricknadeln als Auflage dienen. In diesem Falle kann das Grundblech 1 als Rahmen ausgebildet sein, auf welchem die genannten Stangen gelagert sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Strickeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Nadelbett besitzt, welches aus Blechteilen zusammengesetzt ist und ein Grundblech (1), auf welches Blechlamellen (2), welche die Füh rungskanäle für die Stricknadeln bilden, zueinander parallel und in gleichen Abständen voneinander auf gesetzt sind, zwei Führungsschienen<I>(4a</I> und<I>4b)</I> zur Führung des die Organe zum Betätigen der Stricknadeln aufweisenden, hin und her über das Nadelbett zu bewegenden Schlittens oder Wagens und ein unter dem Grundblech (1) befestigtes, sich über dessen ganze Länge erstreckendes und dieses versteifendes, abgewinkeltes Abdeckblech (6) sowie einen auswechselbaren Abschlagkamm (5) aufweist,und dass die Stricknadeln an ihrem hinteren, durch mindestens eine Kröpfung den einfachen oder doppel ten Nadelfuss bildenden Ende einen gleiche Höhe wie die Blechlamellen (2) aufweisenden Gleitschuh (7d) aus Material mit guten Gleiteigenschaften be sitzen, aus welchem die den Nadelfuss (7c) bildende Kröpfung oben versteht, mittels welchem Gleitschuh (7d) sie in den durch die Blechlamellen (2) gebildeten Führungskanälen geführt sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Strickeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Blechlamellen (2) durch zwei am Grundblech (1) befestigte, sich über dessen ganze Länge erstreckende, ihre vorderen bzw. hinteren Enden übergreifende Halteschienen (3a und 3b) auf dem Grundblech (1) fest angedrückt gehalten sind.2. Strickeinrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Blechlamellen (2) an ihrer unteren, auf dem Grundblech (1) aufsitzenden Kante je zwei Versprünge (2a) besitzen, welche in entsprechend schlitzförmige, in das Grundblech (1) gestanzte Öffnungen (1c) eingesetzt sind, und dass die abgebogenen freien Ränder der Halteschienen (3a und 3b) in an der oberen Kante der Blechlamellen (2) einwärts deren Enden vorgesehene Nuten (2b) eingreifen. 3. Strickeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Blechlamellen (2) in ihrer Längsrichtung kalt gewalzt sind. 4.Strickeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Gleitschuh (7d") der Stricknadeln über das hintere, nur eine Kröpfung aufweisende Ende derselben hinaus verlängert ist und oben auf dieser Verlängerung mindestens einen Nocken (7e, 7e') aufweist, um einen doppelten oder dreifachen Nadelfuss zu bilden. 5. Strickeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Blechlamellen (2) durch einen Auftrag von Gleitlack oder eine die Reibung vermindernde Oberflächenbehandlung hin sichtlich ihrer Gleiteigenschaften verbessert sind. 6.Strickeinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Blechlamellen (2) auf zwei Stangen aufgereiht und durch Distanzstücke in gleichen Abständen voneinander gehalten sind, wel che Stangen auf dem Grundblech (1) gelagert sind. 7. Strickeinrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass der untere Randteil der Blechlamellen (2) rechtwinklig abgebogen ist.
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