CH392302A - Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen - Google Patents
Fülleinrichtung für Kunststoff-FlaschenInfo
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Description
Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen Die Erfindung betrifft eine Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen für das Vakuum-Füllverfahren, bestehend aus einer dichten Saugglocke mit Anschluss an eine Evakuierungseinrichtung, Füllorganen und einem Unterkasten zum Transport von Kunststoff-Flaschen. Es ist eine Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen bekannt, die darin besteht, dass auf einer Ab fülimaschine eine Saugglocke angebracht ist, die mit Füllorganen versehen und an eine Evakuierungseinrichtung angeschlossen ist. Die Saugglocke wird auf einen Unterkasten aufgesetzt und luftdicht mit diesem verbunden. In den Unterkasten, der aus Methacrylatglas oder Blech besteht, werden die Kunststoff Flaschen eingesetzt, die von aussen und von innen mit Vakuum beaufschlagt werden, damit sie sich nicht nach innen einbeulen. Der Unterkasten aus Methacrylatglas hat aber verschiedene Nachteile. Einmal muss er verhältnismässig starkwandig gemacht werden, da das Methacrylatglas mechanischen Anforderungen nicht sehr gewachsen ist. Dies hat den Nachteil, dass der Kasten ein erhebliches Gewicht aufweist, was bei der Weiterverarbeitung von Nachteil ist. Ausserdem hat insbesondere Methacrylatglas den Nachteil, dass es gegen mechanische Stösse sehr empfindlich ist, was dazu führt, dass sehr bald die geklebten Flächen an den Rändern und auch an den Kanten undicht und die Kästen damit unbrauchbar werden. Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass der Unterkasten aus einem Thermoplast geringer Wandstärke gefertigt ist und dass er zur Zentrierung der Flaschen mit seitlichen Sicken ausgerüstet ist. Die Verwendung eines thermoplastischen Werkstoffes bringt es mit sich, dass der Kasten erheblich widerstandsfähiger gegen mechanische Stösse ist. Ausserdem kann er wesentlich einfacher angefertigt werden. Man kann z. B. einen solchen Kasten aus einer Platte tiefziehen, wodurch eine allseitige dichte Fläche gewährleistet ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist an der Oberkante des Kastens eine waagrechte Auflagefläche für die Unterkante der Saugglocke vorgesehen, die ihrerseits mit einem weichen Dichtgummi versehen ist. In sehr vorteilhafter Weise kann die Abdichtung zwischen Kasten und Saugglocke dadurch verbessert werden, dass eine obere Anlagefläche für die Saugglocke auf dem Unterkasten vorgesehen ist, welche an den Seiten um ein Geringes hochgebördelt ist. Dies bringt ausserdem den Vorteil mit sich, dass eine erhebliche Versteifung des Kastens erzielt wird. Auch drückt sich der weiche Dichtungsgummi der Saugglocke gegen die seitlich hochgezogene Bördelung und bewirkt hier noch eine zusätzliche Abdichtung des Unterkastens. In Fällen, wo der Kasten noch nicht steif genug ist, insbesondere bei besonders breiten Kästen, ist es von Vorteil, wenn zwischen den Längswänden Querrippen eingeklebt oder eingeschweisst sind. Diese einfach einzusetzenden Wände bewirken eine verstärkte Stabilität des Kastens. In der Zeichnung ist ein Beispiel der Erfindung wiedergegeben, und zwar zeigen Fig. 1 eine Fülleinrichtung im Querschnitt, Fig. 2 den Unterkasten im Längsschnitt und Fig. 3 eine Draufsicht auf den Unterkasten. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Fülleinrichtung aus einer Saugglocke 1, einem Unterkasten 2 und Hilfsorganen. Der Saugkasten 1 ist an der Stelle 3 mit einer Vakuum-Einrichtung verbunden, beispielsweise einer Saugpumpe. An der Stelle 4 weist er eine Reihe von Füllorganen auf, die in die nicht eingezeichneten Flaschenhälse hineinragen. Die Saugglocke 1 wird entsprechend der Pfeilrichtung 5 senkrecht auf und ab bewegt und setzt an der Stelle 6 mit ihren aus Weichgummi bestehenden Dichtungen auf den Unterkasten 2 auf. Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, ist der Unterkasten 2 in seiner oberen Hälfte mit einem waagrechten Auflagering 7 versehen, der an der Seite an der Stelle 8 hochgebördelt ist. In diesem Rahmen setzt die Dichtungsfläche, wie an der Stelle 9 gezeichnet, der Saugglocke ein. Der Kasten ist auf Grund der Herstellung leicht konisch geformt. Wie Fig. 3 zeigt, sind an den Stellen 10 Sicken in die Längswand eingearbeitet, die eine sehr gute Zentrierung der in den Kasten eingesetzten Flaschen ermöglichen. Ausserdem wird durch die Sicken eine erhebliche Versteifung des Kastens erzielt, ohne dass an der Wandstärke, die hier sehr dünn ist, etwas hinzugefügt werden muss. In Fällen, wo es sich um sehr breite Flaschen handelt, d. h. wo die Kästen sehr breit ausgeführt werden müssen und infolge zu kleiner Sicken die Gefahr besteht, dass der Kasten sich nach innen einziehen kann, ist es von Vorteil, wie an der Stelle 11 gezeichnet, Querrippen einzusetzen, die eine sehr gute Versteifung des Kastens bewirken. Der Kasten wird aus thermoplastischem Kunststoff, beispielsweise aus thermoplastischen schlagbiegefesten Polymerisaten auf der Grundlage von Butadien, Acrylnitril und Styrol, hergestellt. Die Herstellung geschieht in sehr einfacher Weise mittels einer Pressvorrichtung aus einer Kunststoff-Platte im Tiefziehverfahren. Dieses Verfahren gewährleistet eine dichte Ausführung des Kastens, und der Kunststoff bewirkt seinerseits eine sehr hohe Unempfindlichkeit gegen Schläge, Stösse oder sonstige mechanische Beanspruchungen. Auch ist der Kunststoff sehr geeignet für saure oder basische Materialien. Diese Stoffe wären bei Methacrylatglas oder Metall sehr oft hinderlich und würden zum Aufreissen oder Aufbrechen von Klebestellen und Schweissnähten führen. Darüberhinaus ist die Herstellung solcher Kästen gegenüber Methacrylatglas- oder Metallkästen ausserordentlich billig und sogar mit Holzmodellen in sehr einfacher Weise zu ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen für das Vakuumfüllverfahren, bestehend aus einer dichten Saugglocke mit Anschluss an eine Evakuierungseinrichtung, Füllorganen und einem Unterkasten zum Transport von Kunststoff-Flaschen, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterkasten aus einem Thermoplast geringer Wandstärke gefertigt ist und dass er zur Zentrierung der Flaschen mit seitlichen Sicken ausgerüstet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Auflagefläche an dem Unterkasten vorgesehen ist, auf welche die Saugglocke aufsetzt, und dass seitlich diese Auflagefläche um ein Geringes hochgebördelt ist.2. Fülleinrichtung für Kunststoff-Flaschen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Längswänden Querrippen eingeklebt oder geschweisst sind.
Applications Claiming Priority (1)
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