CH392280A - Reibscheibenkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Reibscheibenkupplung, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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- F16D13/50—Friction clutches with axially-movable clutching members with flat clutching surfaces, e.g. discs in which two axially-movable members, of which one is attached to the driving side and the other to the driven side, are pressed from one side towards an axially-located member with means for increasing the effective force between the actuating sleeve or equivalent member and the pressure member in which the clutching pressure is produced by springs only
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Description
Reibscheibenkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Reibscheibenkupp lung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer als Kupplungsfeder dienenden Tellerfeder, die mit ihrem äusseren Rand in eine Druckplatte eingreift und die zu beiden Seiten von Widerlagern abge stützt ist, welche mit der Schwungscheibe in ge eigneter Weise verbunden sind, wobei die Teller feder bei eingerückter Kupplung vorgespannt in Planlage ist und bei gelüfteter Kupplung in eine ih rer Ruhelage entgegengesetzte kegelstumpfförmige Lage durchgestülpt ist.
Diese bekannten Kupplungen sind, da sie aus wenigen Teilen bestehen, einfach im Aufbau und haben den Vorteil einer sehr geringen axialen Bau länge. Sie werden daher bevorzugt dort eingebaut, wo bei grosser Drehmomentübertragung axial und radial nur begrenzter Raum für den Einbau der Kupplung vorhanden ist. Wegen des bekanntermassen stets geringen Raumes, der bei dem Einbau einer Kupplung zur Verfügung steht, muss zur Übertragung eines vorgegebenen Drehmomentes bei kleiner Reib scheibe der Anpressdruck der Druckplatte sehr hoch gehalten werden. Die Folge hiervon ist ein zwang läufige Vergrösserung der Werkstoffbeanspruchung der Tellerfeder, die diesen erhöhten Anpressdruck erzeugt.
Die Reibscheibe und damit die Tellerfeder müssen bekanntlich auch schon deswegen im Durch messer klein gehalten werden, weil von deren Ab messungen die Grösse des Schwungmomentes haupt sächlich abhängt. Die hohen Belastungen führen da hin, dass die Randspannungen in der Tellerfeder die zulässigen Werte überschreiten und aus dem Ela- stizitätsbereich des Werkstoffes gelangen können. Hierdurch wird ein sehr rasches Abnehmen der Dauerfestigkeit bedingt, so dass bei entsprechend gro- ssem Drehmoment die Gewähr für eine ausreichende, den sonstigen Kupplungsteilen angemessene Lebens dauer nicht mehr gegeben ist.
Durch die Erfindung wird eine Kupplung der eingangs erwähnten Art derart ausgebildet, dass trotz gleichbleibender Baumasse der Kupplung eine wesent liche Steigerung der Drehmomentübertragung ermög licht ist.
Gemäss der Erfindung wird dies erreicht durch Anordnung von mindestens zwei mit ringförmiger Flächenberührung aufeinanderliegender Zungentel- lerfedern. Vorteilhaft sind zwei oder mehr Zungen tellerfedern gleich ausgebildet und dimensioniert, so dass sie dicht aufeinander zu liegen kommen. Hier durch ist es möglich, die Federbeanspruchung der einzelnen Feder auf ein vertretbares Mass zurück zuführen, so dass eine ausreichende Lebensdauer gesichert ist. Die Federn können in an sich bekann ter Weise in der Druckplatte durch einen Spreng- ring festgehalten sein.
Die Enden der Tellerfeder- zungen können dabei ebenfalls in an sich bekannter Weise in entsprechende Ausnehmungen des Druck korbes, der mit dem Ausrücklager in Verbindung steht, eingreifen und durch diesen Druckkorb gegen Verdrehen gesichert sein. Zur Vermeidung unnöti ger Reibung zwischen den beiden Platten kann vor teilhaft eine Gleitschicht oder eine Gleitmasse vor gesehen sein, beispielsweise durch Auftragen eines an sich bekannten Molybdänsulfides.
Die erfindungsgemässe Reibscheibenkupplung hat den weiteren Vorteil, dass bei ihr der bekannte Nach teil vermieden ist, wonach die relativ grossen Streu ungen der Kupplungsfedern im Druck, die durch Schwankungen in der Werkstoffzusammensetzung und in den Werkstofftoleranzen sowie durch das Her- stellungsverfahren bedingt sind, vermieden werden.
Derartige Streuungen können auch durch die an der .Zulässigkeitsgrenze liegenden Randspannungen auftreten und gegenüber dem Solldruckwert sowohl als höherer als auch als niedrigerer Druck auftre ten, so dass es gegenüber dem Sollwert einen mehr oder weniger grossen Streubereich gibt. Da ein sol cher Streubereich technisch nicht vertretbar ist, muss ten bisher Tellerfedern, die einen zu grossen Streu bereich aufwiesen, als Ausschuss betrachtet oder durch langwierige Nacharbeit auf den Sollwert zu rückgeführt werden, was ausserordentlich kostspie lig ist.
Bei der erfindungsgemässen Anordnung von min destens zwei Tellerfedern ist es nun überraschend möglich, durch entsprechendes Zusammenstellen von Tellerfedern mit Druckwerten, die vom Solldruck wert aus gesehen die gleiche Streuung haben, jedoch einmal oberhalb und einmal unterhalb dieses Soll druckwertes zu liegen kommen, die Gesamtstreuung der Tellerfedern auszugleichen oder aufzuheben oder in einen vorher bestimmten, gewünschten Toleranz bereich zurückzuführen, ohne dass dabei, wie bisher, Tellerfedern als Ausschuss aus der Produktion aus geschieden werden müssen. Es ist somit auch mög lich, den zulässigen Streubereich nicht mehr, wie bisher, in engen Grenzen zu halten, da ein Aus gleich immer möglich ist.
Bei Kupplungen ist zwar schon das Zusammen legen von Schrauben oder Blattfedern bekannt. Bei den bekannten Reibscheibenkupplungen hat man bis her jedoch stets nur einzelne Federblätter, die bei spielsweise als Hebel wirksam sind, verdoppelt. .
Es wurde nämlich weiter gefunden, dass sich beim Einbau von zwei oder mehr Zungentellerfe- dern die bei Kupplungen mit einer Tellerfeder be kannte Hysterese entgegen der Annahme der Fach leute nicht entsprechend der Zahl der Federn sum miert, sondern verrringert. Besonders günstige Er gebnisse .erhält man, wenn zwischen die satt aufein- anderliegenden Federn das Gleitmittel gebracht wird, durch das nicht nur die Reibung der aneinanderlie- liegenden Federn und dadurch der Verschleiss ver ringert,
sondern zusätzlich noch die Hysterese günstig beieinflusst wird. Dieses Gleitmittel kann beispiels weise ein Trockengleitmittel sein, oder es muss die Möglichkeit bieten, in die Poren der Oberfläche der Federn einzudringen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeich nung an einem Ausführungsbeispiel darstellt.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Kupplung in eingerücktem und Fig. 2 im ausgerückten Zustand in einem Axial schnitt.
Fig.3 zeigt einen Teilausschnitt der Kupplung, nämlich die Enden der Zungentellerfedern in einem Druckkorb des Ausrückers gelagert.
Mit 1 ist die Schwungscheibe bezeichnet, die in nicht näher dargestellter und bekannter Weise mit der Motorwelle verbunden ist. 2 ist die mit dieser zu kuppelnde Welle, beispielsweise die Ge triebewelle eines Kraftfahrzeuges. Mit dieser Ge triebewelle 2 formschlüssig durch die Verzahnung 2' verbunden ist die Kupplungsnabe 4, auf der die Kupplungsscheibe 5 mit Reibbelägen 6, 6' auf genietet ist.
Die sich gegen diese Reibbeläge 6, 6' legende Druckplatte 7 weist Nocken 7' auf, die durch entsprechende Ausnehmungen 8' der Grund platte 8 hindurchgreifen. Die Grundplatte 8 bildet zusammen mit dem entsprechend umgebogenen Ende des Deckels 9 das Widerlager für die Tellerfedern 10, 10', die plan aufeinandergelegt zwischen der Anlage 11 des Nockens 7' und dem in diesen Nok- ken eingesetzten Sprengring 12 gehaltert sind. Die Grundplatte 8 und der Deckel 9 sind durch Schrau ben 13 mit der Schwungscheibe 1 fest verbunden.
Wird. das Ausrücklager 14 in Richtung des Pfeiles A axial verschoben, so drücken sich die Tellerfe dern 10, 10' aus der Planlage gemäss Fig. 1 in eine annähernd kegelförmige Lage, wie es in Fig. 2 dar gestellt ist, in der die Druckplatte 7 von der Kupp lungsscheibe 5 mit Reibbelägen 6, 6' abgehoben ist. Die Kupplung ist gelüftet. Die Enden der Zungen tellerfedern 10, 10' können vorteilhaft sich deckend übereinanderliegend angeordnet sein und in an sich bekannter Weise in einen Druckkorb 15 einmünden und dadurch gegen Verschiebung festgelegt sein.
Die Ausnehmungen, durch welche die Enden 10a, 10ä der Tellerfedern 10, 10' hindurchgreifen, sind mit 15' in Fig. 3 'bezeichnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Reibscheibenkupplung mit einer als Kupplungs feder dienenden Tellerfeder, die mit ihrem äusseren Rand in eine Druckplatte eingreift und die zu beiden Seiten von Widerlagern abgestützt ist, die mit der Schwungscheibe in geeigneter Weise miteinander ver bunden sind, wobei die Tellerfeder bei eingerückter Kupplung vorgespannt in Planlage ist und bei ge lüfteter Kupplung in eine ihrer Ruhelage entgegen gesetzte kegelstumpfförmige Lage durchgestülpt ist, gekennzeichnet durch mindestens zwei mit ringförmi ger Flächenberührung aufeinanderliegende Zungen tellerfedern (10, 10'). UNTERANSPRüCHE 1.Reibscheibenkupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zungentel- lerfedern (10, 10') massgleich ausgebildet sind. 2. Reibscheibenkupplung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungentellerfedern (1<B>0</B>, 10') in der Druckplatte (7) durch einen Sprengring (12) festgehalten sind. 3.Reibscheibenkupplung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die freien Zungenenden (10a, lOa') der Tellerfedern (10, 10') gemeinsam in entspre chende Ausnehmungen (15') des Druckkorbes (15) des Ausrücklagers (14) eingreifen und durch diesen gegen Verdrehung festgelegt sind. 4. Reibscheibenkupplung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass zwischen den beiden Zungentellerfedern (10, 10') eine Gleitschicht oder ein Gleitmittel vor gesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Families Citing this family (2)
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